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Sonntag, 2. August 2026

882 AD - Levied Infantry/Skirmishers

In verschiedenen Berichten hatte ich Ihnen ja schon diverse Einheiten für mein „882 AD – Der Angriff auf Trier“ Projekt vorgestellt. Hier die Links zu den verschiedenen Berichten:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Trier und die Wikinger
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Bertolf von Trier - "Lord of the lost"
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Die "Wehrpflichtigen" (Foot yeomen, Light Warriors)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 - Wala von Metz
Heute gibt es zwei weitere kleine Einheiten.

Insider werden erkennen, dass es sich um Miniaturen des Herstellers Gripping Beast handelt. Sie sehen Minis aus der Romano-British Reihe, sowie der Saxons (Early/Late) Reihe.
Britons / Arthurians | Gripping Beast
Saxons (Early & Late) | Gripping Beast
Wie sie sehen können, mische ich diese Minis.
Sie symbolisieren Hilfskräfte des karolingischen Heeres um Bertolf von Trier und Wala von Metz. Bauern, die von den herannahenden Wikingern bedroht sind, ihre Speere gegriffen haben, um irgendwo als Plänkler ihren Dienst zu verrichten.
Auch wenn diese Miniaturen für einen früheren historischen Konflikt modelliert wurden, finde ich ihre Kleidung und ihren Habitus so generisch, dass sie für mich perfekt passen.
Wie man sehen kann, sind es insgesamt 18 Figuren.
12 von diesen kann ich nach dem Regelwerk Lion Rampant als Levied Infantry einsetzen. Sie können nichts Besonderes sind aber billig und deshalb sehr gut als taktisches Element einsetzbar. Sie können Angriffe verlangsamen, Stellungen halten, als Ablenkungseinheit dienen. Ein Attack Wert von 7+ zeigt, dass man sie nicht unbedingt proaktiv im Angriff einsetzen sollte. Dagegen spricht auch der Armourwert von 1. Ein Defence Wert von 6 ermöglicht aber immerhin eine halbwegs vernünftige Verteidigung.





Die anderen 6 Figuren werde ich als Plänkler, als Skirmisher einsetzen.
Diese benutzen Wurfspeere und sind in der Lage auch einen Fernkampf mit den Gegnern zu führen. Das macht sie, verglichen mit der Levied Infantry sogar besser, denn ansonsten sind die Werte nahezu gleich: Attack 7+, Courage 5+, Defence Value 6+. Der Attack Value liegt aber bei 6+, ist also besser, na und sie können wie bereits gesagt halt schießen: Shoot 7+, Value 5+/12“ Reichweite.
Was Skirmisher interessant macht sind die Special rules. Sie sind Hard to target, Fast, und beherrschen natürlich die Skirmish und Evade Regel. Das heißt nichts anderes, als dass sie eben plänkeln können. Werden sie beschossen, erhöht sich der Armourwert auf 2 (hard to target), sie können sich ohne Abzüge in schwierigem Terrain bewegen (fast), und können sich mit der Hälfte der Bewegungsreichweite bewegen und dann noch schießen (skirmish). Dass sie sich vor einem Angriff des Gegners noch zurückziehen können (evade) macht diese Einheit tatsächlich zu einer spannenden Option.





Aber Vorsicht. Es sind halt nur 6 und keine 12 Modelle.
Unvorsichtige Spieler, so wie ich, können dann eine Skirmisher Einheit auch leicht opfern, ohne dass sie es beabsichtigt haben, was nicht unbedingt sinnvoll ist.
Eine Schlussbemerkung sei noch erlaubt. Auch, wenn ich diese Minis für ein 882 AD Szenario einsetze, sind sie natürlich ab der Romano-Britischen Zeit tatsächlich nutzbar. Immerhin wurden ja auch die Speerträger, die ihre Waffe nach vorne recken, just für diese Periode modelliert.
Epochen definieren sich natürlich durch Kleidungsstile und Haartrachten. Ich finde die Modellierung dieser Minis so generisch, dass ich sie für Armeen von 450 bis 950 einsetzen würde. Es wird da immer Menschen gegeben haben, die enge oder auch einmal weite Hosen trugen. Mit oder ohne Wadenwickel. Die kurze oder lange Haare hatten. Einen Bart oder eben keinen Bart bevorzugten. Genau wie heute. Wir reden hier von Bauern, einfachen Kriegern, keiner Elite, die natürlich einem gewissen Stil folgte. Deshalb der lange Zeitraum, den ich als passend definiere.
Archäologen des beschriebenen Zeitraums mögen mir verzeihen. Ich sehe das lockerer.
 
 
In several reports, I've already introduced you to various units for my "882 AD – The Attack on Trier" project. Here are the links to the different reports:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Trier und die Wikinger
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Bertolf von Trier - "Lord of the lost"
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Die "Wehrpflichtigen" (Foot yeomen, Light Warriors)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 - Wala von Metz
Today, I'm presenting another two small units.
Those in the know will recognize that these are miniatures from the manufacturer Gripping Beast. You'll see miniatures from the Romano-British series, as well as the Saxons (Early/Late) series.
Britons / Arthurians | Gripping Beast
Saxons (Early & Late) | Gripping Beast
As you can see, I'm mixing these miniatures.
They symbolize auxiliary troops of the Carolingian army under Bertolf of Trier and Wala of Metz. Peasants threatened by the approaching Vikings, they have seized their spears to serve as skirmishers somewhere.
Even though these miniatures were sculpted for an earlier historical conflict, I find their clothing and demeanor so generic that they work perfectly for me.
As you can see, there are 18 figures in total.
I can use 12 of these as Levied Infantry according to the Lion Rampant rulebook. They don't do anything special, but they are cheap and therefore very useful as a tactical element. They can slow down attacks, hold positions, and serve as a diversionary unit. An Attack value of 7+ indicates that they shouldn't necessarily be used proactively in attacks. Their Armour value of 1 also argues against this. However, a Defense value of 6 allows for a reasonably decent defense.
I will use the other six figures as skirmishers.
These use javelins and are capable of engaging the enemy in ranged combat. This makes them even better than the Levied Infantry, as their stats are otherwise nearly identical: Attack 7+, Courage 5+, Defense Value 6+. The attack value is 6+, so it's better, and as already mentioned, they can shoot: Shoot 7+, Value 5+/12" range.
What makes Skirmishers interesting are their special rules. They are Hard to Target, Fast, and of course, they have the Skirmish and Evade rules. This simply means they can skirmish. If they are shot at, their armor value increases to 2 (hard to target), they can move through difficult terrain without penalties (fast), and they can move at half their movement range and still shoot (skirmish). The fact that they can retreat before an enemy attack (evade) makes this unit a truly exciting option.
But be careful. There are only 6 models, not 12. Careless players, like myself, can easily sacrifice a Skirmisher unit unintentionally, which isn't exactly ideal.
One final remark: Even though I'm using miniatures for an 882 AD scenario, they're naturally usable from the Romano-British period onward. After all, the spearmen, who raise their weapons forward, were modeled specifically for this period.
Eras are naturally defined by clothing styles and hairstyles. I find the sculpting of these miniatures so generic that I would use them for armies from 450 to 950 AD. There will always have been people who wore tight or loose trousers. With or without leg wraps. Who had short or long hair. Who preferred a beard or not. Just like today. We're talking about peasants, common warriors, not an elite who naturally followed a certain style. That's why I consider the long timeframe appropriate.
Archaeologists of the period described may forgive me. I take a more relaxed approach.

Sonntag, 26. Oktober 2025

Lieblingsmini der Woche - "Arthur"


Sicherlich geht es den meisten von Ihnen auch so, dass Sie ganz bestimmte Lieblingsfiguren besitzen.
Diese können in diesen Status aus ganz unterschiedlichen Gründen aufgestiegen sein.
Entweder haben Sie sie großartig bemalt.
Oder Sie mögen die Modellierung.
Oder es verbirgt sich irgendeine Geschichte, manchmal eine ganz persönliche, dahinter.
Ich habe auch solche Figuren; und wenn ich es genau betrachte, eine ganze Menge davon.
Diese Figuren gehen in meinen normalen Berichten unter.
Sie verschwinden in der Masse der Minis.
Werden vielleicht gar nicht wahrgenommen.
Also dachte ich, Mensch, die muss ich jetzt irgendwie hervorheben.
In den Mittelpunkt stellen.
Folglich werde ich Ihnen in unregelmäßigen Abständen meine „Lieblingsmini der Woche“ hier auf meinem BLOG zeigen.
Und so möchte ich die Reihe auch nennen.
 
Wenn auch heute die Figur in der Mitte als „Lieblingsfigur der Woche“ gedacht ist, so will ich sie Ihnen dennoch in dieser Gruppe vorstellen.


Ich will Ihnen erzählen warum.
Vor Jahren hatte ich einem Mitglied im Sweetwaterforum eine spätrömische Armee abgekauft.
Nachdem die bei mir angekommen war, packte ich sie schon mal gespannt aus.
Was würde mich erwarten?
Ich hatte im Vorfeld nur ein paar Minis gesehen, aber nicht die gesamte Armee.
Ich sortierte die Minis dann schon mal grob nach leichter und gerüsteter Infanterie, und nachdem dass dann schon einmal geklärt war, wieder nach Kommandofiguren und Standardfiguren.
Nach diesem Sortiervorgang standen dann diese vier Minis irgendwann nebeneinander, und irgendwie hatte ich das Gefühl, ja das soll mein King Arthur werden, mit seinen Bannerträgern an seiner Seite.
Diese Minis, und vor allem King Arthur, ließen in mir dieses gute Gefühl aufsteigen, einen wirklich großartigen Kauf getätigt zu haben.
Für die Armee waren vor allem Black Tree Late Romans verwendet worden, die mir bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bekannt waren.
Meine spätrömischen Minis kamen vor allem von Gripping Beast und von Foundry.
Die Miniaturen hier erschienen mir allerdings sauberer, feiner modelliert.
Daher wohl mein positives Empfinden.





Mittlerweile habe ich auch noch andere Figuren in der Schublade liegen, die als King Arthur angeboten werden.
Diese habe ich aber bisher noch nicht bemalt, sicherlich auch aus dem Grund, weil ich mit der in diesem Bericht gezeigten Mini sehr zufrieden bin.
Mich stört es in diesem Fall auch nicht, dass ich sie nicht selbst bemalt habe.
Hätte ich dies getan, würde sie nämlich sehr ähnlich aussehen.
Der Bemalstil passt sehr gut zu dem meinigen.
Ein Mischen dieser alten spätrömischen Armee mit neueren Figuren, die ich angemalt habe, stellt also kein Problem dar.
Ein Stöbern auf der Seite von Black Tree Design ergab allerdings, dass diese Miniatur wohl nicht mehr angeboten wird.
Jedenfalls habe ich sie nicht mehr gefunden.
Umso besser für mich, dass ich sie habe.





Das Projekt Spätrom ist übrigens wieder auferstanden. Einige Figuren sind bemalt und warten noch auf die Basierung. Andere sind schon in der Mache und werden folgen.
Somit ist zu erwarten, dass spätestens im nächsten Jahr noch ein paar BLOG-Einträge zum Thema folgen werden.
 
I'm sure most of you have certain favorite miniatures.
These can have risen to this status for a variety of reasons.
Either you painted them brilliantly.
Or you like the modeling.
Or there is some story, sometimes a very personal one, behind them.
I have such figures too; and if I look closely, there are quite a few of them.
These figures get lost in my normal reports.
They disappear in the mass of minis.
Maybe they aren't even noticed.
So I thought, man, I have to highlight them somehow.
Put them in the spotlight.
As a result, I will show you my "Favorite Mini of the Week" here on my BLOG at irregular intervals.
And that's what I want to call the series.
Today I would like to introduce you to the following miniature.
 
Even though the figure in the middle is intended as my "Favorite Figure of the Week" today, I still want to introduce thios whole group of miniatures to you.
I'll tell you why.
Years ago, I bought a late Roman army from a member of the german Sweetwater forum.
After it arrived, I eagerly unpacked it.
What would I expect?
I had only seen a few minis beforehand, but not the entire army.
I then roughly sorted the minis into light and armored infantry, and once that was sorted, again into command figures and standard figures.
After this sorting process, these four minis eventually stood next to each other, and somehow I had the feeling that this was going to be my King Arthur, with his banner bearers at his side.
These minis, and especially King Arthur, gave me the good feeling of having made a truly great purchase.
The army primarily used Black Tree Late Romans, which I hadn't even heard of until then.
My late Roman miniatures came primarily from Gripping Beast and Foundry.
However, these miniatures seemed cleaner and more finely modeled to me.
Hence my positive impression.
I now have other figures in my drawer that are offered as King Arthur.
I haven't painted them yet, however, certainly because I'm very happy with the mini shown in this report.
In this case, it doesn't bother me that I didn't paint it myself.
If I had, it would look very similar.
The painting style fits my own very well.
So, mixing this old late Roman army with newer figures that I've painted is no problem.
A browse on the Black Tree Design website, however, revealed that this miniature is no longer available.
In any case, I couldn't find it anymore. All the better for me that I have this Arthur.
The Late-Rome project has been resurrected, by the way. Some figures have been painted and are still waiting to be based. Others are already in the works and will follow.
So, expect a few more blog entries on the topic next year at the latest.
 
 
 

Sonntag, 20. Oktober 2024

Lieblingsmini der Woche - „Der Magier“

Sicherlich geht es den meisten von Ihnen auch so, dass Sie ganz bestimmte Lieblingsfiguren besitzen.
Diese können in diesen Status aus ganz unterschiedlichen Gründen aufgestiegen sein.
Entweder haben Sie sie großartig bemalt.
Oder Sie mögen die Modellierung.
Oder es verbirgt sich irgendeine Geschichte, manchmal eine ganz persönliche, dahinter.
Ich habe auch solche Figuren; und wenn ich es genau betrachte, eine ganze Menge davon.
Diese Figuren gehen in meinen normalen Berichten unter.
Sie verschwinden in der Masse der Minis.
Werden vielleicht gar nicht wahrgenommen.
Also dachte ich, Mensch, die muss ich jetzt irgendwie hervorheben.
In den Mittelpunkt stellen.
Folglich werde ich Ihnen in unregelmäßigen Abständen meine „Lieblingsmini der Woche“ hier auf meinem BLOG zeigen.
Und so möchte ich die Reihe auch nennen.
 
Beginnen möchte ich die Reihe mit einer Figur von Games Workshop aus der alten Herr der Ringe Serie.
Es handelt sich um den Zauberer Saruman.


Allerdings hier unter seinem alter Ego , „Scharrer“ bzw. „Scharker“ (je nach deutscher Übersetzung. Im englischen Original „Sharkey“).
Der Name „Scharrer“ bzw. „Scharker“ leitet sich aus dem orkischen Begriff „sharku“ ab, was soviel wie „alter Mann“ bedeutet. Das war der respektlose Name, den die Orks ihrem Meister gegeben hatten.
Nach der Schlacht um Isengart wurde Saruman von Baumbart, dem Ent, gefangen gehalten.
Diese Gefangenschaft endete zeitgleich mit dem Ende des Ringkrieges.
Baumbart ließ seinen Gefangenen frei, weil er der Meinung war, dass Gandalf ihn seiner gesamten Kräfte beraubt hatte, und er somit auch keine Gefahr mehr darstellen würde.
Saruman wanderte zunächst mit seinem allzeit Getreuen Grima Schlangenzunge als Bettler durchs Land, entschloss sich dann aber den Weg ins Auenland zu nehmen, um Rache an den Hobitts zu üben.
Hier hatte Lotho Sachkeim-Beutlin eine Willkürherrschaft etabliert, und Scharrer nutzte die chaotische Situation um mit Hilfe von Spießgesellen, die sich ihm unterwegs angeschlossen hatten, dem Auenland Schaden zuzufügen. Er ließ Gewässer verschmutzen, Bäume fällen und zog brandstiftend durch die Gegend.
Das Auenland wurde dann allerdings von den rückkehrenden Hobbits und Getreuen wieder sehr schnell befreit. Saruman offiziell des Landes verwiesen.
Doch bevor die Vertreibung geschehen konnte, schnitt Grima Schlangenzunge ihn in einem Streit die Kehle durch, und Saruman verendete bedeutungslos in Beutelsend.
Die Miniatur ist nach meiner Meinung großartig modelliert.
Das war dann auch der Grund, warum ich sie kurz nach Erscheinen, auch direkt gekauft hatte.
Den Auenland Aufstand nachzuspielen, beabsichtigte ich jedoch nie.
Ich sah vielmehr von Anfang an in der Miniatur einen perfekten Magier des Dark Ages.



Ich wollte die Figur als den großen Merlin, oder als weisen Mann der Wikinger oder heidnischen Sachsen einsetzen.
Für diese Rolle ist die Miniatur nach meiner Meinung ideal geeignet.
Auch hier hat dieses, eigentlich klar zu einer bestimmten Person zugeordnete, Modell in meiner Sammlung eher eine generische Rolle übernommen.
Somit ist die Mini auch vielseitig einsetzbar.
Ich habe auch noch andere Figuren, die beispielsweise Merlin darstellen sollen.
Meinen Vorzug bekommt aber definitiv der zweckentfremdete Saruman.
Eben weil er in seiner Qualität die anderen Modelle bei weitem übertrifft.
 
I'm sure most of you have certain favorite miniatures.
These can have risen to this status for a variety of reasons.
Either you painted them brilliantly.
Or you like the modeling.
Or there is some story, sometimes a very personal one, behind them.
I have such figures too; and if I look closely, there are quite a few of them.
These figures get lost in my normal reports.
They disappear in the mass of minis.
Maybe they aren't even noticed.
So I thought, man, I have to highlight them somehow.
Put them in the spotlight.
As a result, I will show you my "Favorite Mini of the Week" here on my BLOG at irregular intervals.
And that's what I want to call the series.
 
I want to start the series with a figure from Games Workshop from the old Lord of the Rings series.
It's the wizard Saruman. However, here under his alter ego, "Scharrer" or "Scharker" (depending on the German translation. In the English original "Sharkey").
The name "Scharrer" or "Scharker" is derived from the orcish term "sharku", which means "old man". This was the disrespectful name that the orcs had given their master.
After the Battle of Isengard, Saruman was held captive by Treebeard, the Ent.
This imprisonment ended at the same time as the end of the War of the Ring.
Treebeard released his prisoner because he was of the opinion that Gandalf had robbed him of all his powers and that he was therefore no longer a threat.
Saruman initially wandered through the country as a beggar with his ever-loyal Grima Wormtongue, but then decided to make his way to the Shire to take revenge on the Hobitts.
Lotho Sachkeim-Baggins had established an arbitrary rule here, and Scharrer took advantage of the chaotic situation to inflict damage on the Shire with the help of accomplices who had joined him along the way. He had water polluted, trees felled and set fires throughout the area.
The Shire was then very quickly liberated by the returning hobbits and followers. Saruman was officially expelled from the country.
But before the expulsion could take place, Grima Wormtongue slit his throat in an argument and Saruman died meaninglessly in Bag End.
The miniature is, in my opinion, superbly modelled.
That was also the reason why I bought it shortly after it was released.
I never intended to re-enact the Shire uprising, however.
From the very beginning, I saw the miniature as a perfect Dark Age magician.
I wanted to use the figure as the great Merlin, or as a wise man of the Vikings or pagan Saxons. In my opinion, the miniature is ideally suited for this role.
Here too, this model, which was actually clearly assigned to a specific person, has taken on a more generic role in my collection.
This means that the mini can be used in a variety of ways.
I also have other figures that are supposed to represent Merlin, for example.
But my preference is definitely for the repurposed Saruman.
Precisely because his quality far surpasses the other models.

Sonntag, 9. Juli 2023

882 - Wala von Metz

Die lothringische Stadt Metz hatte im merowingisch-fränkischen Reich eine Sonderstellung.
Häufig wird sie deshalb auch als Wiege der Karolinger bezeichnet.
Die Stadt war Jahrhunderte lang die Hauptstadt des Teilreiches Austrasien (Austrien) innerhalb des fränkischen Reiches. Mit diesem Begriff wurde vor 800 die östliche Reichshälfte bezeichnet.
Der Westen bildete das Teilreich Neustrien.
Wer schon einmal in Metz war, kennt sicherlich auch die Kirche St.-Pierre-aux-Nonnains.








Ist dies nicht der Fall, bzw. wenn Metz noch auf Ihrer Besuchsliste steht, nehmen Sie sich diese Kirche bitte auf ihre Besichtigungsliste.
St. Pierre gilt als das älteste noch existierende Kirchengebäude in Frankreich, wobei man sagen muss, dass die Kirche säkularisiert ist, also nicht mehr kirchlich genutzt wird.
Der Anblick St. Pierres, ein Bau aus der spätrömischen Zeit um 400 n.Chr., ist dann so etwas wie eine kleine Zeitreise.
Auch Bischof Wala, der Verbündete Bertolfs von Trier in der Schlacht bei Remich 882 n.Chr., ist bereits hier gewandelt.
Seit 700 n.Chr. war die heutige Kirche Teil eines Benediktinerklosters.
Ursprünglich war das Gebäude Teil einer römischen Bäderanlage.
Aufgrund der Bedeutung der Stadt Metz in der Geschichte des fränkischen Reiches habe ich mich dazu entschieden, auch meine Miniaturen an diese Gegebenheiten anzupassen.
Die Einheiten meiner karolingischen Armee, die aus der Bischofsstadt Metz nach Remich marschieren sollen, sind somit besser ausgestattet als die Einheiten des Bischofs von Trier.
Über die letzteren hatte ich hier berichtet:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Die "Wehrpflichtigen" (Foot yeomen, Light Warriors) (thrifles.blogspot.com)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Bertolf von Trier - "Lord of the lost" (thrifles.blogspot.com)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Trier und die Wikinger (thrifles.blogspot.com)
Für das Kontingent Metz habe ich die Miniaturen des Herstellers Artizan Designs verwendet.
Natürlich Miniaturen aus der Karolinger Serie dieses Herstellers.
Heute sehen Sie die Infanterie Walas.



Wala selbst tritt hier als karolingischer Feldherr auf.
Man muss wissen, dass der Bischof in der Schlacht gefallen ist. Deshalb interpretier ich ihn dann auch als echten Krieger.
Der Krieger rechts neben ihm repräsentiert dann für mich Adalhard II., den Verbündeten der beiden Bischöfe.


Hier mal ein Bild der vier Anführer.
Von links nach rechts.
Wala von Metz, Adalhard II., der Herold Bertolfs, Bertolf von Trier.



Die Leibwache Walas ist dann auch entsprechend gerüstet.




Sie erkennen den typischen, wenn auch nicht historisch belegten, Karolingerhelm.
Auch erkennen sie Krieger in Schuppenrüstung und Kettenhemd.
Die Artizan Miniaturen orientieren sich stark an den Bildern karolingischer Krieger, wie sie z.B. im St. Gallener Psalter dargestellt werden.
Hier einmal der Link zu einer Online Referenz des Psalters:
e-codices – Virtuelle Handschriftenbibliothek der Schweiz (unifr.ch)
Ein weiteres Erkennungsmerkmal meiner bischöflichen Krieger sind die rot-purpurnen Schilde, wie es sich für einen Bischof gehört.
Unterstützt werden sie von den Kriegern Adalhards, erkennbar an den rot gelben Schilden.



Diese sind jetzt weniger gerüstet, tragen aber alle Helme und führen den typischen Karolingerschild – ebenfalls nicht historisch belegt, sondern im St. Gallener Psalter so gezeigt - mit sich.
Diese 12er Einheit ist dann auch meine Eliteeinheit in der Truppe, zumindest was die Fußkämpfer angeht.



Sie ist dann auch schon „karolingischer“, vergleicht man sie mit den Einheiten Bertolfs.
Persönlich gefällt mir der Mix unterschiedlicher Kriegertypen.
Irgendwie repräsentieren diese Miniaturen auch für mich im übertragenen Sinne, das Auseinanderdriften des geschlossenen fränkischen Reichsverbandes.
Bertolfs Truppen sind schon „ostfränkischer“, während die Einheiten Bertolfs „westfränkischer“ daherkommen (wobei Metz politisch ab 870 ebenfalls zum Ostfränkischen Reich gehörte).
Einfach gesagt.
Die Einheiten aus Metz sind „moderner“, tragen eine andere Mode, da sie eben aus einer bedeutenderen Stadt Austrasiens kommen.
Die Trierer Einheiten wirken im Vergleich provinzieller.
Zurzeit bin ich dabei noch ein paar weitere Figuren zu bemalen.
Diese werden ich Ihnen dann natürlich auch vorstellen.
Was auch noch fehlt sind die Reiter.
Denn eines ist ja klar.
Ganz ohne Panzerreiter kann ich meine Streitmacht ja nicht nach Remich ziehen lassen.
Nur dass sie eben nicht aus Trier kommen.
 
 
The Lorraine city of Metz had a special position in the Merovingian-Franconian Empire.
It is therefore often referred to as the cradle of the Carolingians.
For centuries, the city was the capital of the Austrasia (Austria) sub-kingdom within the Frankish Empire. This term was used before 800 to describe the eastern half of the empire.
The West formed the Neustria sub-kingdom.
Anyone who has ever been to Metz will surely know the St.-Pierre-aux-Nonnains church.
If this is not the case, or if Metz is still on your list of places to visit, please put this church on your list of places to visit.
St. Pierre is considered the oldest existing church building in France, although it must be said that the church is secularized, i.e. it is no longer used for church purposes.
The sight of St. Pierre, a building from the late Roman period around 400 AD, is something like a little journey through time.
Bishop Wala, Bertolf of Trier's ally in the battle of Remich in 882 AD, also walked here.
Since 700 AD Today's church was part of a Benedictine monastery.
The building was originally part of a Roman bath complex.
Due to the importance of the city of Metz in the history of the Frankish Empire, I decided to adapt my miniatures to these circumstances.
The units of my Carolingian army, which are to march from the episcopal city of Metz to Remich, are better equipped than the units of the bishop of Trier.
I wrote about the latter here:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Die "Wehrpflichtigen" (Foot yeomen, Light Warriors) (thrifles.blogspot.com)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Bertolf von Trier - "Lord of the lost" (thrifles.blogspot.com)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Trier und die Wikinger (thrifles.blogspot.com)
For the Metz contingent I used the miniatures from the manufacturer Artizan Designs.
Of course miniatures from the Carolingian series of this manufacturer.
Today you will see Walas infantry.
Wala himself appears here as a Carolingian general.
It must be known that the bishop fell in battle. That's why I interpret him as a real warrior.
The warrior to his right then represents for me Adalhard II, the ally of the two bishops.
Here is a picture of the four leaders.
Left to right.
Wala of Metz, Adalhard II, Bertolf's herald, Bertolf of Trier.
The bodyguard of Wala is then also armed accordingly.
You can see the typical, if not historically documented, Carolingian helmet.
You‘ll also recognize warriors in scale armor and mail.
The Artizan miniatures are strongly based on the images of Carolingian warriors, such as those depicted in the St. Gallen Psalter.
Here is the link to an online reference of this psalter:
e-codices – Virtuelle Handschriftenbibliothek der Schweiz (unifr.ch)
Another distinguishing feature of my bishop warriors are the red and purple shields, as befits a bishop.
They are supported by the warriors of Adalhard, recognizable by the red and yellow shields.
These are now less armed, but all wear helmets and carry the typical Carolingian shield - also not historically documented, but shown in the St. Gallen Psalter - with them.
This unit of 12 is then also my elite unit in the troop, at least as far as the foot fighters are concerned.
It is then already "Carolingian" if you compare it with Bertolf's units.
Personally, I like the mix of different warrior types.
Somehow, for me too, these miniatures represent, in a figurative sense, the drifting apart of the closed Franconian imperial association.
Bertolf's troops are more "East Franconian", while Bertolf's units are more "West Franconian" (although Metz also belonged politically to the East Franconian Empire from 870).
Put simply.
The units from Metz are more "modern", wear a different fashion, because they come from a more important city in Austrasia.
The Trier units appear more provincial in comparison.
I'm currently in the process of painting a few more figures.
Of course I will present them to you.
What is also missing are the riders.
Because one thing is clear.
I can't let my army go to Remich without some Panzerreiter.
Except that they don't come from Trier.

Sonntag, 25. Juni 2023

882 AD - Die "Wehrpflichtigen" (Foot yeomen, Light Warriors)

Vor ein paar Woche habe ich Ihnen Bertolf, den Bischof von Trier, nebst seiner Palastwache vorgestellt.
Davor auch schon die Bogenschützen, die Teil meiner „karolingischen“ Tapletoptruppe sind.
Diese schlugen sich im Jahr 882 mit Wikingern in der Schlacht von Remich.
Hier nochmals die Links zu den beiden Berichten:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Bertolf von Trier - "Lord of the lost" (thrifles.blogspot.com)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Trier und die Wikinger (thrifles.blogspot.com)
Bereits in diesen beiden BLOG-Einträgen hatte ich erwähnt, dass Bertolf mit der Hilfe des Bischofs von Metz Wala und des Adligen Adalhard II. eine Streitmacht aufstellte, um der Wikingerbedrohung Grenzen aufzuzeigen.
Für ein auf den Regeln von Lions Rampant basierendes Spiel, fehlen mir da natürlich noch Einheiten.
Da fehlen zunächst einmal die „wütenden Bürger“, die sich Ihrem Bischof angeschlossen hatten.
Diese interpretiere ich als mit Speeren bewaffnete Hilfstruppen, im Stile eines Volksaufgebotes.
So etwas in der Art wird das auch gewesen sein.






Ich habe meine „wütenden Bürger“ und den Begriff „karolingisch“ mit Ausführungszeichen versehen.
Warum?
Wenn Sie den Begriff karolingisches Heer googeln, wird Ihnen natürlich in erster Linie der Begriff Panzerreiter vorgeschlagen.
Ja, die Entwicklung und Verwendung von Panzerreitern ist geradezu der Archetyp karolingischer Kriegsführung. Sie waren die Kerntruppe, die wichtigste Neuerung beim Übergang der alten germanischen Heeresfolge, basierend auf infanteristisch kämpfenden Kriegern, zum mittelalterlichen Lehnswesen, das dann wiederum durch die Ritter repräsentiert wurde.
Aber. Es gab natürlich auch noch das Fußvolk. Die Keimzelle, wenn auch nicht mehr die bedeutendste und schlagfertigste, eines frühmittelalterlichen karolingischen Heeres.
Unter Karl dem Großen wurden alle waffenfähigen freien Grundbesitzer zur Heerfahrt herangezogen.
Die Gesamtheit der zur Heeresfolge verpflichteten Vasallen wurde Heerbann genannt.
Dieser wurde im Früh- und Hochmittelalter immer mehr klassifiziert und in sogenannte Heerschilde unterteilt.
Im Jahr 882 ist diese Entwicklung aber noch nicht abgeschlossen. Sie ist erst am Anfang.
Im Sachsenspiegel des 13. Jahrhunderts wäre die Truppe eines geistlichen Reichsfürsten – also auch die des Erzbischofs von Trier – der zweite Heerschild. Also eine ziemlich bedeutende Truppe.
Das sehe ich für das Jahr 882 noch nicht.
Trier war ähnlich wie in den Jahrhunderten, die noch folgen sollten, jetzt keine Militärmacht.
Zudem lag die Stadt immer an den Grenzen des Reiches (das ist übrigens noch heute, 1200 Jahre später, so; und auch heute gibt es in dieser Region aufgrund der Grenzlage strukturelle Probleme).
In den Jahren zwischen 800 und 880 wechselten dann auch die Reichszugehörigkeiten.
Immerhin war Trier durch die verschiedenen fränkischen Teilungen zunächst Teil des Gesamtreichs von Karl dem Großen, dann Stadt innerhalb des Mittelreichs Lotharingien, dann Teil des ostfränkischen Reiches.
Eine militärische Vorreiterrolle hatte die Stadt da nicht.
Deshalb gehe ich also davon aus, dass die Kerntruppe Bischof Bertolfs ähnlich aussah, wie die eines kleinen angelsächsischen Grafen irgendwo in England zum gleichen Zeitpunkt.





Ein paar Kernkrieger. Dazu ein paar mehr oder weniger gut bewaffnete Vasallen mit deren Bauerntruppen.
Die Miniaturen, die ich verwendet habe, sind ein Mix von Germanenkriegern und Angelsachsen des Herstellers Gripping Beast.
Der im letzten Bericht bei Bertolf gezeigte Herold hat bei der ersten Truppe das Kommando übernommen.
Zwei weitere Vasallen des Bischofs führen eine andere Einheit, die ebenfalls aus einfachen Bauern bestehen.





Diese beiden Einheiten stellen meine „wütenden Bürger“ dar, die dem Bischof mehr oder weniger freiwillig gefolgt sind, um sich an den plündernden Wikingern zu rächen.
Im nächsten Bericht wird es dann um das Aufgebot des Bischofs von Metz gehen.
Das wird dann schon ein bisschen besser gerüstet sein.
Lassen Sie sich überraschen.
 
 
A few weeks ago I introduced you to Bertolf, the Bishop of Trier, and his palace guard.
Before that, I‘d shown you the archers, who are part of my “Carolingian” tapletop force.
They fought with Vikings in the Battle of Remich in 882.
Here are the links to both reports:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Bertolf von Trier - "Lord of the lost" (thrifles.blogspot.com)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Trier und die Wikinger (thrifles.blogspot.com)
I have already mentioned in these two BLOG entries that Bertolf, with the help of the Bishop of Metz Wala and the nobleman Adalhard II, set up a military force to show the limits of the Viking threat.
For a game based on the rules of Lions Rampant, ther are still missing units.
First of all, the “angry citizens” who had joined their bishop.
I interpret these as auxiliary troops armed with spears, in the style of a levy of the people.
It must have been something like that.
I've added exclamation marks to my "angry citizens" and the term "Carolingian".
Why?
Of course, if you google the term Carolingian army, the term Panzerreiter will come up first.
Yes, the development and use of armored horsemen is almost the archetype of Carolingian warfare. They were the core force, the most important innovation in the transition from the old Germanic army succession, based on warriors fighting infantry, to the medieval feudal system, which in turn was represented by the knights.
But. Of course, there were also the infantry. The nucleus, if no longer the most important and quick-witted, of an early medieval Carolingian army.
Under Charlemagne, all free landowners capable of bearing arms were called upon to serve in the army.
All of the vassals who were obliged to follow the army were called Heerbann.
This was increasingly classified in the early and high Middle Ages and subdivided into so-called army shields.
In the year 882, however, this development is not yet complete. It’s only at the beginning.
In the Sachsenspiegel of the 13th century, the troops of a spiritual imperial prince - including those of the Archbishop of Trier - would be the second army shield. So a pretty significant force.
I don't see that for the year 882 yet.
As in the centuries to come, Trier was not now a military power.
In addition, the city was always on the borders of the empire (that is still the case today in modern Germany, 1200 years later, and there are still structural problems in this region today due to the border location).
In the years between 800 and 880, the imperial affiliations also changed.
After all, due to the various Frankish divisions, Trier was first part of the overall empire of Charlemagne, then a city within the middle kingdom of Lotharingia, then part of the East Frankish kingdom.
The city did not have a military pioneering role there.
So I am assuming that Bishop Bertolf's core force looked similar to that of a minor Anglo-Saxon earl somewhere in England at the same time.
A few core warriors. In addition, a few more or less well-armed vassals with their peasant troops.
The miniatures I used are a mix of Germanic warriors and Anglo-Saxons from the manufacturer Gripping Beast.
The herald shown in the last report with Bertolf has taken command of the first troop.
Two more of the bishop's vassals lead another unit, also made up of simple pawns.
These two units represent my "angry citizens" who more or less voluntarily followed the bishop to take revenge on the marauding Vikings.
The next report will then deal with the summoning up of the bishop of Metz.
That will be a bit better prepared then.
Let yourself be surprised.

Sonntag, 14. Mai 2023

882 AD Bertolf von Trier - "Lord of the lost"

 
Stell Dir vor Du bist Deutscher und wieder einmal ist der Eurovision Song Contest für Dich so ausgegangen, wie schon 9-mal in der Geschichte dieser Veranstaltung.
Du bist mal wieder Letzter.
Jetzt ist das nicht weiter schlimm, denn immerhin bist Du, also ich, nicht unbedingt ein Schlagerfanatiker oder gar Fan dieser Veranstaltung.
Du fällst jetzt auch nicht in Schockstarre, denn Du bist ja letzte, oder zumindest schlechte, Platzierungen in diesem Wettbewerb gewohnt.
Alles kein Problem.
Lustig ist es aber dann doch irgendwie, wenn die Vertreter Deines Heimatlandes dann auch noch „Lord of the Lost“ heißen.
Wie geil ist das denn.
Ja. Wir Deutsche sind die Verlorenen. Na zumindest beim ESC.
Und wir haben nichts Besseres zu tun, als den Herrscher dieser Verlorenen nach Liverpool zu schicken.
Gerade nach Liverpool.
Also in den englischen Ort, an dem ein anderer Deutscher, nämlich Jürgen Klopp, der Trainer des FC Liverpool, alles andere als ein „Lord of the Lost“ ist.



Liebe Europäer.
Auch wenn Sie nicht so wirklich mit uns Deutschen klarkommen, weil Sie vielleicht denken, wir sind arrogant, lieben nur Autos und die Autoindustrie, benehmen uns im Urlaub daneben und, und, und, dann betrachten Sie doch bitte unser wackeres Auftreten im ESC. Gerade in dem, der jetzt vorbei ist.
Nein wir sind lustig, selbstironisch, haben einen versteckten Humor.
„Lord of the Lost“ als Vertreter Deutschlands.
Hey.
Das grenzt doch schon fast an Selbststigmatisierung. An Asche auf mein Haupt. An, ich kleide mich jetzt in härene Gewänder, verhülle mein Haupt und weine.
Ja.
Demut können wir mittlerweile.
Wir suchen uns sogar Bandnamen aus, damit die Welt das erkennt.
Das ist einfach zu gut, um es nicht geplant zu haben.
Ja. Wir sind ein lustiges, selbstironisches Volk und irgendwie verlieren wir auch gerne.
Genau wie die Person, die ich Ihnen heute kurz vorstellen möchte.
Bertolf von Trier, auch ein „Lord of the Lost.“
Das ist der Erzbischof, den ich Ihnen schon einmal in einem anderen Bericht vorgestellt habe. Hier der Link.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Trier und die Wikinger (thrifles.blogspot.com)
Dieser Bertolf von Trier war nun einmal de facto ein „Lord of the Lost.“
Seien SIE doch einmal ein kleiner fränkischer Fürst, der irgendwo an der Mosel im vermeintlich Sicheren hockt, und dann kommen die Wikinger.
Also genau wie beim ESC gestern.
Da haben dann ja auch die Schweden gewonnen.
Na da bist Du also so ein Erzbischof, verstehst Dich aber auch selbst als weltlicher Herrscher, na und dann kommen die wilden Männer aus dem Norden.
Da bist Du dann schon in einer Notsituation und denkst. Mist. Muss das jetzt sein.
Klar entscheidest Du Dich da.
Da wartest Du nicht auf die Punktevergabe aus Europa – Bertolf twelve points, Bertolf douze points. Nee. Du haust einfach ab, weil Du weißt, dass Du eh keine Punkte gegen die Schweden (=Wikinger) machst.
Da musst Du weg.
Na und natürlich nimmst Du Deine kleine Hausmacht, Deine Heathguard, Palastwache oder wie immer Du sie damals benannt hast, natürlich auch gleich mit.
Immerhin sollen die Dich beschützen.
In meinem Tabletopszenario hatte ich mir dann natürlich im Vorfeld überlegt, wer jetzt die Rolle des Bertolf und wer die Rolle der Palastwache übernehmen soll.
Die Rolle des Bertolf war direkt besetzt.
Ich habe mich da für eine Miniatur entschieden, die vom Hersteller Gripping Beast als Wikinger angepriesen wird.



Da mir die Miniatur aber einfach zu zivil erscheint, habe ich der jetzt die Rolle des Bertolf verliehen.
Bertolf hatte gerade noch bei seiner Flucht aus Trier Zeit seine rote Tunika anzuziehen, sich seinen teuren purpurfarbenen Mantel überzuwerfen, die Axt zu schnappen, die noch auf dem Hackblock in seiner Bischofsresidenz herumlag, und ab gings.
Weg aus Trier Richtung Metz.
Natürlich hatte er noch einen Herold mitgenommen.
Gehört sich so.
Der sollte dann mit dem Horn die Signale geben, wenn es ernst wird.
Ihm zur Seite stehen die Mitglieder seiner Leibwache.



Sie sehen hier angelsächsische Minis der Firma Gripping Beast.
So ähnlich sahen auch Krieger im Rheinland zu dieser Zeit aus.
12 Mann bilden diese Truppe. Natürlich damit ich sie auch bei Lions Rampant spielen kann.
Bertolf, und natürlich auch wir, erkennen diese Truppe als seine Heathguard, weil die Krieger sich alle Kreuze auf die Schilde gemalt haben.
Sie sind ja auch immerhin Krieger und Leibwache eines Erzbischofs.
Da musst Du dann schon Flagge zeigen.
Bertolf, der „Lord of the Lost“, hoffte natürlich etwas mit denen reißen zu können.
Mal sehen, wie sie sich dann in der Schlacht bewähren.







Beim nächsten Mal werde ich Ihnen eine weitere Truppe des „Lord of the Lost“ Bertolf vorstellen.
Na und da gibt es dann erneut eine Einheit, die perfekt zu uns selbstironischen Deutschen passt.
Heute sind die Bürgerschaftswahlen in Bremen.
Wer es nicht weiß, und das ist tatsächlich keine Wissenslücke, Bremen ist das kleinste deutsche Bundesland, obwohl es ja nur eine Stadt ist.
Na und da stellt sich dann heute eine Parteigruppe zur Wahl mit einem weiteren wunderbaren Namen: „Bürger in Wut“ nennen die sich.
Na und das es nur gesagt ist. Das ist jetzt tatsächlich keine Band, obwohl "Citizens in Anger" auch ein geiler Bandname für ne Metal Gruppe wäre.
WWWWWWWWWOOOOOOOOOOOOOAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA.
Leute.
Mal ehrlich.
Sind wir in good old Germany nicht klasse und lustig.
Genauso werde ich dann meine nächste Einheit in diesem Szenario nennen; und diese werde ich Ihnen in einem anderen Bericht vorstellen.
Bertolf, „Lord of the Lost“ mit seinen „Bürgern in Wut“ auf dem Schlachtfeld 882 in Remich.
Das ist mal ne Ansage.
 
 
Imagine you are German and once again the Eurovision Song Contest ended the way it did 9 times in the history of this event.
You're last again.
Now that's not too bad, because after all you, that is me, are not necessarily a hit fanatic or even a fan of this event.
You're not going into a state of shock either, because you're used to last, or at least bad, placements in this competition.
No problem.
But it's kind of funny when the representatives, the band, of your home country are also called "Lord of the Lost".
How awesome is that.
Yes. We Germans are the lost. At least at the ESC.
And we have nothing better to do than to send the „Lord of the lost“ ones to Liverpool.
Straight to Liverpool.
So in the English city where another German, namely Jürgen Klopp, the coach of Liverpool FC, is anything but a "Lord of the Lost".
Dear Europeans.
Even if you don't really get along with us Germans because you might think we're arrogant, just love cars and the car industry, misbehave on vacation and, and, and, then please look at our brave demeanor at the ESC. Especially in the one that's over now.
No, we're funny, self-deprecating, have a hidden sense of humor.
"Lord of the Lost" as representative of Germany.
Hey!!!!
That almost borders on self-stigmatization. Of ashes on my head. Come on, I'll dress in hair robes, cover my head and weep.
Yes.
We can do humility now.
We even pick band names so the world will know.
This is just too good not to have planned it.
Yes. We're a fun, self-deprecating people, and we like it to lose.
Just like the person I would like to briefly introduce to you today.
Bertolf of Trier, also a "Lord of the Lost."
This is the Archbishop I introduced to you in another report. Here the link.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: 882 AD - Trier und die Wikinger (thrifles.blogspot.com)
Bertolf of Trier was de facto a "Lord of the Lost."
Just be a little Franconian prince crouching somewhere on the Moselle in supposedly safe territory, and then the Vikings will come.
So just like at the ESC yesterday:
The Swedes won.
So you're kind of an archbishop, but you also see yourself as a secular ruler, and then the wild men come from the north.
Terrible.
Then you are already in an emergency situation and you think: Damn. Does this really have to be now?
Of course you decide.
You don't wait for the points to be awarded from Europe - Bertolf twelve points, Bertolf douze points. Nope. You just leave because you know that you won't score any points against the Swedes (=Vikings) anyway.
Then you have to go.
And of course you take your little heathguard, palace guard or whatever you called them back then, of course, with you.
After all, they should protect you.
In my tabletop scenario, of course, I had considered in advance who should take on the role of Bertolf and who should take on the role of the palace guard.
The role of Bertolf was cast directly.
I decided on a miniature that the manufacturer advertised as a Viking.
But since the miniature just seems too civil to me, I have now given it the role of Bertolf.
Bertolf just had time to put on his red tunic, throw on his expensive purple coat, grab the ax that was still lying around on the chopping block in his bishop's residence, and off he went.
Way from Trier towards Metz.
Of course he had taken a herald with him.
That's how it should be.
He should then give the signal with the horn when things get serious.
Bertolf is assisted by members of his bodyguard.
Here you can see Anglo-Saxon minis from the company Gripping Beast.
Warriors in the Rhineland looked similar at that time.
12 men form this troop. Of course so that I can also play them at Lions Rampant.
Bertolf, and of course we too, recognize this troop as his heathguard because the warriors all have crosses painted on their shields.
You are, after all, an archbishop's warrior and bodyguard.
Then you have to show your colors.
Bertolf, the "Lord of the Lost", of course hoped to be able to tear something with them.
Let's see how they fare in battle.
Next time I will introduce you to another group of the "Lord of the Lost" Bertolf.
Well and then there is another unit that suits us self-deprecating Germans perfectly.
Today are the citizenship elections in Bremen.
If you don't know, and this is actually not a knowledge gap, Bremen is the smallest German federal state, although it is only a city.
Well and then there is a party group standing for election today with another wonderful name: “Citizens in rage” they call themselves.
Oh men.
Honestly?
Aren't we great and funny in good old Germany?
That's exactly what I'm going to call my next unit in this scenario; and I will present them to you in another report.
Bertolf, "Lord of the Lost" with his "Citizens in Anger" on Battlefield 882 in Remich.
That's an announcement.