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Sonntag, 12. April 2026

Rheingauer Gebück - Rheingauer Schützen

Heute gibt es ein paar Bilder meiner spätmittelalterlichen Schützen. Ein Trupp Armbrustschützen, zwei Einheiten Plänkler mit Feuerrohren. Diese Schützen wurden sowohl in spätmittelalterlichen Gefechten und Schlachten, sowie bei Belagerungen und Fehden eingesetzt.
Ich denke, dass Sie sehr schön einen Teil der Truppen repräsentieren können, die bei den Angriffen auf das Rheingauer Gebück in den Jahren 1461 und 1462 eingesetzt wurden.



Ich hatte das Rheingauer Gebück schon einmal kurz in meinem Bericht über die Frankfurter Landwehr erwähnt.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Frankfurter Landwehr - Eine spätmittelalterliche Befestigungslinie
Heute möchte ich etwas genauer auf dieses eingehen.
Das Rheingauer Gebück war eine etwa 35–40 km lange Landwehr aus dicht verflochtenen Bäumen und Sträuchern, die den Rheingau mehrere Jahrhunderte lang schützte. Entstanden im späten 11. Jahrhundert schützte es die Region im Grunde bis 1771.
Das Gebück verlief von Walluf über den Taunuskamm bis Lorchhausen am Rhein.
Rheingauer Gebück: Quelle Wikipedia gemeinfrei


Während der Rhein die Region nach Süden und Westen schützte, übernahm das Gebück diese Schutzfunktion hauptsächlich an der offenen Nord- und Ostseite.
Das Gebück selbst hatte die Funktion einer Landwehr. Es bestand aus einer künstlich geformten Hecke vor allem aus Hainbuchen, die in etwas 2 Meter Höhe gekappt wurden. Die neuen Triebe wurden nach unten gebogen („gebückt“) und miteinander verflochten. Zwischen den Ästen wuchsen Dornensträucher wie Brombeeren oder Schwarzdorn. So entstand ein bis zu 50–100 m breiter, praktisch undurchdringlicher Pflanzenwall.


Nur wenige bewachte Tore und Bollwerke erlaubten das Durchqueren. Die umliegenden Gemeinden mussten diese Anlagen im Ernstfall verteidigen.
Mapper Schanze: Quelle Wikipedia - gemeinfrei


Hinter der Linie verlief der sogenannte Rennweg, der schnelle Verstärkungen der Linie erlaubte, je nachdem wo es zu einem Angriff kam.
Teile dieses Gebücks kann man sich heute an einem entsprechenden Wanderweg (Rheingauer Gebück-Wanderweg) erwandern.
Rheingauer Gebück-Wanderweg – Wikipedia
Im Wald bei Oestrich-Winkel findet sich übrigens noch ein Rest eines Tor Bollwerks, die sogenannte Mapper Schanze.
Erst im Dreißigjährigen Krieg (1631) gelang es schwedischen Truppen, das Gebück zu durchbrechen.
Mit dem Aufkommen moderner Artillerie verlor die natürliche Verteidigung ihren militärischen Nutzen. Deshalb ließ der Mainzer Erzbischof das Gebück im Jahr 1771 aufgeben und größtenteils roden.
Der Angriff von 1461 auf das Rheingauer Gebück steht im Zusammenhang mit einem größeren regionalen Krieg: der Mainzer Stiftsfehde (1461–1463). Dabei ging es um den Machtkampf um das Erzstift Mainz.
Im Jahr 1459 unterlag Adolf von Nassau Diether von Isenburg bei der Wahl als Mainzer Erzbischof abgesetzt. Als Diether bei der Dursetzung eigener Interessen in Gegnerschaft zum Papst und dem deutschen Kaiser Friedrich III. kam, setzte der Papst Diether ab, und ernannte den Rivalen Adolf von Nassau zum Erzbischof.
Diether akzeptierte das nicht und sammelte Verbündete, so – nach einer anfänglich noch vorhandenen Gegnerschaft zwischen der Pfalz und Kurmainz – Friedrich von der Pfalz, die Stadt Mainz, Graf Philipp von Katzenelnbogen, Ludwig von Isenburg, Landgraf Heinrich III. von Oberhessen und die Grafen von Leiningen.
Die wichtigsten Verbündeten Adolfs waren der Papst Pius II., Kaiser Friedrich III., Johann II. von Baden (Erzbischof von Trier), Johannes II. Nix von Hoheneck (Bischof von Speyer), Georg von Metz (Bischof von Metz) - der Bruder des Markgrafen Karl I. von Baden - , Karl I. (Markgraf von Baden), Ulrich V. von Württemberg („der Vielgeliebte“) und Ludwig II. (Landgraf von Niederhessen).
Obwohl die Stadt Mainz hinter Diether stand, schloss sich die Mehrheit des Mainzer Domkapitels an Adolf an. Das Erzstift Mainz war somit politisch gespalten.
Der Rheingau war politisch wichtig, weil er Adolf von Nassau unterstützte und damit ein strategisches Gebiet des Gegners darstellte. Im Dezember 1461 rückten die Truppen Diethers von Isenburg in Richtung Rheingau vor. Ihr Ziel war es in den Rheingau einzudringen, die Region zu besetzen und Adolf von Nassau wirtschaftlich und militärisch zu schwächen.






Der naheliegendste Zugang lag bei Walluf – dort trafen sie auf das Rheingauer Gebück. Warum gerade bei Walluf? Das Gebück begann hier am Wallufbach und zog dann in die Taunushöhen hinein. Dieser Bereich war besonders wichtig, weil hier mehrere Straßen aus dem Raum Wiesbaden in den Rheingau führten. Zudem war das Gelände am Wallufbach relativ flach. Mehrere Gebück-Tore und Bollwerke zur Straßenkontrolle waren an dieser Stelle errichtet, und potentielle Angreifer hatten diese wohl als Angriffspunkt eher ins Auge gefasst, als die dichten Hecken.
Die Angreifer versuchten, durch die Heckenbefestigung zu brechen. Der Angriff scheiterte allerdings komplett. Die Truppen konnten das Gebück nicht überwinden.
Chroniken berichten sogar, dass Diether die Anlage danach persönlich besichtigte und sie praktisch für uneinnehmbar hielt.
Im März 1462 versuchten Diether und seine Verbündeten noch einmal, das Gebück zu durchbrechen. Wieder erfolglos – und diesmal gab es zahlreiche Tote unter den Angreifern.
Der Pfalzgraf soll anschließend schlechtes Wetter für das Scheitern verantwortlich gemacht haben.
Man sieht, dass das Gebück durchaus seine Funktion zu diesem Zeitpunkt erfüllte, und nicht nur das: Der Angriff ist ein Beweis dafür, dass eine „biologische Festung“ im Mittelalter tatsächlich militärisch funktionieren konnte
Wie kann man sich einen solchen Angriff nun genauer vorstellen?
Das Heer von Diether von Isenburg marschierte aus dem Raum Mainz/Wiesbaden Richtung Rheingau.
Dabei ergaben sich folgende Probleme für den Angreifer. Die Hügel waren damals fast unbewaldet. Die Verteidiger konnten die Angreifer schon von weitem sehen. Damit ging der Überraschungseffekt verloren.
Nachdem der Heerzug das Gebück erreicht hatte lag vor ihm eine 50–100 m breite Heckenbarriere mit verflochtenen Hainbuchen und Dornensträucher, zusätzlich Wall und Graben an gefährdeten Stellen.
Für Reiterheere war das eine Katastrophe. Pferde konnten hier nicht durchbrechen.
Die Angreifer hatten somit theoretisch nur vier Möglichkeiten:
1. Durchhacken
Holzfäller / Soldaten mit Äxten
Problem: dauerte lange und Verteidiger schossen aus Bollwerken.
2. Abbrennen
Feuer an die Hecke legen
Problem: frisches Holz brennt schlecht, besonders im Winter.
3. Tor stürmen
Angriff auf ein Bollwerk oder Tor
Problem: stark befestigt und verteidigt.
4. Umgehen
Im Gebirge einen schwachen Punkt suchen
Problem: schwierig wegen Patrouillen und Gelände.
Wie eingangs erwähnt, scheiterte der Versuch des Angriffs. Die verteidigenden Rheingauer hatten den Vorteil der erhöhten Position, sie hatten die Kernpunkte besetzt, und konnten Verstärkungen über den Rennweg heranführen.
Die Rheingauer Verteidiger, aber auch die Angreifer, können ähnlich ausgesehen haben, wie meine Miniaturen im Bild. Deshalb waren sie heute Aufhänger für diese kurze Geschichte.





 
Today I have some pictures of my late medieval long range fighters. A squad of crossbowmen and two units of skirmishers with firearms. These troops were used in late medieval skirmishes and battles, as well as in sieges and feuds.
I think they nicely represent a portion of the units deployed in the attacks on the Rheingau hedge in 1461 and 1462.
I briefly mentioned the Rheingau hedge in my report on the Frankfurt Landwehr.
 
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Frankfurter Landwehr - Eine spätmittelalterliche Befestigungslinie
Today I would like to discuss this in more detail.
The Rheingau hedge was a roughly 35–40 km long defensive earthwork made of densely interwoven trees and shrubs that protected the Rheingau region for several centuries. Originating in the late 11th century, it essentially protected the region until 1771.
The „Gebück“ stretched from Walluf across the Taunus ridge to Lorchhausen on the Rhine.
While the Rhine protected the region to the south and west, the „Gebück“ primarily fulfilled this protective function on the open northern and eastern sides.
The „Gebück“ itself functioned as a defensive earthwork. It consisted of an artificially shaped hedge, mainly made of hornbeams, which were cut back to a height of approximately 2 meters. The new shoots were bent downwards ("bending"=“bücken“, old german word. „Gebück“ is the noun) and interwoven. Thorny shrubs such as blackberries or blackthorn grew between the branches. This created a virtually impenetrable hedgerow, up to 50–100 meters wide.
Only a few guarded gates and bastions allowed passage. The surrounding communities were responsible for defending these fortifications in case of emergency.
Behind the line ran the so-called „Rennweg“ (raceway), which allowed for rapid reinforcement of the line, depending on the location of an attack.
Parts of this defensive earthwork can be explored today on a dedicated hiking trail (Rheingau Hedgerow Trail).
Rheingauer Gebück-Wanderweg – Wikipedia
Incidentally, a remnant of a gate fortification, the so-called Mapper Schanze, can still be found in the forest near Oestrich-Winkel.
It wasn't until the Thirty Years' War (1631) that Swedish troops succeeded in breaching the hedgerow.
With the advent of modern artillery, the natural defense lost its military value. Therefore, in 1771, the Archbishop of Mainz ordered the hedgerow abandoned and largely cleared.
The 1461 attack on the Rheingau Hedgerow was connected to a larger regional war: the Mainz Diocesan Feud (1461–1463). This conflict centered on the power struggle for the Archbishopric of Mainz.
In 1459, Adolf of Nassau was deposed by Diether von Isenburg in the election for Archbishop of Mainz. When Diether, in pursuing his own interests, came into conflict with the Pope and the German Emperor Frederick III, the pope deposed Diether and appointed his rival Adolf of Nassau as archbishop.
Diether did not accept this and gathered allies, including—following an initial antagonism between the Palatinate and the Electorate of Mainz—Frederick of the Palatinate, the city of Mainz, Count Philip of Katzenelnbogen, Louis of Isenburg, Landgrave Henry III of Upper Hesse, and the Counts of Leiningen.
Adolf's most important allies were Pope Pius II, Emperor Frederick III, John II of Baden (Archbishop of Trier), John II Nix von Hoheneck (Bishop of Speyer), George of Metz (Bishop of Metz)—brother of Margrave Charles I of Baden—, Charles I (Margrave of Baden), Ulrich V of Württemberg ("the Beloved"), and Louis II (Landgrave of Lower Hesse). Although the city of Mainz supported Diether, the majority of the Mainz Cathedral Chapter sided with Adolf. The Archbishopric of Mainz was thus politically divided.
The Rheingau was politically important because it supported Adolf of Nassau and therefore represented a strategic territory for the enemy. In December 1461, Diether of Isenburg's troops advanced toward the Rheingau. Their goal was to invade the Rheingau, occupy the region, and weaken Adolf of Nassau economically and militarily.
The most obvious point of entry was near Walluf – there they encountered the Rheingau hedge. Why Walluf in particular? The hedge began here at the Wallufbach stream and then extended into the Taunus hills. This area was especially important because several roads from the Wiesbaden area led into the Rheingau from here. Furthermore, the terrain along the Wallufbach was relatively flat. Several gates and bastions for road control had been erected at this location, and potential attackers likely considered these as points of attack rather than the dense hedges.
The attackers attempted to break through the hedge fortifications. However, the attack failed completely. The troops could not overcome the hedge.
Chronicles even report that Diether personally inspected the fortification afterward and considered it practically impregnable.
In March 1462, Diether and his allies made another attempt to break through the hedge. Another unsuccessful attempt – and this time there were numerous fatalities among the attackers.
The Count Palatine is said to have subsequently blamed bad weather for the failure.
This shows that the hedgerow was indeed fulfilling its function at that time, and not only that: The attack is proof that a "biological fortress" could actually function militarily in the Middle Ages.
How can one imagine such an attack in more detail?
Diether von Isenburg's army marched from the Mainz/Wiesbaden area towards the Rheingau.
The attackers encountered the following problems. The hills were almost treeless at that time. The defenders could see the attackers from afar. This eliminated the element of surprise.
Once the army reached the hedgerow, it faced a 50–100 m wide barrier of intertwined hornbeams and thorn bushes, in addition to a rampart and ditch at vulnerable points.
For cavalry, this was a disaster. Horses could not break through.
The attackers theoretically had only four options:
1. Cutting through
lumberjacks/soldiers with axes
Problem: took a long time, and defenders fired from fortifications.
2. Burning
Setting fire to the hedgerow
Problem: fresh wood burns poorly, especially in winter.
3. Storming the gate
Attacking a fortification or gate
Problem: heavily fortified and defended.
4. Outflanking
Finding a weak point in the mountains
Problem: difficult due to patrols and terrain.
As mentioned at the beginning, the attempted attack failed. The defending Rheingauers had the advantage of their elevated position; they had occupied the key points and could bring up reinforcements via the „Rennweg“.
The Rheingau defenders, as well as the attackers, may have looked similar to my miniatures in the picture. That's why they were the inspiration for this short story.

Sonntag, 15. März 2026

Frankfurter Landwehr - Eine spätmittelalterliche Befestigungslinie

Vielleicht geht es ja nur mir so. Und vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich schon häufiger über die Miquelallee und am Palmengarten vorbei mich mit dem Auto in Richtung Innenstadt Frankfurt bewegt habe. Jedenfalls ist es so, dass ich gefühlt immer an einem Bauwerk vorbeikomme, dass ich ursprünglich einmal für einen Teil der Frankfurter Stadtmauer gehalten habe. Irgendwie ist dieser Turm auch prägend für mich. Verrückt eigentlich, denn diese Stadt, die einzige deutsche Stadt mit einer von Hochhäusern geprägten Skyline, hat doch ganz andere Türme anzubieten, die ein normaler Besucher als prägend definieren würde.
Ich bin da anders. Vielleicht auch deshalb, weil ich ein Fan gotischer Architektur bin. Und der Turm von dem ich hier spreche, ist ein Relikt dieser Epoche. Ich rede vom Turm der Bockenheimer Warte.
Vielleicht ist er auch so auffällig, weil er anders aussieht in der modernen Umgebung der Stadt. Irgendwo repräsentiert er, genau wie die drei weiteren erhaltenen Türme anderer Warten, auf die ich noch später kommen werde, das alte, das andere, das mittelalterliche, das kaiserliche, das in meinen Augen schönere, aber untergegangene Frankfurt.
Damals, als der Turm gebaut wurde, lag er noch nicht in Frankfurt.
Die Bockenheimer Warte war vielmehr Außenposten eines militärischen Systems zum Schutz der Stadt, die als Frankfurter Landwehr bezeichnet wurde.




Der Begriff Landwehr hat in Deutschland zwei Bedeutungen.
Mit Landwehr werden zum einen Truppen bezeichnet, die – vor allem, aber nicht nur, in Notzeiten - von einer Regierung aufgestellt werden. Hierbei handelt es sich um milizartige Verbände bzw. um Reservisten älterer Jahrgänge, die zu Einheiten zusammengefasst, nicht nur für die Verteidigung, sondern auch als standardisierte Einheiten einer regulären Armee herangezogen wurden. Das sicherlich bekannteste Beispiel in Deutschland ist die preußische Landwehr der napoleonischen Kriege.
Die zweite Bedeutung ist eine territoriale. Mit Landwehr „werden Grenzmarkierungs- bzw. Grenzsicherungswerke und Umfriedungen von Siedlungsgebieten … bezeichnet. Diese Siedlungsschutzanlagen werden zumeist ins Hoch- und Spätmittelalter datiert und besitzen in Einzelfällen Längen von über hundert Kilometer. “ (Wikipedia)
Allerdings gab es diese Landwehren nicht nur im Mittelalter. Im Grunde sind der römische Limes und das in Schleswig-Holstein liegende Danewerk in ihrer Art ebenfalls Landwehren, und somit auch die bekanntesten ihrer Art in Deutschland.
Die Stadt Frankfurt schützte sich ebenfalls im Mittelalter mit einer Landwehr. 



Die Stadt selbst hatte natürlich alleine aufgrund ihrer Größe und Bedeutung eine beindruckende Stadtmauer, die dann später während des 30jährigen Krieges zu einer Sternschanzenfestung ausgebaut wurde. Das Aussehen der Mauer wird in einem Holzschnitt des Künstlers Conrad Faber von Kreuznach aus dem Jahr 1552 hervorragend wiedergegeben, ein Kunstwerk, dass im gleichen Jahr erstellt wurde, als es zur größten Belastungsprobe eben dieser Stadtmauer während der Belagerung von Frankfurt im Rahmen des Fürstenaufstandes von 1552 kam.



Die Landwehr wiederum schützte den Bereich des Hoheitsgebietes einige Kilometer vor der eigentlichen Stadt. Landwehren wurden im Mittelalter nach einem bestimmten Muster erstellt. Im Grunde genommen handelt es sich um eine Einhegung eines bestimmten Gebietes. Sie bestand aus einem Gebück aus undurchdringlichen Hecken mit einem vorgelagerten Graben. Die Gebücke bestanden im heute deutschsprachigen Raum hauptsächlich aus Hainbuchen. Die Hecke hatte dabei eine Tiefe von 20 bis 50 Metern (im Rheingauer Gebück sogar bis zu 100 m) und erreichte eine Höhe von 3 bis 5 Metern.
Die Anlage dieser Gebücke hatte übrigens eine alte Tradition. Interessanterweise erwähnt Julius Cäsar in seinem De Bello Gallico bereits eine ähnliche Konstruktion bei dem gallischen Stamm der Nervier: „Sie schnitten junge Bäume ein und bogen sie. Zwischen ihre zahlreichen in die Breite wachsenden Zweige pflanzten sie Brombeer- und Dornbüsche und stellten so einen Schutzwall her, der an die Stelle einer Mauer trat und undurchdringlich war, ja sogar jede Sicht versperrte.“
– Gaius Iulius Caesar: De bello Gallico 2,17



Im Fall der Frankfurter Landwehr wurde die Anlage in ihrem westlichen Teil nach und nach um einen weiteren Graben ergänzt, was übrigens kein Einzelfall darstellt.
An den durch dieses Gebück führenden Straßen wurden Kontrolltürme und/oder Befestigungen errichtet. Im Fall von Frankfurt spricht man hier von Warten. Die vier bekanntesten und im Teil erhaltenen, sind die bereits eingangs erwähnte Bockenheimer Warte, dann die Friedberger Warte, die Galluswarte und die Sachsenhäuser Warte (zusätzlich gab es weitere Türme und Befestigungen in der Region, die teilweise später eingemeindet wurden oder als eigenständige Warten fungierten, wie die Berger Warte oder die Höchster Stadtbefestigung).










Bei den Warttürmen handelte es sich um befestigte Beobachtungstürme und sie ähnelten einer kleinen Burg. Sie verfügten über einen Aussichtsturm, einen Wehrhof, über Mannschaftsgebäude, Waffenlager und Brunnen. Sie waren mit einer Besatzung belegt, die oftmals unter dem Befehl eines Ministerialen bzw. einem Ritter stand.
Neben den Warten gab es auch noch befestigte Anwesen, die in das Landwehrsystem integriert waren, in Frankfurt zum Beispiel Gutleuthof, Hellerhof, Kühhornshof, Riederhof, Strahlenberger Hof und Riedhof.
Leider sind letztere so gut wie nicht mehr erhalten (vom Riederhof existiert noch ein Eingangsportal, vom Kühhornshof ein Wehrturm).




Festzuhalten bleibt, dass die Landwehren während des Mittelalters ihren Zweck teilweise über Jahrhunderte hinweg erfüllten. Das dichte Gebück war von Reitern gar nicht, von Fußtruppen nur schwerlich zu durchqueren. Während der Mainzer Stiftsfehde versuchte man beispielsweise das Rheingauer Gebück in Höhe von Oberwalluf zu stürmen, was aber trotz heftiger Kämpfe (die Quellen berichten von viertägigen Kämpfen) nicht gelang.
Raubzüge und Plünderungen konnten von dem befestigten System verhindert werden. Somit kann man die Landwehren als Mittel zur Eindämmung von Fehden und als effektives Mittel zur Erreichung eines dauerhaften Landfriedens bezeichnen.
Mit dem Aufkommen und der zunehmenden Verwendung von Artillerie in der Feld- und Belagerungsschlacht überholten sich allerdings die klassischen Landwehren und wurden in Folge dann auch aufgegeben.
In diesem Bericht zeige ich Ihnen Stiche der vier Frankfurter Warten, wiedergegeben aus folgendem Buch:
Carl Wolff, R. Jung - Die Baudenkmäler in Frankfurt am Main, Band 2 - Weltliche Bauten, Frankfurt 1898.
Bezogen auf unser Hobby bietet die Darstellung einer solchen Warte und des Gebücks einen reizvollen Ansatz. Burgen nehmen auf einer Standard Wargaming Platte oftmals zu viel Raum ein, es sei denn man will explizit eine Belagerung darstellen. Die Alternative ist eine Warte bzw. ein befestigtes Gehöft.
Empfehlen möchte ich an dieser Stelle natürlich eines meiner Lieblingsmodelle, das Jens Najewitz als 3d Druck Modell entwickelt hat, und das für einen Wehrhof an einer deutschen Landwehr ideal einzusetzen ist.
Fortified Mansion, Castle – 3dprintterrain






Wer keinen Drucker besitzt, dem sei gesagt, dass Jens sowohl auf der Hamburger Tactica als auch auf der Antwerpener Crisis dieses Modell generell als ausgedrucktes Modell am Start hat. Man hat also auch die Möglichkeit es physisch zu erwerben. Jedenfalls zweimal im Jahr.
Vielleicht wird sich Jens in einem seiner nächsten Kickstarter auch direkt an einer der historischen Warten versuchen. Gesprochen haben wir schon über dieses Thema, aber konkretisiert ist es noch nicht.
Persönlich fände ich es schon klasse, eine originalgetreue Bockenheimer Warte auf einem Gamingtisch zu sehen. Denn wie bereits anfangs gesagt. Für mich persönlich ist es ein Stück Frankfurt, und der Anblick begleitet mich schon seit vielen Jahrzehnten.
 
 
Maybe it's just me. And maybe it's simply because I've often driven along Miquelallee and past the Palmengarten towards downtown Frankfurt. In any case, it feels like I always pass a structure that I originally thought was part of Frankfurt's city wall. Somehow, this tower is also a defining feature for me. It's crazy, really, because this city, the only German city with a skyline dominated by skyscrapers, has completely different towers to offer, which a typical visitor would consider defining.
I'm different. Perhaps it's also because I'm a fan of Gothic architecture. And the tower I'm talking about is a relic of that era. I'm referring to the „Bockenheimer Warte“ tower.
Perhaps it's also so striking because it looks different in the modern cityscape. Somewhere, just like the three other surviving towers of other watchtowers, which I will discuss later, it represents the old, the other, the medieval, the imperial, in my eyes more beautiful, but vanished Frankfurt.
Back when the tower was built, it wasn't yet located in Frankfurt.
The Bockenheim Watchtower was, in fact, an outpost of a military system for the protection of the city, known as the „Frankfurt Landwehr“.
The term Landwehr has two meanings in Germany.
On the one hand, Landwehr refers to troops that are raised by a government—primarily, but not exclusively, in times of crisis. These are militia-like units or reservists of older age groups, who were combined into units and used not only for defense but also as standardized units of a regular army. The most well-known example in Germany is certainly the Prussian Landwehr of the Napoleonic Wars.
The second meaning is territorial. The term "Landwehr" refers to "border demarcations, fortifications, and enclosures surrounding settlements... These settlement defenses are mostly dated to the High and Late Middle Ages and, in some cases, can extend for over one hundred kilometers." (Wikipedia)
However, these Landwehrs were not limited to the Middle Ages. The Roman Limes and the Danevirke in Schleswig-Holstein are also examples of Landwehrs, and thus the best-known examples of their kind in Germany.
The city of Frankfurt also protected itself with a Landwehr during the Middle Ages. Due to its size and importance, the city naturally possessed an impressive city wall, which was later expanded into a star fortification during the Thirty Years' War. The appearance of the wall is superbly depicted in a woodcut by the artist Conrad Faber of Kreuznach from 1552, a work of art created in the same year that this city wall faced its greatest test during the siege of Frankfurt in the course of the Princes' Revolt of 1552.
The Landwehr, in turn, protected the territory several kilometers outside the city proper. Landwehrs were constructed according to a specific pattern in the Middle Ages. Essentially, they were enclosures of a particular area. They consisted of a hedgerow of impenetrable hedges with a ditch in front. In what is now German-speaking territory, these hedgerows were primarily made of hornbeams. The hedges were 20 to 50 meters deep (even up to 100 meters in the Rheingau region) and reached a height of 3 to 5 meters.
The construction of these hedgerows, incidentally, had a long tradition. Interestingly, Julius Caesar mentions a similar construction in his *De Bello Gallico*, referring to the work of the Gallic tribe of the Nervii:
“They cut into young trees and bent them. Between their numerous, spreading branches, they planted brambles and thorn bushes, thus creating a defensive wall that served as a barrier and was impenetrable, even blocking all view.”
– Gaius Julius Caesar: *De Bello Gallico* 2.17
In the case of the Frankfurt Landwehr, the western part of the fortification was gradually extended with an additional ditch, which, incidentally, is not an isolated case.
Watchtowers and/or fortifications were built along the roads leading through this defensive system. In the case of Frankfurt, these are called „Warten“. The four best-known and partially preserved are the Bockenheim Watchtower, mentioned earlier, followed by the Friedberg Watchtower, the Gallus Watchtower, and the Sachsenhausen Watchtower (there were also other towers and fortifications in the region, some of which were later incorporated into other municipalities or functioned as independent watchtowers, such as the Berger Watchtower or the Höchst city fortifications).
These watchtowers were fortified observation towers and resembled small castles. They featured a lookout tower, a fortified courtyard, barracks, armories, and wells. They were garrisoned, often under the command of a ministerialis (a type of unfree knight) or a knight.
In addition to the watchtowers, there were also fortified estates integrated into the Landwehr (a defensive system), such as Gutleuthof, Hellerhof, Kühhornshof, Riederhof, Strahlenberger Hof, and Riedhof in Frankfurt.
These watchtowers were fortified observation towers and resembled small castles. Unfortunately, the latter are almost entirely gone (only an entrance gate remains of the Riederhof, and a defensive tower of the Kühhornshof).
It should be noted that the defensive earthworks served their purpose for centuries during the Middle Ages. The dense thickets were impassable for cavalry and difficult for infantry to cross.
During the Mainz Diocesan Feud, for example, an attempt was made to storm the Rheingau thicket near Oberwalluf, but this failed despite fierce fighting (sources report four days of battle).
Raids and plundering were prevented by the fortified system. Thus, the defensive earthworks can be described as a means of containing feuds and an effective means of achieving lasting peace.
However, with the advent and increasing use of artillery in field and siege warfare, the classic defensive earthworks became obsolete and were subsequently abandoned.
In this report, I will show you engravings of the four Frankfurt watchtowers, reproduced from the following book:
Carl Wolff, R. Jung - The Architectural Monuments in Frankfurt am Main, Volume 2 - Secular Buildings, Frankfurt 1898.
Regarding our hobby, depicting such a watchtower and its associated fortifications offers an appealing approach. Castles often take up too much space on a standard wargaming table, unless you explicitly want to depict a siege. The alternative is a watchtower or a fortified farmstead.
At this point, I would like to recommend one of my favorite models, which Jens Najewitz developed as a 3D-printed model and which is ideal for a fortified farmstead on a German Landwehr (territorial army).
Fortified Mansion, Castle – 3dprintterrain
For those who don't own a printer, Jens usually has this model available as a printed version at both the Hamburg Tactica and the Antwerp Crisis conventions. So, you also have the option of purchasing it physically. At least twice a year.
Perhaps Jens will try his hand at recreating one of the historic watchtowers in one of his next Kickstarter campaigns. We've already discussed this, but nothing concrete has been decided yet.
Personally, I think it would be fantastic to see a faithful replica of the Bockenheimer Warte on a gaming table. As I mentioned earlier, for me it's a piece of Frankfurt, and the sight has been with me for decades.

Sonntag, 11. Januar 2026

Szenario 2026

Auch dieses Jahr war es für mich ein Muss zur „Szenario“ in Hackenheim bei Bad Kreuznach zu fahren. Im Gegensatz zu einigen Besuchern, bedeutete das für mich auch kein Problem. Warum ein Problem? Deutschland wurde an diesem Wochenende vor allem im Norden durch ein Tief mit jeder Menge Schnee gebeutelt. Das kann dann schon jemand von der Abreise abhalten. Ich habe aber den Vorteil in nur 10 Autominuten Entfernung zu wohnen. Na und in Bad Kreuznach ist Schnee eher eine Seltenheit.




Somit hinderte mich auch nichts daran zum nunmehr wiederholten Mal diese von mir doch sehr geschätzte Veranstaltung zu besuchen.
Na und was soll ich sagen. Der Weg hatte sich wieder einmal gelohnt.
Es wurden unterschiedlichste Spielsysteme angeboten. Fantasy, Scifi, Historische Spiele, also ein Mix, der sicherlich für jeden Besucher etwas zu bieten hatte. Auch Händler und Wiederverkäufer waren anwesend, und wer wollte, konnte sich somit mit neuen Sachen eindecken.
Ich persönlich hatte das Glück exakt die Decals für meine Victrix Römer im Privatsale zu finden, die ich eh schon auf der Uhr hatte, um sie zu kaufen. Dass diese dann auch noch leicht rabattiert waren, freute mich umso mehr.
Gefesselt wurde ich von zwei Spielsystemen.
Michael (im Sweetwater Forum unter dem Nickname Rohirrim bekannt) hatte ein eigen entwickeltes ACW Spiel am Start, quasi als Rundumsorglos Paket: Platte, Gelände, Miniaturen, ja sogar das eigen entwickelte Regelsystem als Betaversion. Letzteres war aber schon gelayoutet und gedruckt. Da konnte man also schon mal sehen, was auf einen zukommt. Auch die Einheitenkarten und eine Spielzusammenfassung auf vier Seiten waren bereits am Start, und erleichterten dem Spieler den Gesamtüberblick.
Was will man mehr?
Das Regelsystem selbst wird Color&Line, Rebell Yell heißen, und der Untertitel sagt das, um was es geht: Wargaming the American Civil War.

















Jetzt könnte man natürlich sagen, es gibt doch, gerade im englischsprachigen Raum, jede Menge ACW Systeme, und ja, es gibt Black Powder oder Kugelhagel, die sich ja auch in deutscher Sprache mit diesem Konflikt beschäftigen.
Hier muss man allerdings sagen, dass viele englischsprachigen Systeme eher für kleinere Maßstäbe als 28 mm geschrieben sind, und somit Anpassungen nach sich ziehen, und Black Powder und Kugelhagel sind ja im Ursprung für die napoleonischen Kriege gedacht, und der ACW wird quasi in Erweiterungen des bestehenden Systems abgehandelt. Es gibt Spieler, die in diesem „Multimix“ eine Schwäche sehen. Ich kann dies nicht beurteilen, da ich beide Systeme noch nie gespielt habe.
Hier, bei Color&Line, ist aber ein deutschsprachiges System am Start, das sehr schnell zu erlernen sowie intuitiv zu erfassen ist. Durch die Tatsache, dass man Kommandeure mit Sonderfertigkeiten auswählen kann, um seiner Armee den entsprechenden Fluff zu geben, erhält man auch einige positive und überraschende Raffinessen im Spielverlauf. Ich will das jetzt nicht mit einem „Rollenspiel-Touch“ gleichsetzen, aber irgendwie ist es schon lustig, wenn Grant, Meade, Lee, Longstreet und Hood etc. etc. irgendwelche unterschiedlichen Fähigkeiten haben, die sich an den historischen Gegebenheiten des entsprechenden Kommandeurs orientieren.
Das System soll über Kickstarter finanziert werden, und Interessenten können sich bereits jetzt über www.colorandline.de informieren und sich in einen Newsletter eintragen.
Mir wurde erst beim Besuch der Seite bewusst, dass Rohirrim derjenige ist, dessen ACW Figuren ich schon vor Jahren im Sweetwater gefeiert habe, und auch, als Referenz für meine eigene Truppe als Screenshots heruntergeladen hatte.
Deshalb wünsche ich ihm auch den maximalen Erfolg.
Testen könnt Ihr das System auch auf der Hamburger Tactica. Rohirrim wird dort am Start sein.
Das zweite Spielsystem, das ich zum ersten Mal spielen durfte, war Valor&Fortitude.
Don, Tom und Rusus fungierten hier als Spielleiter eines Szenarios, das dem dritten Tag der Schlacht bei Leipzig gewidmet war. Die Alliierten mussten es irgendwie schaffen, über die Elsterübergänge zu kommen, um die fliehenden Franzosen und Polen zu stellen.

































Wie nicht anders zu erwarten führten die Drei professionell durch das Szenario und die Regeln.
Beide Spiele werde ich noch in zwei weiteren Berichten ausführlich besprechen, aber eines kann ich an dieser Stelle schon einmal sagen. Ich sehe mich ja nicht als großen Wargamer an. Aber beide Regelsysteme habe ich sehr schnell kapiert, und ich hatte jede Menge Spaß diese Szenarien zu bespielen.
Das lag aber vor allem auch an der guten Erklärung an beiden Spieltischen.
Somit an dieser Stelle schon mal meinen Dank an Michael, Don, Tom und Rusus.
Habt Ihr super gemacht!
Zu einem dritten Spiel hat es dann nicht mehr bei mir gereicht, da ich am heutigen Sonntag die Veranstaltung nicht mehr besuchen konnte.
Dabei hätte ich schon gerne die Konflikt 47 Präsentation von Patrick, 








oder die One page rules Demo von Jürgen bespielt.










Die spezielle Auswahl von mir, soll jetzt nicht die anderen Präsentatoren verärgern. Es handelt sich nicht um ein Qualitätsurteil. Aber ein historischer Gelegenheitsspieler wie ich, ist dann schon „fertig“ und zufrieden, wenn er zwei Spiele am Tag macht. Ich muss ja auch noch labern und gucken.
Genau wie ich, hatten jede Menge Begeisterte auch an den anderen Spieltischen jede Menge Spaß. Das konnte man sehen, und auch hören. Hier und da schallten nämlich laute Begeisterungsrufe durch die Scheune, wenn beim Sci Fi Wagenrennen irgendetwas passierte. Entweder war diese Reaktion gesteuert, kam aus Überzeugung oder musste so sein. Ich weiß es nicht. Aber es sprach dafür, dass die Spieler tief in der Materie gefangen waren. Scheint ein cooles System zu sein.














Nachfolgend kommen dann die Bilder der Präsentationen, die ich nicht spielen konnte; und sie werden sehen, dass ich tatsächlich einiges verpasst habe.
Die „Szenario“ hat sich also wieder als das bewiesen, was ich schon seit Jahren sage: Sie ist ein Schmuckkästchen im deutschen Tabletop. Sowohl mit den Präsentationen als auch mit der Location, die ich als Lokalpatriot nicht müde werde zu feiern.


























































































 
 
This year, as always, a trip to "Szenario" in Hackenheim near Bad Kreuznach was a must for me. Unlike some other visitors, this wasn't a problem for me. Why a problem? Germany, especially in the north, was battered by a low-pressure system that weekend, bringing heavy snow. That could certainly deter some people from traveling. But I have the advantage of living just a 10-minute drive away. And besides, snow is a rarity in Bad Kreuznach.
So, nothing stopped me from attending this event, which I highly value, for the umpteenth time.
And what can I say? The trip was well worth it once again.
A wide variety of game systems were on offer: fantasy, sci-fi, historical games—a mix that certainly had something for everyone. Vendors and resellers were also present, so anyone who wanted to could stock up on new items.
Personally, I was lucky enough to find the exact decals for my Victrix Romans in the private sale, which I'd already been meaning to buy. The fact that they were also slightly discounted made me even happier.
I was captivated by two game systems.
Michael (known as Rohirrim on the Sweetwater forum) had brought along his own ACW game, practically an all-inclusive package: terrain, miniatures, and his own ruleset in beta. The ruleset was already laid out and printed, so you could get a good look at what to expect. The unit cards and a four-page game summary were also already there, making it easy for players to get an overview.
What more could you want?
The ruleset itself will be called Color&Line, Rebell Yell, and the subtitle says it all: Wargaming the American Civil War.
Now, you could say, of course, that there are already tons of ACW systems, especially in English-speaking countries, and yes, there are Black Powder and Kugelhagel, which also deal with this conflict in German.
It must be said, however, that many English-language systems are written for smaller scales than 28mm, thus requiring adjustments. Black Powder and Kugelhagel were originally designed for the Napoleonic Wars, and the ACW is essentially handled as an expansion of the existing system. Some players see this "multi-mix" as a weakness. I can't judge this, as I've never played either system.
Here at Color&Line, however, we have a German-language system that is very quick to learn and intuitive to grasp. The ability to select commanders with special abilities to give your army the appropriate fluff adds some positive and surprising nuances to the gameplay. I don't want to equate this with a "role-playing game feel," but it's certainly amusing when Grant, Meade, Lee, Longstreet, Hood, etc., etc., have different abilities based on the historical context of the respective commander.
The system is to be funded via Kickstarter, and those interested can already find out more and subscribe to a newsletter at www.colorandline.de .
It only dawned on me when visiting the site that Rohirrim is the very same guy whose ACW miniatures I celebrated years ago at Sweetwater, and even downloaded screenshots of his units as a reference for my own army.
Therefore, I wish him all the best.
You can also test the system at Tactica in Hamburg. Rohirrim will be there.
The second game system I had the pleasure of playing for the first time was Valor&Fortitude.
Don, Tom, and Rusus acted as game masters for a scenario dedicated to the third day of the Battle of Leipzig. The Allies had to somehow manage to cross the Elster River to confront the fleeing French and Poles.
As expected, the three of them professionally guided us through the scenario and the rules.
I will discuss both games in detail in two further reports, but I can already say one thing here. I don't consider myself a big wargamer. But I grasped both rule systems very quickly, and I had a lot of fun playing through these scenarios.
That was mainly due to the excellent explanations at both tables.
So, my thanks to Michael, Don, Tom, and Rusus.
You did a fantastic job!
I didn't manage to play a third game, as I couldn't attend the event on Sunday.
I would have loved to play Patrick's Konflikt '47 presentation or Jürgen's One Page Rules demo.
My particular selection isn't meant to upset the other presenters. It's not a judgment of quality. But a casual historical gamer like myself is pretty much "done" and satisfied after playing two games a day. I also have to chat and watch, after all.
Just like me, plenty of enthusiasts at the other tables were having a blast. You could see it, and hear it too. Loud shouts of excitement echoed through the barn every time something happened during the sci-fi chariot race. Whether this reaction was orchestrated, genuine, or simply expected, I don't know. But it suggested that the players were deeply immersed in the game. Seems like a cool system.
Below are pictures of the presentations I couldn't play; and you'll see that I really did miss out.
So, "Szenario" has once again proven itself to be what I've been saying for years: a gem in the German tabletop gaming scene. Both the presentations and the location, which I myself, as a local patriot, never tire of celebrating, were fantastic.