Sonntag, 15. September 2019

Die deutschen Truppen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg


In the 90s, my friend Jens Najewitz published a miniatures magazine here in Germany for which I wrote some articles.

At that time, I translated some of the articles into English and showed them on wargame and model building sites abroad, which no longer exist.
That's why I want to bring these reports back for me - and maybe for you too.
I will publish it here now; with the exact wording of those days. I do not change anything. Although I'm certainly more into detail in some things today.
The conversion tips of that time referred to 1/72 miniatures, and read today sometimes very funny and nostalgic. At the end of 1999 and early 2000, many of the model figures that you can find on PSR were not published. 28 mm figurines did not exist in the variety like today either.
So please do not be surprised about my conversion tips.
You can translate the text easily with Google Translator. Most readers of the english world are familiar with this topic and I think the translation is easy to understand.



Vorbemerkung



Ende der 90er Jahre hatte mein Freund Jens Najewitz einen seiner vielen genialen Pläne. Er wollte sein nebenberufliches Händlerdasein im Miniaturenbereich aufgeben, und eine Modellzeitschrift herausbringen.
Die legte er dann auch auf. Sie hieß "Modellfiguren" und der Plan, der hinter den Veröffentlichungen stand, war dem Sammler von 1/72 Miniaturen endlich das Magazin in die Hand zu geben, das er schon immer wollte und auch lautstark gefordert hatte.
Ein Magazin mit Berichten über Figuren, mit Artikeln über verschiedene kriegsgeschichtliche Ereignisse, mit Besprechungen von Neuerscheinungen, einfach ein Magazin, das sich nur den Wünschen der 1/72 Szene widmen sollte.
Trotz vollmundiger Unterstützungsbekundungen erreichten wir leider nicht die nötige Zahl von Abonnenten. In einer Welt mit viel schlechteren Kommunikationsmöglichkeiten als heute, und mit horrenden Preisen für Layout und Druck - oh Gott ist das heute einfach - war das Unterfangen ohne Sponsoren einfach zu teuer.
Obwohl Jens einiges privates Geld reinbutterte und da auch richtig drauflegte, musste er die MoFi nach 1 1/2 Jahren einstellen.
Sehr zum Bedauern von mir, der für diese Zeitschrift und deren Vorgänger, der "Infopost", einige Artikel geschrieben hatte.
Einige der Artikel übersetzte ich damals ins Englische und packte sie auf Wargamer- bzw. Modellbauseiten im Ausland, die es mittlerweile nicht mehr gibt.
Deshalb möchte ich diese Berichte für mich - und vielleicht auch für Sie -  zurückholen.
Ich werde sie jetzt hier veröffentlichen; und zwar mit dem genauen Wortlaut von damals. Ich ändere da nichts. Obwohl ich sicherlich bei einigen Sachen heute viel stärker im Detail bin.
Die Umbautipps von damals bezogen sich auf 1/72 Miniaturen, und lesen sich heute teilweise sehr lustig und auch nostalgisch. Ende 1999 und Anfang 2000 gab es viele der Modellfiguren, die heute auf der Plasticsoldierseite gezeigt werden noch gar nicht. 28 mm Figuren gab es in der Vielfalt wie heute ebenfalls nicht.
Also sind Sie bitte nicht verwundert.
Übersetzen werde ich die Berichte nicht. Nur die, die damals auch in Englisch erschienen, werde ich auch so wiedergeben.
Viel Spaß mit den Berichten, die ich hier in einigen Abständen präsentieren werde.
Die Uniformbilder wurden damals von Alfred Umhey für den Print freigegeben. Ich möchte deshalb diesen Beitrag auch als kleine Reminiszenz an die Brüder Umhey verstanden wissen, die sich auch sehr um das Hobby verdient gemacht haben, bzw. dies auch immer noch tun. 
Dazu muss man leider erwähnen, dass Roland Umhey leider erst vor kurzem verstorben ist. 
Ich hatte leider nur einmal die Möglichkeit etwas länger mit ihm zu sprechen und dies auf der Dioramica vor drei Jahren. Sein Bruder Alfred wird sicherlich noch weiter im Hobby aktiv bleiben. 
Auf diesem Weg wünsche ich dafür viel Kraft und doch noch Spaß auch in den zukünftigen Jahren.



Die deutschen Truppen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg



Meine lieben Leser. Heute werde ich einmal völlig anders als sonst, in einen meiner Berichte einsteigen. Denn,... ich war im Kino. Mein Gott, wird jetzt jeder sagen, was ist daran besonders. Eigentlich nichts, aber gleich werden Sie verstehen was. Ich war in dem Film „Der Patriot“ mit Mel Gibson. Auch noch nichts berühmtes, haben sicherlich schon viele von Ihnen gesehen. Mal abgesehen davon, daß ich den Film spitzenmäßig finde, da soll sich jeder ein eigenes Urteil bilden, das besondere ist, daß dieser Historienfilm wieder etwas in mir ausgelöst hat.
Ich bin Historiker, habe mein Studium bereits vor Jahren als Magister abgeschlossen. Wie Sie wissen, habe auch ich meine Schwerpunkte, für die ich mich interessiere: Sie alle kennen meine Berichte über den Peninsula War, über Waterloo, über den amerikanischen Bürgerkrieg. Natürlich, der Fokus liegt immer auf der Militärgeschichte, aber eben normalerweise bei Napoleon, ACW und WW II.
Aber ich lasse mich gerne von etwas begeistern. Fragen Sie einfach mal Jens, der sich immer meine Schwärmereien über Richard Sharpe anhören muß (zu Deiner Beruhigung, lieber Redaktionsleiter, ich habe mir jetzt eine neue Romanreihe von Bernard Cornwell bestellt über den amerikanischen Bürgerkrieg. Da gibt’s auch wieder einen Helden, und er kämpft auf seiten der Südstaaten. Freu Dich auf meine nächsten Mails!) Ein guter Film, ein guter historischer Roman,  lösen bei mir immer eine gewisse Euphorie aus. Sie beflügeln mich, sich mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen.
Wen wundert es also, daß ich mal wieder durchs Internet gestürzt bin. Amazon.de freut sich mal wieder über Buchbestellungen, Webseitencounter haben sich erhöht, was will man mehr. Na und ich habe natürlich genügend Material gefunden, um Sie, meine lieben Leser, einem Thema näher zu bringen: Dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
Hollywoodproduktionen, natürlich auch Romanschreiber, fokussieren ein solches Thema natürlich in eine bestimmte Richtung. In erster Linie wollen sie nicht eine historische Recherche wiedergeben, sie wollen unterhalten. So wird natürlich auch im obengenannten Film der Konflikt als Kampf zwischen den rotberockten Engländern gegen die schlechtausgerüstete amerikanische Miliz und die nicht wenig besser ausgebildeten Continentals dargestellt. Ein Kampf zwischen Rot gegen Blau, vereinfacht ausgedrückt. Aber, es war kein Kampf Rot gegen Blau. Auch auf seiten der Redcoats, gab es Truppen, die anders aussahen.
Uns in Deutschland ist diese Tatsache weitestgehend bekannt. Jedenfalls uns Sammlern oder historisch Interessierten. Vielleicht auch noch ein paar anderen Leuten: Immer hin gab es einmal einen sehr schönen deutschen Film zu diesem Thema. Die Verfilmung des Romans von Sandra Paretti, Der Winter, der ein Sommer war (vielleicht einigen meiner Leser bekannt, wenn nicht, am besten irgendwo besorgen, bzw. mal das Buch kaufen). Hier wurde das Thema der deutschen Hilfstruppen aus Kassel im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg behandelt. Na und da sind wir doch auch schon bei unserem Thema angelangt. Man geht ins Kino, beginnt danach wieder seine alten Romane zu lesen, schaut sich seine Figuren an, surft... und schon passiert es. Man steht wieder an der Schwelle zu einem Thema, das ich Ihnen nun näher bringen möchte.
Der nachfolgende Bericht wird sich schwerpunktmäßig mit den deutschen Truppen in der amerikanischen Revolution beschäftigen, auf Ihre Uniformen eingehen, und ihre Einsätze stichpunktartig wiedergeben. In einem folgenden Bericht werde ich dann den Kriegsverlauf näher untersuchen. Der Bericht stützt sich weitestgehend auf Material, das ich aus dem Internet gezogen habe. Daraus können Sie sehen, welchen Stellenwert dieses Medium mittlerweile auch als historische Quelle erlangt hat. Wenn Sie noch keinen Computer haben, kaufen Sie sich einen. Wenn Sie noch nicht im Netz sind, schalten Sie sich auf. Sie verpassen sonst etwas.
Wer waren diese Soldaten, die von Ihrem Fürsten an die Engländer verkauft wurden. Interessanterweise hat sich in den USA ein Fachbegriff dafür eingeprägt. Man redet von den Hessians, den Hessen. Dabei wird allerdings nur ein Truppenkontingent als pars pro toto genommen. Auch andere deutsche Fürsten verkauften Truppenteile an die Briten.  Darüber später mehr. 


(Kassel: Orangerie)


Bei diesen Truppen handelte es sich nicht um Söldner im heute üblichen Sprachgebrauch, wenn sie auch als solche von der amerikanischen Literatur bezeichnet werden (mercenaries). Sie kämpften nicht für Geld. Sie hatten nicht die freie Wahl sich zwischen den Parteien zu unterscheiden. Vielmehr hatte der Landesherr sie verkauft. Er kassierte das Geld, um die deutsche Barocklandschaft noch um einige Bauwerke verschönern zu können. Der Soldat andererseits blieb Untertan seines Königs, und stand diesem loyal gegenüber. Natürlich mußten sich deutsche Truppen auch ergeben. Allerdings kämpften sie dann nicht auf der amerikanischen Seite weiter. Darin sieht man den Unterschied zur klassischen Söldnerdefinition. Auch kann der Jahreslohn von 3 Pfund und 10 Pence schwerlich als Söldnergehalt definiert werden. Es ist also besser, die deutschen Truppen als bezahlte Alliierte zu bezeichnen. Dies trifft die Situation genauer.
Warum aber verkaufte ein Herrscher seine Truppen. Natürlich, die barocke Staatsführung verschlang Unsummen von Geld für Luxus. Man brauchte einfach Einkünfte. Andererseits darf man natürlich nicht vergessen, daß in Deutschland soeben erst der 7 jährige Krieg beendet worden war (1756-1763). Der beginnende Dualismus zwischen Österreich und Preußen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation machte vielen kleineren Fürstentümern Angst. Die Gefahr der Einverleibung blieb bestehen. Zerquetscht zwischen den divergierenden Interessen zweier Großstaaten. Die spätere innerdeutsche Geschichte zeigte ja auch, daß diese Gefahr durchaus bestand. Folglich lag es im Interesse einiger deutscher Fürsten größere ausgebildete Truppen zu besitzen. Diese allerdings zu bezahlen, bzw. zu unterhalten und mit Material zu versorgen, war natürlich kritisch. Somit bot der amerikanische Krieg Gelegenheit Truppen zu trainieren. Außerdem sicherte man sich einen großen Bündnispartner für etwaige Vorkommnisse in Deutschland. Man sollte nicht vergessen, daß bereits der 7 jährige Krieg eigentlich schon ein Weltkrieg war. Fast alle großen europäischen Nationen waren beteiligt, gekämpft wurde nicht nur in Europa, vielmehr wurden die französisch-britischen Gegensätze auch in Indien, Nordamerika (French and Indian Wars), in der Karibik, Afrika, ja sogar auf den Philippinen ausgetragen.
Ähnliches fand nun in Amerika statt. Am 18. April 1775 fand ein Zusammenstoß zwischen amerikanischer Miliz und britischen Truppen bei Lexington statt. Diese Schlacht gilt gemeinhin als Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. 1778 verbünden sich Frankreich und Spanien mit der neuen Republik Amerika. 1780 schließen sich Rußland, Frankreich, Spanien, Holland, Schweden, Dänemark, Österreich und Preußen zu einer bewaffneten Seeneutralität gegen England zusammen.
Man sieht also, daß es auch politische Gründe für einige kleinere Landesfürsten in Deutschland gab, das englische Anersuchen zu unterstützen. Es besteht auch kein Zweifel daran, hätten die Konflikte in Amerika auch zu Auseinandersetzungen in Deutschland geführt, wären diese „Söldner“ zurückgezogen worden. Sie blieben Teil der Armee ihres Heimatlandes.
Weiterhin hatte das Zurückgreifen auf deutsche Söldner Tradition. Bereits im Mittelalter und im Englischen Bürgerkrieg kämpften deutsche Söldner für die englische Krone. Hier handelte es sich im übrigen aber wirklich um Söldner im klassischen Sinne. Auch während des spanischen Erbfolgekrieges und der schottischen Rebellion von 1745 waren bereits Hessen von den Briten angeworben worden. Man könnte jetzt fragen, warum George III. nicht auf Truppen aus Hannover zurückgegriffen hat, immerhin war der englische König ja gleichzeitig Kurfürst von Hannover. Dies ist allerdings schnell erklärt. Es existierte ein Gesetz, das es verbat, hannoversche Truppen außerhalb Europas einzusetzen. Die sechs Regimenter, auf die George III. während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zurückgriff, wurden als Garnison von Gibraltar eingesetzt. Man befürchtete vor allem einen Einsatz dieser Truppen in Indien, wo die Sterblichkeitsrate allein schon durch Krankheiten sehr hoch war. Diese Befürchtungen waren durchaus berechtigt. Als nach dem Kriegseintritt Spaniens und Frankreich der Versuch gemacht wurde, hessische Truppen für Indien anzuwerben, verbaten die deutschen Fürsten einen solchen Einsatz. England sollte hier den schmutzigen Krieg alleine führen.
Wer waren denn nun die Truppen die eingesetzt wurden. Neben den 17.000 aus Hessen-Kassel waren 2.600 Soldaten aus Hessen-Hanau, 5.723 aus Braunschweig, 1.225 aus Waldeck, 1.040 aus Ansbach-Bayreuth und 1.119 aus Anhalt-Zerbst. Dies hört sich auf den ersten Blick wenig an. Aber man sollte nicht vergessen, daß die Truppenkontingente, die in Amerika kämpften generell nicht sehr zahlreich waren, und daß beispielsweise das obenerwähnte Kontingent aus Anhalt-Zerbst 5% der Gesamtbevölkerung dieses kleinen Staates ausmachte.
Über das Schicksal der Truppen aus Hessen-Kassel liegen Zahlen vor. 357 Soldaten wurden getötet (die meisten bei Fort Mercer), 2.949 desertierten, 8.029 wurden gefangengenommen, 4.626 starben aus anderen Gründen und 914 wurden auf ihr Ehrenwort nicht mehr gegen Amerika zu kämpfen freigelassen. Soweit die offiziellen hessischen Angaben. Die Studie von Edward Lowell, The Hessians and other German auxilliaries of Great Britain in the Revolutionary War, geht von 1.200 Getöteten, 5.000 Deserteuren und 6.354 Toten aus diversen Gründen aus. Ungefähr 6.000 Hessen verblieben nach dem Krieg in Amerika.


(Kassel: Schloss Wilhelmshöhe)

Die höchsten Verluste hatten die hessischen Truppen bei Fort Mercer. Dies ist dadurch zu erklären, daß der Sturmangriff in seinem Schwerpunkt von hessischen Truppen durchgeführt wurde. Das Fort war stark verteidigt, und dem hessischen Kommandanten von Donop fehlte die entsprechende Artillerie, um das Fort sturmreif zu schießen. Von Donop fragte zwar bei den Briten um Artillerie an, aber diese wurde ihm verwehrt. Daraufhin antwortete er, er würde das Fort erobern und ihm seinen Namen geben, oder fallen. Letzteres geschah, als er den Sturmangriff seiner Truppen anführte.
Eine weitere verlustreiche Schlacht erlebten die Hessen bei Trenton. Hier lagen hessische Truppen in Winterquartieren, wo sie von George Washington nach dessen Übergang über den Delaware überrascht wurden. Die Stadt war vorher nicht in einen Verteidigungszustand versetzt worden. Alle Vorteile lagen auf der Seite der Amerikaner. Den amerikanischen Kanonen konnten die Hessen nur ihre Musketen entgegensetzen. Da es in dieser Winternacht sogar regnete, waren diese zudem noch quasi unbrauchbar. Rall befahl einen Bajonettangiff auf die Amerikaner. Dieser scheiterte allerdings an der amerikanischen Artillerie und Rall wurde tödlich verwundet. Die Hessen flohen oder sie ergaben sich. Von den 1.500 Hessen bei Trenton wurden 900 gefangen, 26 getötet oder verletzt, der Rest floh. Die Überlebenden wurden einem kombinierten Bataillon angegliedert, das auch an der Kampagne von 1777 teilnahm.
Was besaß der einzelne hessische Soldat.

Einen wollenen, dunkelblauen Rock, mit Aufschlägen in der Regimentsfarbe.
Eine Weste in der Regimentsfarbe.
Ein paar weiße Gamaschen.
Ein paar schwarze Gamaschen.
Zwei paar Hosen in weiß.
Ein paar Schuhe.
Ein Kragen (rot).
Ein weißer Schwertgurt.
Ein Infanteriesäbel.
Ein weißer Tragegurt für die Patronentasche.
Einen leinenen Brotbeutel mit weißem Gurt.
Einen Tornister mit weißen Tragegurten.
Eine Wasserflasche.
Eine Muskete mit rotem Ledergurt.
Ein Dreispitz mit wollener Quaste.
Die Haare waren zeitgemäß gebunden. Sie liefen in einem langen Zopf aus
Die Grenadiere hatten zusätzlich eine Grenadiermütze mit messingfarbener Platte (preußisches Model). 4 Granaten zusätzlich.
Das Bild des hessischen Soldaten im amerikanischen Bürgerkrieg ist von diesen Grenadieren geprägt. Allerdings darf nicht vergessen werden, daß jedes Regiment nur eine Grenadierkompanie hatte, neben vier Musketierkompanien. Es wurden allerdings verbundene Einheiten gebildet – die Grenadierkompanien mehrerer Regimenter wurden zu einem Bataillon zusammengefaßt -. Aus diesen verbundenen Einheiten sowie aus dem Grenadierregiment Rall leitet sich das weitverbreitete amerikanische Verständnis vom hessischen Soldaten als Träger der Grenadiermütze ab.
Nachfolgend sollen nun die einzelnen deutschen Truppenkontingente vorgestellt werden.
Die Organisation der deutschen Kontingente im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg sah wie folgt aus:
Infanterieregiment: Das Standardregiment, das sich aus  vier Musketierkompanien und einer Grenadierkompanie zusammensetzte.
Füsilierregiment: Die Füsilierregimenter setzten sich aus vier Kompanien Füsilieren, die eine ähnliche Mitra, wie die Grenadiere trugen, allerdings von geringerer Höhe, zusammen und besaßen ebenfalls eine Grenadierkompanie.
Grenadierregiment oder Bataillon: Das einzige „echte“ Grenadierregiment war das hessische Regiment Rall. Die Bataillone bildeten künstliche Regimenter, waren sie doch aus den Grenadierkompanien diverser Regimenter zusammengesetzt worden.
Garnisonsregimenter: Diese dienten zur Besetzung von festen Plätzen. Allerdings sind sie nicht zu unterschätzen, denn von Ihnen wurde beispielsweise Fort Washington erfolgreich gestürmt.



(Kassel: Herkules und Kaskaden)

Die Regimenter von Hessen-Kassel:

Regiment Erbprinz, Leibregiment, Regiment Prinz Carl, Füsilierregiment von Ditfurth, Regiment von Donop, Regiment von Knyphausen, Grenadierregiment Rall (1776-78 Wöllwarth, 1778-1780 Trümbach, 1780 D’Angelelli), Füsilierregiment von Lossberg (1780 Alt), Garnisonsregiment von Stein, (1778-1783 von Seitz), Garnisonsregiment von Huyn (1780 von Benning), Regiment von Wutginau (1776-83 Landgraf), Regiment von Mirbach (1780 Jung Lossberg), Regiment von Trümbach (1778 von Bose), Garnisonsregiment von Wissenbach (1780 von Knoblauch), Garde Grenadier Bataillon (von Linsingen), Grenadierbataillon von Block (1777-1783 von Lengerke), Grenadierbataillon von Minnigerode, Grenadierbataillon von Köhler (1778-82 von Graff, 1782 von Platte), Regiment von Bünau, Hessen-Kassel Jäger

Die Regimenter von Hessen Hanau:

Leibregiment, Hessen-Hanau Jäger

Die Regimenter aus Braunschweig:

Prinz Ludwig Dragoner, Prinz Friedrich, von Rhetz, von Riedesel, Specht, von Barner, Braunschweiger Jäger

Die Regimenter aus Ansbach-Bayreuth:

Voight, Seybothen, Ansbacher Jäger

Das Regiment aus Waldeck:

3. Regiment Waldeck

Die Regimenter aus Anhalt-Zerbst:

Regiment Anhalt Zerbst, Anhalt Jäger

Anschließend wird auf die einzelnen Regimenter, ihre Uniformierung und stichwortartig ihre Einsätze verwiesen werden:

HESSEN KASSEL


Erbprinz

Diese Einheit trug einen dunkelblauen Rock mir roten Aufschlägen, weißen Hosen und Litzen sowie einer weißen Weste. Bei diesem Regiment handelte es sich um ein Füsilierregiment. Ehemals gegründet im Jahr 1680 erreichte es seinen Bestimmungsort in Amerika am 12. August 1776. Das Regiment kämpfte bei Long Island, Brooklyn, White Plains und war zwischen 1777 und 1781 in New York stationiert. Es nahm an dem Feldzug im Süden unter General Arnold und Cornwallis teil und wurde 1781 bei Yorktown gefangengenommen.



Leib Regiment

Diese Einheit trug einen dunkelblauen Rock mit gelben Aufschlägen und gelber Weste. Das Regiment kämpfte bei White Plains, war zwischen 1776 und 1777 bei Newport stationiert, focht dann bei Brandywine und Germantown, besetzte 1777-78 Philadelphia, kämpfte dann bei Monmouth. Zwischen 1778 und 1783 war das Regiment in New York stationiert. 1779 nahm es an der Springfield Expedition teil.

Regiment Prinz Carl

Dunkelblauer Rock mit roten Aufschlägen (gelb eingefaßt) und weißer Weste. Aufgestellt 1702. In Amerika seit dem 12. August 1776. Kampfeinsätze: Brooklyn, White Plains. 1776-1777 Garnison in Newport, 1777-1783 in New York. 1779 nahm es am Raid gegen Virginia teil.

Füsilierregiment von Ditfurth

Dunkelblauer Rock mit gelben Aufschlägen und weißer Weste. Aufgestellt 1702. Kämpfte ebenfalls bei Brooklyn und White Plains. Von 1777-1779 in Rhode Island stationiert, ging von dort 1780 nach New York und 1781-82 nach Carolina, wo es bei Charleston kämpfte.



Regiment von Donop

Das Regiment trug einen dunkelblauen Rock mit hellgelben Aufschlägen und einer Weste in der gleichen Farbe. Von Donop kämpfte auf Long Island und war zwischen 1776 und 1777 in New York stationiert. Danach am Brandywine, Germantown, Besetzung von Philadelphia (1777-1778), Monmouth. Zwischen 1778 und 1783 Stationierung in New York. Das Regiment nahm ebenfalls an Knyphausens Expedition nach Springfield teil.

Füsilierregiment von Knyphausen

Dunkelblauer Rock mit schwarzen Aufschlägen und hellgelber (strohfarbener) Weste. Aufgestellt 1684. Kämpfe bei Brooklyn, White Plains und Washington. Diese Einheit gehörte zu den hessischen Truppen, die bei Trenton überrascht wurden. Zusammen mit den Resten der Regimenter Rall und Losberg wurden sie zu einem kombinierten Bataillon (von Loos) zusammengefaßt. Das neue kombinierte Bataillon befand sich zunächst 1777-1778 in Philadelphia, kämpfte dann bei Brandywine, Germantown und Monmouth.
Das Regiment wurde 1778 in New York neu organisiert. Von 1779-80 auf Prince Edward’s Island, von da ging die Truppe 1781 nach Kanada. 1781-83 in New York.

Grenadierregiment Rall

Dunkelblaue Röcke, ohne Brustaufschläge, mit roten Ärmelaufschlägen, weiße Westen. Die Einheit wurde 1760 aus den Grenadierkompanien der Landmiliz (Garnison) aufgestellt. Kämpfe bei Long Island, Brooklyn, White Plains, Fort Washington, Trenton. 1778 in New York neu aufgestellt. Von dort im November des gleichen Jahres nach Savannah.  1780 befand sich die Einheit bei Cornwallis in South Carolina. Von 1782-83 in New York.



Füsilierregiment von Lossberg

Dunkelblauer Rock mit orangefarbenen Aufschlägen und weißer Weste. Aufgestellt 1672. Einsätze bei Long Island, Brooklyn, White Plains und Fort Washington. Bei Trenton fast völlig aufgerieben. 1778 konnte die Einheit wieder als Garnisonstruppe in New York aufgestellt werden. Man verblieb hier bis 1780. Von 1780-1783 in Kanada.

Garnisonsregiment von Stein

Dunkelblauer Rock mit orangenen Aufschlägen (ohne Rabatten) und weißer Weste. Aufgestellt 1760. Im Oktober 1776 Ankunft in Amerika. Die Einheit kämpfte bei Fort Washington. 1777-78 Garnison in New York, von 1778-81 in Halifax.

Garnisonsregiment von Huyn
Dunkelblauer Rock mit gelben Aufschlägen (ohne Rabatten), gelbe Weste und Hosen. Aufgestellt 1760. Kämpfte bei Fort Washington. 1777-1779 in Newport (im August 1778 Teilnahme an der Attacke auf Windham Hill), 1780-1782 in Charleston, 1783 in New York.

Regiment von Wutginau

Dunkelblauer Rock mit roten Ärmelaufschlägen, gelben Litzen anstelle von Rabatten und eine gelbfarbene Weste. Aufgestellt 1688. Ankunft in Amerika im Oktober 1776. Eroberte 1776 New York, 1776-79 in Newport, von 1779-83 wieder in New York. Das Regiment nahm an den Einsätzen gegen New Haven und Fairfield teil.

Regiment von Mirbach

Dunkelblauer Rock mit roten Aufschlägen und weißer Weste. Aufgestellt 1745. Kämpfe bei Brooklyn, White Plains, Fort Washington, Brandywine und Germantown. 1778-80 in New York.

Regiment von Trümbach

Dunkelblauer Rock mit weißen Aufschlägen und einer Weste in der gleichen Farbe. 1701 aufgestellt. Im August 1776 Ankunft in Amerika. Einsätze bei Brooklyn, White Plains, Fort Washington, Fort Independence, Paramus, Hampton Roads, Savannah, Guilford Courthouse. Kapitulation bei Yorktown. 1783 Rückkehr nach Deutschland.

Garnisonsregiment von Wissenbach

Dunkelblauer Rock mit weißen Aufschlägen (ohne Rabatten) und weißer Weste. Erreichte Amerika mit den anderen Garnisonsregimentern im Oktober 1776. 1776-1778 in New York. Teilnahme am Angriff auf Fort Independence im Januar 1777. Teilnahme an der Expedition nach Savannah, Belagerung von Charleston und Savannah. 1780-82 Besatzung von Savannah.

Garde Grenadier Bataillon von Linsingen

Eine kombinierte Einheit, zusammengesetzt aus Grenadierkompanien verschiedener Regimenter. Durch eine solche Kombination erhielt der Kommandeur eine Eliteeinheit. Allerdings verloren dadurch die Ursprungsregimenter ihre vermeintlich besten Männer. Das Garde Grenadier Bataillon setzte sich aus den Grenadierkompanien folgender Einheiten zusammen: 2. und 3. Hessisches Gardegrenadierregiment (die Hauptregimenter verblieben in Deutschland), Leibregiment, Regiment von Mirbach. Das Bataillon kämpfte bei Long Island, White Plains, war von 1776-1777 in New Jersey stationiert, kämpfte bei Brandywine, Germantown und Fort Mercer. Von 1777-1778 in Philadelphia. Kämpfte dann noch bei Monmouth bevor es von 1778-83 in New York stationiert wurde.

Grenadier Bataillon von Block

Ebenfalls ein kombiniertes Bataillon, bestehend aus den Grenadierkompanien Prinz Carl, Wutginau, von Donop und Trümbach. Kämpfe bei Long Island und White Plains. In New Jersey stationiert von 1776-1777. Focht bei Brandywine, Germantown und Fort Mercer. 1777-78 Stationierung in Philadelphia, Teilnahme an der Schlacht bei Monmouth. Von 1778-83 in New York garnisoniert.

Grenadier Bataillon von Minnigerode

Vereinigte Grenadierkompanien der folgenden Regimenter: Erbprinz, von Ditfurth, von Losberg und Knyphausen. Kämpfte bei Long Island und White Plains, von 1776-77 in New Jersey stationiert. Kämpfe bei Brandywine, Germantown und Fort Mercer. Von 1777-78 Stationierung in Philadelphia. Teilnahme bei Monmouth. 1778-83 Garnisonierung von New York.

Grenadier Bataillon von Köhler

Dieses Grenadierbataillon wurde im Oktober 1776 aus den Grenadierkompanien der Garnisonsregimenter von Stein, von Bünau und von Wissenbach sowie der Flankenkompanie des „echten“ Grenadierregimentes Rall gebildet. Es kämpfte bei Fort Washington, diente in New Jersey, und befand sich nach dem August 1778 mit den anderen hessischen Grenadier Bataillonen in New York.

Garnisonsregiment von Brünau

Dunkelblauer Rock mit karmesinroten Aufschlägen (ohne Rabatten) und weißer Weste. Kämpfte bei Fort Washington, war von 1776-1779 in Newport, von 1779-1783 in New York.

Hessen Kassel Jäger

Mittelgrüner Rock mit roten Aufschlägen und grüne Weste. Ausgerüstet mit Jägerbüchsen, diente diese Einheit zur Aufklärung bzw. als leichte Infanterie. Aufgestellt 1758. In Amerika Teil des Jäger Korps. Erster Einsatz  bei White Plains, danach in den meisten Gefechten, vor allem in der Südkampagne, bei der Belagerung von Charleston, Guilfords Courthouse, Yorktown und Savannah.

HESSEN HANAU

Leib Regiment
Dunkelblauer Rock mit roten Aufschlägen und gelber Weste. Ankunft in Quebec im Juni 1776. Teil der Brigade des Brigadegenerals Rall, gemeinsam mit dem braunschweiger Regiment Prinz Friedrich. Einsätze bei Ticonderoga, Freemans Farm, Bemis Heights und Saratoga.

Hessen Hanau Jäger

Neben dem Leibregiment wurden vier Kompanien (412 Mann) Jäger nach Amerika geschickt. Einsatz in den gleichen Schlachten wie das Leibregiment.

BRAUNSCHWEIG


Regiment Prinz Friedrich

Dunkelblauer Rock mit gelben Aufschlägen ohne Rabatten. Weiße Weste. Aufgestellt 1683. Im Juni 1776 Ankunft in Quebec. Das Regiment kämpfte bei Ticonderoga und  seine Grenadierkompanie nachfolgend bei Hubbardton, Bennington, Freemans Farm, Bemis Heights und Saratoga, wo die meisten gefangen wurden. Die Reste der Einheit gingen wieder nach Kanada in Garnison und dienten als Kadereinheit für nachfolgende braunschweigische Truppen.

Prinz Ludwig Dragoner

Hellblauer Rock mit gelben Aufschlägen. Erreichten im Juni 1776 Quebec. Sie nahmen an Burgoynes Kampagne gegen New York teil. Die Einheit wurde beim Angriff auf Bennington am 16. August 1777 fast vollständig aufgerieben.



Regiment von Rhetz

Dunkelblauer Rock mit weißen Aufschlägen und weißer Weste. Aufgestellt 1748. Im September 1776 Ankunft in Quebec. Kämpfte bei Ticonderoga, Hubbardton, Bennington, Freemans Farm, Bemis Heights und Saratoga (hier Gefangennahme).



Regiment von Riedesel

Dunkelblauer Rock mit gelben Aufschlägen und weißer Weste. Diese Einheit war ursprünglich Teil des Regimentes Prinz Friedrich und teilte dessen Geschichte. Das Regiment kämpfte in den gleichen Schlachten wie die „Muttereinheit“ und wurde in seiner Gesamtheit bei Saratoga gefangen. Die Ehefrau von Riedesels hinterließ Memoiren, in denen vor allem die Saratoga Kampagne ausführlich dargestellt wird.



Regiment Specht

Dunkelblauer Rock mit roten Aufschlägen und weißer Weste. Aufgestellt 1714. Im September 1776 Ankunft in Quebec. Kämpfte bei Ticonderoga, Hubbardton, Bennington, Freemans Farm, Bemis Heights und Saratoga (ebenfalls gefangengenommen).



Leichtes Infanterie Bataillon von Barner

Dunkelblauer Rock mit schwarzen Aufschlägen und weißer Weste. Dieses Regiment wurde eigens für den Einsatz in Amerika aufgestellt. Es bestand aus vier Kompanien besonders ausgesuchter Männer. 1776 Ankunft in Quebec. Einsätze bei Ticonderoga, Hubbardton, Freemans Farm, Bemis Heights und Saratoga. Das Regiment war als Jägerregiment organisiert. Die Soldaten waren deshalb auch schwerpunktmäßig mit Büchsen und Hirschfängern ausgestattet.



Braunschweiger Jäger

Mittelgrüner Rock mit roten Aufschlägen. Ausgestattet mit der Büchse. Es existieren Hinweise, daß diese Einheit ihr Aussehen etwas lokalbezogen veränderte, nach dem Stil der Rangereinheiten. Sie kämpfte in allen Schlachten der Saratoga Kampagne mit Ausnahme von Bennington.



ANSBACH BAYREUTH


Regiment Voight

Mittelblauer Rock mit roten Aufschlägen und weißer Weste. Die Einheit erreichte im Juni 1777 New York. Das Regiment kämpfte in den Schlachten der Philadelphia Kampagne von 1777-1778, war 1778 in New York stationiert, 1779 in Rhode Island, dann wieder in New York (Oktober 1779 bis Mai 1781). Dann ging das Regiment nach Virginia, wo es bei Yorktown gefangen genommen wurde.

Regiment Seybothen

Mittelblauer Rock mit schwarzen Aufschlägen und weißer Weste. Im Juni 1777 Ankunft in New York. Kämpfte 1777-1778 in den Schlachten der Philadelphia Kampagne. 1778 Stationierung in New York, 1779 in Rhode Island, dann wieder in New York (Oktober 1779-Mai 1781). Das Regiment begab sich ebenfalls nach Virginia und wurde auch in Yorktown gefangen genommen.

Ansbach Jäger

Mittelgrüne Uniform mit roten Aufschlägen. Einsätze bei Long Island, Brooklyn, White Plains, Germantown, Red Bank, Monmouth, Stoney Point und Charleston.

WALDECK


3. Regiment Waldeck
Mittelblauer Rock mit gelben Aufschlägen und weißer Weste. Das Regiment wurde von seinem Herrscher aus Holland zurückberufen und durch strenge Konskription auf seine Stärke gebracht. Danach wurde es nach Amerika geschickt. Im Oktober 1776 Ankunft in New Rochelle. Einsätze bei Brooklyn, White Plains und Fort Washington. Bis 1778 verblieb das Regiment in New York. Dann ging es nach Pensacola. Im Januar 1780 wurde das Regiment in Mobile, Alabama von den Spaniern gefangengenommen. Nachfolgend fand ein Gefangenenaustausch statt, und die Einheit verblieb in der Folge bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland 1783 in New York.




ANHALT-ZERBST


Regiment Anhalt-Zerbst

Weiße Uniform mit roten Aufschlägen. Im September 1778 Ankunft in Quebec. Das Regiment verblieb drei Monate auf seinen Transportern bis es als Garnisonseinheit in Quebec bis zum Schluß des Krieges blieb. Ein zweites Kontingent, das „Panduren Bataillon“, erreichte New York 1781. Diese Einheit trug Röcke im Husarenstil mit einem zylindrischen Tschako, kurzen Kavalleriestiefeln und roten Mänteln. Die Jäger aus Anhalt Zerbst trugen die typische Jägeruniform.



Soweit der Überblick über die deutschen Einheiten, die am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beteiligt waren. Natürlich muß angemerkt werden, daß sicherlich auch deutsche Einwanderer auf seiten der Loyalists bzw. der amerikanischen Continentals und Miliz kämpften. Aber diese sind nicht Teil dieser Abhandlung.
Die Figuren, die wir Sammler für diesem Krieg einsetzen können, sind bekannt. Da wären von Airfix Washington’s Army und die Britischen Grenadiere, von Revell bzw. Accurate Figures die amerikanische Miliz und die britischen Redcoats. Die Hessen entsprechen in ihrer Uniformierung Revells Preußen aus dem 7 jährigen Krieg. Natürlich können auch Revells Österreicher aus der gleichen Serie als Einheiten beider Seiten eingesetzt werden. (Haben Sie diese schon als Österreicher angemalt, verwenden Sie sie doch einfach als Franzosen.) Auch die österreichische Artillerie von Revell aus dem 7 jährigen Krieg, kann als Einheit beider Seiten herangezogen werden.
Ein nachfolgender Bericht wird sich mit dem Kriegsverlauf beschäftigen. Bis dahin kann ich nur eins sagen.

Viel Spaß beim Basteln.

Winterbekleidung der Truppen aus Hessen-Kassel und Braunschweig





Sonntag, 8. September 2019

Battlegroup - Eröffnungsfalle nennt man es im Schach...


Wenn ich eins nicht behaupten kann, dann ist es, dass meine Armeelisten schlecht wären.
Nein, die sind schon gut.
Das Problem bin eher ich.
Deshalb gab ich natürlich auch beim nächsten Spiel, das Sven und ich bestritten haben, meiner Armeezusammenstellung vom letzten Treffen eine erneute Chance:
Auch hier waren wieder Panther, StuG III, Puma und SdKfz 234/3 am Start.

Das Spielfeld selbst bestand aus einer reinen Heckenlandschaft. Weit und breit kein Haus, Bauernhof oder sonstige menschliche Ansiedlungen.




Wir bewegten uns aus den schräg gegenüber liegenden Spielfeldecken zum Schlachtfeld. 




Hierdurch ergab es sich, dass im Grunde die Scout Einheiten als erstes auf die schweren Panzer treffen mussten, wenn sie sich nicht vorsichtig bewegten.


Mich störte das jetzt nicht wirklich, denn ich hatte ja einen dicken Panther Panzer dabei.

Geradezu triumphal hatte ich ihn auf die Spielfeldkante gesetzt, nur um Sven schon mal zu drohen.
Ich war gerade einmal nach vorne gerollt, als Sven einen „Mine Strike“ ausspielte, und dieser sofort meinen Panther vernichtete.

Ja genau den, der gefühlt 3 Sekunden zuvor die Spielplatte mit lautem Geschmetter betreten hatte.

Leute, was soll ich sagen.
Da war mein schwerster Panzer schon einmal Kriegsgeschichte und ich bereits direkt zu Anfang empfindlich geschwächt.
Was ein Scheiß, dachte ich.
Ernsthaft jetzt.
Na ja.
Sven freute sich.
Eine Bedrohung weniger für ihn.
Er zog jetzt mutig seine Einheiten aus den Hecken nach vorne.
Ich hingegen, tastete mich ängstlich mit meinen Stugs langsam vor.
War da noch irgendwo ne Mine? Gab es wieder diesen Target Point?
Sie erinnern sich an meinen letzten Bericht?
Sven machte das sehr geschickt.


Auf dem Spielfeld befanden sich ja jede Menge Hecken und kleine Baumbestände.
Seine Panzer operierten da sehr gut, blieben in Deckung, oder bewegten sich geschickt aus der Deckung in die Deckung, und ich bekam kein vernünftiges Schussfeld.


Meine Infanterie war zu diesem Zeitpunkt noch auf den LKW in Sicherheit und spielte keine wichtige Rolle. Meine Fahrzeuge tasteten sich nach vorne.



 


Sven störte das jetzt nicht wirklich. Er brachte seine Truppen langsam in Stellung. 




Einer von Svens Shermans zielte derweil auf meinen Stummel und schon flog dieser in die Luft.




Auch mein Puma, der sich langsam nach vorne tastete, hielt dem Beschuss nicht wirklich stand.

Sie erinnern sich noch an meinen Panther?

Der qualmte ja noch weiter rum, während sich sogar die Infanterie von Sven ins Fäustchen lachte.

Svens Greyhound hatte sich auch in eine fantastische Deckung gefahren und erwischte mich voll in der Flanke.

Da machst Du dann nichts mehr, wenn Du so überrascht wirst.
In der Ferne sah ich dann, wie Sven so langsam seine restlichen Shermans nach vorne rollen ließ.

Lieber mal die Infanterie absitzen lassen, dachte ich.


Nicht, dass es die auch noch trifft.
Gleichzeitig wollte ich meine Stugs in Stellung bringen, um den zu erwartenden Angriff der Shermans zu kontern.

Sehen sie hier in diesem Bild den Sherman am oberen Bildrand durch die Hecken fahren??
Sehr gut.
Ich hatte den nämlich nicht gesehen, und der fiel mir dann auch sehr schnell in die Flanke.


Ruuuummmmmssss.
Und ein StuG war Geschichte.
Jetzt war es so, dass meine defekten Fahrzeuge schon mal den Durchgang zwischen den Waldstücken blockierten.

Entweder musste ich jetzt mitten durch, oder die Stelle weiträumig umgehen.
Meine Infanterie tastete sich an den Hecken entlang, während die Panzer sich lauernd gegenüber lagen.




Hinter dem Waldstück zog jetzt Sven seine Einheiten nach vorne. Die waren ja durch Fahrzeugwracks und Wälder genügend geschützt.


In der Spielfeldmitte machten sich derweil auch die amerikanischen GI‘s breit.


Während ich Angst um meine Infanterie bekam, und diese in den Schutz des kaputten Panthers orderte, machte Sven ne Lücke in der Hecke aus.

Eine Schussphase weiter und das nächste Sturmgeschütz war erledigt.


Damit endete der kurze, heftige Fight.
Moralisch war ich schon in der ersten Runde geschlagen worden, als mein Panther so unglücklich durch diesen Minentreffer in die Luft flog.
Irgendwie hatte ich meine ganze Taktik auf den schweren Panzer aufgebaut, und letztendlich hatte ich dadurch den Schaden.
Irgendwie gelang es mir nicht wirklich meine Strategie umzustellen.
Außerdem lassen Sie sich noch einen weiteren Tipp geben: Deutsche Spähpanzer sollte man auch etwas vorsichtiger einsetzen.
Irgendwie hat man aufgrund des Designs immer das Gefühl Panzer zu steuern, aber das Gefühl täuscht. Die können dann schon schnell von den Shermans geknackt werden, denn so stark sind Panzerung und Bewaffnung der Spähfahrzeuge nun mal wirklich nicht.
Na und Sturmgeschütze und Shermans sind definitiv gleichwertige Gegner.
Es ist schon gut, dass ich mich selbst immer als schwachen Sparring Partner von Sven sehe.
Sonst wäre ich schon tief deprimiert und würde Battlegroup an den Nagel hängen.
Mal schauen, wie sich die nächsten Spiele entwickeln werden, die wir schlagen.
Die werden uns aber voraussichtlich nochmals an einen anderen Schauplatz führen.


P.S.: Wer mal einen Panther fahren sehen will, sollte sich dann heute um 11 Uhr (8.9.2019) den Livestream des Panzermuseums anschauen. Veranstaltung: Stahl auf der Heide.

https://www.youtube.com/watch?v=jR0u6NnuGpU

If I can not say one thing, it's that my army lists are bad.
No, they are alright.
The problem is more me.
So of course I gave my army compilation from the last meeting another chance:
Also here Panther, StuG III, Puma and SdKfz 234/3 were again at the start.
The battlefield itself consisted of a pure hedgerow landscape.
There were no houses, farm or other human settlements.
We moved from the diagonally opposite pitches to the battlefield. As a result, the scout units were the first to hit the heavy tanks if they did not move cautiously.
This did not really bother me, because I had my great Panther tank with me.
Triumphantly, I had put it on the sidelines of the gaming table, only to threaten Sven.
I had just rolled forward when Sven played a "Mine Strike" and he immediately destroyed my Panther.
Guys, what can I say?
My heaviest tank was already war history.
And directly at the beginning of the game my own force was shattered.
What a shit, I thought.
Well.
Sven was happy.
A threat less for him.
He now bravely pulled his units out of the hedges.
I, on the other hand, felt anxious with my stuff.
Was there a mine somewhere? Was there this target point again?
You remember my last report?
Sven did that very skillfully.
There were lots of hedges and small trees on the field.
His tanks operated very well there, taking cover, or moving skillfully out from cover to cover, and I did not get a reasonable field of fire.
My infantry was still safe on the trucks at the time and did not play a major role.
Meanwhile, one of Svens Shermans aimed at my Scout car and it bursted into the air.
Even my Puma, who was groping slowly forward, did not really withstand the shelling.
Svens Greyhound had also taken a fantastic cover and caught me in the flank.
I was totally surprised.
In the distance Sven’s remaining Shermans roll slowly forward.
O.K., I thought. My infantry had to take cover.
At the same time I wanted to put my StuGs in position to counter the expected attack of the Shermans.
Do you see the Sherman driving through the hedges at the top of the picture?
Very well.
I did not see it, and it hit me very quickly in the flank.
Ruuuummmmmssss.
And a StuG was history.
Now it was so that my broken vehicles ever blocked the passage between the forest pieces.
Either I had to go through the middle of now, or handle the place wide-ranging.
My infantry fumbled along the hedges as the tanks lurked across from each other.
Behind the forest now Sven pulled his units forward. They were sufficiently protected by vehicle wrecks and forests.
In the middle of the pitch, meanwhile, the American GI's go forward.
As I got scared for my infantry and ordered them into the shelter of the broken Panther, Sven opened a gap in the hedge.
One more firing phase and the next assault gun was done.
This ended the short, fierce fight.
Morally, I was already been beaten in the first round, as my Panther tank was hit so unlucky by this mine strike.
Somehow I had put my whole tactics on the heavy tank, and in the end I had the damage.
Somehow, I could not really change my strategy.
In addition, I will give you another tip: German scot cars should also use a little more cautious.
They look like tanks, but they are not. The Shermans can destroy them without problems.
Well and assault guns and Shermans are definitely equivalent opponents.
It's good that I always see myself as a weak sparring partner of Sven.
Otherwise I would be deeply depressed and would hang up Battlegroup.
Let's see how the next games that we are going to develop will evolve.
But they will probably take us to another venue again.


P.S.: If you want to see a real Panther in action look at the Livestream of the german Panzermuseum. Starting today at 11 am and 3 pm. Show: "Stahl auf der Heide."


https://www.youtube.com/watch?v=jR0u6NnuGpU