Sonntag, 4. Dezember 2016

Kinner. Seid Ihr schee am spiele?!?

Der Dachboden roch nach Pulver. Rauchschwaden, dick wie Nebel, zogen über das Fort. Das Fort meines Freundes, meines Blutsbruders.
Er hatte die Seiten gewechselt. Direkt zu Beginn des Krieges hatte er sich zum Kommandeur der Blauröcke erklärt.
Ich blieb aber den Grauen treu, den Rebellen. Es war schwer für mich, denn eigentlich fand ich die Blauen auch hübscher. Aber schon damals war ich eine treue Seele; hing an meinen Truppen. Konnte mich nicht von Figuren trennen, die ich schon einmal in die Schlacht geführt hatte,
Ich war acht. Aber die Last, die ich auf meinen Schultern trug, um dieses Fort zu erstürmen, lastete schwer auf meinen Schultern. Ich fühlte mich wie achtzig.
Ich hatte insgesamt vier Kanonen, und mindestens 30 Rebelleninfanteristen. Dazu kam noch die Reiterei. Bernd hatte die gleiche Anzahl. Wir hatten nachgezählt. Das konnten wir natürlich schon mit acht.
Was niemand wusste – vor allem nicht seine Eltern – war, dass uns sein großer Bruder Ladykracher besorgt hatte.
Mein Gott war das schön.
Im Normalfall mussten wir ja immer im Sandkasten nach eingegrabenen Soldaten suchen. Denn im Normalfall bewarfen wir sie ja mit kleinen Steinen oder Sand, um zu sehen, wer gewinnt. Dabei wurden sie dann ganz schön dreckig, und manchmal zerkratzten sie dann auch, vor allem die komischen, die man nicht bewegen konnte: Elastolinfiguren hießen die. Die waren irgendwie aus anderem Plastik und waren auch bemalt.
Komische Dinger.
(Hier ein Elastolin Wehrmachtssoldat. Den hat mir aber mal jemand nach meiner Kindheit gegeben.
Elastolin soldier).

Unsere, die ließen sich bewegen. JAAAAAAAAAA! DIIIIIIEEEEEEEEEE waren super. Da konnte man Hüte und Gewehre tauschen. Revolver anstecken. Ihnen andersfarbige Halstücher geben, damit sie besser zu unterscheiden waren. Man konnte die Figuren an der Hüfte drehen, damit die auch nach hinten schossen (Das war ein ganz besonderer Trick und gab Zusatzpunkte. Ach was habe ich damit Schlachten gewonnen). Ja, wenn man wollte, baute man sogar Deserteure, denn der Rumpf ließ sich ja von den Beinen lösen, na und dann, zog man den Figuren quasi andere Hosen an. Man musste ihnen ja nur die Beine der Cowboys geben, die wir auch hatten.


(Hier mal ein paar Timpo Cowboy Reste aus meiner Sammlung. Da sieht man ganz gut, wie man die zerlegen konnte.
Rests of my Timpo toys collection.)

Deserteure kannten wir schon. Denn da gab es so eine Westernserie, die wir immer guckten – ich weiß nicht mehr, ob die auf dem ersten oder zweiten Programm kam. Da wurde direkt am Anfang ein Soldat degradiert – wir hatten Onkel Edmund gefragt, was die da machen, weil sie ihm die Schulterklappen abrissen, den Säbel zerbrachen und ihn dann noch aus dem Fort jagen. Onkel Edmund kannte sowas, na und der hat uns dann die beiden Worte erklärt und beigebracht.



(Hier so ein Timpo Deserteur. Der Kopf kam aber von einer anderen Steckfigurenfirma. Da hatte ich aber nur zwei Soldaten von. Der Kopf ist übrig geblieben.
One of my Timpo soldiers, converted to a renegade. The head is from another company.)


Die Firma, die die Figuren herstellte, war klasse. Sie hieß Timpo. Ein Name, den man sich auch gut merken konnte, und wir malten uns alle schon aus, wie toll das werden würde, wenn wir mal selbst Geld verdienen. Tausende – bis dahin konnten wir noch nicht zählen, wussten aber, dass das ganz, ganz viel war – würden wir kaufen, denn unsere Mütter und Väter erzählten uns ja auch immer, dass es uns schon jetzt, aber auch in Zukunft auf jeden Fall besser gehen würde, als ihnen früher. Das hat sogar gestimmt, wie ich heute feststellen muss.
Eltern Ihr hattet Recht.
Unfassbar, dass man so etwas schreiben muss.

Na und Bernd, der hatte ziemlich spendable Eltern. Die kauften Ihren Kindern irgendwie alles. Jedenfalls gefühlt. Obwohl sie gar nicht soviel Geld hatten, und Onkel Edmund einem ganz normalen Beruf nachging. Aber Onkel Edmund war irgendwie glücklich, weil er 1955 von einer langen Reise nach Rußland zurückgekommen war, und er freute sich einfach, wenn die Kinder was zu spielen hatten.

(An Karneval waren wir mal Hippies. Ich mit der blonden Perücke links im Wagen, Bernd rechts.
In the car, on the leftside I with blond wig, and Bernd with black wig)

Deshalb hatte mein Kumpel Bernd schon damals diese riesigen Timpoarmeen. Mit allem, was das Herz begehrt. Mit Planwagen, Protzen, Kutschen Artillerie, Kavallerie und Infanterie.
Ich besaß im Vergleich nur ein paar Minis von Timpo, und meine Ritter. Meine Eltern meinten, die wären so teuer.
Es war so traurig.


(Ich konnte noch nie viel mit Wagen anfangen. Außer halt Wagenburgen bauen, Deshalb sahen die dann auch sehr schnell so aus.
Rest of my personal wagontrain. Battle worn)


Na zumindest besitze ich meine Ritter noch heute.



(Timporitter, und ein paar Fälschungen aus HongKong. Das wusste ich aber damals nicht.
My Timpo knights. Some HongKong fakes too)







(Natürlich hatte ich auch noch andere Ritter. Es handelt sich hier um meine ERSTEN bemalten Figuren.Irgendwie stand ich schon immer auf die blau-weiß-rote Farbkombi - ADLER MANNHEIM - na und grün waren die anderen, weil mein Verein TUS Fortuna Kottenheim grün-weiße Trikots hatte. Weiß konnte ich nicht deckend malen - auch noch heute eine meiner Schwächen. Deshalb wurden die grün-gelb.
My first knights and men-at-arms.)

Ob Bernd noch seine Armeen hat. Ich bezweifle es, weiß es aber nicht, denn wir haben uns aus den Augen verloren.

(Keine Timpofigur. Aber auch ne Steckfigur. Das Plastik war viel weicher.
Another miniature you could put togehter).

Damals im Sommer 1972 dachte da aber niemand dran. Warum auch. Damals lagen sich unsere Schlachtlinien auf dem Dachboden gegenüber, und wir begannen die Kanonen auszurichten.
Der Vorteil an Timpo Kanonen war nämlich der, dass man in die Kanonen was reinstecken konnte. Dann zog man so einen Stab mit einer Feder zurück und das Geschoss löste sich. Also so ähnlich, wie mit meiner Schleuder, nur dass das bei Timpo eine Stahlfeder, kein Gummi war.
Timpo war klasse.
Toll war, dass die Öffnung genauso groß war, wie der Umfang eines Ladykrachers. Man konnte die also leicht in die Mündung reindrücken. Dabei guckten sie dann aber noch so weit raus, dass man sie anzünden konnte. Der Herr Timpo hatte echt Ahnung. Das war uns schon klar.
Jeder lud seine vier Kanonen, wir zündeten die Streichhölzer an, und los ging es. Hei. War das schön. Die Geschosse flogen hin- und her, es roch nach Salpeter und Rauch. Hätte es damals schon Apocalypse Now gegeben, hätte ich auch gesagt: „Ich liebe den Geruch von Napalm am frühen Morgen“. Napalm kannten wir als Fachbegriff. Nicht von Onkel Edmund, sondern aus den Nachrichten. Ihr wisst, das gab es so eine Krieg in Vietnam. Ganz schlimm, da hatte man auch verbrannte Kinder gesehen ...
Wir schossen weiter. Manchmal verbrannte man sich die Fingerspitzen, weil die Streichhölzer doch ziemlich heiß wurden. Aber das war uns egal. Wir wollten die Linie zerschießen.
Der Rauch wurde dichter. Eklig wurde es als meine Kracher den Turm des Forts trafen. Im Turm gab es so ein Brett, auf dem die Soldaten standen. Bernd hatte das verloren – wohl im Sandkasten. Deshalb hat er da so ein Styropurteil reingelegt. Das konnte man ja prima schneiden. Das schmolz allerdings so langsam durch die Hitze, weil ein paar Kracher da drauf gefallen waren. Das stank dann ziemlich.
Aber ... es war egal.
Irgendwie ging das ziemlich lange hin- und her, und langsam ging uns die Munition aus.




(Zwar keine Timpokanone, aber mein Lieblingsbleistiftspitzer aus meiner Kindheit. Die Kurbel kann man drehen. Die Räder sind aber nicht mehr original.
Not a timpo gun, but my first machinegun)






(Andere Figuren aus meiner Jugend. Sozusagen Frühe Römer.  Irgendwie brachen alle Waffen ab. Schaut mal das letzte und vorletzte Bild: Mein erster Reparaturversuch. Schwert aus Pappe ausgeschnitten, silber bemalt und  angeklebt. Meine Schwertspitzen wurden immer in rot bemalt. Die Figuren waren ja im Einsatz.
Romans. The last figure with an attempt to restore the broken sword)





(Die Ritter mochte ich auch sehr. Den einen wegen seiner lilafarbenen Helmzier, die ich ihm verpasst hatte, den Gegner wegen seines fremdländischen Aussehens. 
Der BVB Ritter, so nannte ich ihn, war zeitweise mein Favorit.
I love those three. The first because of its purple crest, the second because of its oriental lokk, and the thirs the yello-black one, was my personal BVB hero: Borussia Dortmund, football team )



Zwischendurch war auch Onkel Edmund mal hochgekommen, es war Wochenende. Der hat nur gelacht und gemeint:“ Kinner. Seid ihr schee am spiele?!? Macht Ihr nur allewei weiter.“
(Er kam aus einer deutschen Siedlung aus Bessarabien, eine Landschaft, die heute in der Ukraine und Moldawien liegt, bis zu den 40er Jahren aber eine starke deutsche Minderheit beherbergte. Er sprach den gleichen lustigen Dialekt wie meine Oma, die auch von da kam: „Oma sag Hühner.“ „Hihner.“ „Oma sag Hühner.“ „Hihner.“ Wir kamen fast um vor Lachen. „Kinner was is dann!“ Oma war einfach zu lieb. Auch wenn sie kein "Ü" aussprechen konnte (Scheiße: Was sagt meine Frau eben. Deine Enkel werden sich mal rächen Andreas. „Opa sag ich.““Isch.“ „Opa sag ich.“ „Isch“. Enkel, die sich vor Lachen auf dem Boden kringeln. Weil ich kein "Ch" aussprechen kann. Mist. Geschichte wiederholt sich)).
Edmund hat nicht geschimpft, hatte keine Angst um seinen Dachboden. Er war auch nicht der Meinung, dass man uns zum Psycholgen bringen müsste, um ein Aggressionsverhalten therapieren zu lassen. Blödsinn. Edmund wusste, wann es richtig gefährlich wird. Ladykracher gehörten nicht dazu. Ganz bestimmt nicht.
Etliche Rauchschwaden weiter, war die Munition zu Ende. Erstaunt stellten wir fest, dass die Verluste relativ gering waren. Die Yanks waren ja auch im Fort in Deckung gegangen, meine Rebellen hinter Ihren Planwagen (Geile Strategie: Hatte ich von John Wayne, Garry Cooper und James Stewart gelernt. Die besten Cowboystrategen ever).
Viel Rauch um nichts, könnte man sagen.







(Hier mal noch ein paar andere Figuren aus meiner Kindheit.
Cowboys and indians.)

Also befehligte ich einen Sturmangriff. Meine Reiterei brach aus der Wagenburg aus. Gefolgt von der Infanterie. Bernd blieb in seinem Fort und schoss einfach.
Wir machten das schon ziemlich professionell, denn uns beiden war klar, dass meine Rebellen keine Chance hatten.
Nachdem wir das festgestellt hatten, ließen wir alles liegen, und liefen runter in den Garten.
Wir stellten somit damals schon fest, dass Artillerie gegen super eingegrabene Truppen gar nicht soviel ausrichten kann. Dass ein Sturmangriff auf Truppen in Verschanzung nicht viel bringt. Das Reiterei beim Angriff auf ein Fort völlig nutzlos ist.
Diese frühe Erfahrung habe ich dann später in diversen Studien bestätigt bekommen.
Aber eines sei mal an dieser Stelle gesagt. Es war eines meiner realistischsten Spiele: Es rauchte, qualmte, stank. Es gab Explosionen, es war laut, wir erschreckten uns vor dem Knall. Wie echt. Viel echter als Tabletop.





(Timpo Indianer und andere Indianer, die man stecken konnte. Der Irokese war mein ganz persönlicher Liebling. Magua eben.
Timpo indians and other figures. I loved my personal Magua.)

Nach diesem frühen Wargaming Erlebnis, das uns im Ausgang ja nicht wirklich befriedigt hatte, wendeten wir uns dem Reenactment zu. Damals sagten wir noch Cowboy und Indianer spielen. Es war aber Reenactment.

1) Wir hatten tolle Replica aus dem Spielwarenhandel, die wir einsetzten

(Hier habe ich mich quasi als James Bond versucht. Mit Anzug und Waffen.
As James Bond.).

2) Wir hatten die entsprechenden Uniformen, sprich Kostüme.

(PERFEKTES REENACTMENT!!! PERFEKT !!!
Perfect reenactment.)

3) Wir gruben sogar einen Schützengraben in Onkel Edmunds Garten aus. Die Nachbarn schauten verblüfft, Onkel Edmund fragte: „Kinner. Seid Ihr schee am spiele??“
4) Es gab fast immer Verletzte. Dummerweise in meinem Fall einen schweren.

Ist halt blöd einen Pfeil im Auge zu haben. Fragt König Harold und mich.





(Jetzt wurde das Ganze auch ein ernsthaftes Hobby. Meine Flugzeugveteranen, die überlebt haben. Natürlich kämpfte die Me 262 in Afrika!! Das Modell, und auch die anderen Flieger sind uralt. Habe ich aber mal Ende der 70er Jahre so angemalt. Bei der Me musste ich sogar etwas wegretuschieren, weil die noch die korrekten Hoheitsabzeichen am Leitwerk hat. Unfassbar. Ja, aber Anfang der 70er durften die noch so verkauft werden.
Different planes from the 70th).

Das mit dem Auge erwähne ich jetzt nicht, um Mitleid zu bekommen, sondern nur, um Euch zu erklären, warum ich das sinnvolle Leben eines Reenacters wieder aufgab, um mich dann wieder so banalen Dingen wie Figuren zuzuwenden.
Erstens achteten meine Eltern jetzt darauf, dass ich nicht mehr reenacte (O.K. Sie haben dann später nicht mitbekommen, dass wir eine Untergrundarmee gründeten, und mit den Steinschleudern loszogen. Ist ja auch Sinn einer Untergrundarmee, dass die Obrigkeit das nicht mitbekommt. Meine Kumpels, waren aber echte Kumpels, und beschossen mich nicht mehr. Einmal ist genug. Das hatten echt alle kapiert. Klasse Jungs. Deshalb treffe ich mich mit Zweien von denen noch heute regelmäßig).
Zweitens musste ich das Solospielen lernen, weil ich halt häufiger im Krankenhaus war.




(Damals wollte ich noch Überwasserschiffe befehligen. Pah. Schiffe aus den frühen 70er Jahren.
Ships from the 70th)


(Auch diese Landungsboote von der Kirmes fand ich weltklasse. Die werden auch irgendwann mal in die Schlacht geführt.
LCT sold at the parish fair)


(Auch von der Kirmes. Irgendwann, ja irgendwann, wird es auch ein Piraten Szenario mit diesen 40 Jahre alten Kanonen geben.
Also from the parish fair, waiting since 40 years for a wargame experience)


Genau da war es, während meiner dritten OP, wo mein Zimmernachbar mir eine neue Welt öffnete.
Der hatte da kleine Soldaten. Kleine. Blaue und gelbe. Die konnte man prima unterscheiden. Na und das waren ganz viele. O.K. Man konnte sie nicht drehen. Nicht auseinanderbauen, wie die Timpos. Aber Timpo und Konsorten waren ja Kinderspielzeug. Das hatten wir erkannt.
Wenn Du zwischendurch mal Reenacter warst, dann spielst Du doch nicht mehr mit Kinderspielzeug.
Dann SAMMELST Du nur noch historisch korrekte Figuren.
Keine Cowboys und Indianer. Kein Spielzeug.
M-I-N-I-A-T-U-R-E-N !!!!!
LOGISCH!!!!
Da bist Du dann erst einmal ein richtiger, ernsthafter SAMMLER.
Du warst ja als Reenacter in einer anderen Ebene des Seins, und Du willst dann auch weiter in einer anderen Ebene des Seins verbleiben.
Fertig aus!!!
Das ist so.
Na und weil die Figuren so realistisch aussahen, nannten wir die auch unsere „Männchen“.
„Sollen wir morgen mit den Männchen spielen?“ „Klar, ich komm‘ vorbei!!“ (ACHTUNG: Anders als heute. Zu Fuß; nicht im SUV oder im Sharan von der Mama. Wir konnten noch in die Nachbarstraße gehen oder laufen. Ja sogar bis ans Ende vom Dorf. Echt das funktioniert. Sollten manche mal wieder versuchen).
Die Firma, die die Figuren rausgebracht hatte, hieß Airfix. Na und weil ich ja verletzt war, hatte ich echt gute Karten bei meinen Eltern. Natürlich durfte ich mir die kaufen (Schande über mein Haupt. Irgendwie habe ich das Leid meiner Eltern ausgenutzt).
Na und ich wollte genau die, die mein Zimmernachbar besessen hatte.
Es handelte sich um die Französische Fremdenlegion und die Britischen Grenadiere aus dem AWI von Airfix. Mensch hat das Spaß gemacht mit denen zu spielen.



Meistens gewann die Legion, weil die hatten viel coolere Gewehre, als die anderen da. Die bekamen dann einen Vorteil.
Außerdem wusste ich, wie man die Legion hinter ihren Mauern - wir bauten da fleißig Wüstenhäuser aus den weißen Steinen meiner Legosammlung - richtig befehligt. Hatte ich doch den Film „Drei Fremdenlegionäre“ mit Gary Cooper (Beau Geste), und vor allem auch „Die Wüstensöhne“ und „In der Fremdenlegion“ mit Laurel und Hardy gesehen. Vor allem die letzteren waren extrem wichtig, hatte ich doch gelernt, dass man mit Reißzwecken eingeborene Völker wunderbar vertreiben konnte, denn die hatten ja keine Schuhe an.




Ja die armen Kinder aus Afrika. Das wusste ich, dass das so ist.


(Vierter Geburtstag. Mit Lego, Kumpels und Limo. Was will man mehr???
Fourth birthday. With buddys, Lego and lemonade. What do you want more??)

Die beiden Packungen waren meine ersten 1/72er , na und die Fremdenlegion, die besitze ich noch, und nächstes Jahr bekommen sie dann endlich Ihre Farbe. Bisher ist nur einer bemalt, und das auch nur deshalb, weil ich wohl irgendwann eine Pazifisten Phase hatte und diesen „WHY“ schreienden, dahin sinkenden Legionär einfach bemalen musste,

Ihr fragt Euch sicherlich, warum malt man nach all den Jahren, denn nicht irgendwann den Rest an??
Das kann ich Euch sagen. Weil es keine vernünftigen Bedus gab.
Aber irgendwo schließt sich halt immer der Kreis: Auf der Dioramica habe ich mir erst kürzlich von Strelets die Neuerscheinung Lawrence von Arabien gekauft.
Endlich coole Araber in 1/72 auf Ihren Pferden. Als Fußtruppen kann man ja Airfix und Esci Figuren nehmen.
Sammlerherz, was willst Du mehr.






(Meine allerersten bemalten 1/72 Figuren. Echt jetzt. Ich fand das Afrikakorps halt in diesem graugrünlichen Farbton schicker, als in dem beigen Ton, den ich mal irgendwo gesehen hatte, Ich könnte ja jetzt behaupten, dass ich damals schon wusste wie die DAK Uniform eigentlich aussah. Wäre aber gelogen. Denn meine 8. Armee bekam das gleiche Farbschema. 
Ich hatte diesen Plastikfarbton, in dem die Figuren gegossen waren, geliebt, und nicht verstanden, warum nicht alle Figuren so aussahen. So musste man nämlich die Haut nicht bemalen. Sah ja so ähnlich aus.
My first painted Afrika soldier. I liked the greenish colour. Coincidentally it looked much more like the real DAK uniform scheme, than the beige uniforms I've painted later.).



(Meine erste komplett bemalte 1/72 Packung in den Originalfarben der 70er Jahre. Airfix Gallier natürlich mit Revell Enamel Farben bemalt. Davor noch die Schilde der Römer. Die Römer selbst hatte ich mal überarbeitet.
My first 1/72 army. Gauls in the colours of the 70th. Revell Enamel Colour, with no shades. But with red blobs on the sword. Yes; I liked battleworn miniatures.)


Aber eines, das will ich zum Abschluss mal sagen. 
Am aller, allerliebsten, würde ich nochmals mit Timpokanonen und Ladykrachern rumballern. Würde dabei die Plaste Perries von der Platte fegen. So lange ballern, bis man genauso wenig sieht, wie beim Reenactment in Waterloo im Jahr 2015, oder schlimmer noch:
Denn heute könnte man ja fast unbegrenzt Munition kaufen.
Na und aus dem Nebel würde man meine Stimme hören.
Das VIVE L’EMPEREUR würde erklingen, und irgendwie auch die Trommeln des Pas de Charge, die ich von meinem Handy abspielen würde.
Na und wenn dabei dann die 300 Seiten langen Regelwerke – NATÜRLICH IM ORIGINAL !!!!!!! – ganz zufällig und unbeabsichtigt verbrennen würden, wäre das eigentlich auch nicht schlimm. Kommen ja eh immer wieder neue, überflüssige raus. Über Nachschub muss man sich ja da keine Gedanken machen.
Onkel Edmund würde lachen, wenn er denn noch leben würde, und meinen
„Kinner. Seid Ihr schee am spiele?!?...“
Und wir, wir würden nicken, und uns freuen.
Na jedenfalls Jens und ich.
Jens würde mitspielen.
Andere würde betreten schweigen und sich schämen.
Das weiß ich auch.
Na ja.
Ich hör jetzt mal auf.
Ich muss da mal über ein Projekt nachdenken....


In the german Sweetwater Forum there is a nostalgia thread about your first gaming and/or miniatures experiments. Surely I had to write something about my special experience.
My first experience was with my buddy Bernd, playing with his fabolous Timpo collection. We shot with mini explosives – here is a picture I don’t know the correct english word:
https://www.feuerwerkshop.de/images/product_images/popup_images/322_0.png

There was a lot of fun playing that game.
In the report you can see my first miniatures. I’ve painted them in a blue-white-red colour scheme, today – but not than - the colours of my favorite hockey team, and in green-yellow: The football team of my little village „TUS Fortuna Kottenheim“ was green-white, but I had have problems painting white colour. So I had used yellow instead.
After that first wargaming experience we returned in the sandpit, playing cowboy and indian as „reenacters“.
Later on I’ve started connecting 1/72 miniatures, planes and ships.
In the report you can see my first toy soldiers, my first painted 1/72 figures (German Afrikakorps), my first 1/72 army (Airfix Gauls), planes, ships and more of my youth.
And  some pictures from my childhood.
Have fun with the pictures.