Sonntag, 23. Juni 2019

Battlegroup Afrika - Pling, Pling


Vor ein paar Monaten war es endlich soweit.
Ich konnte nach einer gefühlten Ewigkeit zu meinem Regal gehen und meine 8th Army Motor Company abstauben.
Da standen Sie.
Die Veteranen verschiedener FoW Schlachten, die sich jetzt neue Erfahrungen und Verdienste, diesmal mit dem Regelsystem Battlegroup, erwerben sollten.
Ich hatte Ihnen diese Einheiten bereits an anderer Stelle in meinem BLOG vorgestellt:
Entsetzt war ich, als ich feststellen musste, dass die Hälfte meiner Panzer zu Hause bleiben musste.
Damals bei FoW hatte ich ein freiwilliges „Downgrading“ meiner Motor Company veranlasst, weil mir Grants viel stylisher für eine Afrika Armee vorkamen, als die Shermans, die in der Starterbox waren.
Shermans waren mir zu „overpowered“. Da hatte ich keine Lust drauf.
Für Battlegroup Tobruk waren die Grants jetzt aber noch zu stark, weil im ersten Band des Regelwerkes nur die Frühphase des Wüstenkrieges abgedeckt wird.
Nun ja.
Nach erster Unzufriedenheit habe ich mich dann doch gefreut, weil ich wusste.
Klasse.
Ein Regelbuch weniger, das ich kaufen muss.
Das für mich dann auch in der Zukunft relevante Buch ist Battlegroup Torch, das ich mir dann mittlerweile auch zugelegt habe.
Aber das erste Spiel machten wir mit der frühen Armeeliste.

Meine stärksten Panzer waren 3 Crusader – muuuhhhhaaaaaaaa-ha-ha-ha -*, unterstützt von meinen goldigen 2pd Portees – noch mehr muuuhhhhaaaaaaaa-ha-ha-ha.
Weil also meine Grants als viel zu stark angesehen wurden – muuuuhhhhaaaaaaaaaa-ha-ha-ha – blieben die im Häuschen und Infanterie musste als Ersatz mit, nebst 2 Bren Carriern, weil die a) stylish), b) schnell und c) auch für mich persönlich sehr typisch für diesen Konflikt sind.
Sven kam – gefühlt – mit einer ganzen Armada schwerer Panzer, was mir anfänglich einen Riesenschreck einjagte.

Der verflog aber schnell wieder, weil bei näherem Hinsehen die Panzer 3 KWK doch noch relativ schwach war, und der Panzer IV eh nur mit der Stummelkanone daherkam. Da konnten ja sogar meine „starken“ Crusader – muuuhhhhaaaaa-ha-ha-ha – bestehen.
Neben den Panzern hatte er dann noch eine PAK nebst Beute LKW, ein SdKfz 222 und Infanterie in einer Halbkette dabei.

Aufgabe war es unsere Truppen über die jeweils gegenüberliegende Spielfeldkante zu bringen. Also ein ganz typisches Durchbruchsszenario.
Ich fuhr zunächst mit meinen Panzern und Portees nach vorne, und versuchte bei einem Dorf und in einem Palmenhain Deckung zu bekommen.

Sven führte seine Panzer nach vorne und brachte schon einmal seine PAK in eine günstige Ausgangsposition.




Typisch für mich. Einer meiner Panzer stand natürlich schon mal im Freien.

Sven rückte weiter vor.


Ich war gerade dabei meine Crusader in Feuerbereitschaft zu setzen, da machte es an ganz anderer Stelle „Pling“ und einer meiner Portees flog in die Luft.

Der Panzer III hatte die passende Lücke entdeckt.


Eine Bedrohung weniger dachte Sven und kurvte mit seinen Panzer IV weiter vor.


Meine Crusader blieben erstmal in Deckung.

Mutig geworden, versuchte der Panzer III jetzt meine rechte Flanke zu bedrohen.


Na und das schaffte er dann auch.
Das nächste Opfer war die Kommandoeinheit im Bren Carrier.

Ich musste reagieren und brachte die LKW mit der Infanterie nach vorne, die jetzt absetzte und in Stellung ging.

Die hatten ein paar Boys Rifles dabei.

Mal sehen, was die brachten.
Sven rumpelte jetzt an seinem linken Flügel weiter nach vorne.


In der Mitte seiner Linie brachte er jetzt einen der Panzer IV in Stellung, der dann auch einen Volltreffer auf einem meiner Crusader landete.

Irgendwie sah es jetzt so aus, dass bei ihm alles rollte, während bei mir alles brannte.

Ich versuchte meine Front zu stabilisieren.


Auch ein Luftschlag brachte nichts.

In diesem Übersichtsfoto sieht man, wie sich Sven immer weiter vortastete. Ich war schon völlig in die Defensive gedrängt.



Das war dann auch der Punkt, an dem ich dachte, ich werde doch nicht enden, wie mein Missionsziel??

Zumindest schaltete mein Crusader am linken Flügel einen seiner Panzer IV aus.

Na immerhin.
Meine Infanterie fand genügend kaputte Panzer, um in Deckung zu gehen.

Dann gelang mir ein Glückstreffer mit meinem Crusader auf seine PAK.

Gut.

Eine Bedrohung weniger.
Aber Sven war nicht geschockt, und fuhr weiter nach vorne, immer das Szenarioziel vor Augen.





Es machte „Pling“ und der nächste Crusader flog in die Luft.

Meine Infanterie konnte dann aber mit einem Glückstreffer einen der Panzer III ausschalten.


Aber… es sah nicht gut aus.

Mittlerweile hatte es auch meinen letzten Portee erwischt, und jetzt blieb mir nur noch ein Crusader aus meinem ehemals so umfangreichen und starken  - muuuhhhhaaaaaaaa-ha-ha-ha - Fahrzeugpark.

Sven brach an meinem linken Flügel komplett durch.

Damit war der Kampf entschieden.

Auf die letzte Runde verzichteten wir, da er in diesem eh nur noch über die Spielfeldkante gerollt wäre.
Das Fazit.
Battlegroup in der Wüste ist schon klasse. Es entwickelte sich eine echte Bewegungsschlacht, weil wir ja viel weniger Deckung hatten, als bei unseren Normandiespielen.
Allerdings muss man auch sagen, dass hier in der offenen Ebene schon die Gefahr besteht, dass die Einheiten schneller zerstört werden.
Letztendlich kommt es da dann schon auf Würfelergebnisse an.
Lehre aus der Schlacht war für mich aber auch noch etwas ganz anderes.
Ja.
Ich muss wieder Einheiten für Afrika bemalen.
So geht das nicht.
Da müssen andere, stärkere Fahrzeuge her.
In meinem nächsten Spielbericht werde ich Euch dann erzählen, wie sich diese geschlagen haben.


* muuuhhhhaaaaaaaa-ha-ha-ha -* = ein lautes, ob der im Text implizierten Ironie, recht lautes, vielleicht auch leicht wahnsinnig  wirkendes Lachen.

Zur Aufheiterung noch ein anderes Pling, Pling oder Blink, Blink, dass mir viel besser gefällt...




A few months ago my 8th Army Motor Company, veterans of various FoW battles, came back to life. Now it was their task to acquire new experiences and merits with the Battlegroup ruleset.
I've already introduced these units elsewhere in my BLOG:
I was horrified when I realized that half of my tanks had to stay at home.
Back in FoW, I had voluntarily downgraded my Motor Company because Grants seemed a lot more stylish to a desert army than Shermans who were in the starter box.
For Battlegroup Tobruk these Grants were still too strong, because in the first volume of the rules only the early phase of the war in Africa is covered.
The book that is relevant for me in the future is Battlegroup Torch, which I have gained in the meantime.
But the first game we’ve played in Africa, we did with the early army list.
My strongest tanks were 3 Crusader tanks- muuuhhhhaaaaaaaa-ha-ha-ha* - supported by my nice 2pd Portees - even more muuuhhhhaaaaaaaa-ha-ha-ha.
So, because my Grants were considered too strong - muuuuhhhhaaaaaaaaaa-ha-ha-ha – they stayed at home and the tanks had to be replaced with infantry.
I took also two Bren carriers with me, because a) they are stylish), b) they are fast and c) in my opinion very typical for this conflict.
Sven advanced with a whole armada of heavy tanks, which initially scared me.
But…, on closer inspection, the main guns of the Panzer III and also of the early Panzer IV were relatively weak.
Even my "strong and fabulous" Crusaders - muuuhhhhaaaaa-ha-ha-ha - could survive.
In addition to the tanks, he had an AT gun with him, a booty truck, a SdKfz 222 and infantry in a halftrack.
The task was to bring our troops across the opposite edge of the field.
So a very typical breakthrough scenario.
I drove forward with my tanks and portees, trying to find cover in a small village and in a palm grove.
Sven led his tanks forward and had already brought his AT gun in a favorable starting position.
Of course, one of my tanks was already in the open.
Sven moved on.
I was about to put my Crusaders in readiness to fire, then suddenly I heared a “Pling” and one of my Portees flew into the air.
The Panzer III had discovered the appropriate gap.
Also the Panzer IV of Sven continued to drive forward.
In addition the Panzer III tried to threaten my right flank.
Well, he did that too.
The next victim was my command unit in the Bren Carrier.
I had to react and brought my trucks with the infantry to the front, which now disembarked.
They had a few Boys Rifles with them.
In the middle of Svens battleline, he brought one of his Panzer IV in position, which also landed a direct hit on one of my Crusaders.
It looked like everything was rolling for Sven, while for me everything was burning.
Even an ordered air strike puffed away.
In this overview photo you could see how Sven made the ground.
I was already completely on the defensive.
At least my Crusader switched off one of Svens Panzer IVs on the left wing.
My infantry found enough broken tanks to take cover.
Then I managed a lucky punch with my Crusader on his PAK.
Well.
But Sven was not shocked, and continued to drive forward, always the scenario goal in mind.
It made “Pling” and the next Crusader flew into the air.
A lucky hit of my infantry destroyed one Panzer III.
Meanwhile, I had also lost my last Portee, and now I had only one Crusader left.
Sven made a breakthrough on my left wing.
So the fight was decided.
The conclusion.
Battlegroup in the desert is great. The art of war is fast and aggressive, because you have much less cover than in our Normandy games.
However, one must also say that in the open desert there is already the danger that the units will be destroyed faster.
So dice rolls are decisive.
But I have learned the following.
Yes.
I have to paint units for Africa.
My forces were to weak.
There must be other, stronger vehicles.
In my next game report, I will tell you something about the new forces.

* muuuhhhhaaaaaaaa-ha-ha-ha* - bursting out laughing

Sonntag, 16. Juni 2019

Luxemburg 1684


Sollten Sie meine lieben Leser noch niemals die Stadt Luxemburg besucht haben, dann empfehle ich Ihnen dies ganz schnell zu ändern.
Luxemburg gehört irgendwie zu den immer noch unterschätzten Hauptstädten zumindest aus der Sicht vieler Deutscher.

Man kennt Rom, London, Paris, Wien, Amsterdam (den Haag) oder auch Madrid. Natürlich auch Prag.
Aber Luxemburg??
Nun ja. Nicht unbedingt, wenn man denn nicht in Grenznähe wohnt.
Warum ist das so?
Vielleicht, weil man mit Luxemburg nicht punkten kann? Weil Freunde und Bekannte nicht vor Ehrfurcht erstarren, wenn man sagt:
Hey; ich war in Luxemburg und hab da Urlaub gemacht!



Vielleicht aber auch, weil viele Leute gar nichts mit unserem kleinen Nachbarland mit der lëtzebuergesch-französisch-deutschen Multikultur anfangen können. 
Weil sie die Stadt, und das Land, nicht greifen, nicht fassen können.
Ja. Ich denke es ist letzteres.
Ein deutscher Tourist, der eben nicht aus NRW oder Rheinland Pfalz kommt, hat die Region einfach nicht mehr im Blickfeld.
Man fährt an Luxemburg vorbei. Es sei denn man hat in irgendeiner Form eine Verbindung zu Stadt und Region.
Das war mal definitiv anders.
Vor allem in Kriegszeiten.
Bevor ich aber auf diese kommen werde, noch ein kleiner touristischer Hinweis.
Wenn man dann doch den Entschluss gefasst hat die Stadt zu besuchen, und man sich Reiseführer besorgt, oder auch einfach mal im Internet quer gelesen hat, wird man sehr schnell auf die Kasematten der Stadt verwiesen. Die in den Fels getriebenen Höhlen und Gänge, die Teil der Festung waren, können heute besichtigt werden und sind dann auch tatsächlich eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt.
Der normale Tourist latscht da auch durch, findet vor allem die Illuminationen, mit denen dort heute gespielt wird toll, sieht behauenen Fels, irgendwelche große Mauern, und denkt sich. Schon cool die „Burg.“
Der leicht historisch Interessierte rümpft da dann schon die Nase und meint. Nein, nein. Keine Burg. Eine Festung. Viel besser und gewaltiger. Aber wie genau weiß ich jetzt auch nicht.
Diese Irritation, sich eben nicht genau vorstellen zu können, was  das denn jetzt hier mit der Festung auf sich hat, fußt auf einem ganz speziellen Grund.
Die Stadt wurde auf der Londoner Konferenz 1867 als neutral erklärt und es wurde beschlossen, die gesamte Festung zu schleifen.
Na und da sind dann ja auch schon wieder einmal 150 Jahre, und Zeitzeugen aus der Zeit gibt es halt nicht mehr. Zum Glück ein paar Bilder.



Luxemburg war bis zu diesem Zeitpunkt unter einem ganz bestimmten Ehrennamen bekannt. Ein Name, der die Bedeutung der Stadt treffend bezeichnete: Gibraltar des Nordens.
Ich war jetzt noch nie persönlich in Gibraltar, aber alle die den Felsen dort unten besucht haben, konnten mir viel Beindruckendes von der Festung erzählen. Gibraltar ist eine in den Fels gehauene Verteidigungsanlage, die dann auch irgendwie – noch heute – als uneinnehmbar gilt.
Genau diesen Charakter hatte über Jahrhunderte hinweg auch die Stadt Luxemburg.

Und Luxemburg war in früheren Jahrhunderten wichtig, weil diese Festung genau an der Nahtstelle zwischen den Besitzungen der Habsburger – zunächst spanisch, dann österreichisch – und Frankreich lag.
Man musste Luxemburg besitzen, wenn man einen strategischen Weitblick hatte; und deshalb war diese Stadt auch entsprechend zu befestigen.
(Luxemburg 1590)

Aber wie können jetzt Sie als Besucher, dass alles nachvollziehen? Wie können Sie sich das Gefühl zurückholen.
Im Grunde ganz einfach. Parken Sie schon mal auf dem großen Parkplatz der Stadt mit dem bezeichnenden Namen Glacis.
Der Fan für Festungsgeschichte kann dann damit schon etwas anfangen.
Ein Glacis „…ist im neuzeitlichen Festungsbau eine von der Feldseite her leicht ansteigende Erdanschüttung vor dem Graben. Es diente den Verteidigern auf den Wällen als Schussfeld und bietet durch die Vermeidung toter Winkel Angreifern möglichst wenig Deckung.“
Das schreibt die Wikipedia zu dem Thema.
Sie selbst wundern sich zunächst, warum da mitten in einer europäischen Hauptstadt ein so großer freier, ungenutzter Platz ist.
Eben genau deshalb.  Er war einmal Teil der Festungsanlage, was sie aber nicht unbedingt erkennen werden.
Von diesem Parkplatz aus bewegen Sie sich dann durch einen Grüngürtel , der aus der Luft betrachtet, den alten Teil der Stadt, dann auch von ihren modernen Auswüchsen ganz sauber abtrennt.
Ja.
An dieser Stelle waren dann früher, eben vor 1867, ganz viele Befestigungen, die eben geschliffen wurden. Zum Glück haben die Luxemburger diese nun frei gewordene Fläche jetzt nicht bebaut, sondern der Stadt eine grüne Lunge geschaffen. Das  ist schon einmal richtig toll.
Wir in Deutschland haben das an vielen Orten nicht kapiert, dies so zu machen.
Aber.
Jetzt wissen Sie als Besucher immer noch nicht was Sache ist.
Sie bewegen sich durch eine Stadt, die Ihnen irgendwie vertraut, aber auch irgendwie komplett fremd vorkommt. Diese französisch-deutsche Prägung ist beeindruckend. Sie denken, Sie sind irgendwo in Frankreich; aber eben doch nicht.
Sprachfetzen, die Sie aufschnappen, sind mal in französisch, manche in deutsch, aber die meisten in der Landessprache, die Ihnen aber auch irgendwie vorkommt, wie ein sehr spezieller Hunsrücker oder Eifler Dialekt. Kein Wunder. Die beiden Regionen grenzen ja an das Land Luxemburg an, und der Sprachraum ist tatsächlich verwandt.
Aber wir wollen ja die Festung fassen können. Wie machen wir das?

Gehen Sie bitte zum Place de la Constitution und zum Denkmal der „Gëlle Fra“.


Ja; der Platz wimmelt von Touristen, aber auch Sie müssen da hin. Vertrauen Sie mir.
Wenn Sie dann an diesem Denkmal ankommen, gehen Sie bitte vor zur Brüstung und dann verstehen Sie was ich meine. Stellen Sie sich bitte dahin und schauen Sie erst nach links, dann nach rechts, dann nach unten.
Ich denke, es wird Ihnen wie mir gehen.
Sie werden einmal kurz Luft holen und „alle Achtung“ denken. Wenn Sie Höhenangst, so wie ich haben, werden Sie sich hier schon zur Brüstung vortasten, weil sie nicht genau wissen, was Sie erwartet.



Hier an dieser Stelle stehen sie auf den Resten einer Bastion. Wenn sie an der rechten Seite dann nach unten schauen, sehen sie den Place de la Constitution, der wiederum auf einem Ravelin liegt. 




Ein Ravelin ist„ … ein eigenständiges Werk, dessen Aufgabe es ist, die Kurtine, also den Wall zwischen zwei Bastionen, zu schützen – daher sein deutscher Name Wallschild – und gleichzeitig deren Facen zu flankieren.“ (Wikipedia)


Na und egal, ob Sie jetzt nach links, nach rechts, oder auch nach unten schauen, sie sehen überall dicke feste, leicht angeschrägte Mauern, die sich metertief nach unten in das Tal des „Petruss“ ziehen, und gefühlt irgendwo im Nirgendwo enden.




Der Blick ist beeindruckend, und jetzt können Sie an dieser Stelle auch wirklich fassen, was es mit dieser Festung mal auf sich hatte.
Stellen Sie sich das Ganze einfach verdoppelt, verzehnfacht, verhundertfacht rund um die Stadt vor und sie können sich einen Eindruck machen.
Ich hoffe Ihre Fantasie reicht dafür aus.
Im Grunde ist es schade, dass die Stadt 1867 neutralisiert wurde.
Was ein Anblick, wenn Luxemburg noch heute die Wallanlagen hätte, die Sie hier auf diesem Bild sehen können.
(Luxemburg 1794)

Es ist ja auch geradezu bezeichnend, dass der kleine Bach der unten an der Wallanlage durch das Tal sich schlängelt „Petruss“, also der Steinige heißt.
Hier, an dieser Stelle war alles steinig. Selbst das Wasser. Das haben sicherlich auch Belagerer, die vor dieser Festung gelegen haben, gedacht.
Um den Eindruck der Festung noch weiter greifen zu können, jetzt auch an diesen Mauern entlang sich nach unten, in das Tal begeben, und dieser luxemburgische Stadtteil, der heißt dann auch bezeichnenderweise „Grund“.
Hier unten am Grund kapieren Sie dann auch, warum der so heißt. Schauen sie einfach nach oben. Vor Ihnen ist dieser Berg mit Mauern; und sie stehen am (im) Grund, also unten, und denken, „Hier soll ich ne Sturmleiter anstellen???? Hier soll ne Bresche geschlagen werden??? Ich komm da trotzdem nicht hoch!!!!“








Gänzlich fertig sind Sie aber bestimmt, wenn Sie sich den folgenden Plan nochmals genauer anschauen.

(Die Nr. 29 Bastion Beck)


Da sehen Sie dann nämlich, dass diese Bastion und der Ravelin, die Sie ja jetzt schon so richtig beeindruckt haben, ja nur ein klitzekleiner Teil der zweiten, bereits schwächeren Linie der Festung darstellen!!!!!

Diesem innerstädtischen Abschnitt war ja noch eine komplette Festungsanlage jenseits des Petruss Tals vorgelagert, auf dem Gebiet, wo sich dann heute der Hauptbahnhof der Stadt, und somit der Stadtteil Gare, sowie der Stadtteil Bonneweg erstrecken. 
Dieser Teil der Festung wurde allerdings komplett überbaut. Gehen Sie nicht auf die Suche. Sie finden da nichts.
Schauen Sie sich lieber die Kasematten an, dann noch das Historische Museum der Stadt, wo Sie sehr viel über die Stadtgeschichte erfahren, und natürlich auch das Festungsmuseum der Stadt Musée Dräi Eechlen im ehemaligen Fort Thüngen auf dem Kirchberg, also im Nordwesten der Stadt (hier sehen sie dann auch noch Originalreste der Festung, das rekonstruierte Fort, nebst der Ausstellung).


(Die Nr. 59 ist das Fort Thüngen, das heutige Museum)

Aber bevor sie dorthin fahren, müssen Sie ja noch zum Parkplatz zurück; machen Sie auf dem Weg noch einen Schwenk zur Redoubt Lambert, die sich nicht weit vom Place de la Constitution befindet.

Hier bekommt man dann auch noch einmal einen tollen Eindruck, wie eine solch „kleine Redoubt“ aufgebaut war.

(Die Nr. 13 ist die Redoubt St. Lambert)

Wenn Sie das alles in Ruhe sehen wollen, dann planen Sie sich wirklich mindestens zwei Tage ein. Für einen Tagestrip wäre das tatsächlich ein sehr strammes Programm. Sie wollen ja sicherlich auch noch die Stadt genießen.
Wenn man dann diese Festungsanlage und die Geschichte für sich erfasst hat, dann kommt es einem noch viel unglaublicher vor, dass diese Festung mehrfach belagert wurde.
1795 musste die Stadt nach einer siebenmonatigen Belagerung vor den französischen Revolutionstruppen kapitulieren, aber nur nachdem die Vorräte ausgegangen waren.
Das man so lange aushalten konnte, hatte man im Grunde einem Franzosen zu verdanken, denn dieser hatte die Stadt nochmals perfektioniert, nachdem er persönlich eben dieselbige im Jahr 1684 erobern konnte.
(Luxemburg 1652)

(Luxemburg 1686)

Die Belagerung von Luxemburg im Jahr 1684 dauerte vom 27. April bis zum 7. Juni. Die Stadt selbst wurde dabei im Grunde nicht erobert, wenn sie auch große Schäden aufwies und durch den französischen Beschuss viele Häuser zerstört, und fast 3000 Verteidiger durch Verwundungen oder aber auch Krankheiten umkamen.
Der Kommandant Luxemburgs befürchtete eine Plünderung der Stadt durch die Franzosen und zog deshalb die ehrenvolle Kapitulation vor.
Aber auch für die Belagerer war der Kampf um Luxemburg kein Zuckerschlecken. Man hatte selbst Verluste in Höhe von 8000 Mann.
In den Reunionskriegen des Sonnenkönigs war Luxemburg schon mehrfach Ziel von Angriffen. So im Jahr 1681/82 und auch im Jahr 1683.
Diese Unternehmen scheiterten zwar, aber Ludwig gab sein Ziel nicht auf. Wollte er zum Ziel kommen, musste diese Stadt fallen. Ein Vorstoß zum Rhein oder in den Norden mit einer so starken Festung wie Luxemburg an der Flanke stellte eben immer eine Gefahr dar.
Deshalb schickte er 1684 erneut eine Armee von 25.000 Mann gegen die Stadt, die immer noch aufgrund der Belagerung des Vorjahres geschwächt war, und wo es vor allem an Munition und Verpflegung mangelte.
Auch war es relativ unwahrscheinlich, dass der Kaiser ausreichende Truppen zum Entsatz heranschicken konnte, denn in Wien war man ja noch mit der Belagerung - bzw. den Nachwirkungen derselbigen - durch die Türken beschäftigt.






Die spanischen Truppen in der Stadt standen unter dem Kommando des Fürsten de Chimay und des Comte de Tille. Sie zählten etwa 4090 Mann mit 600 Pferden. Hinzu kamen 600 Bewohner der Stadt, die sich freiwillig gemeldet hat
Die Franzosen hatten einen Belagerungspark von 70 Geschützen. Um die Festung herum wurden eigene Verteidigungsanlagen gebaut, von einem Heer zwangsrekrutierter Bauern. Man geht hier von über 10.000 Arbeitern aus.


Die Belagerung selbst stand unter dem Oberbefehl des französischen Belagerungskünstlers par exellence  eben Vauban persönlich, dem Schöpfer zahlreicher Festungen an den französischen Grenzen.
Er wandte hier in Luxemburg dann auch alle Regeln der Kunst an: Die Festung wurde beschossen, Minen wurden gegraben, Laufgräben errichtet, Breschen geschlagen.




Aber auch die Verteidiger machten Gegenausfälle, gruben ebenfalls Tunnel, um an die Geschützbatterien der Verteidiger zu kommen, und es kam zu erbitterten Nahkämpfen in den Gräben.
Diese Kämpfe, und vor allem den Kampf um die Bastion Barlaimont thematisiert Prof. Klaus Gerteis in einem weiteren Großdiorama im Freilichtmuseum Roscheider Hof bei Trier/Konz.
Über weitere Dioramen dieses Museums hatte ich hier berichtet:
Die Redoute war über mehrere Tage gezielt beschossen geworden, und die Verteidiger mussten sich letztendlich aus ihr zurückziehen. Die Kontergarde Barlaimont wurde unterminiert, und konnte daraufhin von den Angreifern gestürmt werden. Die Franzosen wurden dann zwar wieder vertrieben, aber sie hatten die Anlage zuvor gesprengt. Ab dem 31. Mai wurde dann die Bastion Barlaimont selbst bedroht.
Auch im Bereich des Luxemburger Schlosses wurden die ersten Breschen durch Geschützfeuer geschlagen.
Dieses Szenario stellt Professor Gerteis in seinem Diorama vor.






Man sieht die angreifenden Franzosen, die versuchen durch die Bresche in die Festung zu stürmen. Die Verteidiger sind noch beschäftigt diesen Angriff abzuwehren. Man erkennt neben diesem Teilabschnitt der Festung, aber auch die Laufgräben der Belagerer, die Geschützstellungen, anrückende Truppen, die sich in die Festungsgräben begeben, um von hier aus die innere Linie anzugreifen; andere versuchen die Bastion zu unterminieren und man sieht auch die Kommandogruppe der Franzosen, neben einer der Hauptbatterien. 
















In ihrer Mitte Vauban selbst, bekleidet mit einem Kürass.


Nach der Kapitulation wurde es der spanischen Besatzung erlaubt mit Pferden, Bewaffnung und Fahnen die Stadt zu verlassen.
Die Stadt wurde dann zunächst von den Franzosen für mehrere Jahre besetzt, kam aber in den Friedensverhandlungen nach dem Spanischen Erbfolgekrieg 1714 wieder zu den Österreichischen Niederlanden, blieb also habsburgisch.
Das Diorama von Herrn Gerteis hat bei mir tatsächlich einiges bewegt.
Die dargestellte Szene erinnerte mich wirklich nachträglich nochmals an meine verschiedenen Besuche in Luxemburg .










Ich habe die Befestigungsanlagen, die ich dort vorgefunden habe, tatsächlich so beeindruckend wahrgenommen, wie beschrieben.
Jetzt habe ich aber noch ein paar Informationen mehr, weil ich mich eben auch mit der Festungsgeschichte beschäftigt habe, inspiriert durch dieses Diorama im Roscheider Hof.
Na und Sie können sich schon denken, dass der nächste Besuch Luxemburgs schon ganz oben auf der To Do Liste steht.
Außerdem sind mir durch die Präsentation nochmals die Epoche und deren Uniformen näher gekommen.
Sie sehen an den gezeigten Flachfiguren, dass hier zu diesem Zeitpunkt gerade ein Epochenwechsel stattfindet.
Die Uniformen sind schon genauso, wie sie auch bezeichnet werden: Sie sind uniform!! Die Regimenter tragen gleiche Kleidung, im gleichen Schnitt, mit den gleichen Farben.
Ein paar Jahrzehnte früher war dies ja noch nicht so.
Gleichzeitig sieht man aber auch, dass die Einführung des Dreispitzes noch etwas auf sich warten lässt. Um 1700 rum ist der dann schon Standard und sollte es auch 100 Jahre lang bleiben.
Im Reunionskrieg 1683/84 trug man hingegen noch den Schlapphut, der dann erst später an den Seiten hochgeklappt wurde, und zum Dreispitz wurde.
Wenn Sie sich jetzt überlegen, Mensch, da könnten mir jetzt auch Miniaturen gefallen, empfehle ich Ihnen zwei Figurenreihen in unterschiedlichen Maßstäben.
In 15 mm gibt es von Legio Heroica tolle Minis.
Hier die Vienna 1683 – Esercito Imperiale Reihe.
In 25 mm empfehle ich Warfare Miniatures.
Dann sei mir noch eine Bemerkung zur Begrifflichkeit des Krieges erlaubt.
Im Deutschen spricht man zwar auch von DEN Reunionskriegen, wenn man die verschiedenen Kriege Ludwig XIV. im Allgemeinen bezeichnen will. Hier fungiert der Begriff als Gattungsbegriff.
Gleichzeitig wird dann aber auch der Krieg von 1683/84 mit seinem Hauptereignis der Belagerung von Luxemburg als „Reunionskrieg“ an sich bezeichnet.  Lassen Sie sich da nicht verwirren.
Zum Abschluss noch eines.
Wenn Sie Luxemburg besuchen und die Reste dieser beeindruckenden Anlagen vor sich sehen, denken Sie bitte immer daran, dass diese wirklich einmal einem Zweck dienten.
Einen Zweck, an den Luxemburg heute als Stadt europäischen Flairs zum Glück nicht mehr denken muss.
Die Stadt muss sich nicht mehr gegen Angreifer verteidigen.
In einem vereinten Europa ist das zum Glück nicht mehr notwendig.

Bewahren wir uns diese Einstellung und diese Idee.




If you, my dear readers, have never visited the city of Luxembourg, then I recommend that you change this very quickly.
Luxembourg is somehow one of the still underrated capitals, at least from the point of view of many Germans.
We know Rome, London, Paris, Vienna, Amsterdam (The Hague) or Madrid. Of course, Prague too.
But Luxembourg ??
Oh well.
Not necessarily, if you do not live near the border.
Why is that?
Maybe because you can not score with Luxembourg?
Because friends and acquaintances do not scream and salute you when one says:
Hey; I was in Luxembourg and mad my holidays there!
They can not grasp the city, and the country.
Yes. I think it's the latter.
A German tourist who does not live in North Rhine-Westphalia or Rhineland-Palatinate has the region not in his personal field of vision.
You drive PAST Luxembourg. Unless you have any connection to the city or the region.
In former times that was definitely different.
Especially in wartimes. Here Luxembourg was a focus point.
But before I come to this, a tip for tourists
If you then decided to visit the city, you will be very quickly referred to the casemates of the city. The rock-driven caves and corridors that were part of the fortress can now be visited and are actually one of the main tourist attractions in the city.
The normal tourist also slips through the casemates, fascinated from the rocks and walls and from the illuminations that are shown here, and thinks himself. Already cool the "castle."
The slightly historically interested then hots his nose and says. No, no. Not a castle. A fortress.  Much better and more powerful.  But how …. I do not know exactly?
And that has a reason.
The city was declared neutral at the London Conference in 1867 and it was decided to drag the entire fortress.
Well, there are 150 years, and eyewitnesses from that time are no longer there.
Luckily a few pictures.
Luxembourg was known by a very special name of honor until then.
A name that aptly described the importance of the city: Gibraltar of the North.
I've never been to Gibraltar before, but anyone who visited the rocks down there could tell me a lot about the fortress. Gibraltar is a defensive structure carved into the rock, which then somehow - even today - is considered impregnable.
Exactly this character was also described for the fortress of Luxembourg.
And Luxembourg was important in earlier centuries because this fortress was right at the interface between the possessions of the Habsburgs - first Spanish, then Austrian - and France.
You had to claim for Luxembourg, if you had a strategic vision; and therefore this city had to be fortified accordingly.
But how can you, as a visitor, understand that? How can you get the feeling back?
It's really simple. Be sure to park in the large parking lot of the city with the telling name “Glacis”.
A glacis "... Early modern European fortresses were so constructed as to keep any potential assailant under the fire of the defenders until the last possible moment. On natural, level ground, troops attacking any high work have a degree of shelter from its fire when close up to it; the glacis consists of a slope with a low grade inclined towards the top of the wall.. "
(Wikipedia).
You yourself first wonder why there is so much free, unused space in the middle of a European capital.
Now, you know why. It was once part of the fortress, but you will not necessarily recognize it.
From this car park, you then move through a green belt that separated the inner city from their modern excesses quite clean.
Just before 1867 here you find the fortifications of the fortress.
Please go to the Place de la Constitution and the monument of "Gëlle Fra".
Yes; the place is full of tourists, but you have to go there too.
Trust me.
When you arrive at this monument, please go to the parapet and then you will understand what I mean.
Please stand there and look first to the left, then to the right, then down.
I think you will feel like me.
You will take a short breath and think "all respect".
Here at this point you stand on the remains of a bastion. If you look down on the right side, you will see the Place de la Constitution, which in turn is situated on a ravelin.
A Ravelin is "... an independent work, whose task is to protect the curtain, so the wall between two bastions and at the same time to flank their faces." (Wikipedia)
Well, no matter whether you look to the left, to the right, or down, everywhere you see thick, solid, slightly beveled walls stretching meter-deep down into the valley of the "Petruss," and  you think they're ending somewhere in nowhere.
The view is impressive, and now you can really grasp what this fortress was all about.
Just imagine it doubling, tenfold, hundreds of times around the city and you can make an impression.
I hope your imagination is enough.
In fact, it is a pity that the city was neutralized in 1867.
What a sight, if Luxembourg still had the ramparts that you can see here in this picture.
It is also quite characteristic that the small stream that meanders down the ramparts through the valley called "Petruss", meaning the stony one.
Here, everything was rocky. Even the water. The besiegers who lay in front of this fortress thought so too.
In order to further grasp the impression of the fortress, you must go down these walls, down into the valley, and to Luxembourg district, which is also significantly called “Grund” (ground).
Here at the bottom of the walls you get the idea why it's called “Grund” (ground).
Just look up.
In front of you this mountain of walls rises up in the air.
And you are standing at the bottom, and thinking, "Here I should scale the walls ???? Here is a breach to be beaten ??? I can not get up there anyway !!!! "
But pleas have a look at the following plan.
You see that this Bastion and the Ravelin, who already impressed you, belonged only to the second, already weaker line, of the fortress!!!!!
This inner-city section was still preceded by a complete fortress, in the area where then today the main train station of the city, and thus the district “Gare”, is situated.
However, this part of the fortress was completely overbuilt. You will not find anything there.
Take a look at the casemates, then visit the Historical Museum of Luxembourg, where you will learn a lot about the history of the city and, of course, then go to the fortress museum “Musée Dräi Eechlen” in the former Fort Thüngen on the Kirchberg, in the northwest of the city (here you will also see original remains of the fortress, the reconstructed fort, and the exhibition).
But before you go there. Take another swing to the Redoubt Lambert, which is not far from Place de la Constitution.
Here you also get a great impression, how such a "small Redoubt" was built.
If you want to see it all, then you really should plan on at least two days. For a day trip that would actually be a very tight program. Surely you also want to enjoy the city.
Once you have understand this fortress and the history, then it seems even more incredible that this fortress was besieged several times.
In 1795, after a seven-month siege, the city had to surrender to the French revolutionary forces, but only after the supplies ran out.
That one could endure so long, one had basically a Frenchman to owe, because he had perfected the city again, after he personally could conquer it in 1684. It was Vauban himself.
The siege of Luxembourg in 1684 lasted from 27 April to 7 June. The city itself was basically not conquered, although it had great damages by the French bombardment, and nearly 3,000 defenders were killed by wounds or even illnesses.
The commander of Luxembourg feared a plunder of the city by the French and therefore preferred the honorable surrender.
But even for the besiegers the fight for Luxembourg was no picnic. One had losses of 8000 men.
In the Reunion Wars of the Sun King Luxembourg was already several times target of attacks. So in 1681/82 and also in 1683.
These attacks failed, but Ludwig did not give up his goal. If he wanted to reach the goal, this city had to fall. An advance to the Rhine or to the north with such a strong fortress as Luxembourg on the flank was always a danger.
Therefore, in 1684 he again sent an army of 25,000 men against the city, which was still weakened due to the siege of the previous year, and where there was a shortage of ammunition and food.
The Spanish troops in the city were under the command of Prince de Chimay and the Comte de Tille. They counted about 4090 men with 600 horses. In addition, there were 600 residents of the city who volunteered.
Also, it was relatively unlikely that the Kaiser could send sufficient troops to relieve, because in Vienna, one was still busy with the siege - or the aftermath of teh siege - by the Turks.
The French had a siege park of 70 guns. Around the fort they built their own defenses, by an army of compulsorily recruited farmers. One assumes here from over 10,000 workers.
The siege itself was under the supreme command of the French siege artist in general, Vauban, the creator of numerous fortresses on the French frontiers.
He then applied all the rules of art here in Luxembourg: the fortress was bombarded, mines were dug, trenches were built, breaches were made.
But the defenders made counter-attacks, also dug tunnels to get to the gun batteries of the defenders, and there was fierce close combat in the trenches.
Prof. Klaus Gerteis shows us these fights, and above all the fight for the Bastion Barlaimont, in another large diorama in the open-air museum Roscheider Hof near Trier / Konz.
I have reported here about other dioramas of this museum:
https://thrifles.blogspot.com/2018/08/roscheider-hof-zinnfigurenmuseum-lager.html

The redoubt had been targeted for several days, and the defenders finally had to withdraw from it. The counter Guards Barlaimont was undermined, and could then be stormed by the attackers. The French were then expelled again, but they had blown up the plant before. As of May 31, then the bastion Barlaimont itself was threatened.
Also in the area of ​​the Luxembourg castle the first breaches were struck by gunfire.
This scenario is presented by Professor Gerteis in his diorama.
You see the attacking Frenchmen trying to storm through the breach into the fortress. The defenders are still busy repelling this attack. You see also the trenches of the besiegers, the gun positions, advancing troops, who go into the fortress trenches, to attack from here the inner line; others try to undermine the bastion and you can also see the commando group of the French, next to one of the main batteries. In her midst Vauban himself, wearing a cuirass.
After the capitulation, the Spanish crew was allowed to leave the city with horses, armaments and flags.
The city was then initially occupied by the French for several years, but came back to the Austrian Netherlands in the peace negotiations after the War of Spanish Succession in 1714.
The diorama of Mr. Gerteis has impressed me a lot.
I actually perceived the fortifications in Luxembourg as impressive as described.
But now I have some more information, because I have just dealt with the fortress history, inspired by this diorama in Roscheider Hof.
Well and you can already imagine that the next visit to Luxembourg is already at the top of my personal To Do list.
In addition, the presentation brought me closer to the epoch and its uniforms.
You can see from the flat figures shown that an epoch change is taking place here at this time.
The uniforms are exactly as they are called: they are uniform !! The regiments wear the same clothes, in the same style, with the same colors.
This was not the case a few decades earlier.
At the same time, however, you can see that the introduction of the tricorne is still far behind. Around 1700 it’s standard and it should stay for 100 years.
In the Reunion War  1683/84, however, one still wore the floppy hat, which was later folded up on the sides, and became the tricorne.
If you now thinking about miniatures for the conflicts of the Reunion I recommend you two rows of figures in different scales.
In 15 mm there are great minis from Legio Heroica.
Here you can use the Vienna 1683 – Esercito Imperiale range.
In 25 mm have a look at Warfare Miniatures.
Then I would like to comment on the terms of the war.
In German one speaks of the “Reunionskriege” (Wars of Reunion), if one wants to designate the different wars of Louis XIV in general. Here, the term acts as a generic term.
At the same time, however, the war of 1683/84, with its main event of the siege of Luxembourg, is referred to as the "Reunionskrieg” (Singular term) (Reunion War). Do not get confused.
So, when you visit Luxembourg and see these impressive rests of the fortress, please always remember that they really did serve one purpose at a time.
A purpose to which today, as a city of European flair, Luxembourg no longer has to think about.
The city no longer has to defend itself against attackers. Fortunately, this is no longer necessary in a united Europe.


Let us keep this attitude and this idea.