Heute feiern die USA den 4. Juli. Ihren Nationalfeiertag.
Den Tag an dem die Unabhängigkeitserklärung vom Zweiten Kontinentalkongress in
Philadelphia verabschiedet wurde.
Dieses Jahr 2026 ist ein besonderes Jahr, denn es ist der
250. Jahrestag der Declaration of Independence.
Militärisch sah es in diesem Jahr 1776 allerdings
zunächst nicht gut aus. Der Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges war bereits im
Jahr 1775 zu verzeichnen. Nachdem sich die politischen und handelspolitischen
Interessenkonflikte der Kolonien mit dem Mutterland bereits in den End 1760er
Jahren und frühen 1770er Jahren immer mehr gesteigert hatten, markierte der 19.
April 1775 mit den Gefechten bei Lexington und Concord den Ausbruch des
Krieges. Amerikanische Milizen hatten den offenen Kampf gewagt und die Briten
zogen sich nach Boston zurück. Am 2. Juli 1775 erhielt der Virginier George
Washington den Oberbefehl über die neugegründete Kontinentalarmee, eine Armee
in einer Stärke von 15.000 Mann, die aus Kontingenten der einzelnen
Provinzstaaten bestand. Dieser Armee standen britische Regimenter, deutsche
Regimenter, die durch sogenannte Subsidien Verträge von den Engländern
angeworben waren, was damals übrigens kein Einzelfall und auch kein Novum
darstellte, aus amerikanischen Loyalisten gebildete Einheiten und auch
indianische Verbündete gegenüber. Nicht vergessen sollte man, dass Kanada zu
diesem Zeitpunkt ebenfalls englische Kolonie war, und somit in Gegnerschaft zu
den 13. Amerikanischen Kolonien stand.

Kommen wir zurück zum Jahr 1776. Bereits im Jahr zuvor
wurde Boston von amerikanischen Einheiten belagert. Die Schlacht von Bunker
Hill am 17. Juni 1775 wurde zwar von den Engländern unter hohen Verlusten
gewonnen, führte aber nicht zum Abbruch der Belagerung. Jetzt zu Beginn des
Jahres 1776 spitzte sich die Lage in Boston zu. Im März war es Washington
gelungen schwere Artillerie auf die Dorchester Heights zu bringen. Die Briten
erkannten die Gefahr und evakuierten Boston am 17. März 1776. Die Inbesitznahme
Bostons wurde definitiv als Erfolg der amerikanischen Armee bewertet. Nach dem
Erfolg vor Boston änderten die Briten allerdings ihre Strategie. Man wollte
durch die Einnahme New Yorks die Kolonien spalten und aus einer Mittelposition
heraus entsprechend operieren.
Im August kam es zur Schlacht von Long Island. Die
britischen Truppen unter General Howe flankierten die Amerikaner und fügten
ihnen eine schwere Niederlage zu. Nur ein nächtlicher Rückzug über den East
River im dichten Nebel rettete Washingtons Armee vor der kompletten Vernichtung.
Im September landeten die Briten auf Manhattan Island. Im
Gefecht von Kips Bay (15. September 1776) flohen die amerikanischen Milizen und
die Briten konnten New York besetzen. Einen Tag später gelang es Washingtons
Truppen auf den Anhöhen von Manhattan, einen britischen Vorstoß
zurückzuschlagen. Das Gefecht brachte kaum strategischen Raumgewinn, half aber
die Moral der Amerikaner zu verbessern.
Von September bis November wurden die Amerikaner Schritt
für Schritt aus Manhattan, Fort Washington und Fort Lee vertrieben.
Im Gefecht von Pell’s Point am 18. Oktober 1776 hatte
noch eine kleine amerikanische Vorhut den britischen Vormarsch in der heutigen
Bronx lang genug aufgehalten, um der Hauptarmee den Rückzug nach Norden zu
ermöglichen. Wenn auch ein britischer
taktischer Sieg, so war dieses Gefecht doch durch den strategischen
amerikanischen Erfolg geprägt.
In der Schlacht von White Plains am 28. Oktober 1776
griff General Howe Washingtons neue Verteidigungslinien nördlich von New York
an. Nach harten Kämpfen, bei denen auch hessische Regimenter eine zentrale
Rolle spielten, mussten sich die Amerikaner weiter zurückziehen.
Im nächsten Monat, am 16. November 1776, stürmten die
Briten und Hessen die letzte amerikanische Festung auf Manhattan Island
(Schlacht von Fort Washington). Über 2.800 amerikanische Soldaten gerieten in
Kriegsgefangenschaft; ein großer Verlust und eine schmerzhafte Niederlage für
die Rebellen. Auch das gegenüberliegende Fort Lee in New Jersey musste geräumt
werden.
Washingtons Armee war nun gezwungen sich durch New Jersey
über den Delaware River nach Pennsylvania zurückziehen. Die Moral war auf dem
Tiefpunkt, Soldaten desertierten massenhaft, selbst der Kongress musste aus
Philadelphia fliehen. Er zog sich nach Baltimore, Maryland zurück.
Kommen wir noch einmal zur Nordfront zurück. Hier hatten
die Rebellen im Jahr 1775 den Plan die Provinz Quebec zu erobern und als 14.
Kolonie zu gewinnen, um von hier aus etwaige Angriffe der Engländer in den
Süden zu unterbinden. Bereits am 10. Mai 1775 hatten Benedict Arnold und Ethan
Allen die kleine britische Garnison in Ticonderoga überrascht und das Fort
eingenommen. Die Kanonen des Forts waren unter anderem diejenigen, die im
darauffolgenden Jahr auf den Höhenzügen vor Boston erscheinen sollten.















Im Spätsommer autorisierte der Kontinentalkongress den
Angriff auf Kanada. Die Invasion wurde als Zangenangriff über zwei verschiedene
Routen geplant. General Montgomery sollte über eine westliche Route von
Ticonderoga mit rund 1.200 Mann über den Lake Champlain und den Richelieu-Fluss
nach Norden vorstoßen. Arnold führte zeitgleich über eine östliche Route rund
1.100 durch die unberührte, eiskalte Wildnis von Maine. Nur etwa 600 Mann
überlebten die Strapazen auf diesem Marsch.
Die Amerikaner unter Montgomery belagerten zunächst von
September bis November das britische Fort Saint-Jean. Am 3. November
kapitulierte das Fort. Dieser lange Widerstand kostete die Amerikaner jedoch
wertvolle Zeit, da der eisige kanadische Winter bereits vor der Tür stand.
Dennoch gelang es ihm am 13. November Montreal einzunehmen. Die Engländer
verschanzten sich allerdings im Fort Quebec.
Vor Quebec vereinigten sich dann Montgomerys und Arnolds
Armeen. Am 31. Dezember griffen sie an. Die Engländer und kanadischen Milizen
hielten stand. Montgomery wurde getötet, Arnold schwer am Bein verwundet, 400
Amerikaner wurden gefangen genommen. Das Jahr endete für die Amerikaner im
kanadischen Grenzraum im Desaster. Zwar hielten Arnolds verbliebene, hungernde
Truppen im beginnenden Jahr 1776 eine lose Belagerung von Québec aufrecht, doch
der Plan, Kanada zu einem Teil der amerikanischen Revolution zu machen, war in
der Silvesternacht 1775 gescheitert. Die Belagerung wurde zwar noch bis zum Mai
1976 aufrechterhalten, als allerdings am 6. Mai 1776 drei britische
Kriegsschiffe mit einer Vorhut der britischen Ersatzarmee anlandeten, griffen
die englischen Verteidiger Quebecs sofort die geschwächten Amerikaner an, die
unter Zurücklassung von Kanonen, Zelten, Vorräten, Kranken und Verwundeten
panisch Richtung Montreal flohen.
Am 25. März 1776 kam es zu einem Gefecht bei
Saint-Pierre, das mit einem amerikanischen Sieg endete, und vom 18. bis 27. Mai
zum Gefecht „of the cedars“, einer Reihe von kleineren Scharmützeln zwischen
Amerikaner auf der einen, und britischen und indigenen Verbündeten auf der
anderen Seite, die mit einem Sieg der Briten endeten.
Die entscheidende Schlacht fand dann bei Trois-Rivières
am 8. Juni 1776 statt. Der Sieg der Briten und Kanadier führte zum Rückzug der
Amerikaner aus Quebec.
Eine weitere, recht ungewöhnliche Schlacht in dieser
Region, war das Seegefecht bei Valcour Island am 11. Oktober 1776. Auf dem Lake
Champlain stellte sich eine hastig gebaute amerikanische Flotte unter Benedict
Arnold den vordringenden Briten entgegen. Arnold verlor fast alle seine
Schiffe, verzögerte den britischen Vorstoß aus Kanada nach Süden jedoch so
entscheidend, dass der Angriff auf das Hudson-Tal ins nächste Jahr verschoben
werden musste.












Gehen wir nun in den Süden.
Auch in den südlichen Kolonien war es zu Gefechten im
Jahr 1776 gekommen. In der Schlacht von Moore’s Creek Bridge am 27. Februar
1776 in North Carolina besiegten patriotische Milizen eine Truppe schottischer
Highland-Loyalisten. Der Sieg verhinderte einen frühen britischen Einmarsch in
die südlichen Kolonien.
In der Schlacht von Sullivan’s Island (Belagerung von
Charleston) am 28. Juni 1776 versuchte eine britische Flotte, die strategisch
wichtige Hafenstadt Charleston in South Carolina zu erobern. Das dortige
amerikanische Fort hielt dem schweren Bombardement stand und schlug die Flotte
in die Flucht.
Im Süden war es also zu amerikanischen Erfolgen gekommen.
Die Briten erkannten, dass der Süden vorerst nicht im Vorbeigehen zu erobern
war, zogen ihre Truppen ab und konzentrierten sich stattdessen auf New York. Es
sollte drei Jahre dauern (bis Ende 1778/1779), bis die Briten eine neue
Offensive im Süden wagten.
Auch die indigenen Völker Amerikas wurden ähnlich wie im
French-Indian War (1754 -1763) in den Konflikt hineingezogen. Stand damals noch
der Großteil auf französischer und nicht auf englischer Seite, so war es nun
so, dass die meisten Stämme den Kolonien und ihren Expansionsbestrebungen nicht
trauten. Anfang versuchte man sich noch neutral zu verhalten, aber bereits 1775
schlug man sich mehrheitlich auf die englische Seite. Die britische Krone hatte
den Kolonisten per Gesetz im Jahr 1776 verboten, westlich der Appalachen-Berge
zu siedeln. Die amerikanischen Kolonisten ignorierten dieses Verbot und drangen
illegal nach Westen. Die hier ansässigen Indianer wurden dabei vertrieben. Aus
Sicht der Ureinwohner waren die amerikanischen Rebellen die eigentliche
Bedrohung für ihre Heimat.
Dennoch verbündeten sich einige Stämme, wie der
Stockbridge Stamm, die Oneida und die Tuscarora mit den Amerikanern.
Damit war aber auch die alte Irokesen-Föderation
zerstört, weil die Spaltung durch die eigenen Reihen ging. Oneida, Tuscarora
standen auf der einen, Mohawk, Seneca, Cayuga und Onondaga auf der anderen
Seite.
Im Norden spielten indigene Krieger eine entscheidende
Rolle dabei, die amerikanische Invasion in Kanada endgültig zurückzuschlagen
und die britische Gegenoffensive zu unterstützen. Westlich von Montreal hielt
eine kleine amerikanische Garnison den Posten bei „The Cedars“. Eine
kombinierte Streitmacht aus rund 150 britischen Soldaten und über 500 indigenen
Kriegern (hauptsächlich Irokesen aus den katholischen Missionen wie Kahnawake
sowie Kanesatake) belagerte den Posten. Die Amerikaner ergaben sich panisch.
Als eine amerikanische Entsatztruppe anrückte, wurde sie von den indigenen
Kriegern im Wald abgefangen und ebenfalls zur Kapitulation gezwungen (Hinterhalt
bei Quinze-Chênes am 20. Mai).
Im Süden kam es im Juni/Juli 1776 zu den Angriffen der
Cherokee. Es kam zu zahlreichen Scharmützeln, wie dem Gefecht bei Island Flats
(im heutigen Tennessee) am 20. Juli 1776, bei dem die amerikanische Miliz einen
Hinterhalt der Cherokee abwehren konnte. Ein weiterer Angriff auf das
strategisch wichtige Fort Watauga (21. Juli 1776) scheiterte nach einer
zweiwöchigen Belagerung durch die Siedler. Die amerikanische Strafexpedition
(August – Oktober 1776) war von beispielloser Härte. Über 4.000 Milizionäre aus
den vier betroffenen Südstaaten (North Carolina, South Carolina, Georgia und
Virginia) marschierten in einer koordinierten Zangenoffensive in das
Territorium der Cherokee ein. Die Cherokee zogen sich in die Wälder zurück. Die
Amerikaner brannten über 50 indianische Städte und Dörfer nieder, vernichteten
die gesamte Maisernte und trieben Frauen und Kinder in die Flucht. Der
überlebende Teil der Cherokee musste im Folgejahr Friedensverträge
unterschreiben und große Gebiete an die Amerikaner abgeben.













Festzuhalten bleibt, dass das Jahr 1776 vor allem im
Norden und im Raum New York für die Amerikaner fast schon als Unglücksjahr zu
bezeichnen war. Wenn, ja wenn es nicht den Dezember 1776 gegeben hätte.
Am 8. Dezember hatte Washington mit knapp 3000
demoralisierten und geschlagenen amerikanischen Soldaten den Delaware
überschritten. Alle im Umkreis verfügbaren Boote wurden zerstört oder
requiriert, um die Briten an einem Übersetzen zu hindern. Gleichzeitig endete
offiziell die Dienstzeit fast aller seiner verbliebenen Soldaten am 31.
Dezember.
Trotz dieser widrigen Umstände entschied Washington das
Unmögliche. Er wollte nicht aufgeben, nicht verzweifeln. Er ließ Truppen
zusammenziehen, bis er wieder 6000 Mann unter den Waffen hatte. Gleichzeitig
hatte er Informationen erhalten, dass die Briten ihre Armee aufgeteilt hatten
und ein Außenposten in Trenton (New Jersey), direkt auf der anderen Flussseite,
nur von rund 1.400 hessischen Soldaten besetzt war. Und er entschied etwas, was
wenige in seiner Situation entschieden hätten: Er befahl den Angriff auf
Trenton in der Weihnachtsnacht vom 25. auf den 26. Dezember.
Trotz Treibeis, Sturm und Schnee setzten die Amerikaner
über. Sie trafen auf die völlig überraschten Hessen. Über 900 Hessen gerieten
in Gefangenschaft, Oberst Rall wurde tödlich verwundet. Washington verlor
selbst keinen einzigen Soldaten im Kampf (zwei Männer starben auf dem Marsch an
Erfrierungen).
Mit diesem Überraschungscoup und seiner Rede an die
Soldaten am 31. Dezember 1776, in der er an ihren Glauben und ihre Stärke
appellierte, endete das Jahr 1776.
Die meisten Männer verlängerten ihre Dienstzeit, auch
motiviert durch den jüngsten Erfolg bei Trenton. Der Mythos Washington war
geboren.
Ohne diese entscheidenden Tage im Dezember hätte es
schlecht ausgesehen für die Revolution. Dank dieser Tage feiern die Amerikaner
heute Ihren 250. Jahrestag.
Herzlichen Glückwunsch USA
P.S.: Die Figuren, die sie im Bild sehen, sind die
Miniaturen meines Freundes Sven. Leider konnten wir diese Woche wegen
Terminschwierigkeiten keine neue AWI Schlacht führen. Aber ich denke, dass
werden wir demnächst nach unserer Sommerpause nachholen. Die Bilder stammen aus
diversen Berichten meines BLOGS, die sich mit dem Thema AWI auseinandersetzen.
Today, the USA celebrates July 4th, its national holiday.
It commemorates the day the Declaration of Independence was adopted by the
Second Continental Congress in Philadelphia.
This year, 2026, is a special one, as it marks the 250th
anniversary of the Declaration of Independence.
Militarily, however, things didn't look good in 1776. The
outbreak of the Revolutionary War had already begun in 1775. After the
political and trade conflicts between the colonies and the mother country had
intensified in the late 1760s and early 1770s, the Battles of Lexington and
Concord on April 19, 1775, marked the outbreak of war. American militias had
taken up open combat, and the British retreated to Boston. On July 2, 1775,
George Washington of Virginia received supreme command of the newly formed Continental
Army, an army of 15,000 men composed of contingents from the individual
provincial states. This army faced British regiments, German regiments
recruited by the English through subsidy treaties (which, incidentally, was
neither unusual nor unprecedented at the time), units formed from American
loyalists, and Native American allies. It should not be forgotten that Canada
was also an English colony at this time and thus an adversary of the 13
American colonies.
Let's return to the year 1776. Boston had already been
besieged by American forces the previous year. Although the Battle of Bunker
Hill on June 17, 1775, was won by the English at a heavy cost, it did not lead
to the lifting of the siege. Now, at the beginning of 1776, the situation in
Boston was escalating. In March, Washington succeeded in bringing heavy
artillery to Dorchester Heights. The British recognized the danger and
evacuated Boston on March 17, 1776. The capture of Boston was definitively considered
a success for the American army. However, after the success at Boston, the
British changed their strategy. They wanted to divide the colonies by capturing
New York and operate accordingly from a central position.
In August, the Battle of Long Island took place. The
British troops under General Howe flanked the Americans and inflicted a heavy
defeat. Only a night retreat across the East River in dense fog saved
Washington's army from complete annihilation.
In September, the British landed on Manhattan Island. In
the Battle of Kips Bay (September 15, 1776), the American militias fled, and
the British were able to occupy New York. A day later, Washington's troops on
the heights of Manhattan succeeded in repelling a British advance. The battle
yielded little strategic territorial gain, but it helped boost American morale.
From September to November, the Americans were gradually
driven out of Manhattan, Fort Washington, and Fort Lee.
At the Battle of Pell's Point on October 18, 1776, a
small American vanguard had held off the British advance in what is now the
Bronx long enough to allow the main army to retreat north. Although a British
tactical victory, this battle was nonetheless marked by the strategic American
success.
At the Battle of White Plains on October 28, 1776,
General Howe attacked Washington's new defensive lines north of New York. After
fierce fighting, in which Hessian regiments played a key role, the Americans
were forced to retreat further.
The following month, on November 16, 1776, the British
and Hessians stormed the last American stronghold on Manhattan Island (Battle
of Fort Washington). Over 2,800 American soldiers were taken prisoner. A great
loss and a painful defeat for the rebels. Fort Lee, across the river in New
Jersey, also had to be abandoned.
Washington's army was now forced to retreat through New
Jersey, across the Delaware River, and into Pennsylvania. Morale was at rock
bottom, soldiers deserted en masse, and even Congress had to flee Philadelphia.
It retreated to Baltimore, Maryland.
Let's return to the northern front. Here, in 1775, the
rebels planned to conquer the province of Quebec and acquire it as their 14th
colony, in order to use it as a base to prevent any British attacks to the
south.
As early as May 10, 1775, Benedict Arnold and Ethan Allen
had surprised the small British garrison at Ticonderoga and captured the fort.
The fort's cannons were among those that would appear on the high ground
outside Boston the following year.
In late summer, the Continental Congress authorized the
attack on Canada. The invasion was planned as a pincer movement along two
different routes. General Montgomery was to advance north from Ticonderoga via
a western route with approximately 1,200 men, crossing Lake Champlain and the
Richelieu River. Simultaneously, Arnold led an eastern route with about 1,100
men through the untouched, frigid wilderness of Maine. Only about 600 men
survived the hardships of this march.
The Americans under Montgomery initially besieged the
British Fort Saint-Jean from September to November. On November 3, the fort
surrendered. This prolonged resistance, however, cost the Americans valuable
time, as the frigid Canadian winter was already approaching. Nevertheless, they
managed to capture Montreal on November 13. The British, however, entrenched
themselves in Fort Quebec.
Montgomery's and Arnold's armies then joined forces
outside Quebec. On December 31, they attacked. The British and Canadian
militias held their ground. Montgomery was killed, Arnold was severely wounded
in the leg, and 400 Americans were taken prisoner. The year ended in disaster
for the Americans in the Canadian border region. Although Arnold's remaining,
starving troops maintained a loose siege of Quebec at the beginning of 1776,
the plan to make Canada part of the American Revolution had failed on New Year's
Eve 1775. The siege was maintained until May 1776, but when three British
warships landed on May 6, 1776, carrying an advance guard of the British
reserve army, the English defenders of Quebec immediately attacked the weakened
Americans, who fled in panic towards Montreal, abandoning cannons, tents,
supplies, the sick, and the wounded.
On March 25, 1776, a skirmish took place at Saint-Pierre,
ending in an American victory. From May 18 to 27, the Battle of the Cedars, a
series of smaller skirmishes between Americans on one side and British and
Indigenous allies on the other, ended in a British victory.
The decisive battle then took place at Trois-Rivières on
June 8, 1776. The victory of the British and Canadians led to the American
withdrawal from Quebec.
Another rather unusual battle in this region was the
naval engagement at Valcour Island on October 11, 1776. On Lake Champlain, a
hastily built American fleet under Benedict Arnold confronted the advancing
British. Arnold lost almost all of his ships, but he delayed the British
advance south from Canada so decisively that the attack on the Hudson Valley
had to be postponed until the following year.
Now let's move south.
Battles also took place in the southern colonies in 1776.
At the Battle of Moore's Creek Bridge on February 27, 1776, in North Carolina,
patriotic militias defeated a force of Scottish Highland loyalists. The victory
prevented an early British invasion of the southern colonies.
At the Battle of Sullivan's Island (Siege of Charleston)
on June 28, 1776, a British fleet attempted to capture the strategically
important port city of Charleston in South Carolina. The American fort there
withstood the heavy bombardment and routed the fleet.
Thus, American successes had been achieved in the South.
The British realized that the South could not be conquered easily, so they
withdrew their troops and concentrated on New York instead. It would be three
years (until the end of 1778/1779) before the British dared to launch a new
offensive in the South.
The indigenous peoples of the Americas were also drawn
into the conflict, much like in the French and Indian War (1754-1763). While
the majority had sided with the French rather than the English in the earlier
conflict, now most tribes distrusted the colonies and their expansionist
ambitions. Initially, they attempted to remain neutral, but by 1775, the
majority had sided with the English. The British Crown had legally prohibited
the colonists from settling west of the Appalachian Mountains in 1776. The American
colonists ignored this prohibition and illegally advanced westward. The Native
Americans living there were driven out in the process. From the Native
Americans' perspective, the American rebels were the real threat to their
homeland.
Nevertheless, some tribes, such as the Stockbridge,
Oneida, and Tuscarora, allied themselves with the Americans.
This also destroyed the old Iroquois Confederacy, as the
split occurred within its own ranks. The Oneida and Tuscarora were on one side,
and the Mohawk, Seneca, Cayuga, and Onondaga on the other.
In the north, Indigenous warriors played a crucial role
in finally repelling the American invasion of Canada and supporting the British
counter-offensive. West of Montreal, a small American garrison held the post at
"The Cedars." A combined force of approximately 150 British soldiers
and over 500 Indigenous warriors (mainly Iroquois from Catholic missions such
as Kahnawake and Kanesatake) besieged the post. The Americans surrendered in
panic. When an American relief force arrived, it was intercepted by the indigenous
warriors in the forest and also forced to surrender (Quinze-Chênes ambush on
May 20).
In the South, the Cherokee attacks began in June/July
1776. Numerous skirmishes took place, such as the Battle of Island Flats (in
present-day Tennessee) on July 20, 1776, in which the American militia repelled
a Cherokee ambush. Another attack on the strategically important Fort Watauga
(July 21, 1776) failed after a two-week siege by the settlers. The American
punitive expedition (August–October 1776) was of unprecedented ferocity. Over
4,000 militiamen from the four affected Southern states (North Carolina, South
Carolina, Georgia, and Virginia) marched into Cherokee territory in a
coordinated pincer movement. The Cherokee retreated into the forests. The
Americans burned over 50 Native American towns and villages, destroyed the
entire corn harvest, and drove women and children into exile. The surviving
Cherokee were forced to sign peace treaties the following year and cede large
territories to the Americans.
It must be said that the year 1776 was almost a
disastrous year for the Americans, especially in the North and the New York
area. If, that is, it hadn't been for December 1776.
On December 8, Washington crossed the Delaware River with
nearly 3,000 demoralized and defeated American soldiers. All available boats in
the vicinity were destroyed or requisitioned to prevent the British from
crossing. At the same time, the official service of almost all his remaining
soldiers ended on December 31.
Despite these adverse circumstances, Washington did the
impossible. He refused to give up, refused to despair. He assembled troops
until he once again had 6,000 men under arms. At the same time, he had received
information that the British had divided their army and that an outpost in
Trenton, New Jersey, directly across the river, was manned by only about 1,400
Hessian soldiers. And he decided something few in his situation would have: he
ordered an attack on Trenton on Christmas Eve, December 25-26.
Despite drifting ice, storms, and snow, the Americans
crossed over. They encountered the completely surprised Hessians. Over 900
Hessians were taken prisoner, and Colonel Rall was mortally wounded. Washington
himself lost not a single soldier in the fighting (two men died of frostbite on
the march).
With this surprise coup and his speech to the soldiers on
December 31, 1776, in which he appealed to their faith and strength, the year
1776 came to a close. Most of the men extended their service, motivated in part
by the recent success at Trenton. The Washington myth was born.
Without those crucial days in December, the revolution
would have been in dire straits. Thanks to those days, Americans are
celebrating their 250th anniversary today.
Congratulations, USA!
P.S.: The figures you see in the picture are miniatures from
my friend Sven. Unfortunately, due to scheduling conflicts, we couldn't have
another AWI battle this week. But I think we'll make up for it soon after our
summer break. The pictures are from various posts on my blog that deal with the
topic of AWI.