Sonntag, 10. Juli 2022

Lion Rampant - Neue Einheiten bemalt

Der biblische Kampf zwischen David und Goliath hat sich in allen bekannten Kriegen wiederholt.
Es geht um den Kampf des Schwachen gegen den Überlegenen.
Den Widerstand des Kleinen gegen den Riesen.
Es geht um den Kampf zwischen dem vermeintlich von vornherein Unterlegenen gegen den unbesiegbar erscheinenden Großen.
Nun ist es aber so, dass es schon immer Menschen gab, die nicht das „Unausweichliche“ als Norm akzeptiert haben.
Sie haben sich gewehrt, mit dem, was sie zur Verfügung hatten.
Sie kannten Ihre Unterlegenheit, aber sie wollten nicht aufgeben, nicht kapitulieren, sich nicht den überlegenen Waffen beugen.
Im Mittelalter stehen sich hier symbolisch zwei Gruppen gegenüber.
Die von einem Auftraggeber angeworbenen Söldner und die Zivilisten, in der Regel Bauern und Handwerker, die sich mit den Waffen wehren, die Ihnen gerade zur Verfügung stehen.
Die einen verwenden Hightech Waffen. Im Mittelalter ist dies die Armbrust.


Die anderen klauben das zusammen, was gerade bei der Hand ist.


Sie wehren sich mit Steinen, selbstgebauten Schleudern, mit Handwerkszeug des klassischen Alltags.
Auch meine Mittelalter Armeeliste für Lion Rampant umfasst diese Einheiten.
Da sind zum einen die Armbrustschützen.
Für die damalige Zeit sind sie gut ausgerüstet.
Sie tragen einen Gambeson, stählerne Helme und halten ihre effektive Waffe schussbereit oder ladend in ihren Händen.
Die Armbrust war im Mittelalter eigentlich eine geächtete Waffe.
Heute würde man sagen, es handelte sich um ein Kriegsgeräte dessen Einsatz ein Kriegsverbrechen darstellte.
1139 hatte das Lateranische Konzil den Einsatz der Armbrust in Kämpfen zwischen Christen verboten.
Reichweite und Durchschlagskraft erschreckten, die Verwendung der Waffe wurde nebenbei auch mit dem geltenden Ehrenkodex als unritterlich definiert.
Der Einsatz gegen „Heiden“, insbesondere gegen arabisch-islamische Gegner, war aber erlaubt.
Diese Unterscheidung entsprach der geltenden Norm, dem grundsätzlichen Weltbild, egal wie schockierend dies auch für uns heutzutage ist.
Nun war es aber auch nicht so, dass es bei dieser einen „Einschränkung“ blieb.
Da wo es passte, vergaß man einfach die Regel des Konzils.
Die Armbrust wurde weiterhin allgemein eingesetzt. Eines der berühmtesten Opfer war der englische König Richard Löwenherz.
Es ist somit nicht nur heute so, dass geächtete Waffen nicht vom Schlachtfeld verschwinden.
Es gab und gibt in der Geschichte IMMER, IRGENDWO, EINEN, der auf die Regeln pfeift und Verträge oder Konventionen missachtet.
Ist eine Waffe existent, kann man sie auch einsetzen.
Eventuell vorhandene Skrupel wurden da in der Geschichte leider sehr häufig „erfolgreich“ überwunden.
Gut, wenn der Gegner auf solche „Regelverstöße“ vorbereitet ist, und nicht überrascht wird.
Dass die Armbrust nicht als Massenwaffe, im Stil der Muskete, in den Heeren des Mittelalters auftauchte, liegt an ihren Mängeln: Im Vergleich zum Bogen war sie schwerer zu laden, unhandlicher und hatte ein viel größeres Gewicht, das die Verwendung der Waffe in der offenen Feldschlacht erschwerte. Wurde die Sehne nass, war die Armbrust quasi unbrauchbar.
Die Schlacht bei Crecy liefert da ein schönes Beispiel.
Der Einsatz genuesischer Söldner, die mit Armbrüsten bewaffnet waren, fiel damals sprichwörtlich ins Wasser. Der Regen weichte die Sehne derart auf, dass die Reichweite der Waffe „verwässert“ wurde.
Die mechanischen Nachteile der Armbrust konnten im Spätmittelalter verbessert werden, weil am Lademechanismus gearbeitet wurde.
Spanngurte, sogar aufwändige Kurbelsysteme wurden eingesetzt.
Dies hatte zur Folge, dass der Bogen der Armbrust optimiert werden konnte, was eine stärkere Zugkraft ergab, und so auch die Reichweite des abgeschossenen Bolzens erhöhte.
Die Waffe wurde also im Laufe ihres Kriegseinsatzes immer mehr optimiert.
Auch Ihr taktischer Einsatz auf dem Schlachtfeld wurde verbessert.
Dem Armbrustschützen wurden große Schilde – Pavesen – mitgegeben, hinter denen sich der Schütze beim Laden verstecken konnte.
Manche Armbrusteinheiten gaben dem eigentlichen Schützen noch einen Infanteristen zur Seite, der bei einem Angriff die Funktion eines „Leibwächters“ einnehmen konnte.
Die Armbrust ist DIE Waffe, die im Mittelalter zahlreichen Veränderungen, im Sinne von Verbesserungen, unterworfen war.
Sie ist somit tatsächlich so etwas wie die „Hightech“ Infanteriewaffe des Mittelalters, wenn auch der Einsatz des Bogens weitaus häufiger vorkam.



Dem professionellen Armbrustschützen stehen wie bereits eingangs erwähnt die Zivilisten gegenüber.
Beim unrechtmäßigen Angriff auf ein Dorf verteidigten sie sich so gut es ging.
Dabei kamen Standardwaffen zum Einsatz.
Viele Bauern nutzten Bögen. Sie waren in deren Einsatz geübt.



In England wurde das Bogenschießen ein Teil des Lebens, so etwas wie ein Volkssport. Deshalb ist der Einsatz der zahlreichen Langbogenschützen in englischen Armeen leicht erklärbar.
In mittelalterlichen Staaten, die die Jagd des normalen Volks einschränkten, ließ die Fähigkeit des Umgangs mit der Waffe nach. Es gab hier zwar auch Bogenschützen, aber sie waren bei weitem nicht so professionell wie die englischen Pendants.
Improvisierte Schleudern, eben die Waffe Davids aus der Bibel, wurden gerne genutzt.



Man war mit deren Umgang vertraut, denn auch diese wurden häufig zur Jagd auf Kleinwild genutzt.
Gleiches gilt für Wurfspeere.
Dass „Javelins“ (engl. für Wurfspeer) übles anrichten können, vor allem wenn sie von oben auf den Gegner herabfallen, ist nicht nur seit der Moderne bekannt.



Wenn denn aber gar nichts zur Hand war, konnte man auch einfach auf Steine zurückgreifen.
Sie sehen, das machen auch einige meiner Miniaturen.
Im Ernstfall unterstützten natürlich auch die Frauen die Kämpfer.



Deshalb habe ich in meiner Truppe auch bewusst vier Frauen mit Dreschflegeln und improvisierten Keulen, die mit diesen Waffen an der Seite der Männer in den Kampf eingreifen.
Ob diese mutigen Kämpfer das gegnerische Feuer der professionellen Armbrustschützen unterlaufen können, wird sich in Zukunft zeigen.
Vielleicht können sie ja den Aggressoren und Söldnern die Stirn bieten.
Denn wenn sie in den Nahkampf kommen, dann sind auch sie sehr gefährlich.
Todesangst, Mut, der Kampf um das eigene Heim, um Hab und Gut können da einiges bewirken.
Manchmal mehr als Sold und Lügen, was ja bekanntermaßen die gekauften Söldner motivieren soll.
 
 
 
The biblical fight between David and Goliath has been repeated in all known wars.
It's about the fight of the weak against the stronger.
The resistance of the small against the giant.
It's about the fight between the supposedly inferior from the outset against the seemingly invincible great.
The fact of the matter is that there have always been people who have not accepted the "inevitable" as the norm.
They fought back with what they had.
They knew their inferiority, but they didn't want to give up, they didn't want to capitulate, they didn't want to bow to superior weapons.
In the Middle Ages, two groups symbolically face each other here.
The mercenaries hired by a client and the civilians, usually farmers and craftsmen, who fight back with whatever weapons are at their disposal.
The first group uses high-tech weapons.
In the Middle Ages, this is the crossbow.
The other group collect whatever is at hand.
They defend themselves with stones, self-made slingshots, with traditional everyday tools.
My medieval army list for Lion Rampant also includes these units.
First, there are the crossbowmen.
They are well equipped for that time.
They wear a gambeson, steel helmets and hold their effective weapon in their hands, ready to fire or loaded.
The crossbow was actually a banned weapon in the Middle Ages.
Today one would say that it was a piece of war equipment whose use constituted a war crime.
In 1139, the Lateran Council banned the use of the crossbow in combat between Christians.
The range and penetrating power were frightening, and the use of the weapon was also defined as unchivalrous by the applicable code of honour.
However, it was allowed to be used against "heathens", especially against Arab-Islamic opponents.
This distinction was the norm, the basic worldview, no matter how shocking it is for us today.
However, it was not the case that this one “restriction” remained.
Where appropriate, the Rule of the Council was simply forgotten.
The crossbow continued to be in common use. One of the most famous victims was the English king Richard the Lionheart.
So it's not just today that banned weapons don't disappear from the battlefield.
There was and is ALWAYS, SOMEWHERE, in history ONE who flouts the rules and disregards treaties or conventions.
If a weapon exists, you can also use it.
Unfortunately, any existing scruples were very often "successfully" overcome in history.
It's good if the opponent is prepared for such "rule violations" and if he is not surprised.
The fact that the crossbow did not appear as a mass weapon, in the style of the musket, in the armies of the Middle Ages is due to its shortcomings: compared to the bow, it was heavier to load, more unwieldy and had a much greater weight, which made the use of the weapon in the open Field difficult. If the string got wet, the crossbow was practically unusable.
The Battle of Crecy provides a fine example.
The deployment of Genoese mercenaries armed with crossbows literally fell through at the time. The rain soaked the string, "watering down" the weapon's range.
The mechanical disadvantages of the crossbow could be improved in the late Middle Ages because the loading mechanism was worked on.
Tension belts, even complex crank systems were used.
As a result, the bow of the crossbow could be optimized, giving it more pulling power and thus increasing the range of the bolt fired.
The weapon was thus optimized more and more in the course of its use in the war.
Its tactical use on the battlefield has also been improved.
The crossbowmen were given large shields - paves - behind which the shooter could hide when loading.
Some crossbow units provided the actual shooter with an infantryman who could act as a "bodyguard" in the event of an attack.
The crossbow is THE weapon that was subject to numerous changes in the sense of improvements in the Middle Ages.
It is therefore actually something like the "high-tech" infantry weapon of the Middle Ages, even if the use of the bow was far more common.
As already mentioned, the professional crossbowmen are opposed to the civilians.
When a village was unlawfully attacked, they defended themselves as best they could.
Standard weapons were used.
Many farmers used bows. They were trained on this weapon.
In England, archery became a part of life, something of a national sport. Therefore, the use of the numerous longbowmen in English armies is easy to explain.
In medieval states that restricted the hunting of common people, the ability to use weapons declined. There were archers here, too, but they weren't nearly as professional as their English counterparts.
Improvised slingshots, David's weapon from the Bible, were popular.
People were familiar with how to deal with them, because they were also often used to hunt small game.
The same applies to javelins.
That "javelins" can do bad things, especially if they fall down on the opponent from above, has not only been known since modern times.
But if nothing was at hand, you could simply fall back on stones.
You see, some of my miniatures do that too.
In an emergency, of course, the women also supported the fighters.
That's why I deliberately have four women in my troop with flails and improvised clubs who join the fight with these weapons alongside the men.
Whether these brave fighters can undermine the enemy's fire from professional crossbowmen remains to be seen.
Maybe they can stand up to the aggressors and mercenaries.
Because if they come into close combat, then they are also very dangerous.
Fear of death, courage, the fight for one's own home, for belongings can make a difference.
Sometimes more than pay and lies, which is known to motivate the hired mercenaries.

Sonntag, 3. Juli 2022

Culp's Hill - Gettysburg 2./3. July 1863

Gettysburg, 2. Juli 1863. Der zweite Tag der Schlacht.
Ein Regiment steht an der äußersten Flanke der Unionslinie.
Auf einem Hügel.
Verschanzt hinter Brustwehren, die der Kommandeur der Brigade anzulegen befohlen hatte.
Die Konföderierten versuchen an dieser Stelle die Line zu umgehen, dem Regiment in die Flanken und in den Rücken zu kommen.
Um das zu erreichen, müssen sie den Hügel hoch. Koste es was es wolle.
Sie arbeiten sich durch schwieriges Gelände. Felsgestein liegt in diesem Gebiet, was den Anmarsch erschwert.
Der Kampf dauert Stunden. Stunden, in denen die Konföderierten gegen eine Stellung laufen, zurückgetrieben werden, wieder angreifen.
Die Situation spitzt sich zu. Langsam wird die Munition knapp.
Dann tragen Teile des Nordstaatenregiments einen Bajonettangriff vor.
Am Ende kann die Truppe die Stellung behaupten.
Ihr Kommandeur hat mit Bravour die Aufgabe erfüllt.













Sein Name ….
David Ireland.


Das Regiment…
Das 137th New York Infantry Regiment.
Der Hügel…
Culp’s Hill.



Sind Sie verwirrt??
Haben Sie etwas anderes erwartet?
Ich denke ja.
Denn auch ich bin erst durch einen Youtube Beitrag auf diese Aktion aufmerksam geworden.
Dabei dachte ich immer, dass ich schon ziemlich tief im Thema Gettysburg stecke.
Jedenfalls für einen Deutschen.
Ich denke, dass viele Leser aus den Vereinigten Staaten diese Episode kennen; hier ist das Thema des Amerikanischen Bürgerkriegs natürlich viel populärer. Da gibt es viele Menschen, die sich tiefer mit dem Gesamtverlauf der Schlacht auseinandersetzen.
Für viele Europäer war sicherlich der Film Gettysburg prägend. In diesem Film finden die Kämpfe im Norden des „Angelhakens“ (die Front der Unionstruppen bei Gettysburg ähnelt in ihrer Form einem Angelhaken) am zweiten Tag keine wirkliche Erwähnung. Die Kämpfe bei Devils Den und am Little Round Top sind da der Höhepunkt der Filmdramaturgie.


Bilder schaffen aber Erinnerungen; und Culp’s Hill gehört da leider nicht dazu.
Culp’s Hill.
Eine Hügelgruppe, deren Name symbolhaft für eine der verpassten Chancen der Konföderation bei Gettysburg steht.
Am ersten Schlachttag hatte der Kommandierende an diesem Flügel, General Ewell, den Zeitpunkt verpasst nicht nur den Cemetry Hill, sondern auch Culp’s Hill zu besetzen.
Sicherlich lag dies auch an den unklaren Befehlen des Oberkommandierenden der Army of Northern Virginia, General Robert E. Lee.
Dieser hatte Ewell zwar den Befehl gegeben die von der Union noch spärlich besetzten Höhen zu nehmen, hatte aber die Bewertung der Machbarkeit dieses Befehls leider seinem Untergebenen überlassen:
„If practicable“, so hieß die Order und Ewell entschied, dass ein massiver Angriff auf den Cemetry Hill und auf Culp’s Hill am Abend des 1. Juli 1863 NICHT praktikabel war.
Die vor den konföderierten Truppen aus Gettysburg zurückweichenden Unionssoldaten hielten somit die Hügel besetzt und im Laufe des Abends trafen dann auch die Verstärkungen der Potomac Armee ein.
Am Culp’s Hill war dies das XII. Corps unter Befehl von Major General Henry W. Slocum.
Einem seiner Generäle gebührt besonderen Dank an dieser Stelle.
Brigadier General George S. Greene, mit 62 Jahren der älteste General der Union auf dem Schlachtfeld, war im Zivilleben Bauingenieur.


Aufgrund seines Vorschlages wurde der Hügel mit improvisierten Verteidigungswerken ausgebaut. Bäume wurden gefällt, Felsbrocken und Steine – von denen es an dieser Stelle des Schlachtfeldes genügend gab - in Position gebracht.
Hinter diesen verschanzte sich dann auch seine 3. Brigade.





Am 2. Juli standen am nordöstlichen Punkt des Angelhakens die Truppen des I. und des XII. Korps und erwarteten den Feind.
Gerade die rechte Flanke schien ausreichend geschützt.
Das XII. Korps stand hinter Brustwehren.
In der ersten Linie, die sich bis zu Spangler’s Spring, einer Wasserquelle etwas südlich vom Lower Culp’s Hill, erstreckte, sicherten 14 Regimenter mit Front nach Osten. Von hier weiter südlich bis McAllister’s Woods nochmals 5 Regimenter.
10 weitere Regimenter des XII. Korps standen sogar noch zur Unterstützung in der zweiten Reihe.
Auf der Seite der Konföderierten hatte General Lee an diesem Tag den Angriff auf den Südflügel der Union befohlen.
Gleichzeitig sollte Ewell einen Angriff am Nordflügel starten. Dieser sollte jedoch als Ablenkungsangriff erfolgen, im Falle der Möglichkeit allerdings zu einem Großangriff erweitert werden.
Wer die Entscheidung Ewells vom Vortag noch in Erinnerung hat, wird sich nicht weiter wundern, dass Ewell auch diesen Befehl eher defensiv interpretierte.
Gegen 16 Uhr, als er die Kanonen im Süden donnern hörte – Longstreet hatte dort seinen Generalangriff ebenfalls sehr spät aufgenommen – eröffnete Ewell das Feuer.
3 Stunden beschoss seine Artillerie die feindlichen Linien, ohne jedoch größeren Schaden anzurichten.
Etwas völlig anderes bedrohte die nordöstliche Flanke weitaus mehr.
General Meade, der Oberkommandierende der Army of the Potomac, sah sich aufgrund des Angriffs im Süden dazu veranlasst, dass XII. Korps an den bedrohten Kampfabschnitt in Höhe der Round Tops zu verlagern.
Zurück blieb vom XII. Korps nur die 3. Brigade unter General Greene, von Nord nach Süd betrachtet die folgenden Regimenter:
76 NY, 95 NY, 56 PA, 60 NY, 102 NY, 148 NY und am äußersten Ende das 137th NY.
Also 7 Regimenter anstatt der 29 Regimenter, die hier zuvor gestanden hatten!!!!


Greene musste dem Obersten des 137. Regiment, David Ireland, sogar die Order erteilen seine Linie zu verlängern, weil diese jetzt zu schwach besetzt war.
Die Konföderierten hatten wohl wegen mangelnder Aufklärung die Veränderungen an ihrem Abschnitt nicht erkannt.
Betrachtet man die Angriffsrichtung der Konföderierten versteht man nicht wirklich, warum diese in einem Frontalangriff auf eine befestigte Stellung zuliefen, um diese zu erobern. Man hätte ohne größere Probleme die Stellungen weiträumig umgehen können, und wäre somit sogar auf den Baltimore Pike, die Hauptnachschubstraße der Army of the Potomac, gestoßen.
Dann wäre man auch gleichzeitig hinter der Linie der Union aufgetaucht und hätte von hier im Grunde überall an der Front eine Bedrohung aufbauen können.
Egal wie.
Diese Umgehung wurde nicht versucht und deshalb waren jetzt Ireland und sein Regiment, das 137th New York, am meisten gefährdet.
Um 19 Uhr, kurz vor der Dämmerung, entschied sich Ewell dazu den Angriffsbefehl zu erteilen.
3 Brigaden der Konföderierten setzten sich in Marsch.


Es handelte sich um die Einheiten von Johnson’s Division, 2nd Corps.
Im Norden, also dem rechten Flügel der Angriffslinie stand die Brigade Jones.
In der ersten Linie folgende Regimenter (auch hier wieder von Nord nach Süd).
50 VA, 42 VA, 48 VA. In der zweiten Linie: 21 VA, 44 VA.
In der Mitte der Angriffslinie die Brigade Williams.
1 LA, 2 LA, 10 LA in der ersten Linie, 14 LA und 15 LA in der zweiten.
Die dritte Brigade, also die, die sich auf das 137. NY Regiment der Union zubewegte, war die Brigade Steuart.
3 NC und ein Bataillon des 1 MD Regiment schlossen direkt an die Brigade Williams an, während die restlichen Regimenter Steuart’s – 1 NC, 37 VA, 23 VA und 10 VA - leicht zurückhängend positioniert wurden, um einen Angriff auf die Flanke der Union zu führen.
6 Regimenter zielten auf eines.
Ireland’s Plänkler, die vor der Front positioniert worden waren, zogen sich auf die Hauptkampflinie zurück.
Als dann die Konföderierten auf die Linie der Union stießen, kam es zu einem mörderischen Schusswechsel.





Nachdem dieser schon eine halbe Stunde angedauert hatte, bemerkte Ireland, wie Einheiten der Rebellen versuchten, um seine Flanke zu schwenken.
Ireland gab der A - Kompanie auf seinem rechten Flügel den Befehl einzuschwenken und einen rechten Winkel zur Frontlinie zu bilden, um die Umgehung zu verhindern.
Die Einheiten hielten Stand.
Das I. Korps schickte das 71 PA von Spangler’s Farm kommend in Richtung Ireland, um dessen schwache rechte Flanke zu entlasten.
Das Regiment aus Pennsylvania kam direkt unter schweres Feuer als es sich dem 137th näherte.
Aber im Gegensatz zu Ireland und dem 137th hielt dieses Regiment dem anhaltenden Feuer nicht Stand.
Der kommandierende Oberst gab seiner Einheit den Befehl sich wieder zurückzuziehen.
Ein Stabsoffizier General Greene’s, Captain Charles Horton, der den Rückzug noch verhindern wollte, bekam von diesem Kommandeur nur den Satz entgegengeschleudert, „ich lasse mir meine Männer nicht hinschlachten!“
Spätere Untersuchungen ergaben allerdings, dass die Verlustrate des Regiments zu diesem Zeitpunkt 14 Mann betrug.
Jetzt standen die 137th wieder allein im Feuer an diesem rechten Flügel.
Aber nicht nur das.
Durch den Rückzug der Pennsylvanier gelangten jetzt auch Einheiten der Konföderierten in den Rücken des 137th.
Ireland reagierte aber auch hier.
Er ließ erneut umgruppieren, und jetzt bildete seine Einheit quasi ein U, um dem Gegner in der Front, an der Flanke und im Rücken zu begegnen.
Ireland positionierte dabei seine Soldaten erneut hinter Brustwehren und in einem Graben (als „traverse“ in vielen Schlachtplänen eingezeichnet), die rückwärtig vorbereitet worden waren.
Captain Joseph Gregg, einer der Unterführer Ireland’s, attackierte mit seinen Leuten die angreifenden Konföderierten wegen Mangels an Munition mit aufgepflanztem Bajonett, um den Rückzug des Regiments zu gewährleisten.







Dieser Angriff Gregg’s, der dabei sein Leben verlor, verschaffte dem Regiment die Luft, um die neuen Positionen zu besetzen, und in diesen neu bezogenen Stellungen hielt das Regiment jetzt aus, bis in der Nacht Verstärkungen eintrafen.
Gegen 23 Uhr wurden die Angriffe eingestellt, weil die Gegner sich nicht mehr erkannten. Es war bereits zu „friendly fire“ zwischen verschiedenen Einheiten gekommen.
Die Männer konnten nur einen kurzen, unruhigen Schlaf finden.
Bereits um vier Uhr in der Früh griffen die Konföderierten erneut an.
Ireland hatte mittlerweile sein Regiment wieder Front nach Osten bilden lassen, weil in der Nacht Verstärkungen eingetroffen waren.
Die Linie der Union war hier stabilisiert worden, und jetzt standen wieder 7 Regimenter an der rechten Flanke der 137er.
Auch im Südosten, bei Spangler’s Spring, waren die Regimenter des XII. Korps wieder auf die alten Stellungen vorgerückt, die sie am 2. Juli verlassen hatten.
Diese waren allerdings mittlerweile von den Konföderierten besetzt, und so sahen sich die Unionstruppen jetzt hier in der Rolle des Angreifers.
Das 137th stand mittlerweile zwei weitere Stunden unter Feuer und behauptete seine Stellung.
Als die Munition immer knapper wurde, übernahm das 29th Ohio Regiment den Frontabschnitt des 137.
Die Verluste des 137. in den Kämpfen des 2. und 3. Juli waren die höchsten in der gesamten 3. Brigade. 30% Gesamtverluste mit 40 Toten, 87 Verwundeten und 10 vermissten Männern.
 


Die Parallelität der Ereignisse am Culp’s Hill und am Little Round Top sind erschreckend.
Letztere Aktion ist bekannter, weil Colonel Ireland noch im Krieg an einer Verletzung erlag, und er somit auch nicht mehr in der Lage war seine eigene Geschichte zu erzählen.
Es ist jedoch so, dass sein Name im gleichen Atemzug genannt werden müsste, wie der Name Joshua Chamberlain’s, und die Leistung des 137th NY Regiment auch im gleichen Atemzug wie diejenige des 20th Maine.
Am Culp’s Hill findet der heutige Besucher eine Statue General Greene’s, und auch Erinnerungsstelen der Regimenter.
Ein Standbild David Ireland’s gibt es allerdings nach meinen Recherchen nicht.
Es wäre schön, wenn dies geändert werden würde, denn bis dahin wird Ireland wohl einer der „vergessenen Helden“ des Bürgerkriegs bleiben.
 
 
Gettysburg, July 2, 1863. The second day of the battle.
A regiment stands on the extreme flank of the Union line.
On a hill.
Entrenched behind parapets that the commander of the brigade had ordered to be erected.
At this point the Confederates try to bypass the line, to get the regiment in the flanks and in the rear.
To do that you have to go up the hill. Cost what it may.
You work your way through difficult terrain. Rocks lie in this area, which makes the approach difficult.
The fight lasts for hours. Hours in which the Confederates run against a position, are driven back, attack again.
The situation is coming to a head. I'm slowly running out of ammunition.
Parts of the regiment then carry out a bayonet attack.
In the end, the Union regiment can maintain its position.
His commander did the job with flying colors.
His name ….
David Ireland.
The regiment ...
The 137th New York Infantry Regiment.
The hill…
Culp’s Hill.
Are you confused?
Did you expect something else?
I think so.
Because I also only became aware of this campaign through a YouTube post.
I always thought that I was pretty deeply involved in Gettysburg.
At least for a German.
I think many readers from the United States are familiar with this episode; here, of course, the theme of the American Civil War is much more popular. There are many people who delve deeper into the overall course of the battle.
For many Europeans, the film Gettysburg was certainly formative. In this film, the fighting in the north of the "fishhook" (the front of the Union troops at Gettysburg resembles a fishhook) on the second day is not really mentioned. The fights at Devils Den and the Little Round Top are the climax of the film dramaturgy.
But pictures create memories; and Culp’s Hill is unfortunately not one of them.
Culp’s Hill.
A group of hills, the name of which is symbolic of one of the Confederation's missed opportunities at Gettysburg.
On the first day of the battle, the commanding officer on this wing, General Ewell, missed the time to occupy not only Cemetry Hill but also Culp’s Hill.
Certainly this was also due to the vague orders of the Commander-in-Chief of the Army of Northern Virginia, General Robert E. Lee.
Although he had given Ewell the order to take the heights, which were still sparsely occupied by the Union, he had unfortunately left the assessment of the feasibility of this order to his subordinate:
"If practicable," was the name of the order and Ewell decided that a massive attack on Cemetry Hill and Culp’s Hill on the evening of July 1, 1863 was NOT feasible.
The Union soldiers retreating from Gettysburg in front of the Confederate troops thus kept the hills occupied and in the course of the evening the reinforcements of the Potomac Army arrived.
On Culp’s Hill this was the XII. Corps under the command of Major General Henry W. Slocum.
Special thanks go to one of his generals at this point.
Brigadier General George S. Greene, the Union’s oldest general on the battlefield at 62, was a civil engineer.
Based on his proposal, improvised defenses were added to the hill. Trees were felled, boulders and stones - of which there were enough at this point on the battlefield - were brought into position.
His 3rd Brigade then holed up behind these.
On July 2, the troops of the I. and XII. Corps and awaited the enemy.
The right flank in particular seemed adequately protected.
The XII. Corps stood behind parapets.
In the first line, which stretched as far as Spangler’s Spring, a water source a little south of Lower Culp’s Hill, 14 regiments with a front to the east secured. From here further south to McAllister’s Woods another 5 regiments.
10 more regiments of the XII. Corps even stood in the second row for support.
On the Confederate side, General Lee had ordered the attack on the southern wing of the Union that day.
At the same time, Ewell was to launch an attack on the north wing. However, this should be done as a diversionary attack, but if possible it should be expanded to a major attack.
Anyone who still remembers Ewell's decision from the previous day will not be surprised that Ewell interpreted this order rather defensively.
Around 4 p.m., when he heard the cannons thunder in the south - Longstreet had also started its general attack very late there - Ewell opened fire.
His artillery bombarded enemy lines for 3 hours without causing any major damage.
Something completely different threatened the northeast flank far more.
General Meade, the commander-in-chief of the Army of the Potomac, saw himself induced by the attack in the south that XII. Corps to relocate to the threatened combat section at the height of the Round Tops.
Remained from the XII. Corps only the 3rd Brigade under General Greene.
The following regiments were now standing on the eastern section of the front from north to south:
76 NY, 95 NY, 56 PA, 60 NY, 102 NY, 148 NY and at the very end the 137th NY.
So 7 regiments instead of the 29 regiments that were here before !!!!
Greene even had to order the Colonel of the 137th Regiment, David Ireland, to extend his line because it was now too weakly manned.
The Confederates had probably not recognized the changes to their section due to a lack of education.
Looking at the direction of attack by the Confederates, one does not really understand why they attacked a fortified position in a frontal attack in order to conquer it. One could have bypassed the positions widely without major problems, and would have even stumbled upon the Baltimore Pike, the main supply route for the Army of the Potomac.
Then you would have emerged from behind the Union's line at the same time and from here you could basically have built up a threat everywhere on the front.
No matter how.
Most at risk now were Ireland and its regiment, the 137th New York.
At 7 p.m., just before dawn, Ewell decided to give the order to attack.
3 Confederate brigades marched off.
The units in question were Johnson’s Division, 2nd Corps.
To the north, on the right wing of the line of attack, stood the Jones Brigade.
In the first line the following regiments (again from north to south).
50 VA, 42 VA, 48 VA. In the second line: 21 VA, 44 VA.
In the middle of the line of scrimmage, the Williams Brigade.
1 LA, 2 LA, 10 LA in the first line, 14 LA and 15 LA in the second.
The third brigade, the one moving towards the 137th NY Union Regiment, was the Steuart Brigade.
3 NC and a battalion of the 1 MD regiment directly attached to the Williams Brigade, while the remaining Steuart regiments - 1 NC, 37 VA, 23 VA and 10 VA - were positioned slightly back to lead an attack on the flank of the Union .
6 regiments aimed at one.
Ireland’s skirmishers who had been positioned in front of the front withdrew to the main battle line.
When the Confederates came up against the Union line, a murderous exchange of fire broke out.
After this had lasted half an hour, Ireland noticed rebel units trying to swing its flank.
Ireland gave the order to A Company on its right wing to swing in and form a right angle to the front line to prevent bypassing.
The units held up.
The 1st Corps sent the 71st PA from Spangler’s farm in the direction of Ireland to relieve its weak right flank.
The Pennsylvania regiment came under heavy fire as it approached the 137th.
But unlike Ireland and the 137th, this regiment did not withstand the ongoing fire.
The commanding colonel gave his unit the order to withdraw.
A staff officer of General Greene’s, Captain Charles Horton, who wanted to prevent the withdrawal, only received the sentence from this commander, "I will not let my men slaughter me!"
Later investigations showed, however, that the loss rate of the regiment at this time was "only" 14 men.
Now the 137th were alone again in the fire on that right wing.
But not only that.
With the retreat of the Pennsylvanians, Confederate units now also got into the rear of the 137th.
Ireland responded here too.
He had regrouped again, and now his unit practically formed a U to meet the enemy in the front, on the flank and in the rear.
Ireland positioned its soldiers again behind parapets and in a trench (marked as a "traverse" in many battle plans) that had been prepared at the rear.
Captain Joseph Gregg, one of Ireland’s subordinates, attacked the attacking Confederates with his bayonet because of lack of ammunition in order to ensure the regiment's withdrawal.
This attack by Gregg’s, who lost his life in the process, gave the regiment the air to occupy the new positions, and the regiment held out in these newly occupied positions until reinforcements arrived that night.
At around 11 p.m. the attacks were stopped because the opponents no longer recognized each other. "Friendly fire" had already occurred between different units.
The men could only find a brief, restless sleep.
At four in the morning the Confederates attacked again.
Ireland had meanwhile had its regiment rearranged to the east because reinforcements had arrived during the night.
The Union line had been stabilized here and there were now seven regiments on the right flank of the 137s.
Also in the southeast, at Spangler’s Spring, were the regiments of the XII. Corps advanced again to the old positions which they had left on July 2nd.
However, these were meanwhile occupied by the Confederates, and so the Union troops saw themselves here in the role of the attacker.
The 137th had been on fire for two more hours, holding its position.
As the ammunition became increasingly scarce, the 29th Ohio Regiment took over the front section of the 137th.
The losses of the 137th in the battles of July 2nd and 3rd were the highest in the entire 3rd Brigade. 30% total losses with 40 dead, 87 wounded and 10 missing men.
 
The parallelism of the events on Culp’s Hill and Little Round Top is terrifying.
The latter action is better known because Colonel Ireland died of an injury during the war and he was therefore no longer able to tell his own story.
The fact is that his name should be mentioned in the same breath as Joshua Chamberlain's name, and the performance of the 137th NY Regiment in the same breath as that of the 20th Maine.
Today's visitor will find a statue of General Greene’s on Culp’s Hill, as well as memorial steles of the regiments.
However, according to my research, there is no statue of David Ireland.
It would be nice if this changed because until then Ireland is likely to remain one of the “forgotten heroes” of the Civil War.

Sonntag, 26. Juni 2022

Platoon ToE - Vietnam War

 
„Mein Name ist Peter Miller und Du kennst mich aus verdammt vielen Einsätzen in Vietnam.
NAM!!! Diese verdammte, verregnete, von Mücken geplagte Hölle auf Erden.
Wenn Du mich nicht kennst, dann hast Du etwas verpasst.
Dann solltest Du, bevor Du jetzt weiterliest, erst einmal auf diese Links da unten klicken.
Da erahnst Du dann, was ich und meine Kameraden hier schon alles erdulden mussten, und Du wirst vielleicht auch kapieren, was es heißt ein GI in Vietnam zu sein.

Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Vietnam (Force on Force) - Gimme shelter (thrifles.blogspot.com)





Um es auf den Punkt zu bringen:
Du bist hier in einem gottverdammten Krieg, in den Du gar nicht wolltest.
Du bist umgeben von Gegnern, die Du nicht siehst, oder oftmals nur dann, wenn es bereits zu spät.
Gegner, die sich in Tunneln verkriechen, die über engste Dschungelpfade den Nachschub ins Land bringen und die niemals aufgeben.
Gegner, die Du nicht packen kannst, die Du immer nur suchen und finden sollst.
Gegner, die Du nicht verstehst. Weder die Sprache noch die Denkweise.
Wenn Du unsere Einsatzberichte gelesen hast, bist Du sicherlich der Meinung, dass da das absolute Chaos herrscht.
Einer rennt dahin, der andere dorthin. Überall Schüsse, überall Krach.
Aber glaub mir.
Uncle Sam hat da einen Plan für uns.
Uncle Sam organisiert dieses Chaos.
Denn Uncle Sam weiß schon, wie er seine Grunts in die Einheiten packt.
Ein normaler Mensch, der kapiert das nicht.
Der sieht nur schießende fluchende Soldaten.
Aber verdammt nochmal.
Wir schießen und fluchen nach einem Plan.
Dieser Plan heißt ToE.


Das Kürzel – die Army liebt Kürzel - steht für Table of Organization and Equipment (ToE oder To&E).
In diesem schicken Plan wird alles erklärt, was uns vor Ort die Arbeit erleichtern soll.
„Den ToE“ gibt’s doch nur, damit Sergeant McCarthy überhaupt kapiert, welche „Maden“ er in welches Fireteam steckt, um sie dann in ein vordefiniertes Sumpfloch fallen zu lassen“, hatte damals in Louisiana mein Namensvetter Miller geflucht, den es irgendwo bei Khe San tödlich erwischt hat.
Ob Miller im Fall McCarthy’s recht hatte, weiß ich jetzt nicht.
Aber hier in NAM habe ich auf jeden Fall Offiziere kennengelernt, die ohne diese TOE, diesen „Organisational Chart“, nichts auf die Reihe bekommen hätten.
Und weil das so ist, wie es eben ist, habe ich mich entschlossen, Dich da draußen in der Heimat nicht dumm sterben zu lassen. Wenn man das hier beim Militär schon nicht kapiert, wie verdammt nochmal, willst Du das zu Hause kapieren?
Ich erkläre Dir jetzt den Plan von Uncle Sam, den er für uns in NAM entwickelt hat.
Um die ToE, und letztendlich sogar den ganzen verdammten Krieg, zu verstehen, musst Du dann auch ganz nach unten gehen.
Wenn Du Berichte über den Weltkrieg liest, hast Du das Gefühl, dass Da nur von Armeen, von Korps, von Divisionen gesprochen wird.
Armee blablabla geht dahin. Armee blablabla geht dorthin.
Das ist auch logisch, denn da kämpften Millionenheere der ganzen Welt gegeneinander. Der kleine Soldat war da irgendwo die Millionste Ameise in diesem riesigen Ameisenhaufen.
Hier in NAM wirkt das etwas anders.
Hier geht es meistens darum wohin sich Squad, Platoon, Company und Battalion bewegen.
Der einzelne Soldat rückt hier in den Mittelpunkt. Wöchentliche Statistiken über den Body Count, die Verlustzahlen, werden in TV Berichten verlesen.



Aber nur dass es gesagt ist: Das macht diesen verdammten Krieg nicht humaner. Es geht wie immer ums Töten, um sonst nichts; und Du, der Du da in der Scheiße sitzt, Du sitzt in der gleichen Scheiße, wie Dein Kamerad im Weltkrieg. Denn der Blick aus dem Graben, aus dem Sumpfloch, ist der gleiche. Nur, dass Du andere Waffen und Gegner hast als die Kameraden vor 25 Jahren.
Dein Leben in NAM spielt sich vor allem im Platoon ab.
Mehrere dieser Platoons ergeben dann eine Kompanie, und mehrere Kompanien ein Bataillon. Mehrere Bataillone ein Regiment, von denen wieder ein paar in einer Brigade zusammengelegt werden. Und wenn Du genügend Brigaden hast, ergeben die dann auch wieder eine Division, die dann in einem Korps landet. Über allem schwebt dann die Armee.
Nun ist es so, dass Du als Grunt in Deinem Sumpfloch natürlich verdammt stolz auf Deine Division bist.
Hey. Es ist schon klasse zu einer bestimmten Division zu gehören, und deren Abzeichen am Ärmel zu tragen.
ALLE unsere Divisionen haben eine Tradition, und wir sind verdammt stolz diese Tradition weiterzuführen. Egal zu welchem Haufen wir gehören.
Aber … die Division ist im Grunde ganz weit weg.
Die ist so etwas wie der Onkel, der in einem anderen Bundesstaat lebt, und über dessen Besuch man sich mal freut, und mal nicht.
Heimat ist das nicht.
Unsere Heimat ist der Platoon. 



Ein wenig auch noch die Kompanie.
Da sind unsere Kameraden. Da sind die, mit denen wir im gleichen Wohnzimmer hocken, egal ob das unser Quartier auf der Basis ist, oder das Sumpfloch da draußen im Einsatz.
Der Platoon ist die ToE, die uns am nächsten ist.
Das ist unsere Familie, und das ist die ToE, die uns am meisten interessiert.
Generell sind die Infanterie Kompanien der gesamten US Armee nach einem ähnlichen Schema organisiert. Kapierst Du eines dieser Schemata, dann kapierst Du alle.
„Also pass jetzt auf, was ich schreibe!“, hätte Sergeant McCarthy an dieser Stelle gebrüllt.
Letztendlich bestehen die Kompanien aus einem Kompanie Headquarter, drei Rifle Platoons und einem Weapon Platoon.
Warum bin ich jetzt nochmals kurz zur Kompanie zurückgesprungen?
Ganz einfach Leute.
Weil das HQ der Kompanie seinen Arsch mit uns rausbewegt, uns also ins Feld rausbegleitet, während das Bataillon schon hinten sitzt.
Somit gehört auch die Kompanie noch zu unserer engeren Familie, während das Bataillon schon wieder entfernte Verwandtschaft ist.
Kapiert?
Platoon und Kompanie= Familie
Bataillon und aufwärts=die bucklige Verwandtschaft
Der Kern, das Gelbe vom Ei, die Sahne auf dem Eis, ist und bleibt aber unser Platoon.
An seiner Spitze ist das HQ, das aus 3 Mann besteht. Da sind der Offizier, ein Unteroffizier und ein Funker.



Diesem HQ sind jetzt 3 Rifle Squads unterstellt.
Die Squads umfassen jeweils 2 Fireteams.
Fireteam 1 setzt sich wie folgt zusammen.
1 Squad Leader (w/rifle), 1 Fireteam Leader (w/rifle), 1 Grenadier (w/M79 Grenade Launcher), 1 x Automatic Rifleman (w/automatic rifle), 1 x Rifleman (w/rifle)
Fireteam 2 wie folgt:
1 Fireteam Leader (w/rifle), 1 Grenadier (w/M79 Grenade Launcher), 1 x Automatic Rifleman (w/automatic rifle), 2 x Rifleman (w/rifle)
Während wir noch bis vor kurzem mit M14 ausgestattet waren, ist unser Gewehr jetzt das M16A1.
Im alten Trupp hatte der Automatic Rifleman ein modifiziertes M14. Jetzt hat er im Normalfall auch ein M16. Airborne, Airmobile und Special Forces hatten diesen Wechsel bereits 1964 durchgeführt. Die meisten Einheiten sollen bis 1966 damit ausgerüstet sein.
Aufgrund der hervorragenden Beziehungen des Dukes und Colonel Zoran Deers hat unser Trupp die neuen Gewehre kurz nach den Special Forces erhalten.
Man sollte erwähnen, dass die Marines und somit auch unser Haufen, ein drittes Fireteam im Squad haben. Aber dazu später mehr.
Neben den Rifle Squads gibt es noch einen Weapons Squad im Platoon.
Da sind unsere Jungs mit den schweren Wummen zu finden.
1 Squad Leader (w/rifle), 2 x Machine Gunner(w/M60), 2 x Assistant Machine Gunner (w/1911 Pistol)
2 x Anti-Tank Gunner (w/M67), 2 x Assistant Anti-Tank Gunner (w/1911 Pistol), 2 x Ammunition Bearer (w/M1911).



Je nach Einheit finden sich dann auch im Weapons Squad andere Panzerabwehrwaffen, wie die M72 AT oder bei der Airborne und den Leichten Infanterie Brigaden statt des M67 die M20A1B1 3,5“ Bazooka. Auch der M9-7 Flammenwerfer ist hier zu finden.
Soviel zur ToE wie sie dann offiziell rüberkam.
Ne Randbemerkung sei mir an dieser Stelle erlaubt.
Ich persönlich kenne keinen der nur mit ner Pistole in NAM rumgerannt ist, wie das nach der ToE sein sollte. Jeder der Assistant Jungs im Weapons Squad hatte dann auch ein Gewehr dabei. Die Pistole noch zusätzlich, denn das was Du hast, hast Du.
Aber wie sieht das Ganze jetzt in der Praxis in unserem Haufen aus.
Fast genauso.
Unser HQ besteht aus dem Duke (Offc.), einem wechselnden Unteroffizier (NCO) – der Duke will da immer wieder einem anderen die Chance geben – und mir als Funker (RTO).
(der Dritte Mann ist wie immer unsichtbar)

Jedenfalls in der Zeit als ich noch kein Offizier war.
Mittlerweile hat jemand anders meinen Funkerjob übernommen.
Neben uns dreien gehören noch zwei weitere Soldaten zum HQ.
Ihr seht wir Marines haben da zwei Grunts mehr als die Jungs von der Army.
Der Messenger (der Melder) kommt noch dazu, und 1 bis 2 Soldaten. Alle mit ner M16.
Bei uns übernehmen der Sani Forrest und Doc Tho, unser Kit Carson, diesen Job.




Forrest der Verrückte ist dann übrigens doch der einzige, den ich kenne, der nur mit ner Pistole bewaffnet ist. Aber er kann es sich erlauben. Er läuft halt, wenn es nötig ist.
Forrest….LAUF.
Im Gegensatz zur Army haben die Rifle Squads der Marines einen NCO und einen Grenadier als Führung.
Die 3 Fireteams selbst bestehen aus vier Mann: Dem Fireteam Leader, dem Automatic Rifleman und 2 Rifleman, alle mit der M 16 bewaffnet,
Unsere Einheit wurde – wie sie in den oben zitierten Berichten sehen können - von Colonel Zoran Deer leicht umgestaltet.
Warum er das tat?
Weil er uns vertrauen konnte.
Weil er wusste, dass WIR echte Grunts waren.
Mit jeder Einheit konntest Du das nicht machen.
In die letzten Einsätze gingen wir wie folgt:
Der Duke, ich, Doc Tho und Forrest als HQ.
Fireteam Alpha 3 Marines mit M16, ein Schütze, nämlich Stuart, mit seiner geliebten Shotgun.


Fireteam Bravo: 3 Marines mit M16, einer mit dem Blopper, dem Granatwerfer M79.



Fireteam Charlie: 4 Marines mit M16.


Der Duke und Colonel Zoran Deer lassen den Männern ihre Eigenarten im Kampf. Die sollen die Waffen nehmen, die ihnen liegen.
Unser Sniper Team besteht aus Mad Dog Murphy und einem weiteren Marine.


Der letztere wechselt immer wieder mal, weil nicht jeder mit Mad Dog zusammenarbeiten kann oder will.
MG Team 1: Rambowski mit dem M60 und Zobowski als sein zweiter Mann.



MG Team 2: Ebenfalls zwei Mann mit einem M60.


Im MG Team 2 gab es immer wieder neue Marines. Geplant ist, dass Zobowski diesen Trupp in Zukunft übernehmen wird. Der hat jetzt bei Rambowski genügend Erfahrung gesammelt.
Das wars auch schon. Am Anfang leicht verwirrend das Ganze, aber sie erkennen den Plan.
Wir sind in einzelne Fireteams und Trupps organisiert, um uns gegenseitig zu unterstützen; und ich muss sagen, dass das im Normalfall auch gut funktioniert.
Begleitet werden wir bei unseren Einsätzen meistens von M113 Schützenpanzern.


Der M113 ACAV, den Henderson kommandiert, bildet dabei generell die Speerspitze.


Manchmal fliegen wir auch mit dem Huey ins Gefecht.
Wie das dann aussieht, zeigt Euch das nächste Bild.


Für unsere Unterstützung aus der Luft können wir einen HOG Kampfhubschrauber anfordern.
Das war es dann auch schon, was die Organisation unserer Einheit angeht.
Aber eins merkt Euch.
Vergesst da draußen nicht, dass hinter jedem ToE Kürzel ein Mann steht.
Und unsere größte Herausforderung besteht darin, diese Männer auf IHREM Platz der ToE zu halten.
Im Klartext.
Keine Verluste.
Sollte es doch zu welchen kommen, steht uns jederzeit ein Medevac Hubschrauber zur Verfügung.
Das soll es für heute gewesen sein.
Wir sehen uns in NAM.“




 
P.S.: Ich musste natürlich Peter Miller den Job überlassen die ToE zu erklären. Immerhin steckt er mitten im Geschehen und kennt die unterschiedlichen Strukturen sehr genau.
Die Beschreibung der ToE des Rifle Platoons und der Marines ist so im Szenariobuch Ambush Valley des Regelwerks Force on Force wiedergegeben.



In Ambush Valley finden sich da natürlich detaillierte Listen für alle amerikanischen Einheiten aus dem Vietnamkrieg.
Da aber der Rifle bzw. der Marines Platoon der Teil des Kampfgeschehens in Vietnam ist, der am prägendsten ist, habe ich Ihnen deren ToE jetzt vorgestellt.
Wenn Sie sich für Tank Battalions, die Air Cavalry, die Armored Cavalry etc. etc. interessieren, finden Sie diese auch in Ambush Valley erklärt.
Für unsere Spiele ist diese offizielle Liste leicht angepasst, was Miller ja am Ende des Textes auch erklärt.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Organisation eines Vietnam Platoons in diesem erzählerischen Stil etwas näherbringen.
Die 1/12 Actionfiguren, die ich in diesem Bericht zeige, sind von Dam Toys.
Es handelt sich, wie man unschwer erkennen kann, um Figuren, die den Hauptdarstellern des Films „Platoon“ nachempfunden sind.
Zum Glück sammle ich nicht auch noch so etwas. Ich finde diese Minis generell super gelungen, und deshalb wollte ich sie Ihnen zeigen.
Wenn ich das richtig sehe, sind diese Figuren aber nur noch schwer zu bekommen. Wer sich aber nicht davor scheut mehr als 150,-€ für eine solche Mini auszugeben, der kann ja jetzt recherchieren.
Viel Spaß bei der Suche.



 
 
 
 “My name is Peter Miller and you know me from a hell of a lot of assignments in Vietnam.
NAM !!! This damned, rainy, mosquito-ridden hell on earth.
If you don't know me, then you've missed something.
Then, before you read any further, you should first click on these links below.
You will then have an inkling of what I and my comrades have already endured here, and you will perhaps understand what it means to be a GI in Vietnam.


(english translation always at the end of the german text)
 
To get to the point:
You're in a goddamn war you didn't want to be in.
You are surrounded by opponents you don't see, or often only when it's too late.
Opponents who hide in tunnels, who bring supplies into the country via the narrowest jungle paths and who never give up.
Opponents that you cannot grab, that you should only look for and find.
Opponents you don't understand. Neither the language nor the way of thinking.
If you have read our mission reports, you are certainly of the opinion that there is absolute chaos.
One runs there, the other there. Shots everywhere, noise everywhere.
But believe me
Uncle Sam has a plan for us.
Uncle Sam is organizing this mess.
Because Uncle Sam already knows how to pack his grunts into the units.
A normal person doesn't get it.
He only sees soldiers shooting and cursing.
But damn it.
We shoot and curse according to a plan.
This plan is called ToE.
The abbreviation - the Army loves abbreviations - stands for Table of Organization and Equipment (ToE or To & E).
This chic word explains everything that should make our work easier on site.
"They’ve invented the ToE that Sergeant McCarthy even understands which "maggots" he puts in which fireteam, and so he knows which of them, should be dropped in that damn’ predefined swamp hole.” So, our running gag in the Camp.
And here in NAM I definitely got to know officers who would not have managed anything without this TOE, this “Organizational Chart”.
And because that's the way it is, I've decided not to let you die stupid out there at home.
If you don't get this in the military, how the hell do you want to get this at home?
I will now explain to you Uncle Sam's plan that he developed for us in NAM.
To understand the ToE, and ultimately the whole damn war, you have to go all the way down.
When you read reports about the World War, you get the feeling that there is only talking about armies, corps, divisions.
Army blablabla goes here. Army blablabla goes there.
That is also logical, because armies of millions around the world fought against each other. The little soldier was the millionth ant somewhere in that huge anthill.
It works a little differently here in NAM.
Here you learn where the squad, platoon, company and battalion are moving.
The focus here is on the individual soldier. Weekly statistics about the body count, the loss figures, are read out in TV reports.
But only that it is said: That doesn't make this damn war more humane. As always, it's about killing, nothing else; and you, who are in the shit, you are in the same shit as your comrade in the World War. Because the view from the ditch, from the swamp hole, is the same. Only that you have different weapons and opponents than your comrades 25 years ago.
Your life in NAM mainly takes place in the platoon.
Several of these platoons then make up a company and several companies make up a battalion. Several battalions form a regiment, a few of which are again merged into a brigade. And if you have enough brigades, they result in a division that ends up in a corps. The army then hovers over everything.
Now, as a grunt in your swamp hole, you are of course damn proud of your division.
Hey. It's great to belong to a certain division and to wear its badge on your sleeve.
ALL of our divisions have a tradition, and we are damn proud to continue that tradition. No matter which bunch we belong to.
But ... the division is basically a long way away.
This is something like the uncle who lives in another state and whose visits are sometimes happy and sometimes not.
It's not home.
Our home is the platoon. The company, too, a little.
There are our comrades.
There are those with whom we sit in the same living room, regardless of whether this is our quarters on the base or the swamp hole out there in action.
The platoon is the ToE that is closest to us.
This is our family, and this is the ToE that interests us most.
In general, the infantry companies of the entire US Army are organized according to a similar scheme. If you understand one of these schemes, then you will understand them all.
"So now watch what I write!" Sergeant McCarthy would have yelled at this point.
Ultimately, the companies consist of a company headquarters, three rifle platoons and a weapon platoon.
Why did I jump back briefly to the company now?
Quite simply.
Because the company's HQ is moving its ass out with us, accompanying us out into the field while the battalion is already in the back.
Thus, the company still belongs to our immediate family, while the battalion is something like a distant relative.
Got it?
Platoon and company = family
Battalion and up = the hunchbacked relatives
The core,  the cream on the ice, is and will remain our platoon.
At its top is the HQ, which consists of 3 men.
There are the officer, a sergeant and a radio operator.
Then you have 3 rifle squads.
The squads each consist of 2 fireteams.
Fireteam 1 is composed as follows.
1 Squad Leader (w / rifle), 1 Fireteam Leader (w / rifle), 1 Grenadier (w / M79 Grenade Launcher), 1 x Automatic Rifleman (w / automatic rifle), 1 x Rifleman (w / rifle)
Fireteam 2 as follows:
1 Fireteam Leader (w / rifle), 1 Grenadier (w / M79 Grenade Launcher), 1 x Automatic Rifleman (w / automatic rifle), 2 x Rifleman (w / rifle)
While we were equipped with the M14 until recently, our rifle is now the M16A1.
In the old squad, the Automatic Rifleman had a modified M14. Now he usually also has an M16. Airborne, Airmobile and Special Forces had already made this change in 1964. Most units should be equipped with it by 1966.
Due to the excellent relationships between the Duke and Colonel Zoran Deer, our squad received the new rifles shortly after the Special Forces.
It should be mentioned that the Marines, and thus our bunch, have a third fireteam on their squad. But more on that later.
In addition to the Rifle Squads, there is also a Weapons Squad in the platoon.
Our boys with the heavy guns can be found there.
1 Squad Leader (w / rifle), 2 x Machine Gunner (w / M60), 2 x Assistant Machine Gunner (w / 1911 Pistol)
2 x Anti-Tank Gunner (w / M67), 2 x Assistant Anti-Tank Gunner (w / 1911 Pistol), 2 x Ammunition Bearer (w / M1911).
Depending on the unit, there are also other anti-tank weapons in the Weapons Squad, such as the M72 AT or in the Airborne and Light Infantry Brigades instead of the M67 the M20A1B1 3.5 "Bazooka. The M9-7 flamethrower can also be found here.
So much for the ToE as it officially came across.
I would like to make a marginal note at this point.
Personally, I don't know anyone who just ran around with a pistol in NAM, as it should be according to the ToE. Each of the assistant boys in the Weapons Squad also had a rifle with them. The pistol as well, because what you have, you have.
But how does it all look in practice in our heap.
Almost the same.
Our HQ consists of the Duke (Offc.), a changing NCO - the Duke always wants to give someone else the chance - and me as a radio operator (RTO).
At least in the time when I was not yet an officer. In the meantime, someone else has taken over my job as a radio operator.
In addition to the three of us, there are two other soldiers at HQ.
You see, we Marines have two more grunts than the Army guys.
The messenger comes in addition, and 1 or 2 soldiers. All equipped with a M16.
With us, the medic Forrest and Doc Tho, our Kit Carson, take on this job.
By the way, Forrest is the only one I know who is INDEED only armed with a pistol.
But he can allow himself. He just runs when it is necessary.
Forrest .... RUN.
In contrast to the Army, the Rifle Squads of the Marines have an NCO and a grenadier as leadership.
The 3 Fireteams themselves consist of four men: The Fireteam Leader, the Automatic Rifleman and 2 Rifleman, all armed with the M 16.
Our unit, as you can see in the reports cited above, was slightly reshaped by Colonel Zoran Deer.
Why did he do that?
Because he could trust us. Because he knew that WE were real grunts.
You couldn't do that with every unit.
In the last few missions we went as follows:
The Duke, me, Doc Tho and Forrest as HQ.
Fireteam Alpha 3 Marines with M16, a rifleman, namely Stuart, with his beloved shotgun.
Fireteam Bravo: 3 Marines with M16, one with the Blopper, the M79 grenade launcher.
Fireteam Charlie: 4 Marines with M16.
The Duke and Colonel Zoran Deer let men do their thing in combat. “Let them take the weapons that suit them.”
Our sniper team consists of Mad Dog Murphy and an assistant marine. The latter changes from time to time because not everyone can or wants to work with Mad Dog.
MG Team 1: Rambowski with the M60 and Zobowski as his second man.
MG Team 2: Also two men with an M60.
In MG Team 2 there were always new marines. It is planned that Zobowski will take over this team in the future. He has now gained enough experience under the command of Rambowski.
That`s all.
The whole thing is a bit confusing at first, but you recognize the plan.
We are organized into individual fireteams and squads to support one another; and I have to say that it usually works well.
We are mostly accompanied by M113 armored personnel carriers on our missions.
The M113 ACAV, commanded by Henderson, is generally the spearhead.
Sometimes we fly into battle with the Huey. The next picture shows you what that looks like.
We can request a HOG attack helicopter for our air support.
That's it when it comes to the organization of our unit.
But remember one thing.
Don't forget that there is a man behind every ToE abbreviation out there.
And our biggest challenge is to keep these men in their ToE place.
In plain language.
No losses.
Should there be any, a Medevac helicopter is available to us at any time.
That should be it for today.
See you in NAM. "
 
P.S .: I had to let Peter Miller do the job of explaining the ToE, of course. After all, he is right in the middle of the action and knows the different structures very well.
The description of the ToE of the Rifle Platoons and the Marines is reproduced in this way in the scenario book Ambush Valley of the Force on Force set of rules.
In Ambush Valley there are of course detailed lists for all American units from the Vietnam War.
But since the rifle or the Marines Platoon is the part of the fighting in Vietnam that is most influential, I have now introduced you to their ToE.
If you are interested in Tank Battalions, the Air Cavalry, the Armored Cavalry etc. etc., you can also find them explained in Ambush Valley.
This official list has been slightly adapted for our games, which Miller explains at the end of the text.
I hope I was able to show you how to organize a Vietnam Platoon in this narrative style.
The 1/12 action figures that I show in this report are from Dam Toys.
As you can easily see, these are characters that are modeled on the main characters in the film “Platoon”.
Fortunately, I don't collect anything like that too. In general, I think these minis are really lifelike, and that's why I wanted to show them to you.
But if I get that right, these characters are hard to come by. But if you are not afraid to spend more than € 150 for such a mini, you can do your research now.
Have fun searching.