Sonntag, 9. Dezember 2018

Strelets 168 und 169: Preußische Landwehr


Ein paar Monate ist es jetzt schon her, als ich mich mit Neuerscheinungen zur preußischen Landwehr von Hät und von Warlord Games einmal detaillierter auseinandersetzte.
Ziel meines damaligen Artikels war es, Ihnen eine wichtige Nachricht zukommen zu lassen.
Eines sollten Sie nämlich nicht vergessen; nämlich, dass Edeka 111 Jahre alt ist.
Na und es freut mich einfach ungemein, dass ich erneut in diesem Jahr die Chance bekomme, Ihnen diese wichtige Botschaft zu vermitteln.
Am Ende haben Sie es vergessen, obwoooooohl ich Sie ja mehrfach dazu aufgefordert habe, dies eben nicht zu tun.
Denn dieses wichtige Datum sollten Sie sich einfach merken.
Na und die frohe Botschaft.... Edeka ist tatsächlich immer noch 111 Jahre alt, denn immerhin befinden wir uns noch ein paar Tage im Jahr 2018.
Hintergrund meiner damaligen Aussage war im Grunde ein trauriger Anlass. Die Neuerscheinung der beiden Landwehr Sets war nämlich wirklich so überflüssig, dass man sie sich eigentlich nicht merken musste.
Die Warlord Games Figuren in 28 mm sind völlig unhistorisch und vergrützt, und taugen Im Grunde nur für das Recycling.
Ich persönlich habe aber etwas entdeckt, für was sie sich verwenden lassen. Ich werde Ihnen da mal demnächst von berichten.
Das Set von Hät war dann tatsächlich historisch genauer, aber die Figuren waren/sind halt auch irgendwie im typischen 1/72 Hät Stil: Die Gesichter verwaschen, wenige Posen, die Figuren selbst eher statisch und nicht unbedingt brillant zu nennen.
Hinzu kam dann noch, dass diese Figuren irgendwie zu einem falschen Zeitpunkt erschienen sind. 2015, zur 200. Jahrfeier der Schlacht bei Waterloo wäre das cool gewesen.
Na oder im Jahr 2013, also zum 200. Jahrestag der Aufstellung der Landwehr.
Ich hatte mich darüber schon ziemlich umfangreich in meinem letzten Artikel ausgelassen.


(Preußische Landwehr beim Rheinübergang 1813/14 bei Kaub. Flachfigurendiorama im Kauber Museum, aber so etwas können Sie mit den neuen Figuren gestalten)

Aber in 2018????
Na gut; manchmal muss man dann ja auch einmal selbstkritisch sein.
Vielleicht war mein Anspruch, meine Messlatte, da auch zu hoch gelegt, denn warum sollen sich denn auch Hersteller von Miniaturfiguren an historischen Tagen orientieren?
Ist doch eh nur Spielzeug, und somit im Grunde egal, wann es erscheint.
Nachdem ich leise vor mich her weinend den letzten Satz geschrieben habe, fällt es mir auch irgendwie leichter, mich dem neuen Set zuzuwenden, das jetzt im 111. Jahr des Bestehens der Firma Edeka herauskommen wird.
Doch Moment.
Es sind ja sogar zwei Sets; na und das ist dann auch schon ziemlich klasse.
Strelets hat wieder zugeschlagen.
Ja Strelets.
Wissen Sie was?
Mir macht es mittlerweile Spaß über Strelets zu schreiben.
Wenn es einen Hersteller gibt bei dem ein Vorankommen, eine tatsächliche Weiterentwicklung festzustellen ist, dann ist das Strelets.
Na und nachdem Zvezda ja quasi bei Großpackungen die Segel gestrichen hat, wird die Fanbase von Strelets halt auch immer größer, denn es gibt mittlerweile immer mehr Figurenpackungen des Herstellers, die ja nun wirklich gut sind.
Hinzu kommt, dass meine Leserschaft diese Artikel auch liest.
Eher liest, als wenn ich über Hät schreibe.
Das verwundert mich jetzt wiederum auch nicht, denn einen Artikel über Hät Figuren zu lesen, ist an sich schon mutig, denn niemand weiß im Vorfeld, was ihn da erwartet.
Es kann schlimm werden.
Dass meine Strelets Artikel gelesen werden, ist jetzt nicht ipso facto ein Werteurteil über das Geschriebene.
Nein; das hat eher etwas mit den Figuren zu tun.
Die werden gewürdigt, weil Sie halt auch besser sind, als das, was viele anderen Hersteller in 1/72 mittlerweile liefern.
Na und in meinem damaligen Artikel hatte ich ja geschrieben:
"Ich persönlich hoffe jetzt, dass es noch die preußische Landwehr im gleichen Stil geben wird. Das wäre dann natürlich richtig gut, wenn eine solche Packung in der gleichen Machart erscheinen würde. Das gäbe dann tatsächlich eine sehr stimmige und schöne Armee."
Und nun ist sie da.


Die preußische Landwehr in 1/72 von Strelets.
Und ähnlich wie die letzten Sets der französischen Infanterie und der Garde gibt es sie zweigeteilt.
Einmal marschierend, und einmal in relaxten, also „Rührt Euch“, Posen.
Was soll ich sagen?
Natürlich gefallen mir die Figuren.
Natürlich gefällt mir der thematische Ansatz.
Natürlich gefällt mir just diese Zweiteilung.
Franzosen können nicht genug Gegner haben.
VIVE L’EMPEREUR.
Was will denn der Franzosenfreund mehr.
Natürlich auch der Preußenfreund, der in der Landwehr seine Lieblingstruppe der Befreiungskriege sieht, und sich empörend über jeden aufregt, der diese Truppe nicht ernst nimmt.
Kommen wir nun zu dem ersten Set.
Da ist zunächst die Nr. 169 Landwehr Standing at Ease.

Der Interessent erhält hier insgesamt 18 unterschiedliche Figuren, plus das Markenzeichen der Firma, einen Strelitzen, als Bonusfigur.



Was reizt mich an diesen Standing At Ease Sets, werden sie sich vielleicht fragen.
Ganz einfach. Ich bin da geprägt.
Ich bin da geprägt von einer ganz bestimmten Hollywoodszene, die mich – als ich sie das erste Mal gesehen habe – extrem beeindruckt und berührt hat.
Die meisten von meinen Lesern kennen sicherlich den Film Gettysburg.
Da gibt es dann die Szene, wo die Virginia Regimenter Aufstellung nehmen; quasi die Vorbereitung von Pickett’s Charge.
An exakt diese Szene, wenn Sie jetzt auch zeitlich später, und in einem anderen Konflikt liegt, muss ich immer bei diesen „At Ease“ Packungen denken.
Genau die Szene aus diesem Film können sie mit diesen Figuren darstellen:
Irgendwo, an einem Waldrand – konsequenterweise hier am Bois de Paris bei Plancenoit – stehen dann diese Figuren in Bataillonsstärke herum und bereiten sich für den Angriff vor.
Ein paar Schritte nach vorne formieren sich dann schon die benachbarten Bataillone zum Marsch.
Also just die Miniaturen, die ich Ihnen ein paar Absätze später in diesem Artikel vorstellen werde.
Genau diese Szene am Waldrand, die können Sie jetzt, meine lieben Leser, darstellen.
Da nimmt noch jemand den Schluck aus der Wasserflasche, sein Nachbar beschirmt mit seiner Hand die Augen, und schaut schon mal nervös nach vorne. Was wird da auf einen zukommen?


Andere haben die Musketen einfach auf dem Boden abgestellt und warten. 

Der linke Nebenmann nervt durch seine nervösen Nachfragen; stört die Ruhe vor dem Sturm.

Andere kramen in Ihren Taschen rum: Soll ich nochmal in den Brotkanten beißen? Hab ich genügend Patronen? Was ist mit dem Feuerstein? Soll ich die Muskete noch vor dem Befehl laden? Habe ich sie eigentlich schon geladen?

Der Unteroffizier hat sein Gewehr schon einmal rechtsgeschultert und schaut seine Jungs an, während die vier neben ihm stehenden Landwehrschützen einfach ruhig, abwartend, verharren.

Schütze Schulze Eins scheint noch seinen Vetter aus dem benachbarten Regiment zu grüßen, ebenso der zweite Vetter, Schulze Zwo, der hier im Regiment bei der Kommandogruppe Dienst tut.



Ein Landwehrmann wischt sich nochmals den Schweiß ab, 

während der Kommandotrupp sich langsam für die ersten Kommandos bereitmacht (oh; da ist ja die Fahne, die eigentlich bei Waterloo nicht da war. Aber egal. Mit Fahne ist und bleibt das alles einfach auch hübscher).

Die Figuren leben. Ja. Sie erzählen eine Geschichte.
Man kann sich förmlich hineindenken in eine Szene. Das ist einfach klasse, und erreicht man im Normalfall nur, wenn man sich Figuren nach den eigenen Vorstellungen modellieren lässt.
Strelets erreicht diesen hohen Anspruch auch diesmal mit eben diesen Figuren. Quasi von der Stange.
Das hat etwas, und war lange, lange Zeit unvorstellbar, gerade für diesen Hersteller.
Das Set 168 Landwehr on the March ergänzt dann in der Logik diese Figurenpackung.

Ähnlich wie bei den schon früher erschienenen Marschierern der preußischen Linie erhält der Käufer hier diverse Figuren in unterschiedlichen Marschpositionen.
3 Figuren haben die Muskete über die linke Schulter gelegt, sind also noch beim Anmarsch auf das Schlachtfeld. Ähnlich modelliert ist auch der Fahnenträger.


7 Miniaturen haben die Musketen schon für den Angriffsmarsch geschultert. Einige Soldaten verharren noch – die Füße sind noch in der geschlossenen Position -, andere befinden sich schon im Antritt.


Ein Unteroffizier, das Gewehr an der rechten Schulter tragend, geht bereits mit seiner Truppe nach vorne, ein anderer richtet seine Truppe aus.


Trommler und Offizier reihen sich in den Aufmarsch ein, und ein Feldgeistlicher segnet noch die abmarschierenden Männer.



Der Sammler erhält hier 17 unterschiedliche Minis, plus die Strelets Bonusfigur.
Ein tolles Set, das man natürlich auch noch in Kombination mit den Hät Figuren einsetzen kann, um deren ziemlich langweilige Posen aufzulockern.
Es scheint auch auf den ersten Blick so, dass das die persönliche Ausrüstung des Soldaten an den Miniaturen richtig dargestellt ist. Da gibt es eben Patronentaschen, Brotbeutel etc., also genau das, was so ein napoleonischer Soldat so braucht.
Sie erinnern sich an die Warlord Games Figuren, wo die Hälfte vergessen wurde??
Das scheint hier nicht der Fall und korrekt wiedergegeben worden zu sein, wenn auch nicht alle Figuren in der Rückansicht abgebildet werden.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass diese beiden Sets wirklich wichtige Neuerscheinungen in 1/72 sind.
Im Plastiksektor in diesem Maßstab gab es bis zum Erscheinen der Hät Miniaturen in diesem Jahr keine vernünftigen Landwehrtruppen.
Jetzt erhalten die Sammler zwei richtig gute Sets, die sowohl Wargamer, als auch Dioramenbauer auf jeden Fall verwenden können.
Die Landwehr als sehr wichtige Truppe der Befreiungskriege 1813/14, aber auch der Schlachten bei Ligny, Wavre und Waterloo können jetzt endlich auch kostengünstig in der Masse aufgestellt werden.
Die Posen sind auch so gewählt, dass sie im Arrangement auf jeden Fall wirken werden.
Persönlich gefällt mir die Pose des winkenden Landwehrmanns, den ich als Schulze Eins bezeichnet habe, überhaupt nicht.
Aber die findigen Dioramenbauer werden ihn eh umbauen, und die Wargamer werden ihn aussortieren.
Man hat ja genügend unterschiedliche Posen, die man hier arrangieren kann.
Mit den Strelets Sets der preußischen Linie und der Landwehr wird eine schmerzliche Lücke im Hobby geschlossen. Endlich hat man genügende Marschierer und abwartende Figuren für die oben erwähnten Schlachten.
Schlimm, dass man bis 2018 darauf warten musste; und schlimm, dass viele potentielle Kunden jetzt abgesprungen sind, und zum 28 mm Standard gewechselt haben.
Ich jedenfalls, bin wieder im Zwiespalt. Ich habe mein persönliches Projekt ja in 28 mm begonnen.
Aber ich werde an diesen Packungen in 1/72 wohl nicht vorbeikommen.
Vielleicht werde ich einmal paar Minis zur Probe anpinseln. Vielleicht verkauft mir ein Sammler, der diese Sets erwerben wird, jeweils eine Figur zum Testen.
Man wird sehen.
Als bekennender Deckelbildfan finde ich es natürlich prima, dass die schlesische Landwehr abgebildet wurde.
Sie erkennen dies an den gelben Aufschlägern (jede preußische Provinz hatte unterschiedliche Farben an den Aufschlägen (Ärmel, Kragen): Schlesien=Gelb; Pommern=Weiß; Westpreußen=Schwarz; Ostpreußen/Kurmark/Neumark=Mohnrot; Elbprovinz/Magdeburg=Hellblau; Westfalen=Grün; Rheinprovinz=Krapprot).
Ich freue mich aus zwei Gründen.
Zum einen habe ich da einen familiären Bezug, immerhin wurde mein Großvater noch in Schlesien geboren und lebte auch dort bis zu seinem 26. Lebensjahr; na und wenn ich Franzosenfreund schon Preußen anmalen muss – oje, oje, oje – dann welche aus der Provinz Schlesien.
Na und außerdem war die Schlesische Landwehr als Teil des Korps Yorck ja auch beim Rheinübergang 1813/14 bei Kaub vertreten, und gehörte zur Armee Blüchers.
Zwei persönliche, die ja für mich immer sehr entscheidend sind, und mich bei der Auswahl von Figurenthemen auch immer wieder beeinflussen.
Natürlich können Sie – meine lieben Leser – auch IHRE favorisierte Provinz wählen.
Es müssen nicht immer Schlesier sein.
Das Deckelbild ist das nur ein Beispiel.
Na und zum Abschluss möchte ich jetzt nur noch eins sagen. Das Jahr 2018 endet so für mich doch noch versöhnlich.
Jetzt wissen wir, dass Edeka 111 Jahre alt ist, wir wissen aber auch, dass ein Hersteller, der immer zu den Underdogs des Hobbies gehörte, sich richtig mausern konnte, und uns DIE Landwehrpackungen beschert, die wir uns im Grunde immer alle in 1/72 gewünscht haben.
Eine gute Nachricht, die dann auch erwähnenswert ist, und die man sich auch merken sollte, im 203. Jahr der Schlacht bei Waterloo, im 205. Jahr der Gründung der Landwehr und – und das vor allem -zum 205. Jahrestag des Rheinübergangs bei Kaub.


(Preußische Landwehr beim Rheinübergang 1813/14 bei Kaub)

Das hat doch auch etwas.



It has been a few months since I dealt with new releases on the Prussian Landwehr von Hät and Warlord Games in more detail.
But; the new release of the two Landwehr sets was really so superfluous that you did not have to notice that report.
The Warlord Games figures in 28 mm are completely unhistorical and enlarged, and are basically only for recycling.
Personally, I've discovered something for what to use them at all. I will tell you about it soon.
The set of Hät was actually historically more accurate, but the characters were / are somehow in the typical 1/72 Hät style: The faces washed out, a few poses, the characters themselves rather static and not necessarily brilliant to call.
On top of that, these characters somehow appeared at a wrong time. That would have been cool in 2015, the 200th anniversary of the Battle of Waterloo.
Well or in 2013, so the 200th anniversary of the establishment of the Landwehr.
I had already extensively omitted this in my last article.
But in 2018 ????
Okay; Sometimes you have to be self-critical.
Maybe my claim, my yardstick, was too high, because why should manufacturers of miniature figures orient themselves on historical days?
It's just a toy anyway, and basically it does not matter when it appears.
After I have written the last sentence - weeping softly -, I find it somehow easier to turn to the new set, which will now come out.
But wait.
There are even two sets; well and that is already pretty great.
Strelets has struck again.
Yes, Strelets.
I meanwhile enjoy writing about Strelets.
If there is a manufacturer who is making a progress, a real development, it is Strelets.
Well and after Zvezda has quashed the sails, so to speak, for large packs, the fanbase of Strelets is just getting bigger, because there are now more and more miniatures sets from the manufacturer, which are now really good.
In addition, my readers like these articles.
You like them much more compared with articles about new releases of Hät.
And that does not surprise me, because reading an article about Hät's miniatures is in itself courageous, because nobody knows in advance what to expect.
It can be bad.
The fact that my Strelets articles are being read is not ipso facto a value judgment on the writing.
It’s a judgement about the quality of the miniatures.
They are honored because they are much better, compared with the miniatures of other companies.
Well and in my former article I had written the following sentences:

"Personally, I hope now that the Prussian Landwehr will still appear,  in the same style.
That would actually give a collector a very consistent and beautiful army.”

And now; here it is:
The Prussian Landwehr of Strelets in 1/72.
And like the last sets of the French Line Infantry and the Guard, the topic is divided into two parts.
Once marching, and once in relaxed, "standing at ease”, poses.
What can I say?
Of course I like the figures.
Of course I like the thematic approach.
Of course I like just this dichotomy.
French cannot have enough opponents.
VIVE L'EMPEREUR.
What does a fanboy of the Frenchman wants more?
Let's come to the first set.
First, there is No. 169 Landwehr Standing at Ease.
The set receives a total of 18 different figures, plus the company's trademark, a Strelski soldier, as a bonus figure.
What attracts me to these “Standing At Ease” sets, you might wonder.
Very easily. I am influenced.
I am influenced by a very specific Hollywood scene that impressed and touched me the first time I saw it.
Most of my readers certainly know the movie Gettysburg.
You remember the scene where the Virginia regiments line up? The moment just before Pickett's Charge?
Exactly the scene from this film can be represented with these figures:
Somewhere, at a forest edge - consequently here at the Bois de Paris at Plancenoit - these figures stand around in battalion strength and prepare for the attack.
A few steps forward the neighboring battalions form their march columns
Someone takes the drink from the waterbottle, his neighbor shields his eyes with his hand, and looks forward nervously. What will happen to him?
Others simply park the muskets on the ground and wait. The left neighbor annoys by his nervous demands; disturbs the calm before the storm.
Others rummage around in their pockets: Should I bite again in the bread? Do I have enough cartridges? What about the flint? Should I load the musket before the command? Did I actually load it already?
The corporal has already shouldered his musket to the right and is looking at his boys, while the four Landwehr riflemen standing next to him are simply waiting.
Landwehr soldier Schulze One still seems to greet his cousin from the neighboring regiment, as well as the second cousin, Schulze Two, who is serving in the regiment at the commando group.
Another Landwehr soldier wipes his sweat again, while the commando group prepares slowly for the first commands (oh, there's the flag that was not actually there at Waterloo, but no matter. Flags in units look so much better).
The figures live. Yes. They tell a story.
You can literally think into a scene. This is just great, and you can usually only reach that if you can model the figures according to your own ideas.
Strelets also achieves this high standard with these figures. Almost off the peg.
That has something, and was unimaginable for a long, long time, especially for this manufacturer.
The set 168 Landwehr on the March then this figure pack.
Similar to the earlier released Prussian Line Infantry, the costumer receives various figures in different marching positions.
3 figures have put the musket over their left shoulder, so they are still marching to the battlefield. The flag bearer is similarly modeled.
7 miniatures have shouldered the muskets for the attack march. Some soldiers are still standing - their feet are still in the closed position -, others are already at the start.
A corporal, carrying the musket on his right shoulder, is already moving forward with his unit, while another is directing his soldiers.
Drummers and officers line up, and a chaplain blesses the men who are retiring.
The collector gets 17 different minis, plus the Strelets bonus figure.
A great set that you can of course also use in combination with the Hät figures to loosen their rather boring poses.
It also seems at first glance that the personal equipment of the soldier on the miniatures is displayed correctly. There are cartridges, haversacks, knapsacks, etc., exactly that, what a Napoleonic soldier needs.
You remember the Warlord Games figures, where half the equipment was forgotten??
This does not seem to be the case here and has been reproduced correctly, although not all figures are displayed in the rear view.
Finally, it should be noted that these two sets are really important new releases in 1/72.
In the plastic sector on this scale, there were no usable Landwehr troops until the appearance of the Hät Miniatures this year.
Now the collectors get two really good sets that both Wargamer and diorama builders can definitely use.
The Landwehr was a very important troop of the wars of liberation in 1813/14, but also during the battles at Ligny, Wavre and Waterloo. Now you can finally set up these units at low cost in the mass.
The poses are also chosen so that they will definitely work in the arrangement.
Personally, I do not like the pose of the waving Landwehr soldier, whom I have called Schulze One.
But the resourceful diorama builders will rebuild it anyway, and the wargamers will sort it out.
You have enough different poses that you can arrange here.
With the Strelet sets of the Prussian line and the Landwehr a painful gap in the hobby is closed. Finally you have sufficient marching and waiting figures for the above-mentioned battles.
Bad that you had to wait until 2018; and bad that many potential customers have jumped off now, and have changed to 28 mm standard.
Anyway, I'm in conflict again. I started my personal project in 28 mm.
But I will probably not get past these packs in 1/72.
Maybe I'll brush some minis for a try. Maybe a collector, who will buy these sets, will sell me one character each for testing.
We will see.
On the cover of the set, you can see the Silesian Landwehr.
You can see this from the yellow mnarkings(each Prussian province had different colors on the cuffs (sleeves, collars): Silesia = yellow, Pomeranian = white;
West Prussia = black; Prussia / Kurmark / Neumark = Poppy; Elbprovinz / Magdeburg = light blue; Westfalen = green; Rhine Province = madder).
I'm happy for two reasons.
On the one hand, I have a family connection, after all, my grandfather was still born in Silesia and lived there until he was 26 years old.
And besides, as part of the Yorck corps, the Silesian Landwehr was also present at the Rhine crossing at Kaub in 1813/14, and belonged to Blücher's army.
So the release of this Landwehr soldiers is a really good news, which is worth mentioning, and which should also be remembered, in the 203rd year of the Battle of Waterloo, in the 205th year of the founding of the Landwehr and - and above all - for the 205th anniversary of the Rhine crossing at Kaub ,
Great news.

P.S.: The pictures from the rhine crossing are from the Blücher Museum in Kaub. It's a diorama with classic tin miniatures. But with the Strelets miniatures you can built your personal rhine crossing.

Samstag, 1. Dezember 2018

Karree - Dioramica 2018, Teil 3


Im Grunde wurde auf der Dioramica 2018 eine Idee unbewusst wiederholt, die uns Wargamern auf der Tactica mittlerweile eine geliebte Gewohnheit geworden ist.
Ich spreche von der Einrichtung eines Themenraums.
Nun ist es so, dass dieser Themenraum in Hann.-Münden nicht ausgewiesen wurde. Es war auch nicht so, dass sich da Hinweise fanden, oder der Besucher bewusst gelenkt wurde.
Aber im Grunde gab es in diesem Raum tatsächlich ein bestimmtes Thema; na und mir, und sicherlich auch einigen anderen Besuchern fiel der auch entsprechend auf.
Das vorherrschende Thema hier, an dieser Stelle bildete das …
Karree und irgendwie dann auch seine Bekämpfung durch gegnerische Truppen.



Allen Laien sei an dieser Stelle nochmals kurz erklärt, was ein Karree ist, und ich zitiere hier, der Einfachheit halber, einmal die Zeilen aus der Wikipedia:
„Ein Karree (von französisch carré, Quadrat) war im Militärwesen vom 17. bis ins 19. Jahrhundert hinein eine Gefechtsformation der Infanterie mit nach vier Seiten hin geschlossener Front zur Abwehr von Kavallerie. Das Karree bot einen wirkungsvollen Schutz gegen Kavallerieangriffe, da es keine ungeschützten Flanken aufwies und die Pferde vor den aufgepflanzten Bajonetten zurückschreckten…  Die Hauptwaffe des Karrees war nicht die Feuerkraft der nach allen Seiten gerichteten Feuerwaffen, sondern die Dichte der zusammengedrängten Soldaten und ihrer nach außen gerichteten Bajonette.
Das Karree war entweder hohl oder voll (carré plein), je nach der Größe des inneren Raums, der bei ersterem zur Aufnahme von Kavallerie und Fahrzeugen, bei letzterem der berittenen Kommandeure, Spielleute, Ärzte etc. diente. Die Karrees wurden meist bataillonsweise formiert und gaben ihr Feuer in gliederweisen Salven ab. Das erste Glied fiel dazu aufs Knie, während die übrigen Glieder standen; zwei oder drei Glieder waren die Regel. Aus einem Bataillon (in voller Stärke ca. 1.000 Mann, im Krieg jedoch oft bedeutend weniger) bestehende Karrees hatten eine Breite von 100 Fuß oder weniger. Es konnten allerdings auch größere Karrees aus mehreren Bataillonen bis hin zur Divisionsstärke gebildet werden, wie dies in der Schlacht bei den Pyramiden der Fall war….“
Im „Themenraum“ in Hannoversch-Münden konnte man mehrere, thematisch unterschiedliche Karrees ausmachen.
Zum einen wurden Karrees aus der Blütezeit dieser Verteidigungsart dargestellt.
Also Karreeformationen aus den napoleonischen Kriegen.
Zum anderen ein Karree aus der Zeit, als sich das Karree als Formation in europäischen Konflikten schon überholt hatte, in den Kolonialkriegen, dann aber nochmals eine erneute Blüte erreichte.
Die gezeigten Karrees aus den napoleonischen Kriegen umfassten folgende Modelle.
Da waren zum einen die Bataillonkarrees der Brauschweiger (Linienbataillon mit 586 Mann),



der Leichten Infanterie der KGL (519 Mann)




sowie der Hannoveraner (Gemischtes Karree, bestehend aus unterschiedlichen Bataillonen), 







die von Arndt Wolfram für sein großes Waterloo Diorama geschaffen worden waren, das jetzt in Teilen hier in Hann.-Münden gezeigt wurde.
Diese drei Dioramen zeigen im Grunde den Klassiker, den der normale Interessent auch sofort erkennt.
In diesen Formationen verteidigte die Alliierte Armee in der Schlacht bei Waterloo die Höhenzüge rund um Mt. St Jean, und verhinderte dadurch letztendlich den Durchbruch der französischen Kavallerie, und somit auch den Sieg der französischen Armee und den Durchbruch nach Brüssel.
Wären die Karrees gebrochen, dann wäre auch die Ankunft der Preußen auf dem Schlachtfeld nicht mehr unbedingt entscheidend gewesen.
Somit ist es richtig, und in sich auch schlüssig, dass das Karree auch heute noch als Symbol  für den Sieg der Briten bei Waterloo steht.
Nur mit der Einschränkung, dass es sich bei den hier gezeigten Karrees gar nicht um englische, sondern eben um Karrees der verbündeten, hier explizit deutschen, Truppen handelt.
Das Karree war jetzt keine englische Erfindung, wenn man auch das Gefühl hat, dass sich die Engländer nach Waterloo das Siegel „Made in England“ sicherten, und es dann eben auch bis in die Kolonialkriege übersteigert als unbesiegbar einstuften.
Dazu gibt es eine nette – natürlich fiktive – Szene in dem Film Gettysburg, wo sich der britische Militärbeobachter  Lt. Col. Arthur Fremantle bei dem Südstaaten General Longstreet über die von ihm als doch sehr effektiv bewertete Südstaatenarmee auslässt, in gleicher Weise aber auch kritisiert, dass man in dieser von ihm doch als gut bewerteten Armee, eben nicht das Karree als Verteidigungsformation gegen Kavallerie einsetzt, was natürlich ein großer Fehler sei.
Zum Glück hat man diesen Vorschlag im amerikanischen Bürgerkrieg NICHT umgesetzt. Die Verluste waren auch schon ohne dieses Experiment viel zu hoch.
(Das Karree wurde nur in einigen, wenigen Fällen im ACW eingesetzt, die aber nicht strategisch entscheidend waren)
Seit Waterloo hatte das Karree einen englischen Nimbus.
Na und ich finde es gut, dass hier auf der Dioramica dann halt auch gezeigt wird, dass ALLE Nationen diese Formation in den Napoleonischen Kriegen einsetzten.
Das gezeigte Diorama der Hannoveraner mit seinen Soldaten in roten Uniformen könnte man ja auf den ersten Blick als ein solches der Engländer einstufen, wären da nicht Soldaten mit der Feldmütze dabei.

Hier macht es dann zumindest bei denen Klick, die hier schon etwas stärker in der Materie sind, denn diese rote Feldmütze ist dann schon typisch für die Hannoveranische Linie und auch für Landwehr Einheiten aus diesem Land.
Nebenbei bemerkt sieht man an diesem Karree auch noch etwas anderes, sehr typisches.
Während die beiden Karrees der Leichten Infanterie und der Braunschweiger ja Bataillonskarrees sind, und eben aus EINEM Bataillon gebildet wurden, zeigt das Karree der Hannoveraner eine gemischte Truppe.
Das Karree setzt sich aus Kompanien verschiedener Bataillone zusammen, weil die einzelnen Bataillone schon zu große Verluste erlitten hatten, um noch einen effektiven Schutz zu bieten.
Auf englischer Seite waren bei Waterloo das 2/30 IR mit dem 2/37 IR auf diese Art vereinigt, ebenso wie das 33 IR mit dem 2/69 IR.
Bei der Hannoveranern bildeten z.B. das 1. und 3. Linienbataillon der KGL sowie die Bataillone Bremen und Verden solche gemischte Karrees.
Ich finde es immer noch eine erstaunliche Leistung, dass diese gemischten Karrees bei Waterloo offensichtlich standhielten und nicht brachen. Sie hatten wohl zum richtigen Zeitpunkt den Befehl zur Formierung erhalten, und die Kompanien hielten an den ihnen zugewiesenen Stellen im Karree aus. Die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften wussten wohl was zu tun war.
Die Bildung eines Karrees war schon an sich schwierig, und gab es da Verzögerungen und Kavallerie war in der Nähe, ja dann bedeutete das im Grunde dann auch die Zerschlagung dieser Truppe.
Einen solchen Zeitpunkt hatten wir 2015 in unserem Großdiorama in Celle dargestellt.
Hier die damaligen Berichte.
Hier handelte es sich um die Szene, wo der Prinz von Oranien eines seiner Bataillone, das 8.Linienbataillon der KGL, auf den Bauernhof La Haye Sainte in Linie vorrücken ließ, dieses dann beim Auftauchen feindlicher Kavallerie versuchte ins Karree zu kommen, was dann aber leider nicht mehr gelang. 




Das Bataillon Lüneburg hatte im früheren Schlachtverlauf, und das 5. Linienbataillon der KGL noch im späteren Schlachtverlauf ein ähnliches Schicksal erlitten.

Ein weiteres Karree, das dann in Hann.-Münden gezeigt wurde, war eine gänzlich andere Formation. Nämlich ein Karree eines französischen Gardebataillons im Marsch!!!


Ganze 500 Mann, dargestellt mit Figuren der Firma Zvezda. Eine 1:1 Umsetzung des Originals.
Dieses Diorama wurde von Arndt Wolfram und Frank Herberger-Frevert, unter Mithilfe von Thomas Mischak geschaffen.
Hier wird etwas gezeigt, was noch in älteren Publikationen zur Schlacht bei Waterloo diskutiert wurde.
Griff die französische Garde jetzt in der Kolonne, oder doch in einem Karree an?
Die Wikipedia schreibt (fälschlicherweise) noch folgendes: „…Hinzu kommt, dass sie (die Karrees) praktisch nicht beweglich und auf eine hohe Moral der aus ihnen bestehenden Soldaten angewiesen waren….“
Dieser Satz ist schlichtweg falsch. Karrees konnte man sehr wohl bewegen, wenn auch langsamer und schwieriger als Kolonnen. Bei El Badon im Jahr 1811 bildeten das 5. und 77. englische Regiment ein Karree und marschierte so  fast 10 km (6 miles)!!
Auch bei Waterloo griff die Garde in dieser Formation an. Davon gehen mittlerweile die Militärhistoriker aus.
Ich hatte Arndt und Frank, die ja auch beide napoleonische Reenacter sind, gefragt, warum man nicht häufiger so angegriffen habe. Ist doch im Grunde ein toller Schutz, wenn man befürchten muss, dass überraschend Kavallerie auftauchen kann.
Auf den ersten Blick sieht ein solches Karree ja auch nicht anders aus als eine Angriffskolonne, die in der Mitte hohl ist.
Beide meinten aber, dass es deutlich schwieriger sei, in einer solchen Formation den Zusammenhalt der Formation zu wahren.
Man erkennt ja sehr deutlich, dass die Seiten im Grunde immer nur aus 3 Mann nebeneinander bestehen.
Wenn da der Zusammenhang abreist – und das ist auf einem Schlachtfeld eher die Regel, als die Ausnahme -, kann eine solche Formation auch leicht durch angreifende feindliche Infanterie oder auch Kavallerie gebrochen werden.
Man muss auch da extrem aufpassen, und letztendlich fehlte dieser Formation dann bei Waterloo auch der entscheidende Impetus, um den Druck dann nach vorne zu bringen.






Dargestellt wird in diesem Diorama das 2. Bataillon des 2. Grenadierregiments der Alten Garde.  Das Bataillon nahm anfangs am Angriff der Garde teil, wurde aber dann mit dem 2. Bataillon der 1. Gardechasseurs und dem 2. Bataillon der 2. Gardechasseurs  als Reserve für den entscheidenden Durchbruch zurückgehalten.
Diese drei Bataillone versuchten dann noch in Karrees den Rückzug zu decken, nachdem der Angriff auf die feindlichen Linien final gescheitert war.
Das hier gezeigte Bataillon kam noch bis La Belle Alliance und musste sich dann nach schweren Verlusten auflösen.
Ich empfehle Ihnen auch den Bericht zur Entstehung des Dioramas:

Wie ein solches Karree übrigens zerschlagen werden sollte, zeigte Arndt natürlich auch bei seinem Aufbau. Hier sehen sie die zur Attacke heran reitenden Kürassiere, deren Angriffe aber fehlschlugen.









Zusammenfassend wurden also in Hann.-Münden ein Karree im Marsch, klassische Bataillonskarrees sowie ein gemischtes Karree, das sich aus verschiedenen Bataillonen zusammensetzt, gezeigt.
Es gab aber auch noch ein weiteres. Ein riesiges Karree, gezeigt von den Kurpfälzer Figurenfreunden.
Das Diorama zur Schlacht bei Ulundi am 4. Juli 1879 zeigt das Karree dann noch am Ende seiner Entwicklung.



Im Zulukrieg ließ Lord Chelmsford seine knapp 5.300 Soldaten umfassende Streitmacht in einem großen Karree Aufstellung nehmen. Regiment schloss sich an Regiment an. In den Ecken der Karrees stand die Artillerie. In der Mitte der Tross und der Proviant, sowie in zweiter Linie - und auch innerhalb des Karrees -die Kavallerie, die beim Zusammenbruch des Angriffs die Verfolgung aufnehmen sollte.














Die Truppen Chelmsfords sahen sich mit 20.000 Zulukriegern unter ihrem König Cetshwayo konfrontiert.
Die Taktik der Engländer ging allerdings auf. Die kompakte Masse des Karrees und die Feuerkraft brach den Angriff in weniger als einer halben Stunde. Die Engländer hatten gerade einmal 12 Tote und 70 Verwundete, während die Zulus auf mindestens 1500 Tote kamen, da nach dem Zusammenbruch die britische Kavallerie, vorneweg die 17th Lancers, die Verfolgung aufnahmen.







Die Taktik der Eingeborenen scheiterte am Feuer der britischen Linie, ähnlich wie ein paar Jahre später (1885) noch einmal im Mahdi-Aufstand bei Abu Klea, wo ein britisches Karree genauso erfolgreich war.

Der Querschnitt über die verschiedenen Karrees hat mir extrem gut gefallen und es war toll diese alle im Modell zu sehen.
Vielleicht ergibt sich ja der Zufall auch im Jahr 2020, auf der 3. Doramica, und wir erleben wieder ein bestimmtes, sich wiederholendes Thema in einem bestimmten Raum.
Ich würde es jedenfalls begrüßen.


Wargamers know the special “Theme Room” from the Hamburg Tactica. Something like that was also on Dioramica 2018.
Basically there was a specific topic in this room.
The predominant theme here, at this point was the ...
“Square”.
The german Wikipedia states the following  to “The Square”:
"A square (of French carré, square) was a battle formation of the infantry in armies from the 17th to the 19th century, closed on four sides, to defend against cavalry. The square provided effective protection against cavalry attacks, as it had no unprotected flanks and the horses shied away from the bayonets ... The main weapon of the square was not the firepower of the firearms aimed at all sides, but the density of the crowded soldiers and their outward-facing bayonets.
The square was either hollow or full (carré plein), depending on the size of the inner space, which served in the former for the reception of cavalry and vehicles, in the latter of the mounted commanders, minstrels, doctors, etc.
The squares were usually battalions formed and gave their fire in parted salvos. The first rank of soldiers fell to their knees, while the other ranks stood; two or three ranks were the rule. From a battalion (in full strength about 1,000 men, but often much less in war) existing Squares had a width of 100 feet or less. However, also larger squares of several battalions to the division strength were also formed, as was the case in the Battle of the Pyramids .... "
In the "theme room" in Hannoversch-Münden you could make out different squares.
On the one hand, squares from the heyday of this type of defense formation were displayed; to say, from the Napoleonic Wars.
But also a square from the time when the square was already overtaken as a formation in European conflicts. But in the Colonial Wars its was prominent.
The shown squares from the Napoleonic Wars included the following models.
On the one hand there were 3 battalion squares: Brunswick (Brunswick Line Batallion with 586 soldiers), the light infantry of the KGL (519 soldiers) and the Hanoverians (Batallion Bremen und Verden, number of soldiers unknown at the point of forming the square),  created by Arndt Wolfram for his great Waterloo Diorama, which was now shown in parts here in Hann.-Münden.
In these “classic” formations, the Allied army defended the hills around Mt. St Jean at the Battle of Waterloo, ultimately preventing the French cavalry's breakthrough, and thus the victory of the French army and the breakthrough to Brussels.
If the squares had been broken, the arrival of the Prussians on the battlefield would not have been crucial.
Thus, it is correct, and also conclusive, that “The Square” still stands today as a symbol for the victory of the British army at Waterloo.
Only with the restriction that the squares shown here are not English at all but just squares of the allied, here explicitly German, troops.
The square was not an English invention, even if one has the feeling that the Englishmen secured the seal "Made in England" after Waterloo, and it was exaggerated classified as invincible.
There is also a nice - of course fictive - scene in the movie Gettysburg, where the British military observer Lt. Col. Arthur Fremantle criticised the CSA Army because of it’s failure to ignore the use of the  square formation.
Fortunately, General Longstreet ignored the suggestion. The losses were already too high without this experiment (During the American Civil War the infantry square was used on only a few occasions, and only in minor engagements).
Since Waterloo, the square had an English nimbus.
But here on the Dioramica, visitors learned, that ALL nations used this formation in the Napoleonic Wars.
The shown diorama of the Hanoverians with their soldiers in red uniforms could be classified at first glance as one of the English, if there were not soldiers with the field cap.
This red field cap is then already typical for the Hanoverian line and also for Landwehr units from this country.
By the way, you also learned something else on this square.
While the two squares of the light infantry and the Brunswick Line are battalion squares, and were formed from ONE battalion, the square of the Hanoverians shows a mixed square.
The battalion is composed of companies of different battalions, because the individual battalions had already suffered too great losses to provide even more effective protection.
On the English side, the 2/30 IR and the 2/37 IR were combined in this way at Waterloo, as was the 33 IR with the 2/69 IR.
For the Hanoverians, for example, the 1st and 3rd line battalion of the KGL as well as the battalions Bremen and Verden formed such mixed squares.
I still find it an amazing achievement that these mixed squares at Waterloo obviously withstood the cavalry attacks and did not break. They had probably been ordered to form at the right time, and the companies stopped at their assigned spots in the square. The officers, NCOs and teams knew what to do.
The formation of a square was in itself difficult, and if there were delays and cavalry was nearby, so then that meant in essence the destruction of the battalion.
Such a point we had shown  in 2015 in our major diorama in Celle.
This was the scene where the Prince of Orange commanded one of his battalions, the 8th Line Battalion of the KGL, to advance to the farm La Haye Sainte in line.  The. battalion failed to form square, and were cut to pieces. The battalion Lüneburg had suffered a similar fate in the earlier battle, and the 5th Line Battalion of the KGL suffered a similar fate later in the battle.

Another square, which was then shown in Hann.-Münden, was a completely different formation. Namely a square of a French guard battalion on march attack!
500 men, depicted with figures of the company Zvezda. A 1: 1 conversion of the original battalion.
This diorama was created by Arndt Wolfram and Frank Herberger-Frevert, with the help of Thomas Mischak.
Here is shown something that has been discussed in older publications on the Battle of Waterloo.
Was the French Guard formed in a column, or at least in a square?
The german Wikipedia writes (wrongly) the following: "... In addition, they (the squares) were virtually immobile and reliant on a high morale of the existing soldiers ...."
This sentence is simply wrong. You could very well move squares, albeit slower and more difficult than columns.
At El Badon in 1811, the 5th and 77th English regiments formed a square and walked nearly 10km (6 miles) !!
Also at Waterloo the guard  attacked in this formation.
I asked Arndt and Frank, who are both Napoleonic reenactors, why Napoleonic armies had not attacked more often in this way. Basically, it's a great protection if you have to fear that cavalry can appear surprisingly.
At first glance, such a square looks no different than an assault column, only hollow in the middle.
Arndt and Frank said that it was much more difficult to maintain the cohesion of the formation in such a formation.
You can see very clearly that the sides of the square basically only consist of 3 men next to each other.
If the connection leaves - and that is the rule rather than the exception - on a battlefield, such a formation can easily be broken by attacking enemy infantry or even cavalry.
You also have to be extremely careful, and ultimately this formation failed at Waterloo to bring the decisive impetus.
The second battalion of the 2nd Grenadier Regiment of the Old Guard is depicted in this diorama. The battalion initially participated in the Guard's attack, but was then held back with the 2nd Battalion of the 1st Chasseurs and 2nd Battalion of the 2nd Chasseurs as a reserve for the decisive breakthrough.
These three battalions - still in squares - then tried to cover the retreat, after the attack on the enemy lines had finally failed.
The battalion shown here came to La Belle Alliance and then had to dissolve after heavy losses.
I also recommend the report on the creation of the diorama:

Incidentally, Arndt also showed the cuirassiers, who attacked those squares, but whose attacks failed.

In summary, a square in march attck, classic battalion squres and a mixed square consisting of various battalions were shown in Hann.-Münden.
But there was another, really, really BIG square, shown from the “Kurpfälzer Figurenfreunde”.
The diorama on the Battle of Ulundi on 4 July 1879 shows the square then still at the end of its development.
In the Zulu war, Lord Chelmsford had set up his nearly 5,300 soldiers force in a large square.
Each regiment joined another regiment. The artillery stood in the corners of the square. In the middle of the square, cou can found baggage and the provisions, and secondarily - and also within the square - the cavalry, which was to take up the chase after the collapse of the attack.
Chelmford's troops faced 20,000 Zulu warriors under their King Cetshwayo.
The tactics of the English went though. The compact mass of the square and the firepower broke the attack in less than half an hour. The English had just 12 dead and 70 wounded, while the Zulus came to at least 1,500 deaths, since after the collapse, the British cavalry, in front the 17th Lancers, took up the persecution.
The natives' tactics failed because of the fire of the British line, just like a few years later (1885) in the Mahdi uprising at Abu Klea, where a British square was just as successful.

The cross section over the different squares I really liked and it was great to see all of them in the model.
Maybe in 2020, at the 3rd Doramica, we will again be experiencing a specific, repetitive topic.
I would welcome it anyway.
“Theme rooms” are brilliant.