Sonntag, 15. Februar 2026

Valor and Fortitude - Szenario 2026

Valor&Fortitude scheint mir zurzeit das zu sein, was man gemeinhin als den „heißen Scheiß“ bezeichnet. Das liegt sicherlich daran, dass es zum einen von den Perries promotet wird. Zum anderen hat sich hier in Deutschland Thomas Richter, Tableschmock, darum verdient gemacht, diese Regeln ins Deutsche zu übersetzen, und nicht nur das. Es kommt noch hinzu, dass es mittlerweile eine gedruckte Version des Regelwerks als Sammleredition gibt, die auch noch optisch sehr gut gelungen ist. Die erste Auflage ist mittlerweile restlos ausverkauft, und auch ich, muss nun auf die zweite Auflage warten, die aber, soviel ich weiß, bereits in den Startlöchern steht.
Valour & Fortitude Sammleredition – TABLESCHMOCK
Also kein Wunder, dass diese Regeln auch in Deutschland boomen.
Ich selbst hatte nun im letzten Monat auf der Szenario die Chance diese Regeln zu testen. Natürlich die Grundregeln, die dann auch noch auf das Szenario angepasst worden waren. Egal wie; das Ergebnis war ein flottes und unterhaltsames Spiel, was in mir definitiv den Gedanken geweckt hat, nun doch die Sammleredition zu kaufen, obwohl dies bis zu diesem Zeitpunkt nicht auf meiner ToDo Liste gestanden hatte.
Tom, Rusus und Don hatten ein napoleonisches Spiel an den Start gebracht. Es ging um die Eroberung der Elsterbrücken am letzten Tag der Völkerschlacht von Leipzig im Oktober 1813. Die Alliierten verfügten, wie es sich gehört über russische, österreichische und preußisch/schwedische Kontingente, die von jeweils einem Spieler kommandiert wurden. 





Die verteidigenden Franzosen und Polen wurden von der Spielleitung in die Schlacht geführt.
Die Alliierten kämpften zwar zusammen, aber… es gab unterschiedliche Siegpunkte, die jeder erobern konnte – Einnahme von Gehöften, Einnahme der Brücken, vernichtete gegnerische Einheiten -, und somit war natürlich jeder der Spieler auch darauf bedacht, das Rennen um die Flussübergänge final im Alleingang zu gewinnen.





Da ich das Spiel noch nie gespielt hatte, begann ich so, wie ich eine solche Aufgabe immer zu beginnen pflege. Ich stürmte nach vorne.
Es gelang mir dann auch im ersten Zug den direkt vor mir liegenden Hof zu erobern. Meine Kavallerie die parallel angriff, wurde allerdings geschlagen. Kein Wunder, wenn man mit Husaren auf Linieninfanterie zureitet. Ich dachte allerdings, die hätten bessere Chancen gegen in Linie stehende Infanterie. Aber, das sollte wohl hier nicht sein.










Meine Mitspieler agierten ähnlich. Die Preußen marschierten nach vorne, und begannen auch ein Gefecht um das Gehöft an unserem rechten Flügel. Zwei Kolonnen bewegten sich auch bereits in Richtung Brücke vor. Doch warteten hier Verteidiger, und eine Verstärkungstruppe war bereits im Anmarsch.






Am linken Flügel stürmten dann die Russen; und hier entwickelte sich sehr bald ein Kavalleriegefecht, das zugunsten der Russen ausging. Zur zweiten Brücke tat sich jetzt eine Lücke auf, aber die Franzosen konnten sehr schnell Linieninfanterie nach vorne bringen. Parallel dazu begann auch in diesem Frontabschnitt ein Gefecht um ein Gehöft.




Am rechten Flügel stürzten sich in der Folge französische Husaren auf die preußische Landwehr und konnten diese in die Flucht schlagen. Gleichzeitig rückten sächsische und polnische Einheiten nach vorne.




Die Preußen formierten die Linieninfanterie neu, und hielten so nicht nur der Bedrohung an diesem Flügel stand, nein, sie gingen sogar zum Angriff über.
Die preußischen Dragoner ritten gegen die Polen/Sachsen eine Attacke und die preußische Linie schlug die französischen Husaren in die Flucht.








Am linken Flügel wurde mittlerweile das Gehöft erobert, und es entspann sich ein Kampf um die dortige Brücke.



In der Mitte war ich mittlerweile ebenfalls mit der Infanterie durchgestoßen, und eilte, wie mein preußischer Mitspieler, auf die Brücke an der rechten Flanke zu.



An die zweite Brücke kam ich auch noch mit einem meiner Regimenter heran, aber Sven konnte im nächsten Zug seine erste Einheit über diese Brücke ziehen, und damit war das Missionsziel genommen.


Das Spiel hatte sich rasant schnell gestaltet. Wir waren in einer Stunde fertig, was für ein napoleonisches System nun doch sehr schnell ist. Persönlich hat mir das sehr gut gefallen, weil stundenlanges Bataillone-Schieben nicht unbedingt meine Art von Spiel ist.
Das Szenario hat damit auch sehr gut funktioniert. Es ging ja nicht darum, dass die Franzosen und deren Verbündete gewinnen, es ging darum in einem quasi Rennen auf die Brücke zu kommen. Und das hat schnell und unterhaltsam funktioniert.
Mein Dank nochmals an dieser Stelle an Tom, Rusus und Don. War ein sehr launiges Spiel.
 
 
Valor & Fortitude seems to be what you'd call the "hot thing" right now. This is certainly due in part to its promotion by the Perrys. Furthermore, Thomas Richter, aka Tableschmock, has done a fantastic job translating these rules into German, and not only that. There's also a printed collector's edition of the rulebook now available, which is visually stunning. The first edition is completely sold out, and I, too, am now waiting for the second edition, which, as far as I know, is already in the starting blocks.
So it's no wonder these rules are booming in Germany.
I myself had the chance to test these rules at the Scenario last month. Of course, we used the basic rules, which had also been adapted to the scenario. No matter how; The result was a fast-paced and entertaining game, which definitely made me consider buying the collector's edition, even though it hadn't been on my to-do list until then.
Tom, Rusus, and Don had launched a Napoleonic-themed game. It was about capturing the Elster bridges on the last day of the Battle of Leipzig in October 1813. As is fitting, the Allies had Russian, Austrian, and Prussian/Swedish contingents, each commanded by a single player. The defending French and Poles were led into battle by the game masters.
While the Allies fought together, there were different victory points that each player could achieve—capturing farmsteads, seizing bridges, destroying enemy units—and thus, naturally, each player was also keen to win the race for the river crossings on their own.
Since I had never played the game before, I began as I always do when faced with such a challenge. I charged forward.
I managed to capture the farmstead directly in front of me on my first move. My cavalry, which attacked in parallel, was defeated. No wonder, when you charge line infantry with hussars. I thought they would have a better chance against infantry standing in a line. But, I guess that wasn't meant to be.
My fellow players acted similarly. The Prussians marched forward and also began a skirmish around the farmstead on our right flank. Two columns were already moving towards the bridge. But defenders were waiting there, and reinforcements were already on their way.
The Russians then charged on the left flank; and a cavalry skirmish soon developed, which the Russians won. A gap now opened up towards the second bridge, but the French were able to quickly bring line infantry forward. Simultaneously, a skirmish for a farmstead also began in this sector of the front.
On the right flank, French hussars subsequently charged the Prussian Landwehr and routed them. At the same time, Saxon and Polish units advanced.
The Prussians reorganized their line infantry and thus not only withstood the threat on this flank, but even launched an attack.
The Prussian dragoons charged the Poles/Saxons, and the Prussian line routed the French hussars.
Meanwhile, the farmstead on the left flank had been captured, and a battle ensued for the bridge there.
In the center, I had also broken through with my infantry and, like my Prussian teammate, rushed towards the bridge on the right flank.
I also reached the second bridge with one of my regiments, but Sven was able to move his first unit across it in the next turn, and with that, the mission objective was achieved.
The game was incredibly fast. We finished in an hour, which is quite quick for a Napoleonic system. Personally, I really enjoyed that, because hours of shuffling battalions isn't really my kind of game.
The scenario worked very well. It wasn't about the French and their allies winning; it was about getting to the bridge in a kind of race. And that worked quickly and entertainingly.
My thanks again to Tom, Rusus, and Don. It was a very enjoyable game.

Sonntag, 1. Februar 2026

ACW game - Szenario Convention 2026

Bereits in meinem letzten BLOG-Eintrag hatte ich erwähnt, dass Sven und ich auf der „Szenario“ in Hackenheim bei Bad Kreuznach die Gelegenheit hatten, das Spiel Color&Line, Rebell Yell in seiner Betaversion zu testen.






Hierbei handelt es sich um ein „Rank&File“ Wargame zum Amerikanischen Bürgerkrieg, das demnächst in deutscher Sprache erscheinen soll. Erste Information erhält man unter www.colorandline.de .
Sven übernahm die Unionstruppen, ich die Rebellen.
Jeder von uns hatte drei Brigaden unter seinem Kommando. Jeweils 2 Infanteriebrigaden, und eine Kavalleriebrigade. Die Nordstaatler hatten ein paar Regimenter mehr, da ihnen die Rolle des Angreifers zufiel.
In der Mitte des Schlachtfeldes hatte ich drei Infanterieregimenter (eines ist nicht im Bild) unterstützt von einer Artilleriebatterie, an der linken Flanke zwei Infanterieregimenter und am rechten Flügel ein Regiment Kavallerie.




Svens Mitte war gleich besetzt, wie die meinige, aber er hatte an seinem rechten Flügel ein Infanterieregimen, und an seinem linken Flügel ein Kavallerieregiment mehr als ich zu seiner Disposition.



Die Schlacht begann damit, dass wir unsere Regimenter nach vorne in Position brachten.



Direkt darauf folgten die ersten Schusswechsel. Mein in der Front stehendes Regiment erhielt dann auch die ersten Treffer. An dessen linke Seite hatte ich ein weiteres Regiment geführt, das von hier aus die Nahtstelle zwischen Mitte und meinem linken Flügel bilden sollte.


Durch einen kleinen Stellungswechsel zog ich meine Artillerie leicht nach hinten, um sie zum Schuss aktivieren zu können. Zwischen der Artillerie und davorstehender Infanterie muss ein Mindestabstand eingehalten werden, deshalb das Manöver.

Auf seinem linken Flügel zu Sven jetzt die Regimenter nach vorne.

Nach mehreren Schusswechseln – Svens Iron Brigade in der Mitte war da ziemlich effektiv – brach dann mein erstes Regiment.


Ich zog dann aber das direkt dahinterstehende Regiment in die bessere Position hinter der Steinmauer.

Sven brachte derweil seine Artillerie in Position, ließ die Kavallerie vorrücken, und verbreiterte an seinem linken Flügel die Front.




Unterdessen hatte Sven seine Kavallerie nach vorne geführt. Das wurde mir jetzt mit nur einem Regiment zu heikel, und ich ließ meine Truppe absitzen.


In der Mitte waren jetzt beide Regimenter wieder hinter der Steinmauer.
Dennoch erzielte Sven einen Treffer.

Mein Regiment am äußersten linken Flügel beschoss jetzt die anrückenden Yankees. Kommandiert wurden sie von General Longstreet, der misslungene Trefferwürfe nochmals wiederholen lassen konnte. Ich erzielte ein paar Treffer.
Leider konnte mein Regiment, dass ich aus dem Wald nach vorne führte, nicht effektiv angreifen, im Gegenteil, sie mussten sich zurückziehen.







Das Longstreet Regiment schoss aber die vorgerückten Yankees zusammen.


Am rechten Flügel kämpfte die Kavallerie zunächst im Fernkampf. Es gab zwar Verluste, aber noch war hier nichts entschieden.


Dafür platze aber mein nächstes Regiment in der Mitte.
Mist. Die Einbruchstelle war jetzt offen.


Sven rückte jetzt nach vorne.

An meinem rechten Flügel attackierte jetzt die Unionskavallerie meine Rebellen. Auch diese Einheit versiebte den Moraltest und war Geschichte.



Zum Glück hatte das Regiment am linken Flügel sich in Richtung des Oberkommandierenden Lee zurückziehen können, und die Einheit sammelte sich automatisch.

Dann setzte Sven zwei Regimenter gegen mein verbliebenes Regiment in der Mitte ein. Hohe Verluste waren die Folge, und die Einheit musste sich zurückziehen.







Auch wenn mein linker Flügel jetzt wieder stabilisiert war, nutzte das nichts. Ich hatte mehr als 50% meiner Einheiten verloren und das Spiel endete mit einem Sieg der Union.







Das Spiel und die Regel haben wirklich Spaß gemacht. Die Regeln waren intuitiv und wir kamen schnell ins Spiel. Auch die zweistündige Spieldauer war angenehm. Immerhin kannten wir die Regeln nicht, und dafür war das dann schon sehr schnell. Es gab keine Längen im Spielverlauf, und ich muss sagen, dass ich mich durchaus als Interessenten für diese neue Regeln sehr.
Wenn Rohirrim dann noch Bilder seiner eigenen Figurensammlung da reinpackt, wird das ein richtiges Schmuckstück werden.
Ich drücke ihm da alle Daumen, dass der Kickstarter erfolgreich wird.
 
 
In my last blog post, I mentioned that Sven and I had the opportunity to test the beta version of the game Color&Line, Rebel Yell at the "Szenario" event in Hackenheim near Bad Kreuznach.
This is a rank-and-file wargame set in the American Civil War, which is scheduled for release in German soon. Initial information can be found at www.colorandline.de .
Sven took on the Union troops, and I took on the Rebels.
Each of us commanded three brigades: two infantry brigades and one cavalry brigade. The Union forces had a few more regiments, as they were playing the role of the attacker.
In the center of the battlefield, I had three infantry regiments (one is not pictured) supported by an artillery battery, two infantry regiments on the left flank, and a cavalry regiment on the right.
Sven's center was manned the same as mine, but he had an extra infantry regiment on his right flank and an extra cavalry regiment on his left flank than I had at his disposal.
The battle began with us moving our regiments forward into position.
The first exchanges of fire followed immediately. My regiment in the front line then took the first hits. On its left side, I had another regiment, which was intended to form the seam between the center and my left flank.
With a slight change in position, I moved my artillery back a little to activate it for firing. A minimum distance must be maintained between the artillery and the infantry in front of it, hence the maneuver.
On Sven's left flank, the regiments now moved forward.
After several exchanges of fire—Sven's Iron Brigade in the center was quite effective—my first regiment broke.
I then moved the regiment directly behind it into a better position behind the stone wall.
Meanwhile, Sven positioned his artillery, advanced his cavalry, and widened the front on his left flank.
Sven had led his cavalry forward. With only one regiment, this was becoming too risky for me, so I dismounted my troops.
In the center, both regiments were now back behind the stone wall.
Nevertheless, Sven scored a hit.
My regiment on the far left flank was now shelling the advancing Yankees. They were commanded by General Longstreet, who could re-enter missed shots. I scored a few hits.
Unfortunately, my regiment, which I led forward from the woods, couldn't mount an effective attack; on the contrary, they had to retreat.
However, Longstreet's regiment shattered the advancing Yankees.
On the right flank, the cavalry initially fought at range. There were losses, but the battle was still wide open.
But then my next regiment in the center was completely overwhelmed.
Damn. The breach was now open.
Sven advanced.
On my right flank, the Union cavalry attacked my rebels. This unit also failed the morale test and was history.
Fortunately, the regiment on the left flank had managed to retreat towards General Lee, and the unit regrouped automatically.
Then Sven deployed two regiments against my remaining regiment in the center. Heavy losses ensued, and the unit had to withdraw.
Even though my left flank was now stabilized, it was all for naught. I had lost more than 50% of my units, and the game ended in a Union victory.
The game and the rules were really fun. The rules were intuitive, and we got into the game quickly. The two-hour playing time was also pleasant. After all, we didn't know the rules, so it was very fast. There were no slow parts to the game, and I must say that I'm definitely interested in these new rules.
If Rohirrim includes pictures of his own figure collection, it'll be a real gem.
I'm keeping my fingers crossed that his Kickstarter campaign is a success.