Sonntag, 15. August 2021

Strelets News

Sind Sie auch Sammler oder Wargamer, der, genau wie ich, seine ersten Erfahrungen mit Miniaturen auch heute noch mit dem Namen Airfix verbindet?
Der die Funckens über alles schätzt, ja liebt, weil deren Uniformbände, Ihnen die erste Inspiration für die Bemalung Ihrer Figuren gegeben haben (mal abgesehen von der Phase der Findung, in der sie dachten, dass die Deckelbilder Ihrer Airfixpackungen die Ultimatio Ratio der Uniformkunde seien).
Gehören Sie zu denen, die die Namen Mollo, Haythornthwaite und Jack Cassin-Scott auch heute noch zuordnen können, weil der Heyne Verlag Ihnen die Freude beschert hatte, deren Uniformbände zu den napoleonischen Kriegen in die deutsche Sprache zu übersetzen, und als Sammelbände herauszubringen?
Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, dann erinnern sie sich sicherlich auch daran, wie großartig es war, wenn EINE Neuerscheinung der Firmen Airfix, Esci oder Revell angekündigt wurde.
Was war das ein Fest.
Zum damaligen Zeitpunkt, ich rede von den 70er bis 80er Jahren, war es nun einmal so, dass Sie, liebe Sammler mit wenig zufrieden waren.
Für Sie bestanden Napoleons Armeen aus den Figürchen von Airfix.






Aus der französischen Linieninfanterie, deren Marschierer die Muskete falsch geschultert hatten – was Sie damals nicht wussten.
Aus der französischen Garde, die abgesehen von den schießenden Figuren, doch recht merkwürdige Haltungen hatte, unter anderem den Gardisten, der einen Gewehrkolben recht unnatürlich in die Lüfte hob.
Aus den britischen Linieninfanteristen und Highlandern, deren Bases so schmal waren, dass sie immer umfielen.
Aus den französischen Kürassieren, DER French Cavalry – offensichtlich gab es da keine andere -, deren Figuren extrem schmalbrüstig wirkten. Zudem war da eine Miniatur dabei, die ein Pferd hielt. Warum das? Warum kämpfte die Mini nicht?
Dann war da die Waterloo British Cavalry, die Sie irgendwie merkwürdig fanden, weil jeder Soldat anders modelliert worden war. Hinzu kam noch, dass diese Minis fast doppelt so breit waren, wie die französischen Kürassiere, und hinzu kam noch, dass deren Pferde, genau wie bei den Franzosen, nicht richtig auf der separaten Bodenplatte hielten, und ihnen beim Spielen, trotz der Zuhilfenahme unzähligen Plastikklebers, immer wieder umkippten.





Auch Artillerie gab es.
Bei den Franzosen irritierte das Transportmittel der Kanone: Eine Deichsel mit zwei Rädern, gezogen von zwei Pferden. Sahen die Protzen damals so aus?
Die Frage konnten Sie persönlich erst für sich lösen, wenn Sie die oben genannten Bücher besaßen.
Besaßen Sie sie, waren sie ganz schön enttäuscht, als sie die Wirklichkeit entdeckten. Außerdem fragten Sie sich damals, warum um Himmels Willen sind da acht Marschierende dabei. Eine Frage, die ich, wenn ich ehrlich bin, bis heute nicht wirklich beantworten kann.
Die britische Artillerie war allerdings Ihr Sahnehäubchen. Die sahen echt gut aus in ihren Raupenhelmen, und der Chef mit dem Fernrohr, der hatte echt was.
DAS waren die Figuren mit denen Sie jahrelang spielten.
Zunächst im Sandkasten, dann in Ihrem Kinderzimmer, vielleicht auch mal auf der Tischplatte ihres Schreibtisches. Quasi auf dem „Tabletop“.
Und was soll ich sagen.
Sie, ich, wir alle waren zufrieden und glücklich.
Was brauchte man eigentlich mehr?
Es war völlig egal, dass ein Großteil der Posen unglücklich war.
Dass die Franzosen Wasserköpfe hatten.
Dass die Pferde von den Bodenplatten kippten.
Dass die Figuren eigentlich nicht zueinander passten, scheinbar andere Maßstäbe hatten.
Das störte Sie nicht.
Das einzige an was Sie damals dachten, war der Spruch „ich wünschte es wäre Nacht, oder die Preußen kämen.“
Die kamen dann auch, aber relativ spät im Jahr 1979.
Was waren wir glücklich. Wie haben wir das gefeiert. Wir lernten, dass Preußen kein Bajonett nutzen. Dass sie ihre Gewehre recht ungewöhnlich vor ihrem Körper halten.
Aber egal.
Endlich waren die Preußen da.


Jetzt war Waterloo gerettet. Da würde jetzt bestimmt noch mehr kommen. Dachten Sie. Sie wollten eine komplette Serie. Sie wollten alle Kavalleristen der Schlacht von Waterloo, alle Artilleristen, alle Infanteristen.
Aber Airfix erklärte das Experiment für beendet.
Seitdem packt die Firma immer wieder diese Figuren in einem Waterloo Battleset zusammen, und erklärt uns damit, dass man bereits 1979 alles erreicht hatte, was man erreichen wollte.


Sie waren so enttäuscht.
Sie verbitterten, und selbst Esci, die Firma, die dann einige ihrer Wünsche erfüllte, aber nicht alle, konnte sie nicht wirklich zurückholen.
Der Lichtschein Hät verblasste dann auch sehr schnell, spätestens dann, wenn Sie deren Figuren in den Händen hielten.



Eine unbefriedigende, sehr einsame Zeit.
Meine lieben Leser.
Merken Sie sich bitte alles das, was ich dort oben ausgeführt habe genau.
Denn alle die Menschen, die Sie heute als Knöpfchenzähler kennen, kommen aus dieser Zeit.
Diese große Schar der damals Kompromissbereiten, die heute noch weinen, wenn sie eine Airfix Mini in der Hand haben, kritisieren heute den Scale creep, regen sich über dicke 28 mm Figuren auf, die angeblich große Köpfe haben, suchen bei 28 mm Figuren Knöpfe, die es auf Ihren Lieblingsminis gar nicht gab.
Diese Sammler bombardieren die armen Perries mit Wünschen nach mehr und mehr, obwohl Airfix sie damals mit insgesamt 9 Packungen zufriedenstellte, die –ehrlich gesagt – alle grottenschlecht waren.
Es sind dieselben Menschen, die jeden falsch gemalten Uniformaufschlag verdammen, obwohl sie selbst einmal völlig davon überzeugt waren, dass alles, was auf den Deckelbildern Ihrer heißgeliebten Airfix Minis zu sehen war, auch historisch korrekt sei.
Aus dieser Schar der Kompromissbereiten, sind heute die Kritiker entstanden, die Sie meine lieben Leser in Foren, bei Facebook, bei Instagram oder sonst irgendwo kennenlernen.
Seien Sie gütig mit Ihnen.
Denn irgendwann waren auch Sie Kinder, die einen Traum hatten.
Sie sind erst später leicht biestig geworden, weil sie solange auf Neuerscheinungen warten mussten.
Wenn Sie sich also über die Nörgler ärgern, sehen Sie einfach in Ihnen das Kind von damals, dass sich diebisch freute, als dann Esci und Revell richtige Figuren rausbrachten, die zwar, aus heutiger Sicht betrachtet immer noch schlecht waren, aber fair gesprochen, einen Meilenstein darstellten, verglichen mit ihren Vorgängern von Airfix.
Was WIR, und ich zähle mich ja auch zu dieser Gruppe, aber höchstgradig bedauern, ist die Tatsache, dass wir nicht verstehen, warum gerade Revell, Italeri und Zvezda die Master ihrer eigenen Minis in Schubladen gesteckt haben, und diese auch nicht mehr zu den mittlerweile bezahlten, sehr teuren Spritzgussformen bringen, um sie erneut auf den Markt zu werfen.
Diese Hersteller haben das Hobby als erledigt definiert, uns quasi gezwungen zu anderen Ufern zu gehen, sich dem 28 mm Maßstab, oder Kleinherstellern zuzuwenden.
Deshalb meckern wir auch so viel, weil man uns unsere Kindheitsträume geraubt hat.
Erst das Warten, jetzt die Verknappung.
Das zehrt an einem.
Dabei können wir eines. Mit wenig zufrieden sein, und vor allem, warten.
Es ist geradezu grotesk, dass heutzutage der Hersteller, den wir in den 90er Jahren verdammt haben, zum Marktführer aufsteigt.
Ich rede von Strelets.





Im Gegensatz zu Airfix hat sich diese Figurenschmiede verbessert.
Wirft immer mehr Minis auf den Markt, die mittlerweile auch echt gut sind.
Nichts mehr von Plastikknubbel wie früher. Nein. Gut modellierte, gut recherchierte Minis, die wirklich zu gefallen wissen.
Na, und was ist das Großartige an Strelets.
Sie entwerfen komplette Serien!!!
Gut. Das hatte Hät in den 90er und 0er Jahren auch versucht.
Allerdings waren da viele Minis nicht wirklich gelungen.
Außerdem war da das Problem, dass die Zeiten von der Ankündigung bis zur Veröffentlichung oftmals zu lang waren.
Strelets macht das mittlerweile besser; und Strelets könnte es wirklich gelingen eine Epoche wiederzubeleben, die in Deutschland nur von wenigen bespielt wird.
Genau vor einem Jahr habe ich Ihnen begeistert einen Bericht geliefert, der sich mit den Infanteristen des Spanischen Erbfolgekriegs beschäftigte.
Schon damals habe ich die Vielfalt des Herstellers gelobt.
Heute, nach einem Jahr ist es Zeit ihn nochmals zu würdigen, denn innerhalb eines Jahres hat diese Firma jetzt die sehr variantenreiche Kavallerie und Artillerie des Konfliktes abgebildet!!!
Uns alten Sammlern hätte es im besten Airfix Stil doch gereicht, wenn wir DIE French Cavalry und DIE British Cavalry bekommen hätten.
Wir können ja warten und bescheiden sein, wenn es um 1/72 Minis geht (im 28 mm Maßstab hätten wir gemeckert).
Was macht Strelets???
Die bilden nahezu alles ab, was Sie, meine lieben Leser aus den Funcken Bänden kennen.
Da gibt es die British Cavalry (Set 238), die Chevau-Legers und Gendarmes de la Garde (239), das Garde du Corps (240), die French Royal Horse Grenadiers (241), die French Musketeers of the Guard (242), die britische (243) und die französische (244) Artillerie.




Wenn Sie jetzt denken, das ist alles, dann haben Sie sich geirrt.
Strelets ist da offensichtlich in einem solchen Flow, dass sie den Nummernkreis ihrer Packungen erweitern mussten.
Es gibt nämlich noch viel mehr: French Dragoons on the march (251), French Late War Dragoons in Reserve (252), French Dragoons in Attack (253), Dismounted French Dragoons in Skirmish (254), British Regiment of Horse (Late War) (255) und die British Dragoons (256).


Die Nummern 257 bis 269 sind noch frei. Kommt da noch mehr???
Frühe französische Husaren und mehr??
Man wird es noch sehen.
Gehen Sie bitte einmal auf die Seite von Strelets. Alles kann ich hier nicht zeigen. Das würde keinen Sinn machen.
http://www.strelets-r.com/Pages/Product.aspx?SeriesID=1
Eine solche Auswahl findet man heute nur noch im 28 mm Maßstab, und hier höchstens bei den Napoleonischen Kriegen.
Das uns Strelets aber jetzt die Möglichkeit bietet, die doch sehr variantenreiche Kavallerie des Konflikt abzubilden, ist schon überragend.
Wer noch kein Projekt für sich am Horizont hat, dem empfehle ich diese Miniaturen.
Der 1/72 Maßstab ist ideal für diese Epoche. Ich möchte da nur auf meine Spielberichte zum Nordischen Krieg verweisen, wo wir Zvezda Figuren in die Schlacht geführt haben.
Der Look ist ideal; und das Angebot, das uns Strelets hier macht, ist fantastisch.
Noch sind nicht alle Figuren erschienen. Sie können sich also langsam an die Geschichte herantasten. Aber im Gegensatz zur Firma Hät, bringt Strelets auch das raus – und zwar relativ kurzfristig – was sie ankündigen.
Man kann hier also demnächst aus dem Vollen schöpfen.
Erwähnen sollte ich noch, dass auch die Infanteriesets nochmals Zuwachs bekommen haben.
In diesen beiden Berichten hier, hatte ich die damals erschienenen Sets besprochen:
https://thrifles.blogspot.com/2019/11/strelets-230-und-231-der-spanische.html
https://thrifles.blogspot.com/2020/04/strelets-234-235-236-spanischer.html
In beiden Berichten hatte ich Ihnen auch entsprechende Buchtipps gegeben.
Also gerne nochmals reinklicken.
Neu hinzu gekommen, sind Set 232 British Infantry Firing Line 1701-1714, Set 233 French Musketeers on the March und Set 237 French Pikemen.




Hier bleibt zu sagen, dass die französischen Sets etwas schlechter modelliert sind als die britischen. Da wir aber hier auch jede Menge Posen haben, werden Sie genügende Minis für Ihre Schlachtreihen finden.
Um es abschließend zu sagen.
Strelets liefert uns hier eine Vielfalt, die in 1/72 nur vergleichbar ist mit der Zweiten Weltkriegsreihe des Herstellers Caesar.
So etwas, hätten wir uns alle damals von Airfix gewünscht, und ich bin mir sicher, dass, hätte Airfix diese Mission erkannt, wir weniger verbitterte Sammler und Wargamer in 1/72 hätten.
Warten Sie mal 20 Jahre darauf, das was Anständiges rauskommt.
Das macht einsam und führt zur Verbitterung.
Strelets kann das bei der heutigen Generation geraderücken, wenn da noch Interesse besteht.
Wenn nicht, haben Sie eine mittlerweile in die Jahre gekommene Fangemeinde, die auch die Kohle hat, diese ganzen Packungen zu kaufen; na und vielleicht werden auch die Verbitterten und Gemarterten weinen und wieder glücklich sein.
ENDLICH MAL EINE KOMPLETTE SERIE IN 1/72.
Was will man eigentlich mehr…
Vielleicht, dass Strelets uns ein Battleset rausbringt.
Umverpackungen, genau wie Deckelbilder, sind einfach überragend, und sehr, sehr wichtig für uns.
Glauben Sie mir.
Manchmal sind sie sogar wichtiger, als die darin befindlichen Figuren.

Link zum Hersteller:

Strelets - Home (strelets-r.com)
 
 
 
Are you also a collector or wargamer who, like me, still associates his first experiences with miniatures of Airfix?
Who appreciates the Funckens more than anything, even loves them, because their uniform bands gave you the initial inspiration for painting your figures (apart from the phase of finding, in which you thought that the images printed on your Airfix sets were the ultimate ratio of uniform research ).
Are you one of those who can still assign the names Mollo, Haythornthwaite and Jack Cassin-Scott to this day because the german publisher Heyne gave you the pleasure of translating their books into German?
If you belong to this group, you will surely remember how great it was when ONE new release from the companies Airfix, Esci or Revell was announced.
What a feast.
At the time, I'm talking from the 1970s to the 1980s, it was just the case that you, dear collectors, were not satisfied with much.
In your eyes, Napoleon's armies consisted of Airfix miniatures.
There was the French line infantry, whose marchers had shouldered the musket incorrectly - which you did not know at the time.
There was the French guard who, apart from the shooting figures, had very strange poses, including the guardsman who raised a rifle butt in the air in a rather unnatural way.
There were the British line infantry and Highlanders, whose bases were so small that they kept falling over.
There were the French cuirassiers, THE French Cavalry - obviously there was no other - that looked extremely narrow-chested. There was also a miniature holding a horse. Why this? Why wasn't the Mini fighting?
Then there was the Waterloo British Cavalry, which you found kind of strange because each soldier was modeled differently. In addition, these minis were almost twice as big/fat as the French cuirassiers, and it wasn’t possible to fix the horses on their bases. Tons of plastic glue were used; but we all failed.
There was also artillery.
Do you remember the gun limber of the French: a two-wheeled drawbar pulled by two horses?
Did the limbers really look like that back then? You could only personally solve the question for yourself once you had the books mentioned above.
If you owned it, you were pretty disappointed when you discovered the reality.
You also asked yourself at the time why on earth are there eight marchers included in the set? A question that, to be honest, I still can't really answer to this day.
The British artillery, however, was the icing on the cake. The minis looked really good in their caterpillar helmets, and the captain with the telescope… he was awesome.
THAT were the miniatures you played with for years.
First in the sandpit, then in your children's room, maybe on the tabletop of your desk. Yes; can you hear the sound of the word: on the "table top".
And what should I say.
You, me, we were all content and happy. What more do you actually need?
It didn't matter that much of the poses were not so good. That the French had melon heads. That the horses fell off the bases. That the figures did not actually fit together, apparently had different standards. You didn't mind.
The only thing you thought of at the time was the saying "I wish it was night or the Prussians would come."
They came then, too, but relatively late in 1979.
How happy we were. How did we celebrate that.
We learned that Prussians do not use a bayonet.
That they hold their rifles in front of their bodies in a very unusual way.
But it doesn't matter.
Finally, the Prussians were there.
Now Waterloo was saved.
There would definitely be more to come now. You thought. You dreamed of a full series. You wanted all the different cavalrymen of the Battle of Waterloo, all the artillerymen, all the infantrymen.
But Airfix declared the experiment as finished.
Since then, the company has been packing these figures together in a Waterloo battleset, explaining to us that they had achieved everything they wanted to achieve as early as 1979.
You were so disappointed. Your dreams were broken.
The glow of Hät faded very quickly, at the latest when you held their figures in your hands.
An unsatisfactory, very lonely time.
My dear readers.
Please make a careful note of everything that I have said above.
Because all the people you know today as button counters raised up in this time.
In former times they were happy with all the compromises. Still today they cry when they have an Airfix Mini in their hand.
But, they are the same persons who criticize the scale creep today, get upset about 28 mm figures that supposedly have big heads, look for the exactness of buttons on 28 mm figures that didn't even exist on their favorite old Minis.
These collectors bombard the poor Perry brothers with wishes for more and more, although Airfix then satisfied them with a total of 9 packs, which - to be honest - were all horrible.
They are the same people who condemn any wrongly painted uniform, even though they were once completely convinced that everything that was shown on the cover pictures of their beloved Airfix Minis was also historically correct.
From this crowd of those formerly willing to compromise, the critics arose today, whom you, my dear readers, get to know in forums, on Facebook, on Instagram or elsewhere.
Be kind to them. Because at some point they were children who had a dream.
They only became slightly beastly later because they had to wait so long for new releases.
So if you get annoyed about the complainers, just see them as the child from back then.
What WE, and I also belong to this group, deeply regret, is the fact that we do not understand why Revell, Italeri and Zvezda put the masters of their own minis back in the store.
These manufacturers have defined the hobby as done, forcing us to go to other shores, to turn to the 28 mm scale, or to small manufacturers.
That's why we complain so much because our childhood dreams were stolen from us.
First the waiting, now the shortage.
That eats you up.
We can do one thing. Be satisfied with little, and most of all, wait.
It is downright grotesque that these days the manufacturer we condemned in the 90s is becoming the market leader.
I'm talking about Strelets.
In contrast to Airfix, this company has improved.
Strelets throw more and more minis on the market, which are now also really good.
Nothing more of plastic knobs like before. Instead. Well-modeled, well-researched minis that really know how to please.
Well, what's the great thing about Strelets.
They design COMPLETE series!!!
Well. Hät tried to do that in the 90s and 0s.
However, many minis were not really good.
Strelets is doing better now; and Strelets could really succeed in reviving an era that only a few in Germany play on.
Exactly a year ago I enthusiastically delivered a report on the infantrymen of the War of the Spanish Succession.
Even then, I praised the manufacturer's diversity.
Today, after a year, it is time to pay tribute to the company again, because within a year the manufacturer has now mapped the very varied cavalry and artillery of the conflict !!!
For us old collectors it would have been enough, in the best Airfix style, if we had got THE French Cavalry and THE British Cavalry.
We can wait and be humble when it comes to 1/72 minis (at a 28 mm scale we would have complained).
What is Strelets doing???
They cover almost everything that you, my dear readers, know from the Funcken Uniform volumes.
There is the British Cavalry (Set 238), the Chevau-Legers and Gendarmes de la Garde (239), the Garde du Corps (240), the French Royal Horse Grenadiers (241), the French Musketeers of the Guard (242) , British (243) and French (244) artillery.
If you now think that is all, then you are wrong.
Strelets is obviously in such a flow that they had to expand the number range of their packs.
There are many more:
French Dragoons on the march (251), French Late War Dragoons in Reserve (252), French Dragoons in Attack (253), Dismounted French Dragoons in Skirmish (254), British Regiment of Horse (Late War ) (255) and the British Dragoons (256).
Numbers 257 to 269 are still available.
Is there more to come ???
Early French Hussars and more??
It will be seen soon.
Please go to the Strelets website once. I can't show everything here. That wouldn't make any sense.
http://www.strelets-r.com/Pages/Product.aspx?SeriesID=1
Such a selection can only be found today on a 28 mm scale, and here at most in the Napoleonic Wars.
The fact that Strelets now have the will to depict the very varied cavalry of the conflict is already outstanding.
I recommend these miniatures to those who don't have a project on the horizon yet.
1/72 scale is ideal for this era. I just want to refer to my game reports on the Northern War, where we led Zvezda characters into battle.
The look is ideal; and the offer that strelets make to us here is fantastic.
Not all miniatures have appeared yet. So you can slowly approach the story. But in contrast to the company Hät, Strelets also brings out what they announce - and at relatively short notice.
I should also mention that the infantry sets have also grown again.
In these two reports here, I had discussed the sets that were released at the time:
https://thrifles.blogspot.com/2019/11/strelets-230-und-231-der-spanische.html
https://thrifles.blogspot.com/2020/04/strelets-234-235-236-spanischer.html
In both reports I also gave you relevant book tips.
So please click again.
Added to this is Set 232 British Infantry Firing Line 1701-1714, Set 233 French Musketeers on the March and Set 237 French Pikemen.
It remains to be said that the French sets are modeled a little worse than the British ones. But since we also have a lot of poses here, you will find enough minis for your battle lines.
To conclude.
Strelets provides us with a variety that in 1/72 is only comparable with the Second World War series by the manufacturer Caesar.
We would have all wished for something like that from Airfix back then, and I am sure that, if Airfix had recognized this mission, we would have less bitter collectors and wargamers in 1/72.
Wait 20 years for something decent to come out!!! That makes you lonely and leads to bitterness.
Strelets can fix that with today's generation if there is still interest.
If not, they have an aging fan base who has the cash to buy all these packs; well and maybe the embittered and tortured will cry and be happy again….
FINALLY A COMPLETE SERIES IN 1/72.
What do you want more??
Hmmmhhh.
Maybe Strelets will bring us a battleset.
Outer packaging, just like cover pictures, is simply outstanding and very, very important to us. Believe me. That’s important and in former times that was better than the minis inside the sets.

Link:

Sonntag, 8. August 2021

Was wäre wenn... What if....

Es ist erst ein paar Wochen her, da hatten wir eine Skyperunde, in der sich einige Sammler zu einem kleinen Plausch trafen. Natürlich wurden nebenbei ein paar Figuren angemalt.
Dabei kamen wir auf das Thema, was würde man eigentlich tun, wenn unsere gesammelten Werke einer Katastrophe zum Opfer fallen würden, sie also plötzlich nicht mehr da wären.
Würden wir, natürlich vorausgesetzt unseren Familien und uns selbst ginge es gut, wieder alles anmalen, was wir hatten, oder wie würden wir in seinem solchen Fall vorgehen.
Interessanterweise wollte niemand in der Runde das Hobby aufgeben.
Dafür macht uns allen vor allem die Malerei viel zuviel Spaß.


Aber… wir würden wohl anders an das Thema herangehen. Mehr in Teamarbeit. So nach dem Motto mal Du das an, ich das, und dann schauen wir, das wir wieder ins Spiel kommen.
Spontan hatte ich gesagt, ich würde Unmengen von kaiserlichen Römern anmalen.
Ja, das würde ich wohl tun.
Warum?
Es geht schnell und man hätte sehr schnell wieder eine fertige spielbare Armee in der Vitrine.
Dieses Gespräch ging mir letzte Woche im Urlaub durch den Kopf, und heute möchte ich hier in meinem BLOG noch eine weitere Idee ergänzen.
Denn, wenn die Römer fertig wären, würde ich auf ein Thema zurückkommen, mit dem Sie meine lieben Leser vielleicht gar nicht rechnen.
Ich würde mich nämlich direkt danach nur noch dem good Old West widmen.
Yes.
Wenn ich ehrlich bin, spiele ich Tabletop doch nur zu einem Zweck.
Ich hoffe immer noch, dass wir in meiner Spielergruppe irgendwann mal alles historische ausgelutscht haben. Frustriert werden wir dann in der Ecke sitzen und uns die Frage stellen, was machen wir denn jetzt?
Ich werde dann ein Bibelzitat in den Ring werfen: „Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet Ihr nicht ins Himmelreich kommen.“(Math 18,3)
Die verblüfften Gesichter meiner Spielerkollegen sehe ich jetzt schon vor meinem Auge.
Sven würde die Augenbraue hochziehen.
Jürgen würde nachdenken, was er mich jetzt fragen soll, dabei wäre er nicht ganz sicher, ob ich jetzt verrückt werde.
Stefan würde erst einmal schweigen, weil er das jetzt alles spooky findet.
Wäre Ralf B. dabei, würde er mit irgendeinem buddhistischen Satz kontern, und es bestünde die Gefahr, dass wir uns danach über Religionen unerhalten.
Ulrich, der ausgebildete Religionslehrer, würde in diesem Fall die Moderation übernehmen und vielleicht eine kleine Exegese zum Thema an dieser Stelle vorschlagen.
Patrick, unser Dark Age Spezialist, könnte irgendwas in der Art wie „Nur Krieger kommen nach Walhalla“ in den Raum werfen.





Die Reaktionen wären also recht unterschiedlich.
Aber dann, dann würde ich das alles auflösen. Ich würde erklären, welche Gedanken mir jetzt in den Kopf gekommen sind. Auf was ich wirklich Lust habe.
Ich würde erklären, dass ich mich wieder wie ein Kind fühlen möchte.
Auch im Hobby, auch im Spiel.
Auch ohne Katastrophe.
Letztendlich liegt unser Tabletopdenken doch wirklich in unserer Kindheit begründet.
Die ersten Minis, die die meisten von uns in die Schlacht führten, waren Cowboys und Indianer.
Wir haben Filme geschaut, um das Thema zu vertiefen, uns mit Taktiken wie Wagenburgen, Sinn von Forts und anderen Befestigungen, Überraschungsangriffen, Flankieren von Gegnern etc. etc. beschäftigt.
John Wayne und Clint Eastwood waren unsere Taktiklehrer, und ich finde sie haben ihren Job damals richtig gut erledigt.
Im Grunde war das der Anfang meines Hobbys, und gerne würde ich dahin zurückkommen.





Es gäbe auch viele Vorteile.
Zuerst einmal eine für mich klare zeitliche Einteilung.
Ich würde die Zeit auf 1855 – 1876 festsetzen.
1855 wurden das 1st and 2nd US Cavalry Regiment gegründet. Zuvor gab es schon die zwei Dragoner Regimenter und das Regiment der Mounted Riflemen. Beginnen würde ich aber an dieser Stelle, weil es wenige geeignete Minis gibt, die Dragoons der Jahre bis 1855 vernünftig darzustellen.
1876 war die Schlacht am Little Big Horn, und da würde ich dann enden. Mit einem Sieg der Indianer, was ich extrem episch finde.
Im gleichen Zeitraum gibt es dann aber auch Platz für Cowboys, Viehtrecks, Konflikte an der mexikanischen Grenze, den Aufbau einer schicken Westernstadt, und natürlich auch einer mexikanischen Siedlung.
Also alles, was mein kindliches Herz begehrt.



Und ich glaube, dass mit dem Spaß an dieser Epoche auch die Freude am Hobby nach dem oben zitierten fiktiven Totalverlust, zurückkommen könnte.
Das wäre mein Weg.
Hoffen wir alle, dass ein solcher Totalverlust an uns vorbeizieht. Leider gibt es viel zu oft Geschehnisse, ob Unwetter, Brände, Kriege, Revolten etc. etc., die so ein Horrorszenario wahr werden lassen. Allen betroffenen Menschen kann man da nur viel Kraft wünschen, und den Wusch, dass sie wieder Freude am Leben finden. Vielleicht auch irgendwann wieder an einem trivialen Thema, wie einem Hobby.
Bevor ich mich, zum Glück freiwillig, auf diesen Pfad des Kindes begeben kann, vergeht jetzt die Zeit, die es braucht, um knapp 100 Miniaturen zum Dreißigjährigen Krieg zu bemalen. Da handelt es sich um ein Projekt, das wir durchziehen möchten; und da bin ich konsequent.
Aber danach, danach wird es losgehen.
 
Der Westen kann kommen.




 
 
P.S.:
 
Im Bild sehen Sie übrigens ein How it began.
Diese Minis sind ziemlich alt und wurden schon vor Jahrzehnten bemalt. Sie sind noch nicht schattiert. Teilweise habe ich merkwürdige Farben verwendet bzw. zusammengemischt.
Aber, wenn man schon back to the roots geht, dann sollte man auch mal alte 1/72 Minis zeigen, die hier zu Hause in den Schubladen herumstehen.
Die Figuren sind vor Airfix, Italeri, Revell und Imex.




 
 
It was only a few weeks ago that we had a Skype conference in which some collectors met for a little chat. Of course, a few figures were painted on the side.
We came up with the topic of what would actually be done if our collected works fell victim to a catastrophe, so they were suddenly no longer there.
Assuming our families and ourselves were all right, of course, if we were to paint everything we had again, or what would we do in such a case?
Interestingly, nobody in the group wanted to give up their hobby.
Painting is far too much fun for all of us.
But ... we would probably approach the subject differently. More in teamwork. According to the motto you look at that, me at that, and then we'll see that we come back into play.
Spontaneously I said that I would paint tons of imperial Romans.
Yes, I would do that.
Why?
It's quick and you would have a ready-made playable army in the showcase again very quickly.
This conversation went through my head on vacation last week, and today I would like to add one more idea to my BLOG.
Because, when the Romans were done, I would come back to a subject that you, my dear readers, may not be expecting at all.
Immediately afterwards I would only devote myself to the good Old West.
Yes.
If I'm honest, I only play tabletop for one purpose.
I still hope that at some point in my group of players we will have exhausted everything historical. Then, frustrated, we will sit in the corner and ask ourselves the question, what are we doing now?
I will then put a quote from the Bible in the ring: "If you do not become like the children, you will not come into the kingdom of heaven." (Math 18: 3)
I can already see the amazed faces of my fellow players in front of my eyes.
Sven would raise an eyebrow.
Jürgen would think about what to ask me now, although he wouldn't be entirely sure if I'm going crazy now.
Stefan would be silent for now because he thinks it's all spooky.
If Ralf B. were there, he would counter with some Buddhist sentence, and there would be the danger that we would then become confused about religions.
Ulrich, the trained religion teacher, would take over the moderation in this case and perhaps suggest a little exegesis on the topic at this point.
Patrick, our Dark Age specialist, could throw something like "Only warriors come to Valhalla" into the room.
So the reactions would be quite different.
But then, then I would dissolve it all. I would explain what thoughts came into my head now. What I really want.
I would declare that I want to feel like a kid again.
Also in the hobby, also in the game.
Even without a disaster.
Ultimately, our tabletop thinking is really rooted in our childhood.
The first minis most of us took into battle were Cowboys and Indians.
We watched films to delve deeper into the subject, dealt with tactics like circled wagons, the sense of forts and other fortifications, surprise attacks, flanking enemies, etc., etc.
John Wayne and Clint Eastwood were our tactics instructors, and I think they did a really good job back then.
Basically, that was the beginning of my hobby and I would love to come back to it.
There are also many advantages.
First of all, a clear time schedule for me.
I would set the time to be 1855-1876.
In 1855 the 1st and 2nd US Cavalry Regiment were established. Before that there were the two dragoon regiments and the regiment of the Mounted Riflemen. But I would start at this point because there are few suitable minis to represent the Dragoons from the years up to 1855 in a reasonable way.
In 1876 there was the Battle of Little Big Horn, and that's where I would end. With a victory for the Indians, which I find extremely epic.
In the same period there is also space for cowboys, cattle trucks, conflicts on the Mexican border, the construction of a chic western town, and of course a Mexican settlement.
So everything my childlike heart desires.
And I believe that with the fun of this epoch, friends of the hobby could also come back after the fictitious total loss quoted above.
That would be my way.
Let's all hope that such a total loss will pass us by. Unfortunately, there are far too often incidents, whether storms, fires, wars, revolts etc. etc., that make such a horror scenario come true. One can only wish all affected people a lot of strength and the wish that they find joy in life again. Maybe at some point again on a trivial topic, such as a hobby.
Before I can, luckily voluntarily, embark on this path of the child, the time that it takes to paint almost 100 miniatures about the Thirty Years' War now passes. This is a project that we want to see through; and I am consistent there.
But after that, after that, it will start.
 
The Good Old West can come.
 
 
P.S .:
 
By the way, in the picture you can see How it began.
These minis are quite old and were painted decades ago. They are not shaded yet. Sometimes I used strange colors or mixed them together.
But, if you are already going back to the roots, then you should also show old 1/72 minis that are standing around in the drawers here at home.
The figures are from of Airfix, Italeri; Revell and Imex.

Sonntag, 1. August 2021

Augustus

Ursprünglich wollte ich in diesem Bericht etwas über Regelsysteme schreiben, die als Hintergrund die Zeit des frühen Prinzipats haben. Ein paar frühkaiserliche Römer habe ich tatsächlich in meinem Fundus. Diese Figuren sehen Sie hier in diesem Bericht.
Interessanterweise, obwohl es gar nicht viele sind, reichen die tatsächlich für viele Skirmish Regelsystem aus.
Allerdings muss ich sagen, dass mich diese Regelsysteme  - zwei bis drei besitze ich bzw. habe ich mir angeschaut, z.B. SPQR – bisher irgendwie nicht motivieren konnten diese Epoche zu spielen. Germanendörfer kann ich auch im Dark Age plündern.
Somit kann ich nicht allzu viel zu den Regeln und dem damit verbundenen Spielspaß erzählen.
Wenn ich aber Figuren zeige, dann schreibe ich auch gerne über die Epoche. Deshalb gibt es heute etwas über meinen ever, ever, ever favorisierten Staatsmann in der Weltgeschichte, über „Kaiser Augustus“.
Viel Spaß.
 
 


 
 
Es gibt Momente in der Weltgeschichte, da würde ich gerne als Zeitreisender einmal vorbeischauen.
Einer dieser Momente fand am 13. Januar 27 v.Chr. statt.
Da trat der junge Gaius Iulius Caesar, den die meisten zu diesem Zeitpunkt noch immer Octavian nannten, war er doch der Adoptivsohn Cäsars, vor den Senat. Er erklärte den Ausnahmezustand des Bürgerkriegs als beendet und gab die Macht im Staat offiziell wieder an den Senat zurück.
Res publica restituta.
Es wird einige Senatoren gegeben haben, denen der Mund aufklappte.
Andere werden kurz die Farbe gewechselt haben.
Wieder andere werden begonnen haben nachzudenken, was das denn jetzt für sie bedeutet.
Einige werden Angst vor der neuen Verantwortung gehabt haben, andere witterten Morgenluft und sahen bereist zukünftige Ämter auf sie zukommen.
Wieder andere ließen sich ihr tiefes Wissen nicht anmerken, aber sie wussten genau, was Octavian da beabsichtigte, denn sie waren im Vorfeld informiert worden.
Hätte es damals schon Kirchenglocken in der heutigen Form gegeben, hätten sie in diesem Moment geläutet. Die Glocken von Rom. Alle wären erklungen!!!!
Das Volk wäre dann auf die Straße gelaufen und hätte sich wohl gefreut.
Vielleicht wäre es aber auch verunsichert gewesen.
Genauso verunsichert, wie der Großteil der Senatoren, die dort in der Curia saßen.
Ich glaube, dass in dem Moment, in dem Octavian seine Nachricht verkündete, zunächst ein kurzes Räuspern im Raum zu vernehmen war, dem aber eine Totenstille folgte.
Octavian verließ das Rednerpult, und außer dem leichten Klappern seiner Sandalen auf dem Boden des Senatssaals hörte man nichts, als er das Gebäude verließ.
Erst danach, als der Sieger des Bürgerkriegs, der Adoptivsohn des göttlichen Julius, den Saal verlassen hatte, ging die Diskussion los; und diese war natürlich …. gesteuert, und im Vorfeld vorbereitet.
Bereits 3 Tage später bekam Octavian einen neuen Namen.
Keine Position, denn die brauchte er gar nicht, obwohl er offiziell die Macht in die Hände des Senats zurückgelegt hatte.
Octavian war weiterhin Konsul. Wie schon viele Jahre zuvor, und wie noch einige Jahre später.
Damit hatte er noch genügend Macht, um auch jetzt der Gestalter des Staates zu bleiben.
Als Konsul war er der oberste Magistrat. Natürlich mit einem Kollegen an seiner Seite, aber der war schon zu dieser Zeit kein wirklicher Kollege oder gar Gegner mehr. Denn der Nimbus von Octavian war bereits zu groß. Dagegen kam ein anderer nicht mehr an.





Am 16. Januar, drei Tage nach der Senatssitzung, bekam der Nimbus einen Namen.
Aus Octavian wurde Augustus.  
Ein Titel, der ihn in Verbindung zu den Auguren brachte, den Sehern des alten Roms, ihn so erhob, dass er in die Nähe des göttlichen rückte, und somit jetzt bereits über allen anderen lebenden Kollegen und Mitbürgern stand.
Er war jetzt der Erhabene. Seine Aura war erhöht. Seine Autorität, seine auctoritas, auf eine besondere Ebene gebracht, die viele noch gar nicht fassen konnten.
Er selbst bezeichnete sich als Princeps, als Erster unter Gleichen, und dieses Selbstverständnis führte dazu, dass seine Herrschaft, und die der nachfolgenden Kaiser bis zur Herrschaft Diokletians,  gemeinhin als Prinzipat bezeichnet wird.
Der Akt vom 13. Januar 27. v.Chr., der natürlich vorbereitet war, und das, was jetzt folgte, macht Augustus für mich zu dem GRÖSSTEN STAATSMANN, der jemals auf diesem Planeten gewandelt ist.
Wenn einer diesen Titel verdient, dann ist es Augustus.
VIVAT IMPERATOR, sage ich da nur.
Das, was damals Anfang Januar 27 seinen Ausgang nahm, war eine Revolution.
Eine Revolution, die im Grunde ein Staatswesen komplett umkrempelte, aber niemand merkte es, und alle akzeptierten es.
Augustus war der Erfinder des Win Win Prinzips. Keine Frage.
Wie er diese Revolution eingeleitet hatte, das hat er uns sehr schön beschrieben:
„Als unter den Konsuln Marcus Vinicius und Quintus Lucretius [19 v.Chr.] und später unter Publius Lentulus und Gnaeus Lentulus [18 v.Chr.] und zum dritten Mal unter Paullus Fabius Maximus und Quintus Tubero [11 v.Chr.] der Senat und das römische Volk einmütig beantragten, dass ich als einzelner mit höchster Machtbefugnis zum Wahrer von Gesetz und Sitte ernannt würde, habe ich dies ebensowenig angenommen wie irgendein anderes mir angetragenes Amt, das gegen Sitte und Herkommen der Vorfahren verstieß. …. In meinem sechsten und siebten Konsulat habe ich, nachdem ich die Flammen der Bürgerkriege gelöscht hatte und mit der einmütigen Zustimmung der gesamten Bevölkerung in den Besitz der staatlichen Allgewalt gelangt war, das Gemeinwesen aus meiner Machtbefugnis wieder der Ermessensfreiheit des Senats und des römischen Volkes überantwortet. Für dieses mein Verdienst wurde mir auf Beschluss des Senats der Name Augustus gegeben. Die Türpfosten meines Hauses wurden auf staatlichen Beschluss mit Lorbeer geschmückt, und ein Bürgerkranz wurde über meinem Tor angebracht. Ein goldener Schild wurde in der Curia Julia aufgestellt, den mir der Senat und das römische Volk geweiht haben wegen meiner Tapferkeit und Milde, meiner Gerechtigkeit und Hingabe, wie es die Aufschrift auf diesem Schild bezeugt. Seit dieser Zeit überragte ich alle übrigen an Autorität, an Amtsgewalt aber besaß ich nicht mehr als die anderen, die auch ich im Amt zu Kollegen hatte (Res Gestae Kap. 6 und 34)“





Wissen Sie was das Schlimme ist. Es stimmt einfach, was der alte Kaiser da in seinen Res Gestae, seinem Rechenschaftsbericht, schreibt.
Es ist so genial, dass ich es einfach erzählen muss, wie es dazu kam.
Der junge Octavian trat im Grunde in dem Moment in Erscheinung, als sein Großonkel und Adoptivvater Gaius Julius Caesar am 15.März.44 v. Chr. ermordet wurde.
Das Testament offenbarte ihn als Erben, diesen unbekannten 19jährigen Burschen.
Octavian gelang es durch geschicktes Einsetzen von Geldmitteln aus dem Testament eine Anhängerschaft zu „kaufen“. Veteranen und Legionäre standen deshalb und auch wegen der Tatsache hinter ihm, dass er der Erbe ihres verehrten Anführers war. Bereits damals gewann er immaterielle Akzeptanz, weil er vom Nimbus des ermordeten Diktators profitierte.
Noch teilte sich allerdings die Anhängerschaft der Cäsarianer, denn auch Marcus Antonius konnte sich als Unterfeldherr Cäsars und Mitkonsul im Jahr 44 v.Chr. eine entsprechende Stellung sichern.
Dies führte zunächst zu Konflikten zwischen den beiden Männern.
Octavian wurde Senator, und erhielt vom Senat ein proprätorisches Kommando sowie den Konsularsrang, ohne aber Konsul zu sein.
Dieser Hergang der Ereignisse scheint ihn für sein weiteres Leben geprägt zu haben.
Folgendes hatte er erkannt: Du musst nicht unbedingt die Stellung haben. Aber die Macht, die dieses Amt beinhaltet, das ist das Entscheidende.
43 v.Chr., nach anfänglicher Gegnerschaft (Schlachten bei Forum Gallorum und Mutina), verbündete er sich mit dem Vertrauten Cäsars, Marcus Antonius, der zu diesem Zeitpunkt noch der offizielle Anführer der Cäsarianer war. Beide Männer nahmen noch einen Dritten ins Boot, den ehemaligen Reiterführer Cäsars, Marcus Aemilius Lepidus.
Der Männerbund, dessen offizielles Ziel es war den Tod Cäsars zu rächen, war das sogenannte zweite Triumvirat.
Die Rache erfasste auch vermeintliche Mitwisser des Mordes. Proskriptionen wurden verkündet. Wie zu Zeiten des Diktators Sulla. 300 Senatoren und 2000 Ritter wurden auf Befehl der Triumvirn ermordet, ihr Vermögen eingezogen.
Natürlich kam es dort auch zu Auswüchsen. Politische Gegner wurden aus dem Weg geschafft.
Die Triebfeder für Octavian war Rache. Dazu noch der Glaube durch die konfiszierten Besitztümer Geld zu bekommen, das man für die Finanzierung eines Feldzugs gegen die Cäsarmörder dringend brauchte.
Natürlich war diese Vorgehen nach unseren heutigen Maßstäben nicht rechtens. Aber das Motiv der Rache reichte Octavian aus die Proskriptionen zu rechtfertigen. Für ihn war es so wichtig, dass er in seinen Res Gestae diesen Umstand in Kapitel 2 direkt an den Anfang seines Rechenschaftsberichts stellt:
„Diejenigen, die meinen Vater ermordet haben, trieb ich in die Verbannung und rächte durch gesetzmäßige gerichtliche Verfolgung so ihr Verbrechen. Und als sie darauf Krieg gegen den Staat anfingen, besiegte ich sie in doppelter Feldschlacht.“
Nach diesem Erfolg gegen die Mörder Cäsars teilten sich die drei Männer die Interessensbereiche. Die Hauptrollen hatten dabei aber Octavian und Marcus Antonius inne. Lepidus war der Statist in dem Spiel.




Octavian achtete darauf den westlichen Teil der Republik und damit auch Rom zu bekommen. Er war damit nah an den Institutionen, im Zentrum der Stadt, der Macht, des Selbstverständnisses der Römer. Sein Ansehen und seine Position wurden noch stärker, da er Sextus Pompeius, den letzten Machtfaktor mit militärischer Kraft außerhalb des Triumvirats, besiegte und auch Lepidus ausschaltete. Dieser behielt seinen Posten als Pontifex Maximus trat aber nicht mehr als militärischer Machtfaktor ins Spiel.
Während also Octavian sich im Gedankenkreis des alten römischen Staatsverständnisses bewegte, trat Marcus Antonius in die Fußstapfen des Pompeius und Cäsars.
Er entfremdete sich dem römischen Zentrum in der gleichen Art und Weise, wie Octavian sich dem selbigen näherte.
Als Marcus Antonius, ob getrieben von dem Empfinden seiner Lenden oder aus wirklicher politischer Überzeugung ist bis heute umstritten, einen Teil römischen Staatsgebietes seiner Geliebten Kleopatra, der ägyptischen Herrscherin, übertrug, war das ein unfassbarer Affront im Staatsverständnis der Römer.
Octavian scheute in diesem Moment auch nicht einen Rechtsbruch.  Er hatte sich das Testament aus dem Tempel der Vesta besorgt, ein Unding, und verlas öffentlich die Missetat des Antonius.
Senat und Volk der Römer waren geschockt.
Octavian bekam jetzt den Auftrag des Senats dieses Unrecht rückgängig zu machen, und in diesem Rahmen geschah etwas, was seinen weiteren Lebensweg, die Ereignisse im Januar 27 und auch seine rechtliche Stellung danach extrem beeinflusste.
Antonius wurden seine Ämter aberkannt, Kleopatra zur offiziellen Staatsfeindin erklärt…und Octavian???
Er ließ sich zum dux Italiae ausrufen und der gesamte Westen musste ihm den Treueeid leisten.
Das letztere darf man nicht überlesen.
Es bedeute ganz einfach, dass Octavian der legitime Vollstrecker des Volkswillens wurde UND VOR ALLEM, dass der gesamte Westen durch diesen Eid in ein Klientelverhältnis zu ihm trat.
Was so etwas bedeutet, können wir heute nur schwer fassen.
Dieser Eid verpflichtete die gesamte Bevölkerung zu einem Patronatsverhältnis und der Patron, sprich Octavian, bekam einen Status, der ihn über alle anderen erhob.
Diese Statuserhöhung, bedingt durch den Eid der römischen Bevölkerung, ist die Grundlage und der wichtigste erste Baustein zur Ausformung des Prinzipats.
Antonius und Kleopatra wurden geschlagen, begingen Selbstmord, und Octavian blieb als Sieger zurück.


Jetzt sind wir wieder zurück im Januar 27 v.Chr.
Octavian hatte die Macht „zurückgegeben“, aber seine Auctoritas bestand weiterhin, ja sie wurde ausgebaut.
Jetzt war er Augustus.
Zudem bekam er in der ersten Senatssitzung eine übergeordnete Befehlsgewalt in Form eines Imperium proconsulare. Somit blieb er auch Oberbefehlshaber und ALLEINIGER Patron der Heeresklientel, weil die Legionen in den definierten Provinzen seines eigenen Machtbereichs standen (später kaiserliche Provinzen).
Der Senat erhielt die anderen Provinzen, einen geregelten Cursus Honorem mit den entsprechenden Ämtern bis hin zum Konsulat, mehr Gesetzgebungskompetenz… und war glücklich.
Nicht zuletzt deshalb, weil die Zeit der Proskriptionen auch vorbei war.
Am 1. Juli 23 v.Chr. verzichtete Augustus dann auch auf seinen bis dahin regelmäßig besetzten Platz als Konsul. Er bekam stattdessen die trubunizische Gewalt, nicht das Amt, übertragen.
Damit konnte er Senat- und Volksversammlungen einberufen, Gesetze vorschlagen, sein Veto gegen Senats- und Volksbeschlüsse einlegen, den Magistraten bis hin zum Konsul auch Amtshandlungen verbieten. Hinzu kamen noch einige konsularische Rechte, die der Volkstribun nicht hatte, wie zum Beispiel eine Ehrenwache mit Liktoren.
Mit dem imperium proconsulare und der tribunicia potestas hatte Augustus alles das, was er zum Regieren brauchte. Er hatte dadurch die Macht, die Potestas,  und dazu kam noch seine Autorität, die Auctoritas, als Adoptivsohn des göttlichen Julius, durch den Eid des Westens, durch alles, was mit dem Ehrennamen Augustus, zusammenhing.
Hinzu kam, dass er nach dem Tod des Lepidus noch das Amt des Pontifex Maximus übernahm und zehn Jahre später zudem den Titel Pater Patriae verliehen bekam.


Augustus hatte um sich eine Aura geschaffen, die von einem potentiellen Gegner nicht mehr zu durchbrechen war. Am Ende seines Lebens war es nicht mehr eine Aura, sondern die Beschreibung von Macht in einem ganz speziellen Sinne. Die ehemals für eine Person gedachte Ehrung wurde Bestandteil der Kaisertitulatur. Sie wurde formell.
So hatte bereits sein Nachfolger, die Augustus verliehenen Titel und Ehrungen als Bestandteil seines Namens: Tiberius Caesar Divi Augusti filius Augustus, Pontifex maximus, Tribunicia potestate XXXVIII, Imperator VIII, Consul V.







Man sieht am Lebensweg von Augustus, dass er es geschickt verstand, seine Macht so zu verstärken, dass es für die meisten seiner Zeitgenossen kein Problem darstellte. Alle damals relevanten Zielgruppen waren zufrieden. Ein wahrlich Goldenes Zeitalter.
Das System, dass er geschaffen hatte, überlebte Jahrhunderte und wurde institutionalisiert. Das Prinzipat zu einer Herrschaftsform erkoren und definiert.
Augustus selbst hatte offensichtlich nicht nur intellektuelle Kompetenzen. Er hatte auch eine emotionelle Intelligenz, die überragend war.
Somit ist er nach meiner Meinung auch die Führungskraft schlechthin.
Nicht umsonst wurde der Name Cäsar von ihm als Titel eingeführt und in seiner Abwandlung bis heute genutzt.
Ihm zu Ehren wurde ein Monat umbenannt, der auch heutzutage noch in den meisten Ländern der schönste Monat ist, weil hier die Urlaubszeit verbracht wird.
Wenn Sie also jetzt in Urlaub sind, denken Sie an den Namensgeber.
Er war ein großer Mann.
Der Größte, wenn Sie mich fragen.
VIVAT IMPERATOR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



 
 
 
Originally, I wanted to write something in this report about wargamin rulesets that are based on the time of the early principate. I actually have a few early imperial Romans in my collection. You can see these figures here in this report.
Interestingly, although there aren't many, they are actually sufficient for many Skirmish rule systems.
However, I have to say that these rule systems - I have two to three, e.g. SPQR - have somehow not been able to motivate me to play this era. I can plunder German villages even in the Dark Age.
So I can't tell you much about the rules and the fun that goes with them.
But when I show figures, I also like to write about the epoch. Therefore today there is something about my ever, ever, ever favorite statesman in world history, about "Emperor Augustus".
Have fun.
 
 
 
 
There are moments in world history that I would like to stop by as a time traveler.
One of these moments took place on January 13, 27 BC. .
Then the young Gaius Julius Caesar, whom most of the people still called Octavian at that time - he was Caesar's adoptive son –spoke to the Senate. He declared the state of emergency of the civil war as ended and returned officially the power in the state to the Senate.
Res publica restituta.
There must have been some senators who opened their mouths.
Others will have changed color briefly.
Still others will have started to wonder what that means for them now.
Some will have been afraid of their new responsibilities, others smelled the morning air and saw future offices approaching them.
Still others did not show their deep knowledge, but they knew exactly what Octavian intended, because they had been informed in advance.
If there had been church bells in their present form back then, they would have rung at that moment. The bells of Rome. Everyone would have sounded !!
The people would then have run into the street and would have been happy.
Or maybe they would have been unsettled.
Just as unsettled as most of the senators who sat there in the Curia.
I believe that at the moment Octavian announced his message, a brief clearing of throats could be heard in the room, but this was followed by a deathly silence.
Octavian left the lectern, and apart from the slight clatter of his sandals on the floor of the Senate Chamber, nothing was heard as he left the building.
Only afterwards, when the victor of the civil war, the adopted son of the divine Julius, had left the room, did the discussion begin; and this was of course…. controlled and prepared in advance.
Octavian got a new name just 3 days later.
No position, because he didn't need it, even though he had officially returned power to the Senate.
Octavian was still consul. Like many years before, and like a few years later.
With that he still had enough power to remain the shaper of the state.
As consul he was the highest magistrate. With a colleague at his side, of course, but at that time this person was no longer a real colleague or even an opponent. Because Octavian's nimbus was already too big. On the other hand, no one else came up against it.
On January 16, three days after the Senate meeting, the nimbus was given a name.
Octavian became Augustus.
A title that brought him in connection with the augurs, the seers of ancient Rome, raised him in such a way that he came close to the divine, and thus already stood above all other living colleagues and fellow citizens.
He was now the sublime. His aura was elevated. His authority, his auctoritas, brought to a special level that many could not yet grasp.
He referred to himself as Princeps, the first among equals, and this self-image led to his rule, and that of the subsequent emperors up to the rule of Diocletian, being commonly referred to as a principate.
The act of January 13th, 27th BC, which of course was prepared, and what now followed, makes Augustus in my eyes the GREATEST STATESMAN who has ever walked this planet.
If anyone deserves this title, it's Augustus.
VIVAT IMPERATOR, that's just what I'm saying.
What starts at the beginning of January 27 was a revolution.
A revolution that basically completely turned a state inside out, but only a few noticed that and everyone accepted it.
Augustus was the inventor of the win-win principle. No question.
How he initiated this revolution is what he described to us very nicely:
“As under the consuls Marcus Vinicius and Quintus Lucretius [19 BC] and later under Publius Lentulus and Gnaeus Lentulus [18 BC] and for the third time under Paullus Fabius Maximus and Quintus Tubero [11 BC] the Senate and the Roman people unanimously proposed that I should be appointed as an individual with the highest authority to be the guardian of law and custom, any more than I have accepted any other office offered to me that violated the customs and traditions of my ancestors. .... In my sixth and seventh consulates, after I had extinguished the flames of the civil wars and, with the unanimous consent of the entire population, came into possession of the state's omnipotence, I gave the community back from my authority to the discretion of the Senate and the Roman people. For this merit of mine I was given the name Augustus by resolution of the Senate. The doorposts of my house were adorned with laurel by government decree, and a civic wreath was placed over my gate. A golden shield was erected in Julia Curia, which the Senate and the Roman people have consecrated to me because of my bravery and gentleness, my justice and devotion, as the inscription on this shield testifies. Since that time I have surpassed all the others in authority, but I had no more official authority than the others whom I also had as colleagues in office (Res Gestae Chapters 6 and 34) "
Do you know what the bad thing is. What the old emperor writes in his Res Gestae, his report of accounts, is simply true.
It's so awesome that I just have to tell how it came about.
The young Octavian basically appeared at the moment when his great-uncle and adoptive father Gaius Julius Caesar was murdered on March 15, 44 BC..
The will revealed him as the heir, this unknown 19-year-old boy.
Octavian managed to “buy” a following by skillfully using funds from the will. Veterans and legionaries stood behind him because of this, and also because of the fact that he was the heir of their revered leader. Even then, he gained immaterial acceptance because he benefited from the nimbus of the murdered dictator.
However, the supporters of the Caesarians were still divided, because Marcus Antonius was also able to stand as sub-commander of Caesar and consul in 44 BC. secure an appropriate position.
This initially led to conflicts between the two men.
Octavian became a senator, and received from the Senate a propratory command and the rank of consular, but without being a consul.
This course of events seems to have shaped him for the rest of his life.
Here's what he realized: You don't necessarily have to be in the position. But the power that this office holds is what matters.
In 43 BC, after initial opposition (battles at Forum Gallorum and Mutina), he allied himself with Caesar's confidante, Marcus Antonius, who at that time was still the official leader of the Caesarians. Both men took a third person on board, the former cavalry leader of Caesar, Marcus Aemilius Lepidus.
The men's union, whose official aim was to avenge the death of Caesar, was the so-called second triumvirate.
The revenge also reached alleged accomplices of the murder. Proscriptions were announced. Like in the days of the dictator Sulla. 300 senators and 2,000 knights were murdered on the orders of the triumvirs and their property confiscated.
Of course there were excesses there too. Political opponents were put out of the way.
The mainspring for Octavian was revenge. In addition, the belief that the confiscated property would provide money that was urgently needed to finance a campaign against the Caesar murderers.
Of course, this procedure was not legal by our current standards. But the motive of vengeance was enough to justify Octavian from the proscriptions. It was so important for him that in his Res Gestae he placed this fact in Chapter 2 right at the beginning of his life report:
“I drove those who murdered my father into exile and avenged their crimes through legal prosecution. And when they then started war against the state, I defeated them in a double field battle. "
After this success against the murderers of Caesar, the three men shared areas of interest. The main roles were played by Octavian and Marcus Antonius. Lepidus was the extra in the game.
Octavian made sure to get the western part of the republic and thus also Rome. He was thus close to the institutions, in the center of the city, the power, the self-image of the Romans. His reputation and position became even stronger as he defeated Sextus Pompeius, the last power factor with military force outside of the triumvirate, and also eliminated Lepidus. Lepidus kept his post as Pontifex Maximus but no longer came into play as a military power factor.
So while Octavian moved in the circle of thoughts of the old Roman understanding of the state, Mark Antony followed in the footsteps of Pompey and Caesar.
He alienated himself from the Roman center in the same way that Octavian approached it.
When Mark Antony, whether driven by the feeling of his loins or out of real political conviction, is still controversial today, transferred part of Roman territory to his beloved Cleopatra, the Egyptian ruler, it was an unbelievable affront in the understanding of the Romans.
At this moment, Octavian did not shy away from breaking the law. He had obtained the will from the temple of Vesta, an absurdity, and read Antony's iniquity in public.
The Senate and the people of Rome were shocked.
Octavian now received the order of the Senate to reverse this injustice, and in this context something happened that had an extreme influence on his further life, the events of January 27 and also his legal position afterwards.
Antonius was stripped of his offices, Cleopatra declared an official public enemy ... and Octavian ???
He was proclaimed dux Italiae and the entire West had to swear allegiance to him.
The latter must not be overlooked.
It simply means that Octavian became the legitimate executor of the will of the people AND, above all, that the entire West entered into a clientele relationship with him through this oath.
Today it is difficult to grasp what such a thing means.
This oath committed the entire population to a patronage relationship and the patron, i.e. Octavian, got a status that raised him above all others.
This increase in status, due to the oath of the Roman population, is the basis and the most important first building block for the formation of the principle.
Antony and Cleopatra were defeated, committed suicide, and Octavian was left victorious.
Now we are back in January 27 BC.
Octavian had "returned" power, but his auctoritas continued to exist, indeed it was expanded.
Now he was Augustus.
In addition, in the first session of the Senate, he was given a higher level of authority in the form of an empire proconsulare. Thus he also remained commander in chief and the SOLE patron of the army clientele, because the legions were in the defined provinces of his own sphere of influence (later imperial provinces).
The Senate received the other provinces, a regulated course honorem with the corresponding offices up to the consulate, more legislative competence ... and was happy.
Not least because the time of proscriptions was over.
On July 1, 23 BC. Augustus then renounced his regular consul post. Instead, he was given the power of the Trubunite, not the office.
He was thus able to convene senate and people's assemblies, propose laws, veto Senate and people's resolutions, and forbid magistrates up to and including consul to act. In addition, there were some consular rights that the tribune did not have, such as an honor guard with lictors.
With the imperium proconsulare and the tribunicia potestas, Augustus had everything he needed to rule. Through this he had the power, the Potestas, and in addition there was his authority, the Auctoritas, as the adopted son of the divine Julius, through the oath of the West, through everything connected with the honorary name Augustus.
In addition, after the death of Lepidus he took over the office of Pontifex Maximus and ten years later he was also given the title of Pater Patriae.
Augustus had created an aura around himself that a potential opponent could no longer break. At the end of his life it was no longer an aura, but the description of power in a very special sense. The honor formerly intended for one person became part of the imperial title. It became formal.
His successors already had the titles and honors bestowed on Augustus as part of his name, for example: Tiberius Caesar Divi Augusti filius Augustus, Pontifex maximus, Tribunicia potestate XXXVIII, Imperator VIII, Consul V.
You can see from Augustus' path in life that he knew how to increase his power in such a way that it was not a problem for most of his contemporaries. All of the relevant target groups at the time were satisfied. A truly golden age.
The system that he created survived for centuries and was institutionalized. The principate was chosen and defined as a form of rule.
Augustus himself obviously had more than just intellectual skills. He also had an emotional intelligence that was paramount.
So, in my opinion, he is also the leader par excellence.
It is not for nothing that he introduced the name Caesar as a title and its modification is still used today.
In his honor, a month was renamed, which is still the most beautiful month in most countries today, because this is where vacation time is spent.
So if you're on vacation now, think about the namesake.
Augustus was a great man.
The greatest, if you ask me.
VIVAT IMPERATOR !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!