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Sonntag, 15. März 2026

Frankfurter Landwehr - Eine spätmittelalterliche Befestigungslinie

Vielleicht geht es ja nur mir so. Und vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich schon häufiger über die Miquelallee und am Palmengarten vorbei mich mit dem Auto in Richtung Innenstadt Frankfurt bewegt habe. Jedenfalls ist es so, dass ich gefühlt immer an einem Bauwerk vorbeikomme, dass ich ursprünglich einmal für einen Teil der Frankfurter Stadtmauer gehalten habe. Irgendwie ist dieser Turm auch prägend für mich. Verrückt eigentlich, denn diese Stadt, die einzige deutsche Stadt mit einer von Hochhäusern geprägten Skyline, hat doch ganz andere Türme anzubieten, die ein normaler Besucher als prägend definieren würde.
Ich bin da anders. Vielleicht auch deshalb, weil ich ein Fan gotischer Architektur bin. Und der Turm von dem ich hier spreche, ist ein Relikt dieser Epoche. Ich rede vom Turm der Bockenheimer Warte.
Vielleicht ist er auch so auffällig, weil er anders aussieht in der modernen Umgebung der Stadt. Irgendwo repräsentiert er, genau wie die drei weiteren erhaltenen Türme anderer Warten, auf die ich noch später kommen werde, das alte, das andere, das mittelalterliche, das kaiserliche, das in meinen Augen schönere, aber untergegangene Frankfurt.
Damals, als der Turm gebaut wurde, lag er noch nicht in Frankfurt.
Die Bockenheimer Warte war vielmehr Außenposten eines militärischen Systems zum Schutz der Stadt, die als Frankfurter Landwehr bezeichnet wurde.




Der Begriff Landwehr hat in Deutschland zwei Bedeutungen.
Mit Landwehr werden zum einen Truppen bezeichnet, die – vor allem, aber nicht nur, in Notzeiten - von einer Regierung aufgestellt werden. Hierbei handelt es sich um milizartige Verbände bzw. um Reservisten älterer Jahrgänge, die zu Einheiten zusammengefasst, nicht nur für die Verteidigung, sondern auch als standardisierte Einheiten einer regulären Armee herangezogen wurden. Das sicherlich bekannteste Beispiel in Deutschland ist die preußische Landwehr der napoleonischen Kriege.
Die zweite Bedeutung ist eine territoriale. Mit Landwehr „werden Grenzmarkierungs- bzw. Grenzsicherungswerke und Umfriedungen von Siedlungsgebieten … bezeichnet. Diese Siedlungsschutzanlagen werden zumeist ins Hoch- und Spätmittelalter datiert und besitzen in Einzelfällen Längen von über hundert Kilometer. “ (Wikipedia)
Allerdings gab es diese Landwehren nicht nur im Mittelalter. Im Grunde sind der römische Limes und das in Schleswig-Holstein liegende Danewerk in ihrer Art ebenfalls Landwehren, und somit auch die bekanntesten ihrer Art in Deutschland.
Die Stadt Frankfurt schützte sich ebenfalls im Mittelalter mit einer Landwehr. 



Die Stadt selbst hatte natürlich alleine aufgrund ihrer Größe und Bedeutung eine beindruckende Stadtmauer, die dann später während des 30jährigen Krieges zu einer Sternschanzenfestung ausgebaut wurde. Das Aussehen der Mauer wird in einem Holzschnitt des Künstlers Conrad Faber von Kreuznach aus dem Jahr 1552 hervorragend wiedergegeben, ein Kunstwerk, dass im gleichen Jahr erstellt wurde, als es zur größten Belastungsprobe eben dieser Stadtmauer während der Belagerung von Frankfurt im Rahmen des Fürstenaufstandes von 1552 kam.



Die Landwehr wiederum schützte den Bereich des Hoheitsgebietes einige Kilometer vor der eigentlichen Stadt. Landwehren wurden im Mittelalter nach einem bestimmten Muster erstellt. Im Grunde genommen handelt es sich um eine Einhegung eines bestimmten Gebietes. Sie bestand aus einem Gebück aus undurchdringlichen Hecken mit einem vorgelagerten Graben. Die Gebücke bestanden im heute deutschsprachigen Raum hauptsächlich aus Hainbuchen. Die Hecke hatte dabei eine Tiefe von 20 bis 50 Metern (im Rheingauer Gebück sogar bis zu 100 m) und erreichte eine Höhe von 3 bis 5 Metern.
Die Anlage dieser Gebücke hatte übrigens eine alte Tradition. Interessanterweise erwähnt Julius Cäsar in seinem De Bello Gallico bereits eine ähnliche Konstruktion bei dem gallischen Stamm der Nervier: „Sie schnitten junge Bäume ein und bogen sie. Zwischen ihre zahlreichen in die Breite wachsenden Zweige pflanzten sie Brombeer- und Dornbüsche und stellten so einen Schutzwall her, der an die Stelle einer Mauer trat und undurchdringlich war, ja sogar jede Sicht versperrte.“
– Gaius Iulius Caesar: De bello Gallico 2,17



Im Fall der Frankfurter Landwehr wurde die Anlage in ihrem westlichen Teil nach und nach um einen weiteren Graben ergänzt, was übrigens kein Einzelfall darstellt.
An den durch dieses Gebück führenden Straßen wurden Kontrolltürme und/oder Befestigungen errichtet. Im Fall von Frankfurt spricht man hier von Warten. Die vier bekanntesten und im Teil erhaltenen, sind die bereits eingangs erwähnte Bockenheimer Warte, dann die Friedberger Warte, die Galluswarte und die Sachsenhäuser Warte (zusätzlich gab es weitere Türme und Befestigungen in der Region, die teilweise später eingemeindet wurden oder als eigenständige Warten fungierten, wie die Berger Warte oder die Höchster Stadtbefestigung).










Bei den Warttürmen handelte es sich um befestigte Beobachtungstürme und sie ähnelten einer kleinen Burg. Sie verfügten über einen Aussichtsturm, einen Wehrhof, über Mannschaftsgebäude, Waffenlager und Brunnen. Sie waren mit einer Besatzung belegt, die oftmals unter dem Befehl eines Ministerialen bzw. einem Ritter stand.
Neben den Warten gab es auch noch befestigte Anwesen, die in das Landwehrsystem integriert waren, in Frankfurt zum Beispiel Gutleuthof, Hellerhof, Kühhornshof, Riederhof, Strahlenberger Hof und Riedhof.
Leider sind letztere so gut wie nicht mehr erhalten (vom Riederhof existiert noch ein Eingangsportal, vom Kühhornshof ein Wehrturm).




Festzuhalten bleibt, dass die Landwehren während des Mittelalters ihren Zweck teilweise über Jahrhunderte hinweg erfüllten. Das dichte Gebück war von Reitern gar nicht, von Fußtruppen nur schwerlich zu durchqueren. Während der Mainzer Stiftsfehde versuchte man beispielsweise das Rheingauer Gebück in Höhe von Oberwalluf zu stürmen, was aber trotz heftiger Kämpfe (die Quellen berichten von viertägigen Kämpfen) nicht gelang.
Raubzüge und Plünderungen konnten von dem befestigten System verhindert werden. Somit kann man die Landwehren als Mittel zur Eindämmung von Fehden und als effektives Mittel zur Erreichung eines dauerhaften Landfriedens bezeichnen.
Mit dem Aufkommen und der zunehmenden Verwendung von Artillerie in der Feld- und Belagerungsschlacht überholten sich allerdings die klassischen Landwehren und wurden in Folge dann auch aufgegeben.
In diesem Bericht zeige ich Ihnen Stiche der vier Frankfurter Warten, wiedergegeben aus folgendem Buch:
Carl Wolff, R. Jung - Die Baudenkmäler in Frankfurt am Main, Band 2 - Weltliche Bauten, Frankfurt 1898.
Bezogen auf unser Hobby bietet die Darstellung einer solchen Warte und des Gebücks einen reizvollen Ansatz. Burgen nehmen auf einer Standard Wargaming Platte oftmals zu viel Raum ein, es sei denn man will explizit eine Belagerung darstellen. Die Alternative ist eine Warte bzw. ein befestigtes Gehöft.
Empfehlen möchte ich an dieser Stelle natürlich eines meiner Lieblingsmodelle, das Jens Najewitz als 3d Druck Modell entwickelt hat, und das für einen Wehrhof an einer deutschen Landwehr ideal einzusetzen ist.
Fortified Mansion, Castle – 3dprintterrain






Wer keinen Drucker besitzt, dem sei gesagt, dass Jens sowohl auf der Hamburger Tactica als auch auf der Antwerpener Crisis dieses Modell generell als ausgedrucktes Modell am Start hat. Man hat also auch die Möglichkeit es physisch zu erwerben. Jedenfalls zweimal im Jahr.
Vielleicht wird sich Jens in einem seiner nächsten Kickstarter auch direkt an einer der historischen Warten versuchen. Gesprochen haben wir schon über dieses Thema, aber konkretisiert ist es noch nicht.
Persönlich fände ich es schon klasse, eine originalgetreue Bockenheimer Warte auf einem Gamingtisch zu sehen. Denn wie bereits anfangs gesagt. Für mich persönlich ist es ein Stück Frankfurt, und der Anblick begleitet mich schon seit vielen Jahrzehnten.
 
 
Maybe it's just me. And maybe it's simply because I've often driven along Miquelallee and past the Palmengarten towards downtown Frankfurt. In any case, it feels like I always pass a structure that I originally thought was part of Frankfurt's city wall. Somehow, this tower is also a defining feature for me. It's crazy, really, because this city, the only German city with a skyline dominated by skyscrapers, has completely different towers to offer, which a typical visitor would consider defining.
I'm different. Perhaps it's also because I'm a fan of Gothic architecture. And the tower I'm talking about is a relic of that era. I'm referring to the „Bockenheimer Warte“ tower.
Perhaps it's also so striking because it looks different in the modern cityscape. Somewhere, just like the three other surviving towers of other watchtowers, which I will discuss later, it represents the old, the other, the medieval, the imperial, in my eyes more beautiful, but vanished Frankfurt.
Back when the tower was built, it wasn't yet located in Frankfurt.
The Bockenheim Watchtower was, in fact, an outpost of a military system for the protection of the city, known as the „Frankfurt Landwehr“.
The term Landwehr has two meanings in Germany.
On the one hand, Landwehr refers to troops that are raised by a government—primarily, but not exclusively, in times of crisis. These are militia-like units or reservists of older age groups, who were combined into units and used not only for defense but also as standardized units of a regular army. The most well-known example in Germany is certainly the Prussian Landwehr of the Napoleonic Wars.
The second meaning is territorial. The term "Landwehr" refers to "border demarcations, fortifications, and enclosures surrounding settlements... These settlement defenses are mostly dated to the High and Late Middle Ages and, in some cases, can extend for over one hundred kilometers." (Wikipedia)
However, these Landwehrs were not limited to the Middle Ages. The Roman Limes and the Danevirke in Schleswig-Holstein are also examples of Landwehrs, and thus the best-known examples of their kind in Germany.
The city of Frankfurt also protected itself with a Landwehr during the Middle Ages. Due to its size and importance, the city naturally possessed an impressive city wall, which was later expanded into a star fortification during the Thirty Years' War. The appearance of the wall is superbly depicted in a woodcut by the artist Conrad Faber of Kreuznach from 1552, a work of art created in the same year that this city wall faced its greatest test during the siege of Frankfurt in the course of the Princes' Revolt of 1552.
The Landwehr, in turn, protected the territory several kilometers outside the city proper. Landwehrs were constructed according to a specific pattern in the Middle Ages. Essentially, they were enclosures of a particular area. They consisted of a hedgerow of impenetrable hedges with a ditch in front. In what is now German-speaking territory, these hedgerows were primarily made of hornbeams. The hedges were 20 to 50 meters deep (even up to 100 meters in the Rheingau region) and reached a height of 3 to 5 meters.
The construction of these hedgerows, incidentally, had a long tradition. Interestingly, Julius Caesar mentions a similar construction in his *De Bello Gallico*, referring to the work of the Gallic tribe of the Nervii:
“They cut into young trees and bent them. Between their numerous, spreading branches, they planted brambles and thorn bushes, thus creating a defensive wall that served as a barrier and was impenetrable, even blocking all view.”
– Gaius Julius Caesar: *De Bello Gallico* 2.17
In the case of the Frankfurt Landwehr, the western part of the fortification was gradually extended with an additional ditch, which, incidentally, is not an isolated case.
Watchtowers and/or fortifications were built along the roads leading through this defensive system. In the case of Frankfurt, these are called „Warten“. The four best-known and partially preserved are the Bockenheim Watchtower, mentioned earlier, followed by the Friedberg Watchtower, the Gallus Watchtower, and the Sachsenhausen Watchtower (there were also other towers and fortifications in the region, some of which were later incorporated into other municipalities or functioned as independent watchtowers, such as the Berger Watchtower or the Höchst city fortifications).
These watchtowers were fortified observation towers and resembled small castles. They featured a lookout tower, a fortified courtyard, barracks, armories, and wells. They were garrisoned, often under the command of a ministerialis (a type of unfree knight) or a knight.
In addition to the watchtowers, there were also fortified estates integrated into the Landwehr (a defensive system), such as Gutleuthof, Hellerhof, Kühhornshof, Riederhof, Strahlenberger Hof, and Riedhof in Frankfurt.
These watchtowers were fortified observation towers and resembled small castles. Unfortunately, the latter are almost entirely gone (only an entrance gate remains of the Riederhof, and a defensive tower of the Kühhornshof).
It should be noted that the defensive earthworks served their purpose for centuries during the Middle Ages. The dense thickets were impassable for cavalry and difficult for infantry to cross.
During the Mainz Diocesan Feud, for example, an attempt was made to storm the Rheingau thicket near Oberwalluf, but this failed despite fierce fighting (sources report four days of battle).
Raids and plundering were prevented by the fortified system. Thus, the defensive earthworks can be described as a means of containing feuds and an effective means of achieving lasting peace.
However, with the advent and increasing use of artillery in field and siege warfare, the classic defensive earthworks became obsolete and were subsequently abandoned.
In this report, I will show you engravings of the four Frankfurt watchtowers, reproduced from the following book:
Carl Wolff, R. Jung - The Architectural Monuments in Frankfurt am Main, Volume 2 - Secular Buildings, Frankfurt 1898.
Regarding our hobby, depicting such a watchtower and its associated fortifications offers an appealing approach. Castles often take up too much space on a standard wargaming table, unless you explicitly want to depict a siege. The alternative is a watchtower or a fortified farmstead.
At this point, I would like to recommend one of my favorite models, which Jens Najewitz developed as a 3D-printed model and which is ideal for a fortified farmstead on a German Landwehr (territorial army).
Fortified Mansion, Castle – 3dprintterrain
For those who don't own a printer, Jens usually has this model available as a printed version at both the Hamburg Tactica and the Antwerp Crisis conventions. So, you also have the option of purchasing it physically. At least twice a year.
Perhaps Jens will try his hand at recreating one of the historic watchtowers in one of his next Kickstarter campaigns. We've already discussed this, but nothing concrete has been decided yet.
Personally, I think it would be fantastic to see a faithful replica of the Bockenheimer Warte on a gaming table. As I mentioned earlier, for me it's a piece of Frankfurt, and the sight has been with me for decades.

Sonntag, 27. August 2023

Eben Emael - 10. Mai 1940 Teil 5: Uniformen

 
Zum Abschluss meiner Serie über das Fort Eben Emael möchte ich Ihnen heute noch ein paar Bilder der Uniformsammlung des Forts zeigen.
Wie Sie bereits den Bildern der anderen Berichte entnehmen konnten, finden sich im gesamten Fort Darstellungen mit lebensgroßen Figurinen, die dem Besucher die Nutzung verschiedener Räume innerhalb der Festung visualisieren sollen.
So sieht man beispielsweise Modelle in Kampfräumen, in der Krankenstube, im Büro etc.
Hier noch einmal eine Auswahl dieser Bilder.
Diese Figurinen zeigen die belgischen Verteidiger des Forts in ihren entsprechenden zeitgenössischen Unformen.






Der Besucher kann sich somit schon ein gutes Bild machen, wie die Festungstruppen aussahen.
Zusätzlich finden sie auch an anderen Stellen der Festung ähnliche Präsentationen.
So im Bereich des Museums, wo Ihnen direkt zu Beginn der Ausstellung die Ereignisse in Eben Emael und an den Brücken von Canne, Veldwezelt und Vroenhoven nähergebracht werden.















Hier in diesem Teil der Festung finden sich somit weitere figürliche Darstellungen der Verteidiger.
Wenn Sie diesen Raum verlassen und etwas um die Ecke gehen, finden Sie dann in einem weiteren Raum noch eine zusätzliche Ausstellung.
Hier werden dann neben belgischen auch die Uniformen der deutschen Angreifer gezeigt.
Dargestellt werden diese auch wieder mit lebensgroßen Figurinen.
Teilweise stehen diese in Vitrinen, teilweise sind sie in Dioramen angeordnet.













Somit erhalten Sie als Besucher eine schöne Übersicht der beiden Kriegsparteien.
Gelungen ist die Auswahl vor allem bei den deutschen Truppen.
Sie sehen nicht nur die Fallschirmjäger.
Auch Uniformen der Jagdflieger, Stuka-Piloten, Infanteristen und Artilleristen sind dargestellt.
So sehen Sie hier zum Beispiel einen Feldwebel der 151. Infanteriedivision sowie einen Gefreiten und einen Unteroffizier des 51. Pionierbataillons.







Es sind also bewusst Soldaten mit ihren Uniformen ausgesucht worden, die dann auch im Raum Eben Emael am 10. Mai 1940 anzutreffen waren.
In diesem Diorama sind drei Fallschirmjäger dargestellt, die quasi aus ihrem Lastensegler stürmen. Die Kombination zwischen Wandgemälde und plastischem, ins Diorama reinragenden, Flugzeugflügel ist gelungen.







An dieser Stelle eine Bemerkung zu den Figurinen.
Eines muss man dann schon festhalten. Die verwendeten Puppen sehen aus wie handelsübliche Schaufensterpuppen. Somit wirken sie dann auch in der Konsequenz sehr künstlich und wenig realitätsnah.
Wie solche Figurinen professionell wirken können, habe ich Ihnen in meinem Bericht über das Airborne Museum in Bastogne gezeigt. Die dort verwendeten Puppen sind das genaue Gegenteil.
Sie wirken extrem realitätsnah und fesseln dann in ihrer Art auch den Besucher.
Schauen Sie sich einfach einmal den Unterschied an:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Bastogne - 101st Airborne Museum: Figuren erzählen Geschichten (thrifles.blogspot.com)
Allerdings sollte man hier in Eben Emael die Auswahl dieser Figurinen auch nicht überbewerten.
In Eben Emael geht es um die Festung, nicht um die verwendeten Puppen.
Der Look der Figuren stört dann auch eher in diesem separaten Bereich als in den verschiedenen Räumen und Kampfständen, wo sie ja auch ausgestellt sind. Hier beleben sie halt die ansonsten leer wirkenden Räume
Lobenswert ist, dass vielmehr sogar versucht wurde, die an der Schlacht beteiligten Einheiten und auch Personen richtig darzustellen.
Das finde ich sehr gut und auch erwähnenswert.
Man sieht somit schon, dass hier Detailarbeit geleistet wurde, und die Ausstellung somit auch hier an dieser Stelle sehr empfehlenswert ist.
Man sollte sich also nicht zu sehr an dem Look der Figurinen aufhalten.
Er ist halt so.
Hinzu kommt, dass die meisten Besucher, und vor allem die, die nur wenige Museen dieser Art besucht haben, den Unterschied verschiedener Figurinentypen auch gar nicht kennen. Diese Besuchergruppe wird sich da vermeintlich gar nicht an dem Aussehen der Puppen stören.
Zurück zur Ausstellung.
In einer weiteren Vitrine sehen sie die Uniformen der Panzertruppen, den OB der 6. Armee von Reichenau sowie Hauptmann Koch.




In der nächsten Vitrine berichtet Rudolf Witzig dem OB der Luftwaffe Hermann Göring sowie dem General der Flieger Kurt Student über das Unternehmen von Eben Emael.





Mit diesem Bericht endet nun mein Ausflug in die Festung Eben Emael.
Ich kann nur jedem Leser empfehlen diese Anlage zu besuchen.
Ich denke, Sie werden genauso begeistert sein wie ich.
Eine Bemerkung sei mir noch erlaubt.
Erwähnenswert ist auch die Qualität der vor Ort eingesetzten Museumsführer.
An beiden Führungen, an denen ich teilgenommen habe, wussten diese mit Fach- und Detailwissen zu glänzen. Das war tatsächlich sehr gut.
Auch der didaktische Aufbau der Führung ist vorbildhaft.
Erst eine kurze Präsentation in einem dafür eingerichteten Raum, um den Besucher an die Grundlagen heranzuführen: Vorgeschichte, Planung, Aufbau der Verteidigungsanlagen in Belgien, insbesondere bei Eben Emael.
Danach beginnt der praktische Teil mit der ca. 2,5 h dauernden Führung.
Die Besichtigung der Außenanlagen gehört übrigens nicht zur Standardführung.
Ebenso, wie in Bericht 2 erwähnt, können sie auch die Räumlichkeiten der ersten Ebene (siehe Bericht Teil 2 und dieser Bericht) noch separat besuchen, ohne Führung.
Beides ist lohnend, und es empfiehlt sich auch.
Planen sie sich also Zeit ein.
In Eben Emael kann man dann schon mal den ganzen Tag verbringen.
Viel Spaß bei Ihrem Besuch.
 
 
At the end of my series about Fort Eben Emael I would like to show you a few more pictures of the fort's uniform collection.
As you can already see from the pictures in the other reports, there are representations with life-size figurines throughout the fort, which are intended to visualize the use of different rooms within the fort for the visitor.
For example, you can see models in combat rooms, in the infirmary, in the office, etc.
Here is a selection of these images.
These figurines show the Belgian defenders of the fort in their appropriate contemporary uniforms.
The visitor can thus already get a good picture of what the fortress troops looked like.
In addition, you will also find similar presentations in other parts of the fortress.
This is the case in the museum area, where the events in Eben Emael and on the bridges of Canne, Veldwezelt and Vroenhoven are brought closer to you right at the beginning of the exhibition.
Here in this part of the fortress there are further figurative representations of the defenders.
If you leave this room and walk around the corner, you will find an additional exhibition in another room.
Here the uniforms of the German attackers are shown in addition to the Belgian ones.
These are also represented with life-size figurines.
Some of these are in showcases, some are arranged in dioramas.
This gives you as a visitor a nice overview of the two warring parties.
The selection is particularly successful with the German troops.
You don't just see the paratroopers.
The uniforms of fighter pilots, Stuka pilots, infantrymen and artillerymen are also shown.
For example, you can see a sergeant from the 151st Infantry Division as well as a private and a non-commissioned officer from the 51st Engineer Battalion.
Soldiers with their uniforms were deliberately selected, and they were then also to be found in the Eben Emael area on May 10, 1940.
In this diorama three paratroopers are shown, who storm out of their glider. The combination of mural painting and plastic airplane wing protruding into the diorama is successful.
At this point a remark about the figurines.
One thing you have to hold on to. The dolls used look like standard mannequins. As a result, they also appear very artificial and not very realistic.
In my report on the Airborne Museum in Bastogne, I showed you how such figurines can look professional. The dolls used there are the complete opposite.
They appear extremely realistic and captivate the visitor in their way.
Just look at the difference:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Bastogne - 101st Airborne Museum: Figuren erzählen Geschichten (thrifles.blogspot.com)
However, one should not overestimate the selection of these figurines here in Eben Emael.
Eben Emael is about the fort, not the puppets used.
The look of the figures is more disturbing in this separate area than in the various rooms and fighting stands, where they are also exhibited. Here they enliven the otherwise empty-looking rooms
It is commendable that an attempt was made to correctly represent the units and people involved in the battle.
That’s  very good and also worth mentioning.
So you can already see that detailed work has been done here, and the exhibition is therefore also highly recommended here at this point.
So you shouldn't dwell too much on the look of the figurines.
In addition, most visitors, and especially those who have only visited a few museums of this type, do not even know the difference between different types of figurines. This group of visitors will not be bothered by the appearance of the dolls.
Back to the exhibition.
In another showcase you can see the uniforms of the armored troops, the OB of the 6th Army von Reichenau and Captain Koch.
In the next display case, Rudolf Witzig reports to the OB of the Air Force, Hermann Göring, and to the General of the Air Force, Kurt Student, about the raid at Eben Emael.
With this report my trip to the fortress of Eben Emael ends.
I can only recommend every reader to visit this facility.
I think you will be as excited as I am.
Allow me one more remark.
The quality of the museum guides deployed on site is also worth mentioning.
On both tours that I took part in, they knew how to shine with their specialist and detailed knowledge. That was actually very good.
The didactic structure of the tour is also exemplary.
First a short presentation in a dedicated room to introduce the visitor to the basics: prehistory, planning, construction of the defenses in Belgium, especially at Eben Emael.
Then the practical part begins with the approx. 2.5 hour tour.
Incidentally, a tour of the outdoor facilities is not part of the standard tour.
Also, as mentioned in report 2, you can also visit the first level premises (see report part 2 and this report) separately, without a guide.
Both are worthwhile and advisable.
So plan your time.
You can spend the whole day in Eben Emael.
Enjoy your visit.