Sonntag, 16. Juli 2023

Eben Emael - 10 Mai 1940 Teil 3: Der Angriff

Mittlerweile sind schon wieder drei Jahre vergangen, dass ich Ihnen in zwei Berichten das Fort Eben Emael in Belgien vorgestellt habe.
Hier geht es zu den beiden BLOG Einträgen:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Eben Emael - 10. Mai 1940 Teil 1 (thrifles.blogspot.com)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Eben Emael - 10. Mai 1940 Teil 2: Die Festung (thrifles.blogspot.com)
Bereits damals hatte ich darauf verwiesen, dass ich noch zwei weitere Berichte folgen lasse.
Es hatte verschiedene Gründe, warum ich das bisher versäumt habe.
Nun aber, bei der Sichtung verschiedener Bilder meiner Historienreisen, wurde ich wieder daran erinnert; und deshalb möchte ich heute dieses Versprechen, dass auf jeden Fall noch zwei Berichte kommen werden, auch einlösen.
Im nun nachfolgenden BLOG-Eintrag sehen Sie Bildmaterial aus der Führung, die Sie in Eben Emael buchen können.
Diese ist sehr zu empfehlen, weil sie hier in das Innere der Geschützstelllungen geführt werden und die Ergebnisse des Angriffs auch entsprechend sehen können.
Nur mittels dieser Führung werden Sie die Anlage als solches fassen können.
Die nachfolgenden Beschreibungen basieren vor allem auf drei Büchern:
Chris McNab, The fall of Eben Emael. Belgium 1940 (Osprey, Raid), 2013.
Simon Dunstan, Fort Eben Emael. The key to Hitler’s victory in the West (Fortress 30, Osprey).
Karl-Heinz Golla: Die Deutsche Fallschirmtruppe 1936-1941. Ihr Aufbau und ihr Einsatz in den ersten Feldzügen der Wehrmacht, Hamburg 2006.
 
Die Festungswerke
 
Bevor ich mit der Beschreibung des Angriffs beginne, nochmals eine kurze Übersicht über die Werke der Festung. Bilder der Außenanlage finden Sie in Teil 1 meines Berichts.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Eben Emael - 10. Mai 1940 Teil 1 (thrifles.blogspot.com)



Betrachtet man den Aufbau der Festung, dann erkennt man, dass diese von sogenannten „Blocks (belgisch Bloc)“ umgeben ist, die quasi die Hanglage und die Annäherungsräume an die Festung schützen.


Von links nach rechts handelt es sich dabei um Block II, Block I, Block VI, Block V, Block IV und den außerhalb des eigentlichen Geländes – in ca. 100 Meter Entfernung - gelegenen Block 01, der den Albertkanal überwachte (Deutsche Tarnbezeichnung Block 1=Werk 3; Block 2=Werk 4); Block 4=Werk 30; Block 5=Werk 22; Block 6=Werk 6; Block 01=Werk 34).
Bei diesen Blocks handelte es sich um massive Bunker mit Maschinengewehren und Panzerabwehrkanonen.
Bis auf Block 5 und 01 war jeder Block mit 2 x 60 mm Pak Kanonen ausgestattet.
Hinzu kamen 3 Maschinengewehre und zwei Suchscheinwerfer bei Block 1 und 2, zwei MG und zwei Suchscheinwerfer bei Block 4, zwei MG und ein Suchscheinwerfer bei Block 6.
Block 5 hatte nur eine 60 mm PAK, aber auch 2 MG und einen Suchscheinwerfer.
Die Abwehrwaffen waren so angeordnet, dass ihr Schussfeld sich überlappte und somit eine Todeszone bildete.
Auf den Blocks waren Beobachterkuppeln installiert.
Block I war, und ist noch heute, der Haupteingang der Festung.
Block 01 hatte eine Sonderstellung, da er außerhalb der eigentlichen Anlage lag.
Der Beobachtungsturm EBEN 1, der sich auf dem Dach von Block 01 befindet, hatte eine weite Sicht ins Land und überwachte die Mündung des Albertkanals in die Maas. Als Waffen waren hier eine 60 mm Pak, drei MG und drei Suchscheinwerfer vorhanden.



Jeder Block hatte eine Besatzung von ca. 25 Soldaten, der etwas kleinere Block 5, 17 Soldaten.
Block 3 wurde nicht gebaut.
Stattdessen wurden im Norden zwei Bunker mit der Bezeichnung Canal Nord und Canal Sud errichtet, sogenannte Kanalstreichen. Diese lagen am unteren Sockel der Festungswand und überwachten den an dieser Stelle querlaufenden Albertkanal, der hier als riesiger Wassergraben zum Schutz der Anlage diente.
Canal Nord (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 17) sicherte in Richtung der Ortschaft Kanne mit einer 60 mm PAK, einem MG und einem Suchscheinwerfer, in die andere Richtung mit 2 MG.
Canal Sud (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 38) hatte die gleiche Bewaffnung nur seitenverkehrt.
Auf beiden Bunkern waren auf dem Bunkerdach Beobachtungstürme zur Überwachung des Kanals und Sicherung der Anlage installiert.

(Bild aus Wikipedia Artikel Eben Emael)


Auf dem Plateau selbst befanden sich die Artilleriewerke.
Um die drei Brücken über den Albertkanal in Richtung Maastricht zu schützen, wurden die beiden Werke Maastricht 1 und 2 (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 12 und 18) errichtet, die in diese Richtung schießen konnten. Jeder dieser Kasematten hatte 75 mm Kanonen. Diese hatten einen Schusswinkel von 70 Grad mit einer Schwenkungsmöglichkeit von – 5 bis 37 Grad in der Vertikalen, eine Reichweite von 11 km und einer Schussrate von 10 Schuss pro Minute.
Auf Maastricht 2 gab es ebenfalls eine Beobachterkuppel, EBEN 2.
Zwei weitere Kasematten zielten in die andere Richtung, in Richtung der Stadt Visé, und sie hießen somit auch Visé 1 und 2 (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 26 und 9).
Jede dieser Kasematten hatte eine Besatzung von 28 Mann, Maastricht 2 zusätzlich 3 Soldaten wegen der Beobachterkuppel EBEN 3.





Hinzu kamen die mit versenkbaren Panzerstahl-Drehtürmen ausgestatteten Anlagen Coupole Nord und Sud (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 31 und 23) mit jeweils zwei 75 mm Kanonen. Sie hatten einen Schusswinkel von 360 Grad, konnten somit in alle Richtungen schießen. Vertikaler Schusswinkel -8 bis + 38, Reichweite 10 km und eine maximale Schussfolge von 25 Schuss in der Minute.



Diese Drehtürme konnten auch in der Nahverteidigung Kartätschenmunition abschießen und somit auch das gesamte Festungsgelände selbst bestreichen. Auch hier verrichteten je 25 Soldaten ihren Dienst.
In der Mitte der Anlage befand sich die sogenannte Coupole 120 (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 24).




Auch hier ein Panzerstahl Drehturm mit einem Schusswinkel von 360 Grad, diesmal bestückt mit zwei 120 mm Kanonen. Dieser Drehturm war allerdings nicht versenkbar. Die Maximalreichweite der Geschosse betrug 17,5 km. Aufgrund Überhitzungsgefahr konnte Coupole 120 theoretisch nur innerhalb der ersten 5 Minuten zwei Schuss pro Minute, dann für 15 Minuten jeweils einen Schuss alle 40 Sekunden abgeben.
Im Nordwesten von Eben Emael wurden noch zwei Attrappen, (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 16 und 17), im Nordosten Richtung Block 01 eine weitere Attrappe (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 32), der Coupole 120 aufgebaut, die jedoch keine Funktion hatten, und reine Dummys waren.



Zu erwähnen bleibt, dass die Werke über mehrere Stockwerke gingen und der eigentliche Geschützraum von den Munitionskammern getrennt waren. Munition wurde über Aufzüge in den Kampfraum transportiert. Die Zugänge zu den einzelnen Kasematten konnten innerhalb der Festung mit doppelten Stahltüren, deren Zwischenräume noch mit Stahlträgern und Sandsäcken gesichert wurden, abgeriegelt werden, um ein Endringen eines eventuell eingebrochenen Feindes ins Innere der Festungsanlage zu verhindern.
Ebenfalls auf dem Plateau befanden sich noch die beiden Bunkeranlagen Mi-Nord und Sud (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 19 und 13).




Die Bezeichnung verrät den Zweck dieser Anlagen. Mi=Mitrailleuse=MG steht also für Maschinengewehrbunker.
Mi-Nord hatte drei MG, zwei Suchscheinwerfer und die Beobachtungskuppel EBEN 2 auf dem Dach. Mi-Sud hatte einen zusätzlichen Suchscheinwerfer.
Diese beiden MG-Bunker, zusammen mit der Kartätschenmunition der 75 mm Geschütze, sollten also jeden Angreifer, der es auf das Dach der Festung schaffte, aufhalten.
In diesen Bunkern waren 15 (Mi-Nord) bzw. 14 Soldaten stationiert.
Die oben erwähnten drei Beobachterkuppen EBEN 1, 2 und 3 waren die wichtigsten Beobachterkuppel der Anlage und wurden auch zur Feuerleitung benötigt.




Im südlichen Ende der Festung gab es noch eine MICA (Mitrailleuse contre avions) Stellung mit 4 MG zur Flugabwehr mit einer Besatzung von 14 Soldaten. Zwei weitere MG waren für eventuelle Infanterieangriffe bevorratet (Deutsche Tarnbezeichnung Werk 29).
Außerdem gab es noch 14 Schützenlöcher mit jeweils 2 Soldaten auf dem Plateau, deren Soldaten eventuelle Angriffe niederhalten sollten.
Panzergräben, Betonhindernisse (Drachenzähne) und Stacheldraht sicherten die Anlage noch außerdem.
Die Festung schien uneinnehmbar. Gegen JEGLICHEN Angriff, sei es von Land oder aus der Luft.
Aber…; die Festung war in der strategischen Denke des I. Weltkriegs verhaftet.
Die Angreifer nicht.
Als in der Nacht des 10. Mai, als der Voralarm ausgelöst worden war, zog der kommandierende Offizier Major Jottrand sogar Soldaten aus den Werken und den Schützenlöchern ab, weil er, befehlsgemäß, die beiden Bürobaracken vor Block I. niederreißen ließ, um das Schussfeld von Block II und I nicht zu stören.
Diese Aufgabe von solch wichtigen Soldaten durchführen zu lassen, insgesamt hatte die Festung eine Besatzung von 1322 Mann, von denen auch mehr als die Hälfte vor Ort war, ist einer der vielen Fehler auf belgischer Seite bei der Verteidigung der Festung Eben Emael.
 
Der Angriff
 
Um 5:20 Uhr, am 10. Mai 1940 landen 9 Lastensegler der Sturmgruppe Granit – so der Deckname – auf dem Dach der Festung.
Planmäßig waren 11 Lastensegler mit 11 Trupps an Bord vorgesehen.
Trupp 2 unter dem Kommando von Oberjäger Max Maier wurde vom Schleppflugzeug zu früh ausgeklinkt. Dieser Trupp hatte als Primärziel die Coupole 120 (siehe meinen ersten Bericht) und als zweites Ziel die MICA Flugabwehr Position beim Artillerieblock Visé 1 als Angriffsziel.
Trupp 11 (Oberjäger Fritz Schwarz), dem auch der Kommandeur des Unternehmens Oberleutnant Witzig angeschlossen war, musste ebenfalls notlanden. Er erschien erst gegen 8:30 Uhr auf dem Plateau von Eben Emael.
Die verbleibenden 9 Trupps hatten folgende Primär- und Sekundärziele.
Trupp 1 (Feldweben Hans Niedermeier), Maastricht 2 und Eben 3, danach als Sekundärziel Maastricht 1.
Trupp 3 (Oberjäger Peter Arendt), Maastricht 1, danach den Lüftungsschacht von Block 2.
Trupp 4 (Oberfeldwebel Helmut Wenzel), Mi-Nord und Eben 2, dann Mi-Süd.
Trupp 5 (Feldwebel Erwin Haug), MICA Flugabwehr Position, dann die Coupole Sud.
Trupp 6 (Oberjäger Siegfried Harlos), Objekt 14 (Kuppelattrappe, als solche nicht erkannt), dann Canal Nord.
Trupp 7 (Oberjäger Fritz Heinemann), Objekt 16 (Kuppelattrappe, als solche nicht erkannt), dann Objekt 14 (Kuppelattrappe, als solche nicht erkannt).
Trupp 8 (Oberjäger Otto Unger), Coupole Nord, dann Block 4 und Coupole 120.
Trupp 9 (Ewald Neuhaus). Mi-Sud, dann Mi-Nord und Eben 2.
Trupp 10 (Oberjäger Willi Hübel), Visé 1, dann Coupole 120.












Der erste Segler mit Trupp 5 an Bord landet so nahe an seinem Ziel, dass die Tragfläche eines der MG aus der Position reißt. Der Trupp greift die Stellung sofort mit Machinenpistolen und Handgranaten an und die Besatzung von 25 Mann unter dem Befehl des Lt. Longdoz ergibt sich.
Mittlerweile sind auch alle anderen Segler gelandet.
Die Trupps stürmen ohne Verzögerung auf ihre Einsatzziele zu.
Trupp 1 und 3 zerstören die Werke Maastricht 1 und 2. Hier werden 12,5 kg Hohlladungen vor allem gegen die Kugelblenden der Schartenwaffen eingesetzt.
In Maastricht 1 fallen zunächst ein Sergeant und drei Soldaten. Die Sprengung reißt eine Öffnung in das Werk. Hektisch verbarrikadieren die Überlebenden der Besatzung den vom Werk in den Zentralbereich des Forts führenden Hohlgang mit Sandsäcken und Balken und schließen die Verbindungstür.
Truppführer Arendt (Trupp 3) führt seine Männer sogar ins Innere der Festung, wirft Handgranaten und feuert mit seiner Maschinenpistole. Dabei nimmt er drei Belgier gefangen, zieht sich aber, nachdem er noch eine Sprengladung den Aufzugsschacht hinuntergeworfen hat, wieder zurück. Durch die Sprengladung werden Fässer mit Chlorkalk aufgerissen. Die daraus resultierenden Dämpfe demoralisieren die Besatzung und lassen sie an einen Gasangriff glauben.
Ähnlich geht Trupp 1 auch bei Maastricht 2 vor. Auch hier 50 kg Hohlladungen gegen die Beobachtungskuppel EBEN 3, 12,5 kg Hohlladungen unter die 75 mm Kanone linker Hand.
In EBEN 3 sterben zwei Soldaten durch die Druckwelle. Am Geschütz zwei Soldaten, ein Soldat erliegt später seinen Verletzungen. Truppführer Niedermeier und seine Leute dringen mit Gasmasken in die Festung ein. Auch sie werfen eine Sprengladung in den Aufzugsschacht, stürmen aber nicht weiter vor, weil die Belgier auch hier die bereits vorbereiteten Barrieren aktivieren. Der Angriff tötet 4 Belgier, 17 werden verwundet.
Zwischen Coupole 120 und Coupole Nord eröffnen belgische Soldaten aus einer Holzbaracke das Feuer. Die deutschen Fallschirmjäger schalten das Widerstandsnest mit geballten Ladungen aus vermelden aber zwei Gefallene und mehrere Verwundete.
Coupole Nord wird von Trupp 8 ausgeschaltet. Hier kommen 12,5 kg Hohlladungen gegen die Tür, 50 kg Hohlladungen gegen die Kuppel zum Einsatz. Die Belgier haben einen Toten und vier Verwundete und ziehen sich ins Innere der Festung zurück.
Danach wenden sich die Fallschirmjäger unterstützt von Soldaten des Trupp 5 gegen Block 4. Hier wird auf der Beobachterkuppel eine 50 kg Hohlladung platziert und gezündet. Der belgische Beobachter in der Kuppel wird dadurch getötet.
Trupp 7 schaltet ebenfalls seine Ziele aus. Erst nach der Sprengung stellen die Fallschirmjäger fest, dass es sich um Attrappen handelt.
Trupp 6 landet in der Nähe von Trupp 7 und der Gleiter verheddert sich im Stacheldraht. Nachdem der Truppführer festgestellt hat, dass Objekt 14 und 16 nur Attrappen sind, bezieht Trupp 7, zusammen mit Trupp 6, eine Defensivstellung.
Trupp 9 landet ebenfalls mitten im Stacheldrahtverhau von Mi-Sud. Der Trupp muss sich durch den Draht schneiden und schaltet mit einem Flammenwerfer eine der MG-Scharten aus. Danach werden Sprengladungen am Werk angebracht, und dieses stillgelegt. Hier an Mi-Sud gibt es keine deutschen Verluste. Die deutschen Fallschirmjäger nutzen nun selbst Mi-Sud als Defensivstellung.
Ähnlich geht Trupp 4 bei Mi-Nord vor. Der Segler war zwar in 80 m Entfernung zum Ziel gelandet, und die Fallschirmjäger erhielten bei der Annäherung an ihr Ziel MG Feuer, aber sie stürmen auf ihr Ziel vor. Feldwebel Wenzel attackiert die Öffnung des Beobachtungsperiskops, danach wird die Kasematte mit einer 50 kg Hohlladung angegriffen, die – von außen nicht sichtbar – die Besatzung tötet und die Waffen sowie die Beobachterkuppel EBEN 2 der Kasematte unbrauchbar macht. Auch hier ziehen sich die Belgier ins Innere der Festung zurück.
Bereits 15 Minuten nach der Landung der Lastensegler hatten somit 55 Soldaten der Sturmgruppe Granit 8 Werke ausgeschaltet und dabei 9 der 75 mm Geschütze unbrauchbar gemacht.





























Feldwebel Wenzel, der wohl jetzt erst feststellt, dass der eigentliche Kommandeur des Unternehmens, Oberleutnant Witzig, notlanden musste und deshalb nicht vor Ort war, organisiert die Kräfte neu (der ranghöhere Leutnant Delica hatte als Fliegerleitoffizier andere Aufgaben vor Ort zu erfüllen. Die neuere Literatur geht deshalb davon aus, dass er die Organisation der Bodentruppen auch nicht effektiv steuerte, sondern diese Aufgabe Feldwebel Wenzel überließ).
Trupp 10, der auf dem Plateau als Reserve vorgesehen war, geht jetzt erfolgreich gegen Werk Visé 1 vor.
Teile des Trupps 3 bekämpfen erfolgreich Block 2.
Trupp 7 soll zur Sicherung an der Nordseite des Forts bleiben, Trupp 6 die nördliche Kanalstreiche (Canal Nord) ausschalten.
Feldwebel Erwin Haug (Trupp 5) führt seinen Trupp zur Coupole Sud, da diese bisher noch nicht angegriffen wurde. Auch hier wird eine 50 kg Hohlladung angesetzt, die den Panzerstahl jedoch nicht durchdringt Der Trupp ist aber der Meinung sein Ziel erreicht zu haben und wendet sich neuen Aufgaben zu. Die Besatzung von Coupole Sud kann allerdings die leichten Schäden beheben, und ist dann später sogar in der Lage einige Schüsse auf das Plateau abzugeben.
Feldwebel Wenzel selbst führt seinen Trupp 4 gegen die Coupole 120, dem ursprünglichen Ziel von Trupp 2, der aber ausgefallen war. Die Attacke mit einer 50 kg Hohlladung scheitert allerdings. Wenzel lässt in die Geschützrohre 1 kg Sprengladungen einführen, deren Explosion dann die Verschlüsse der Geschütze verklemmen und unbrauchbar machen. Gegen 6:45 wird nochmals eine 50 kg Ladung an der Coupole 120 eingesetzt. Der Besatzung gelingt es jedoch eine der 120 mm Kanonen wieder zu reparieren. Trotz Anfrage erhält Coupole 120 allerdings keinen Feuerbefehl. Um die strikte belgische Neutralität zu wahren, sollte Eben Emael nicht in die Niederlande hineinschießen. Der Kommandeur Jottrand hält sich an diese Anweisungen, OBWOHL er im Kampf steht.  Gegen 9:30 greifen die Fallschirmjäger Coupole 120 nochmals mit Sprengladungen an, und schalten die Geschütze jetzt endgültig aus.
Um 8:30 Uhr landet dann auch Oberleutnant Witzig mit Trupp 11 auf dem Plateau.
Die Fallschirmjäger sorgen in den nächsten Stunden noch für Unruhe und setzen weiter Sprengladungen gegen die Werke ein.
Vor dem Beschuss mit Artillerie, der jetzt von außerhalb des Forts einsetzt, können sie in den eroberten Werken Schutz suchen.
Auch die Luftwaffe, unterrichtet vom Fliegerleitoffizier Leutnant Delica, der ebenfalls mit auf dem Plateau gelandet war, schaltet sich jetzt ein.
So wird der Eingangsbereich der Festung und die Umgebung bombardiert.
Zusätzlich werfen deutsche Heinkel HE-111 Versorgungscontainer mit weiterer Munition und Sprengladungen ab.
Gegenangriffe der Belgier, sind allerdings wenig effektiv, weil die Artilleristen von Eben Emael in einem Infanteriekampf gegen Fallschirmjäger keine Chance haben.
So können die Fallschirmjäger das Plateau ohne größere Probleme halten.
Ab dem späten Nachmittag versuchen sie noch den Bunker am Canal Nord zu attackieren, der eine Gefahr für über den Albertkanal setzende Sturmboote darstellt, indem sie Hohlladungen an Seilen herablassen. Das führt allerdings zu keinem Erfolg.
In der Nacht platzieren die Fallschirmjäger erneut Sprengladungen, feuern von den Werken kommend in die Gänge der Festung, und demoralisieren die Besatzung noch mehr.
Schüsse, Explosionen, Rauch- und Gasgeruch, ausfallende Elektrik und die daraus resultierende Dunkelheit führen dann am Mittag des 11. Mai zur Kapitulation der Festung durch den Festungskommandanten Major Jottrand.
Erwähnenswert ist noch, dass am 11. Mai morgens um 7:00 Uhr Pioniere des Pionier Bataillons 51 über den Albert Kanal übergesetzt waren, und zu den Fallschirmjägern aufgeschlossen hatten. Somit funktionierte, wenn auch verspätet, die Vereinigung der deutschen Angriffsspitzen.
Die Besatzung des Forts hat 25 Gefallene und 63 Verwundete zu vermelden. Zwischen 600 und 700 Mann gehen in Gefangenschaft.
Sturmgruppe Granit verzeichnet 6 Gefallene und 20 Verwundete.














Die Eroberung der Festung Eben Emael war ein Paradestück.
Offensichtlich war es so, dass die Fallschirmjäger genau wussten, was sie zu tun hatten, und ihre Aufträge auch effektiv umsetzten.
Im direkten infanteristischen Kampf hielten sie sich an ihre Pläne, bekämpften zunächst Primär-, dann Sekundärziele.
Obwohl der eigentliche Kommandeur ausgefallen war, übernahm Feldwebel Wenzel dessen Aufgabe. So etwas entspricht dann auch der geschulten Auftragstaktik, dass jederzeit der Rangniedrigere, die Aufgaben des Ranghöheren zu übernehmen in der Lage sein muss, um das entsprechende Ziel zu erreichen.
Vorteilhaft war natürlich auch, dass die Spionage der Deutschen im Vorfeld des Angriffs gut funktioniert hatte. Die Einheiten wussten genau, wie die Festung aussah, und wo die Bunker und Kasematten lagen.
Begünstigt wurde der Angriff natürlich auch dadurch, dass die Luftabwehr zu ineffektiv, das Gelände des Plateaus nicht vermint war und den Belgiern keine infanteristischen Kräfte zur Verfügung standen, die einen entscheidenden Gegenangriff hätten anführen können.
























Der größte Schlüssel zum Erfolg war aber der Überraschungseffekt.
Mit einem solchen Angriff durch Fallschirmjäger in Lastenseglern – übrigens der erste Angriff dieser Art in der Militärgeschichte - hatten die Festungssoldaten einfach nicht gerechnet.
Vom Plateau kommend, vom Dach der Festung also, und dann noch mit Hafthohlladungen, die zum damaligen Zeitpunkt noch völlig unbekannt waren, und hier erstmals eingesetzt wurden.
Das war eine grauenhafte Überraschung für die belgischen Verteidiger.
Zu erwähnen bleibt allerdings auch, dass die Belgier schon in der Nacht alarmiert worden waren, aber nicht die richtigen Maßnahmen ergriffen hatten.
Simon Dunstan fällt deshalb in seinem Buch, Fort Eben Emael. The key to Hitler’s victory in the West (Fortress 30, Osprey) ein deutliches, ja vernichtendes, Urteil (nachfolgend die deutsche Übersetzung):
“Es war offensichtlich, dass die Qualität der Offiziere von Fort Eben Emael unzureichend war und es zu viele unerfahrene Reservisten gab. Dies äußerte sich in mangelhafter Ausrüstung, unzureichender Schulung, mangelhaften Betriebsabläufen und fehlenden Freizeiteinrichtungen – die Liste ließe sich noch fortsetzen. Fort Eben Emael wurde so konzipiert, dass es Angriffen von allen Seiten, auch von oben, standhalten kann. Die vier Maschinengewehre der MICA-Stellung waren mehr als ausreichend, um neun mit Stoff bespannte Segelflugzeuge in der Luft anzugreifen und zu zerstören. Jeder, der überlebte und auf der Festung landete, war das Ziel der vereinten Feuerkraft von vier 75-mm-Mehrfachgeschützen und zwei Maschinengewehrstellungen. Automatisches Feuer von Mi-Nord und Mi-Sud, kombiniert mit Kartätschengeschossen von zehn 75-mm-Kanonen, hätte die Sturmgruppe Granit innerhalb weniger Augenblicke nach der Landung vom Erdboden fegen können und sollen. Dass keine einzige dieser Geschützstellungen den Feind angegriffen hat, ist ein erschreckender Beweis für die Kampfbereitschaft der Garnison und ihrer Führung …“ (S. 57f)
 
Originaltext:
“It was apparent that the calibre of officers of Fort Eben Emael was deficient, with too many inexperienced reservists. This manifested itself in defective equipment, inadequate training, poor operating procedures, lack of recreational facilities - indeed the list goes on…. Fort Eben Emael was designed to withstand attack from all quarters, and that included from above. The four machine guns of the MICA position were more than sufficient to engage and destroy nine fabric-covered gliders in the air. Any that survived to land on the fortress were sitting targets for the concerted firepower of four multiple 75 mm guns and two multiple machine-gun emplacements. Automatic fire from Mi-Nord and Mi-Sud, combined with canister rounds from ten 75 mm guns could, and should, have swept Sturmgruppe Granit off the face of the earth within moments of landing. That not a single one of these gun emplacements engaged the enemy is an appaling indictment of the level of readiness of the garrison and its leadership….” (S. 57f)
In meinem nächsten abschließenden Bericht werde ich mich dann noch mit den Angriffen der Fallschirmjäger auf die drei Brücken bei Kanne, Vroenhoven und Veldwezelt beschäftigen, und Ihnen die Uniform-, und Militariasammlung des Museums vorstellen.
 
 
In the meantime, three years have passed since I presented Fort Eben Emael in Belgium to you in two reports.
Here are the two BLOG entries:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Eben Emael - 10. Mai 1940 Teil 1 (thrifles.blogspot.com)
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Eben Emael - 10. Mai 1940 Teil 2: Die Festung (thrifles.blogspot.com)
I had already pointed out back then that I would have two more reports to follow.
There were a variety of reasons I've failed to do so.
But now, looking at various pictures of my historical journeys, I was reminded of it again; and that is why I would like to keep my promise today that there will definitely be two more reports.
In the following BLOG entry you can see images from the tour, which you can book in Eben Emael.
This is highly recommended as it will take you inside the gun emplacements and allow you to see the results of the attack accordingly.
You will only be able to grasp the complex as such with the help of this tour.
The following descriptions are mainly based on three books:
Chris McNab, The fall of Eben Emael. Belgium 1940 (Osprey, Raid), 2013.
Simon Dunstan, Fort Eben Emael. The key to Hitler's victory in the West (Fortress 30, Osprey).
Karl-Heinz Golla: Die Deutsche Fallschirmtruppe 1936-1941. Ihr Aufbau und ihr Einsatz in den ersten Feldzügen der Wehrmacht, Hamburg 2006.
 
The fortifications
 
Before I start with the description of the attack, once again a brief overview of the emplacements of the fortress. Pictures of the outdoor area can be found in part 1 of my report.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Eben Emael - 10. Mai 1940 Teil 1 (thrifles.blogspot.com)
If you look at the structure of the fortress, you can see that it is surrounded by so-called "Blocs” (German: Block), which protect the hillside and the approach areas to the fortress.
From left to right, these are Bloc II, Bloc I, Bloc VI, Bloc V, Bloc IV and Bloc 01, which is outside the actual site - about 100 meters away - and which monitored the Albert Canal.
(German Code Bloc 1=Objective 3; Bloc 2=Objective 4); Bloc 4=Objective 30; Bloc 5=Objective 22; Bloc 6=Objective 6; Bloc 01=Objective 34).
These blocs were massive bunkers with machine guns and anti-tank guns.
Except for blocs 5 and 01, each bloc was equipped with 2 x 60 mm anti-tank guns.
There were also 3 machine guns and two searchlights at blocs 1 and 2, two machine guns and two searchlights at bloc 4, two machine guns and one searchlight at bloc 6.
Bloc 5 only had a 60mm PAK, but also 2 machine guns and a searchlight.
The defensive weapons were arranged in such a way that their fields of fire overlapped and thus formed a kill zone.
Observer domes were installed on the blocs.
Bloc I was, and still is, the main entrance to the fortress.
Bloc 01 had a special position because it was outside the actual complex.
The observation tower EBEN 1, located on the seat of Bloc 01, had a wide view of the country and monitored the mouth of the Albert Canal into the Meuse. A 60 mm anti-tank gun, three machine guns and three searchlights were available as weapons.
Each bloc had a crew of about 25 soldiers, the slightly smaller bloc 5, 17 soldiers.
Bloc 3 was not built.
Instead, two bunkers called Canal Nord and Canal Sud (German code Objective 17 and 38) were built in the north, so-called canal strikes. These were located on the lower base of the fortress wall and monitored the Albert Canal running across at this point, which served as a huge moat to protect the system.
Canal Nord secured in the direction of the village of Kanne with a 60 mm PAK, a machine gun and a searchlight, in the other direction with 2 machine guns.
Canal Sud had the same armament but reversed.
Two observation towers were then located on both bunkers to monitor the canal and secure the system.
The artillery emplacements were located on the plateau itself.
In order to protect the three bridges over the Albert Canal in the direction of Maastricht, the two emplacements Maastricht 1 and 2 (German code Objective 12 and 18) were built, which could fire in that direction. Each of these casemates had 75mm guns. These had a firing angle of 70 degrees with a vertical traverse range of -5 to 37 degrees, a range of 11 km and a rate of fire of 10 rounds per minute.
There was also an observer dome on Maastricht 2, EBEN 2.
Two other casemates pointed in the other direction, towards the town of Visé, and they were also called Visé 1 and 2 (German code Objective 26 and 9).
Each of these casemates had a crew of 28 men, Maastricht 2 additional 3 soldiers because of the observation dome EBEN 3.
In addition, there were the Couple Nord and Sud systems, each equipped with retractable armored steel rotating turrets, each with two 75 mm cannons (German code Objective 31 and 23).
They had a firing angle of 360 degrees, so they could shoot in all directions. Vertical firing angle -8 to +38, range 10 km and a maximum rate of fire of 25 rounds per minute.
These rotating towers could also fire grapeshot ammunition in close-up defense and thus also cover the entire fortress area itself. Here, too, 25 soldiers did their duty.
In the middle of the layout was the so-called Coupole 120 (German Code Objective 24).
Here, too, an armored steel turret with a firing angle of 360 degrees, this time equipped with two 120 mm cannons. However, this turret was not retractable. The maximum range of the projectiles was 17.5 km. Due to the risk of overheating, Coupole 120 could theoretically only fire two shots per minute for the first 5 minutes, then one shot every 40 seconds for 15 minutes.
Two more dummies of this Coupole 120 were set up north-west of Eben Emael (German code Objective 16 and 17), and another dummy (German Code Objective 32), in the north-east towards Block 01, which, however, had no function and were really pure dummies.
It should be mentioned that the emplacements went over several floors and the actual gun room was separated from the ammunition chambers. Ammunition was transported to the combat compartment by elevators. The entrances to the individual casemates could be sealed off within the fortress with double steel doors, the spaces between which were secured with steel girders and sandbags, in order to prevent an enemy who might have broken in from entering the interior of the fortress.
The two bunker systems Mi-Nord and Sud were also located on the plateau (German code Objective 19 and 13).
The designation reveals the purpose of these systems. Mi=Mitrailleuse=MG stands for machine gun bunker.
Mi-Nord had three machine guns, two searchlights and the observation dome EBEN 2 on the roof.
Mi-Sud had an additional searchlight.
So these two machine gun bunkers, along with the grapeshot ammunition from the 75mm guns, should stop any attacker who made it onto the roof of the fortress.
15 (Mi-Nord) and 14 soldiers (Mi-Sud) were stationed in these bunkers.
The three observer domes EBEN 1, 2 and 3 mentioned above were the most important observer domes of the facility and were also required for fire control.
At the south end of the fort there was a MICA (Mitrailleuse contre avions) (german code Objective 29) position with 4 machine guns for anti-aircraft defense and a crew of 14 soldiers. Two more machine guns were stored in a nearby woodhouse for possible infantry attacks.
There were also 14 foxholes with 2 soldiers each on the plateau, whose soldiers were supposed to hold down any attacks.
Anti-tank ditches, concrete obstacles (dragon teeth) and barbed wire also secured the facility.
The fortress seemed impregnable. Against ANY attack, be it from land or from the air.
But…; the fortress was caught up in the strategic thinking of the First World War.
The attackers don't.
On the night of May 10, when the pre-alarm was sounded, the commanding officer, Major Jottrand, even withdrew soldiers from the emplacements, blocs and foxholes because, as ordered, he had the two office barracks in front of Bloc I torn down to avoid the field of fire not to be disturbed by Blocs II and I.
Having this task carried out by such important soldiers, in total the fortress had a garrison of 1322 men, more than half of whom were on site, is one of the many mistakes made by the Belgian side in defending the Eben Emael fortress.
 
The attack
 
At 5:20 a.m., on May 10, 1940, 9 gliders from the Granite Storm Group (Sturmgruppe Granit) – as it was called – land on the roof of the fortress.
According to plan, 11 gliders with 11 teams (or squads) (German: Trupp) on board were planned.
Team 2 under the command of Oberjäger Max Maier was released too early by the tow plane. This squad had as a primary target the Coupole 120 (see my first report) and as a second target the MICA anti-aircraft position at artillery block Visé 1 as an attack target.
Team 11 (Oberjäger Fritz Schwarz), to which the commander of the company, Oberleutnant Witzig, was also attached, also had to make an emergency landing. He only appeared on the plateau of Eben Emael around 8:30 am.
The remaining 9 teams had the following primary and secondary objectives.
Team 1 (Feldwebel Hans Niedermeier), Maastricht 2 and Eben 3, then Maastricht 1 as a secondary target.
Team 3 (Oberjäger Peter Arendt), Maastricht 1, then the ventilation shaft of bloc 2.
Team 4 (Oberfeldwebel Helmut Wenzel), Mi-Nord and Eben 2, then Mi-Süd.
Team 5 (Sergeant Erwin Haug), MICA anti-aircraft position, then the Coupole Sud.
Team 6 (Oberjäger Siegfried Harlos), object 14 (dummy dome, not recognized as such), then Canal Nord.
Team 7 (Oberjäger Fritz Heinemann), object 16 (dummy dome, not recognized as such), then object 14 (dummy dome, not recognized as such).
Team 8 (Oberjäger Otto Unger), Coupole North, then Bloc 4 and Coupole 120.
Team 9 (Ewald Neuhaus). Mi-Sud, then Mi-Nord and Eben 2.
Team 10 (Oberjäger Willi Hübel), Visé 1, then Coupole 120.
The first glider with Team 5 aboard lands so close to its target that one of the machine guns snaps out of position, hit by a wing. The squad immediately attacked the position with submachine guns and hand grenades and the crew of 25 men under the command of Lt. Longdoz surrenders. After that, the squad immediately moves towards their secondary target.
In the meantime all the other gliders have landed.
The squads charge towards their objectives without delay.
Teams 1 and 3 destroy the Maastricht emplacements 1 and 2. Here, 12.5 kg shaped charges are used primarily against the ball apertures of the casemates.
In Maastricht 1, a sergeant and three soldiers die first. The blast tears an opening in the factory. The survivors of the crew frantically barricaded the passage leading from the factory to the central area of the fort with sandbags and beams and closed the connecting door.
Squad leader Arendt (Team 3) even leads his men inside the fortress, throws hand grenades and fires his submachine gun. He captures three Belgians, but retreats after he has thrown another explosive charge down the elevator shaft. Barrels with chlorinated lime are torn open by the explosive charge. The resulting fumes demoralize the crew, leading them to believe a gas attack.
Team 1 proceeds in a similar way with Maastricht 2. Also here 50 kg shaped charges against the observation dome EBEN 3, 12.5 kg shaped charges under the 75 mm cannon on the left hand.
In EBEN 3, two soldiers die from the blast. Two soldiers fall at the gun, one soldier later succumbs to his injuries. Squad leader Niedermeier and his men enter the fortress wearing gas masks. They also throw an explosive charge into the elevator shaft, but don't rush any further because the Belgians activate the already prepared barriers here as well. The attack kills 4 Belgians, 17 are wounded.
Between Coupole 120 and Coupole Nord Belgian soldiers open fire from a wooden barrack. The German paratroopers turn off the resistance nest with concentrated charges but report two dead and several wounded.
Coupole Nord is taken out by Team 8. Here 12.5 kg shaped charges are used against the door and 50 kg shaped charges against the dome. The Belgians have one dead and four wounded and retreat inside the fortress.
Then the paratroopers, supported by soldiers from Team 5, turn towards Bloc 4. Here, a 50 kg shaped charge is placed on the observation cupola and ignited. The Belgian observer in the dome is killed as a result.
Team 7 also destroys its targets. Only after the blast do the paratroopers realize that the cupolas are dummies.
Team 6 lands near Team 7 and the glider gets tangled in the barbed wire. After the Squad Leader determines that Objects 14 and 16 are just dummies, Team 7, along with Team 6, move into a defensive position.
Team 9 also ends up in the middle of the barbed wire enclosure of Mi-Sud. The squad has to cut through the wire and use a flamethrower to take out one of the machinegun slots. Explosive charges are then attached to the bunker, and this is shut down. Here at Mi-Sud there are no German casualties.
The German paratroopers now use Mi-Sud as a defensive position.
Team 4 proceeds similarly at Mi-Nord. Although the glider landed 80 m from the target and the paratroopers received machine gun fire, they approached their target. Feldwebel Wenzel attacks the opening of the observation periscope, then the casemate is attacked with a 50 kg hollow charge, which - not visible from the outside - kills the crew and renders the casemate's weapons, and it’s observation dome EBEN 2, useless. Here, too, the Belgians withdraw into the interior of the fortress.
Already 15 minutes after the glider had landed, 55 soldiers of the Granit storm group had switched off 8 blocs resp. emplacements and rendered 9 of the 75 mm guns unusable.
Sergeant Wenzel, who probably only now realizes that the actual commander of the company, Leutnant Witzig, had to make an emergency landing and was therefore not on site, reorganized the forces (the higher-ranking Leutnant Delica, as an air traffic control officer, had to fulfill other tasks on site. The more recent literature therefore assumes that he did not effectively control the organization of the ground forces either but left this task to Sergeant Wenzel).
Team 10, which was intended as a reserve on the plateau, is now successfully taking action against the Visé 1 plant.
Parts of Team 3 successfully fight Bloc 2.
Team 7 is to remain on the north side of the fort for security, Squad 6 to eliminate the northern canal strikes (Canal Nord).
Feldwebel Erwin Haug (Team 5) leads his squad to the Coupole Sud, as this has not yet been attacked. Here, too, a 50 kg hollow charge is used, which, however, does not penetrate the armor steel. However, the troop believes that they have achieved their goal and turns to new tasks. However, the crew of Coupole Sud is able to repair the slight damage and is even able to fire a few shots at the plateau later on.
Feldwebel Wenzel himself leads his Team 4 against Coupole 120, the original target of Team 2, which wasn’t at the spot because of an emergency landing. However, the attack with a 50 kg hollow charge failed. Wenzel had 1 kg of explosive charges introduced into the gun barrels, the explosion of which then jammed the breech blocks of the guns and rendered them unusable. Around 6:45 a.m. another 50 kg load is used on the Coupole 120. However, the crew manages to repair one of the 120 mm guns. Despite a request, however, Coupole 120 did not receive an order to fire. In order to maintain strict Belgian neutrality, Eben Emael should not shoot into the Netherlands. Commander Jottrand follows these instructions EVEN THOUGH he is engaged in combat. At around 9:30 the paratroopers attacked Coupole 120 again with demolition charges and finally switched off the guns.
At 8:30 a.m. Lieutenant Witzig landed on the plateau with Team 11.
The paratroopers blew up a few more explosive charges against the emplacements over the next few hours.
They can take shelter in the conquered works from the artillery fire that is now coming from outside the fort.
The Luftwaffe, informed by the air traffic controller, Lieutenant Delica, who also landed on the plateau, now intervenes.
The entrance area of the fortress and the surrounding area is bombed.
Additionally, German Heinkel HE-111s bombers drop supply containers with additional ammunition and explosive charges.
Counterattacks by the Belgians, however, are not very effective, because Eben Emael's artillerymen have no chance in an infantry fight against paratroopers.
So the paratroopers can hold the plateau without major problems.
From the late afternoon they try to attack the bunker on Canal Nord, which poses a danger to assault boats crossing the Albert Canal, by lowering shaped charges on ropes. However, this does not lead to success.
During the night, the paratroopers plant explosive charges again, fire into the corridors of the fortress, further demoralizing the crew.
Shots, explosions, the smell of smoke and gas, electrical failures and the resulting darkness led to the surrender of the fortress by the fortress commander, Major Jottrand, at noon on May 11th.
It is also worth mentioning that at 7:00 a.m. on May 11, engineers from Engineer Battalion 51 crossed the Albert Canal and caught up with the paratroopers. Thus, the unification of the German attack spearheads - albeit belatedly - worked.
The garrison of the fort has to report 25 dead and 63 wounded. Between 600 and 700 men are taken prisoner.
Sturmgruppe Granit recorded 6 dead and 20 wounded.
The capture of Eben Emael Fortress was a showpiece.
It was evident that the paratroopers knew exactly what they had to do and carried out their assignments effectively.
In direct infantry combat, they stuck to their plans, first fighting primary and then secondary targets.
Although the actual commander was absent, Feldwebel Wenzel took over his task. Something like this corresponds to the trained order tactics, that at any time the lower-ranking person must be able to take over the tasks of the higher-ranking person in order to achieve the corresponding goal (so-called Auftragstaktik in german language).
Of course, it was also an advantage that the German espionage had worked well in the run-up to the attack. The units knew exactly what the fortress looked like and where the bunkers and casemates were located.
The attack was of course also favored by the fact that the air defenses were too ineffective, the terrain of the plateau was not mined, and the Belgians had no infantry forces available that could have led a decisive counterattack.
But the biggest key to success was the element of surprise.
The fortress soldiers simply did not expect such an attack by paratroopers in cargo gliders - incidentally the first attack of this kind in military history.
Coming from the plateau, i.e. from the roof of the fortress, and then with adhesive shaped charges, which were completely unknown at the time and were used here for the first time.
That was a horrific surprise for the Belgian defenders.
However, it should also be mentioned that the Belgians had already been alerted during the night but had not taken the right measures.
This is why Simon Dunstan mentions it in his book, Fort Eben Emael. The key to Hitler's victory in the West (Fortress 30, Osprey) a clear, even devastating, verdict:
“It was apparent that the calibre of officers of Fort Eben Emael was deficient, with too many inexperienced reservists. This manifested itself in defective equipment, inadequate training, poor operating procedures, lack of recreational facilities - indeed the list goes on…. Fort Eben Emael was designed to withstand attack from all quarters, and that included from above. The four machine guns of the MICA position were more than sufficient to engage and destroy nine fabric-covered gliders in the air. Any that survived to land on the fortress were sitting targets for the concerted firepower of four multiple 75 mm guns and two multiple machine-gun emplacements. Automatic fire from Mi-Nord and Mi-Sud, combined with canister rounds from ten 75 mm guns could, and should, have swept Sturmgruppe Granit off the face of the earth within moments of landing. That not a single one of these gun emplacements engaged the enemy is an appaling indictment of the level of readiness of the garrison and its leadership….” (S. 57f)
In my next concluding report, I will deal with the paratroopers' attacks on the three bridges at Kanne, Vroenhoven and Veldwezelt, and introduce you to the museum's collection of uniforms and militaria.