Sonntag, 20. Juni 2021

Napoleonisch - Mehr als eine Variante


Ich selbst habe ja auch einen kleinen Artikel zum 200. Todestag des Kaisers geschrieben.
Wie wohl gefühlt alle, die sich nur ansatzweise mit Napoleon beschäftigen.
https://thrifles.blogspot.com/2021/05/vive-lempereur.html
Den interessantesten und tatsächlich besten Nachruf gab es aber in einem Satz im Sweetwater Forum.
„Vor 200 Jahren starb der Gründer der interessantesten Tabletop-Periode.
Ruhe in Frieden, Nappi!“
Ich habe so gelacht mein lieber Tattergreis, und ich wusste, dass Du mit diesem Satz auch sicherlich spalten würdest.
Irgendwie scheint es wirklich so zu sein, dass Napoleon immer nur eine Alternative zulässt.
Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn.
Irgendwas zwischendrin scheint es tatsächlich nicht zu geben.
Das gilt tatsächlich auch fürs Tabletop.



Auch in unserer Spielergruppe ist es so, dass einige die Krise bekommen, wenn ich Napo nur erwähne.
Dabei haben sie ansonsten kein Problem zeitaufwändige Schlachten im AWI, im Nordischen Krieg, im Dreißigjährigen Krieg etc.etc. zu spielen.
Für mich besteht da oberflächlich betrachtet kein großer Unterschied.
Da marschieren Infanterieblöcke, unterstützt von Kavallerie und Artillerie auf, und letztendlich geht es immer darum, den Gegner zu umgehen, ihn in der Flanke zu erwischen, durch Feuer zu schwächen, um ihn dann final seine Moral zu brechen, die zur Flucht und vermeintlichen Niederlage führt.
Aber bitte nicht mit Napo, so einige.
Meine Jungs sind da kein Einzelfall.
Auch bei anderen Wargamern gibt es weit verbreitet nur die Alternative zwischen Begeisterung und Hass, wenn es um die Napoleonischen Kriege geht.
Gehört man aber zu den Begeisterten, dann ist immer noch keine Ruhe. Vielmehr beginnt dann erneut die Spaltung.
Viele Begeisterte behaupten immer wieder, dass napoleonisches Tabletop nur im Großen geht.
Also mit ganz vielen Minis, in epischen Schlachten, am besten in 15 mm oder sogar in 6 mm.
Letztendlich ist diese Sichtweise verständlich.
Die großen Schlachten prägten diese Epoche. Marengo, Austerlitz, Jena/Auerstedt, Eylau, Aspern, Wagram, Borodino, Salamanca, Dresden, Bautzen, Leipzig, Vittoria, Montmirail, Ligny, Quatre Bras, und das kleine Dorf in Belgien, dass ich jetzt mal nicht nennen will, sind Begriffe an sich.
Viele Wargamer wollen das unbedingt nachspielen.
Dies ist jetzt beispielsweise für mich der Horror.
Solche Spiele dauern stundenlang, und sind für Menschen wie mich, total ermüdend.
Menschen, die so funktionieren wie ich, schwenken dann auch mal schnell die Fahne und meinen, können wir da nicht mal ein Skirmish spielen?
Das ist doch eigentlich DIE Alternative zur Massenschlacht.


Der „normale“ Napo Tabletoper wird dann ganz grün im Gesicht, ringt nach Luft, lässt Dich einfach stehen und schüttelt mit dem Kopf.
Ist ok.
Aus der Betrachtungsweise eines überzeugten Tabletopspielers, der Massenschlachten liebt, Kommandosysteme simulieren und die strategischen Komponenten einer Schlacht erspüren will, ist das nachvollziehbar.
Keine Frage. Schön, dass es Menschen gibt, die so denken.
Denn dank ihnen gibt es immer wieder tolle Präsentationen von diesen Spielen quer im Netz, die oftmals echt hübsch anzusehen sind.
Nur mein Ding ist es eben nicht.
Ich liebe Skirmishspiele und bin auch der Meinung, dass es gerade für die napoleonische Epoche auch prima passt.
Sicherlich.
Ein klein wenig bin ich da auch von den Romanen Bernard Cornwells geprägt.
Aber nicht nur von denen.




Letztendlich waren diese Romane bei mir der Auslöser sich auch mal näher mit den Rheinbundkontingenten in Spanien auseinanderzusetzen. Also mit der echten Geschichte.
Und DAS hat mich dann doch sehr geprägt.
Die Rheinbündler waren in zahlreichen Guerillaaktionen eingesetzt, und die zeitgenössischen Memoiren lesen sich tatsächlich so, wie die Drehbücher für zukünftige Sharpe Verfilmungen.
Da gibt es unzählige Einzelaktionen, und die dann noch in einem sehr schönen, wenn auch brutalem,  mediterranem, Setting.
Was ich am meisten bedaure, ist, dass die Perries die Rheinbundtruppen fast nur marschierend modelliert haben. Klar. Die Brüder hatten Talavera, Mesa Ibor und Medellin im Sinn, als sie das taten.
Aber für Spanien wären Skirmisher bzw. ladende, schießende, vorgehende Rheinbündler ideal.
Hoffentlich kommt da in Zukunft noch etwas.
Nicht weiter verwunderlich, dass ich meine ersten Napos einzelbasiert habe, eben für solche Skirmish Gefechte.
Die Franzosen sehen sie in diesem Bericht.





Die Minis habe ich mir übrigens anmalen lassen. Obwohl ich die Epoche ja liebe, bemaltechnisch ist sie für mich ein Gräuel.
Ich habe zu viele Bilder, Gemälde, Uniformzeichnungen, gut bemalte Minis gesehen, und dafür reichen meine Künste nicht aus. Ich bin da immer total unzufrieden mit dem Endergebnis.
Nur preußische Landwehr, Britische Rifles und Franzosen im Mantel traue ich mir da zu, weil die noch recht einfach in der Bemalung sind.
Also an dieser Stelle auch wieder Danke an Lettow, der mir die meisten meiner Napo Minis bemalt hat.
Leider habe ich die Minis, die sie hier sehen, bisher nur einmal in die Schlacht geführt.
Einmal!!!
https://thrifles.blogspot.com/2018/01/chosen-men-kampf-um-das-kloster.html
Das wird sich aber wohl in absehbarer Zukunft ändern, denn für Muskets & Tomahawks ist ja schon die napoleonische Erweiterung angekündigt, und die werde ich auf jeden Fall testen.






Na und natürlich sollen die Miniaturen Kernbestand eines Skirmish Spiels werden, das auf einem der Sharpe Bücher basiert.
Um welches es sich handelt, erzähle ich Ihnen in einem weiteren Bericht, denn immerhin sind die oben gezeigten Franzosen, nicht die einzigen Truppen, die dann in der nahen Zukunft das Schlachtfeld beleben sollen.
Sie merken schon anhand meiner konkreten Vorstellungen, ich bin tatsächlich der Meinung, dass Napo auch „kleinteilig“ geht.
Verdammen Sie mich ruhig. Das kann ich aushalten.
Jetzt habe ich also, wie so oft, wenn es um Napoleon geht, nur das Schwarz und Weiß gezeigt:
Massenschlacht vs Skirmish.
Kann man dieses Gesetz der Betrachtungsweise, Großtaktisch vs Skirmish, durchbrechen?
Wie wäre es denn mit einem Kompromiss???
Wie wäre es mit kleineren Schlachten, die man mit schnelleren Regelsystemen als den üblich verdächtigen, auch schneller spielen kann.
Wie wäre es mit DBA Varianten, die es für Napoleonische Schlachten gibt, mit einer Adaptierung der sehr schnellen Command & Colors Napoleonics Regeln fürs Tabletop, mit dem guten alten Regelwerk BROM, das man sicherlich noch irgendwo kostenlos im Netz findet.
Den Weg dieser Alternative beabsichtige ich übrigens zu gehen, aber dazu etwas mehr zu einem späteren Zeitpunkt.
Die meisten Leser müssen es jetzt erst einmal verdauen, dass es auch Graustufen in der Napoleonischen Geschichte und somit auch im Tabletop gibt.
Da ist nicht immer alles Schwarz und Weiß.
Glauben Sie mir.
Seien sie tapfer und öffnen Sie ihren Geist.
Schöne bunte Armeen, in tollen Urlaubsregionen, erwarten Sie.
Das wollen sie sich doch nicht entgehen lassen.




 
 
Napoleonic Wargaming is difficult.
Why?
There is only black and white.
You like it, or not.
In our group of players, too, if I just mention Napoleonic Wargaming, some of the guys fall into a deep crisis.
Otherwise the same players have no problem to play time-consuming battles in AWI, in Northern War, in Thirty Years War, etc., etc.
Is there really such a great difference?
Infantry blocks march up, supported by cavalry and artillery, and in the end it is always a matter of bypassing the enemy, catching him in the flank, weakening him with fire, and then finally breaking his morale, leading to escape and defeat.
But it seems Napoleonic wargame is different to that.
But the black – white thinking is also present, when you discuss the question HOW TO PLAY Napoleonic wargaming.
Many enthusiasts keep claiming that it is only possible on a large scale.
So with a lot of minis, in epic battles, preferably in 15 mm or even in 6 mm.
Ultimately, this view is understandable.
The great battles shaped this epoch. Marengo, Austerlitz, Jena / Auerstedt, Eylau, Aspern, Wagram, Borodino, Salamanca, Dresden, Bautzen, Leipzig, Vittoria, Montmirail, Ligny, Quatre Bras, and the small village in Belgium that I don't want to mention now are terms per se.
Many wargamers really want to “re-enact”, “re-play”, this.
For example, this is the horror for me.
Such games last for hours and are totally tiring for people like me.
People who think like me sometimes quickly wave the flag and say, can't we even play a skirmish there?
That is THE ONE alternative to mass battles.
The "normal" (standard) Napoleonic wargamer then turns green in the face, gasps for breath, just lets you stand and shakes his head.
It's OK.
This is understandable from the perspective of a convinced tabletop player who loves mass battles, who wants to simulate command systems and feel the strategic components of a battle.
No question.
It's nice that there are people who think that way.
Because thanks to them there are always great presentations of these games across the Internet, which are really nice to look at.
But; it's just not my thing.
I love skirmish games and I am also of the opinion that it is a great fit for the Napoleonic era.
Certainly.
I'm a little influenced by the novels of Bernard Cornwell.
But not just only from them.
Ultimately, these novels were the trigger for me to take a closer look at the contingents of the Confederation of the Rhine (Rheinbund) in Spain.
So the real story, shaped me much more than fiction.
The Rheinbund soldiers were involved in numerous guerrilla actions, and the contemporary memoirs actually read like the scripts for future Sharpe films.
There are countless individual actions, and all of them in a very beautiful, albeit brutal, Mediterranean setting.
What I regret most is that the Perries almost exclusively modeled the Rheinbund troops in marching positions.
O.K. The brothers had surely Talavera in mind when they did this.
But for the Peninsular War, skirmishers or loading, shooting, advancing Rheinbund soldiers would be ideal.
Hopefully something will come in the future.
So, because I’m a fan of skirmish systems, it was not surprising that I based my first Napos individually.
In this report you see my French infantry.
Incidentally, most of the minis aren’t painted by me. Although I love the epoch, in terms of painting it is an abomination for me.
I've seen too many pictures, paintings, uniform drawings, well-painted minis, and my skills are insufficient for that. I am always totally dissatisfied with the result.
I only give Prussian Landwehr, British Rifles and French in coats a try, because they are still quite easy to paint.
At this point, thank you again “Lettow”, who painted most of my Napo Minis.
Unfortunately, I’ve played with that minis only one time.
https://thrifles.blogspot.com/2018/01/chosen-men-kampf-um-das-kloster.html
That will change in the foreseeable future, because the Napoleonic expansion for Muskets & Tomahawks in German has already been announced, and I will test it.
Well, of course, the miniatures should become the core of a skirmish game based on one of the Sharpe books.
I will tell you what it is about in another report, because after all, the French shown above are not the only troops that are supposed to enliven the battlefield in the near future.
To conclude. Yes; Napoleonic wargaming works also as a skirmish.
Damn me. I can take it.
But YOU can break the credo Mass battle vs skirmish.
Come on. YOU can go another way.
How about a compromise ???
How about smaller battles that can be played faster with faster rule systems than the usual ones.
How about the DBA variants that exist for Napoleonic battles, with an adaptation of the very fast Command & Colors Napoleonic rules for tabletop, with the good old BROM set of rules, which you can certainly find somewhere free on the Internet.
By the way, I intend to take this alternative route, but more on that at a later point in time.
Most readers now have to digest the fact that there are also shades of gray in Napoleonic history and thus also in tabletop.
Everything is not always black and white.
Believe me.
Be brave and open your mind.
Beautiful, colorful armies in great holiday regions will await you.
You don't want to miss that.

Sonntag, 13. Juni 2021

Wolfgang Hartung (+2021) -1/72 Dioramen

 
Carpe diem.
Ein lateinisches Motto, das in der direkten Übersetzung „pflücke den Tag“ bedeutet.
Freier übersetzt, steht es dafür das Erlebnis eines Moments zu begreifen, ihn festzuhalten und zu genießen.
Einen solchen Moment hatte ich im Jahr 2018 auf der zweiten Dioramica.
Ich hatte mich schon einige Zeit in Hann.-Münden aufgehalten.
Mit diesem, und jenem gesprochen, viele Fotos gemacht, und befand mich kurz vor dem Aufbruch.
Als ich dann im Gastraum vorbeikam, sah ich wie Wolfgang Meyer, der Veranstalter, mit ein paar Leuten am Tisch saß.
Ich beschloss daraufhin ziemlich spontan doch noch einen Kaffee zu trinken und mich zu der Runde zu gesellen.
Einige Personen kannte ich.
Einige nicht.
Wie es dann so meine Art ist, stieg ich recht schnell in die Unterhaltung ein, und nach kurzer Zeit fragte mich der sympathische Herr, der rechts neben mir saß, wer ich denn eigentlich sei.
Ich antwortete ihm, dass man mich hier in den Sammlerkreisen generell Koppi nennt.
Das daraufhin freudig, ausgerufene „DU bist der Koppi???“, irritierte mich dann schon leicht, weil es so offen, freudig, herzlich rüberkam.
Der Mann, den ich bis dahin nicht kannte, outete sich als Fan meines BLOGS.
Nicht gespielt, sondern schlicht und einfach gesagt nett und wirklich interessiert.
Der Mann löcherte mich mit Fragen und daraus entwickelte sich ein großartiges Gespräch, in dem man viel lachte und die Zeit im Flug verging.
Da das Gespräch in einer so harmonischen, offenen Weise geführt wurde, blieb es mir in Erinnerung. Es war für mich ein echter „Carpe diem“ Moment.
Der Mann, der mich damals so freundlich empfangen hatte, war Wolfgang Hartung.

(Wolfgang Hartung links im Bild)


Leider musste ich vor ein paar Wochen erfahren, dass Wolfgang Hartung im Mai verstorben ist.
Vielen in der 1/72 Sammlergemeinde war er bekannt, ein Kollege, ein Freund.
Unter diesen sind viele Menschen, die ihn viel besser kannten als ich, aber dennoch, als ich von seinem Ableben erfahren musste, drängte es mich ihm einen Platz auf dieser Seite hier zu geben.
Ich fragte den oben erwähnten Wolfgang Meyer, der ihn besser kannte als ich, ob das o.k sei. Irgendwo wollte ich mich da rückversichern, denn Wolfgang Hartung und ich hatten uns immerhin nur einmal gesehen.
Warum hatte ich aber das Bedürfnis etwas zu schreiben?
Was Wolfgang Hartung nicht wusste, war, dass ich seine Berichte genauso gerne gelesen hatte, wie er die meinigen.
Auch ich war da irgendwie Fan.







Seit Jahren war er auf der Internetseite www.modelversium.de aktiv, wo er in zahlreichen Reportagen von vielen Modellbaumessen, Modellbauveranstaltungen oder auch Museumsreisen berichtete.
An seiner Seite seine Frau, die das Ganze dann fotografisch festhielt.
https://www.modellversium.de/galerie/2-ausstellungen/ 
Diese Berichte hatte ich mir immer gerne angeschaut, ohne zu wissen, wer denn der Autor war.
Sehr erfreut war ich, als ich damals seine Dioramica Nachlese, eben von dieser 2018er Veranstaltung las.
Nicht zuletzt, weil er mich da auch zweimal erwähnte, obwohl ich ja nichts ausgestellt, sondern wie immer, nur etwas gelabert hatte. Also im Grunde nichts besonderes.
Die Erwähnung meiner Person war aber für mich ein Indiz, dass auch Wolfgang unser Gespräch in ähnlicher Art positiv aufgenommen hatte, wie ich selbst.

(Die im Artikel erwähnte Gesprächsrunde)



Dieses „Erwähnen“ war aber auch eine Besonderheit in Wolfgangs Berichten.
Er gab den Veranstaltungen und vor allem auch den Teilnehmern ein Gesicht, weil er letztere auch immer wieder einmal im Bild vorstellte.
Sammler der Szene mussten somit zwangsläufig irgendwann über Wolfgang stolpern.
Er war für mich gefühlt, so etwas wie der Reporter der Veranstaltungen.
Wenn man ihn dann kennenlernte, dann machte das auch Spaß.
Logisch.
Ein Gesprächsthema war leicht gefunden. Gemeinsame Interessen verbinden.
Keine Frage.
Aber das Entscheidende ist doch die Art und Weise, WIE man miteinander spricht.
Das ist auschlaggebend.
Und Wolfgang konnte das gut.
Aber ich möchte nicht nur seine Berichte würdigen.
Er selbst war ein begnadeter Dioramenbauer, was Sie an den gezeigten Bildern in diesem Bericht erahnen können.
















Er war ein Mensch, der das Hobby als Ganzes verstand.
Nicht nur schreiben und berichten.
Nein.
Auch selbst nach vorne gehen, sich selbst neuen Aufgaben stellen, neue Projekte entwickeln und die dann dem interessierten Publikum zeigen.
Und weil das, gefühlt für mich, auch sein Anspruch war, nämlich da wo es geht Menschen zu unterhalten, widme ich Wolfgang diesen Bericht.
Es heißt immer das Internet vergisst nicht.
Dann wollen wir das jetzt mal auch hier positiv glauben.
Ich hoffe, dass viele Personen den Weg zu diesem kleinen Artikel finden, denn ich glaube, es hätte ihn gefreut, wenn seine Arbeiten weltweit von vielen Menschen betrachtet, gewürdigt und somit auch nicht vergessen werden.
Seine Freude über die gewonnen „Silbermedaille“ der Publikumswertung auf der Dioramica 2018 war ihm nämlich auch anzumerken. Da schwang Stolz und Freude mit.








Seine Familie, seine Freunde, Bekannte, wir alle, werden ihn vermissen.
Aber ich wünsche, dass jeder/jede von Ihnen sich die vielen freudigen „Carpe Diem“ Momente, die Sie sicherlich alle mit ihm hatten, tief in ihrem Herzen und ihren Gedanken bewahren.
Holen Sie sich diese positiven Erinnerungen immer wieder einmal zurück, und denken Sie mit Freude an diese Erlebnisse.
Auf diese Art lebt man weiter. Wird man irgendwie auch unsterblich.
Ich hatte nur diesen einen Moment im Jahr 2018, aber auch der ist mir im Gedächtnis haftengeblieben, und den wollte ich heute mit Ihnen teilen.
Auf seiner Webseite brennt jetzt als letzter Eintrag mit dem Datum 21. Mai eine kleine Kerze.
Sie soll ewig leuchten.



 
Meine Anteilnahme geht an die Ehefrau, die Familie und an alle anderen Trauernden.
Wir Sammler werden Wolfgang, seine Art und seine Arbeiten vermissen.
 
 
Vale Wolfgang
 

P.S.: Die Bilder von Wolfgang Hartung sind von der Webseite Modelversium. Die Bilder der Dioramen meine Bilder von der 1. und 2. Dioramica.
 
Carpe Diem.
A Latin motto that in direct translation means “pick the day”.
Translated more freely, it stands for grasping the experience of a moment, capturing it and enjoying it.
I had such a moment in 2018 at the second Dioramica.
I had been in Hann.-Münden for some time.
I took a lot of photos, and I was just about to leave.
When I passed the guest room, I saw Wolfgang Meyer, the organizer, sitting at the table with a few people.
I then decided quite spontaneously to have a coffee and join the group.
I knew some people.
Some don't.
As it is my way, I got into the conversation very quickly, and after a short time the personable gentleman who was sitting to my right asked me who I actually was.
I replied that people here generally call me Koppi in collectors' circles.
The joyful, exclaimed “YOU are the Koppi ???” irritated me a bit because it came across as open, joyful, warm.
The man I didn't know until then came out as a fan of my BLOG.
Not played, but simply said nice and really interested.
The man pestered me with questions and it developed into a great conversation in which we laughed a lot and the time flew by.
Because the conversation was conducted in such a harmonious, open manner, it stuck in my memory. It was a real “carpe diem” moment for me.
The man who had received me so kindly at the time was Wolfgang Hartung.
Unfortunately, I had to find out a few weeks ago that Wolfgang Hartung passed away in May.
He was known to many in the 1/72 collectors' community, a colleague, a friend.
Among them are many people who knew him much better than I did, but still, when I heard of his demise, I felt the urge to give him a place on this page.
I asked the aforementioned Wolfgang Meyer, who knew him better than I did, whether that was okay. I wanted to reassure myself somewhere, because Wolfgang Hartung and I had only seen each other once.
But why did I feel the need to write something?
What Wolfgang Hartung did not know was that I had enjoyed reading his reports as much as he had enjoyed reading mine.
I was kind of a fan too.
For years he was active on a website www.modelversium.de , where he reported in numerous reports from many model building fairs, model building events and museum trips.
At his side his wife, who then captured the whole thing photographically.
https://www.modellversium.de/galerie/2-ausstellungen/ 
I always enjoyed looking at these reports without knowing who the author was.
I was very pleased when I read his Dioramica gleanings from this 2018 event.
Not least because he mentioned me twice, even though I hadn't exhibited anything, but, as always, just babbled something. So basically nothing special.
The mention of my person was, for me, an indication that Wolfgang had also received our conversation as positively as I did myself.
This “mentioning” was also a special feature in Wolfgang's reports.
He gave the events and, above all, the participants a face, because he repeatedly presented the latter in pictures.
Collectors of the scene inevitably had to stumble upon Wolfgang at some point.
For me he felt like the reporter of the events.
When you got to know him, it was fun too.
Logical.
A topic of conversation was easily found. Connect common interests.
No question.
But what really matters is the HOW you talk to each other.
That is crucial.
And Wolfgang was good at it.
But I don't just want to pay tribute to his reports.
He himself was a gifted diorama builder, which you can guess from the pictures shown in this report.
He was a person who understood the hobby as a whole.
Don't just write and report.
No.
Also go forward yourself, set yourself new tasks, develop new projects and then show them to the interested audience.
And because that was what I felt was his claim, namely to entertain people wherever possible, I dedicate this report to Wolfgang.
It always means the internet doesn't forget.
Then we want to believe that here, too, positively.
I hope that many people will find their way to this little article, because I think he would have been pleased if his work was viewed, appreciated and therefore not forgotten by many people around the world.
His joy at winning the “silver medal” in the audience rating at Dioramica 2018 was evident. There was pride and joy.
His family, friends, acquaintances, all of us, will miss him.
But I wish that each of you will keep the many joyful “Carpe Diem” moments that you must all have had with him deep in your heart and mind.
Bring back these positive memories again and again and think about them with joy.
That is how you live on. Somehow one becomes immortal too.
I only had this one moment in 2018, but that also stuck in my mind and I wanted to share it with you today.
The last entry on his website is a small candle with the date May 21st.
It should shine forever.
 
My condolences go out to the wife, the family and all other mourners.
We collectors will miss Wolfgang, his art and his work.
 
 
Vale Wolfgang

Sonntag, 6. Juni 2021

Overlord Museum - Coleville-sur-Mer, Normandie

Heute ist der Jahrestag der Landung in der Normandie.
Bei der Sichtung meiner diversen Urlaubsfotos ist mir aufgefallen, dass ich Ihnen ein ganz bestimmtes Museum auf meinem BLOG noch gar nicht vorgestellt habe.





Ich hatte mir das für einen speziellen Anlass aufgehoben; na, und dann ist doch dieser heutige Jahrestag im Grunde keine schlechte Wahl.
Das Museum ist nach meiner Meinung DIE Referenzadresse bei einem Besuch der Landungsstrände in der Normandie.
Klar.
Wenn man mehrfach in die Normandie fährt, nimmt man irgendwann auch alles mit, was man ergattern kann.
Da entdeckt man vieles, und die Antwort auf die Frage, welches Museum empfehlen Sie mir, wird von Mal zu Mal schwieriger.
Der Spezialist wird dann sehr bald andere Ausstellungen präferieren, weil ihm der Überblick bekannt ist, und er nach etwas Neuem, speziellen sucht.
Einem Erstbesucher würde ich aber dieses Museum immer als ERSTE ANLAUFSTELLE empfehlen.
Es hat mittlerweile das Museum in Bayeux – siehe Linkliste am Ende des Textes -, das ursprünglich diese Rolle in der Museumslandschaft der Normandie jahrzehntelang besetzte, als erste Referenz abgelöst.
Nun ja. Es ist halt auch ziemlich neu, und wurde von vornherein auch größer konzipiert.
Deshalb ist es eben im Ranking nach vorne gerutscht.








Das Overlord Museum in Colleville-sur-Mer liegt im Gebiet des ehemaligen Landungsabschnitts Omaha Beach. Sie sind somit als Besucher quasi im Zentrum des damaligen Geschehens.


Nach dem Besuch empfiehlt sich natürlich ein ausgedehnter Strandbesuch, um die Überreste der deutschen Stellungen und Bunker zu besichtigen; wenn sie dann noch Zeit und Lust haben, finden Sie in unmittelbarer Nähe noch weitere Museen, aber auch den amerikanischen Militärfriedhof, den zu besuchen ich Ihnen auch auf jeden Fall nahelege.
Warum empfehle ich Ihnen dieses Museum?
Weil es den besten, und auch den modernsten, Überblick über die Geschehnisse des Unternehmens Overlord gibt. Deshalb ist die Namensbezeichnung auch tatsächlich berechtigt.
Sicherlich gibt es neuere, aber auch ältere Museen, in der Normandie, die spezialisiert sind, und somit tiefergehende, detailliertere Informationen zu ganz speziellen Aspekten der Landung in ihren Ausstellungsräumen beherbergen.
Ich erinnere nur an die Airborne Museen, über die ich an dieser Stelle meines BLOGS berichtet habe.
https://thrifles.blogspot.com/2019/04/d-day-experience-museum-dead-mans.html
https://thrifles.blogspot.com/2019/05/memorial-pegasus-ranville.html
https://thrifles.blogspot.com/2019/06/airborne-museum-sainte-mere-eglise.html
Aber den interessantesten Mix hat nach meiner Meinung tatsächlich das Overlord Museum.
Hinzu kommt noch, dass dieses Museum in großen Teilen dreisprachige Informationstexte aufweist, was in der Normandie eher ungewöhnlich ist.


















Michel Leloup hatte die Sammlung früher im Musèe Aout 1944 ausgestellt. Diese Sammlung ist Kern der Ausstellung des Overlord Museums


Neben englischen und französischen Erklärungen finden sich auch Texte in Deutsch.
Sehr angenehm für Menschen, die ein Problem mit Fremdsprachen haben.
Verfehlen können Sie das Museum nicht.
Sollte Ihre Navigation ausgefallen sein, so erkennen Sie es spätestens in dem Moment, wo sie an einigen Panzern vorbeifahren, die vor einem großen Betonbau stehen.
Das wirkt schon, und ist dann auch der erste Eye-Catcher der Anlage.
Die Ausstellung beginnt thematisch dann auch mit der Vorgeschichte der Operation Overlord, und führt den Besucher über die einzelnen Abschnitte der Landung bis hin zum Kessel von Falaise, und als Ausklang die Befreiung von Paris.
















Neben Originaluniformen, reproduzierten Bildern, Waffen und Dokumenten, 


















finden sie natürlich auch schweres Gerät in der Ausstellung.











Ich will hier nur den Panther Panzer mit Strabokran nennen.
Bei diesem Kran handelt es sich um einen Spezialkran, der gebraucht wurde, um die schweren Panzertürme der Deutschen Panzer von der Panzerwanne abheben zu können. Eine solche Werkstattszene wird in einem großen Diorama mit lebensgroßen Figurinen dargestellt.
Diese, für die meisten Museen der Normandie typische Ausstellung, mit lebensgroßen Figurinen, ist hier in Colleville überragend in Szene gesetzt. Man wird quasi in die Zeit hineinversetzt, weil man nicht nur Figuren mit Uniformen sieht, sondern richtige Szenen, in denen diese Figurinen wiederum eingebettet sind.












Diese Szenen wirken für junge Besucher dann fast schon, wie ein Screenshot aus einem Film oder einem modernen Computerspiel.




































































Call of Duty live im Museum.





















































Sie sehen hier im Bericht die Bilder, die ich hier vor Ort geschossen habe.
Es ist also so etwas wie ein virtueller Rundgang, wenn Sie mir folgen.
Die Bilder ersetzen aber in keiner Weise den Besuch, denn das Liveerlebnis ist da schon etwas anderes.
Setzen Sie also bitte dieses Museum auf Platz 1 Ihrer Museumsbesuche in der Normandie.
Es lohnt sich.
 
Viel Spaß mit den Bildern.

P.S.: Im Museumsshop bekommen Sie nicht nur Souvenirs und Bücher. Wenn uns beim Besuch in der Normandie die Utensilien für unser Hobby fehlen sollten, fahren Sie einfach ebenfalls zum Museum.







Und um die Ecke wartet ja jede Menge Sand zum basieren auf Sie. Original Omaha Beach.



Weitere Berichte über Museen in der Normandie hier auf meinem BLOG:




Andere Normandie:










 
Today is the anniversary of the Normandy landings.
When looking through my various vacation photos, I noticed that I haven't even introduced you to a particular museum on my BLOG.
I had saved this for a special occasion; well, and then today's anniversary is actually not a bad choice.
In my opinion, the museum is the first reference address when visiting the landing beaches in Normandy.
OK.
If you go to Normandy several times, at some point you will take everything with you that you can get hold of.
You discover a lot there, and the answer to the question of which museum would you recommend to me becomes more difficult from time to time.
The specialist will then very soon prefer other exhibitions because he is familiar with the overview and is looking for something new and special.
But I would always recommend this museum as the FIRST POINT TO a first-time visitor.
It has now replaced the museum in Bayeux  as the first reference - see Link list at the bottom of the text - which originally occupied this role in the museum landscape of Normandy for decades.
Oh well. It's also pretty new, and it was designed to be larger from the start.
That is why it has just moved up in the ranking.
The Overlord Museum in Colleville-sur-Mer is located in the area of ​​the former Omaha Beach landing area. As a visitor, you are practically in the center of what was happening back then.
After the visit, of course, I recommend an extended visit to the beach to see the remains of the German positions and bunkers; If you still have the time and inclination, you will find other museums in the immediate vicinity, but also the American military cemetery, which I definitely recommend to visit.
Why do I recommend this museum to you?
Because it gives the best, and also the most modern, overview of what was happening during Operation Overlord. Therefore the name designation is actually justified.
Certainly there are newer, but also older museums in Normandy that are specialized and thus accommodate more in-depth, more detailed information on very special aspects of the landing in their exhibition rooms.
I only remember the Airborne Museums, which I reported on at this point in my BLOG.
-see Link list at the end of the text-
But in my opinion the most interesting mix actually has the Overlord Museum.
In addition, this museum has information texts in three languages ​​for the most part, which is rather unusual in Normandy.
In addition to English and French explanations, there are also texts in German.
Very pleasant for people who have a problem with foreign languages.
You can't miss the museum.
If your navigation system fails, you will recognize it at the latest when you are driving past some tanks that are standing in front of a large concrete building.
That works, and is the first eye-catcher.
Thematically, the exhibition begins with the prehistory of Operation Overlord, and leads the visitor through the individual sections of the landing up to the Falaise pocket, and finally the liberation of Paris.
In addition to original uniforms, weapons and documents, you will of course also find heavy equipment in the exhibition.
I just want to mention the Panther tank with a Strabokran.
This crane is a special crane that was used to lift the heavy armored turrets of the German tanks from the armored hull. Such a workshop scene is shown in a large diorama with life-size figurines.
This exhibition, typical of most Normandy museums, with life-size figurines, is superbly staged here in Colleville. You are transported back in time, because you not only see figures with uniforms, but also real scenes in which these figurines are in turn embedded.
For young visitors, these scenes almost look like a screenshot from a film or a modern computer game.
Call of Duty live in the museum.
In the following I will show you in chronological order the pictures that I took here on site.
So it's something of a virtual tour if you follow me.
The pictures are in no way a substitute for a visit, because the live experience is something else.
So please put this museum on the first place of your museum visits in Normandy.
It is worth it.
 
Have fun with the pictures.


P.S.: In the museums shop you can find also hobby material. So, if you need minis, paints, brushes or something else, you will also find it here.
And the basing material?? Original sand from Omaha beach.

Links to other Normandy museum reports on my BLOG



See also: