Sonntag, 9. Januar 2022

Minas Tirith - Fußtruppen

Ja es ist ein Sakrileg was ich jetzt schreiben werde; und die wahren Herr der Ringe Fans werden mich verfluchen.
Deshalb bitte ich jetzt schon mal um Vergebung für den Vergleich, den ich jetzt ziehen werde.
Minas Tirith ist für mich so etwas wie Dallas und Denver Clan in Mittelerde. Nur ohne Frauen.
Echt jetzt.
Welch schreckliche Familie!!!!!


Jetzt mal unter uns.
Haben Sie nicht auch mit Faramir gelitten, in all den Szenen des Films, in denen sein Vater, der herrschende Truchsess von Gondor, Denethor II., ihn wieder mal beleidigt, gemaßregelt, missachtet, ja verachtet hat?
Haben Sie nicht auch den Kopf geschüttelt, als der Truchsess seinen Sohn an die Spitze der Reiter setzte, die einen Entlastungsangriff in Form eines Todesritts auf Osgiliath führen sollten?
Haben Sie nicht auch entsetzt die Augen aufgerissen, als der wahnsinnige Denethor seinen Sohn auf den Scheiterhaufen in der Kapelle in Minas Tirith legte?
Haben Sie da nicht auch geschrien, „Mann. Erkennst Du nicht, dass er noch lebt!“
Und haben Sie dann nicht auch final applaudiert, als Faramir in letzter Sekunde von Gandalf und Pippin gerettet wurde und Denethor sich in die Flammen stürzte?
Haben Sie sich nicht auch gefreut????
Jetzt mal ehrlich.
Ich hab’s gefeiert!!!!!!
Ja die Familientragödie der Truchsessfamilie hat schon was.






Da ist dieser widerliche Vater, der immer mehr dem Wahnsinn verfällt, weil er zu oft und zu tief nichts ins Glas, sondern in den Palantir von Minas Tirith geschaut hat, und nicht versteht, dass Sauron immer mehr Besitz von ihm ergreift.
Der seinen älteren Sohn Boromir im Grunde nur deshalb liebt und dem jüngeren Faramir vorzieht, weil Boromir in seiner Denke die Reinkarnation seiner eigenen Jugendlichkeit ist.
Narziss, sag ich da nur.
Ein Vater, der seinem jüngeren Sohn ins Gesicht sagt, dass es besser gewesen wäre, wenn er und nicht sein Bruder gefallen wäre.
Pfui; sag ich da nur. Pfui.
Na und wie es sich gehört, spielt das ganze dann in einer herrlichen weißen Stadt, in wunderschöner Umgebung, in einem Palast, genau wie bei Dallas und Denver.
Ja, ja. Die Schönen und Reichen, wie so oft verderbt.
Boromir, immerhin einer der Gefährten, die den Ringträger Frodo zu beschützen hatten, wird dann auch kurzfristig hinterhältig, weil das Böse ihn versucht. In dieser Phase denkt dann auch der Zuschauer, Mist, da setzt sich wohl doch das Erbteil von Denethor durch. Es liegt in den Genen!!!
Aber am Ende wacht Boromir dann zum Glück wieder auf, entsetzt über sein eigenes Verhalten.
Versöhnt, wie die meisten von uns, hat er mich durch seine letzten Worte, die er an Aragorn richtete:
„Ich wäre Dir bis ans Ende gefolgt. Mein Bruder… Mein Hauptmann…Mein König!“
Ende gut, alles gut.







Der Netteste von dieser Sippe, und zum Glück überlebt er durch die Heilkunst von Aragorn und durch die Pflege von Eowyn, die sich dann auch in ihn verliebt, war, ist und bleibt Faramir.
Gerade für uns Wargamer ist Faramir auch die beste Option in dieser Familie.
Wir kennen ihn als Anführer der Waldläufer von Ithilien und als Anführer des oben erwähnten Reiterangriffs.
Wir können ihn also entweder als Ranger, als Scout mit Pfeil, Bogen und Schwert einsetzen, oder zu Fuß und beritten in voller Rüstung.
Das macht ihn also letztendlich zum ultimativen Helden von Minas Tirith, wenn wir jetzt einmal Aragorn vergessen. Der nimmt ja als rückgekehrter König von Gondor und Arnor eine besondere Rolle ein und heißt ab dann auch Elessar.
Na und das sich dann am Ende auch noch die Schildmaid Eowyn und Faramir lieben lernen, ist dann auch schon cool.
Ein Happy-End.
Stellt Euch mal vor der Herr der Ringe würde heute geschrieben.
Minas Tirith wäre dann sicherlich noch gut gewesen für Kapitel wie Blutschande, Fremdgehen, Neid, Hinterlist, Meucheleien, also quasi ein Prequel zu Game of Thrones.
Schade, dass da kein Fantasyautor noch mal mit den Tolkienerben verhandelt, um eine weitere Minas Tirith Story zu schreiben, die dann vor oder nach dem Ringkrieg angesiedelt wäre.
Ooooohhhh, was könnte man da noch schreiben.
Alleine schon wegen den Protagonisten des Königshauses muss man eine Armee von Minas Tirith haben.



Hinzu kommt noch, dass es in Minas Tirith coole Gardisten gibt.
Die Wache der Veste und die Wache des Hofes des Brunnen.
Die stehen, wie es sich für Gardisten ziemt, einfach nur cool rum.
Hier im Bild.
Ein Muss.
Außerdem gibt es noch einen weiteren, ganz banalen Grund sich der Armee von Minas Tirith anzunehmen.
Die Krieger von Minas Tirith sind so etwas wie die Römer aus Mittelerde.
Heißt.
Wir haben eine fantastische Blechbüchsenarmee, die dann auch sehr schnell bemalt ist.
Wenn sie da mit Leadbelcher Grundierung von GW arbeiten, ist die Figur schon fast fertig.
Noch bisschen Hautfarbe, Speer und Bögen in braun, Wappenrock (sieht man nur hinten) und Hose (sieht man auch nur hinten) etwas mit Farbe beklecksen, bisserl Gold als Akzent auf Schwertscheide und Speer, ein paar Highlights, fertig.
Da bekommen Sie echt schnell was auf den Tisch.
Die Reiter sehen identisch aus, nur dass sie eben auf Pferden sitzen.
Die größte Mühe macht da die Auswahl der Farbe der Pferde, aber ich präferiere da 3 bis 4 unterschiedliche dunkle Brauntöne und dann sind da auch ratzfatz bemalt.
Die Reiter zeige ich ihnen demnächst in einem separaten Bericht.
Hätte ich tatsächlich das Regelwerk Ringkrieg von GW gespielt, wäre Minas Tirith mein Thema geworden. Hier ist eine Massenbemalung durchaus möglich.
Den Akzent, den Farbtupfer, in einer Armee der weißen Stadt setzen dann die Waldläufer von Ithilien.
Aber das Thema Waldläufer werde ich Ihnen in einem anderen Bericht präsentieren.
 
 
 
Yes, what I'm going to write now is a sacrilege; and the true Lord of the Rings fans will curse me.
Therefore, I am now asking for forgiveness for the comparison that I am about to draw.
To me, Minas Tirith is something like Dallas and Dynasty in Middle-earth. Just without women.
Really now.
What a terrible family !!!!!
Didn't you suffer with Faramir too, in all the scenes in the film in which his father, the ruling seneschal of Gondor, Denethor II, once again insulted, reprimanded, disregarded, even despised him?
Didn't you also shake your head when Denethor put his son at the head of the riders who were supposed to lead a relief attack in the form of a death ride on Osgiliath?
Didn't you also widen your eyes in horror when the mad seneschal laid his son on the stake in the chapel in Minas Tirith?
Didn't you yell, "Man. Don't you see that he's still alive! "
And didn't you finally applaud when Faramir was saved by Gandalf and Pippin at the last second and Denethor threw himself into the flames?
Weren't you happy too ????
Honestly now.
I celebrated it !!!!!!
Yes, the family tragedy of the seneschal family has something.
There is this disgusting father who is becoming more and more insane because he has not looked too often and too deeply into the glass, but into the palantir of Minas Tirith, and does not understand that Sauron is taking more and more possession of him.
Who basically only loves his older son Boromir because Boromir is in his mind the reincarnation of HIS own youth.
Narcissus, I'm just saying.
A father who tells his younger son that it would have been better if he and not his brother had fallen.
Pooh; I'm just saying Pooh. That’s a spit in your face.
Well, as it should be, the whole thing then takes place in a beautiful white city, in beautiful surroundings, in a palace, just like in Dallas and Dynasty.
Yes / Yes. The beautiful and the rich, as so often spoiled.
Boromir, after all one of the companions who had to protect the ring bearer Frodo, then becomes sneaky for a short time because the evil tries to him. In this phase the viewer also thinks, crap, because Denethor's inheritance will prevail. It's in the genes !!!
But in the end, Boromir luckily wakes up again, appalled by his own behavior.
Like most of us, he reconciled me with his last words to Aragorn:
“I would have followed you to the end. My brother ... my captain ... my king! "
All's well that ends well.
The nicest of this clan, and luckily he survived through the healing arts of Aragorn and the care of Eowyn, who then falls in love with him, was, is and remains Faramir.
For us wargamers in particular, Faramir is also the best option in this family.
We know him as the leader of the Rangers of Ithilia and as the leader of the cavalry attack mentioned above.
So we can use him either as a ranger, as a scout with a bow, arrow and sword, or on foot and mounted in full armor.
So that ultimately makes him the ultimate hero of Minas Tirith if we forget about Aragorn. As the returned King of Gondor and Arnor, Aragorn plays a special role and is then also called Elessar.
Well, and that Eowyn and Faramir learn to love each other at the end is cool too.
A real happy end.
Imagine the Lord of the Rings would be written today.
Minas Tirith would certainly have been good for chapters like incest, cheating, envy, deceit, assassination, so a kind of prequel to Game of Thrones.
It's a shame that no fantasy author is negotiating with the Tolkien heirs again to write another Minas Tirith story that would be set before or after the War of the Ring.
Ooooohhhh, what else could you write there.
Just because of the protagonists of the royal family, you have to have an army of Minas Tirith.
In addition, there are cool guardsmen in Minas Tirith.
The guard of the fortress and the guard of the courtyard of the fountain.
As befits guardsmen, they just stand around cool.
Here in the picture.
A must.
There is also another very banal reason to paint the army of Minas Tirith.
The warriors of Minas Tirith are something like the Romans from Middle-earth.
Called.
We have a fantastic army dressed in tin cans that are painted very quickly.
When you work with Leadbelcher primer from GW, the figure is almost finished.
A little bit of color, painted on skin, spear and bows, tabard (can only be seen on the back) and trousers (can only be seen on the back). Then a bit of gold as an accent on the sword scabbard and spear, a few highlights, done.
You get something on the table really quickly.
The riders look identical, only that they just sit on horses.
The greatest effort is choosing the color of the horses, but I prefer 3 to 4 different dark brown tones and then they are painted in no time at all.
I will show you the riders in a separate report.
If I had actually played GW's rulebook, Minas Tirith would have been my topic. Mass painting is definitely possible here.
The rangers of Ithilia then set the accent, the splash of color, in an army of the white city.
But I will present the subject of rangers to you in another report.

Sonntag, 2. Januar 2022

Sierra Charriba - Major Dundee

 

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes, gesundes neues Jahr 2022.
Auch in diesem Jahr werde ich Sie an ein paar kleinen Geschichten meines Hobbies teilnehmen lassen.
Bedanken möchte ich mich dafür, dass Sie mir regelmäßig Ihre Freizeit schenken, denn letztendlich ist es Ihr Interesse, dass mich immer wieder motiviert hier weiterzumachen.
Schön, wenn Sie mich weiterhin auf meiner Reise begleiten.
Vielen Dank dafür.
 
 
Kennen Sie den Film Sierra Charriba von Sam Peckinpah aus dem Jahr 1964?



Wenn nicht, dann rate ich Ihnen sich diesen Film einmal anzuschauen, gilt er doch als einer der Klassiker unter den Western.
Für uns Wargamer ist der Film noch aus einem ganz anderen Grund interessant.
Er bietet uns ein fantastisches What if Szenario.
Das Drehbuch versetzt Sie als Spieler in die Lage, eine Armeeliste zu wählen, die normalerweise in dieser Form nicht gewählt werden könnte.
Immerhin reiten hier Unionssoldaten gemeinsam mit Konföderierten in die Schlacht!!!





Das klingt ja fast nach einem Paralleluniversum im Amerikanischen Bürgerkrieg und wäre ja jetzt alleine schon ein Highlight.
Aber gleichzeitig schlagen diese Soldaten sich auch noch mit Apachen, republikanischen Mexikanern, kaiserlichen Mexikanern und last but not least französischen Expeditionstruppen in Mexiko herum.



Wir haben also ein „ACW“ Setting, das somit auch echt farbenfroh werden kann, ohne dass man auf die üblichen Zouavenregimenter setzt, die ja so etwas wie die Farbtupfen in einer ACW Truppe sind.
Hintergrund dieser Möglichkeit ist eben im Drehbuch des Films begründet.
Zum Filminhalt.
Der US Kavallerie Offizier Major Dundee (gespielt von Charlton Heston) wird in ein Kriegsgefangenenlager nach New Mexiko versetzt.
Nachdem dann eine Rancherfamilie und eine Armeekolonne von den Apachen unter ihrem Häuptling Sierra Charriba – hierher rührt also der Name des Films – massakriert werden, entscheidet sich Dundee zu einer Strafexpedition.
Er hat allerdings zu wenige Truppen.
Glücklicherweise befindet sich unter den Gefangenen ein ehemaliger Freund Dundees, Captain Tyreen (Richard Harris in der Rolle), der auf Seiten des Südens im Krieg gekämpft hat. 



Mit Druck gelingt es dem Major seinen alten Freund zu einem gemeinsamen Einsatz zu „überreden“, und so entsteht eine schöne gemischte Angriffstruppe aus Nordstaaten und Südstaaten, Weißen und Farbigen, Cowboys (Anführer ist hier Sam Potts, gespielt von James Coburn) und Indianerscouts.



Der zusammengewürfelte Trupp verfolgt jetzt die Apachen, die sich allerdings nach Mexiko absetzen.
Wer es nicht weiß: Das Land befindet sich auch in einem Bürgerkrieg.
Hier in Mexiko kämpfen Juaristas, republikanische Soldaten Mexikos, gegen Einheiten Kaiser Maximilians, der ja bekannterweise von französischen und anderen Fremdtruppen unterstützt wird.
Letztendlich gelingt es dann auch Sierra Charriba in die Falle zu locken, aber beim finalen Kampf gegen die Franzosen stirbt dann Tyreen, allerdings gelingt es Dundee seine Truppen über den Rio Grande zurück nach Mexiko zu führen.




So der Film in Kürze.
Generell fasst die Beschreibung des film-dienst das Besondere des Films treffend zusammen:
“Ungewöhnlicher Western, der die gängige Heldenglorifizierung unterläuft, charakterlich komplexe Verlierertypen in den Vordergrund stellt und deren fragwürdigen Gewaltfetischismus ungeschönt darstellt.“ (Zitiert im entsprechenden Wikipedia Artikel)
Diese kaputten Typen in Sierra Charibba machen es echt aus.
Filmfans feierten deshalb auch die Langfassung des Films – Peckinpah war immer der Meinung, dass der Schnitt seines Films in der Kinoversion diesen zerstört habe.
Ich finde die Langfassung jetzt nicht so prickelnd, weil mir die Charakterstudie des sich im Suff ertränkenden Major Dundees einfach zu langgezogen ist.
Ja; ich weiß.
Angeblich ist die Entwicklung des Charakters da besser dargestellt, aber mir kommt das einfach in die Länge gezogen vor.
Was für uns aber wichtig ist, ist eben das Setting.
Verschiedene Truppeneinheiten, alles was das Herz begehrt und wild zusammengewürfelt in einem klassischen Western Setting.
Figuren habe ich zu dem Thema schon länger gehortet.
Da sind die hier im Bild befindlichen Kavalleristen der Perries.












Hinzu kommen dann noch abgesessene Kavalleristen, denn ich möchte die Kerntruppe sowohl abgesessen als auch beritten darstellen.
Die Apachen, die ich besitze, kommen von Wargames Foundry.
Ebenso die Mexikaner und Cowboys, die ich dann noch mit Artizan Modellen ergänzt habe.
Kern der Truppe wird aber die Foundry Serie Maximilian Adventure werden.
The Maximillian Adventure 1861-67 (French in Mexico) – WargamesFoundry
Die hatte Dave Thomas vor Jahren noch in seinem Programm, und da hatte ich mir einen kleinen Vorrat angelegt.
Immerhin kostete damals der Blister nur 10,- €.
Heute zahlen Sie bei Foundry 15,-€ pro Blister.
It was a bargain, wie unsere Freunde von der Insel das ausdrücken.
Das Geniale an dieser Maximilian Adventure Reihe ist eben deren Vielfalt.
Was es da alles gibt!!!
Allein die Franzosen.
Fremdenlegionäre in voller Uniform, andere mit Strohhut. Hinzu kommt noch, dass die französischen Uniformen um 1860 noch den engen Schnitt haben und nicht den langweiligen Waffenrock aus dem 70/71er Krieg.
Der Uniformmix der Mexikaner ist auch super getroffen. Hier gibt es reguläre Truppen, aber auch Soldaten, die mit einem improvisierten Equipment in die Schlacht ziehen.
Hinzu kommt noch, dass Sie ja nicht nur den Film nachspielen müssen.
Ihre eigene Wargamingeinheit kann noch durch Guerillas, Contraguerillas, Belgier, ja sogar Ägypter etc. etc ergänzt werden.
Dazu aber mehr an anderer Stelle.
Da ich für das Jahr 2022 beabsichtige wieder wie gewohnt von einer Baustelle zur nächsten zu hüpfen, werde ich Ihnen immer wieder einmal ein paar neue Figuren vorstellen können.
Sie können sich derweil überlegen den Film zu gucken.
Vielleicht werden Sie auch inspiriert.
 
 
I wish all my readers a happy and healthy new year 2022.
Also this year I will let you take part in a few little stories of my hobby.
I would like to thank you for regularly giving me your spare time, because in the end it is your interest that motivates me to keep going here.
It would be nice if you would continue to accompany me on my journey.
Thanks a lot for this.
 
 
Are you familiar with Sam Peckinpah's 1964 film Sierra Charriba?
If not, then I advise you to watch this film, as it is considered one of the classics among westerns.
For us wargamers, the film is interesting for a completely different reason.
He offers us a fantastic what if scenario.
The script enables you as a player to choose an army list that normally could not be chosen in this form.
After all, Union soldiers ride here together with Confederates into battle!
That sounds almost like a parallel universe in the American Civil War and would be a highlight on its own.
But at the same time these soldiers are also grappling with Apaches, Republican Mexicans, Imperial Mexicans and, last but not least, French expeditionary troops in Mexico.
So we have an "ACW" setting, which can be really colorful without relying on the usual zouave regiments, which are something like the dots of color in an ACW army.
The background to this possibility is justified in the script of the film.
To the film content.
The US cavalry officer Major Dundee (played by Charlton Heston) is transferred to a POW camp in New Mexico.
After a rancher family and an army column are massacred by the Apaches under their chief Sierra Charriba - this is where the name of the film comes from - Dundee decides to embark on a punitive expedition.
However, he has too few troops.
Fortunately, among the prisoners is a former friend of Dundee, Captain Tyreen (Richard Harris in the role), who fought on the southern side in the war. With pressure, the major succeeds in "persuading" his old friend to go on a joint mission, and so a beautiful mixed attack force of northern and southern states, whites and coloreds, cowboys (the leader is Sam Potts, played by James Coburn) and Indian scouts emerges.
The thrown together squad is now pursuing the Apaches, who, however, set off for Mexico.
Who doesn't know: The country is also in a civil war.
Here in Mexico Juaristas, Republican soldiers of Mexico, fight against units of Emperor Maximilian, who is known to be supported by French and other foreign troops.
Ultimately, Sierra Charriba succeeds in luring it into the trap, but Tyreen dies in the final battle against the French, but Dundee manages to lead his troops back to Mexico via the Rio Grande.
So the film in brief.
In general, the description of the german “film-dienst” sums up what is special about the film:
“Unusual Western that undermines the common hero glorification, puts complex loser types in the foreground and shows their questionable violence fetishism unadorned.” (Quoted in the corresponding german Wikipedia article)
Those broken guys in Sierra Charibba really make it happen.
Film fans therefore also celebrated the long version of the film - Peckinpah was always of the opinion that the editing of his film in the theatrical version destroyed it.
I don't find the long version so exciting because the character study of Major Dundee drowning himself in alcohol is just too long for me.
Yes; I know.
Apparently the development of the character is represented better there, but to me it just seems drawn out.
But what is important to us is the setting.
Different units, everything your heart desires and wildly thrown together in a classic Western setting.
I've been hoarding characters on the subject for a long time.
There are the Perries cavalrymen in the picture.
Then there are also dismounted cavalrymen, because I want to represent the core force both dismounted and mounted.
The Apaches I own are from Wargames Foundry.
Likewise the Mexicans and cowboys, which I then added with Artizan models.
The core of the group will be the foundry series Maximilian Adventure.
Dave Thomas had them in his program years ago, so I had a small supply.
After all, the blister only cost € 10 back then.
Today you pay € 15 per blister at Foundry.
It was a bargain, as our friends on the island put it.
The great thing about this Maximilian Adventure series is its diversity.
The Maximillian Adventure 1861-67 (French in Mexico) – WargamesFoundry
Foreign legionnaires in full uniform, others in straw hats. In addition, the French uniforms around 1860 still have the tight cut and not the boring tunic from the 70/71 war.
The mix of uniforms for Mexicans is also great.
There are regular troops here, but also soldiers who go into battle with improvised equipment.
On top of that, you don't just have to act out the film.
Your own wargaming army can be supplemented by guerrillas, counter-guerrillas, Belgians, even Egyptians etc. etc.
But more on that elsewhere.
Since I intend to hop from one paint job to the next as usual in 2022, I will always be able to introduce a few new figures to you.
Meanwhile, you can consider watching the film.
Maybe you will be inspired too.

Sonntag, 26. Dezember 2021

Waterloo, Gettysburg - 3D prints

Neuere Innovationen im Hobby werden häufig, wie auch sonst im Leben, zunächst einmal kritisch beäugt.
Als vor Jahren die ersten 28 mm Figuren in Plastik herauskamen, schrien die Hobbyisten regelrecht auf.
„Was soll das??? Das ist der Tod unserer geliebten Zinnfiguren!!!“
Es gab sogar viele Sammler und Spieler, die Plastik an sich verdammten.
Da ging es nicht um die Figuren, deren Modellierung, deren Stil, deren Qualität, sondern allein um die Tatsache des verwendeten Werkstoffs.
Heute gehören die Plastikminis in 28 mm einfach zum Hobby dazu, sind weitflächig akzeptiert bzw. werden als „Multiposing“ Figuren sogar gefeiert, weil der Umbau, das Kitbashing viel einfacher ist, als bei Zinn.
Es gibt aber weiterhin Menschen, die diese Minis ablehnen.
Darin sehe ich auch gar kein Problem.
Aber häufig wird da etwas pauschal verdammt.
Diskussionsgrundlage? Konsensfindung? Fehlanzeige.
Diese Einstellung gilt aber nicht nur für Figuren.





Menschen im Hobby, die bestimmte Sachen per se ablehnen, kommen dann schon als Pauschalisten rüber.
Man hat halt seine eigene Meinung und rückt dann auch so gut wie nie davon ab.
Pauschalisten gibt es übrigens sowohl im Wargaming als auch in der Figurensammlerszene.
Meine drei Lieblingssprüche aus dem Kreis der Figurensammler sind diese:
„28 mm Figuren haben Wasserköpfe!!“
„15 mm Figuren wirken wie Gnome und haben Waffen wie Baumstämme!!“
„1/72 ist der einzig wahre Maßstab!“
Meine 3 Lieblingsgsprüche aus dem Kreis der Wargamer sind:
„Das ist 1/72!!!“ (Reicht schon als Verdammung an sich).
„Kann man das von innen bespielen?“
„Da sind Druckrillen!!“
Ich könnte jetzt noch viel mehr aufzählen, möchte ich aber nicht.
Vor allem der letzte Spruch hat es mir angetan, weil wir da nämlich bei einer neuen Innovation sind, die sich immer mehr verbreitet, die aber auch Meinungen spaltet, ähnlich wie DAMALS bei den Plastikminis.
Ich rede vom 3D Druck.



Viele von uns haben das Wort 3d Drucker schon gehört.
Aber viele denken dabei nur an die FDM Drucker, also die Drucker, die quasi Schichten von Plastik dünn übereinander auftragen.
Das ergibt dann die vielgeschmähten Druckrillen.
Ich habe mich oft gefragt, warum manche Sammler diese produktionsbedingte Eigenart so stört, weil Sie MIR gar nicht so auffällt.
Mittlerweile habe ich es verstanden.
Es geht darum, WIE wir ein Modell betrachten.
Es ist noch gar nicht lange her, da hatten wir erneut in einem Sammlerkreis über dieses Thema gesprochen. Online.
Während des Gesprächs bin ich dann aufgestanden, zu meinem Regal gegangen und habe mir diesen Brunnen hier angeschaut.


Ich habe ihn so gesehen.


Dann habe ich aber kurz innegehalten, den Brunnen näher ans Auge geführt, mal unter die Lupe gehalten, und dann, ja dann habe ich es verstanden.
So sehen ihn eben andere.





Es liegt einfach daran, ob wir ein gedrucktes Gebäude aus der berühmten „Armlängensicht“ (eine Figur muss auf Unteramlänge betrachtet, gut aussehen) oder aus der „Makrosicht“ betrachten, sie also vergrößern oder sehr nahe ans Auge führen.
Da ist es einfach so, dass wir Menschen einen unterschiedlichen Ansatz haben.
Wer sich auf die Druckrillen konzentriert, sieht sie auch aus 50cm Entfernung, wem sie egal sind, der sieht sie noch nicht auf 10cm.
Zum Glück kann man bei vielen Drucken diese Rillen durch pure Bemalung und ein paar Hilfsmittel bearbeiten. Auch MDF Gebäude kann man so aufpimpen, dass die flache Struktur nicht mehr auffällt.
Im Druckbereich gibt es allerdings auch eine Alternative, wenn ich auf diese Druckrillen verzichten will.
Sie können einen Resindrucker verwenden.
Was machen jetzt die?
„Bei Resin-Druckern wird ein zähflüssiges Harz mit UV-Licht belichtet, welches dann schichtweise aushärtet. Die Technik hat eine höhere Auflösung, ermöglicht damit ein deutlich genaueres Druckbild und ist zuverlässiger in der Handhabung.“ So der entsprechende Google Eintrag.
Diese Drucker erzeugen dann auch keine Druckrillen, und für die meisten Hobbyisten würden, die dann auch für ihr Hobby ausreichen.
Mit Resindruckern kann ich Figuren, Fahrzeuge, Gelände, Zubehör, aber auch Gebäude bis zu einem Maßstab von ca. 1/72 problemlos ausdrucken.
Für die sogenannten kleinen Maßstäbe, 6 mm bis 15 mm, sind sie schon als ideal zu betrachten.









Na und die Investition, die Sie tätigen müssen, hält sich echt in Grenzen.
Das Modell hier rechts im Bild kostet gerade einmal 179,- € und gehört zu der Druckerfamilie mit denen die Figuren und Gebäude in diesem Bericht auch ausgedruckt wurden.

Wenn Sie also beabsichtigen in den kleinen Maßstäben groß einzusteigen, dann sollten Sie sich mit dieser neuen Technik einmal vertraut machen.
Den Anschaffungspreis haben Sie da schnell raus.
Für größere Maßstäbe empfehlen die Spezialisten aber weiterhin FDM Drucker.
Sie sind im Druck kostengünstiger, bieten ein größeres Druckbett zum günstigeren Preis, und sind auch umweltfreundlicher, weil Resin doch für Mensch und Umwelt giftig ist.
Man muss da schon vorsichtiger mit umgehen als mit einer Spule Filament, was ja nichts anderes als Plastik ist bei einem 3D Drucker.
Wie genial aber die Miniaturen und Häuser wirken, können Sie hier im Bericht sehen.
Selbst die Großaufnahmen sind absolut überzeugend.
Immer daran denken!!!
Sowohl die Waterloo- als auch die ACW Häuser sind in 6 mm gedruckt.
Die Details sprechen für sich.










Ich selbst habe noch klassisch gegossene Resinhäuser in 6 mm.
Aber die kommen an diesen Detailgrad definitiv nicht ran, und dass obwohl sie aus der gleichen Herstellerschmiede stammen.
Die damaligen Silikonformen von Jens Najewitz waren schon gut, aber was die Drucker jetzt raushauen, ist definitiv eine Steigerung.
Ich denke, es wird immer wichtiger sich mit diesem Thema im Hobby zu befassen.
Nach meiner Meinung ist diese Entwicklung nicht mehr umkehrbar.
Den 3D Druckern gehört die Zukunft.
 
 
P.S.:
Die 3d files der Gebäude können Sie bei 3d printterain erwerben:
Musket and Bayonet era – 3dprintterrain
America – 3dprintterrain 










 
Newer innovations in the hobby are often, as in other parts of life, initially viewed critically.
When the first 28 mm plastic figures came out years ago, the hobbyists literally screamed.
"What’s that??? This is the death of our beloved tin figures !!! "
There were even many collectors and wargamers who condemned plastic itself.
It wasn't about the figures, their modeling, their style, their quality, but solely about the fact of the material used to produce them.
Today the plastic minis in 28 mm are simply part of the hobby, are widely accepted or are even celebrated as "multiposing" figures, because the conversion, the kit bashing, is much easier compared with tin miniatures.
Sometimes people reject certain things per se.
I will call them generalists.
By the way, there are generalists in both parts of the hobby: In Wargaming- and the figure collector scene.
My three favorite sayings from the circle of figure collectors are these:
"28 mm figures have water heads !!"
"15 mm figures look like gnomes and have weapons like tree trunks !!"
"1/72 is the only true scale!"
My three favorite sayings from the wargamers are:
"That's 1/72 !!!" (That's enough as a damnation in itself).
"Can you play it from the inside?"
"You see the layers at printed models !!"
I could list a lot more now, but I don't want to.
I was particularly impressed by the last slogan, because we see a new innovation that is spreading more and more, but which also divides opinions, similar to what happened back then with the plastic minis.
I'm talking about 3D printing.
Many of us have heard the word 3d printer.
But many only think of the FDM printers, i.e. the printers that apply layers of plastic thinly on top of each other.
And many collectors hate these layers.
I have often asked myself why some collectors are so bothered by this production-related peculiarity, because I don't notice it so much.
I've got it now.
It's about HOW we look at a model.
It wasn't long ago that we spoke about this subject again in a group of collectors. We met at Skype.
During the conversation I went to my shelf and looked at this printed fountain.
I saw it like that.
But then I paused for a moment, brought the fountain closer to my eye, looked at it once under a magnifying glass, and then, yes, then I understood.
That's how others see the model.
It is simply a matter of whether we are looking at a printed building from the famous “arm's length view” (a figure has to look good when viewed from below) or from the “macro view”, ie enlarge it or bring it very close to your eye.
It's just that we humans have a different approach.
If you concentrate on the layers, you can see them from 50cm away, whoever doesn't care about them will not see them at 10cm yet.
Fortunately, with many prints you can work on these layers by simply painting and a few tooling.
But, if you are one of the guys, who concentrated himself on the layer structure, what can you do?
Just use a resin printer.
“With resin printers, a viscous resin is exposed to UV light, which then hardens in layers. The technology has a higher resolution, enables a much more precise print image and is more reliable to use. ” (so the corresponding Google entry).
These printers then do not produce any visible layers, and for most hobbyists this type of printer would be sufficient for their hobby.
With resin printers you can easily print out figures, vehicles, terrain, accessories, but also buildings up to a scale of approx. 1/72.
For the so-called small scales, 6 mm to 15 mm, the printers can be regarded as ideal.
Well, the investment that you have to make is really limited.
This model costs just 179, - € and belongs to the printer family with which the figures and buildings in this report were also printed out.
So if you intend to get started on a small scale, then you should familiarize yourself with this new technology.
For larger scales, however, the specialists still recommend FDM printers.
The printers are cheaper, offer a larger print bed at a lower price, and are also more environmentally friendly because resin is toxic to humans and the environment.
You have to be more careful with it than with a spool of filament, which is nothing more than plastic in a 3D printer.
How ingenious the miniatures and houses look, you can see here in the report.
Even the close-ups are absolutely convincing.
Always remember!!!
Both the Waterloo and ACW houses are printed in 6mm.
The details speak for themselves.
I myself still have classically cast resin houses in 6 mm.
But they definitely don't come close to this level of detail, even though they were bought from the same manufacturer.
The silicone molds from Jens Najewitz at the time were already good, but what the printers are now creating is definitely a step up.
I think it is becoming more and more important to deal with this topic in the hobby.
In my opinion, this development is no longer reversible.
The future belongs to 3D printers.
 
 
P.S .:
Buildings from the various Waterloo and ACW series by Jens Najewitz. You can buy the stl files:
Musket and Bayonet era – 3dprintterrain
America – 3dprintterrain