Sonntag, 1. März 2026

Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter - Matthias H. Herzer

Im heutigen BLOG-Eintrag sehen Sie Pikenträger meiner spätmittelalterlichen Streitmacht. Um es direkt vorwegzunehmen. Hier sind noch ein paar Bases in Zukunft geplant. Sie sehen also noch nicht das Endprodukt.
Als Hintergrundgeschichte möchte ich heute ein paar Ergebnisse wiedergeben, die Matthias H. Herzer in seinem Buch „Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter herausgearbeitet hat. Ein Buch, dass ich jedem Leser wärmstens empfehlen möchte. Für meine englischsprachigen Leser sei gesagt, dass eine englische Übersetzung des Buches bereits konkret angedacht ist.

Es ist nämlich so, dass gemeinhin falsche Vorstellungen existieren, wie denn ein solches spätmittelalterliches Heer ausgesehen hat. Getrieben ist das Bild von Darstellungen der Populärkultur, insbesondere von Spielen, Filmen und Serien. Dabei kommt es auch häufig im Betrachtungswinkel des Konsumenten zu Verwischungen von Fantasy und Mittelalter. Hier wird tatsächlich der Übergang unklar. The Witcher oder Game of thrones werden als mittelalterliche Darstellungen betrachtet. Schlechte Mittelaltermärkte treiben noch diese Betrachtungsweise im öffentlichen Raum.
Denkt man an ein mittelalterliches Heer, dann fallen einem Ritter ein, die eine gewisse Anzahl Fußknechte in die Schlacht führen, begleitet von einem rasch berufenen Aufgebot von lehnsrechtlich unterstellten Bauern. Der Ritter ist dann klassisch mit Lanze und Schwert bewaffnet, die Fußknechte mit Schwertern und Hellebarden, na und die Bauern haben halt das, was sie zur Hand haben. Dreschflegel, Mistgabeln, Schleudern, ein paar Bögen. Was auch sonst?
Diese Darstellung passt aber gar nicht ins Spätmittelalter, und vor allem auch nicht in den deutschsprachigen Raum.
Natürlich waren Bauern zur Heerfolge verpflichtet, aber diese waren ganz anders bewaffnet, verglichen mit der oben genannten Vorstellung.
Matthias Herzer hat Musterungslisten aus dem Jahr 1466 quellenkritisch untersucht. In diesen Musterungslisten sind die Gemusterten namentlich erfasst, und es gibt genaue Angaben über deren Bewaffnung und Rüstung.
Im Thüringer Harnischregister von 1466 werden 319 Dörfer benannt. Jeder Hausbesitzer im Dorf war zum Dienst verpflichtet. Nicht nur Bauern, sondern auch Handwerker.
In den von ihm untersuchten Musterungslisten sind 5291 Personen erfasst, die wie folgt ausgerüstet sind: 2017 Armbrüste, 1850 Lange Messer, 1490 Spieße, 607 eiserne Flegel, 434 Äxte, 401 Barten (Beile), 357 Handbüchsen, 10 Schwerter, 5 Streitäxte und 3 Helmbarten.
Betrachtet man diese Zahlen, dann gibt es mehrere Auffälligkeiten.
Als erstes ist hier der große Anteil an Schützen zu nennen. 2017 Armbrüste und 357 Handbüchsen. Das bedeutet, dass 45% der Gemusterten Fernwaffen mit sich führten.
Eine solche Spätmittelalterliche Truppe setzte also sehr wohl auf den Fernkampf und die Schusskraft. Auch der hohe Anteil an Spießen, immerhin 28% der Gesamttruppe, ist auffällig. Nicht der Flegel, geschweige denn die Hellebarde, ist prägend, sondern der Spieß. Wir sehen also schon an diesen beiden Hauptwaffen, dass wir uns der Heeresbewaffnung der frühen Neuzeit nähern. Auch der oben genannte „eiserne Flegel“ ist nicht der einfache Dreschflegel für die Feldarbeit. Hier handelt es sich um einen speziellen für den Kriegseinsatz optimierten Flegel, der dann auch nicht mit dem einfacheren bäuerlichen Gerät verwechselt werden darf.








Die anderen aufgezählten Waffen - lange Messer, Äxte, Barten, Schwerter - sind Zweitwaffen, die der Schütze und der Spießer noch zusätzlich am Mann tragen.
Die gleiche Quelle führt dann auch noch als Schutzwaffen 2103 Pavesen und 13 Schilde auf. Also auch in der Verteidigung ist der Gemusterte da gut gerüstet.
An Rüstzeug selbst besaßen die 5291 Gemusterten das nachfolgende: 474 Krebse (der Begriff ist bis heute nicht hundertprozentig definiert. Es handelt sich definitiv um einen Brustpanzer; manche Quellen bezeichnen allerdings auch den kombiniert getragenen Brust- und Rückenpanzer als Krebs), 74 Brustplatten, 678 Ringpanzer, 2680 Helme (Eiserne Hüte) und 372 Lebkas (=eine Art Hirnhaube)
Somit trugen 23% der Gemusterten eine Form der Panzerung, und knapp 58% trugen einen Helm.
Man sieht also, dass „der Bauer“ der Heeresfolgen hier wirklich professionell gerüstet war.
Für Städte gibt es übrigens ähnliche Quellen. Nur ein Beispiel.
Das Leipziger Harnischbuch von 1466 vermerkt folgendes zur Bewaffnung und Ausrüstung der Handwerkszünfte und Bürger:
243 Krebse, 872 Helme, 854 Pavesen, 481 Armbrüste, 96 Handbüchsen, 477 Kragen (aus Ringpanzergeflecht oder Platten), 103 Ringpanzerhemden und 283 Spieße.
Auch hier sieht man also einen hohen Anteil an Schusswaffen.
Betrachtet man den Westen des Heiligen Römischen Reiches ergeben sich ähnliche Verhältnisse. Die nachfolgenden Beispiele und Zahlenangaben habe ich aus dem Buch von Hagen Seehase und Detlef Ollesch, Kurfürst Fredrich der Siegreiche von der Pfalz (1425-1476), entnommen.
In der Schweiz war es so, dass das Verhältnis von Armbrustschützen zu Feuerwaffenschützen um die Mitte des 15. Jahrhunderts noch 8:1 war; zur Zeit der Burgunderkriege betrug das Verhältnis 1:1. In der Schlacht von Nancy 1477 waren 800 Feuerwaffenschützen anwesend.
Neben des hohen Anteils von Fernwaffen, ist weiterhin festzuhalten, dass der Wechsel von der Armbrust auf die Handbüchse ab Mitte des 15. Jahrhunderts immer stärker wird.




Gerade für mein „Mainzer Thema“, ist die Musterung des Aufgebots des Herzogs Ludwig von Pfalz-Zweibrücken-Veldenz im Jahr 1455, also kurz vor der Mainzer Stiftsfehde interessant.
Hier sind folgende Kämpfer mit den entsprechenden Waffen wiedergegeben: 2 Streitkolben, 8 Streitäxte, 585 Spieße, 352 Handrohre und 1016 Armbrüste sind vermerkt. Also 1963 Kämpfer.
Das heißt in diesem speziellen Fall, der aber für mein Wargaming Thema und die Zusammenstellung der Streitmacht sehr wichtig ist, beträgt der Anteil an Fernkämpfern sogar fast 70%, wobei der Anteil an Armbrustschützen noch weitaus höher ist als beim Schweizer Beispiel. Aber selbst eine recht kleine Grafschaft, wie die des Veldenzers, kommt auf einen Anteil von 3:1 beim Vergleich Armbrust vs. Handrohr.
Zwei weitere Beispiele seien noch genannt. Das fränkische Kontingent des Markgrafen Albrecht von Brandenburg bestand beim Reichskrieg gegen Burgund im Jahr 1474/75 aus 600 Reitern und 3000 Fußknechten. Letztere setzten sich wie folgt zusammen: 40% Armbrüste und Feuerwaffen, 20% Spieße, 40% Hellebarden und andere Stangenwaffen.
1492 listete das Vizdomamt Straubing 1836 Aufgebotene auf: 551 Büchsenschützen, 950 Hellebardenträger, 144 Bewaffnete mit Ahlspießen, 191 Armbrustschützen.
Wie man den verschiedenen Quellen entnehmen kann, ist ab Mitte des 15. Jahrhunderts der Anteil an Fernwaffen in den verschiedenen Aufgeboten wesentlich höher, als man dies gemeinhin vermutet. Auch die Ausrüstung der einzelnen Wehrpflichtigen, vor allem aus dem Bauernstand, ist auch deutlich besser, als dies oftmals dargestellt wird.
Wargamer werden mit Erschrecken feststellen, dass die beispielsweise in DBA aufgelisteten Armeeaufstellungen für das Heilige römische Reich nicht passen.
Deshalb sind meine Einheiten zwar DBA basiert, aber spielen werde ich DBA nicht in dieser Epoche, weil die Darstellung einfach nicht passt.
 
Zitierte Literatur:
 
Matthias H. Herzer, Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter: Niederadel, Söldner, Stadt- und Landbewohner in den Kriegsordnungen des 15. Jahrhunderts, Zeughaus Verlag, Berlin 2025.
 
Hagen Seehase und Detlef Ollesch, Kurfürst Fredrich der Siegreiche von der Pfalz (1425-1476), Imhof Kulturgeschichte, Petersberg 2013.
 
 
In today's blog post, you'll see pikemen from my late medieval army. To be clear from the outset, a few more bases are planned for the future. So, what you're seeing isn't the final product.
As background information, I would like to present some findings from Matthias H. Herzer's book, "Military Obligations and Military Service in the Late Middle Ages," a book I highly recommend to every reader. For my English-speaking readers, an English translation is already in the works.
 
The fact is, there are common misconceptions about what a late medieval army actually looked like. These perceptions are often shaped by popular culture, particularly games, films, and television series. Consumers frequently blur the lines between fantasy and the Middle Ages, blurring the distinction between the two. For example, "The Witcher" or "Game of Thrones" are often seen as depictions of the Middle Ages. Poorly executed medieval markets further perpetuate this misconception. When one thinks of a medieval army, the image that comes to mind is of knights leading a number of foot soldiers into battle, accompanied by a quickly assembled contingent of feudal peasants. The knight is classically armed with a lance and sword, which Foot soldiers with swords and halberds, and the peasants just had what they could get their hands on: flails, pitchforks, slings, a few bows. What else?
This portrayal doesn't fit the Late Middle Ages at all, and especially not the German-speaking world.
Of course, peasants were obligated to perform military service, but they were armed very differently compared to the aforementioned image.
Matthias Herzer critically examined muster rolls from 1466. These muster rolls list the names of those mustered and provide precise details about their weapons and armor.
The Thuringian armor register of 1466 names 319 villages. Every homeowner in the village was obligated to serve. Not just peasants, but also craftsmen.
The muster rolls he examined list 5,291 people, who were equipped as follows: 2,017 crossbows, 1,850 long knives, 1,490 pikes. 607 iron flails, 434 axes, 401 hatchets, 357 handguns, 10 swords, 5 battle axes, and 3 halberds.
Looking at these figures, several things stand out.
First, there is the large proportion of ranged weapons: 2017 crossbows and 357 handguns. This means that 45% of the mustered men carried ranged weapons.
Such a late medieval troop clearly relied on ranged combat and firepower. The high proportion of pikes, a full 28% of the total troop, is also striking. It is not the flail, let alone the halberd, that is predominant, but the pike. These two main weapons alone show us that we are approaching the military armament of the early modern period. The aforementioned "iron flail" is also not a simple threshing flail. This is a special flail optimized for military use, which should not be confused with the simpler agricultural implement.
The other weapons listed—long knives, axes, barbs, swords—are secondary weapons that the rifleman and the pikeman carry in addition to their regular equipment.
The same source also lists 2,103 pavises and 13 shields as defensive weapons. So, the draftee is well-equipped for defense as well.
The 5,291 men mustered possessed the following armor: 474 "Krebs" (the term is still not entirely defined. It definitely refers to a breastplate; however, some sources also use the term "Krebs" to describe a combined breastplate and backplate), 74 breastplates, 678 mail plates, 2,680 helmets (iron hats), and 372 "lebkas" (a type of skullcap).
Thus, 23% of those mustered wore some form of armor, and almost 58% wore a helmet.
This shows that the average farmer in the army was indeed professionally armored.
Similar sources exist for cities. This is just one example:
The Leipzig Armor Book of 1466 records the following regarding the armament and equipment of the craft guilds and citizens:
243 „Krebse“, 872 helmets, 854 pavises, 481 crossbows, 96 handguns, 477 collars (made of chainmail or plate), 103 mail shirts, and 283 pikes.
Here, too, we see a high proportion of firearms.
Similar proportions emerge when looking at the western part of the Holy Roman Empire. The following examples and figures are taken from the book by Hagen Seehase and Detlef Ollesch, Elector Frederick the Victorious of the Palatinate (1425–1476).
In Switzerland, the ratio of crossbowmen to firearmsmen was still 8:1 around the mid-15th century; by the time of the Burgundian Wars, the ratio was 1:1. At the Battle of Nancy in 1477, 800 firearmsmen were present.
 
Besides the high proportion of ranged weapons, it should also be noted that the shift from crossbows to handguns became increasingly pronounced from the mid-15th century onward.
Particularly relevant to my "Mainz topic" (I collect a late medieval army of the „Mainz“ Electorate)  is the muster roll of Duke Ludwig of Palatinate-Zweibrücken-Veldenz in 1455, shortly before the Mainz Diocesan Feud (Duke Ludwig fought also in the Mainz Diocesan Feud with his troops).
The following combatants with their respective weapons are listed: 2 maces, 8 battle axes, 585 pikes, 352 handguns, and 1016 crossbows. That is, 1963 combatants.
In this particular case, which is very important for my wargaming theme and the composition of the army, the proportion of ranged units is almost 70%, with the proportion of crossbowmen being significantly higher than in the Swiss example. Even a relatively small county, like that of Veldenz, has a ratio of 3:1 when comparing crossbows to hand cannons.
Two further examples should be mentioned. The Franconian contingent of Margrave Albrecht of Brandenburg in the Imperial War against Burgundy in 1474/75 consisted of 600 cavalry and 3,000 infantry. The latter were composed as follows: 40% crossbows and firearms, 20% pikes, and 40% halberds and other polearms.
In 1492, the Straubing Vice-Dom's Office listed 1,836 men called up for military service: 551 riflemen, 950 halberd bearers, 144 men armed with pikes, and 191 crossbowmen.
As various sources show, from the mid-15th century onward, the proportion of ranged weapons in the various levies was significantly higher than commonly assumed. The equipment of individual conscripts, especially those from the peasantry, was also considerably better than often portrayed.
Wargamers will be dismayed to discover that the army compositions listed in DBA, for example, are inaccurate for the Holy Roman Empire.
Therefore, while my units are based on DBA, I will not be playing DBA in this period because the representation is simply incorrect.
 
 
Cited Literature:
 
Matthias H. Herzer, <i>Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter: Niederadel, Söldner, Stadt- und Landbewohner in den Kriegsordnungen des 15. Jahrhunderts</i>, Zeughaus Verlag, Berlin 2025.
 
Hagen Seehase and Detlef Ollesch, <i>Kurfürst Fredrich der Siegreiche von der Pfalz (1425-1476)</i>, Imhof Kulturgeschichte, Petersberg 2013.


Sonntag, 15. Februar 2026

Valor and Fortitude - Szenario 2026

Valor&Fortitude scheint mir zurzeit das zu sein, was man gemeinhin als den „heißen Scheiß“ bezeichnet. Das liegt sicherlich daran, dass es zum einen von den Perries promotet wird. Zum anderen hat sich hier in Deutschland Thomas Richter, Tableschmock, darum verdient gemacht, diese Regeln ins Deutsche zu übersetzen, und nicht nur das. Es kommt noch hinzu, dass es mittlerweile eine gedruckte Version des Regelwerks als Sammleredition gibt, die auch noch optisch sehr gut gelungen ist. Die erste Auflage ist mittlerweile restlos ausverkauft, und auch ich, muss nun auf die zweite Auflage warten, die aber, soviel ich weiß, bereits in den Startlöchern steht.
Valour & Fortitude Sammleredition – TABLESCHMOCK
Also kein Wunder, dass diese Regeln auch in Deutschland boomen.
Ich selbst hatte nun im letzten Monat auf der Szenario die Chance diese Regeln zu testen. Natürlich die Grundregeln, die dann auch noch auf das Szenario angepasst worden waren. Egal wie; das Ergebnis war ein flottes und unterhaltsames Spiel, was in mir definitiv den Gedanken geweckt hat, nun doch die Sammleredition zu kaufen, obwohl dies bis zu diesem Zeitpunkt nicht auf meiner ToDo Liste gestanden hatte.
Tom, Rusus und Don hatten ein napoleonisches Spiel an den Start gebracht. Es ging um die Eroberung der Elsterbrücken am letzten Tag der Völkerschlacht von Leipzig im Oktober 1813. Die Alliierten verfügten, wie es sich gehört über russische, österreichische und preußisch/schwedische Kontingente, die von jeweils einem Spieler kommandiert wurden. 





Die verteidigenden Franzosen und Polen wurden von der Spielleitung in die Schlacht geführt.
Die Alliierten kämpften zwar zusammen, aber… es gab unterschiedliche Siegpunkte, die jeder erobern konnte – Einnahme von Gehöften, Einnahme der Brücken, vernichtete gegnerische Einheiten -, und somit war natürlich jeder der Spieler auch darauf bedacht, das Rennen um die Flussübergänge final im Alleingang zu gewinnen.





Da ich das Spiel noch nie gespielt hatte, begann ich so, wie ich eine solche Aufgabe immer zu beginnen pflege. Ich stürmte nach vorne.
Es gelang mir dann auch im ersten Zug den direkt vor mir liegenden Hof zu erobern. Meine Kavallerie die parallel angriff, wurde allerdings geschlagen. Kein Wunder, wenn man mit Husaren auf Linieninfanterie zureitet. Ich dachte allerdings, die hätten bessere Chancen gegen in Linie stehende Infanterie. Aber, das sollte wohl hier nicht sein.










Meine Mitspieler agierten ähnlich. Die Preußen marschierten nach vorne, und begannen auch ein Gefecht um das Gehöft an unserem rechten Flügel. Zwei Kolonnen bewegten sich auch bereits in Richtung Brücke vor. Doch warteten hier Verteidiger, und eine Verstärkungstruppe war bereits im Anmarsch.






Am linken Flügel stürmten dann die Russen; und hier entwickelte sich sehr bald ein Kavalleriegefecht, das zugunsten der Russen ausging. Zur zweiten Brücke tat sich jetzt eine Lücke auf, aber die Franzosen konnten sehr schnell Linieninfanterie nach vorne bringen. Parallel dazu begann auch in diesem Frontabschnitt ein Gefecht um ein Gehöft.




Am rechten Flügel stürzten sich in der Folge französische Husaren auf die preußische Landwehr und konnten diese in die Flucht schlagen. Gleichzeitig rückten sächsische und polnische Einheiten nach vorne.




Die Preußen formierten die Linieninfanterie neu, und hielten so nicht nur der Bedrohung an diesem Flügel stand, nein, sie gingen sogar zum Angriff über.
Die preußischen Dragoner ritten gegen die Polen/Sachsen eine Attacke und die preußische Linie schlug die französischen Husaren in die Flucht.








Am linken Flügel wurde mittlerweile das Gehöft erobert, und es entspann sich ein Kampf um die dortige Brücke.



In der Mitte war ich mittlerweile ebenfalls mit der Infanterie durchgestoßen, und eilte, wie mein preußischer Mitspieler, auf die Brücke an der rechten Flanke zu.



An die zweite Brücke kam ich auch noch mit einem meiner Regimenter heran, aber Sven konnte im nächsten Zug seine erste Einheit über diese Brücke ziehen, und damit war das Missionsziel genommen.


Das Spiel hatte sich rasant schnell gestaltet. Wir waren in einer Stunde fertig, was für ein napoleonisches System nun doch sehr schnell ist. Persönlich hat mir das sehr gut gefallen, weil stundenlanges Bataillone-Schieben nicht unbedingt meine Art von Spiel ist.
Das Szenario hat damit auch sehr gut funktioniert. Es ging ja nicht darum, dass die Franzosen und deren Verbündete gewinnen, es ging darum in einem quasi Rennen auf die Brücke zu kommen. Und das hat schnell und unterhaltsam funktioniert.
Mein Dank nochmals an dieser Stelle an Tom, Rusus und Don. War ein sehr launiges Spiel.
 
 
Valor & Fortitude seems to be what you'd call the "hot thing" right now. This is certainly due in part to its promotion by the Perrys. Furthermore, Thomas Richter, aka Tableschmock, has done a fantastic job translating these rules into German, and not only that. There's also a printed collector's edition of the rulebook now available, which is visually stunning. The first edition is completely sold out, and I, too, am now waiting for the second edition, which, as far as I know, is already in the starting blocks.
So it's no wonder these rules are booming in Germany.
I myself had the chance to test these rules at the Scenario last month. Of course, we used the basic rules, which had also been adapted to the scenario. No matter how; The result was a fast-paced and entertaining game, which definitely made me consider buying the collector's edition, even though it hadn't been on my to-do list until then.
Tom, Rusus, and Don had launched a Napoleonic-themed game. It was about capturing the Elster bridges on the last day of the Battle of Leipzig in October 1813. As is fitting, the Allies had Russian, Austrian, and Prussian/Swedish contingents, each commanded by a single player. The defending French and Poles were led into battle by the game masters.
While the Allies fought together, there were different victory points that each player could achieve—capturing farmsteads, seizing bridges, destroying enemy units—and thus, naturally, each player was also keen to win the race for the river crossings on their own.
Since I had never played the game before, I began as I always do when faced with such a challenge. I charged forward.
I managed to capture the farmstead directly in front of me on my first move. My cavalry, which attacked in parallel, was defeated. No wonder, when you charge line infantry with hussars. I thought they would have a better chance against infantry standing in a line. But, I guess that wasn't meant to be.
My fellow players acted similarly. The Prussians marched forward and also began a skirmish around the farmstead on our right flank. Two columns were already moving towards the bridge. But defenders were waiting there, and reinforcements were already on their way.
The Russians then charged on the left flank; and a cavalry skirmish soon developed, which the Russians won. A gap now opened up towards the second bridge, but the French were able to quickly bring line infantry forward. Simultaneously, a skirmish for a farmstead also began in this sector of the front.
On the right flank, French hussars subsequently charged the Prussian Landwehr and routed them. At the same time, Saxon and Polish units advanced.
The Prussians reorganized their line infantry and thus not only withstood the threat on this flank, but even launched an attack.
The Prussian dragoons charged the Poles/Saxons, and the Prussian line routed the French hussars.
Meanwhile, the farmstead on the left flank had been captured, and a battle ensued for the bridge there.
In the center, I had also broken through with my infantry and, like my Prussian teammate, rushed towards the bridge on the right flank.
I also reached the second bridge with one of my regiments, but Sven was able to move his first unit across it in the next turn, and with that, the mission objective was achieved.
The game was incredibly fast. We finished in an hour, which is quite quick for a Napoleonic system. Personally, I really enjoyed that, because hours of shuffling battalions isn't really my kind of game.
The scenario worked very well. It wasn't about the French and their allies winning; it was about getting to the bridge in a kind of race. And that worked quickly and entertainingly.
My thanks again to Tom, Rusus, and Don. It was a very enjoyable game.