Sonntag, 21. Januar 2024

Szenario 2024 - Pikeman's Lament Game 1

In meinem letzten BLOG-Eintrag habe ich Ihnen Bilder von der diesjährigen Szenario gezeigt.
Heute geht es weiter. Und zwar mit dem ersten Spielbericht der Veranstaltung.
Gespielt wurde ein modifiziertes Pikeman’s Lament Spiel.



Sven und Jürgen hatten sich in den letzten Wochen Gedanken gemacht, wie man die PL Regeln so anpassen könnte, um ein funktionierendes Rank and File Spiel hinzubekommen.
Da das Szenario im Dreißigjährigen Krieg spielte, sollten vor allem Pike and Shot Einheiten in gemischter Formation dargestellt werden. In PL kann man diese Einheiten nur in getrennten Einheiten spielen. Da wir aber auch unbedingt den Look der Zeit einfangen wollten, war es unabdingbar diese Einheiten zusammenzufassen.
Gedacht getan. Die gemischten Einheiten bekamen die Nahkampfwerte der Pikeniere sowie die Fernkampfwerte der Musketiere. Hinzu bekamen sie die Sonderregel First Salvo. Somit trafen die Schützen beim ersten Schusswechsel auf eine 4, nicht auf eine 5.
Auch wurde der Schusswinkel auf 180 Grad vor der Front angepasst.
Mit einer halben Bewegung konnte eine Formationsänderung durchgeführt werden.
Die Infanterieregimenter bestanden generell aus 24, die Kavallerieregimenter aus 8 Figuren.




Verluste wurden übrigens NICHT entfernt.
Die Einheiten bekamen einen Verlustmarker pro Schadenspunkt. Wenn 4 Schadenspunkte erreicht waren, galt die Einheit als halbiert, und sie konnte nur noch die Hälfte der Würfel einsetzen, sprich 6 anstatt 12 Würfel.
War die Einheit halbiert, wanderte ein Würfel in ein Gläschen. Bei Totalverlust zwei weitere.
Ab 7 Würfel im Glas, mussten die Spieler würfeln. Bei einer Augenzahl von 40+ endete das Spiel.
Berührte man einen der auf dem Spielfeld stehenden Wagen, erhielt man eine Aktionskarte, die man im Spiel einsetzen konnte.



So viel zu den Regeländerungen. Die Spieler erhielten eine Armeeliste für die Protestanten bzw. die Katholiken. Alles andere lief nach den normalen PL Regeln.
Dennis und ich spielten die Protestanten. Ich befehligte den linken Flügel, Dennis den rechten.







Gegenüber standen jede Menge Katholiken. Zum Glück wurden da nicht alle eingesetzt. Sven und Jürgen hatten sich da schon um ein ausgeglichenes Szenario bemüht.






Das Spiel begann und wir bewegten zunächst einmal unsere Einheiten leicht nach vorne.




Unsere Gegenspieler taten das gleiche.





Mein direkter Gegner konnte sich die erste Ereigniskarte sichern.
Auch erhielt meine erste Einheit ihren ersten Treffer. Wenig später musste ich dann auch meine Kroaten wieder in den schützenden Wald bringen.


Dennis ließ dann erst einmal die ersten Salven los.



Auch seine Kavallerieeinheiten stürmten nach vorne.


Meine Reiter mussten sich wenig später erst einmal zurückziehen.



Zwischen den Infanterieeinheiten der Opponenten entwickelten sich Schusswechsel.
Treffer auf der einen, und der anderen Seite. Langsam stiegen also die Verluste.










Die Kavallerie der Katholiken stürmte an unserem rechten Flügel jetzt auch nach vorne.


Immer mehr Pulverrauch verdeckte die Sicht.
Unsere Einheiten bekamen immer mehr Treffer. Die Moraltest zu bestehen, wurde deshalb immer schwieriger.
Am rechten Flügel griffen die Katholiken die Kanonen an.
In diesem Bild kann man erkennen, dass auch die Kürassiere von Dennis jetzt ziemlich angeschlagen waren.


Bei mir platzte dann auch die erste Einheit (im Bild in Fluchtbewegung dargestellt).

Kurz nach diesem letzten Schusswechsel, den sie im Abschlussbild sehen, versiebten wir dann den Moraltest und unsere Armee war geschlagen.


Das Spiel hat wirklich Spaß gemacht. Wieder einmal hat sich meine Liebe zu Pikeman’s Lament bestätigt. Das Regelsystem wurde durch die angepassten Regeln nur leicht verändert. Gerade so, dass man ein funktionierendes Rank&File System hinbekam. Ansonsten fühlet sich das Spiel nicht anders an als das Original.
Ich empfehle allen PL Spielern diese Regeln eimal auszutesten. Mit dn oben genannten Änderungen ist es möglich größere Einheiten ins Feld zu bringen; und allein aus optischen Gründen ist dies schon empfehlenswert.
 
 
In my last BLOG entry I showed you pictures of this year's „Scenario Convention“.
Today it continues. With the first match report of the event.
A modified Pikeman’s Lament game was played.
In the last few weeks, Sven and Jürgen had been thinking about how the PL rules could be adapted to create a functioning Rank and File game.
Since the scenario took place during the Thirty Years' War, Pike and Shot units in particular were to be depicted in mixed formation. In PL you can only play these units in separate units. But since we also really wanted to capture the look of the time, it was essential to combine these units.
Thought done. The mixed units received the melee stats of the pikemen and the ranged stats of the musketeers. They also got the special rule First Salvo. So the shooters hit at a 4 in the first exchange of fire, not at  a 5.
The firing angle was also adjusted to 180 degrees in front of the front.
A change in formation could be carried out with half a movement.
The infantry regiments generally consisted of 24 figures, the cavalry regiments of 8 figures.
By the way, losses were NOT removed.
The units received one loss marker per point of damage. When 4 points of damage were reached, the unit was considered halved and it could only use half the dice, i.e. 6 instead of 12 dice.
If the unit was halved, one die went into a glass. In case of total loss, two more.
If there were 7 dice in the glass, the players had to roll the dice. If the number is 40+, the game ends.
If you touched one of the vehicles on the playing field, you received an action card that you could use in the game.
So much for the rule changes. The players received an army list for the Protestants and the Catholics respectively. Everything else went according to the normal PL rules.
Dennis and I played the Protestants. I commanded the left wing, Dennis the right.
There were lots of Catholics opposite. Fortunately, not all of them were used. Sven and Jürgen had already tried to create a balanced scenario.
The game began and we first moved our units slightly forward.
Our opponents did the same.
My direct opponent was able to secure the first event card.
My first unit also received its first hit. A little later I had to bring my Croats back into the protective forest.
Dennis then released the first volleys.
His cavalry units also charged forward.
A little later my riders had to retreat.
Exchanges of fire developed between the opposing infantry units.
Hits on one side and the other. So the losses slowly increased.
The Catholic cavalry now also charged forward on our right wing.
More and more gun smoke obscured the view.
Our units received more and more hits. Passing the moral test therefore became increasingly difficult.
On the right wing the Catholics attacked the cannons.
In this picture you can see that Dennis's cuirassiers were now also pretty battered.
My first unit burst (shown in the picture in escape movement).
Shortly after this last exchange of fire, which you see in the final picture, we failed the morale test and our army was defeated.
The game was really fun. Once again my love for Pikeman’s Lament has been confirmed. The rule system was only slightly changed by the adjusted rules. Just enough to get a functioning Rank&File system. Otherwise the game doesn't feel any different than the original.
I recommend that all PL players try out these rules. With the changes mentioned above it is possible to bring larger units into the field; and for visual reasons alone this is recommended.

Sonntag, 14. Januar 2024

Szenario 2024

Für mich ist die Szenario in Hackenheim bei Bad Kreuznach der Start in das Tabletopjahr.



Nicht weiter verwunderlich, wohne ich doch in unmittelbarer Nähe, und dann fallen nun einmal die gewohnten Ausreden eine Veranstaltung nicht zu besuchen, einfach mal in den Eimer. Genauso war es dann auch dieses Jahr und Dennis und ich machten uns auf den Weg zum Wargaming Weingut.
Dort angekommen wurden wir erst einmal von der Teilnehmerzahl erschlagen.  Wir betraten den Raum – pünktlich zur Eröffnungsrede von Simmerhammer und Tankred -, mussten uns aber erst einmal durch die Besucher drücken, um überhaupt an den gewünschten Platz zu kommen.

















Unser Ziel war klar. Der Präsentationstisch von Sven, Jürgen und Stefan. Die präsentierten ein Spiel, dass im Dreißigjährigen Krieg angesiedelt war, und die Regeln von Pikemant’s Lament in einer adaptierten Form nutzte. Normalerweise hätte auch ich noch meine Minis beisteuern können, immerhin hatten wir alle an diesem Projekt herumgepinselt, aber – Sie erinnern sich vielleicht an meinen vorletzten Bericht – ich wusste nicht mehr in welch dunkles Regal ich sie geräumt hatte. Ein kurzer Blick in den Raum zeigte mir dann auch, dass den Besucher auch dieses Jahr wieder einiges erwartete. Unterschiedliche Spielsystem in unterschiedlichen Settings. Da konnte jeder etwas finden, um ein paar Stunden dem Tabletop Hobby zu frönen.













Ich selbst blieb zunächst am Pikeman’s Lament Spieltisch hängen, um dann am Spätabend noch an den Nachbartisch zu wechseln. An diesem wurde Lion Rampant präsentiert.
Beide Regelsystem basieren ja auf der gleichen Engine. Im Prinzip können Sie mit dem einen System Gefechte der Antike und des Mittelalters bespielen, während das andere (Pikeman’s Lament) dann für Schlachten vom 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts gedacht ist. Ich liebe so etwas, weil ich zu den Menschen gehöre, die äußerst ungern zwischen Systemen hin und herspringen. Mir platzt da der Kopf. Anderen nicht. Aber mir platzt er halt.











Wie Sie sich denken können, wird es dann auch noch Spielberichte zu den beiden Spielen geben, und da ich dann heute tatsächlich nochmals zur Veranstaltung gefahren bin, wird es auch noch einen zweiten Pikeman’s Lament Bericht geben, diesmal aus der Zuschauerperspektive. Da bestritten nämlich Tankred, El Commandante, Lothar und Markus das Spiel, aber ich konnte als Aushilfspräsentator da dann doch genügend Fotos schießen, um einen kleinen Bericht daraus zu stricken.
Jetzt ist aber genug der Rede.
Ach nein.
Noch ne Kleinigkeit.
Ich bin echt froh wieder tolle Gespräche mit unterschiedlichen Menschen geführt zu haben. Alte Bekannte, neue Bekannte, Freunde, zufällige Begegnungen. Dieser persönliche Kontakt ist definitiv auch großer Teil des Hobbys. Es ist eben nicht nur Modellbau und Wargaming. Es ist definitiv mehr.
Auch möchte ich mich ganz herzlich bei Don und Frank Bauer bedanken, dass meine guten Vorsätze für dieses Jahr schon nach 14 Tagen zerstört sind. Bisher konnte ich immer an den AZINCOURT… , aaaahhhhhhhhhh . Cut. Cut. Cut. Ich muss die Chance nutzen. DIE CHANCE. Männers hört Euch mal an wie der indigene Franzose Kenji 75018 den Namen dieser Stadt ausspricht. Bitte, bitte umgewöhnen. Nicht wie fast alle, die ich kenne, die englische Schreibweise verwenden (Agincourt) und die dann auch noch französisch aussprechen. Das musste jetzt einmal gesagt werden. Anbei der Link, der Euch alle retten wird.
Aussprache von Azincourt: Wie man Azincourt auf Französisch ausspricht (forvo.com)
Back to topics.
Also danke Don und Frank. Ja, Ich dachte immer die Plastikminis dieser Serie sind zu schmal, irgendwie komisch modelliert, verglichen mit der War oft he Roses Serie. Das stimmt ja gar nicht. Alles Fakesichten. Wenn man die Minis in der Hand hat, sind sie klasse, sehen total stimmig aus, und werden NATÜRLICH in diesem Jahr gekauft werden. Ta Ta Ta. Höret, höret, höret und Tanderadei.
So. Jetzt kommen die Bilder der Präsentationen. Ein Übersichtsfoto, und ein paar Detailbilder.
Viel Spaß beim Schauen.

















































































For me, „Die Szenario“ (Convention) in Hackenheim near Bad Kreuznach is the start of the tabletop year.
Not surprising, since I live in the immediate vicinity, and then the usual excuses for not attending an event simply fall into the bucket. It was the same this year and Dennis and I made our way to the Wargaming winery.
When we got there we were initially overwhelmed by the number of participants. We entered the room - just in time for Simmerhammer‘s and Tancred's opening speech - but first had to push through the visitors to even get to the place we wanted.
Our goal was clear. The presentation table of Sven, Jürgen and Stefan. They presented a game that was set in the Thirty Years' War and used the rules of Pikemant's Lament in an adapted form. Normally I could have contributed my minis too, after all we had all been working on this project, but - you may remember from my „Goodbye 2023“ report - I didn't remember which dark shelf I had put them on.
A quick look into the room showed different game systems in different settings. Everyone could find something to indulge in their tabletop hobby for a few hours.
I initially stuck to the Pikeman’s Lament gaming table and then moved to the neighboring table late in the evening. Lion Rampant was presented there.
Both rukesets are based on the same engine. In principle, you can use one system to play battles from antiquity and the Middle Ages, while the other (Pikeman's Lament) is intended for battles from the 16th to the beginning of the 18th century. I love this kind of thing because I'm one of those people who is extremely reluctant to jump back and forth between systems. My head is bursting.
As you can imagine, there will also be match reports on the two games, and since I actually went to the event again today, there will also be a second Pikeman's Lament report, this time from the spectator's perspective. Tankred, El Commandante, Lothar and Markus took part in the game, but as a temporary presenter I was able to take enough photos to make a short report out of it.
But now there is enough talk.
Oh no.
Another little thing.
I'm really happy to have had great conversations with different people. Old acquaintances, new acquaintances, friends, chance encounters. This personal contact is definitely a big part of the hobby. It's not just model building and wargaming. It's definitely more.
I would also like to thank Don and Frank Bauer very much because my good intentions for this year were destroyed after just 14 days. So far I've always been able to go to the AZINCOURT..., aaaahhhhhhhhhh. Cut. Cut. Cut. I have to take the chance. THE CHANCE. Listen to how the indigenous Frenchman Kenji 75018 pronounces the name of this city. Please, please get used to it. Not like almost everyone I know uses the English spelling (Agincourt) and then pronounces it in French. That had to be said now. Attached is the link that will save you all.
Aussprache von Azincourt: Wie man Azincourt auf Französisch ausspricht (forvo.com)
Back to topics.
So thank you Don and Frank. Yes, I always thought the plastic minis in this series were too narrow, somehow strangely modeled, compared to the War of the Roses series. That's not true at all. All fake views. When you have the minis in your hand, they are great, look totally harmonious, and will OF COURSE be bought this year. Ta Ta Ta. Hear, hear, hear and Tanderadei.
So now come the pictures of the presentations. An overview photo and a few detailed pictures.
Have fun.