Dienstag, 20. September 2016

Break on through (to the other side)

Last month we’ve played a new match in NAM.
In the centre of the gaming table you can see a really huge hill, that was occupied by weak Vietcong forces.
The US had the order to occupy that hill, and to hold position against possible attacks.
The second attack: Search and destroy the exist of the „tunnel rats“.
There was an american command unit, with commander, medic, radioman and scout. 3 Fireteams. Fireteam Alpha with M16 and a shotgun. Fireteam Bravo with M16 and a plopper. Fireteam Charlie with M16. 2 MG troops, each with MG and loader. A sniper unit, with marksman and spotter.
3 M113 (one ACAV, two standard M113), Medivacs, and a HOG Helicopter that could be ordered two times.
The Vietcong forces: A sniperteam, a MG Team, fireteams with AK 47 and DPMG, fireteams with AK 47 and RPG, a commander.
The Vietcongs were activated by cards. When one unit was destroyed, another unit appeared. It was like an rotating system. A lot of enemies, coming through tunnels, hidden in the jungle. Wave per wave.
The first order was no problem for the US forces.
But than a bitter fighting begun. One helicopter was destroyed. The US commander was killed.  But at the end, the US units had won the „bodycount“.
We‘ve played the game with simplified FoF rules. The rules worked again very well, and at the moment it’s my favorite gameplay.
Have fun with the pictures.



Es war früher Morgen und ich lag auf meiner Pritsche. Die Arme hinter dem Nacken verschränkt und ich guckte nach oben.
Diese verdammen Fliegen, dachte ich. Ich sah, wie sie da über mir kreisten, wie sie aufeinander zuflogen. Umeinander herumtanzten. Sich begatteten, und wieder abhauten.
Sie summten an meinen Ohren vorbei, flogen im Sturzflug auf sie drauf, in die Ohrmuschel hinein und machten dabei einen Höllenlärm.
Drecksviecher.
Ich hasse Fliegen.
Ich hasse dieses Land.
„Hey!! Miller !!! Was glotzt Du denn so blöd zur Decke? Ist da die Lösung, wie man aus der Scheiße hier rauskommt?“
Ich drehte meinen Kopf ganz, ganz langsam nach rechts.
Da standen Rambowski und Mad Murphy traulich vereint, und offensichtlich wieder genesen, neben meinem Bett.
Mir blieb auch gar nichts erspart.
„Euch scheint es ja wieder besser zu gehen“, grunzte ich vor mich her und warf das Kissen mit einem Schwung in ihre Richtung. Beide duckten sich perfekt weg, und wir mussten erst einmal herzlich lachen.
Sicherlich, wir waren nicht die engsten Freunde, aber sie waren Kameraden, und Spezialisten mit Ihren Waffen. So etwas war immer wichtig hier unten in NAM.
„Verdammt gut zu wissen, dass Ihr beim nächsten Einsatz wieder dabei seid“, sagte ich. „Und diesmal gehst Du in Deckung Mad Murphy, wenn Charlie das Feuer eröffnet. Ich habe echt keine Lust mehr, Dich nochmal aus der Scheiße raustragen zu müssen. Hast Du verstanden.“
„Ja, je Pete“, meinte Mad Murphy. „Die Narben, die ich jetzt habe, reichen mir wirklich. Mehr brauche ich nicht.“
Ich dachte, heho, was ist denn jetzt? War Mad Murphy ruhiger geworden? Hatte er es kapiert? Oder hatte er Schiss? Wir würden es beim nächsten Mal erleben.
„Na der Einsatz wird ja nicht lange auf sich warten lassen“, grummelte Rambowski.
Ich schaute ihn an und meinte:
„Wie kommst Du denn darauf?“
„Dass pfeifen doch die Spatzen von allen Dächern. Jetzt sag nur Du hast noch nichts mitbekommen?“
„Nö. Erzähl“, meinte ich daraufhin; und so erfuhr ich dann die Neuigkeiten, die seit meiner letzten Wache passiert waren.
Da ruhst Du Dich mal ein paar Stunden aus und dann das.
Der Duke war überraschend abberufen worden, erzählte Rambowski. Keiner wusste genau warum. Jedenfalls war er unterwegs nach Saigon, um von dort aus weiter in die Staaten zu fliegen.
Irgendwie muss es eine ziemlich geheime Nummer sein, meinte Mad Murphy.
Denn mit dem Hubschrauber, der mit unserem Duke fortflog, war schon ein neuer Kommandeur eingetroffen.
Ich rollte die Augen.
Verdammt das war nichts Gutes.
Neue mussten den Scheiß hier unten immer wieder neu erfinden. Alle wollten einen Stück vom Kuchen hier in Vietnam. Na und die Rookies, wie wir sie immer nannten, die waren die Schlimmsten. Wollten Sie doch den Krieg immer möglichst schnell gewinnen und alles ganz schnell erreichen.
Als wenn das so einfach wäre.
„Na ja. Meinte ich. Dann sollte ich mal anfangen mein Gewehr zu ölen.“
„Yepp“, meinte Mad Murphy. „ In zwei Stunden geht es los. In einer Stunde sollst Du Dich zur Besprechung im Zelt des neuen Kommandanten einfinden. Viel Spaß.“
Eine Stunde später betrat ich das Zelt des Neuen. Colonel Zoran Deer war da, Lieutenant Svenson, Lieutenant Sour, Lieutenant Nick, Lieutenant Mircovic … und der Neue eben.
Zoran Deer stellte ihm uns alle vor. Als er von mir sprach, meinte er.
„Sergeant Miller (ja, dazu hatte man mich mittlerweile ernannt) hat sich in den letzten Gefechten außerordentlich bewährt. Deshalb war es für mich wichtig, dass er an dieser Besprechung teilnimmt meine Herrn. Er ist von den hier anwesenden derjenige mit der meisten Kampferfahrung.
Deshalb ist es mich wichtig auch Ihre Meinung zu hören Miller.“
Ich schaute den Colonel an und nickte leicht. Yes, der Alte wusste, dass er sich auf mich verlassen kann. Auf so eine alte Puritanerseele  aus New Jersey, ja, darauf kann man zählen. Jedenfalls solange man mich nicht verarscht, und solange man auch ein Vorbild für mich ist.
Zoran Deer wusste das.
Der Neue sagte gar nichts. Er kaute nur, betont lässig Kaugummi. Mir war das alles eine Spur zu cool. Na mal sehen, was noch kommt, dachte ich mir.
Zoran Deer erklärte uns die Situation:
„Also Männer. Wie ist die Lage.
Teile eines US Infanterieregimentes konnten gestern in einem Überraschungsangriff mit letzten Kräften die strategisch wichtige Höhe 387 nehmen. Dem VC-Angriff konnten die abgekämpften Jungs aber nichts mehr entgegensetzen. Sie mussten Höhe 387 wieder räumen und in Ruhestellungen zurück verlegen.
Die Aufklärung berichtet nun, dass Höhe 387 derzeit nur schwach vom Feind besetzt ist. Diese Gelegenheit sollten wir uns nicht entgehen lassen.
Nun komme ich zu Ihrem Missionsziel meine Herren.
Stoßen Sie zu Höhe 387 vor und nehmen sie die feindlichen Stellungen. Zur Feuerunterstützung und als provisorische Deckung haben Sie einen Zug Schützenpanzer.
Ein gut ausgebildeter Sanitäter  wurde abkommandiert und kann im Notfall einen provisorischen Verbandsplatz einrichten.
Wenn Sie eine Lichtung als eine Landezone sichern, steht ein Medivac Helikopter für den Abtransport ihrer Verwundeten zur Verfügung.
Es befindet sich ein HOG Kampfhubschrauber im Operationsgebiet, der noch zwei Luftangriffe mit Luft-/Boden Raketen fliegen kann.
Aber Achtung meine Herren: Der Vietcong befindet sich schon seit Tagen in diesem Gebiet. Er hat also Zeit, Fallen zu stellen und Minen zu legen.“
Das war es, was ich an dem Colonel so liebte. Die Befehle waren klar.
Mal sehen, was der Neue daraus machte.
„Sergeant Miller“, sprach der mich dann auch zum ersten Mal an. “Colonel Zoran Deer hat sie mir direkt unterstellt. Ich habe gehört, Sie haben Kampferfahrung in diesem Gebiet?“
„Ja Sir, Jawohl, Sir!“, sagte ich. Das hatte ich gelernt. Sag niemals mehr als das notwendigste, wenn Dein Vorgesetzter Dich direkt anspricht.
„Sir. Eine Frage hätte ich noch“. Ich wendete mich direkt an den Colonel.
„Handelte es sich bei dem gut ausgebildeten Sanitäter um Forrest?“
Zoran Deer nickte bestätigend mit dem Kopf. Ich atmete leise durch.
Gute Nachrichten. Das würde mir den Rücken frei halten.
Wer weiß, was noch kommen würde.
Der Neue ergriff nochmals das Wort.
„Die Zusammensetzung der einzelnen Trupps entnehmen Sie dem Papier, das ich jetzt jedem überreiche. Nach dem Lesen bitte vernichten.“
Ich dachte, oh mein Gott. Ein Bürohengst. Das hatte mir noch gefehlt.
Ich schaute auf das Blatt in meiner Hand.
Da stand eine genaue Beschreibung der Zusammensetzung unserer Teams, schön, mit jedem einzelnen Namen.
Ich sah, dass ich wieder einmal als Funker im Kommandotrupp dienen sollte. Neben mir der Neue und unser Kundschafter Doc Tho. Unser Medic sollte sich da dann auch anschließen.
Fireteam Alpha, Bravo und Charlie, waren unsere Einsatztrupps. Stuart mit seiner Shotgun wieder bei Alpha, bei Bravo üblicherweise der Grenadier mit dem Granatwerfer.
Zwei MG Teams, das eine von Rambowski geführt und ein Sniper Team Mad Murphy und sein Beobachter, ergänzten unseren Trupp.
Auf der Rückseite stand dann noch, dass wir über zwei Standard M113 verfügten, und einen in der ACAV Variante. Letzterer hatte einen Feuerbereich zu den Seiten, weil hier auch zwei M60 MG montiert waren.
Ich kannte die Aludosen ja noch aus anderen Einsätzen.
Schön. Jetzt wusste ich, wer mit mir kämpfte.
Der Duke hatte uns das immer persönlich erklärt und die Trupps zusammengestellt.
Jetzt hatten wir es auf Papier.
Ja, die Bürokraten hielten Einzug in unsere Truppe.
Die Besprechung war  auch beendet, und nachdem wir dann unsere Papiere noch im Kommandeurszelt entsorgt hatten, ging es zurück in die eigene Unterkunft.
Waffen und Gerödel packen.
Bei mir ging das sehr schnell und ich ging zu dem Neuen, um mich abmarschbereit zu melden.
„Ja, äh, danke Miller. Haben Sie noch Fragen“, meinte dieser leicht nervös.
„Nein, Sir. Alles klar, Sir“, meldete ich zurück. „Ich werde mich in Ihrer Nähe aufhalten.“
Diese Aussage beruhigte den Neuen sichtlich.
Wir gingen zu den Helis und saßen auf.
Die Motoren sprangen an, die Rotorblätter drehten sich. Ein Pfeifen und Dröhnen. Ein sich steigerndes Vibrieren, dann hoben wir ab.
„Break on through to the other side“, sang ich leise vor mich hin. Außer mir verstand das niemand, denn der Lärm in unserem Heli war einfach zu laut.
Nach 45 Minuten erreichten wir unseren Einsatzraum. Von hier oben hatte man eine gute Sicht. Im Südwesten des Schlachtfeldes sah man ein kleines Dorf. In der Mitte erhob sich ein Hügel, der kaum bewachsen war. Ich bildete mir ein schon jetzt Stellungen ausmachen zu können.
Das Tal war typisches Dschungelgelände, wobei es Einschnitte gab, die ohne Probleme von unseren M113 durchquert werden konnten.
Die Helis setzten jetzt auf. Wir trafen uns mit den M113, die schon ins Einsatzgebiet vorgefahren waren.





Der Neue, Forrest und ich bewegten uns am Dorf vorbei, unterstützt von einem der M113. 
Doc Tho sollte Fireteam Alpha durch die Felder führen. Am rechten Flügel waren die anderen Teams unterstützt von den verbleibenden M113.
Wie wir später erfuhren, hatte Charlie die Stellungen auf dem Hügel bereits besetzt und befestigt.














Vorsichtig bewegten wir uns nach vorne.
Unser Kommandotrupp und Fireteam Alpha umgingen ein großes Feld, um uns dann an der nordöstlichen Spitze desselbigen wieder zu vereinen.
Durch das Dickicht im Osten schlugen sich die Trupps von Lieutenant Mircovic und Lieutenant Nick.
An dieser Stelle gab es dann auch den ersten Feindkontakt. Der M113 und Fireteam Charlie eröffneten das Feuer auf den Hügel.






Dummerweise merkten sie erst zu spät, dass sie mitten in einem Minenfeld standen. Der M113 wurde ausgeschaltet. Dennoch. Die Infanterie stürmte weiter und brach in die erste Stellung von Charlie ein.






Aber auch der nächste Trupp und das MG Team von Rambowski tappte in die Falle. Gerade hatten sie den Dschungel durchquert, nur um sich ebenfalls in einem gut getarnten Minenfeld wiederzufinden. Es war nur der Vorsicht von Rambowski zuzuschreiben, dass die Jungs ohne größere Verluste das Minenfeld queren konnten.


Derweil markierte ich schon einmal einen Landeplatz für den Heli. Unter dem Feuerschutz der M113 gingen wir nach vorne.


Plötzlich, der Neue war direkt vor mir, explodierte etwas. Ich sah eine Dreckfontäne, die direkt vor mir in die Höhe stieg. Ich verharrte augenblicklich.
Oh Gott, dachte ich.
Als sich der Staub und Dreck wieder legte, lag der Neue blutverschmiert und dreckverkrustet vor mir. Schweigen. Ich drehte mich langsam zu Forrest um.
Der schüttelte den Kopf.
Das war es dann.



Wir brachten den Neuen zur Landestelle, die wir ja zum Glück errichtet hatten, und er wurde ausgeflogen.


Jetzt waren wir alleine auf uns gestellt. Wir kämpften uns den Hügel hoch. Das gleiche taten die Kameraden im Osten.
Unter leichten Verlusten konnten wir den Hügel komplett besetzen und Charlie vertreiben.



Ich nahm Kontakt mit dem Hauptquartier auf und erreichte Colonel Zoran Deer.
„Auftrag erfüllt. Kommandeur allerdings ausgefallen.“
Zoran Deer antwortete.
„Danke Miller. Hören Sie mir gut zu. Neuer Reccon Force Führer ist Lieutenant Sour.“
„Sir!!!“
„Ja Miller.“
„Sir. Keine Ahnung, wo Lieutenant Sour steckt. Es ist merkwürdig. Nahezu gespenstisch. Wenn ich ihn nicht so gut kennen würde, man könnte meinen, er kommandiert heute die Vietcongs. Tschuldigung Sir.“
„Schon verstanden Miller. Dann geht der Befehl an Mircovic über. Können Sie den orten.“
„Ja Sir. In unmittelbarer Nähe.“
„Ok. Dann hören Sie zu Miller. Neue Befehle:
Richten Sie sich auf Höhe 387 zur Verteidigung ein und halten Sie die Stellung, bis wir Verstärkungen im Operationsgebiet haben und sie ablösen können.
Wir werfen Munition bei Ihnen ab und eine Anzahl Claymore Sprengfallen, die sie zur Verteidigung Ihrer Stellung platzieren können.
Als Sekundärziel haben Sie noch folgende Aufgabe: Wenn sich die Möglichkeit bietet, sollten sie feindliche Tunnels und Zugänge zum Ho-Chi-Minh Pfad zerstören.
Halten Sie durch. Wir schicken, so schnell es geht, die Kavallerie.
Alles verstanden Miller?“
„Ja Sir. Ready and out.“
„Ready and Out“, wiederholte der Colonel.
Ich stürmte direkt zu Mircovic. Der rief noch Nick zu sich, und ich gab die Befehle des Colonels weiter.
Wir wussten alle was zu tun war.



Wir hatten eine perfekte Rundumverteidigung eingerichtet. Die Trupps lagen geschützt in Gräben, in einem Bunker. Die M113 sicherten nach beiden Seiten.
Plötzlich tauchten an verschiedenen Stellen Vietcongs auf.




Wer nicht in NAM war, der kann das nicht nachvollziehen. Es ist gespenstisch. Immer wenn Du denkst, Du hast es geschafft, taucht Charlie wieder aus der Erde auf. Es ist IMMER so. IMMER.
Kurz davor war es noch ruhig. Du hörst das Summen der Fliegen, ok, das ist auch nervtötend, aber im Großen und Ganzen hörst Du halt nur die Töne des Dschungels. Na und ganz plötzlich ist Charlie da und kurz danach geht dann auch das Tackern der AK wieder los.
Ich hasse dieses Land.



Wir nahmen diese Trupps von oben unter Feuer. Und wir waren verdammt effektiv.
Dann machten wir einen Gegenstoß in den Dschungel.
Auch der war erfolgreich.










An den Tunnelausgängen entspannten sich harte Kämpfe. Gerade hatten wir den vermeintlich letzten Gegner ausgeschaltet, da tauchten wieder neue auf.
Das war an allen Ausgängen so, die wir mittlerweile erspäht hatten.
Natürlich blieb es nicht aus, dass wir auch Verwundungen kassierten. 






Wir wollten die Kameraden ausfliegen. Aber Charlie schaffte es tatsächlich den Helicopter vom Himmel zu holen.
Das war eine böse Schlappe für uns.



Dennoch gelang es uns die Stellung zu halten.
Wir flogen sogar Gegenangriffe mit einem HOG Hubschrauber, der uns ja zum Glück zur Verfügung stand.
Am Ende hatten wir gesiegt…




Was auch immer das in NAM bedeutete.
Charlie verschwand urplötzlich. Wir waren alleine.
Unsere zwei M113 fuhren zurück; wir wurden ausgeflogen.
Wir hatten sogar Lieutenant Sour wiedergefunden, der irgendwie in ein Loch von Charlie gefallen war, das Gott sei gedankt, nicht mit Giftpfählen gespickt war.
Gut, dass er wieder bei uns war.
Ein ganz merkwürdiges Gefecht.


Wir hatten es zwar geschafft durchzubrechen. 
Ja, wir waren tatsächlich zur anderen Seite durchgestoßen: „Break on through to the other side“.
Aber von Dauer war der Erfolg nicht.
Das eigentlich Schlimme an der ganzen Sache war, dass der Neue sich AUCH auf die andere Seite begeben hatte. In einem übertragenen Sinne. Ziemlicher Bullshit das Ganze. Na, und an seinen Namen kann ich mich nicht mehr erinnern. Verdammt.
Er war ein Rookie, der zu schnell weg war. Das passierte so in NAM. Typen kommen, und Typen gehen. Der eine früher. der andere später.
Ich hasse dieses Land.


Wieder ein spannendes Spiel mit den FoF Schnellregeln von Jürgen, Zoran Deer. Das Szenario war wieder prima durchdacht.
Lieutenant Sour hatte diesmal - unterstützt von Jürgen - wirklich die Vietnamesen kommandiert. 
Gut, dass das Pete Miller nicht weiß. ;-)))
Nick, Mirco, Sven und ich führten die Trupps der Amis.
Das Regelsystem und auch die Szenarien fühlten sich wieder einmal extrem authentisch an. 
Es war relativ leicht zu dem Hügel zu kommen.
Dann kamen aber die elendigen Minen, die von den Vietnamesen per Zufallsprinzip – Ereigniskarte – gesetzt werden konnten.
Als wir dann froh waren den Hügel zu haben, war nicht Schluss. NEIN !!! Dann kam der zweite Befehl, und alles ging von vorne los. Ein Vietcongtrupp nach dem anderen tauchte aus dem Boden auf. Mal hier, dann da, dann dort. Du erledigst einen, da steigt der nächste aus dem Schacht.
Wie man es sich halt vorstellt, wenn man ein Vietnamszenario spielt.



Samstag, 17. September 2016

D 186 Mölders - Zerstörer der Lütjens-Klasse

Today I want to show you pictures from the german navy destroyer D 186 „Mölders“. You can find that ship in the Deutsche Marinemuseum (German Navy Museum) in Wilhelmshaven, Germany.
I have a special connection to the ship, because one of my friends, Jens, and his fellow Klaus were crewmembers in the 80th.
So for me it was a kind of search for traces, a search for a better understanding of the two guys, who are still in love with their old ship.
And yes, now, after the visit, everything becomes clearer. It’s a special comradeship that weld together. And only crewmembers can have that spirit. But you, as a visitor, you will like the technic, the beautyness of that small, fast, dangerous hunter of the sea.
In the following chart you can learn the keyfacts of the ship.

Have fun with the pictures.



Für mich war der Besuch so etwas wie eine Spurensuche. Keine Suche nach der eigenen Identität, oder der Familie, oder irgendwelcher hochpolitischer oder geschichtlicher Hintergründe.
Nein. Mir ging es darum Menschen, vor allem einen Freund, zu verstehen.
Seit Jahren wollte ich wissen, was Menschen bewegt, dass Sie noch heute, nach 35 Jahren leuchtende Augen bekommen, wenn sie über Ihre Marinezeit reden.
Dass Sie stundenlang erzählen können, spannend erzählen können, wie es war, warum es so war.
Dass Sie Dir das Gefühl vermitteln, Jahrzehnte auf diesem Pott gewesen zu sein, obwohl es nur zwei Jahre waren.
Dass Sie diesen Geist immer noch leben. Freiwillige Reparaturdienste auf dem Schwesterschiff ausüben, obwohl sie heute auch nicht mehr die Jüngsten sind.
Ich wollte verstehen, warum Sie hingehen und sich ein Bild Ihres Zerstörers auf den Rücken tätowieren lassen. Auf den kompletten !!!! Rücken.
Ich wollte verstehen, warum sie sich in ihren Toyota Pick Up einen Kreiselkompaß einbauen lassen. Genau in die Mittelkonsole. Einfach so.
Ich wollte verstehen, warum das WhatsApp Bild des einen, ein Schiff mit der Kennung D 185 zeigt.
Ich wollte verstehen, warum der eine in jedem Hafen Clubs, Bars und andere Etablissements aufsuchte und sich als junger Mann austobte, während der andere sein Kettenhemd für Mittelalterveranstaltungen in seiner Freizeit auf dem Schiff knüpfte.
Ich wollte verstehen, warum diese Männer aber auch zurückhaltend, ruhig, ernst und zeremoniell werden können, wenn sie bei einer offiziellen Kranzniederlegung in Laboe teilnehmen.
Ich wollte diesen Männern näherkommen, einen kleinen Hauch abbekommen. Das Gefühl erleben, einen kleinen Moment greifen, „dabei sein“.
Wenn dies auch schwer ist, als jemand, der – Originalton - „wegen mehreren Gründen an einem Auge“  ausgemustert wurde, als jemand, der keine direkte Erfahrung mit dem Militär oder gar der Marine hat. Als jemand, der eigentlich eine Landratte ist, den es aber immer wieder an die See im Norden treibt, weil er das Wetter, die Landschaft, die Menschen, das Meer einfach liebt.
Darum ging es bei dem Besuch; und ich war gespannt.
Dass so ein Lenkwaffenzerstörer was Besonderes ist, weiß ich spätestens seit dem Hollywood Film Battleship. Wer ihn nicht kennt, der sollte ihn unbedingt gucken.  Reinstes Popcornkino.
Ja, da schlägt sich doch wirklich ein Lenkwaffenzerstörer mit Aliens rum. Na und was soll man sagen. Er schlägt sich echt tapfer. Wobei am Ende, NATÜRLICH noch ein ausgemustertes Schlachtschiff, die Missouri – seufz, ich hatte sie als Modell – den Rest übernehmen muss.
Albern? Klar !!
Aber geil.
Natürlich handelt es sich bei dem Zerstörer um eine moderne Ausgabe eines solchen Waffensystems, wie das so schön im Bundeswehrjargon heißt. Die im Film gezeigten Schiffe sind Zerstörer der Arleigh-Burke Klasse somit natürlich neuesten Datums.
Alten Seeleuten gefallen diese radaroptimierten Pötte natürlich nicht wirklich. Sehen Sie doch mit Ihren riesigen, kastenförmigen Aufbauten auch irgendwie aus wie umgestülpte Badewannen, mit Aufbauten.
Aber, nur so, können sie einem Gegner eine möglichste geringe Abtastfläche bieten. Sie sind also modern. Modern hässlich, aber effizient.
Na und in Hollywood auch beliebt, denn nicht umsonst spielt ein solcher Zerstörer der Arleigh-Burke Klasse nicht nur im Film Battleship die Hauptrolle. Nein, das Schiff übernimmt auch die Hauptrolle als eventueller Retter der Menschheit in der niegelnagelneuen Serie „The Last Ship“.

Also irgendwas muss dran sein an den Dingern. Das können wir jetzt schon mal feststellen.
Noch eine kleine Ergänzung an dieser Stelle: Zur Zeit sieht man dann auch die ersten Bilder des neuen amerikanischen Zerstörers, der USS Zumwait. Also an was mich das Ding mit seinem dem Kubismus entsprungenen Formen erinnert …, die Gedanken werde ich Euch in einem anderen Bericht mitteilen.
Der Pott, der da aber in Wilhelmshaven im Marinemuseum liegt, dass ist noch ein old school Kriegsschiff.




Old School?
1980 schrieb die Bundeswehr in einer offiziellen Broschüre:
„Zerstörer und Fregatten: Diesen Einheiten gemeinsam sind ihre große Seeausdauer, die Wetterunabhängigkeit und die vielseitige Bewaffnung einschließlich moderner Führungsmittel: Die Schiffe eignen sich deshalb besonders für die Seeraumüberwachung und zur Abwehr von Angriffen, die aus der Luft, über oder unter Wasser auf die von Ihnen zu schützenden Schiffe und Verbände oder gegen sie selbst vorgetragen werden…“ (1955-80: 25 Jahre Bundeswehr. Hrsg. Bundesministerium der Verteidigung, Bonn 1980, S. 110)
Abgebildet unter diesem Text: D-185. Die Lütjens.

Die Zerstörer der Lütjens Klasse waren in den 60er Jahren topmodern.
Es handelte sich um Modifikationen der amerikanischen Charles F. Adams Klasse, die wiederum die Weiterentwicklung der Forrest Sherman Klasse war.
Bei der Forrest Sherman Klasse handelte es sich um die ersten neuen Zerstörer, die von der amerikanischen Marine nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut und ab 1955 in Dienst gestellt worden waren.
Charles F. Adams war also somit schon die zweite Generation nach dem Krieg.
Die früheren Zerstörer der Bundesmarine, Schiffe der Fletcher Klasse (Klasse 119: Zerstörer 1 bis Zerstörer 6), waren noch Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg, denn der erste Fletcher Zerstörer lief bereits 1941 vom Stapel. Was niemand daran hinderte, sie überarbeitet und modernisiert, „kampfwertgesteigert“ wie das so schön heißt, noch bis in die 80er Jahre hinein im Einsatz zu belassen.
Somit ist es nicht weiter wunderlich, dass der Erwerb der drei Schiffe der Lütjens Klasse – Lütjens, Mölders und Rommel – auch entsprechend gefeiert wurde.
Das war topmoderne Technik.
Dennoch. In den Augen des modernen Beobachters wirken sie dennoch old school. Denn moderne Schiffe erschließen sich nicht direkt für Laien: Sie wirken irgendwie merkwürdig. Sind  kastenförmig anzuschauen. Brotdosen im Wasser.
Die älteren Zerstörer sind schnittig, haben eine schmale Form, wirken wirklich wie Jäger, die auf der Suche nach U-Booten sind. Extra dafür konzipiert, auf dieses Ziel ausgerichtet.
Jäger, keine Verteidiger. So würde ich das mal formulieren.
Nashörner sind natürlich mega gefährlich, aber auch plump. Wildkatzen sind schicker.
Die Schiffe der Lütjens Klasse sind Wildkatzen, keine Nashörner. Ohne Frage.
Genau das schoss mir dann schon durch den Kopf, als ich mich auf der Parkplatzsuche dem Deutschen Marinemuseum näherte. Über dieses werde ich ein anderes Mal berichten.
Heute geht es nur um die Mölders bzw., damit meine Marinejungs nicht zu traurig sind, um die Lütjensklasse.
Denn meine Jungs sind alle mit der Lütjens zur See gefahren; dem baugleichen Schwesterschiff und Namensgeber der Klasse. Die Veteranen der Mölders bitte ich jetzt schon um Verständnis, dass ich beide Bezeichnungen in diesem Text verwende. Die Veteranen der Rommel haben auch Ihre Tradition. Deshalb vertiefe ich das jetzt nicht hier. Wer will schon Ärger mit alten Seebären. Ich bin doch nicht verrückt. ;-)
Wenn ich also bestimmte Aufbauten, Waffen, Kabinen, Räume, Kajüten, Kojen etc.etc. der Mölders zeige, so sind das auch irgendwie die gleichen Objekte, die sich auf der Lütjens oder der Rommel fanden. Erinnerungen laufen hier zusammen.
Für das alte Crewmitglied  ist es nicht die Faszination der Technik, die den neutralen Besucher erreicht und an diesen Ort zieht. Für die Crew war dieses  Schiff einmal Arbeitsplatz und Wohnort. Der Pott ist somit Normalität, aber eine faszinierende, gespickt mit vielen Erinnerungen.
Der ehemalige Seemann findet diese Erinnerungen auch in dem jetzigen Museumsschiff wieder, wenn er beim freiwilligen Pönen (Seemannssprache für streichen, Farbe auftragen) mit den Kameraden der Bordgemeinschaft auf dem alten Schiff seine Routinearbeit verrichtet. Da sind Gedanken an Freunde, an Bordmitglieder, an Einsätze und Einsatzorte, aber auch an Formaldienst, Plackerei, Müdigkeit und Langeweile.
Das kannst Du als Besucher natürlich nicht nachempfinden. Geht ja auch gar nicht.
Aber irgendwie ist das Verstehen für solche Gedanken dann halt da, wenn Du einen vom Pott kennst. Ich kenne Ferrol in Spanien halt nicht als Geburtsort des spanischen Diktators Franco, sondern weil mir ein paar nette Geschichten von Jens in den Ohren klingeln, wenn ich den Namen der Ortschaft höre.
Es sind diese persönlichen Geschichten, die mich dann auch näher an dieses Schiff heranbringen, die mir eine gewisse Gänsehaut geben, wenn ich sie an ihrem letzten Liegeplatz sehe.
Bevor Du das Schiff betrittst, empfängt Dich schon einmal eine Tafel mit den technischen Daten.
Cool. Da kann man sich dann schon einmal drauf einstimmen.

Hier kann man dann schon neben den Informationen, die ich jetzt schon oben gegeben habe, auch erfahren, dass die drei Zerstörer das 1. Zerstörergeschwader in Kiel bildeten. Einsatzort vorwiegend Ost- und Nordsee. “Einzel- und Verbandsausbildung sowie die Teilnahme an internationalen NATO-Manövern und –Einsatzverbänden prägten bis Ende der 80er Jahre den von der Ost-West Konfrontation bestimmten Einsatz der Mölders… Nach 1989 kam die Teilnahme an den Auslandseinsätzen hinzu … Der personalintensive Betrieb, wachsende Probleme in der Ersatzteilversorgung und in der Instandhaltung des Hochdruckheißdampfantriebs führten zur Außerdienststellung im Jahr 2003. Damit endete die Ära der dampfangetriebenen Schiffe und der Zerstörer in den deutschen Marinen…“


An der Stelle musste ich das erste Mal schlucken. Ende einer Ära. Das heißt schon was.
Das bedeutet nämlich irgendwo auch, dass Du selbst, der auf so etwas gedient hat, Teil dieser Ära bist, die jetzt nicht mehr fortgeführt wird. Genau wie das Schiff bist Du Teil einer Entwicklungsgeschichte der deutschen Marine, die Traditionen hat, die heute noch bis in die Kaiserzeit zurückreichen. Gleichzeitig ist das Schiff aber auch ein Endpunkt, der sinnigerweise – fast exakt – mit der Veränderung des militärischen Einsatzfeldes ab dem Jahr 2001 einhergeht.
Seitdem braucht man neue, eine andere Art von Kriegern.
Knapp 135 m ist sie lang, aber nur 14,38 breit. Das ist die schnittige Form. Jetzt weißt Du warum sie so aussieht, wie sie aussieht. Eine Geschwindigkeit von 34 Knoten, die von Turbinen erreicht wird, wo jede einzelne schon 35.500 PS hat.
Leute. Wir sind jetzt mal in den 80er Jahren. Das ist so was wie ein tiefergelegter 1er Golf GTI auf dem Wasser. 34 Knoten ist ne Ansage.
334 Mann stellen die Besatzung. Ein eingeschworener Haufen irgendwie.
Na und das Ding ist wirklich ein Waffensystem:
1 Flugkörperwaffensystem für Schiff/Luft und Schiff/Schiffflugkörper (40 Flugkörper)
1 Flugkörperwaffensystem mit 2 Startgeräten zur Abwehr von Flugkörpern im Nahbereich (ab 1993)
1 Artilleriewaffensystem zur See- und Luftzielbekämpfung mit 2 Geschützen 127 mm
(nur mal so: „Atlantikwall“, sagt Euch das was. In dieser Propagandalüge der Nazis hatten die meisten Geschütze in den Kasematten 75 mm. Jetzt seid Ihr dran).
1 Unterwasserwaffensystem zur U-Bootbekämpfung mit 8fach U-Jagdraketenwerfer (ASROC) und 2 Drillingstorpedorohrsätzen
(Ist „ ASROC“ eigentlich ein bewusstes Wortspiel???? O.K. es fehlt ein s und ein k, hört sich aber so an. Macht man ja bei manchen militärischen Begriffen).
2 Geschütze 20 mm (ab 1995)
2 Infrarot/Düppelwerfer (Tauschkörperwerfer)
1 Anlage FL 1800 für die elektronische Kampfführung
1 integriertes Führungsmittel- und Waffeneinsatzsystem (SATIR)

Das liest sich schon mal gut auf der Tafel. Na und wenn Ihr wissen wollt, wie es mir ging. Einfach das Video am Ende des Berichts JETZT anschalten. Ich hörte jetzt schon die ersten Klänge, konnte die Melodie aber noch nicht zuordnen, die sich da in meinen Gedanken Raum brach.
Ich betrat die Gangway, guckte nach links, na und da lag sie dann quasi komplett vor mir.
Cool.

Wie Ihr sehen könnt war meine Frau schon am Ende des Schiffs, während ich erst einmal innenhalten musste, um das zu genießen.

Empfangen - und später auch verabschiedet -wirst Du quasi von einer Rakete.


Dann ein schmaler Gang, an der rechten Seite die relativ flache Reling (was passiert, wenn da Sturm ist?), links neben Dir Aufbauten, turmhoch.





Die Musik verdichtet sich und als ich dann quasi am Bug ankomme, haut es durch mein Hirn:
„HARD AS A ROCK!!!!!“
Das ist es.
Ja Jungs. Eine Gemeinsamkeit habe ich jetzt doch gefunden. Wir, und yes, jetzt kann ich wir sagen, wir hören alle AC/DC. Warum?
Weil es passt!
Das Schiff vermittelt irgendwo Sicherheit. Schon massiv ein solches Kriegsschiff. Hard as a rock eben.
Und ja, meine lieben Kritiker, ich weiß, wo ich bin. Auf einem Zerstörer. Nicht auf einem Flugzeugträger oder einem Schlachtschiff.
Aber auch hier hast Du schon dieses Gefühl. Und warum ist das so?
Weil der Formfaktor des Schiffs stimmt! Weil man es als formschön bezeichnen könnte.
Und formschön ist die nette Bezeichnung für das Wort: GEIL.
Einfach mal im Duden gucken.
Am Bug hast Du dann das Gefühl Du läufst nen Hügel hoch.

Atlantikbug. Bewusst so gebaut, um den Seegang im Atlantik geschickt zu schneiden. Sehr hoch, sehr schmal, spitz zulaufend. Damit zerpflügst Du, reitest Du die Wellen. Das  hat was Edles.
Ich merke, ich bin schon verliebt in den Zerstörer.
Aber auch das erste Manko wird offensichtlich.
Ich bin einfach zu groß für die Dinger. Bei 1,92 musst Du schon draußen aufpassen, dass Du Dir nicht die Rübe anschlägst.
Aber. Es geht ja noch rein.
Der Besucher wird über den Rundgang informiert. Bekommt schematisch die Decks gezeigt, und geht an der Geschichte des Schiffes vorbei.









Am Bug hast Du dann schon nen klasse Blick. Über das Geschütz hinweg auf Brücke und Radar.


Am hinteren Ende dann das zweite Geschütz und den Flugkörper Starter.





Letzterer war die Standardwaffe gegen Flugziele im mittleren Bereich, wurde dann aber auch seit den 90er Jahren zur Bekämpfung eventueller Seeziele eingesetzt. Die Steuerung der Beladung erfolgte aus dem FK-Starterkontrollraum, den man im nächsten Bild sehen kann.

Wenn man dann hier vorbeigegangen ist, immer wieder mal ein Blick nach oben zu den Radaraufbauten, geht es zum ASROC System.







In dieses System konnten 8 Torpedos geladen werden, die gegnerische Schiffe auf eine Entfernung von knapp 10 km bekämpfen konnten. Rock that ass eben.



Für den Einsatz in Nord- und Ostsee war das System eher suboptimal, es war auf Tiefwassereinsatz ausgelegt, und verlor dann nach der Einführung von Bordhubschraubern auf anderen Schiffen der Bundesmarine an Bedeutung.
Hier ein Blick aus einem anderen Winkel.

Von hier aus geht es dann auf die Brücke.

Ich kam da rein und raunzte erst einmal laut und vernehmlich: „Geil“, wobei sich das Ganze eher wie ein langgezogenes „GGOOOOOOOIIIIIIIIIIIILLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL!!!!!“ anhörte.


Eine weitere Touristin schaute mich wohlwollend lächelnd an, so nach dem Motto immer diese männlichen Spielkinder. Tz, tz, tz.
Hallo!!!
Ich bin da auf einer Brücke. Halten wir doch mal fest, dass da normalerweise Hinz- und Kunz gar nicht hinkommen. Da gibt es Regeln. Da gibt es Vorschriften.
Na und jetzt konnte ich da rein.
ICH.
Na und das „Museum“ hat ja auch mal andere Zeiten erlebt. Da war das kein Museum. Nein. Da war es ein Waffensystem.
Ich fand es mega, und deshalb durfte ich mich auch freuen.
Die Bilder sind hier völlig schlecht. Ich glaube, weil ich echt beeindruckt war, und mich nicht so wirklich auf das Fotografieren konzentrieren konnte.






Man sieht aber auch an diesen Bildern, dass auf der Brücke noch vieles analog war. Logisch. Die 80er waren halt noch nicht volldigital. Das macht aber auch den Charme aus. Old school. Da ist es wieder.
Nach der Brücke geht es in die OPZ, Steuerzentrale des Schiffs. Da springt einem jetzt schon pure, maritime Militärtechnik entgegen. Irgendwie erinnert mich das ganze an Jagd auf Roter Oktober. Klar. Ist halt meine Erfahrung mit der Marine.



Kommandantenkammer, IO Kammer und SOpO/SEO Kammer atmen in der Einrichtung irgendwie den Stil und Geist der 70er Jahre.



Ich glaube, dass das meinen Kumpels gar nicht auffällt. Für die ist das normal. Ist es aber nicht. Der Einrichtungsstil ist halt irgendwie 70er und 80er pur. Das ist echt eine Zeitreise, wenn man da in die unteren Decks geht.

Der Funkraum hat mir gut gefallen. Die Sitze schienen zudem auch noch bequem gewesen zu sein. Ein Arbeitsplatz, in dem ich mich hätte sehen können. Immerhin lagen da jetzt auch schon ein paar Computertasturen rum, die mich auch an meinen Beruf erinnern.



Der Niedergang (Treppe im Schiff) ist dann halt schon ziemlich steil. Unten musste ich den Kopf einziehen. Sonst wäre die Beule da gewesen.

Irgendwie auch auffallend. Die ganze Verkabelung. Logisch. Da ist nichts mit Unterputz. Alles funktional.
Hier jetzt mal der Blick in die Wachmeisterei, ans schwarze Brett, Bordkantine und Kombüse. Da fielen mir jede Menge Geschichten von Jens ein.






Man sieht an den Bezügen der Stühle, was ich oben bereits meinte. Zeitreise eben. Bonner Republik sage ich nur.










Hier mal den Blick in einen der Schiffsgänge. Da ging es dann Richtung Pantry. Hier wurden die Speisen für die PUO Messe (Unteroffiziersmesse) angerichtet und von hier aufgetragen. Heisst: Gleicher Mampf für alle, aber gegessen wurde nach Dienstgradgruppen.







Zum Arzt wollte wohl keiner,



außer … er brauchte etwas aus dem unteren Fach im nächsten Bild.

Versorgungsbüro und Refübüro. Letzteres sehr wichtig, weil da gab es den Sold, die Kohle eben.




Hier nochmals ein Blick in den Umladeraum der 127 mm Geschütze, und den FK Starterraum.



Die Sanitäranlagen natürlich pikobello. Alles aus Edelstahl, somit rostfrei und leicht zu pflegen.






Achteres Mannschaftsdeck und Kojen. In den Kojen, die mir verdammt kurz vorkamen, hätte ich wohl etwas wenig Schlaf gefunden.



Blick ins Spind und in die Wäscherei.


Hier endete dann unser Rundgang. Ein Detailblick nochmals auf Waffensysteme und Radargeräte.




Was soll ich sagen Jungs.
Es hat mich beeindruckt. Ich habe auch einen Hauch Eurer Denke wahrgenommen.
Es ist halt einfach eng auf einem solchen Schiff. Wenig Platz für privates.
Entweder hasst Du das, dann findest Du Deine Marinezeit scheiße. Oder, Du kommst damit klar, und findest das Erlebnis überragend.
Durch die Enge entwickelt sich natürlich eine Verbundenheit. Man sitzt ja quasi sprichwörtlich in einem Boot.
Und wenn Dir das gefällt, dann fühlst du Dich wohl. Du bist Teil eines Teams. Du kennst jeden, oder zumindest die meisten.
Gruppenbildungen finden statt, da Arbeitsprozesse sitzen müssen. Du hast halt wenig Platz. Du musst alles optimieren. Jeder Griff muss sitzen. Du bist vom anderen abhängig. Nur im Team wirst Du zu einer Crew.
Die Unteroffiziere und Offiziere sind auch nicht in einem weitentfernten Quartier oder Bau, nein, die sind quasi um die Ecke. Die müssen mit Dir ran. Du siehst, ob und wie sie was tun.
So etwas prägt.
Menschen, die Teamplayer sind, finden das klasse. Daraus entwickeln sich dann auch Freundschaften, Kameradschaften (eine Schande, dass das Wort auch heute wieder instrumentalisiert wird).
Ich glaube, ich hätte vom Typ, aber nicht von der Größe, da auch reingepasst.
Deshalb und nur deshalb glaube ich auch, dass ich Euch, Seeleute der Mölders, Lütjens und Rommel, auch etwas verstehe.
Jetzt besser verstehe.
Aufgabe erfüllt, könnte man sagen.
Eine halbe Stunde später stand ich dann im Museumsshop.
Na und  da war sie dann.
Eine Basecap mit der Aufschrift der verschiedenen Zerstörer: D-185 Lütjens, D-186 Mölders, D-187 Rommel.
Jens und Klaus haben so eine.
Sie haben Sie als Symbol  ihrer Bordgemeinschaft.
Als ich die sah, wusste ich. Nein. So etwas kannst du nicht kaufen. Das wäre albern und blöd. Es wäre völlig unangebracht.
Denn die kannst Du nur tragen, wenn Du da dabei warst. Nur dann macht so etwas Sinn. Nur dann DARFST Du das. Nur wenn Du was auf dem, oder für das Schiff getan hast. Nur dann, kannst Du die tragen.
Na und wisst Ihr was. Es hat mich nicht gestört, denn nach dem Besuch hatte ich kapiert, was sie Euch bedeutet, na und ich bin happy jetzt endlich den Platz gesehen zu haben, wo Ihr rumgelaufen seid, und wo ihr Stress, Leid, Arbeit, aber auch viel Spaß erlebt habt.
Na und obwohl ich die Erfahrung nicht teile. Ich finde es traurig, dass Eure Lütjens, die Namensgeberin der Klasse dann abgewrackt wurde. In Hamburg oder Kiel hätte man doch auch einen Platz finden können. Auch da gibt es Touristen, die ein solches Schiff spannend finden.
Aber Hauptsache ein Schiff hat es überlebt, und ich kann jedem empfehlen mal nach Wilhelmshaven  zu fahren, um der alten Lady einen Besuch abzustatten.
Und ja…
Ich kann jetzt verstehen, warum Ihr Euch ein paarmal im Jahr trefft.
Es ist schon was Besonderes auf so einem Pott gefahren zu sein.
Grüßt mir auch die anderen Jungs Eurer Bordgemeinschaft.
Der Bericht ist eh nur für Euch, auch wenn andere ihn mitlesen, na und ich hoffe, er gefällt Euch ein wenig.