Sonntag, 22. März 2020

Die Bogenschützen von Bretonia


„Wenn der Ruf zu den Waffen erschallt, eilt jeder waffenfähige Bauer zu den Fahnen Bretonias… Viele werden als Bogenschützen eingesetzt, von denen erwartet wird, dass sie Gegner angreifen, die der Aufmerksamkeit eines Ritters unwürdig sind…(Warhammer Fantasy 6ed, S. 53)
JJJJJJJJJJJJJJJJaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.
Selten habe ich eine so schöne Definition für den Einsatz von Bogenschützen gelesen, wie hier.
Weil bestimmte Gegner FÜR DIE RICHTIGEN Kämpfer, sprich die Ritter, zu UNWÜRDIG sind, überlässt man sie besser den Bogenschützen.
TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.

Ja. Es gab wirklich mal Zeiten, in denen der Einsatz von Fernwaffen als feige, als wenig bzw. gar nicht ritterlich galt.
Da machte sich der edle Herr nicht die Hände dreckig.
Den Job überließ er anderen.
Erinnern Sie sich an die wunderschöne Szene aus Robin Hood – König der Diebe, in der Alan Rickman nach den „Wilden aus dem Norden“ verlangt, um die Drecksarbeit zu erledigen?
Wenn nicht. Schauen Sie sich den Film einfach nochmals an.
Das ist genau diese Geisteshaltung.
Warum es selbst machen, wenn es andere gibt, deren Blut billiger ist, als das eigene.
Wir sind da ja heute anders geprägt.
Zahlreiche Bücher, Filme und Romane haben uns ja beigebracht, dass der englische Bogenschütze gerade des 100jährigen Krieges etwas ganz besonderes war. Ein Elitekämpfer, durch jahrzehntelangen Gebrauch des Bogens geschult, geachtet, bewundert, gefürchtet.
Stimmt in gewisser Weise schon.
Aber der Ursprung des Einsatzes liegt in den Kosten.
„Gemeine“, egal ob Fußknechte (Men-at-arms) oder Bogenschützen, sind nun mal billiger und zahlreicher als Ritter.

Dennoch.
Natürlich identifizieren wir uns gerne mit denen. Denn der Großteil von uns hätte sich halt auch eher in den Reihen der Fußknechte wiedergefunden, als in denen des Adels.
Dann ist es schön, wenn man Helden aus den eigenen Reihen hat, und die auch bewundern darf.
Langbogenschützen sind cool; und deshalb lieben wir es auch, sie als Miniaturen zu besitzen und mit ihnen zu spielen.
Schon als Kinder waren wir Robin Hood, und jetzt dürfen wir ganz viele von denen aufs Schlachtfeld führen.
Genau wie damals Heinrich V..
Na und wir können sie vor unsere bunten Ritter stellen und auf ein lautes „Trrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt“, lassen sie Ihre Pfeile von der Sehne des Bogens schnellen.
TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.
Ach, ist es nicht herrlich. Ich liebe Bogenschützen.
Na und ob sie jetzt in der Warhammer Fantasy Welt wirklich die Elite sind, das beantworten sie sich bitte selbst, nachdem Sie die folgenden Passagen gelesen haben:
„Obwohl es die Dogmen der ritterlichen Ehre einem Ritter verbieten, Schusswaffen irgendeiner Art zu verwenden, gelten derartige Einschränkungen natürlich nicht für Bauern, von denen nicht erwartet werden kann, etwas über Ehre zu wissen…
Wie Landsknechte sind auch die Bogenschützen auf sich allein gestellt nicht übermäßig verlässlich, aber unter dem gestrengen Blick eines Ritters sind sie zu zufriedenstellenden, wenn auch nicht außergewöhnlichen Heldentaten fähig.“ (Warhammer Fantasy 6ed, S. 53f).
Sie verstehen?

Warhammer Fantasy ist da wirklich näher am Original, näher an der Geschichte, als so mancher englische Historiker, der seine Langbogenschützen unbedingt zu Helden hochstilisieren will.
Nix da.
Die Jungs waren billig. Nützlich und billig.
Sie kämpften „zufriedenstellend“, und um die Ehre kümmerten sich andere.
Die wahren Helden waren die Ritter.
Nur, dass das nochmals gesagt wird.
Das wird erst ab Mitte des 15. Jahrhunderts anders.
TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.

Na und weil sie so billig waren, durften auch die Spieler bei Warhammer Fantasy so viele Regimenter Bogenschützen, wie sie wollten, in ihre Streitmacht aufnehmen.
Bewaffnet waren diese mit Schwertern und Langbögen, und sie durften auch – für ein paar Kosten mehr – mit einer leichten Rüstung ausgestattet werden.
Ähnlich wie bei den Landsknechten gefielen mir auch hier die Modelle der 5. Edition besser, als die der 6.
Na und das auch aus den gleichen Gründen.
Auch die Bogenschützen waren in der neuen Edition eher LARPER, als historische Modelle.
Ich wollte aber, dass alles zusammenpassen soll, und deshalb habe ich auch bei den Zinn- und Plastikmodellen der 5. Edition zugegriffen.


Diese Modelle sehen Sie hier in meinem Bericht.
Eines möchte ich noch anmerken. Ich wollte die Bogenschützen nicht durch die Wahl einer bestimmten Heraldik auf eine bestimmte Fraktion einschränken.
Deshalb haben die Modelle alle ein sandfarbenes Wams bekommen, um sie flexibel einsetzen zu können.
Eine eigene Heraldik war den Bogenschützen ja im Regelbuch ausdrücklich nicht erlaubt.
„Landsknechte, Bogenschützen und Knappen zählen zu den gemeinen und besitzen deshalb nicht das Recht, persönliche Heraldik zu tragen. Stattdessen zeigen ihre Waffenröcke die Farben ihres Lehnsherren, eines Ritters, Barons oder Herzogs. Diese sind normalerweise die unverzierten Farben des Herzogtums oder vom Lehnsherren ausgewählte Farben, die meist aus dessen persönlicher Heraldik stammen. Manchmal tragen die Gemeinen auch das Abzeichen ihres Herren, das im Prinzip dem Wappenemblem eines Ritters gleicht.“ (Warhammer Fantasy 5ed, S. 28)
Mit dieser Passage orientierte sich das Fantasy System natürlich auch an historischen Gegebenheiten.
Weil die Modelle dann auch ziemlich generisch waren, sieht man sie immer wieder einmal, also nicht nur bei mir, in historischen Settings.

Viele Spieler können oder wollen sich nicht von ihren alten Modellen trennen, denn irgendwo haben sie ja auch ihren Charme.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass sowohl die Fußknechte (Landsknechte in Warhammer Fantasy), als auch die Bogenschützen Kerneinheiten einer mittelalterlichen, aber auch einer Fantasy Armee sind.
Ritter sind zu teuer, um sie alleine in die Schlacht reiten zu lassen.
Sie brauchen Unterstützungseinheiten.

Der Lohn und die Ehre ist allerdings ihnen vorbehalten, und nicht den „niederen“ Rängen.
Interessanter Weise unterscheidet sich da die Fantasywelt nicht von ihrem historischen Vorbild.
Die Regelschreiber waren da sehr konsequent, und haben sich an den entsprechenden Vorbildern des mittelalterlichen Englands und Frankreichs orientiert.
Schade finde ich halt nur, dass es keine Option für Armbrustschützen gab.

Obwohl die Welt von Bretonia ja viel eher dem mittelalterlichen Frankreich, als dem mittelalterlichen England entspricht, so sieht man halt doch, dass die Regeln eben aus dem Mutterland des Wargaming  kommen.
Also gibt es Langbogenschützen. Was sonst?

Das ist schade.
Zum Glück gibt es ja mittlerweile andere Regelsysteme und auch andere Figuren in 28 mm, so dass man mittlerweile auch Armbrustschützen einsetzen kann.

(dies sind die beiden Plastikmodelle der 5. Edition)

In dem Fall dann zwar nicht zu Ehren Bretonias und der Herrin des Sees, aber es stehen andere Länder, Fürsten und Herrinnen bereit, die auch die Dienste von Armbrustschütze zu würdigen wissen.
Aber das ist keine Geschichte für heute. Vielleicht für ein anderes Mal.
TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.







 "When the call comes to arms, every armable farmer rushes to the flags of Bretonia ... Many are used as archers, who are expected to attack opponents unworthy of a knight's attention ... (Warhammer Fantasy 6ed, p. 53) )
YYYYYYYYYYYYYEEEEEEEEEEEEESSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS.
Rarely have I read such a beautiful definition for the use of archers, as here.
Because certain opponents are too IMPROVED FOR THE RIGHT fighters, say the knights, they are better left to the archers.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.*
Yes. There were times when the use of ranged weapons was cowardly, less than chivalrous.
The noble gentleman did not get his hands dirty.
He left the job to others.
Do you remember the beautiful scene from Robin Hood - King of the Thieves, where Alan Rickman calls for the "savages from the north" to do the dirty work?
Unless. Just look at the movie again.
That's exactly this attitude.
Why do it yourself, when there are others whose blood is cheaper than your own.
We are different today.
Numerous books, films and novels have taught us that the English archer was especially special during the 100-year war. An elite fighter, trained by decades of use of the bow, respected, admired, feared.
Is true in a way already.
But the origin of the mission lies in the cost.
"Commons," whether footmen (men-at-arms) or archers, are cheaper and more numerous than knights.
Yet.
Of course we like to identify with them. Because the majority of us would have found himself more in the ranks of the footmen rather than in those of the nobility.
Then it's nice to have heroes from your own ranks and admire them too.
Longbowmen are cool; and that's why we love having them as miniatures and playing with them.
Even as children, we were Robin Hood, and now we are allowed to lead many of them onto the battlefield.
Just like Henry V ..
Well, and we can put them in front of our colorful knights and upon a loud "Trrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt", let your arrows fly off the bowstring.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.
Oh, is it not wonderful, isn't it. 
I love archers.
Well, and if they are really the elite in the Warhammer Fantasy world, please answer it yourself after reading the following passages:
"Although the dogmas of knightly honor prohibit a knight from using firearms of any kind, such restrictions do not apply to farmers who can not be expected to know anything about honor ...
Like mercenaries, the archers on their own are not overly dependable, but under the stern gaze of a knight, they are capable of satisfactory, if not extraordinary, heroic deeds. "(Warhammer Fantasy 6ed, p. 53f).
You understand?
Warhammer Fantasy is really closer to the original, closer to the story, than many English historians, who wants to make their longbowmen absolutely heroic.
No way.
The boys were cheap. Useful and cheap.
They fought "satisfactorily," and others cared about the honor.
The true heroes were the knights.
Only that is said again.
This will not change until the middle of the 15th century.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.
Well, and because they were so cheap, Warhammer Fantasy players were allowed to include as many regiments of archers as they wanted in their force.
These were armed with swords and longbows, and they were also allowed - for a few extra costs - to be equipped with light armor.
Similar to the Landsknechts I liked the models of the 5th Edition better than the 6th.
Well and for the same reasons.
Also the archers were in the new edition rather LARP, than historical models.
But I wanted everything to fit together, and that's why I also accessed the tin and plastic models of the 5th edition.
These models can be seen here in my report.
One thing I would like to say. I did not want to restrict the archers to a particular faction by choosing a specific heraldry.
Therefore, the models have all got a sand-colored doublet to use them flexibly.
An own heraldry was not allowed to that bowmen, so the rulebook expressly stated.
"Landsknechts, archers and miners are among the common and therefore do not have the right to carry personal heraldry. Instead, their tunics show the colors of their feudal lord, a knight, baron, or duke. These are usually the undecorated colors of the duchy or colors chosen by the feudal lords, mostly from his personal heraldry. Sometimes the commoners also wear the badge of their master, which in principle resembles the crest emblem of a knight. "(Warhammer Fantasy 5ed, p. 28)
Of course, with this passage, the fantasy system was also based on historical facts.
Because the models were also quite generic, you see them again and again, not just me, in historical settings.
Many players can not or do not want to part with their old models because somewhere they have their charm.
In summary, it should be noted that both the foot soldiers (men-at-arms in Warhammer Fantasy), and the archers are core units of a medieval, but also a fantasy army.
Knights are too expensive to ride alone in the battle.
They need support units.
The reward and the honor, however, is reserved for them, and not the "lower" ranks.
Interestingly, the fantasy world does not differ from its historical role model.
The scribes were very consistent, and have been based on the corresponding models of medieval England and France.
Too bad I just think that there was no option for crossbowmen.
Although the world of Bretonia is much more like medieval France than medieval England, one can only see that the rules come from the motherland of wargaming.
So there are longbowmen. 
What else?
This is a pity.
Fortunately, there are now other rulesets and other figures in 28 mm, so that you can now also use men with crossbows.
In that case, not in honor of Bretonia and the Lady of the Lake, but there are other countries, princes and mistresses willing to appreciate the services of crossbowmen.
But that's not a story for today. Maybe for another time.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.


*Here you have to hear the sound of a trumpet sounding like Tarantara! Tarantara!, and you see foolish people dancing around singing Tandaradei (Tanderadei is a word  from a poem of Walther von der Vogelweide. It’s a onomatopoeic describing a feeling of happiness)

Sonntag, 15. März 2020

Landsknechte aus Bretonia


Was wären hohe Herrschaften ohne den „Pöbel“, ohne die „Gemeinen“, die „Niederen“, oder wie sie auch sonst noch genannt werden.
Was wäre ein Ritterangriff in Form einer bretonischen Lanze, die wie ein Keil geformt sich durch die feindlichen Reihen schneidet, wenn es keinen Kuchen aus Pöbel gäbe, wo dieser Angriff reinschmettern kann???
Wie albern, wenn hunderte hochnäsige, von sich überzeugte Ritter, nur auf ein paar der Ihren stoßen würden.
Was wäre denn das??
Ein langweiliger Tjost, ein langweiliger Buhurt.
Wie fein ist es doch, wenn man auf Horden trifft.
TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.
Da splattern die Orks. Die Zwerge fliegen durch die Gegend. Riesen fallen um und begraben Hunderte Goblins unter sich. Elfen versuchen zu schießen. Skaven rennen weg….
Ja. So muss das sein.
TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.
Landsknechte und Bogenschützen der Bretonen übernehmen in der Streitmacht Bretonias diese Rolle.
Sie sind das Kanonenfutter (oder nennen wir es besser Geschützfutter zu diesem Zeitpunkt).
Das Opfer.
Die Bauern.
Genau wie beim Schach.+

Na und irgendwie auch wie in der wirklichen Historie.
Der kleine Mann ist immer in der Masse gestorben. Auf den konnte man verzichten.
Die Schlacht bei Crecy, wo es dann mal 1200 RITTER getroffen hatte, war im Grunde eine „löbliche“ Ausnahme. Deshalb passte man beispielsweise im Hundertjährigen Krieg nach Crecy auch ganz schnell die Taktik an.
Hallo!?!
Krieg sollte schon fair sein.
„Die Gemeinen“, die können sterben; nicht so schlimm. Denn davon gibt es ja genug.
Aber die Adligen, die Ritter, auf die muss man aufpassen. Die sind etwas wert. Da tut es weh, wenn man sie verliert.
Bretonenspieler der 3., 5. und 6. Warhammer Edition wissen das. Die haben die Geschichte kapiert.
Die haben „DIE GESCHICHTE“ kapiert.
Die behüten ihre Quest- und Gralsritter.
Selbst die normalen Ritter hebt man sich für die entscheidenden Schläge auf.
Die setzt man alle vorsichtig ein.
Sind ja auch ganz schön teuer.
Für das Grobe hat man ja den „Pöbel“.


TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.
Das Regelbuch der 6. Edition von Warhammer Fantasy beschreibt es recht deutlich:
„… Für einen Bauern ist es eine große Ehre, wenn sein Sohn in den Haushalt eines Ritters aufgenommen wird. Einige junge Bauern werden ihr ganzes Leben lang auf dieses Ziel hin ausgebildet, angespornt, sich gerader und aufrechter als die normalen bäuerlichen Kretins zu halten, um ihre Chancen bei der Auswahl zu erhöhen…(Warhammer Fantasy 6ed., S. 52)“.
Höret, höret…,
sage ich da nur.
„Kretins“ sind die Bauern; und so müsst Ihr Sie, liebe Spieler dann auch einsetzen.
Schmeißt sie vor die Bögen und Lanzen der Feinde. Stellt Sie in den Weg. Benutzt sie als Puffer.
Denn dazu sind sie da.
Ja ich weiß.
Es ist böse; es ist ganz schön böse.
Aber…
Wir spielen ja Fantasy.
Ist alles gar nicht so schlimm.
Da dürfen wir gemein sein.
Na und weil wir gemein sind, dürfen wir auch nach den Regeln ganz viele Landsknechte kaufen.
„Deine Armee darf beliebig viele Regimenter aus Landsknechten enthalten.  Die Landsknechte zählen zum Gefolge des Lehnsherren, und dieser hat sie aus den Bauern seines Lehens ausgewählt, um seine Burg zu bewachen und ihn im Krieg zu begleiten.“ (Warhammer Fantasy 5ed., S. 64)
Das gefällt dem Spieler. Man kann, wenn man will genügend Opfer aufstellen.


TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.
Schade fand ich, dass die deutsche Übersetzung der Regeln den falschen Begriff verwendete.
Im englischen Originalregelbuch sind die Truppen mit dem Begriff Men-at-arms bezeichnet, eine generelle Bezeichnung für einen mittelalterlichen Soldaten in der englischen Sprache.
Im Deutschen müsste man aber eigentlich – wenn man da korrekt sein will – unterschiedliche Begrifflichkeiten nehmen.
Die Bretonen sind ja Truppen des Hochmittelalters nachempfunden, und da wäre die deutsche Bezeichnung Fußknecht viel treffender.
Der Begriff des Landsknechts kam um 1500 auf – manche Autoren sehen ihn sogar leicht früher, aber eben nicht im Hochmittelalter.
Ein knappes Jahrhundert blieb dieser Begriff dann die richtige Bezeichnung für einen normalen „Infanteristen“, wie wir heute sagen würden.
Nach 1600 ist der Begriff Landsknecht im Grunde auch nicht mehr richtig – auch wenn ich ihn mittlerweile immer häufiger auch in deutschsprachigen Publikationen zum 30jährigen Krieg sehe.
Hier wäre dann der Begriff Söldner, oder auch schon Soldat, der richtige.
Heißt also, dass man bis 1500 besser Fußknecht, zwischen 1500 und 1580 Landsknecht, und ab 1580 dann Söldner oder Soldat sagt.
Im Gegensatz zur englischen Sprache, wo der Knight, von der Wortbedeutung her betrachtet ebenfalls Knecht, eine Aufwertung erfahren hat, und den Ritter bezeichnet, ist im deutschen Sprachgebrauch der Knecht, die Bezeichnung für einen einfachen Bauerngehilfen und somit auch für einen Bauernsoldaten aus dem Zeitalter des Feudalismus.


Aber schauen wir doch einfach über solche Nebensächlichkeiten weg.
Landsknecht ist griffig, und deshalb hat GW die Jungs halt auch so genannt.
Ist ja Fantasy. Man hat da ja nicht einen wirklich historischen Anspruch.
TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.
Hauptsache gewandet. Egal wie.
Na und das letztere, eben die Gewandung, hatte mich dann auch irgendwann in den 0er Jahren dazu gebracht, die gerade gekauften Landsknechte der 6. Edition wieder zu verkaufen, um mich dann doch für die Zinnmodelle der 5 Edition zu entscheiden.
Diese sind von den Perry Brüdern modelliert, und entsprechen in ihrem Look wirklich Fußtruppen des Hochmittelalters.



Die Landsknechte der 6. Edition glichen irgendwie den Kämpfern aus einer LARP Veranstaltung.
Ja, sie waren gewandet, aber eben in einem sehr abstrakten mittelalterlichen Look.



(Figuren links und rechts 6. Edition, Trommler 5. Edition)

Ich möchte an dieser Stelle kurz vermerken, dass ich damit kein Problem habe. Ich selbst renne auf Mittelaltermärkten, die ich regelmäßig im Sommer besuche, auch in einem LARP Look rum, und nicht historisch korrekt.
Warum? Ganz einfach. Weil meine pseudohistorischen Klamotten leichter geschnitten sind, und deshalb nicht so warm und kratzig daher kommen, wie historisch korrekte.
Im Falle der Minis gefiel mir allerdings die ältere Miniaturenreihe einfach besser; und deshalb habe ich sie mir über diverse Kanäle besorgt.
Spieltechnisch bleibt folgendes zu sagen.
Die Landsknechte in der Warhammer Welt sind generell mit Schwertern und anderen Waffen bewaffnet.
Man kann sie allerdings verbessern, und zwar mit Schilden und leichter Rüstung, sowie mit besseren Waffen.




Für einen Profilpunkt mehr gibt es Speere; für 2 Profilpunkte mehr gibt es Hellebarden.
Aber nicht nur für das alte Warhammer Fantasy sind diese Figuren geeignet.
Natürlich können Sie auch für andere Spiele, wie Lion Rampant oder auch Dragon Rampant genutzt werden, nur um einmal zwei aktuelle Skirmish Systeme zu nennen.
Die Speerträger haben mir damals nicht wirklich gefallen.
Die waren mir zu statisch.
Aber die Hellebardiere hatten es mir angetan, auch wenn es nur drei verschiedene Modelle, plus die Kommandogruppe gab.





Diese Landsknechte sehen sie hier in diesem Bericht im Bild.
Wundern Sie sich übrigens nicht.
Kennern der Materie wird auffallen, dass meine Truppen kein heraldisches Muster aus Bretonia tragen.
Es handelt sich auch nicht um eine Eingreiftruppe aus Kroatien, wie man denken könnte, wenn man das rot/weiß karierte Muster sieht.
Wenn Sie an dem Muster interessiert sind; ich habe das damals bei www.schildschmie.de  in Auftrag gegeben. Dort können Sie die Vorlage sicherlich noch bestellen.
Aber wie kam ich auf diese Schildmuster?
Ich habe diesen Fußknechten regionale Wappen verpasst.
Es handelt sich um die Heraldik der Vorderen- und Hinteren Grafschaft Sponheim.
Regionen an der Nahe im heutigen Rheinland Pfalz.
Diese Landsknechte, die ich Ihnen hier zeige, haben nämlich eine Doppelrolle. Sie können als Bretonen, aber auch als Fußknechte der historischen Grafschaften verwendet werden.
Hauptsache gewandet, sage ich da nur.
TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.
UND Hauptsache Kanonen- oder Geschützfutter.
Denn auch im historischen Setting haben die Landsknechte die Rolle, die sie in Bretonia haben.
Sie greifen den Feind als erster an; sie bilden Verteidigungsstellungen; sie opfern sich und halten Stand.
Bis dann die edlen Ritter auf Ihren Pferden die Entscheidung herbeiführen.
In Bretonia, aber auch auf den Schlachtfeldern Europas.
TTTTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööööööööööööööttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt und Tanderadei.
In meinem nächsten Bericht, werde ich Ihnen die Bogenschützen von Bretonia vorstellen.
Denn es gibt nicht nur die Elite von Bergerac, die Sie ja bereits kennen.
Nein. Auch der „gemeine“ Mann wird repräsentiert.
Aber dazu mehr in einem anderen Bericht.


What would be the lords without the "mob", without the "commoners", the "lower ones" or whatever else they are called.
What would a knight's attack, just in the form of a Breton lance cutting like a wedge through the enemy ranks, if there was no cake of mobs where this attack could smash into ???
How silly, if hundreds of cocky, self-assured knights would only come across a few of theirs.
What would that be?
A boring Tjost, a boring Buhurt.
How fine it is when you meet hordes.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.*
There the orcs splatter. The dwarfs fly through the area. Giants fall over and bury hundreds of goblins among themselves. Elves try to shoot. Skaven run away ...
Yes. That's the way it has to be.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.
Landsknechts and archers of the Bretons take over this role in the armed forces of Bretonia.
They are the cannon fodder (or better call it Trebuchet fodder at this time).
The victims.
The pawns in a chess game.
Well, and somehow, that is also so in real history.
The little man has always died in masses. You There are always enough “poor men”.
The Battle of Crecy, where 1200 knight were killes, was basically a "laudable" exception.
So after Crecy the tactics was changed.
Hey!?! Come on!!!!
War should be fair.
"The Commons," they can die; that’s not so bad. Because there are enough of them.
But the nobles, the knights, you have to watch. They are worth something.
It hurts when you lose them.
Breton players of the 3rd, 5th and 6th Warhammer Edition know that.
They got the story.
They got "THE HISTORY".
They guard their Quest and Grail Knights.
Even the normal knights are saved for the decisive blows.
They are all carefully inserted.
Are pretty expensive too.
For the rough strikes you have the "mob".
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.
The Rule Book of the 6th Edition of Warhammer Fantasy describes it quite clearly:
"... For a farmer, it is a great honor for his son to be accepted into the household of a knight. Some young farmers are trained throughout their lives to achieve this goal, spurred on to stay straighter and more upright than the normal peasant cretins to increase their chances of selection ... (Warhammer Fantasy 6ed., P. 52) ".
Listen, listen ...
“Cretins!!!!”
The peasants are “cretins”; and so you have to use them in that way, dear players.
Throw them in front of the bows and lances of the enemies. Lead them in the middle of the fight. Use them as a buffer.
Because that’s there role.
Yes I know.
It is evil; it's pretty bad.
But…
We play fantasy.
Is not that bad.
We are allowed to be mean.
Well, and because we're mean, we're allowed to buy a lot of men-at-arms, according to the rules.
"Your army may contain any number of regiments of men-at-arms. They are part of the lord's retinue, and the latter has selected them from the peasants of his fiefdom to guard his castle and accompany him in the war. "(Warhammer Fantasy 5ed., P. 64)
That pleases the player. You can, if you want to make enough sacrifices.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.
Too bad I found that the German translation of the rules used the wrong term.
In the English original rulebook, the troops are referred to by the term Men-at-arms, a general term for a medieval soldier in the English language.
In German you would actually - if you want to be correct - take a different terminology.
After all, the Bretons are modeled on troops of the high Middle Ages, and the German name “Fußknecht” would be much more appropriate.
But the german translation used the word “Landsknecht”.
The term "Landsknecht" appeared around 1500 - some authors even see it earlier, but not in the high Middle Ages.
For almost a century, this term was the proper word for a normal "infantryman", as we would say today.
After 1600, the term “Landsknecht” is basically no longer correct - although I now see him more and more often in German-language publications to the 30 Years War.
Here would be the term mercenary, or even soldier, the right one.
So it means that it is better to name a 1500 infantryman “Fußknecht”, between 1500 and 1580 “Landsknecht”, and from 1580 on then mercenary or soldier.
But let's just take a look over such trivialities.
Landsknecht is handy, and that's why GW called the guys that way.
It's fantasy. You do not really have a historical claim.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.
Around the Millenium I decided to sell the just bought Landsknechts of the 6th Edition, but then to decide me for the tin models of the 5 Edition.
These are modeled by the Perry brothers, and their look corresponds to foot troops of the High Middle Ages.
The Landsknechts of the 6th Edition somehow looked like cos players from a LARP event.
Yes, they were dressed in a very abstract medieval look.
I would like to say at this point that I have no problem with that.
I myself visit medieval markets, even in a LARP look, which is not historically correct.
Why? Very easily. Because my pseudo-historical clothes are cut more lightweight, and therefore do not come across as warm and scratchy as historically correct ones.
In the case of the minis, however, I liked the older miniature series much better; and that's why I got them through various channels.
Technically, the following remains to be said.
The mercenaries in the Warhammer world are generally armed with swords and other weapons.
However, you can improve them with shields and light armor, as well as better weapons.
For a profile point more there are spears; for 2 more profil points there are halberds.
But not only for the old Warhammer Fantasy these figures are suitable.
Of course, they can also be used for other games, such as Lion Rampant or Dragon Rampant, just to name two current Skirmish systems.
You can see my Men-at-arms here in this report.
By the way, do not be surprised.
Experts of Bretonia will notice that my troops do not wear a heraldic pattern from Bretonia.
It is also not an intervention force from Croatia, as one might think, if one sees the red / white checkered pattern.
If you are interested in the coat of Arms; I commissioned this at www.schildschmie.de . There you can certainly still order the template.
But how did I come up with these shield design?
It concerns the heraldry of the two medieval shires of Sponheim. Regions on the Nahe in today's Rhineland Palatinate.
These Men-at-Arms, whom I show you here, have a dual role.
They can be used as Bretons, but also as men-at-arms of the historic counties.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.
For even in the historical setting, the men-at-arms have the role that they have in Bretonia.
They attack the enemy first; they form defensive positions; they sacrifice themselves.
Until then the noble knights on their horses bring about the decision.
In Bretonia, but also on the battlefields of Europe in the High-Middle Ages.
TTTTTTTTTTTTTTrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrröööööööööööööööööööööööööötttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt and Tanderadei.
In my next report, I will introduce you to the archers of Bretonia.
Because there is not only the elite of Bergerac, which you already know.
No. Even the "common" man is represented.
But more on that in another report.


*Here you have to hear the sound of a trumpet sounding like Tarantara! Tarantara!, and you see foolish people dancing around singing Tandaradei (Tanderadei is a word  from a poem of Walther von der Vogelweide. It’s a onomatopoeic describing a feeling of happiness)

Sonntag, 8. März 2020

Blood Red Skies


Ich besitze ja bereits seit Jahren das Spiel Wings of Glory.
Im Grunde genau mein Ding.
Die Miniaturen, fertig bemalte WW I Doppeldecker, sehen richtig wertig aus.
Auch die weiteren Spielmaterialien sind sehr gut verarbeitet.
Wir reden also von einem echten out of the box Wohlfühl Konzept.
Nebenbei bemerkt, muss man dann ja noch nicht einmal würfeln. Ziel des Spiels ist es den Gegner auszumanövrieren und ihn in den Schussbereich des eigenen Fliegers zu bekommen. Das reicht. Befindet sich der Gegner in diesem, muss er einen Schadensmarker ziehen.
Leser, die meine unsäglichen Spielerlebnisse hier in diesem BLOG mitverfolgen, werden jetzt laut aufschreien und rufen:
„Genau Dein Ding, oder?!?“
Im Grunde genommen ja.
Ich muss nicht malen, muss nicht würfeln, kann direkt spielen.
Aber …
Irgendwie fehlt mir dann die Würfelei dann doch. Eine latente Form von Masochismus? Ich weiß es nicht.
Egal wie, jedenfalls ist es so, dass Wings of Glory jetzt doch nicht zu meinem 100% Favoriten werden konnte. Irgendwas fehlt mir am Gameplay.
Persönlich hatte ich schon das Thema Flugspiele im Tabletop für mich aufgegeben. Da ist mir vieles zu langsam, zu komplex, zu detailliert.
Fliegen ist schnell. Bedeutet für mich die Durchführung rasanter Flugmanöver, die dem Zweck dienen, den Gegner in eine schlechtere Position zu bringen, um ihn so mit einem gezielten Schuss zu besiegen. 
Im Grunde bin ich da schon sehr stark von Computerspielen geprägt, von denen ich einige begeistert gespielt habe. Den gleichen Spannungseffekt konnte mir bisher kein Tabletop in diesem Bereich bieten.
Allerdings hat sich das jetzt geändert.
Zum Glück gibt es ja auch noch Blood Red Skies.


Ich hatte ja schon im letzten Jahr berichtet, dass mir das Spiel gefällt.
Und was soll ich sagen.
Trotz des nicht anders zu erwartenden Würfelelends - diesmal war es aber so knapp, soooooooooo knapp – hat mich das Spiel, das ich mit meinem Spielpartner Dennis und seinen Minis gezockt habe, nochmals völlig überzeugt.
So überzeugt, dass Sie demnächst hier in diesem BLOG meine Flieger vorgestellt bekommen werden.
Aber nun zu unserem Spiel.
Jeder hatte 4 Flieger.
Zwei mit einem Pilotenlevel (pilot skill) von 3, einer mit 4, einer mit 5.
Diese Klassifizierung ist wichtig für die Zugaktivierung und den Beschuss des Gegners.

Meine ME 109 befanden sich auf dem Anflug auf die englische Küste.

Ihnen gegenüber standen 4 Spitfires aufgeteilt in zwei Rotten.
Nützt wohl nichts, dachte ich mir; da muss ich mal auf diese Bedrohung reagieren.


Nach der ersten Runde, die im Grunde nur dazu diente, dass wir unsere Flugzeuge aufeinander zu bewegten, trennte ich ebenfalls meine Flugzeuge, um die beiden feindlichen Rotten zu attackieren.


Das geschah optisch hervorragend fast genau über der Hafenstadt, die auf unserer Spielmatte so ziemlich die Mitte des Spielgeschehens darstellt.
Ich hatte es auch geschafft meine 4 Flieger in eine vorteilhafte (advantaged) Position zu bewegen, was bei Blood Red Skies dadurch angezeigt wird, dass die Flugbase nach hinten gekippt ist. Eine senkrecht stehende Base zeigt eine neutrale Position, eine nach vorne geneigte Base eine nachteilige (disadvantaged) Position.
In der nächsten Runde nahmen meine Jäger Kontakt auf.



Jetzt ist es so, dass Sie als Spieler die Möglichkeit haben mehrere Aktionen zu wählen. Sie können schießen, versuchen den feindlichen Piloten auszumanövrieren oder Ihre Position verbessern.
Es ist oftmals so, dass es besser ist, zunächst einen eher vorsichtigeren Befehl zu nutzen, und nicht nur direkt drauflos zu ballern. Ein Ziel in einem schlechteren Neigungswinkel und am besten noch im Rücken angegriffen, ist besser, als ein Ziel, dass gleich positioniert ist, wie das eigene Flugzeug, und das dann noch zurückschießen kann, weil man es von vorne angreift.
Man sollte also schon mal kurz überlegen, welche der Pilotenaktionen man nutzt.
All das geschieht übrigens rasant schnell. Man braucht da kein aufwendiges Book Keeping. Genial die Lösung mit dem beweglichen Stab der Base. Einfach, durchdacht.
An meinem rechten Flügel endete der Kampf unentschieden. Ich versiebte mal wieder meinen Angriffswurf, und das obwohl ich aufgrund meines Pilotenlevels von 5, sogar 6 Würfel nutzen konnte (Treffer erzielt man bei diesem Spiel bei einer gewürfelten 6, dargestellt mit einem Ass auf den Würfeln).
Dennis, mein Spielpartner, schoss genauso mies wie ich. Auch seine 4 Würfel (Pilotenlevel 3 + 1 Angriffswürfel) zeigten nicht das erhoffte Symbol.

Aber egal.
Wir haben ja noch einen anderen Flügel.

Hier gelang es mir, dass die Spitfire einen Beschussmarker erhielt. Nun ja. Ich hatte das bessere Pilotenlevel UND noch die bessere Flugzeugposition. Dann muss es ja mal klappen.

Dennis ließ das nicht auf sich sitzen und meine ME, die über dem Hafenbecken kreiste, erhielt auch einen Treffer.
1:1

Hier an dieser Stelle begannen die Flugzeuge sich jetzt zu umkreisen. Dennis flog mit seiner zweiten Spitfire an meiner Führungs ME vorbei und attackierte meinen Flügelmann.
Die Schüsse gingen vorbei.
Im Nachgang umkreisten sich dann die Flugzeuge, beschossen sich, versuchten in neue Positionen zu kommen… Aber bei unserem Würfelgeschick passierte da nicht viel.



Egal wie. Ich hatte da jetzt echt langsam das Gefühl, heh, das Spiel passt. Es gibt da nämlich noch eine Regel, die „Position verbrauchen“ (burn advantage) heißt, hier kannst Du eine 180 Grad Kehrtwende fliegen – verlierst natürlich bei diesem Manöver ein Positionslevel- oder zum Sturzflug ansetzen – mit dem gleichen Malus wie eben beschrieben -, und somit Dein Flugzeug 6“ zusätzlich pushen.
Das ist alles extrem cool. Man kann also einige taktische Rafinessen anwenden, die dann auch das Flugmanöver noch realistischer erscheinen lassen. In der Bewegungsphase ist es eh erlaubt, sein Flugzeug nochmals um 45 Grad zu drehen. Das ist schon einmal gut, aber diese Kehrtwende von 180 Grad…
Man „kurvt halt rum“, und versucht den Gegner „auszukurven“.
Ich muss sagen. Super gelöst; schnell und effektiv.
An meinem linken Flügel hatte sich Dennis hinter eine meiner Maschinen gesetzt, während mein anderes Flugzeug schon in verbesserter Position zu Dennis zweitem Flieger stand.

Im hieraus sich entwickelnden Luftkampf sammelte es langsam auf beiden Seiten Beschussmarker.


Irgendwann stand es dann 3:1 für mich, und ich wurde leicht übermütig.



Unsere Flieger, die sich am rechten Flügel wieder neu sortiert hatten, kreisten jetzt wieder über der Hafenstadt.


Ich beschloss alles auf eine Karte zu setzen, und zog meinen besten Piloten auf die andere Seite des Schlachtfeldes.

Obwohl es mir gelang Dennis Führungsflieger in die nachteilige Situation zu bringen, gelang ihm die Abwehr in unvorteilhafter Position, und das obwohl ich jetzt mehrere Flieger in das Kampfgeschehen führte.




Seine schlechter positionierten Flieger konnten sich retten, andere schossen gut.
Er kam jetzt mit den Punkten ran.


Jetzt hatten wir beide 4 Treffer; und, was soll ich sagen.

Den letzten, den entscheidenden Treffer landete Dennis. 2 Asse waren dann zuviel für mich.

5 Trefferpunkte und das Spiel war entschieden.

Wer sich für ein schnelles Flugspiel interessiert, und sich nicht davor scheut die Fliegerchen zu bemalen, der sollte sich unbedingt Blood Red Skies anschaffen.
Meinen eigenen Spitfires sind schon grundiert.



I've owned the Wings of Glory game for years.
Basically exactly my kind of game.
The miniatures, painted WW I biplanes, look really awesome.
The other game materials are also very well made.
We are talking about a real out-of-the-box feel-good concept.
By the way, you don't even have to roll the dice.
The aim of the game is to outmaneuver the enemy and get him into the shooting range of your own plane. That's enough. If the opponent is in this, he must draw a damage marker.
Readers who follow my unspeakable gaming experiences here in this BLOG will now cry out and shout:
"Exactly your thing, right?!?"
Basically yes.
I don't have to paint, I don't have to roll the dice, I can play directly.
But …
Somehow I miss the dice. A latent form of masochism? I don’t know.
No matter how, it is the case that Wings of Glory could not become my 100% favorite. Something is missing from the gameplay.
Personally, I had already given up Flight Games in tabletop. Much is too slow, too complex, too detailed for me.
Flying is fast. For me, this means performing rapid flight maneuvers that serve the purpose of putting the opponent in a worse position in order to defeat him with a targeted shot.
Basically, I'm already very much influenced by computer games, some of which I played enthusiastically. No tabletop I this genre has been able to offer me the same tension effect.
However, that has now changed.
Fortunately, there are also Blood Red Skies.
I had already reported last year that I like the game.
And what should I say.
Despite the expected dice misery - but this time it was so tight, soooooooooo tight - the game I’ve played with my partner Dennis and his minis completely convinced me again.
So convinced that you will soon be introduced to my planes here in this BLOG.
But now to our game.
Everyone had 4 planes.
Two with a pilot level of 3, one with 4, one with 5.
This classification is important for activating the train and firing at the opponent.
My ME 109s were approaching the English coast.
Opposite them were 4 Spitfire divided into two groups.
I thought to myself; I have to react to this threat.
After the first round, which was basically just to move our planes towards each other, I also separated my planes to attack the two enemy groups.
This happened visually excellent almost exactly over the port city, which pretty much represents the center of the game on our play mat.
I also managed to move my 4 planes into an advantaged position, which is indicated in Blood Red Skies by the fact that the flight base is tilted backwards. A vertical base shows a neutral position, a forward tilted base shows a disadvantaged position.
In the next round my fighters got in touch.
Now it is the case that you as a player have the possibility to choose several actions. You can shoot, try to out-maneuver the enemy pilot or improve your position.
It is often the case that it is better to use a more careful command first, and not just to shoot straight away. A target at a worse angle of inclination and best attacked in the back is better than a target that is positioned in the same way as your own plane and can then shoot back because you attack it from the front.
So you should consider briefly which of the pilot actions you use.
Incidentally, all of this happens rapidly. You don't need a complex book keeping. Brilliant solution with the movable rod of the base. Simple, well thought out.
The fight ended in a draw on my right wing. I sifted my attack roll again, even though I was able to use 5 or even 6 dice due to my pilot level of 5 (goals are scored in this game with a 6, shown with an ace on the dice).
Dennis, my play partner, shot just as badly as I did. His 4 dice (pilot level 3 + 1 attack dice) did not show the symbol he hoped for.
But never mind.
We have another wing.
Here I managed to get the Spitfire a bullet marker. Oh well. I had the better pilot level AND the better aircraft position. Then it has to work.
Dennis didn't let that go and my ME 109, which circled over the harbor basin, also got a hit.
1: 1
Here at this point the planes began to orbit. Dennis flew past my lead ME 109 with his second Spitfire and attacked my wingman.
The shots passed.
In the aftermath, the planes circled, fired at themselves, tried to get into new positions ... But not much happened with our dice skills.
No matter how. I was starting to feel really slow, hey, the game was a good match. There is still a rule called "burn advantage", here you can fly a 180-degree U-turn - of course lose a position level - or dive at this maneuver - with the same penalty as just described - and with this dive your plane 6 “ push additionally.
It's all extremely cool. So you can use some tactical sophistication, which then makes the flight maneuver even more realistic. In the movement phase, you are allowed to turn your aircraft again by 45 degrees. That's a good thing, but this turn of 180 degrees ...
You "just curl around" and try to "curve out" your opponent.
I must say. Super solved; quickly and effectively.
Dennis had sat behind one of my planes on my left wing, while my other plane was already in an improved position to Dennis' second plane.
In the resulting aerial combat, it slowly gathered shelling markers on both sides.
At some point it was 3: 1 for me, and I was slightly cocky.
Our planes, which had been rearranged on the right wing, now circled again over the port city.
I decided to put everything on one card and moved my best pilot to the other side of the battlefield.
Although I managed to get Dennis pilot into the disadvantaged situation, he managed to defend himself in an unfavorable position, even though I was now leading several pilots into combat.
His poorly positioned aviators were able to save themselves, others shot well.
He now got the points.
Now we both had 4 hits; and what should I say.
Dennis landed the last, the decisive strike.
5 hit points and the game was decided.
If you are interested in a fast flight game and are not afraid to paint the planes, you should definitely buy Blood Red Skies.
My own Spitfires are already primed.