Sonntag, 17. Juni 2018

Strelets 174 und 184 - Preußische und französische Linie


In meinem letzten Blogeintrag habe ich ja die avisierten Figurenpackungen 170 und 171 der Firma Strelets besprochen.
Anbei der Link zu dem Bericht:
Hier konnte ich ja ein durchaus positives Urteil über die auf der Homepage gezeigten Figuren abgeben, was mich dann final auch richtig freute:
Die Garde vernünftig darzustellen und so, dass sie L’Empereur auch so wirklich gefällt, ist halt schon wichtig.
Man könnte ja jetzt vermuten, dass es bei dem nächsten angekündigten Set ähnlich ist.
Denn wenn man es schafft die Garde in reglementtypischen Haltungen abzubilden, dann muss das ja auch bei der Linieninfanterie gehen.
Das Reglement galt ja für alle Einheiten, und es wurde nicht zwischen Garde und Linie unterschieden.
Schaut man sich nun aber das Set 184 an, das die französische Linie in Paradehaltung darstellen soll, dann beschleicht einen schon ein ungutes Gefühl.

Ich schaute darauf und dachte. Sag mal, da stimmt doch was nicht.
Warum haben die denn jetzt das Gewehr am linken Fuß?
Hab ich das was verpasst?
Doch bevor ich das jetzt weiter ausführe, eine kurze Beschreibung des Inhalts.

5 Figuren haben das Gewehr beim Fuß.
5 Figuren haben das Gewehr geschultert, und die linke Hand unter dem Kolben liegen.
Eine Figur hält das Gewehr im Arm, während eine weitere die Waffe gerade neu umgreift.

Die Kommandogruppe, bestehend aus 5 Figuren, ist in diesem Set salutierend dargestellt.



Ähnelt ja nun tatsächlich auf den ersten Blick dem besprochenen Gardeset.
Aber.
Es ist halt einfach zum Teil anders. In Teilen einfach… falsch.
Ich habe meine Eindrücke dann auch dem bereits erwähnten Sammlerkollegen Frank geschildert, na und der konnte mir dann – ähnlich wie bei der Garde, nur eben disproportional – meinen Eindruck bestätigen. Jetzt erstmal sein Kommentar an mich in der wörtlichen Ausführung:

„Zunächst einmal ist es eigentlich unerheblich ob nun Linieninfanterie oder Garde, der Drill, bzw. die Handgriffe sind dieselben.
Bei diesem Figurensatz http://www.strelets-r.com/Pages/Set.aspx?SetID=314&M=M  ist aber bei Strelets reichlich was schief gelaufen.
Ich zeige Dir mal ein Bild, wie es richtig ist:

Hier trägt der Füsilier seine Muskete am rechten Fuß. Der Füsilier ist in der "En place repot"- Stellung. Nach den Befehlen "Gard à vous" und "Portez vos Armes" nimmt der Soldat seine Muskete mit dem rechten Arm hoch und führt den rechten Arm so zu seinem linken Arm, dass die linke Hand die Muskete unten am Kolben fasst und dann zu seiner linken Schulter führt. Die Muskete liegt dann auf seiner linken Schulter.
Die einzigen richtigen Figuren sind die, die im "Portez vos Armes" stehen. Die mittlere Figur in der oberen Reihe soll wohl die "L´ Armes au bras" -Stellung sein.
Hier wird die Muskete mit dem Hahn am linken Unterarm sozusagen "eingehängt".
Diesen Befehl hat man meist bei langen Märschen erteilt, weil es sonst nur die "Portez vos armes"-Stellung gab, und die macht auf Dauer den linken Harm lahm.
Aber so ganz exakt liegt die Muskete auch nicht. Bei der Figur wird die Muskete fast seitlich getragen, so kann man die Muskete kaum halten.       
Zu guter Letzt noch etwas zu den Bandeliers (Trageriemen). Auch hier schaue bitte auf das obige Bild. Der Füsilier hat, wie Du schon geschrieben hast, nur ein Bandelier und zwar für die Patronentasche und das Bajonett. Zwei Bandeliers haben nur die Caporäle und Sergents.
Bei der Figur von Strelets hat der Modelleur murks gemacht. Du kannst den zweiten "Trageriemen" weder als zweites Bandelier für Caporäle oder Sergents verwenden, weil er zu schmal ist, und für einen Riemen für eine Trinkflasche ist er viel zu dick.
Schaue Dir bitte hier mal das Bild vom Caporal in meiner Signatur an. Und dann schaue Dir mal die Dicke der Schnur für die Trinkflasche an. 

Mein Fazit: 6! Setzen! Und zwar deshalb, weil sich keiner von Strelets die Mühe gemacht hat, mal zu recherchieren. Solche Patzer dürften heute eigentlich nicht mehr passieren.“

So wirklich verwundert hatte mich diese vernichtende Kritik von Frank ja jetzt nicht wirklich. Denn ich hatte da ja auch schon ein ungutes Gefühl. Ich hatte halt die Hoffnung,  dass das Gewehr zwar rechts abgestellt wird, es aber auch irgendeinen Anlass gibt, wo dies seitenverkehrt stattfindet.

Dem ist allerdings nicht so.
Es wäre jetzt natürlich toll, wenn Strelets noch etwas an den Mastern verändern könnte, und diesen Fehler ausbügelt. Hätte man mal dem Modelleur einen Spiegel gegeben, dann wäre ja alles gut gewesen.
Den zweiten Fehler, den diese Figuren besitzen und den Frank beschreibt, ja mit dem könnte ich sogar leben.
Ich rede von dem falsch modellierten Riemen der Trinkflasche.
Also ich will jetzt mal hoffen, dass der Modelleur weiß, dass Füsiliere keinen Kreuzgurt tragen.
Ich will jetzt mal hoffen, dass er einfach nur eine Malhilfe für stressgeplagte Massenmaler im Sinn hatte, und dachte. Komm ich vergesse jetzt mal die Maßstäblichkeit und mache das Ding dicker.
Massenmaler werden es mir danken, weil ich so definitiv eine Bemalhilfe schaffe.
Ich will jetzt mal hoffen….
Denn, wenn er das nicht so gedacht hat, dann verstehe ich das auch irgendwie nicht wirklich.
Man sieht ja an den beiden Sets der Garde, dass der Modelleur eigentlich in der Lage ist, etwas Richtiges darzustellen.
Dass er jetzt hier an dieser Stelle patzt, ist wie immer ärgerlich.
Schon alleine aus dem Grund, weil man halt immer mehr Linieninfanterie braucht als Gardetruppen.
Entscheidend ist jetzt halt nur, einmal vorausgesetzt Strelets ändert jetzt nicht die Modellierung, weil irgendwelche Verantwortlichen meinen Bericht lesen, welche Posen einmalig und welche mehrfach vorkommen.
Werden die Minis in der falschen „En place repot“ nur einmal im Set vorkommen; ja dann wäre das Glück, und nicht so schlimm.
Denn die Füsiliere mit den geschulterten Musketen kann man auf jeden Fall verwenden.
Die haben dann zwar auch das Problem mit dem falsch modellierten Trageriemen, aber da gibt es definitiv viele Sammler, die da ähnlich wie ich denken, und dieses Detail dann einfach auch ignorieren.
Man sieht jetzt auch nicht genau, ob diese Figuren noch andere grobe Schnitzer haben, denn sie sind ja nur von der Seite abgebildet.
Aber; sollten die Miniaturen mit den geschulterten Musketen den Großteil des Packungsinhaltes ausmachen, dann ist diese Set dennoch zu verwerten.
Für Massenaufstellungen wäre es dann somit geeignet. Ich hoffe darauf.
Denn auch hier gilt ja im Grunde die Aussage, die ich bei der Garde getroffen habe.
Figuren im Mantel taugen einfach für die Massenbemalung. Na und wenn die Miniaturen auch nicht marschierend dargestellt sind, so wäre der Look einer Einheit, die gerade die Musketen schultert, und sich für den Abmarsch bereit macht, auch nicht schlecht.
Wir müssen uns also noch gedulden, bis dann dieses Set veröffentlich wird, um final werten zu können.
Jedenfalls bleibt da ein großer Hoffnungsschimmer.
Ich gebe somit dem Set jetzt auch noch nicht die 6, die Frank fordert, sondern eine 3.
Befriedigend eben. Erst mal abwarten, was dann final erscheinen wird.
Neben den Franzosen ist dann aber auch noch ein weiteres napoleonisches Thema angekündigt, das mich wiederum begeistert.
Es handelt sich um das folgende Set:
Prussian Infantry on the March, welches Strelets mit der Nummer 174 ausgestattet hat.

Auch hier gibt es wieder 17 unterschiedliche Miniaturen, inklusive der Führungsgruppe.
4 Figuren haben eine klassische Marschhaltung, also das Gewehr über der Schulter liegend. Diese Figuren befinden sich quasi noch im Anmarsch auf das Schlachtfeld, bzw., sie nehmen gerade ihre Positionen auf dem selbigen ein.
Das Set beinhaltet dann noch 8 weitere Figuren, die schon das Gewehr zum Angriff geschultert haben. Sie haben dann schon die Haltung eines Soldaten in der Angriffskolonne.
Sehr schön ist dabei die Figur, die den Kopf nach rechts dreht, und somit darauf achtet, dass die Linie sich richtig vorbewegt.
Das wirkt richtig dynamisch.
Zu erwähnen ist auch noch, dass ALLE Miniaturen den rechten Fuß gerade nach vorne setzen. Sie sind also im Gleichschritt, wie sich das für echte Preußen halt auch gehört.
Heißt für den Sammler.
Alle Minis sind definitiv zu verwenden.
In einer Linie.

Die 5 Kommandofiguren, Offizier, Fahnenträger, Trommler, Pfeiffer und Unteroffizier, passen ideal dazu, weil auch sie sich in Marschposition befinden, und dabei auch alle sehr dynamisch modelliert sind.

Die Uniformen scheinen – die Bilder sind leider nicht allzu deutlich fotografiert -  auf den ersten Blick auch richtig getroffen zu sein. Die Knopfreihen der Uniform stimmen, Mantelrollen und Gurte sind richtig dargestellt. Tschakos tragen Schutzbezüge.
Also alles sehr überzeugend.
Was soll ich sonst noch sagen, außer:
Das Set ist ein Muss!!!
EIN MUSS!!!!
Die preußische Linie von Hät ist ja nicht mehr zu bekommen.
Die war da, und direkt wieder vom Markt.
Mit Erscheinen dieses Sets hier, braucht die aber auch niemand mehr.
Pech für Hät.
Ich persönlich hoffe jetzt, dass es noch die preußische Landwehr im gleichen Stil geben wird.
Das wäre dann natürlich richtig gut, wenn eine solche Packung in der gleichen Machart erscheinen würde.
Das gäbe dann tatsächlich eine sehr stimmige und schöne Armee.
Abschließend möchte ich noch ein Fazit für alle vier Packungen ziehen, die ich Ihnen jetzt in zwei Berichten vorgestellt habe.
Nochmals zur Erinnerung.
Die französischen Gardepackungen 170 und 171, die französische Linie mit der Nummer 184 und die preußische Linie mit der Setnummer 174.
Alle hier vorgestellten Packungen sind tatsächlich ein neuer Ansatz im 1/72 Hobby.
Man sollte es nicht glauben.
Im Zinnsektor gibt es so etwas ja schon länger, aber eben nicht in unserem allseits geliebten Plastikmarkt.
Mit den französischen Sets ist es möglich eine Einheit nach erfolgtem Aufmarsch und anschließender Abnahme durch den Kommandeur darzustellen.
Wem fällt da nicht die Szene ein, wo Napoleon im Film Waterloo an seinen Einheiten entlang reitet.
Na und die Preußen.
Die sehen doch förmlich aus, als würden sie gerade aus dem Wald vor Plancenoit auftauchen.
Das heißt also, dass Strelets hier versucht hat ein Thema in diese Neuerscheinungen hereinzubringen.
Das sind nicht nur einfach Minis in Marsch-, „Habt Acht“ oder „Rührt Euch“ Posen, nein, sie erzählen uns vielmehr eine Geschichte.
Hier wird ein durchgängiges Thema gezeigt. Die Figuren haben einen Bezug zueinander. Einzelne Figuren sind hier da, um ein Gesamtbild zu liefern.
Na und einen solchen Ansatz findet man nicht häufig in 1/72 Plastiksets.
Allein für den Willen einen solchen Gedanken umzusetzen, uns nämlich eine in sich geschlossene Geschichte zu erzählen, gebührt Strelets ein ausdrückliches Lob, wenn es auch Kritikpunkte bei der französischen Linieninfanterie gibt, die ja aber noch verbessert werden können.
Final bleibt zu sagen, dass nach mehr als 50 Jahren Figurenhobby in 1/72 jetzt endlich die Plastiksets kommen, die ich – und viele andere Sammler – schon immer wollten.
Keine kämpfenden Hampelmännchen, sondern Soldaten, die man in Einheiten formieren kann, die dann auch dem Look – und sogar dem militärischen Reglement - der Zeit entsprechen.
Ich bin der Meinung, dass diese vier Packungen nicht nur Sets für Dioramenbauer, sondern auch für Wargamer sein werden.
Die Preußen eh; aber auch die Franzosen, einfach mal ruhend und abwartend dargestellt, werden ein großartiges Bild auf einer Spielplatte abgeben.
Ich jedenfalls freue mich schon auf das Erscheinen dieser Sets.
Zum Abschluss möchte ich nochmals Frank Herberger für seine fachlichen Kommentare danken.
Auch wenn Du das nicht hören willst, aber die letzten beiden Berichte wären ohne Deine Mithilfe und ohne den Gedankenaustausch mit Dir anders, sicherlich weniger detailliert und auf jeden Fall schlechter geworden.
Danke für die Unterstützung und die Erlaubnis, dass ich die ursprünglich ja nur privat geäußerten Gedanken Deinerseits hier tatsächlich wörtlich veröffentlichen durfte.

Mein Vive L’Empereur gilt deshalb heute besonders Dir und natürlich auch Deiner Truppe.
Der 8ème.


VIVE L‘EMPEREUR




In my last blog entry I have discussed the announced figure packs 170 and 171 from Strelets.
Here the link to the report:
In this post I was able to make a very positive judgment about the figures shown on the homepage of Strelets, which finally made me really happy:
One could suspect now that it is similar at the next announced set.
Because if you manage to depict the Guards in typical postures, then that must be also the case with the Line.
The French regulation applied to all units, and no distinction was made between guard and line.
But if you look at the set 184, which is supposed to represent the French line in a parade attitude, then one already feels uncomfortable.
I looked at it and thought. Hmmmmmmhhh, there's something wrong.
Why do they have the rifle at their left foot?
What’s that?
But first, a brief description of the content:

5 figures have the rifle at the foot.
5 figures have shouldered the rifle, and the left hand is under the rifle butt.
One figure holds the rifle in his arm, while another one just re-engages the weapon.
The commando group, consisting of 5 figures, is shown saluting.

Actually, at first glance, it looks like the guard set.
But … It's just different.
In parts just ... wrong.
I then also described my impressions to my colleague Frank, who was already mentioned in the first report, and he was able to confirm my impression.
Now first his comment to me:

"First of all, it really does not matter whether line infantry or guard, the drill, and the handling of the musket are the same.
But in this set of figures http://www.strelets-r.com/Pages/Set.aspx?SetID=314&M=M  something went wrong at Strelets.
I'll show you a picture, how it should be:

Here the fusilier has his musket near his right foot. The Fusilier is in the "En place repot" position. Following the commands "Gard à vous" and "Portez vos Armes", the soldier picks up his musket with his right arm and guides his right arm to his left arm so that his left hand grasps the musket at the bottom of the butt and then he brings the musket to his left side. At the end of this movement the musket then lies on his left shoulder.
The only correct figures are those who stand in "Portez vos Armes".
The middle figure in the upper row is supposed to be the "L'Armes au bras" position.
Here the musket “rests” with the cock on the left forearm.
This order was usually given on long marches, because otherwise there was only the "Portez vos armes" position, and that is very tiring for the left arm.
But here the figure carries the musket almost sideways, so you can hardly hold the musket.
Last but not least something to the bandeliers (straps). Again, please look at the above picture. The fusilier has, as you have already written, only one bandelier for the cartridge pouch and the bayonet. Only the caporals and sergents have two bandeliers.
But the straps shown here, are not correct.. You can not use the second "strap" as a second bandelier for caporals or sergents because it's too narrow, and it's too thick for a strap for a water bottle.
Please take a look at the picture of the Caporal in my signature. And then take a look at the thickness of the string for the bottle.
My conclusion: Not good!! And that's because none of Strelets bothered to research. Such mistakes should not happen today. "

Indeed, Frank stiffened my bad feelings
Of course, it would be great if Strelets could change anything in the Masters. The musket is definitive at the wrong side.
With the second mistake of the figures, I could even live.
I'm talking about the mismatched strap of the water bottle.
So I hope now that the modeller knows that fusiliers do not wear a crossbelt.
I just want to hope that he thought of a painting aid for stress-stricken mass painters. Maybe he had the following sentence in his mind: “Come on, I forget the true scale and make that thing thicker.
Mass painters will be grateful to me, because I definitely create a painting aid.”
I want to hope that ...
Because, if he did not think so, then I do not really understand that either.
You can see from the two sets of the Guard that the modeller is actually able to portray something right.
The fact that he is patting here at this point is annoying as always.
Alone for one simple reason: You just need more line infantry than guard soldiers.
So, let us hope that we will find in the finished set more soldiers with the shouldered muskets. O.K.; they also have the problem with the wrong modeled strap, but there are definitely many collectors who think similar to me, and will simply ignore this detail.
If the miniatures with the shouldered muskets make up most of the contents of the pack, then this set can still be used.
For mass deployments, it would then be suitable.
Besides, figures in the coat are simply good for mass painting. That’s also really great.
So we have to be patient until this set is released to finalize; anyway, there remains a great ray of hope.
In addition to the French sets,  another Napoleonic theme is announced, which in turn inspires me.
It is the following set:
Prussian Infantry on the March, number 174 of Strelets.
Again, there are 17 different miniatures, including the command group.
4 figures have a classic marching appearance, with the rifle lying over the shoulder. These figures are virtually still marching to the battlefield, or, they are just taking their positions on the same.
The set contains then 8 more figures, who have already shouldered the musket to attack: Soldiers in the assault column.
Very nice is the figure, which turns the head to the right, and thus makes sure that the line moves forward correctly.
That looks really dynamic.
To mention is also that ALL miniatures put the right foot straight forward. So they are “in step.”
All minis are definitely to use.
In one line.
The five command minaitures, officer, flag bearer, drummer, piper and NCO, are ideally suited because they are also in marching position, and they are all very dynamically modeled.
The uniforms seem - the pictures are unfortunately not too clearly photographed - to be modelled right at first glance. The button rows of the uniform are correct, rolled greatcoats and other equipment are shown correctly. Shakos are shown with protective covers.
So very convincing.
What else should I say except:
The set is a must have!!!
A MUST HAVE!!!!
The Prussian line of Hät is no longer available.
With the release of this set, nobody needs it anymore.
Bad luck for Hät.
Personally, I hope now that the Prussian Landwehr will still appear,  in the same style.
That would actually give a collector a very consistent and beautiful army.
Finally, I would like to draw a conclusion for all four packs, which I have now presented in two reports.
Again as a reminder.
The French guards 170 and 171, the French line with the number 184 and the Prussian line with the set number 174.
All stes presented here are actually a new approach in the 1/72 hobby.
You should not believe it.
In tin you have such thematic sets, but not in our beloved plastic market.
With the French sets it is possible to represent a unit after successful a deployment and subsequent acceptance by the commander.
Who does not think of the scene where Napoleon rides along his units in the movie Waterloo?
Well and the Prussians.
They look like they're just emerging from the forest in front of Plancenoit.
So that means that Strelets tried to bring in a theme in these new releases.
These are not just minis in marching, "watch out" or "at ease" poses; no, they're telling us a story instead.
Here a consistent theme is shown. The figures are related to each other. Individual figures are here to provide an overall picture.
Well and such an approach is not common in 1/72 plastic sets.
Just for the will to implement such a thought, namely, to tell us a self-contained story, Strelets deserves an explicit praise, even if there are criticisms of the French line infantry, but which can still be improved.
Remains to say, that after more than 50 years of toy hobby in 1/72 now finally the plastic sets are coming, that I - and many other collectors - always wanted.
No struggling puppets, but SOLDIERS that can be formed into units that match the look - and even the military regulations - of the time.
I think these four packs will not only be sets for diorama makers, but wargamers as well.
They will make a great picture on a tabletop.
I am looking forward to the appearance of these sets.
Finally, I would like to thank Frank Herberger for his expert comments.
Even if you do not want to hear that Frank, but the last two reports would have been different without your help and without the exchange of ideas. Definitely less detailed and definitely worse.
Thank you for the support and the permission that I was allowed to publish the thoughts here literally, that were originally only privately expressed on your part.

Therefore, my Vive L'Empereur is especially for you and for your unit today.
The 8ème.


VIVE L'EMPEREUR

Sonntag, 10. Juni 2018

Strelets 170 und 171: Französische Alte Garde


So langsam bekommt mein BLOG einen leichten Touch. Ja; er widmet sich doch tatsächlich verstärkt napoleonischen Themen.
Das wird vielleicht einige meiner Leser freuen. Andere wird es vielleicht auch nerven, weil sie mit der Epoche nun wirklich nichts am Hut haben.
Diese Entwicklung ist allerdings verschiedenen Aspekten geschuldet.
Ich selbst sehe mich ja als Sammler, Hin- und Wieder Spieler, von/mit Miniaturen vor allem im 1/72 bzw. im 28 mm Maßstab.
Dabei war die napoleonische Epoche schon immer bei mir äußerst präsent.
Vor ein paar Jahren dachte ich dann persönlich, dass jetzt die finale Entscheidung auch für mich gefallen sei.
Nachdem Victrix, aber vor allem die Perries und Warlord, immer mehr Plastikboxen im 28 mm Maßstab auf den Markt brachten, und das dann noch in teilweise hervorragender Qualität, da konnte man sich dem neuen Trend jetzt nicht wirklich verschließen.
Also kaufte ich mir auch ein paar Boxen, stellte dann aber sehr schnell fest, dass ich dann wohl doch nicht im Bataillonsmaßstab mit diesen Minis spielen möchte.
Für Skirmishspiele finde ich den 28 mm Maßstab einfach unerreicht.
Aber nur da.
Für großtaktische Sachen präferiere ich da persönlich immer noch 1/72.
Das liegt zum einen an ein paar genialen Spielen, die ich mit Frank Becker und Frank Bauer in den Anfangszeiten meiner – gemessen an meinem Lebensalter - doch sehr jungen Tabletopkarriere gemacht habe.
Dann kam noch dazu, dass meine Spielergruppe den Great Northern War in 1/72 für sich entdeckte, und dort dann richtig aktiv wurde. Sven und Stefan haben da super Armeen aus dem Boden gestampft und ich musste da wirklich nochmals feststellen. Jawohl. Das ist von der Optik genau mein Ding.
Spielfiguren im Tabletop bilden Gefechte und Kriege ja nur ab. Sie unterliegen dabei einer großen Abstraktion. Die einzelne Base ist dabei ein Platzhalter:
Bei Spielen im Bataillonsmaßstab steht eine Base, ein Element, für den Teil eines Bataillons, für ein Bataillon oder für einen Teil eines Regiments.
Am besten ist es dann natürlich, wenn auch alle drei Waffengattungen  Infanterie, Kavallerie und Artillerie dargestellt werden.
Bildet man so mehrere Bataillone/Regimenter sowie Kavallerieschwadronen und Artilleriebatterien ab, entspricht diese Aufstellung im Grunde einer Brigade-, einer Division- oder gar einem Korps.
Eine Armee wird simuliert.
Je mehr Ebenen ich meiner Armee hinzufüge, je mehr Einheiten es werden, desto enger wird es natürlich auch auf dem ebenfalls abstrahiert eingesetzten Spielfeld.
Das ist in der Regel ja nicht größer als 1,20 x 1,80.
Bei 28 mm Spielen der napoleonischen Kriege kann es dann auf solchen Platten schon mal ziemlich eng zugehen. Auch wenn das Spielfeld an sich schon groß erscheint, es vielleicht sogar in seiner Breite hin- und wieder auf 2,40 verlängert wird.
Die Tiefe des Spielfeldes ist allein dadurch begrenzt, dass die Spieler ja noch mit ihren Händen die Bases der Figuren erreichen müssen.
Folglich stößt man beim Spielen da einfach an Grenzen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Will man aber bei einem Spiel zwei bis drei Ansiedlungen oder ein größeres Dorf integrieren, dann ist es einfach besser einen Maßstab nach unten zu gehen.
Kleinere Miniaturen auf entsprechenden Bases gefallen mir bei solchen großtaktischen Spielen  persönlich einfach besser.
Na und wegen dieser rein persönlichen Präferenz habe ich den Weg wieder zu meinem Ursprungsmaßstab zurück gefunden.
Einen Großteil meiner 28 mm Marschierer habe ich bereits wieder verkauft bzw. gegen anderes getauscht. Ein paar Sachen werde ich noch in entsprechenden Foren anbieten.
Bemalen werde ich in Zukunft aber wieder mehr 1/72 Miniaturen, von denen ich ja auch genügende mein Eigen nenne.
Die von mir so getroffenen Überlegungen bzw. Entscheidungen wurden aber auch durch etwas ganz anderes begünstigt
Früher gab es zwar unzählige Figurenpackungen, was aber immer suboptimal war, ist schnell erklärt: Der Typus der Figuren.
Gerade bei den Infanteriepackungen.
Marschierer und Vorgehende kamen nur sehr selten vor. Stattdessen gab es unzählige  „Action Figuren“, die aber auch selten sinnige Posen hatten.
Um also eine vernünftig aussehende Armee zu bekommen, musste man dann schon eine ganze Menge Päckchen kaufen. Na und dann war der Preisunterschied tatsächlich nicht mehr gegeben, als die 28 mm Plastikpackungen auf den Markt kamen. Denn der Preis einer Einzelbox in 28 mm, war dann letztendlich tatsächlich günstiger, als drei bis vier Packungen in 1/72, die man ja brauchte, um stimmige Einheiten aufzustellen.
Wie gesagt: Dieser Nachteil kam vor allem bei den Infanteriepackungen vor.
Kavallerie und Artillerie der Plastiksets konnten viel besser out of the box verwendet werden.
Bei der letzten störten dann vor allem fehlende Protzen und Munitionswagen. Doch da kamen dann auch ziemlich schnell Kleinserienhersteller  auf den Markt, die diese Lücke zu schließen begannen.
Heute existieren diese Probleme in dieser Form nicht mehr.
Der Kunde kann im Prinzip aus dem Vollen schöpfen.
Ist dem Sammler der Preis egal, dann kann er sich mittlerweile komplette Zinnarmeen in 1/72 von richtig guten Kleinserienherstellern zusammenstellen.
Mein Ding ist das nicht, denn wenn eine solche Armee final soviel kostet, wie eine im 28 mm Maßstab, dann fange ich persönlich wieder an zu zweifeln.
Das ist mir zu teuer.
Eine 1/72 Armee MUSS für mich günstiger sein, denn in meiner Vorstellung von Wargaming ist dieser Maßstab für mich der Ersatz für 15 mm, da ich mit letzteren Minis nicht so wirklich klar komme.
15 mm Figuren sind mir einfach zu klein, und ich beschränke mich da auf einige, wenige Ausnahmen.
15 mm Armeen sind aber generell günstiger als 28 mm. Das ist schon vorteilhaft. Na und daraus ergibt sich halt auch für mich persönlich der Preisanspruch an meine  1/72 Minis.
Jetzt ist es so, dass sowohl Hät, als auch Italeri, in der letzten Zeit Miniaturenpackungen auf den Markt gebracht haben, die exakt den Vorstellungen von Wargamern entsprechen. Wir bekommen Packungen mit einer ganzen Menge Marschierer.
Endlich also das, was wir Sammler seit den 90er Jahren schon immer gefordert haben.
Ich habe darüber berichtet:
Der nächste Hersteller, der jetzt vehement auf den Markt drängt, ist die Firma Strelets.
Strelets war jahrelang dafür bekannt, ziemlich spezielle, eher knubbelige Figuren in 1/72 auf den Markt zu bringen.
Der Stil entsprach hier mehr demjenigen von 15 mm Figuren, denn Waffen und Ausrüstung wurden oftmals überproportioniert, nicht maßstäblich, dargestellt.
Figurensammler, die ihren Zugang zu 1/72 Minis über eben diesen 15 mm Standard fanden, hatten mit diesen Miniaturen weniger Probleme, als klassische 1/72 Sammler.
Das ist, so vermute ich schon seit Jahren, auch der Grund warum sich Strelets letztendlich so lange halten konnte.
Nicht alle Kunden, aber wohl genügende, kamen mit diesem Stil zurecht und kauften die Minis.
In der letzten Zeit konnte man allerdings feststellen, dass sich hier etwas bei Strelets grundsätzlich ändert.
Ich hatte schon im letzten Jahr über die neue Serie berichtet, die den Wüstenkrieg von 1914/18 und die entsprechenden Figuren zu Lawrence of Arabia thematisierte.
Die Master sahen schon sehr, sehr vielversprechend aus, und auch das fertige Produkt, das mittlerweile seinen Platz bei den Händlern gefunden hat, ist dann auch so geworden, wie das in der Vorserienproduktion schon zu sehen war.
Jetzt hat Stelets Neuerscheinungen angekündigt, die ebenfalls tolle Master zeigen und einiges versprechen.
Es handelt sich um mehre napoleonische Sets.
Zum einen wird es die Alte Garde und – als separate Packung – die französische Linieninfanterie geben, deren Soldaten in Bereitschaft stehen bzw. ihre Waffe präsentieren.
Außerdem wird die Alte Garde noch in einer „At Ease“, im Deutschen „Rührt Euch“, Haltung erscheinen.
Zum anderen kommen dann noch marschierende Preußen in unterschiedlichen Marschhaltungen.
Zunächst möchte ich mir einmal die beiden angekündigten Gardepackungen anschauen.
Das erste Set, die Nr. 171 von Strelets, heißt dann auch Old Guard at Attention. 

O.K. Frank Becker könnte das Set schon vorweg feiern, weil er auf diese Art und Weise jede Menge Minis für sein Fontainebleau Projekt bekäme, sollte er dann auch überhaupt Plastikfiguren hier verwenden wollen.
Einige Sammler könnten jetzt aber auch meckern. So nach dem Motto. „Nö; die kann ich doch nicht zum wargamen einsetzen.“ „Warum habe ich denn da keine Marschierer?“ „Das finde ich jetzt doof, denn Paradehaltungen brauche ich doch nicht.“ Und so weiter, und so fort.
Wichtig ist jedoch, dass uns Strelets tatsächlich 17 !!! verschiedene Miniaturen auf der Seite für diese Packung vorstellt. Wie Fans des 1/72 Standards wissen, ist das für Plastiksets schon wirklich klasse. Man verhindert auf diese Art und Weise schon den Look von Klonarmeen. Gar keine Frage.
Die Gardisten präsentieren in diesem Set das Gewehr in mehreren unterschiedlichen Haltungen.



7 Figuren haben dabei das Gewehr normal links geschultert („Portez - Vos Armes“)
4 Figuren halten das Gewehr rechts („Presentez – Vos Armes“):
Der linke Arm liegt dabei in der Präsentationshaltung quer über der Brust und umfasst dann das Gewehr.
1 Figur ist quasi in der Haltung dargestellt, wo der Wechsel des Gewehrs von der linken an die rechte Schulter stattfindet. Dabei ist das Gewehr schon leicht senkrecht vor der Brust.
Im westfälischen Reglement ist dazu folgendes vermerkt:
„… Erste Bewegung. Mit ausgestrecktem linken Arm das Gewehr einwärts gedrehet, das Schloss auswärts; die rechte Hand fasst es am Einschnitte des Kolbens; das Gewehr von der Schulter ab und senkrecht; die linke frei unter dem Kolben.“
Zu diesen Haltungen gibt es noch eine Kommandoeinheit bestehend aus Fahnenträger, Trommler, Sappeur  und zwei kommandierende Figuren, einer ebenfalls mit Bärenfellmütze, wie alle anderen Figuren auch, der andere mit Hut.



Ich habe einmal einen befreundeten Reenacter nach seiner Meinung gefragt, und Frank war so nett mir folgendes zu schreiben. Ich gebe seine Meinung hier wörtlich wieder, weil er da noch viel stärker im Thema ist, als ich das wohl jemals sein werde:
„Es sieht so aus, als ob hier teilweise halbe Handgriffe vorgenommen werden, bzw. Figuren dargestellt wurden zu einem Zeitpunkt, wo die einzelnen Handgriffe chronologisch dargestellt werden. Das finde ich bemerkenswert und habe dies bei anderen 1:72 Figuren so noch nicht gesehen. 
Nun zu der ersten Figurenreihe: 


Die Figur 1 in der ersten Reihe könnte man deuten als einen Sergeanten, wo gerade das Kommando  "Repossez-vous - sur vos armes" kommt.
Die Figur 2 ist klar: Die Muskete wird im "Armes au bras" gehalten.
Die 3. Figur ist in einer Halbbewegung nach dem Befehl "Portez vous Arms", kurz vor "Trois"(Einige dieser Handriffe werden in vier Tempis befohlen, ist aber eher selten, wir machen das nie) beim Sergeanten, hier müsste er aber das Gewehr nicht unter dem Kolben, sondern am Schloss fassen.
Die  Figur 4 ist hingegen klar im "Portez vos armes".
Figur 5 und 6 würde ich wieder als Halbbewegung deuten, nach dem Kommando "Repossez -vous - sur vos armes", wo der rechte Arm hochgeht und das Gewehr am zweiten Ring der Muskete greift.
Jetzt die zweite Reihe:

Figur 1 ist ein "Guide" (auf Deutsch "Ausrichter"), der sich beim Ausrichten der Linie vor der Linie einfindet, damit sich auf den nächsten Befehl hin die gesamte Linie nach den Guiden z.B. zur Fahne hin in das Zentrum ausrichtet, daher blickt er auch seitlich um sich selbst zur angegebenen Richtung ausrichten zu können, damit die Linie dann stimmt. 
Figur 2 ist wieder im "Portez vos armes".
Figur 3, wie Figur 1 ein Guide wonach sich später alle in Linie ausrichten sollen.
Figur 4, wie Figur 1 in der ersten Reihe.
Figur 5+6 wieder im "Portez vos armes". 

Mir ist noch die falsche Haltung des präsentierenden Offiziers aufgefallen. Hier könnte man maximal sagen, dass es die zweite Bewegung beim Präsentieren ist. Bewegung 1 den Degen ziehen, Bewegung 2 vor das Gesicht führen, Bewegung 3 zur rechten Seite hin senken.
 Die Trommel des Tambours sieht ja eher ja wohl nach einer Bongo aus. Außerdem ist die Trommel viel zu hoch angebracht. Das aber nur nebenbei.“

Also ich muss schon sagen. Es hat definitiv etwas, wenn man mit Fachleuten spricht, und nicht nur in Jubelrufe ausbricht, wenn die Plastikhersteller mal wieder etwas Neues auf den Markt werfen.
Diesem ausführlichen Statement will ich jetzt gar nichts weiters hinzufügen. Die Bewertung durch Frank zeigt aber, dass sich der Modelleur hier tatsächlich sehr eng am Reglement bewegt hat.
Was wird uns denn dann an Figuren erwarten:
Schließt man jetzt Rückschlüsse aus neueren Strelets Sets, so wird es die letzten 5 Figuren der Abbildung wohl nur einmal geben.
In den neueren Strelets Sets war es dann immer so, dass 8 Figuren je viermal in der Verpackung vorkamen.
Es ist zu vermuten, dass das auch diesmal so geschehen wird. Sicherlich die 7 Figuren mit den links geschulterten Musketen und vielleicht eine Miniatur mit rechts geschulterter Muskete, um den Guidendarzustellen.
Das wiederum würde heißen, dass auch die anderen, verbleibenden Positionen nur einmal im Set vorhanden wären.
Man wird es sehen.
Egal wie.
Man kann jetzt schon davon ausgehen, dass es genügend Minis geben wird, um eine Einheit in abwartender Position darzustellen.
Also das, wofür die Alte Garde im Grunde auch bekannt war.
Somit ist auch dieses Set durchaus Wargaming tauglich, und wird den Look jeder französischen Truppe in 1/72 nochmals steigern.
Zudem liebe ich ja auch Einheiten, die man sehr schnell bemalen kann, na und dies ist hier in diesem Set natürlich möglich, da die Gardisten im Mantel modelliert sind.
Alte Nostalgiker wie ich jubeln da dann natürlich noch mehr, denn die können ihre alten Revell Gardisten natürlich in Kombination mit diesem Set einsetzen.


Mir schweben da Szenen vor meinem geistigen Auge vor, wo diese Strelets Minis noch am Bauernhof von Rossomme stehen, während die Revell Figuren sich vor dieser Linie für den Abmarsch auf den „Großen Runden Hügel“ bereit machen.
VIVE L’EMPEREUR
Das ist jetzt ein Set, auf das ich mich so richtig, richtig freue.
Na und wie gesagt; ich gehe nach den neuesten Erfahrungen, die man mit Strelets gemacht hat, und glaube, dass die fertigen Figuren auch so aussehen werden, wie hier vorgestellt.
Diese Set wird nochmals genial durch die Packung 170, Old Guard Standing at Ease, ergänzt.

Hier sind die Figuren abwartend, ruhend dargestellt. Der Anspruch des Sets, Soldaten wiederzugeben, die auf ihren Einsatz warten, und dabei in laxer Haltung herumstehen, wird absolut erreicht. Die Haltungen wirken extrem natürlich und jede einzelne Pose ist quasi ein Unikat. Das wird richtig gut aussehen, wenn man diese Soldaten um ihre Führungsgruppe aufstellt. Mit den letzteren kommt man auch hier auf 17 unterschiedliche Posen.



Ein extrem lebendiges und realistisches Bild.

Diesem Set würde ich persönlich Höchstpunkte geben, weil es einfach auch mal anders in diesem Maßstab ist. Anders, aber sehr gut.
Na und außerdem ist das doch in der Mitte L'Empereur, der da auf den Beginn der Schlacht wartet.
Was will man denn mehr.
VIVE L'EMPEREUR



Für mich persönlich sind diese Sets tatsächlich einmal etwas anderes, als das, was wir üblicherweise in diesem Maßstab bekommen, und deshalb bekommen wir sie von mir auch eine Kaufempfehlung und eine wirklich positive Bewertung.
Ob diese dann auch für die beiden anderen Sets, die ich eingangs erwähnt habe, so ausfallen kann, werde ich in der folgenden Woche näher ausführen.






Slowly my BLOG gets a light touch. Yes; there are many napolenic issues to discuss.
This may be great for some of my readers. Others may be annoyed too, because they really do not care about this epoch.
However, this development is due to various aspects.
To describe me, I’m more a collector, than a gamer.
The Napoleonic epoch has always been extremely present in my life.
A few years ago, I personally thought that the final decision had come for me as well.
After Victrix, but especially the Perry twins and Warlord Games, brought more and more plastic boxes in the 28 mm scale on the market, and that in some excellent quality, you could not really miss this trend.
So, I also bought a few boxes, but then realized very quickly that I probably would not like to play in battalion scale with these minis.
For me the 28 mm scale is simply unequaled, if you like to play skirmish games.
But only there.
Personally I still prefer 1/72 for large tactical things.
I like the look of those armies.
Game figures in the tabletop are subjected to a great abstraction. The single base is a placeholder:
In battalion scale games, a base, an element, is  part of a battalion, a battalion itself or part of a regiment.
Those games are the best, of course, where all three branches of infantry, cavalry and artillery are represented on the tabletop.
An army is being simulated.
The more levels I add to my army, the more units it gets, than the look of my army gets more and more realistic.
The gametable is usually not bigger than 1.20 x 1.80.
If you play on such a table with 28 mm figures, it often looks something overcrowded.
But if you want to integrate two to three settlements or a larger village in your game, then it is simply better to go down a scale.
Smaller miniatures on corresponding bases I personally like more for such large-scale games.
Well, and because of this purely personal preference, I have find my way back to my original scale.
But the considerations and decisions that I made were also favored by something completely different
In the past, there were countless figure packs, but what was always sub-optimal is quickly explained: the type of the figures.
Marching figures were very rare. Instead, there were countless "action figures", in incredible horrifying poses.
So, if you want marching armies, you have to buy many, many, many sets, to get the marchers you need.
But so the advantage of 1/72 plastics disappeared. 28 mm plastic sets are cheaper; really. Because you have to buy less sets.
That problem occurs only with infantry minis.
Cavalry and artillery plastic sets could be used much better out of the box.
Today, these problems no longer exist in this form.
The customer can draw from the full.
If the collector does not care about the price, then he can now assemble complete tin armies in 1/72 of really good small series manufacturers.
But such an army finally costs as much as a 28 mm scale army, and so I personally start to doubt again.
In my eyes, that is too expensive.
A 1/72 army MUST be cheaper , because in my idea of ​​Wargaming this scale is for me the replacement for 15 mm.
Now, both Hät and Italeri have recently launched miniature packs that are exactly what Wargamers want. We get packs of a lot of marchers.
Finally, that's what we collectors have been calling for since the 90s.
I reported about it:
The next manufacturer, who is now pushing hard to the market, is Strelets.
Strelets was known for years to produce quite special, rather knobbly figures in 1/72.
The style here was more similar to that of 15 mm figures, because weapons and equipment were often over-proportioned, not to scale.
Figure collectors, who found their access to 1/72 minis over just this 15mm standard, had fewer problems with these miniatures than classic 1/72 collectors.
This is, I suspect for years, the reason why Strelets could last so long.
Not all customers, but probably enough, got along with this style and bought the minis.
In recent times, however, it has been noticed that something is fundamentally different here at Strelets.
I had already reported last year on the new series that thematized the 1914/18 desert war and the corresponding figures to Lawrence of Arabia.
The Masters looked very, very promising, and also the finished product, which has meanwhile found its place among the dealers, has become as it was already seen in the pre-production.
Now Strelets has announced new releases, which also show great masters and promise something.
These are several Napoleonic sets.
On the one hand there will be the Old Guard and - as a separate pack - the French Line Infantry, whose soldiers stand by or present their weapon.
In addition, the Old Guard will appear in an "At Ease” attitude.
Also Marching Prussians are announced.
Let's have a closer look at the sets.
The first set, No. 171 by Strelets, is also called Old Guard at Attention.
Some collectors could now complain, too.
"Nope; I cannot use them for the wargame. "
" Why do not I have marchers there? "
" I think that's stupid now, because I do not need parade poses. "
And so on, and so on.
However, it is important that Strelets actually introduces  17! various miniatures on the page for this set.
As fans of the 1/72 standard know, this is really great for plastic sets. In this way one already prevents the look of clone armies. No question at all.
The guard soldiers present there rifle in several different postures.
7 figures shoulder the rifle on the left side("Portez - Vos Armes").
4 figures held the rifle on the right ("Presentez - Vos Armes"): The left arm lie in the presentation position across the chest and then covers the rifle.
1 figure is almost represented in the attitude, where the change of the rifle takes place from the left to the right shoulder. The rifle is already slightly vertical in front of the chest.
The following is noted in the napoleonic regulation for the Westphalian Army:
"... First movement. The rifle turned inwards with outstretched left arm, the lock outward; the right hand grips it at the incision of the butt; the rifle off the shoulder and perpendicular; the left free under the butt. "
There is also still a command unit consisting of flag bearer, drummer, sapper and two commanding figures, one also with bearskin cap, like all other figures also, the other with hat.
I asked a reenactor for his opinion, and Frank was kind enough to write me the following. I give his opinion here literally, because he is much more in the topic than I'll probably ever be:
"It looks as if the figures are performing the individual handles and that they are displayed chronologically. I find that remarkable and have not seen this in other 1:72 figures like this.
Now to the first series of figures:
The figure 1 in the first row could be interpreted as a sergeant, giving the command: "Repossez-vous - sur vos armes"
The figure 2 is clear: The musket is held in "Armes au bras".
The third figure is in a half movement after the command "Portez vous Arms", shortly before the Sergeant counts "Trois" (Some of these actions are ordered in four tempis, but that is rather rare, we never do that), but in this case he would have hold the Rifle at the weapons lock, not under the butt.
The figure 4, however, is clearly in "Portez vos armes".
Figure 5 and 6 I would interpret again as a half movement, after the command "Repossez -vous - sur vos armes", where the right arm raises up and the rifle is held at the second ring of the musket.
Now the second row:
FIG. 1 is a "guide" aligning the line, so he also looks sideways to align himself to the specified direction, so that the line is then right.
Figure 2 is again in "Portez vos armes".
Figure 3, as Figure 1 is a guide, which should later align all soldiers in line.
Figure 4, as Figure 1 in the first row.
Figure 5 + 6 again in "Portez vos armes".
Figure 7, which carries the musket rather sideways, is in the position "L'Armes a volonté". That order is commanded on long marches, so that the soldiers do not tire in the "Portez vos armes" or "L'armes au bras" position.
I have noticed the wrong shape of the presenting officer. Maybe it should be the second movement in presenting. First order:  draw the sword. Second order: in front of the face. Third order: 3 to the right side.
The shapeof the drum seems to be more like a bongo. In addition, the drum is positioned to high. "
I do not want to add anything to this detailed statement. The rating by Frank shows, however, that the modeller actually moved very close to the reglement.
If you now draw conclusions from newer Strelet sets, it will be probably so, that the last 5 figures will be casted once.
In the newer Strelets sets, it was always the case that 8 figures each appeared four times in the packaging.
It can be assumed that this will happen again this time.
Certainly the 7 figures with muskets shouldered on the left and maybe a miniature with musket on the right to portray the sergeant.
That would mean that the other, remaining positions would also only exist once in the set.
We will see it.
No matter how.
One can already assume that there will be enough minis to represent a unit in a waiting position.
So what the Old Guard was basically known for.
Thus, this set is quite wargaming fit, and will increase the look of every French unit in 1/72.
Besides, I also love units that you can paint very fast, well, and this is of course possiblewith this set, as the guard soldiers are modeled in the coat.
Of course, old nostalgics like myself will cheer even more because of course they can use their old Revell guards in combination with this set.
There are scenes floating in my mind's eye, where these Strelets Minis are still standing on Rossomme's farm, while the Revell figures are preparing for the march on the "Big Round Hill" in front of their line.
VIVE L'EMPEREUR
This is a set that I'm really looking forward to.
Well and as I said; I'm going to look at the latest experiences with strelets and believe that the finished figures will look the way they are presented here.
This set is ingeniously supplemented by the pack 170, Old Guard Standing at Ease.
Here the figures are waiting, resting. The set's claim to portray soldiers who are waiting to be deployed while standing around in a lax attitude is absolutely achieved. The minis look extremely natural and every single pose is virtually unique. That will look really good if you put these soldiers around their leadership group.
Also here you will get 17 different poses.
If you use this set, you will get an extremely lively and realistic picture.
Personally, I would give both sets high ranking points because it's something different to the standard in that scale.
Different, but very good.
If the other two sets, that of the Marching Prussians and that of the French Line, are also worth to buy, I will tell you in the next week.
Be patient.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Musée America Gold Beach - Dioramen in 1/72 in der Normandie


Heute jährt sich die Landung in der Normandie zum 74. Mal. Deshalb möchte ich Ihnen am heutigen Jahrestag ein eher kleines Museum vorstellen, das ich persönlich aber wirklich liebe.
Es handelt sich um das Musée America Gold Beach (2 Place de l'Amiral Byrd, 14114 Ver-sur-Mer).



Die Bezeichnung verwirrt den Interessenten und Besucher dann auch anfänglich, denn man fragt sich, warum America?? Wir sind doch hier am britischen Landungsabschnitt.
Das ist einfach erklärt. Das Museum beschäftigt sich nämlich mit zwei Ereignissen, die für den Ort Ver-Sur-Mer eine besondere Rolle gespielt haben.
America bezieht sich nämlich in diesem Fall nicht auf die USA oder den amerikanischen Kontinent.
Nein.
Es ist der Name eines Flugzeuges, und genaueres werden Sie gleich erfahren.
Der Begriff Gold Beach erklärt sich wiederum von selbst. Denn es handelt sich dabei um einen der Landungsabschnitte während der Invasion in der Normandie im Jahr 1944.
Der Sektor Gold war dabei der westliche der beiden britischen Landungsabschnitte. Auf der östlichen Seite lag der Abschnitt Sword, zwischen diesen der Abschnitt Juno, an dem die kanadischen Truppen, unterstützt von britischen Kommandoeinheiten, anlandeten.
Besucht man dieses Museum, dann empfehle ich zunächst einen Abstecher zum Meer. Hier können Sie sich schon einmal einstimmen; denn sie fallen förmlich überall über Relikte der ehemaligen Stellungen.
Fahren Sie als erstes Richtung Voie du Débarquement. Von der Landstraße aus, die die Küstenorte verbindet, kommen sie über die Straße Herbage de Pres direkt zur Küste.

Diese lang gezogene Zufahrtstraße wird ihnen dann im Museum auf zahlreichen zeitgenössischen Bildern wieder begegnen.
Erkennungswert garantiert.


Am Strand kommen Sie dann zu dem ehemaligen Widerstandsnest WN 33. Dort ist heute eine Surfschule und ein Beobachtungsposten für Rettungsschwimmer etabliert. Beide Bunker sind somit für Laien nicht unbedingt auf den ersten Blick auszumachen.






Ein erster Überblick zeigt Ihnen hier, dass diese Stelle durchaus für eine Landung taugte. Ein relativ lang gezogener Sandstrand mit einem normalen Anstieg. Keine Steilküsten wie am Omaha Beach einige Kilometer weiter westlich.





Ich selbst habe den Strand im August besucht, und musste sagen, dass er zu diesem Zeitpunkt ziemlich veralgt war. Badegäste fanden sich da keine. Vom Look also kein Vergleich zu dem weitgefächerten sauberen Strand am Omaha Beach.
Zudem müffelte es extrem nach Fisch, Muscheln und Algen, was mich zu der ironischen Bemerkung veranlasste: Kein Wunder, dass die Engländer hier so schnell ins Landesinnere vorstießen. Wer will hier schon verweilen.
Ein paar Kilometer weiter westlich in Richtung Asnelles kommen sie zu meinem Lieblingsbunker. H677, WN 35. Ich habe ihn liebevoll „Le mouton“ genannt, weil er mich tatsächlich an ein Schaf erinnerte, wie er da so zusammengefallen am Strand lag.



Wenn ich im Normalfall auch kein Freund von Graffitis bin, so muss ich dann doch einmal sagen, dass ich diesen Teufelskopf mega treffend und auch super gelungen fand.
Der zerstörte Bunker hat hier was künstlerisches, neue, abstraktes bekommen, was sich nach meiner Meinung wirklich sehen lässt. Der Teufel am Strand. Eine treffende Umschreibung.


Im Abschnitt J und K hier am Gold Beach landete die 50. (Northumbrian) Infantry Division. Daran erinnern dann auch Wegschilder, die der Wanderer hier antrifft.

Auch ein weiteres Hinweisschild findet sich hier; und zwar folgendes.

Betreten Sie dann das Museum verstehen Sie auch, was dieser Hinweis, den Sie da unten am Strand entdeckt haben, zu bedeuten hat.
Der erste Part des Musée America Gold Beach widmet sich nämlich den frühen Atlantikflügen.


Wir alle kennen den erfolgreichen Flug von Charles Lindbergh, der 1927 mit seiner Spirit of St. Louis den Atlantik von New York nach Paris überquerte. Lindbergh gelang der erste Nonstopflug von New York nach Paris und die erste Alleinüberquerung des Atlantiks.
Ein ähnlicher Versuch war am 1. Juli des gleichen Jahres in Ver-sur-mer gescheitert. Der Flugpionier Richard Evelyn Byrd musste hier notlanden. Seine Geschichte und die seines Flugzeuges, mit dem Namen Fokker AMERICA NX 206, werden hier umfangreich erläutert.











Auch die Geschichte anderer Flugpioniere wird thematisiert.

Als Modellbauer ist man natürlich immer wieder von Dioramen begeistert; und das nachfolgende zeigt die Segnung des Flugzeuges, bevor es sich nach Europa aufmachte.

Auch dieser Überflug über New York hat was.

Ein Diorama mit lebensgroßen Figurinen zeigt wie Byrd bei einer normannischen Familie unterkommt, nachdem er gerettet wurde.


In einem weiteren Raum wird die Geschichte der Luftfahrt und vor allem der Luftpost noch weiter thematisiert.




Ich gebe zu, ich war anfänglich verwirrt, weil ich ja mit einem Kriegsmuseum gerechnet hatte. Na und jetzt ging es erst einmal um zivile Fliegerei.
Schauen Sie sich aber bitte diesen Teil der Ausstellung an. Er ist wirklich toll gemacht, ist sehr schön und modern gestaltet. Sogar ein Film ist per QR Code abrufbar.
Ich poste jetzt mal das Bild. Scannen Sie einfach den QR Code und Sie sehen den Film.

Wenn Sie diesen ersten Teil der Ausstellung durchquert haben, gehen Sie eine Treppe herunter und Sie schauen in ein bekanntes Gesicht.
Feldmarschall Montgomery wartet auf Sie.

Der Oberkommandierende der britischen Truppen.
Zunächst werden Sie über die Vorgeschichte der Landung in der Normandie informiert. Kommandounternehmen, Bombardierungen, aber auch die Operation Neptune werden Ihnen erläutert.







Einige Highlights der Landung werden Ihnen mit Hilfe von toll gemachten Dioramen in 1/72 näher gebracht.
Logisch, dass ich hier schwach werde, als alter Fan dieses Maßstabs.
In diesem Diorama sehen sie die Batterie am Mont Fleury und das – später so genannte - „Lavatory Pen House“ .

Um was geht es hier?
Im Abschnitt Gold waren die 231. Brigade bei Le Hamel, und die 69. Brigade der Division bei La Rivière angelandet. 

Anfänglicher, heftiger Widerstand der deutschen Verteidiger hielten die Infanterie nieder, doch konnten diese sich mit Unterstützung eines Minenräumpanzers und eines Churchill AVRE Pionierpanzers freikämpfen und ins Landesinnere vorstoßen.
Diese Spezialpanzer werden dann auch in einem anderen Diorama vorgestellt, das die Situation an WN 33 darstellt.
Die Geschützstellung am Mont Fleury, die das erste Diorama zeigt, wurde von den 6th Green Howards angegriffen. Als sich eine Kompanie dieser Einheit verdeckten Bunkern der Deutschen näherte, eröffnete ein MG das Feuer.
Company Sergeant Major Hollis reagierte sofort. Er griff die Bunkerbesatzung mit Handgranaten und Maschinenpistolen an.


Zwei Deutsche fielen. Der Rest der Verteidiger war so verblüfft, dass sich die Bunkerbesatzung widerstandslos gefangen nehmen ließ. 
Im weiteren Verlauf des Tages attackierte die Einheit das Dorf Crepon.
Hier gerieten sie erneut unter Feuer mehrere MG und eines Feldgeschütz.
Hollis ging mit einigen seiner Männer in einem Haus in Deckung, setzte das Geschütz mit einer PIAT außer Gefecht, und zog sich danach zurück.
Als er merkte, dass zwei seiner Männer aber im Haus zurückblieben, griff er mit einem leichten MG bewaffnet die deutschen Stellungen an, zog so das Feuer auf sich, und seine Männer konnten entkommen.
Hollis erhielt für seine Taten das Victoria Cross, die höchste britische Tapferkeitsmedaille. Übrigens das einzige Victoria Cross, das am 6. Juni 1944 verliehen wurde.
























Im Museum finden sich dann noch weitere Dioramen.

























Sehr beeindruckend ist das Diorama, das den Feldfluplatz „Advanced Landing Ground B 3“ zum Thema hat. 













Im Diorama ist u.a. der Besuch General Eisenhowers bei Montgomery am 15. Juni 1944 dargestellt.













Weitere Szenen sind im nachfolgenden Bild erklärt.


Originale Uniformen mit entsprechenden Kommentaren über deren Träger (z.B. Major Young, Commander B Company 6th Bat., The Green Howards), reproduzierte Originalbilder und viele Informationstafeln ergänzen die Sammlung.








  


  

















Zum Abschluss gehen Sie noch einem Soldaten des Regiments East Yorkshire vorbei, der Ihnen das Erscheinungsbild des britischen Soldaten am D-Day wiedergibt.



Wie Sie sehen können, ist das Museum nicht sehr groß. Sie werden aber bei einem recht günstigen Eintritt von 4,50 € umfassend zur Landung am Gold Beach informiert. 


















Wenn man den Besuch des kleinen, charmanten Museums mit einem Strandspaziergang verbindet, macht das wirklich richtig Spaß. Kein Informationsoverflow, sondern genau die Portion, die man braucht, um die Landung an dieser Stelle zu verstehen.
Das Museum bekommt gerade deshalb meine Empfehlung.
Große Waffensammlungen, Fahrzeuge oder gar Panzer finden Sie hier nicht. Dafür gibt es andere Museen in der Normandie.
Für Besucher der Normandie während der Gedenktage um den 6. Juni herum noch ein kleiner Tipp: In Ver-sur-mer findet sich oftmals auch das Reenactment Lager der britischen Truppen.
Wenn Sie vom Herbage des Près kommend auf die Avenue Franklin Roosevelt fahren, kommen sie automatisch hin.
Ich hatte das Glück bereits zweimal hier eine tolle Reenacter Truppe anzutreffen. Halten Sie die Augen auf.
Es lohnt sich.



Today marks the 74th anniversary of the landing in Normandy. Therefore, I would like to introduce to you on this anniversary a rather small museum, which I personally really love.
It is the Musée America Gold Beach (2 Place de l'Amiral Byrd, 14114 Ver-sur-Mer).
The name confuses the visitors initially, because you wonder why America ?? We are here at the British landing section.
That's just explained. The museum deals with two events that played a special role in Ver-Sur-Mer.
In this case America does not refer to the USA or the American continent.
No.
It's the name of an airplane. I will explain it later.
Again, the term Gold Beach is self-explanatory, as it is one of the landing beaches during the invasion of Normandy in 1944.
Gold Beach was the western of the two British landing beaches. On the eastern side was Sword beach, between the british sectors Juno beach, where Canadian troops, supported by British commandos, landed.
If you visit this museum, then I recommend a first detour to the sea.
First, head towards Voie du Débarquement. From the highway that connects the coastal villages, you come directly to the coast via the road Herbage de Pres.
You will meet that road again in the museum on numerous contemporary pictures.
Recognition value guaranteed.
On the beach you will come to the former resistance nest WN 33. There is now a surf school and an observation post for lifeguards established. Both bunkers are thus not necessarily at first sight for laymen.
A first overview shows you that this place was quite suitable for a landing. A relatively long sandy beach with a normal ascent. No cliffs like Omaha Beach a few miles to the west.
I myself visited the beach in August, and had to say that he was quite stale at the time. Bathers were not there. No comparison to the wide-spread, clean beach at Omaha Beach.
In addition, it smelled extremely fishy, which led me to the ironic remark: No wonder that the Englishmen pushed so quickly into the interior. Who wants to stay here already?
A few kilometers further west in the direction of Asnelles you will come to my favorite bunker. H677, WN 35. I lovingly named it "Le mouton" because he actually reminded me of a sheep lying on the beach.
Under normal circumstances I am not a friend of graffiti, but that devil’s head is really impressing.
It’s a special kind of art,
The devil on the beach.
An apt description.
Here, at section J and K  of Gold Beach, the 50th (Northumbrian) Infantry Division landed on 6th June.
You see it clearly near the road.
Another sign can also be found here.
Then enter the museum and you will learn waht the signs show you.
The first part of the Musée America Gold Beach is dedicated to the early Atlantic flights.
We all know the successful flight of Charles Lindbergh, who crossed the Atlantic from New York to Paris in 1927 with his Spirit of St. Louis. Lindbergh made the first non-stop flight from New York to Paris and the first solo crossing of the Atlantic.
A similar attempt had failed on 1 July of the same year in Ver-sur-mer. The aviation pioneer Richard Evelyn Byrd had to make an emergency landing here. His story and that of his aircraft, called the Fokker AMERICA NX 206, are extensively explained in the museum
The history of other aviation pioneers is also discussed.
Of course, as a model maker you are always enthusiastic about dioramas; and the following shows the blessing of the plane before it set out for Europe.
This overflight over New York is also awesome.
A diorama full of life-size figurines shows Byrd finding shelter with a Norman family after being rescued.
In another room, the history of aviation and airmail in particular will be further discussed.
I admit that I was initially confused because I had expected a war museum. Well, and now it was all about civilian aviation.
But please take a look at this part of the exhibition. It is really great, very nice and modern.
Even a movie is available via QR Code.
I post the picture now.
Just scan the QR code and you will see the movie.
When you have crossed this first part of the exhibition, you go down a staircase and you look into a familiar face.
Field Marshal Montgomery is waiting for you.
The commander-in-chief of the British troops.
First, you will be informed about the history of the Normandy landing, but also Operation Neptune will be explained to you.
Some highlights of the landing will be brought to you with the help of dioramas in 1/72.
As an old fan of this scale. I was really impressed.
In this diorama you will see the battery on Mont Fleury and the - later called - "Lavatory Pen House".
What is this all about?
At Gold Beach, the 231st Brigade landed at Le Hamel and the 69th Brigade of the Division at La Rivière. Initially fierce opposition from the German defenders detained the infantry, but they were able to refight with the help of a mine clearance tank and a Churchill AVRE Pioneer tank and push into the interior.
These special tanks will then also be featured in another diorama depicting the situation at WN 33.
The battery on Mont Fleury showing the first diorama was attacked by the 6th Green Howards. When a company of this unit approached, an HMG opened fire, from a hidden germanlmbunker.
Company Sergeant Major Hollis responded immediately.
He attacked the bunker crew with hand grenades and a submachine gun.
Two Germans were killed. The rest of the defenders were so stunned that the bunker crew could be captured without further resistance.
As the day progressed, the unit attacked the village of Crepon.
Here they came under fire again from several HMG and a field gun.
Hollis took cover with some of his men in a house, put the gun out of action with a PIAT, and then retired.
But when he realized that two of his men were staying in the house, he attacked the German positions armed with a light machine gun,  and his men escaped.
Hollis received for his actions the Victoria Cross, the highest British medal for bravery. By the way, the only Victoria Cross, which was awarded on June 6, 1944.
The museum also has other dioramas.
Very impressive is the diorama, which has the landing ground "Advanced Landing Ground B 3" on the subject. In the diorama you see for example the meeting of General Eisenhower with Filedmarshall Montgomery on June 15, 1944.
Further scenes are explained in the following picture.
Original uniforms with commentary on their wearer (e.g., Major Young, Commander B Company 6th Bat., The Green Howards), reproduced original images, and many information boards complete the collection.
Finally, you will see a soldier from the East Yorkshire Regiment, who gives you the look of the British soldier on D-Day.
As you can see, the museum is not very big. But you will be informed about the landing on Gold Beach at a very reasonable entrance fee of 4.50 €.
If you combine this small, charming Museum with a beach walk, it's really great. No information overflow, but just the portion you need to understand the landing at this point.
The museum gets my recommendation for that very reason.
Large arms collections, vehicles or even tanks can not be found here. There are other museums in Normandy where you can find that.
For visitors to Normandy during the commemoration days around 6 June a little tip: In Ver-sur-mer you can normally find a Reenactment camp of the British troops.
If you drive from the Hercage des Près onto the Avenue Franklin Roosevelt, you will see it automatically.
I've been lucky enough to find a great british reenacter unit twice here. Keep your eyes open.
It is worth it.