Sonntag, 17. März 2019

Die Braunschweiger bei Quatre Bras und Waterloo


Vorbemerkung


Ende der 90er Jahre hatte mein Freund Jens Najewitz einen seiner vielen genialen Pläne. Er wollte sein nebenberufliches Händlerdasein im Miniaturenbereich aufgeben, und eine Modellzeitschrift herausbringen.
Die legte er dann auch auf. Sie hieß "Modellfiguren" und der Plan, der hinter den Veröffentlichungen stand, war dem Sammler von 1/72 Miniaturen endlich das Magazin in die Hand zu geben, das er schon immer wollte und auch lautstark gefordert hatte.
Ein Magazin mit Berichten über Figuren, mit Artikeln über verschiedene kriegsgeschichtliche Ereignisse, mit Besprechungen von Neuerscheinungen, einfach ein Magazin, das sich nur den Wünschen der 1/72 Szene widmen sollte.
Trotz vollmundiger Unterstützungsbekundungen erreichten wir leider nicht die nötige Zahl von Abonnenten. In einer Welt mit viel schlechteren Kommunikationsmöglichkeiten als heute, und mit horrenden Preisen für Layout und Druck - oh Gott ist das heute einfach - war das Unterfangen ohne Sponsoren einfach zu teuer.
Obwohl Jens einiges privates Geld reinbutterte und da auch richtig drauflegte, musste er die MoFi nach 1 1/2 Jahren einstellen.
Sehr zum Bedauern von mir, der für diese Zeitschrift und deren Vorgänger, der "Infopost", einige Artikel geschrieben hatte.
Einige der Artikel übersetzte ich damals ins Englische und packte sie auf Wargamer- bzw. Modellbauseiten im Ausland, die es mittlerweile nicht mehr gibt.
Deshalb möchte ich diese Berichte für mich - und vielleicht auch für Sie -  zurückholen.
Ich werde sie jetzt hier veröffentlichen; und zwar mit dem genauen Wortlaut von damals. Ich ändere da nichts. Obwohl ich sicherlich bei einigen Sachen heute viel stärker im Detail bin.
Die Umbautipps von damals bezogen sich auf 1/72 Miniaturen, und lesen sich heute teilweise sehr lustig und auch nostalgisch. Ende 1999 und Anfang 2000 gab es viele der Modellfiguren, die heute auf der Plasticsoldierseite gezeigt werden noch gar nicht. 28 mm Figuren gab es in der Vielfalt wie heute ebenfalls nicht.
Also sind Sie bitte nicht verwundert.
Übersetzen werde ich die Berichte nicht. Nur die, die damals auch in Englisch erschienen, werde ich auch so wiedergeben.
Viel Spaß mit den Berichten, die ich hier in einigen Abständen präsentieren werde.





Am 25. Dezember 1814 hatten die "Brunswick-Oels Jäger", das braunschweigische Kontingent in Spanien, die britischen Dienste verlassen und kehrten in ihre Heimat zurück. Davon ausgenommen blieben die Husaren, die bis zur Mitte des Jahres 1815 weiterhin in britischen Diensten standen.
Nach dem Sieg der verbündeten Truppen über Napoleon im Jahr 1813 wurde der Herzog von Braunschweig Friedrich Wilhelm wieder in seine Besitztümer restituiert. 

Sein jahrelanger "Rachefeldzug" gegen Napoleon schien beendet zu sein. Er wollte allerdings gegen etwaige Eventualitäten gerüstet sein, und so stellte er bereits zum 1. Januar 1814 neue Truppen auf. Die erste Einheit der neu geschaffenen braunschweigischen Truppen war eine Kompanie Gelernte Jäger. Bereits zwei Monate später trat hier eine zweite Kompanie hinzu. Am Endes des Jahres 1814 setzten sich die braunschweigischen Truppen wie folgt zusammen:

Leichte Infanterie-Brigade
Avantgarde: Hier wurden die aus spanischen Diensten zurückgekommenen Braunschweiger in zwei Leichten Infanteriekompanien zusammengefasst. Hinzu kamen die beiden neuen Kompanien Gelernte Jäger.
Leib-Bataillon: Aus den Kadern der alten "Schwarzen Schar" wurde ein neues Leibbataillon geschaffen.
1., 2. und 3. Leichtes Bataillon: Neu rekrutierte Truppen.

Linien Infanterie-Brigade
1., 2. und 3 Linien Bataillon: Neu rekrutierte Truppen

Reserve Infanterie-Brigade
1.,2.,3.,4. und 5. Reserve Infanterie Bataillon und die Landwehr

Husaren Regiment
Hier wurden ebenfalls neue Männer rekrutiert. Das Husaren Regiment umfaßte ebenfalls eine Schwadron Ulanen.

Artillerie
Eine Batterie Fußartillerie - 8 Geschütze mit 188 Soldaten
Eine Batterie Berittene-Artillerie - 8 Geschütze mit 227 Soldaten

Die Traintruppen

Die obengenannten Truppen sollten, mit Ausnahme der Reserve Infanteriebrigade am kommenden Feldzug teilnehmen.

Nach der Landung Napoleons in Frankreich zogen die Alliierten alsbald ihre Truppen gegen die erneute Bedrohung zusammen. Das Braunschweiger Korps wurde Teil des alliierten Armee Reserve Korps der anglo-alliierten Armee in Belgien und unterstand somit direkt der Kontrolle des Herzogs von Wellington. Befehlshaber des Korps war der Herzog Friedrich Wilhelm in persona. Sein Stabschef war Oberstleutnant von Heinemann. Als Befehlshaber der leichten Brigade wurde Generalmajor Olfermann, als Befehlshaber der Linien Brigade Oberstleutnant von Buttlar eingesetzt.
Am 15. Juni 1815 überschritt Napoleons Nordarmee bei Charleroi die Grenze. Am darauffolgenden Tag sollten die Braunschweiger bei Quatre Bras die Feuertaufe erhalten.

Quatre Bras

Am Abend des 15. Juni standen bei Quatre Bras die Truppen des Prinzen von Sachsen Weimar (2. Brigade der 2. holländisch-belgischen Infanteriedivision unter Generalleutnant Perponcher im I. Armee Korps). Diese Brigade umfasste das 2. nassauische Infanterieregiment mit 3 Bataillonen (2.709 Mann), das Regiment Oranien-Nassau (1581 Mann) und eine berittene holländische Batterie unter Captain Bijleveld mit 8 Geschützen.



Der Kommandeur des linken Flügels der Nordarmee, der Prinz von der Moskowa Marschall Ney, konnte sich am darauffolgenden Tag auf folgende Truppen stützen: Die 5. Division (Bachelu) mit 11 Bataillonen, die 6. Division (Prinz Jerome) mit 11 Bataillonen, die 9. Division (Foy) mit 10 Bataillonen sowie die 2. Kavalleriedivision (Pire) mit insgesamt 15 Schwadronen. Diese Truppen gehörten alle zum II. Korps der Nordarmee. Hinzu kamen noch 5 Batterien Fuß- und eine Batterie Berittene Artillerie mit 46 Geschützen (Die Gardekavallerie unter Lefebvre-Desnouettes hatte am 15. Juni Richtung Quatre-Bras aufgeklärt, wurde dann allerdings in Reserve gehalten; die 11. Kavalleriedivision unter L'Heritier wurde erst gegen Abend des 16. eingesetzt; das Hin und Her Marschieren des Korps d'Erlon am 16. Juni, daß ja ebenfalls Ney unterstand, ist hinlänglich bekannt). Somit verfügte Ney über 19750 Infanteristen, 1729 Kavalleristen, 1385 Artilleristen und 409 Pioniere.
Das braunschweigische Korps stand am Abend des 15. Juni noch in seinen Bereitstellungsräumen in der Nähe von Brüssel. Gegen 22.00 Uhr erhielt dann die Armee Reserve den Befehl sich in Richtung Waterloo in Marsch zu setzen. Am Morgen des 16. Juni wurden diese Befehle dahingehend erweitert, dass die Truppen sich auf Quatre Bras zubewegen sollten. Gegen 14.50 erreichten die Braunschweiger das Schlachtfeld (abgesehen von der Artillerie sowie dem 1. und 3. leichten Bataillon, die erst gegen 18.00 Uhr bei Quatre Bras auftauchten.
Direkt nach ihrem Eintreffen wurden die Braunschweiger in die Schlacht geworfen. Das 2. Leichte Bataillon wurde auf den linken Flügel von Wellingtons Schlachtordnung detachiert, wo es gemeinsam mit den 95. Rifles Piraumont angriff. Die Gelernten Jäger des Avantgarde Bataillons rückten auf den rechten Flügel in den Wald von Bossu, wo sie die nassauischen Bataillone im Schützenkampf unterstützen. Die anderen Bataillone inklusive der Kavallerie nahmen zwischen dem Wald von Bossu und der Hauptstraße Aufstellung.
Etwa zum gleichen Zeitpunkt verstärkten die Franzosen ihren Druck auf den Wald von Bossu. Der Schwarze Herzog erhielt von Wellington den Befehl gegen Gemioncourt vorzustoßen und dabei seine Linien auf den Wald von Bossu auszudehnen, um Verbindung mit den dort befindlichen holländischen und nassauischen Truppen zu halten.  





Das Leibbataillon, das 1. Linien Bataillon und die 2 Kompanien leichte Infanterie der Avantgarde rückten vor, letztere schlossen ihre Reihen an die gelernten Jäger im Bossu Wald an. 

Direkt hinter der Infanterie befanden sich die Husaren unter Major Cramm sowie die Ulanen unter Major Pott. Das 2. und 3. Linien Bataillon verblieben bei Quatre Bras in der Reserve.

Zum selben Zeitpunkt entschied sich Ney für den Generalangriff. Vom Höhenzug hinter Gemioncourt nahm seine Artillerie die feindlichen Stellungen unter Feuer. Gleichzeitig begann die Infanterie ihren Vormarsch. Die französischen Angriffssäulen drängten die Braunschweiger zurück. Gleichzeitig waren die Verluste durch die französische Artillerie beträchtlich. Der Schwarze Herzog, befand sich an der Spitze seiner Truppen - seine berühmte Pfeife rauchend - und versuchte seine Männer zu beruhigen. Seine Anfrage an Wellington nach Unterstützung durch Artillerie wurde durch die Entsendung der Batterie Rettberg beantwortet. Die vier Geschütze nahmen an der rechten Flanke der Braunschweiger Aufstellung, zwei der Geschütze wurden allerdings alsbald unbrauchbar geschossen. Die Franzosen rückten allerdings auf der ganzen Linie weiter. Als das 1. und das Gardebataillon zu weichen begannen, setzte sich Friedrich Wilhelm an die Spitze seiner Husaren und attackierte die französischen Kolonnen. 

Diese bildeten allerdings sofort Karreeformation und trieben die Husaren mit gezieltem Feuer zurück. Dabei wurde ihr Kommandeur Major Cramm getötet. Die Bemühungen des Herzogs, die Reitertruppen wieder zu sammeln scheiterten. Sie fielen auf Quatre Bras zurück, ebenso wie die Infanterie, die dem zunehmenden französischen Druck nicht gewachsen war, der jetzt auch von der Flanke auf  die Braunschweiger einschlug, da die Franzosen auch im Wald von Bossu Raum gewannen. Zu allem Unglück griffen nun auch noch die Chasseurs und Lanciers der Kavalleriedivision Pire's erneut ins Geschehen ein und warfen sich auf die zurückgehende Infanterie. Das Garde Bataillon sowie das 2. Linienbataillon flohen aufgelöst in den Wald von Bossu, die anderen Bataillone verließen die Hauptstraße und eilten auf die englischen Bataillone Picton's zu. Quatre Bras war ungedeckt. Zu diesem Zeitpunkt war es, als Wellington im Karree der 92. Highlander Schutz suchen mußte, und der Schwarze Herzog von einer Musketenkugel tödlich getroffen wurde. 


General Olfermann, nun die braunschweigischen Truppen befehligte, gelang es seine fliehenden Truppen hinter Quatre Bras zu sammeln. Unterstützt von britischen Bataillonen hielten sie die lebenswichtige Kreuzung. Auch auf dem linken Flügel konnte sich das 2. leichte Bataillon gemeinsam mit den 95. Rifles behaupten.
Unterdessen trafen allerdings die arg benötigten frischen alliierten Truppen bei Quatre Bras ein. Zunächst erschien die Brigade Colin Halkett, gefolgt von der Brigade Kielmannsegg sowie den Nassauern unter Kruse. Auch die Batterien Cleeve und Lloyd erreichten das Schlachtfeld. Gegen 17 Uhr kamen dann noch die beiden britischen Gardebrigaden Byng und Maitland sowie die Batterien Sandham und Kuhlmann hinzu.
Gegen 18.00 Uhr befahl Ney die Brigade Guiton der 11. Kavalleriedivision (L'Heritier) nach vorne. Die 8. und 11. Kürassiere, 800 Reiter geführt vom Korpskommandanten Kellermann persönlich, gingen zur Attacke über. Von den vier Bataillonen der Brigade Colin Halkett, konnten zwei nicht rechtzeitig ein Karree bilden. Die 69. verloren die Königsfahne. Die 33. flüchteten in den Wald, wurden allerdings fast vollständig aufgerieben. Die Kürassiere erreichten so die Kreuzung von Quatre Bras.
Für einen kurzen Zeitraum war Wellingtons Mitte gefährdet. Jedoch der Kavallerieattacke fehlte die Infanterieunterstützung. Als dann noch die Batterien Kuhlmann und Cleeve das Feuer eröffneten, aus dem Wald von Bossu die Nassauer, aus den Häusern von Quatre Bras die Engländer und von der Straße nach Namur aus die Hanoveraner Kielmannseggs schossen, machten die Kürassiere kehrt.
Auch auf dem rechten französischen Flügel waren die Franzosen unter Bachelu vorgerückt und hatten Thyle erobert. Die hier eingesetzten britischen und braunschweigischen Truppen wurden auf das Stärkste bedrängt.
Mittlerweile hatte allerdings Wellington genügend Truppen an der Kreuzung zusammen, und gegen 18.40 Uhr begann die Gegenattacke. Die beiden Gardebrigaden gingen gegen den Wald von Bossu vor, der zu diesem Zeitpunkt fast vollständig in der Hand der der Franzosen war. Halkett und Pack, unterstützt von den braunschweigischen und nassauischen Bataillonen rückten auf Gemioncourt vor; die Engländer unter Kempt und Kielmannseggs Hannoveraner rückten erneut auf Piraumont vor. Zwischen 19 und 20 Uhr erhielt Wellington dann noch Verstärkungen durch das 1. und 3. leichte Bataillon und die beiden Batterien der Braunschweiger sowie durch die 2. KGL Brigade unter Ompteda. Ungefähr zur selben Stunde hatten die Gardebrigaden die Franzosen unter schweren Verlusten aus dem Wald von Bossu gedrängt, in der Frontmitte war Foy auf Gemioncourt zurückgedrängt worden und Bachelu räumte nach erbittertem Kampf Piraumont.
Die gegen 20.30 Uhr auftauchenden Carabiniers aus Kellermanns Korps konnten nur noch den linken Flügel gegen die aus dem Wald von Bossu drängenden Briten stabilisieren.

Gegen 21 Uhr hörten die Kämpfe auf. Die nun auf dem Schlachtfeld erscheinende britische Kavallerie (Vivian, Vandeleur, Somerset und Ponsonby) griff nicht mehr ein.
Die Braunschweiger verloren nach Siborne bei Quatre Bras 819 tote, verwundete bzw. vermisste Soldaten, die offiziellen braunschweigischen Verlustangaben sprechen von 188 Toten und 396 Verwundeten.

Waterloo

Am 17. Juni zog sich Wellington mit seinen Truppen auf Mont St.Jean zurück, verfolgt von Napoleons Truppen. Das Braunschweiger Korps, das neben dem Verlust seines Kommandeurs auch eine relativ hohe Verlustrate unter den Mannschaften zu beklagen hatte, wurde in die Reserve beordert. Es stand in der zweiten Linie der alliierten Position, im Norden von Hougoumont, bei Merbe Braine. In der folgenden Schlacht wurden die Truppen nicht gemeinsam eingesetzt. Die Kavallerie operierte gemeinsam mit ihren britischen Kameraden; das Avantgarde und das Leibbataillon sowie das 1. leichte Bataillon beteiligte sich am Kampf um Hougoumont, während die restlichen Bataillone die englische Kampflinie verstärkten (Es bleibt anzumerken, dass verschiedene Autoren unterschiedliche Angaben über die Positionierung der Braunschweiger bei Waterloo machen. Einige sprechen von einem Einsatz aller leichten Bataillone inklusive der Avantgarde bei Hougoumont. Diese Wertung ist allerdings auf die Konfusität in der englischen Mitte während des Höhepunktes der Schlacht zurückzuführen).

Die Schlacht, die mit dem Angriff auf Hougoumont gegen 11.30 Uhr begann, zog bis gegen 14 Uhr an den Braunschweigern vorbei. Zu diesem Zeitpunkt allerdings schickte Wellington Verstärkungen Richtung Hougoumont von denen auch die Braunschweiger betroffen waren. Die an diesen Punkt der Schlacht detachierten Braunschweiger beteiligten sich nachfolgend an den Kämpfen, wobei sie schwerpunktmäßig an der Nordwestecke des Pachthofes  in der Höhe der Niveller Straße eingesetzt waren, das Avantgarde Bataillon allerdings auch bei der Verteidigung des Obstgartens.
Der Hauptteil des braunschweigischen Kontingents wurde am Nachmittag mit den Reiterattacken Milhauds konfrontiert. Wellington hatte kurz zuvor die Braunschweiger näher an das Geschehen herangeführt. Sie nahmen in der zweiten Linie hinter den Garden Maitlands Aufstellung. Hier erwartete man den Kavallerienagriff. In kürzester Zeit beherrschte die französische Kavallerie das Plateau, sah sich hier allerdings den alliierten Karrees gegenüber, die überall Stand hielten. Die vier Kürassierregimenter der 13. Kavalleriedivision unter Watier ritten dabei den Angriff gegen die englischen Garden und die dahinter stehenden Braunschweiger. Die Briten antworteten mit einer Gegenattacke, an der sich auch die Braunschweiger Husaren und Ulanen beteiligten, und trieben die Franzosen den Abhang hinunter. Hier sammelten sich allerdings die Truppen, und griffen, unterstützt von der Gardekavallerie erneut an. Eine Kavallerieschlacht entwickelte sich, in der die alliierte Reiterei sich allerdings zurückziehen musste. In der nachfolgenden Attacke der Franzosen sahen sich die Braunschweiger den Chasseurs a Cheval der Garde unter L'Allemand gegenüber. Zwischen den Vierecken der Braunschweiger stand die Batterie Mercer und feuerte ihre Kartätschen den Reitern entgegen. Auch diese Attacke der Franzosen wurde abgeschlagen. Zur Unterstützung der Braunschweiger zog Wellington nachfolgend die Bataillone der britischen Brigade Mitchel heran, und ließ sie zwischen den Braunschweiger Stellung beziehen. Damit wollte man verhindern, dass die unerfahrenen Braunschweiger letztendlich doch ihre Position verlassen würden.

Nachfolgend eröffneten die Franzosen erneut ein verheerendes Artilleriefeuer, das wohl auch die Braunschweiger in arge Mitleidenschaft zog.  Dies zeigt die Tatsache, dass dem Kommandeur der 5. Kavalleriebrigade Grant, dessen Brigade sich im Rücken der Braunschweiger zusammenzog, um wohl deren Weichen zu verhindern,  drei Pferde unterm Leib getötet wurden.
Offensichtlich hatten die Franzosen während den Kavallerieattacken auch ihre Infanterie in Richtung auf das Plateau vorgeschoben. Gegen sie gingen das 1., 3., 4. KGL Bataillon der Brigade du Plat, die Braunschweiger sowie die 23. Füsiliere der Brigade Adams vor. Der Vorstoß gegen die Franzosen unter Quiot zerschellte allerdings wirkungslos. Nachdem dem braunschweigischen Oberbefehlshaber Olfermann die rechte Hand abgerissen wurde, wichen seine Truppen zurück. Nicht besser erging es den anderen beteiligten Truppen.
Die nachfolgende französische Reiterattacke, die nunmehr von Kellermanns Truppen geführt, von der restlichen Kavallerie allerdings unterstützt wurde, richtete sich nunmehr gegen Wellingtons rechte Flanke. Dabei trafen die Dragoner Piquets der 11. Kavalleriedivision unter L'Heritier auf die Braunschweiger. Wellingtons starke rechte Flanke verhinderte jedoch einen Durchbruch der Franzosen. Am Schluss des Kampfes bogen die Dragoner - Brigadegeneral Piquet war verwundet - , nachdem sie die Niveller Hauptstraße überschritten hatten, nach Süden ab, und ritten im Bogen um Hougoumont herum ins Tal.
Nun war es gegen 18 Uhr. Das Zentrum der alliierten Armee bildete die Division von Generalleutnant Graf Alten mit den drei Brigaden Colin Halkett, Ompteda und Kielmannsegg. An Hougoumont hatte sich die KGL Brigade du Plat angelehnt. In der Front Frontlinie standen zwischen du Plats Männern und der Brigade Colin Halketts die Bataillone der Braunschweiger, in ihren Zwischenräumen die drei Bataillone der Brigade Mitchel. In zweiter Linie stand rechts außen hinter Hougoumont die hannoversche Brigade William Halkett, im Zentrum die Brigade Adam sowie die englischen Garden Maitlands und Byng. Auch Chasse war schon näher herangezogen worden.  Im Osten war die linke Flanke der Alliierten ausgedünnt worden, das Zentrum war eingeknickt, nur im Westen war die Frontlinie nun kürzer und straffer.

Die Kavallerieattacken gingen nun weiter. Diesmal hatten es die Braunschweiger mit der Elitetruppe der schweren Kavalleriedivision der Garde, den Grenadieren zu Pferd der Garde, zu tun. Die Braunschweiger Karrees hielten sich jedoch. Die nächste Attacke, die sie traf, wurde von der Elitetruppe der 12. Kavalleriedivision angeführt, den Carabiniers. Offensichtlich wurde nun das 3. leichte Bataillon der Braunschweiger gesprengt, und auch die anderen Bataillone wurden schwer getroffen. Die Batterie Cleeve feuerte allerdings aus nächster Nähe auf die anstürmenden Franzosen. Auch die braunschweigische Reiterei und die Reste der Brigade Dörnberg unterstützen die Karrees. Schließlich musste sich die französische Kavallerie auch hier zurückziehen.
Die Linie Wellingtons begann sehr dünn zu werden. Deshalb beorderte er nun seine letzten Reserven ins Zentrum. Von Hougoumont wurden die vier braunschweigischen Bataillone mehr ins Zentrum gezogen, während die Brigade Vincke vom Flügel ins linke Zentrum beordert wurden. Auch Wellingtons letzte Infanteriereserve, die Holländer und Belgier Chasses, nahmen nun Aufstellung im Zentrum. Außerdem verlegte der Herzog die Kavalleriebrigaden Vandeleur und Vivian von Papelotte aus hinter das englische Zentrum
Nach den Kavallerieattacken traf die Braunschweiger nun die Attacke der Division Bachelu. Das 2. leichte Bataillon ging in Trümmer, nur mit Mühe konnte man die Fahne retten. Bei dieser Aktion fielen Major Unruh und alle vier Hauptleute. Der Stabschef und stellvertretende Korpsbefehlshaber Heinemann kam im Getümmel um. Seine Leiche wurde nie mehr gefunden. Auch der Chef der Linienbrigade sank schwer verwundet nieder.  Die Braunschweiger fielen zurück. Wellington persönlich ritt heran und brachte sie zum Stehen.

Die Rolle der Braunschweiger beim Finale der Schlacht, dem Angriff der Garde, ist nicht klar ersichtlich. Wenzlik  vermutet, dass die Kämpfe mit Bachelu die Bataillone so geschwächt hätten, dass Wellington sie aus der Kampflinie hinausgezogen hätte. Andere Autoren sehen sie im gemeinsamen Kampf  mit der 3. Foot Guard. Wie auch immer, das Ergebnis der Attacke ist bekannt.
Es bleibt zu sagen, dass der Einsatz der Braunschweiger sowohl bei Quatre Bras, als auch bei Waterloo schwer, aber auch beispielhaft war. Dafür sprechen nicht zuletzt die Verlustziffern. Siborne spricht von 660 Toten, Verwundeten oder Vermissten. Die braunschweigischen Angaben belaufen sich auf 260 Tote, 918 Verwundete und 378 Vermisste.

Uniformen

Abschließend möchte ich mich nun noch der Uniformierung zuwenden.
Das Avantgarde Bataillon setzte sich ja aus Gelernten Jägern und 2 Kompanien leichter Infanterie zusammen. Erstere trugen den korsischen Hut mit dem Emblem des rennenden Pferdes. Der kleine Federbusch an der Seite des Hutes war grün. Die Uniform bestand aus einem kurzschößigen, einreihigen grauen Rock mit einem grünen stehenden Kragen sowie Schulterklappen und Aufschlägen in der gleichen Farbe. Die Hose war ebenfalls grau, mit grünen Biesen, getragen über schwarzen Schuhen und Gamaschen. Das Lederzeug ebenfalls in schwarz.
Die beiden leichten Kompanien trugen die gleiche Uniform wie das Leibbataillon allerdings mit grünem Kragen, Schulterklappen und spitzen Ärmelaufschlägen. Auch sie hatten als Kopfbedeckung den korsischen Hut, allerdings mit einem Hornemblem.
Hier sind natürlich die Braunschweiger Truppen von Hät zu verwenden.
Das Leibbataillon trug den Tschako von 1809 mit einem fallenden Rossschweif. An ihm befand sich das bekannte Totenkopfemblem. Der Rock entsprach dem Dolman aus dem Spanienfeldzug mit blauen Aufschlägen am Kragen und auf den Schulterklappen. Die Hosen waren schwarz mit hellblauen Biesen und wurden über schwarzen Schuhen und Gamaschen getragen. Auch das Lederzeug war schwarz. Offiziere trugen Dolmans und silber-gelbe Schärpen.
Die leichten und Linienbataillone trugen nahezu identische Uniformen. Der Tschako entsprach dem des Leibbataillons, allerdings anstelle des Rossschweifs befand sich an ihm ein Pompon, blau über gelb bei den Linienbataillonen, gelb über blau bei den leichten Bataillonen. Als Emblem trugen die leichten Bataillone ein Horn, die Linienbataillone einen Schild mit dem rennenden Pferd, der Regimentsnummer und dem Motto "Nunquam retrorsum".  Der Rock, ein kurzes schwarzes Kollett, hatte auf der Brust zehn Reihen schwarzer Schnüre, einreihig geknöpft. Die Hosen waren ebenfalls schwarz mit Biesen in der Bataillonsfarbe. Diese Farben wurden außerdem auf dem Kragen und den Schulterklappen getragen. Folgende Aufschlagsfarben wurden unterschieden: 1. Leichtes Bataillon (lederfarben bzw. rosa), 2. Leichtes Bataillon (gelb), 3. Leichtes Bataillon (orange), 1. Linien Bataillon (rot), 2. Linienbataillon (grün) und das 3. Linienbataillon (weiß).
Offiziere trugen ebenfalls die o.g. Schärpen und bei den Linienbataillonen weiße-, bei den leichten Bataillonen grüne Handschuhe.
Das Lederzeug war ebenfalls schwarz.
Hier können als Truppen die Russen von Esci bzw. die Preußen mit umgearbeiteten französischem Tschako herangezogen werden (vgl. meinen Bericht über die Braunschweiger im Peninsular War).
Die Husaren trugen die gleiche Uniform wie 1809, allerdings mit schwarzen Ärmelaufschlägen (Haythornthwhaite geht allerdings von hellblauen Ärmelaufschlägen aus).
Auch die Ulanen adaptierten die Uniform aus dem Jahr 1809, allerdings mit anderen Abzeichenfarben. Die Tschapka war schwarz, allerdings mit einem hellblauen Kopfteil, das durch eine gelbes Band von der unteren Hälfte getrennt wurde. Verschiedene Quellen geben allerdings an, dass auch noch die Tschapka des Modells 1809 getragen wurde. Die Kurtka war schwarz, mit blauen Aufschlägen und Rabatten. Die Reithosen schwarz mit hellblauen Biesen. Der Lanzenwimpel war hellblau über gelb. Die Pferdeschabracken waren schwarz mit hellblauer Umrandung.
Als Husaren kann man die französischen Husaren von Italeri verwenden, als Ulanen die französischen Lanciers von Esci.
Die Artilleristen trugen einen Tschako im Husarenstil. Die Fußartillerie mit einem gelben Pompon und einem messingfarbenem Granatenemblem, die berittenen Artillerie mit einem fallenden schwarzen Rossschweif und dem Totenkopfschild.
Der Rock der Fußartillerie entsprach dem der Infanterie, die berittene Artillerie trug einen Dolman. Beide waren schwarz, mit schwarzem Kragen und Ärmelaufschlägen, die gelb eingefasst waren. Die Hosen waren schwarz mit einem gelben Streifen. Die Fußartillerie trug schwarze Schuhe und Gamaschen, die berittenen Artillerie husarenähnliche Overalls.
Die Trainsoldaten der berittenen Artillerie trugen die gleichen Uniformen, die der Fußartillerie braun-graue Uniformen mit schwarzen Aufschlägen, die gelb eingefasst waren. Die Hosen (Overalls) in der gleichen Farbe mit gelben Biesen.
Als Artilleristen sind natürlich die wunderbaren Zinnfiguren Jörg Schmählings heranzuziehen.
An dieser Stelle endet mein Bericht. Ich hoffe er hat Spaß gemacht, und die Sammler geben den Braunschweigern einen gebührenden Platz auf ihren Dioramen. Als Gegner bieten sich ja viele an, nicht zuletzt eine Truppe, auf die wir schon alle gespannt warten: Die berittenen Grenadiere der Garde. Ich hoffe Hät beginnt noch in diesem Jahr mit der Auslieferung.




Remark


In the 90s, my friend Jens Najewitz published a miniatures magazine here in Germany for which I wrote some articles.
At that time, I translated some of the articles into English and showed them on wargame and model building sites abroad, which no longer exist.
That's why I want to bring these reports back for me - and maybe for you too.
I will publish it here now; with the exact wording of those days. I do not change anything. Although I'm certainly more into detail in some things today.
The conversion tips of that time referred to 1/72 miniatures, and read today sometimes very funny and nostalgic. At the end of 1999 and early 2000, many of the model figures that you can find on PSR were not published. 28 mm figurines did not exist in the variety like today either.
So please do not be surprised about my conversion tips.



Brunswickers at Quatre Bras and Waterloo
by Andreas Kopp

On December 25, 1814, the "Brunswick-Oels Jäger", the Brunswick contingent in Spain, had left the British service and returned to their homeland. The only exceptions were the hussars, who remained in British service until the middle of 1815.
After the victory of the Allied troops over Napoleon in 1813, the Duke of Brunswick Friedrich Wilhelm was restored to his possessions. His years of "vendetta" against Napoleon seemed to be over. However, he wanted to be prepared against any eventualities, and so he set up on 1 January 1814 new troops. The first unit of the newly created Brunswick troops was a company of learned hunters (Gelernte Jäger). Just two months later, a second company joined. At the end of the year 1814, the Brunswick troops composed as follows:

Light Infantry Brigade
Avant-garde: Here the Brunswickers, who had returned from Spanish service, were grouped into two light infantry companies. Added to this were the two new “Jäger” companies.
Leib Battalion: A new Leib battalion was created from the cadres of the old "Black Band".
1st, 2nd and 3rd Light Battalion: Newly recruited troops.

Line Infantry Brigade
1st, 2nd and 3rd Line Battalion: Newly recruited troops

Reserve Infantry Brigade
1st, 2nd, 3rd, 4th and 5th Reserve Infantry Battalion and the Landwehr (Militia)

Hussars Regiment
New men were also recruited here. The Hussars Regiment also included a squadron of lancers.

Artillery
A battery foot artillery - 8 guns with 188 soldiers
A Battery Mounted Artillery - 8 guns with 227 soldiers

The train troops

The above troops, with the exception of the Reserve Infantry Brigade, were to take part in the coming campaign.

After the landing of Napoleon in France, the Allies soon gathered their troops against the renewed threat. The Brunswick Corps became part of the Allied Army Reserve Corps of the Anglo-Allied Army in Belgium and was thus directly under the control of the Duke of Wellington. Commander of the corps was the Duke Friedrich Wilhelm in persona. His chief of staff was Lieutenant Colonel von Heinemann. As commander of the light brigade Major General Olfermann was used as commander of the line brigade lieutenant colonel von Buttlar.
On 15 June 1815, Napoleon's Armée du Nord crossed the border at Charleroi. The following day, the Brunswick soldiers were to receive the baptism of fire at Quatre Bras.

Quatre Bras

On the evening of June 15, the units of the Prince of Saxony Weimar (2nd Brigade of the 2nd Dutch-Belgian Infantry Division under Lieutenant-General Perponcher in the 1st Army Corps) stood at Quatre Bras. This brigade comprised the 2nd Nassau Infantry Regiment with 3 battalions (2,709 men), the Orange-Nassau Regiment (1581 men) and a mounted Dutch battery under Captain Bijleveld with 8 guns.
The commander of the left wing of the Northern Army, Prince of Moscow Marshal Ney, was able to rely on the following troops the following day: the 5th Division (Bachelu) with 11 battalions, the 6th Division (Prince Jerome) with 11 battalions, the 9th Division (Foy) with 10 battalions and the 2nd Cavalry Division (Pire) with a total of 15 squadrons. These units all belonged to the II Corps of the Northern Army. In addition, there were 5 batteries foot and a battery mounted artillery with 46 guns (The Guards cavalry under Lefebvre-Desnouettes had made it’s way to Quatre-Bras on June 15, but was then kept in reserve, the 11th Cavalry division under L'Heritier was only set up on the evening of the 16th, the marching back and forth of the Corps d'Erlon on 16 June, which was also under Ney's control, is well known). Thus, Ney had 19750 infantrymen, 1729 cavalrymen, 1385 artillerymen and 409 pioneers.
The Brunswick Corps was still standing in its quarter near Brussels on the evening of June 15. At about 10 pm, the Reserve Army received the order to march towards Waterloo. On the morning of June 16, these orders were extended to move troops to Quatre Bras. Around 14.50 the Brunswickers reached the battlefield (apart from the artillery and the 1st and 3rd Light Battalion, which appeared at 18.00 clock at Quatre Bras.
Immediately after their arrival, the Brunswicks were thrown into battle. The 2nd Light Battalion was detached to the left wing of Wellington's battle order, where it attacked together with the 95th Rifles Piraumont. The “Jägers” of the Avant-garde Battalion moved to the right wing in the forest of Bossu, where they support the Nassau battalions in the fire fight. The other battalions, including the cavalry, lined up between the Bossu forest and the main road.
At about the same time, the French stepped up their pressure on the Bossu forest. The Black Duke received an order from Wellington to advance against Gemioncourt, extending his lines to the Bossu Forest in order to maintain contact with the Dutch and Nassau troops there. The Leib Battalion, the 1st Line Battalion, and the 2 companies of light avant-garde infantry advanced, the latter joining their ranks with the “Jägers” in the Bossu Forest. Immediately behind the infantry were the hussars under Major Cramm and the lancers under Major Pott. The 2nd and 3rd Line Battalion remained in reserve at Quatre Bras.
At the same time Ney decided for the general attack. From the ridge behind Gemioncourt his artillery took the enemy positions under fire. At the same time the infantry began to advance. The French columns pushed back the Brunswicks. At the same time, the losses from the French artillery were considerable. The Black Duke, at the head of his troops - smoking his famous pipe - tried to calm his men. His request to Wellington for assistance by artillery was answered by the dispatch of the battery Rettberg. The four guns were placed on the right flank of the Brunswick lineup, but two of the guns were immediately destroyed by enemy fire. The French, however, moved on along the whole line. When the 1st and the Guard Battalion began to give way, Frederick William took the lead of his Hussars and attacked the French columns.
However, these formed immediately a square formation and drove back the hussars with targeted fire. Their commander Major Cramm was killed. The duke's efforts to regroup the cavalry troops failed. They fell back to Quatre Bras, as well as the infantry, which was not able to withstand the increasing French pressure, which now also struck from the flank on the Brunswick, as the French also gained space in the forest of Bossu. To make matters worse, the chasseurs and lancers of the cavalry division of Pire attacked again and threw themselves on the retreating infantry. The Guard Battalion and the 2nd Line Battalion fled dissolved into the forest of Bossu, the other battalions left the main road and rushed to Picton’s English battalions. Quatre Bras was uncovered.
At this time, it was when Wellington had to seek protection in the square of the 92nd Highlander, and the Black Duke was mortally wounded by a musket bullet. General Olfermann, now commanding the Brunswick units, managed to gather his fleeing troops behind Quatre Bras. Supported by British battalions, they secured the vital crossroads. Also on the left wing the 2nd light battalion held it’s place together with the 95th Rifles.
Meanwhile, however, the badly needed fresh Allied troops arrived at Quatre Bras. First appeared the brigade Colin Halkett, followed by the brigade Kielmannsegg and the Nassauern under Kruse. The Cleeve and Lloyd batteries also reached the battlefield. Around 5 pm, the two British guard units, Byng and Maitland, and the batteries Sandham and Kuhlmann were added.
At 6 pm, Ney ordered Brigade Guiton of the 11th Cavalry Division (L'Heritier) to move forward. The 8th and 11th cuirassiers, 800 riders led by the corps commander Kellermann personally, went over to the attack. Of the four battalions of Brigade Colin Halkett, two could not make a square in time. The 69th lost the royal flag. The 33rd escaped into the forest but was almost completely wiped out. The cuirassiers reached the crossing of Quatre Bras.
Wellington's center was in danger for a short period of time. However, the cavalry charge lacked infantry support. When the Kuhlmann and Cleeve batteries opened fire, the Nassauer from the forest of Bossu, the English from the houses of Quatre Bras, and the Hanoverians of Kielmannsegg from the road to Namur, the cuirassiers turned around.
Also on the right French wing, the French had advanced under Bachelu and had conquered Thyle. The British and Brunswick troops, deployed here, were hit hardest.
By now, however, Wellington had enough troops at the intersection, and around 6:40 pm the counterattack began. The two Guards Brigades advanced against the forest of Bossu, which at that time was almost entirely in the hands of the Frenchman. Halkett and Pack, supported by the Brunswick and Nassau battalions advanced on Gemioncourt; the Englishmen under Kempt and Kielmannseggs Hanoverians advanced again to Piraumont. Between 8 and 8 p.m. Wellington then received reinforcements by the 1st and 3rd light battalion and the two batteries of Brunswick and by the 2nd KGL Brigade under Ompteda. At about the same time, the Guards Brigades had pushed the French out of the Bossu forest with heavy casualties, Foy had been forced back onto Gemioncourt in the center of the front and Bachelu, after a bitter struggle, had conceded Piraumont.
The carabiniers from Kellermann's corps, which arrived at around 8.30 pm, could only stabilize their left wing against the British who were pushing out of the forest of Bossu.
At about 9 p.m. the fighting stopped. The British cavalry (Vivian, Vandeleur, Somerset and Ponsonby) that now appeared on the battlefield came not in action.
The Brunswicks lost after Siborne at Quatre Bras 819 dead, wounded or missing soldiers, the official Brunswick loss data speak of 188 dead and 396 wounded.

Waterloo

On June 17, Wellington retreated his units to Mont St.Jean, pursued by Napoleon's army. The Brunswick Corps, which had to complain about the loss of its commander and a relatively high loss rate among the battalions, was ordered to reserve. It was in the second line of the Allied position, north of Hougoumont, near Merbe Braine. In the following battle, the units were not used together. The cavalry operated together with their British comrades; the Avant-garde and the Leib Battalion and the 1st Light Battalion took part in the battle for Hougoumont, while the remaining battalions strengthened the English battle line (It should be noted that different authors make different statements about the positioning of the Brunswicks at Waterloo. So some say that all light battalions including the Avant-garde were at Hougoumont. But this rating is due to confusion in the English center during the height of the battle).
The battle, which began with the attack on Hougoumont at 11.30 a.m., saw the Brunswicks until about 2 p.m. in reserve. At this time however Wellington sent reinforcements in direction of Hougoumont of which also the Brunswicks were concerned. The Brunswicks detached to this point of the battle subsequently took part in the fighting, focusing on the northwest corner of the lodge at the height of Niveller Strasse, but the avant-garde battalion also defended the orchard.
The bulk of the Brunswick contingent was confronted in the afternoon with the rider attacks of Milhaud. Wellington had recently brought the Brunswickers closer to the action. They lined up in the second line behind the Guards of Maitland. Here they were waiting for the cavalry attacks.
The French cavalry reached the plateau, but here it was confronted with the Allied squares, which held everywhere.
The four Cuirassier Regiments of the 13th Cavalry Division under Watier rode the attack against the English Guards and the Brunswicks behind it. The British responded with a counterattack, involving the Brunswick hussars and Uhlans, and drove the French down the slope.
Here, however, the French gathered the troops, and attacked again, supported by the guard cavalry. A cavalry battle developed, in which the Allied cavalry, however, had to withdraw.
In the subsequent attack of the French, the Brunswicks faced the Chasseurs a Cheval of the Guard under L'Allemand.
Between the squares of the Brunswicks stood the battery Mercer, and fired their grape-shot towards the horsemen. This attack of the French was rejected.
In support of the Brunswicks Wellington subsequently pulled up the battalions of the British Brigade Mitchel, and let them move between the Brunswick position. This was to prevent the inexperienced Brunswicks from finally leaving their position.
Subsequently, the French opened again a devastating artillery fire, which probably also drew the Brunswicks in bad. This shows the fact that the commander of the 5th Cavalry Brigade Grant, whose brigade was contracting in the back of the Brunswick to prevent their course, lost three horses that were killed under his body.
Obviously, during the cavalry charge, the French had also advanced their infantry towards the plateau. The 1st, 3rd, 4th KGL Battalion of the Brigade du Plat, the Brunswicks and the 23rd Fusiliers of the Brigade Adams went against them. The advance against the French under Quiot crashed, however, ineffective. After the Brunswick Commander in Chief Olfermann's right hand was demolished, his troops retreated. It did not fare any better for the other troops involved.
The subsequent French rider attack, which was now led by Kellermann's troops, but was supported by the rest of the cavalry, was now directed against Wellington's right flank.
The Brunswicks were attacked by the  Dragoons of Piquet from the 11th Cavalry Division (L'Heritier). Wellington's strong right flank, however, prevented a breakthrough for the French. At the close of the fight, the Dragoon-Brigadier General Piquet was wounded. He turned south after crossing the Niveller High Street and rode in a circle around Hougoumont into the valley.
Now it was about 6 pm. The center of the Allied army formed the division of Lieutenant General Count Alten with the three brigades Colin Halkett, Ompteda and Kielmannsegg. At Hougoumont, the KGL Brigade du Plat had ajar. The battalions of the Brunswicks stood between Du Plats men and the brigade of Colin Halkett in the front line of the front, and in their intervals the three battalions of the Brigade Mitchel. In the second row, on the right, outside of Hougoumont, was the Hanoverian brigade William Halkett, in the center the brigade Adam as well as the English Guards of Maitland and Byng. Chasse had been drawn closer, too. In the east, the left flank of the Allies had been thinned out, the center had buckled, only in the west, the front line was now shorter and tighter.
The cavalry attacks went on now. This time the Brunswicks had to do with the elite troop of the heavy cavalry division of the Guards, the Grenadiers on horseback of the Guards.
The Brunswick squares held however. The next attack was led by the elite troops of the 12th Cavalry Division, the Carabiniers. Obviously, the 3rd light battalion of the Brunswicks was blown up, and the other battalions were hit hard. However, the battery Cleeve fired from close range on the onrushing French. The Brunswick cavalry and the remains of the brigade Dörnberg support the squares.
Finally, the French cavalry had to retire here too.
Wellington's line started to get very thin. So he ordered his last reserves into the center.
From Hougoumont the four Brunswick battalions were drawn more to the center, while the Brigade Vincke were ordered from the wing to the left center. Also Wellington's last infantry reserve, the Dutch and Belgian Chasses, now took up position in the center. In addition, the duke relocated the cavalry brigades Vandeleur and Vivian from Papelotte behind the English center
After the cavalry attacks, the Brunswicks now hit the attack of the division Bachelu. The 2nd light battalion went to ruins, only with difficulty could one rescue the flag. In this action Major Unruh and all four captains fell. The chief of staff and deputy corps commander Heinemann got killed in the fray. His body was never found. The chief of the line brigade also sank heavily wounded. The Brunswicks fell back. Wellington personally rode up and brought them to a halt.
The role of the Brunswicks in the final stage of the battle, during the Guard attack, is not clear. Wenzlik suspected that the fights with Bachelu had so weakened the battalions that Wellington had dragged them out of the line. Other authors see them in joint struggle with the 3rd Foot Guard. However, the result of the attack is known.
It remains to be said that the engagement of the Brunswick units was difficult but also exemplary at both Quatre Bras and Waterloo. Not least the loss figures speak for it. Siborne speaks of 660 dead, wounded or missing. The Brunswick figures amount to 260 dead, 918 wounded and 378 missing.

Uniforms

Finally, some remarks to the uniforms.
The Avant-garde battalion was composed of learned hunters (Gelernte Jäger) and 2 companies of light infantry. The former wore the Corsican hat with the emblem of the running horse. The little plume on the side of the hat was green. The uniform consisted of a short-bodied, single-breasted gray skirt with a green standing collar and epaulettes in the same color. The pants were also gray, with green tucks, worn over black shoes and leggings. The leather stuff also in black.
The two light companies wore the same uniform as the Leib battalion, with green collars, epaulets, and pointed cuffs. They also had the Corsican hat as headgear, but with a horn emblem.
Of course, the Brunswick troops of Hät are to be used here.
The Laib battalion wore the shako of 1809 with a falling horse tail. On it was the well-known skull insignia. The skirt corresponded to the Dolman from the Spanish campaign with blue cuffs on the collar and on the epaulets. The pants were black with light blue tucks and were worn over black shoes and leggings. The leather was black too. Officers wore dolmans and silver-yellow sashes.
The light and line battalions wore nearly identical uniforms. The shako corresponded to that of the Leib  battalion, but instead of the horse tail, there was a pompon on it, blue over yellow in the line battalions, yellow over blue in the light battalions. As an emblem the light battalions wore a horn, the line battalions a shield with the running horse, the regimental number and the motto "Nunquam retrorsum". The skirt, a short black collet, had ten rows of black cords on the chest, single-breasted. The pants were also black with tucks in the battalion color. These colors were also worn on the collar and epaulettes. The following impact colors were distinguished: 1. Light Battalion (buff or pink), 2. Light Battalion (yellow), 3. Light Battalion (orange), 1st Line Battalion (red), 2nd Line Battalion (green) and the 3rd. Line Battalion (white).
Officers wore the o.g. Sashes. They use white gloves in line battalions, green gloves for light battalions.
Leather equipment in black..
Here you can convert the Russians of Esci and the Prussians with reworked French shako (see my report on the Brunswicks in the Peninsular War).
The Hussars wore the same uniform as 1809, but with black cuffs (Haythornthwhaite shows, however, light blue cuffs).
The Uhlans (Lancers) also adapted the uniform from 1809, but with different badge colors. The chapka was black, but with a light blue headboard separated by a yellow band from the bottom. However, various sources indicate that also the chapka of the model 1809 was worn. The Kurtka was black, with blue cuffs and discounts. The breeches black with light blue tucks. The lance pennant was pale blue over yellow. The horse saddlecloth were black with a light blue border.
As hussars you can use the French hussars of Italeri, as lancers the French lancers of Esci.
The artillerymen wore a hussard-style shako with grenade emblem. 
The horse artillery a shako with a falling black horse tail and the skull sign.
The foot artillery skirt was that of the infantry, the mounted artillery wore a dolman. Both were black, with black collars and cuffs, yellow edged. The pants were black with a yellow stripe. The foot artillery wore black shoes and leggings, the mounted artillery had husar-like overalls.
The mounted soldiers of the horse artillery wore the same uniforms, the foot artillery brown-gray uniforms with black cuffs, which were edged yellow. The pants (overalls) in the same color with yellow tucks.
As artillerymen, of course, the wonderful pewter figures of Jörg Schmähling are to be used.
At this point my report ends. I hope you like it, and the collectors give the Brunswicks a fitting place on their dioramas. As an opponent maybe the he Mounted Grenadiers of the Guard. I hope I want to start shipping this year.

Sonntag, 10. März 2019

Die Schwarze Schar 1809 und die Braunschweiger im Peninsular War


Vorbemerkung

Ende der 90er Jahre hatte mein Freund Jens Najewitz einen seiner vielen genialen Pläne. Er wollte sein nebenberufliches Händlerdasein im Miniaturenbereich aufgeben, und eine Modellzeitschrift herausbringen.
Die legte er dann auch auf. Sie hieß "Modellfiguren" und der Plan, der hinter den Veröffentlichungen stand, war dem Sammler von 1/72 Miniaturen endlich das Magazin in die Hand zu geben, das er schon immer wollte und auch lautstark gefordert hatte.
Ein Magazin mit Berichten über Figuren, mit Artikeln über verschiedene kriegsgeschichtliche Ereignisse, mit Besprechungen von Neuerscheinungen, einfach ein Magazin, das sich nur den Wünschen der 1/72 Szene widmen sollte.
Trotz vollmundiger Unterstützungsbekundungen erreichten wir leider nicht die nötige Zahl von Abonnenten. In einer Welt mit viel schlechteren Kommunikationsmöglichkeiten als heute, und mit horrenden Preisen für Layout und Druck - oh Gott ist das heute einfach - war das Unterfangen ohne Sponsoren einfach zu teuer.
Obwohl Jens einiges privates Geld reinbutterte und da auch richtig drauflegte, musste er die MoFi nach 1 1/2 Jahren einstellen.
Sehr zum Bedauern von mir, der für diese Zeitschrift einige Artikel geschrieben hatte.
Einige der Artikel übersetzte ich damals ins Englische und packte sie auf Wargamer- bzw. Modellbauseiten im Ausland, die es mittlerweile nicht mehr gibt.
Deshalb möchte ich diese Berichte für mich - und vielleicht auch für Sie -  zurückholen.
Ich werde sie jetzt hier veröffentlichen; und zwar mit dem genauen Wortlaut von damals. Ich ändere da nichts. Obwohl ich sicherlich bei einigen Sachen heute viel stärker im Detail bin.
Die Umbautipps von damals bezogen sich auf 1/72 Miniaturen, und lesen sich heute teilweise sehr lustig und auch nostalgisch. Ende 1999 und Anfang 2000 gab es viele der Modellfiguren, die heute auf der Plasticsoldierseite gezeigt werden noch gar nicht. 28 mm Figuren gab es in der Vielfalt wie heute ebenfalls nicht.
Also sind Sie bitte nicht verwundert.
Übersetzen werde ich die Berichte nicht. Nur die, die damals auch in Englisch erschienen, werde ich auch so wiedergeben.
Viel Spaß mit den Berichten, die ich hier in einigen Abständen präsentieren werde.

  
Der  Feldzug von 1809
  

Im Jahr 1807 wurde das Herzogtum Braunschweig in Folge des preußisch-französischen Krieges aufgelöst und dem neu geschaffenen Königreich Westfalen einverleibt.  Der Herzog Friedrich Wilhelm, der erst kurz zuvor die Thronfolge angetreten hatte, da sein Vater der preußische Marschall Karl Wilhelm Ferdinand bei Auerstädt tödlich verwundet worden war,  zog sich nach dem badischen Bruchsal zurück. 

Als im Jahr 1809, der spanische Krieg war gerade ein Jahr alt, Österreich Morgenluft witterte, reiste der Herzog im Februar 1809 nach Wien,  um mit dem österreichischen Kaiserhaus eine Konvention abzuschließen. Nach einigen Verhandlungen unterzeichnete er mit Kaiser Franz eine Übereinkunft, ein Korps von 2000 Mann auf eigene Kosten auszurüsten, wogegen ihm die Zusicherung gegeben wurde, als  ein Verbündeter des Kaiserhauses betrachtet und behandelt zu werden. Von Wien aus begab sich der Herzog nach seinem Fürstentum Oels, um hier mit seinen Rüstungen gegen Frankreich zu beginnen. Die Fürstentümer Oels und Bernstadt mit Schulden belegend, gelang ihm die Errichtung einer Truppe. In Nachod konnte der Herzog am 1. April seine Truppen zusammenziehen. Ursprünglich sollte sich das Korps wie folgt zusammensetzen: Ein leichtes Infanterieregiment mit 8 Kompanien, in zwei Bataillone geteilt. Ein Husarenregiment mit 8 Schwadronen und eine reitende Batterie.

Der entthronte Friedrich Wilhelm war besessen von Rachegedanken  gegen Napoleon und Frankreich. Als physischen Ausdruck dieses Gefühls kleidete er seine Truppe in tiefem Schwarz, was ihm alsbald den Beinamen der Schwarze Herzog und seiner Truppe den Titel die Schwarze Schar einbrachte.
Als im April die kriegerischen Auseinandersetzungen begannen, kommandierte der Generalmajor am Ende die österreichischen Truppen in Böhmen, die im Gebiet von Theresienstadt standen. Teil seiner Truppe war das Schwarze Korps und das Kurhessische Korps des ehemaligen Prinzen von Hessen Kassel. Die österreichischen Truppen verhielten sich hier defensiv. Als am 25. Mai die sächsischen Truppen unter Oberst Thielmann in Böhmen einfielen, eroberte der Herzog von Braunschweig die sächsische Stadt Zittau. 

Thielmann zog sich daraufhin nach Dresden zurück. Nach der Schlacht von Aspern hatte Erzherzog Karl von Österreich die Truppen des Generals am Ende auf 10.000 Mann verstärkt und diesem einen Ablenkungsangriff auf Sachsen befohlen. Die Aktion begann am 10. Juni. Thielmann zog sich aus Dresden zurück und am nächsten Tag eroberten die vereinigten Truppen am Endes die Stadt. Am 12. Juni rückten die Braunschweiger, unterstützt von österreichischen Jägern, auf Gorbitz vor und trieben die Sachsen unter Thielmann vor sich her. Der sächsische König bat daraufhin König Jerome von Westfalen, den Bruder Napoleons, um Hilfe. Dieser sandte Teile seiner Gardedivision und das dritte bergische Infanterieregiment nach Eisenach, und am 18. Juni 1809 verließ er Kassel mit dem Rest seiner Gardedivision, der zweiten westfälischen Division und der dritten holländischen Division. Am 25. Juni erreichte er Merseburg.

Unterdessen hatten am 22. Juni die Braunschweiger und Österreicher Leipzig erobert, doch bereits zwei Tage später verließ man die Stadt, nachdem man vom Anrücken der westfälischen Truppen Kunde erhalten hatte. Diese betraten dann auch am 26. Juni Leipzig und zwei Tage später kam es zu ersten Kampfhandlungen dieser Einheit mit den Braunschweigern.
Die österreichischen Truppen wurden nunmehr reorganisiert und dem XI. Korps unter Feldmarschall-Leutnant Freiherr von Kienmayer unterstellt. Sie sollten ihre Aktivitäten nach Franken verlagern. Am 1. Juli betraten Jeromes Truppen Dresden; danach wendeten sie sich in Richtung Hof, um sich mit Marschall Junots Streitkräften, die sich in Franken befanden, zu vereinen.  Kienmayer wurde von Junot aus Nürnberg vertrieben. Sie zogen sich nach Hof zurück und stellten sich am 8. Juli Junot bei Berneck und Gefrees. Die Franzosen wurden gestoppt und Kienmayer wendete sich nunmehr gegen Jerome. Dieser zog sich mit seinen Truppen bis nach Erfurt zurück (17. Juli), verfolgt von den Österreichern. Hier erfuhr er von dem am 12. Juni 1809 in Znaim abgeschlossenen Waffenstillstandsvertrag zwischen Frankreich und Österreich und er begab sich mit dem Großteil seiner Truppen nach Kassel.  In Erfurt verblieb Gratien's 3. holländische Division ( ca. 5300 Mann, bestehend aus dem 6., 7., 8. und 9. holländischen Linieninfanterieregiment, dem 2. holländischen Kürassierregiment und drei Kompanien Artillerie). In Sachsen standen außerdem Thielmanns Truppen (ca. 2000 Mann; 4 Schwadronen Zastrow Kürassiere, eine Schwadron von Polens Chevaulegers, drei Schwadronen sächsische Husaren, das Grenadierbataillon von Einsiedel, das Infanteriebataillon Welan, zwei Kompanien des Infanterieregimentes von Burgdorf, ein Musketierbataillon des Infanterieregimentes von Oebschelwitz, zwei einhalb Batterien Fuß- und eine Batterie berittene Artillerie).


  

Der Zug zur Küste
  
Der Waffenstillstand traf den Schwarzen Herzog hart. Er hatte seine ganze Hoffnung auf diesen Krieg gelegt. Da er allerdings in der Wiener Konvention als Verbündeter Österreichs und nicht als dessen Untergebener aufgetreten war, fühlte er sich nicht an den Waffenstillstand gebunden. Er entschied vielmehr sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. In dem vergangenen Feldzug war es ihm nicht gelungen seine Ideen in die Tat umzusetzen. Als Bestandteil eines österreichischen Korps konnte er nicht seinen Traum von einer Erhebung Norddeutschlands und der Rückgewinnung seiner Stammlande realisieren. Der Plan seines Oberbefehlshabers Kienmayer in Hessen Kassel einen Aufstand mit Hilfe der Braunschweiger zu unterstützen, wurde ebenfalls durch den Waffenstillstand überholt. Nunmehr war der Herzog allerdings von solchen Fesseln befreit.

Er beschloß einen Zug zur Küste, insgeheim darauf hoffend den Aufstand Norddeutschlands nunmehr doch herbeiführen zu können, andererseits aber auch kalkulierend, daß die englische Flotte, die vor Norddeutschlands Küsten lag, eine eventuelle Evakuierung seiner Truppen bewerkstelligen könnte.
Das Schwarze Korps bestand zu diesem Zeitpunkt aus folgenden Truppen: 1. leichtes Infanteriebataillon (Major von Fragstein) mit 500 Mann; 2. leichtes Infanteriebataillon (Major von Reichmeister) mit 500 Mann; 3. oder freies Jägerbataillon (Major von Herzberg) mit 150 Mann; Scharfschützen Kompanie (Major von Scriever) mit 150 Mann; Husarenregiment (Major Schrader) mit 550 Mann; Ulanenschwadron (Rittmeister Graf von Wedel) mit 80 Mann und der Reitenden Batterie (Premierleutnant Genderer) mit 80 Mann und 4 Kanonen.

Somit verfügte der Herzog über eine Truppe von 2010 Mann mit 100 Offizieren.
Am 26. Juli erreichten die Truppen des Herzogs Halle. Hier beschlagnahmte er die öffentliche Kasse und rekrutierte neue Männer. Am nächsten Tag erließ König Jerome Befehle an General Rewbell in Hannover, an General Gratien in Erfurt und an General Michaud in Magdeburg den Herzog und seine Truppen zu finden und sie zu zerstören.

Rewbell sammelte seine Truppen in Celle (1. und 6. westfälisches Linieninfanterieregiment, 1. westfälisches Kürassierregiment, 3. bergisches Linieninfanterieregiment, eine berittene und eine Fußbatterie mit 10 Kanonen), wohin sich auch das 5. westfälische Infanterieregiment wenden sollte, das zur Zeit noch in Halberstadt lag. Gegen dieses wandte sich nun der Schwarze Herzog. Am Abend des 29. Juli erreichten seine Truppen die Stadt und der westfälische Kommandierende Oberst Graf Wellingerode schickte einige seiner Kompanien gegen sie. Der Herzog eröffnete ein wirksames Kartätschenfeuer gegen diese Truppen und warf sie auf die Stadt zurück. Danach gruppierte er seine Truppen in zwei Sturmkolonnen. Die eine führte er selbst gegen das Harsleber Tor, die andere griff das Kuhlinger Tor an. Hier kam es zu schweren Verlusten bis das Stadttor von einem Geschütz, das Offizere bemannt hatten, niedergeschossen werden konnte. Die Braunschweiger Scharfschützen mit dem Ruf "Sieg oder Tod" strömten in die Stadt.
Auch am Harsleber Tor konnte der Zugang erzwungen werden. Unterdessen strömte die Kavallerie durch das Kuhlinger Tor in die Stadt. Der westfälische Widerstand brach alsbald in den Straßenkämpfen zusammen. Am nächsten Tag zählten die Braunschweiger 80 Offiziere und 2000 Mann an Gefangenen, über 600 Westfalen waren verwundet oder gefangen.  100 Westfalen konnten entkommen. Die Braunschweiger verloren 400 Getötete bzw. Verwundete. Das 5. Regiment war ausgelöscht.

Die braunschweiger Verluste konnten aus den Reihen der Westfalen aufgefüllt werden und der Herzog machte sich mit seiner Schar nach Braunschweig auf, das er am 31. Juli betrat. Hier erfüllte sich allerdings seine Hoffnung nicht. Es kam nicht zu einer Generalerhebung. Aus diesem Grund entschied sich der Herzog seinen Zug fortzuführen. Am 1. Juli erwartete ihn Rewbell bei Oelper im Norden Braunschweigs. Der hier entbrennende Kampf kostete auf seiten der Braunschweiger 100, auf seiten der Westfalen 200 Ausfälle. Der taktische Erfolg lag eindeutig auf seiten der Westfalen. Allerdings konnte Rewbell seinen Erfolg nichts ausnutzen. Vielmehr zog er sich in Richtung Celle zurück. Als er wieder gegen Oelper vorrückte, mußte er erkennen, daß sich der Herzog nach Hannover begeben hatte. Von dort marschierte die Schwarze Schar  nach Hoya. Hier detachierte der Herzog einen Teil seiner Truppen als Arrieregarde um Rewbell in die Irre zu leiten. Dieser Truppenteil sollte sich nach Bremen bewegen und Rewbell nach sich ziehen. Der Herzog selbst zog über Delmenhorst nach Elsfleth, wo er sich einzuschiffen gedachte. Die Aktion hatte Erfolg und nach einem kurzen Gefecht bei Heidkrug konnte sich die Arrieregarde am 6. August wieder mit dem Rest des Schwarzen Korps vereinigen. Rewbell marschierte unterdessen unschlüssig hin und her, und konnte die Einschiffung des Schwarzen Korps nicht verhindern. 1600 Mann schifften sich in Elsfleth ein und begaben sich auf englischen Schiffen über Helgoland zur Isle of Wight.
Das Verhalten Rewbells konnte niemals richtig analysiert werden. Hatte er zu wenig Vertrauen in seine Truppen unter denen sich auch genügend Braunschweiger befanden? Jedenfalls schickte ein erboster Jerome General Bongars nach Bremen um Rewbell seines Kommandos zu entheben. Dieser schlug allerdings seinem Souverän ein Schnippchen und bestieg ein Schiff nach Amerika.



Die Uniformen des Schwarzen Korps im Jahr 1809
  
Bevor die Tätigkeit der Braunschweiger im Peninsular War nachgezeichnet werden kann, müssen wir uns an dieser Stelle mit der Uniformierung der Braunschweiger Truppen befassen, da die Uniformen des Jahres 1809 teilweise erheblich von denen des Spanienfeldzuges abweichen.
(Auf der Webseite von Markus Stein sind mittlerweile die Uniformtafeln Knötels frei recherchierbar.



Die Infanteriebataillone trugen als Waffenrock die sogenannte Litewka (Polrock, Kutka). Hierbei handelte es sich um einen langschößigen schwarzen Rock. Dieser war auf der Brust mit sechs Reihen schwarzer Schnüre besetzt, die an den Enden in Schleifen ausliefen und mit schwarzen, übersponnenen Knebeln verschlossen wurden. Der Kragen war hellblau, die Ärmelaufschläge spitz zulaufend und schwarz (manche Quellen sprechen allerdings auch hier von blauen Aufschlägen). Die Hosen waren schwarz mit blauer Biese. Hinzu kamen schwarze Schuhe und Gamaschen. Das Lederzeug war ebenfalls schwarz. Auf dem braunen Kalbsfelltornister wurde, in üblicher Art, der graue Mantel zusammengerollt getragen. Der Tschako bestand aus schwarzem Filz mit Lederbesatz und schwarzledernen Sturmbändern. Ein schwarzer Roßschweif und ein weißmetallener Totenkopf über gekreuzten Knochen ergänzten den Tschako.
Hier empfehle ich einen Umbau der preußischen Landwehr von Airfix bzw. Hät. Auf dem langen Rock können durch Bemalung die Schnüre dargestellt werden. Die Köpfe sind durch diejenigen der preußischen Infanterie (Revell) bzw. der russischen Infanterie (Esci) zu ersetzen. Auf dem Tschako ist ein Roßschweif aufzuarbeiten.
Das dritte freie Jägerbataillon trug schwarze Kolletts mit gelben Kragen und gelber Paspellierung. Ansonsten stimmte die Uniformierung mit der der anderen beiden Bataillone überein.
Die Quellen gehen an dieser Stelle auseinander. Einige beschreiben die Uniform des dritten Bataillons als identisch zu den beiden ersten - abgesehen von der oben erwähnten Abzeichenfarbe - , anderen sprechen von zweireihigen schwarzen Kolletts. Im letzteren Fall empfiehlt sich für den Umbau eine Umbemalung der preußischen Infanterie (Revell).
Die Scharfschützenkompanie erklärt sich von selbst: Häts Avantgarde. Allerdings wurden 1809 grüne Kolletts mit zwei Reihen Knöpfen getragen. Kragen und Aufschläge waren rot, die Hosen grau oder weiß. Der korsische Hut mit grünem Band, aber ohne Federstutz. Zu bemerken bleibt, daß die Offiziere die gleichen Tschakos wie die Infanteriebataillone trugen. Außerdem hatten sie graue Hosen mit roten Biesen.
Die Husarenuniform ähnelte derjenigen der Infanterie. Insbesondere der Tschako unterschied sich nur durch Schuppenketten aus Messing. Der schwarze Dolman war auf der Brust mit dichten Reihen schwarzer Schnüre und fünf Reihen schwarzer Knöpfe versehen. Die Rückennähte und Ärmel zeigten schwarzen Schnurbesatz. Kragen und Aufschläge waren hellblau. Die Schnurschärpe war gelb mit hellblauen Knöpfen. Die Reithose war schwarz mit blauer Biese und Lederbesatz. Die Pferde trugen auf ungarischen Bocksätteln schwarze Schaffelle mit hellblauer, gezackter Tucheinfassung.  Die Offiziere trugen anstatt des Dolmans die Litewka.
Hier können die Husarensätze der verschiedenen Hersteller verwendet werden, allerdings mit den Köpfen der Preußen bzw. Russen (wie oben beschrieben). Als Offiziere eignen sich die preußischen Dragoner von Hät in der entsprechenden Bemalung.

Als Ulanen kann man die französischen Lanciers (Esci) verwenden. Grünes Kollett mit gelben Knöpfen, rote Kragen, Rabatten, Aufschläge. Die lederbesetzten Reithosen waren aus grünem Tuch mit breiten roten Nahtstreifen. Die Tschapka bestand aus einem schwarzledernen Kopfteil, geschmückt mit einem Totenkopf. Ihr oberer Teil war gelb, mit gelbem Vorstoß und Fangschnüren in der gleichen Farbe.. Der Lanzenwimpel war gelb über rot. Die Sattelüberdecken waren grün mit roten Besatzstreifen.
Die Artillerie trug die gleichen Tschakos wie die Infanterie. Hosen und Ausrüstung entsprachen den Husaren. Sie trugen ein schwarzes Kollett mit schwarzen Schnüren, hellblauem Kragen, Achselklappen, Aufschlägen.
Hier kann man die berittene britische Artillerie von Esci oder Airfix verwenden, mit dem oben beschriebenen Tschako der Infanterie.
  

Die Braunschweiger im Peninsular War

Auf der Isle of Wight wurden die Braunschweiger Truppen reorganisiert. Am 8. Oktober 1810 landeten die "Brunswick-Oels Jäger" - diesen Namen führte nunmehr das Regiment - in Lissabon. Das Regiment bestand aus 12 Kompanien und einem Regimentsstab. Es wurde zunächst der Brigade Packenhams in Cole's 4. Division zugeteilt. Kurz danach wurde das Regiment allerdings Craufords Leichter Division zugeordnet. Als Teil dieser Einheit beteiligten sich die Braunschweiger an der Verfolgung Massenas , ausgehend von der Torres Vedras Linie am 17. November und dem Gefecht bei Santarem am 19. November. Außerdem waren die Braunschweiger an den Gefechten bei Redinha (12.3.1811), Casal Novo (14.3.1811) und Foz d'Arouce (16.3.1811) beteiligt.
Im April 1811 wurden neun Kompanien von Altens Brigade in der 7. Division zugeteilt. Eine Kompanie kam zu Ellis Brigade in der 4. Division. Eine Kompanie zu Pringles Brigade und eine Kompanie in Grevilles Brigade in der 5. Division. Sehr wahrscheinlich handelte es sich bei den drei detachierten Kompanien um die Scharfschützen.
Die erste größere Schlacht , an der die Braunschweiger beteiligt waren, war Fuentes d'Onoro. Hier standen sie auf dem britischen rechten Flügel und wurden von General Marchands Division zurückgetrieben. Nach dieser Schlacht marschierte das Regiment nach Estremadura und beteiligte sich an den beiden Belagerungen von Badajoz. An der letzteren waren auch die Truppenteile in der 4. und 5. Division beteiligt. Weitere Aktionen waren Salamanca (22.7.1812), Vittoria (21.6.1813), Maya und Roncevalles (25.7.1813),  die Schlachten bei Sorauren (28.7, 30.7.1813), Echalar (2.8.1813), St. Sebastian  (31.8.1813), Bidassoa (7.10.1813), Nivelle 10.11.1813), Nive (9.-10.11.1813 ) und Ortez (27.2.1814). Eine Analyse der Verlustzahlen zeigt, daß die braunschweigischen Truppen nur sehr selten im Focus der Schlacht standen. Insgesamt belaufen sich die Verluste an Verwundeten, Getöteten und Vermißten auf eine Gesamtzahl von 252 Personen. Dabei fallen allein auf die letzte Schlacht bei Orthez 48 Ausfälle. Es scheint, als ob das Vertrauen der britischen Heerführer nicht sehr ausgeprägt war. Die Quellen berichten von großen Desertionsraten im Braunschweiger Truppenteil. So bemerkte Wellington im August 1813, daß nicht weniger als neunzig Personen in den letzten Tagen desertiert seien, und von Crauford wird berichtet, daß er gesagt habe, er würde einer Desertion keine Steine in den Weg legen, da man ohnehin besser ohne diese Truppen auskommen würde. Ich persönlich glaube aber, daß an dieser Stelle einmal für die Braunschweiger gesprochen werden muß. Es ist allgemein bekannt, daß die im Spanienfeldzug eingesetzten Truppen auf beiden Seiten sehr stark mit krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen hatten. Die Truppenergänzungen, die die Braunschweiger erhielten, stammten zum größten Teil aus kriegsgefangenen deutschen oder fremdsprachigen Truppen des französischen Heeres. So gesehen erscheinen mir die hohen Desertionsraten nicht außergewöhnlich. Nach meiner Ansicht blieb die Kerntruppe des Herzogs intakt - dies zeigt nicht zuletzt der Einsatz der Braunschweiger bei Quatre Bras und Waterloo - , aber diese Kerntruppe hatte natürlich Probleme den miserablen Ersatz in ihren Reihen zu integrieren. Leider zieht sich das vernichtende Urteil über die Braunschweiger durch die gesamte englischsprachige Literatur, aber dies ist man ja bezüglich der napoleonischen Epoche gewohnt.
An dieser Stelle muß noch kurz auf die Kavallerie der Schwarzen Schar eingegangen werden. Diese wurde ebenfalls reorganisiert, formierte ein Husarenregiment und ging ebenfalls nach Spanien, allerdings auf die Ostseite der Halbinsel. Hier nahmen sie Teil an dem unglücklichen Unternehmen gegen Tarragona. Am 25. August 1813 waren die Husaren Teil von Bentincks Brigade mit 18 Offizieren und 258 Truppen. Am 13.9.1813 kämpften sie bei Villa Franca, wo sie 3 Offiziere und 50 Mann an Verwundeten, Getöteten und Vermißten zu beklagen hatten. 1814 nahmen sie an der Invasion von Sizilien teil.
Man sieht, daß die Braunschweiger, trotz der apologetischen britischen Geschichtsschreibung, sehr wohl ihren positiven Anteil am Peninsular War hatten. Am 25. Dezember 1814 kehrten die braunschweigischen Truppen heim, die Husaren verblieben bis zur Mitte des Jahres 1815 in britischen Diensten.
  
Die Uniformen im Peninsular War
  
Auffallend an den Uniformen im Peninsular War ist die Übernahme des englischen Stils. Der Gesamteindruck der Schwarzen Schar blieb allerdings gleich. Die Infanterie trug den gleichen Tschako wie 1809. Die Litewka wich allerdings einem dolmanartigen Kolet, mit schwarzen Ärmelaufschlägen, hellblauem Kragen und den bekannten schwarzen Schnüren auf der Brust. Folglich kann man hier, bei entsprechender Bemalung, auf die Avantgarde von Hät zurückgreifen, muß allerdings deren Köpfe duch die Preußen von Revell ersetzen. Auch die ebengenannten Preußen lassen sich durch Umbemalung heranziehen.
Als Scharfschützen sind natürlich die Avantgarde von Hät zu verwenden, allerdings sind im Spanienfeldzug die Köpfe zu tauschen, denn hier wurden die Infanterietschakos getragen. Das Kollett war dunkelgrün mit hellblauem Kragen und Aufschlägen. Die Hosen grau mit hellblauen Biesen. Da die Scharfschützen mit der Baker Rifle ausgestattet waren, bietet sich natürlich auch ein Umbau der britischen Rifles von Revell an.

Das Erscheinungsbild der Husaren entsprach weitestgehend demjenigen der Truppen von 1809. Die Schärpe war nunmehr hellblau und karmesinrot und anstatt der langen Overalls wurden Reithosen im Husarenstil in den Stiefeln getragen.
Eine Artillerieeinheit war am spanischen Krieg nicht beteiligt.

An dieser Stelle endet der Bericht. Den Einsatz der Braunschweiger in den letzten Schlachten gegen Napoleon werde ich an anderer Stelle behandeln.


Die gezeigten Miniaturen sind aus der Reihe der braunschweigischen Truppen von Schilling Miniaturen, die allerdings für die Schlacht von Waterloo gedacht sind.
Holger ist selbst Reenacter bei einer Truppe, die die Braunschweiger darstellt, und deshalb möchte ich an dieser Stelle gerne auf seine Minis verweisen:



Remark

In the 90s, my friend Jens Najewitz published a miniatures magazine here in Germany for which I wrote some articles.
At that time, I translated some of the articles into English and showed them on wargame and model building sites abroad, which no longer exist.
That's why I want to bring these reports back for me - and maybe for you too.
I will publish it here now; with the exact wording of those days. I do not change anything. Although I'm certainly more into detail in some things today.
The conversion tips of that time referred to 1/72 miniatures, and read today sometimes very funny and nostalgic. At the end of 1999 and early 2000, many of the model figures that you can find on PSR were not published. 28 mm figurines did not exist in the variety like today either.

So please do not be surprised about my conversion tips.



The Black Band in 1809 and the Brunswick Troops in the Peninsular War

The Campaign of 1809

The year 1807 brought the end of the Brunswick Duchy. As a result of the prussian-french war of 1806 the duchy was resolved  and incorporated in the newly created kingdom of Westfalia. Duke Friedrich Wilhelm, the successor to the throne (his father was mortally wounded at Auerstedt), retired to Bruchsal in Badonia. In 1809, the Peninsular War lasted for one year, Austria got hopeful and Duke Friedrich Wilhelm made his way to Vienna, to sign a convention with the austrian emperor. After a few negotiations a treaty came about: Duke Friedrich Wilhelm set up a corps at his own cost of 2000 men as an ally, not as a part, of the austrian troops. From Vienna the Duke departed to his principality Oels to make his preparations for war against France. He occupied the principalities of Oels and Bernstadt with debts and so he got the money to organize his corps. On 1st April 1809 he gathered his troops around the town Nachod.
Originally the corps should consist of a light infantry regiment with 8 companies divided in two battalions. Also a hussar regiment with 8 squadrons and a battery horse artillery were planned. The Duke himself was obsessed with thoughts of revenge against Napoleon and France. As a physical expression of his feelings, he clothed his corps totally in black: So he owned his nickname as "Black Duke". His troops were known as the "Black Band".
In April 1809 the war started. In Bohemia Generalmajor am Ende commanded the austrian troops and they gathered around Theresienstadt. Part of his force were the Black Band and the Kur-Hessians of the former prince of Hessen Kassel. Up to may 1809 the troops were defensive. At 25th May the saxonian troops of Colonel Thielmann (ally of France) invaded Bohemia. In a countermovement the Black Duke conquered the saxonian city Zittau. Thielmann withdrew to Dresden. After the battle of Aspern the austrian troops of am Ende were reinforced to a total strength of 10.000 men and archduke Charles ordered a diversionary raid into Saxony. The action started on 10th of June. Thielmann left Dresden and the austrian force made his way in the city. On 12th June the Black Band, supported by austrian rifle troops, advanced to Gorbitz and pushed Thielmann back. The king of Saxony cried for help. The King of Westfalia, Napoleons brother Jerome, sent parts of his guard division and the 3. Bergisch Line Infantry Regiment to Eisenach; and on 22 June he left Kassel with the rest of the Guards Division, the 2nd Westfalian Division and the 3rd Dutch Division. On 25 June he reached Merseburg.
Meanwhile on 22. June the Austrians and the Black Band had occupied Leipzig. But on the approach of Jerome's superior forces they left the city on 24 June. Two days later Jerome entered the city and on 28 June the first clash between the Black Band and the Westfalians took place.
The austrian forces were now formed into the XI. Corps under Feldmarschall-Leutnant Freiherr von Kienmayer. Their activities were transfered into Franconia. On 1st July Jeromes force reached Dresden; he left this city on the 3rd  to join with Marshall Junots corps at Hof (Franconia). Meanwhile Kienmayers corps was driven out of Nünberg by Junot. The force fall back on Hof and here on 8th July Junot was stopped (Battle of Berneck and Gefrees). Kienmayer now turned on Jerome and confronted him at Hof on 11th July. Jerome withdrew to Erfurt (17th July), pursued by the austrians. Here Jerome heard of the armistice of Znaim (12. June 1809) between France and Austria und he thankfully hurried back to his capital at Kassel. In Erfurt he leaved Gratien's 3rd Dutch Division (5.300 men, consisting of the 6., 7.,8. and 9. Dutch Line Infantry Regiment, the 2nd Dutch Cuirassier Regiment and three companies of artillery). Thielman's Saxons remained in Saxony (2.000 men, consisting of 4 squadrons "Zastrow" currasiers, one squadron "von Polens" cheveaulegers, three squadrons saxon hussars, Grenadier-Battalion "von Einsiedel", combined infantry battalion  "Welan", two companies infantry regiment "von Burgsdorf", one musketeer battalion Infantry Regiment "von Oebschelwitz", two and a half foot artillery batteries and one horse artillery battery).

The raid to the coast

The Black Duke was skocked by the armistice of Znaim. His hopes were burried on the fields of Wagram. But his fate laid in his own hands. He, as ally of the austrians, decided to fought on. In the past campaign he failed to translate his aims into action. As part of an austrian corps his dreams of an uprising in northern germany and a recovery of his duchy wasn't to be realised. The plan of his commander in chief Kienmayer to support with the aid of the Black Band an uprising in Hessen Kassel, was superseded by the armistice. Now the chains were fallen down. The Black Duke decided a raid to the cost, hoping that there will be a revolt in northern germany, calculating that the english fleet, that laid at the northern shores, could evacuate his troops.
The Black Band consisted at this moment of the following troops: 1. Light Infantry Battalion (Major von Fragstein) with 500 men; 2. Light Infantry Battalion(Major von Reichmeister) with 500 men; 3. or free "Jäger" battalion (Major von Herzberg) with 150 men; Sharpshooters company (Major von Scriever) with 150 men; Hussars regiment (Major Schrader) with 550 men; Squadron of Uhlans (Lancers) (Rittmeister Graf von Wedel) with 80 men and a battery horse artillery (Premierleutnant Genderer) with 80 men and four canons. So the forces of the Black Duke came on a strength of 2010 men with 100 officers.
On 26th July the Black Band reached Halle. Here the Black Duke emptied the public crest, and recruited new men. The next day King Jerome ordered General Rewbell in Hannover, General Gratien in Erfurt and General Michaud in Magdeburg to find and destroy the Black Band.
Rewbell gathered his troops in Celle ( 1st and 6th Westfalian Line Infantry Regiments, the 1st Westfalian Cuirassier Regiemnt, the 3rd Bergisch Line Infantry Regiment, a foot and horse artillery battery with ten guns), and ordered the 5th Westfalian Infantry Regiment in Halberstadt to join him. The Black Duke, hearing that the 5th Regiment stood in an exposed position, decided to attack. At 6pm on 29th July the Brunswickers arrived outside the walls of Halberstadt. The westfalian commander Oberst Graf Wellingerode sent out a few companies to throw them back. The Black Duke answered with canister shots and the westfalians withdrew. The Duke assembled now his troops in two assault columns. He led one of them against the Harsleber Gate while another column assaulted the Kuhlinger Gate. Here the figting was heavy and the casualties numerous until the gate were shot in by a gun crewed by officers. The sharpshooters rushed in the town, shouting "Sieg oder Tod" (Victory or Dead).
The fight at the Harsleber Gate was also heavy, but finally the Brunswickers made their way. Two companies of the 2nd battalion attacked  the Johannis Gate and also gained entrance to the town.
The cavalry of the Black Band now entered the town by the Kuhlinger Gate. Driven through the city the westfalian resistance died down. Next day the Brunswickers found that they had captured 80 officers and 2000 men, nearly 600 westfalians were dead or wounded. About 100 westfalians escaped. The losses of the Black Band were 400 killed or wounded. The 5th regiment was wiped out.
After reinforcing his troops from captured stocks and men, the Black Duke pushed on to his former capital Brunswick, which he reached on the evening of 31st july. But there was no uprising in the duke's favour and so the Black Duke decided to go on to the coast. On 1st august Rewbell expected him at Oelper in the north of Brunswick. 100 Brunswickers and 200 Westfalians sallied out. The tactical success was on the westfalian site. But Rewbell could not manage the result and withdrew to Celle. Approaching once more to Oelper, he had to find out, that the Black Duke was on his way to Hannover. From there the Black Band approached to Hoya. Here the Black Duke ordered a countermarch of a part of his troops to lead Rewbell astray. They were sent to Bremen and the Duke himself led his force to Elsfleth. The plan was successfull and after a short skirmish at Heidkrug the detached troop reached on 6th July the main body of the Black Band. Rewbell roved about, and the Black Band embarked 1.600 men strong on english ships, which took them first to Helgoland and then to the Isle of Wight.
The behaviour of Rewbell was very strange. Possibly he distrusted his own men, cause there were a lot of Brunswickers among them. In any case, a furious King Jerome sent General Bongars to Bremen to remove Rewbell from his command. But Rewbell wasn't to be found: He had slipped away and was on his way to America.

The uniforms of the Black Band in 1809

Before we follow the way of the Black Band to the peninsular shores, it's time to describe the uniforms of 1809, because during the time of reorganisation in England there were a lot of changes concerning the habit of  the soldiers.
The infantry battalions wore the socalled Litewka (Polrock, Kutka). It was a black, single breasted coat with skirts which reached down to just above the knees. The breast of the Litewka was covered by six rows of black lace. The standing collar was light blue. The cuffs pointed and black (some sources refer also on light blue cuffs). The trousers were black with a small light blue side strip. Black shoes and gaiters with black buttons were worn. The leather equipment was also black. A brown calfskin pack were worn on the back; at its top a rolled grey greatcoat.
The shako were of black felt, slightly larger at the top, with a black leather peak, top, bands and chin strap. A black horsehair plume and a white metal skull-and-crossbones badge were fitted on the shako.
Here I recommend a conversion of Airfix' or Hät's prussian militia. The lace rows are to be painted on the breast. The heads of the french Infantry (Esci, Italeri, Airfix) or the russian Infantry (Esci) are to be used. At the top of the shako you can fix a modelled horsehair plume.
The 3rd free "Jäger" battalion  wears a shorter black double-breasted coat with yellow collar and piping. The rest of the uniform was identically to the above described. Here you can use the prussian infantry (Revell) with the heads mentioned above (The sources in the case of the 3rd battalion are contradictory. Some authors describes the same uniform, refrain from the distinguishing colors, like that of the 1st and 2nd battalion).
The sharpshooters are Hät's Brunswick Avantgarde. They wear a dark green, double breasted, coat with yellow buttons. Collar, cuffs shoulder straps and skirt turnbacks were red. Long grey or white trousers were worn over shoes and black gaiters. The black corsican hat was worn without a plume. Officers wear the infantry shako and grey trousers with red piping.
The hussar uniform was similiar to that of the infantry. The shako was the same but with brass chin scales. The dolman was black, with a light blue collar and light blue pointed cuffs. Above the cuffs were black Hungarian knots. The chest of the dolman bore 14 rows of round black lace. The seams on the back of the dolman and sleeves were decorated with round black lace.  A yellow cord sash with light blue barrels was worn. Under black overalls with light blue side piping, hussar boots were worn. Officers wear the Litwka instead of the dolman. Black sheepskin saddle covers with light blue wolf's tooth edging as horse furniture.
Here you can use the hussar sets of the different companies (for example the french hussars of Italeri). As officers you can fall back upon Hät's prussian dragoons.
The Uhlans are the polish lancers of Esci. Typical lancer Kurtka with red facings (collar, pointed cuffs, lapels, shoulder straps, turnbacks and piping) and yellow buttons.Under the dark green overalls with red piping, black boots were worn.
Square topped Czapka having a yellow upper part and a black leather lower part and peak. The white metal skull-and-crossbones badge was fixed at the front. The cords were yellow.
A yellow over red pennant was fixed at the lance. The shabraques were edged in red.
The artillery wears the same shako like the infantry. Trousers and equipment like that of the hussars; a short black coat with six rows of round black lace. The standing collar, polish cuffs, shoulder straps and skirt turnbacks in light blue.
Here you can use the british horse artillery of Esci or Airfix, with the above mentioned infantry shako, or the tin figures Brunswick artillery of Jörg Schmähling.

The Brunswick Troops in the Peninsular War

On the Isle of Wight the brunswick troops were reorganised. On 8. october 1810 the "Brunswick-Oels Jäger", the new name of the regiment, landed in Lisbon. The regiment consisted of 12 companies and a regimental headquarter. It was part of Packenham's Brigade in Cole's 4th division. Shortly afterwards they were transferred to General Craufords Light Divison. Here the Brunswick troops took part in the pursuit of Marshal Massena from the Lines of Torres Vedras (17th November) and in the skirmish at Santarem (19th November). Other actions were Redinha (12.3.1811), Casal Novo (14.3.1811) and Foz d'Arouce (16.3.1811). In April 1811 nine companies were transferred to von Altens Brigade in the 7th Division. One company was detached to Ellis Brigade in the 4th Division, one company to Greville's Brigade in the 5th Division. Likely the three companies were the sharpshooters.
The regiment took part at the battle of  Fuentes d'Onoro (3-5 May 1811)  and at both sieges of Badajoz (9 June 1811 and 6 April 1812). Further actions were at Salamanca (22.7.1812), Vitoria (21.6.1813), Maya and Roncevalles (25.7.1813), Sorauren (28.7. and 30.7.1813) Echalar (2.8.1813), St. Sebastian (31.8.1813) Bidassoa (7.10.1813), Nivelle (10.11.1813), Nive (9.-10.11.1813) and Ortez (27.2.1814). An anlaysis of the losses of the Brunswick-Oels Jäger in the Peninsula shows, that they seldom stood in the eye of the storm. 252 men were killed, wounded or missed in action. At Orthez the Brunswick Troops were quite heavily involved. The total losses amounted to 48 men. It seems, that the english commanders distrusted the Brunswickers. The sources report, that the desertion-rate was severe. In August 1813 Wellimgton noted that no fewer than ninety had deserted in the "last few days" and Crauford made the following remark: " If any of these gentlemen have a wish to go over to the enemy, let them express ist, and I give my word of honour I will grant them a pass to that effect instantly, for we are better without such."
In my opinion this judgement is to subjective. It is well-known, that casualities as cause of diseases were very high in the Peninsular War, on both sides. The reinforcements that joined the Brunswickers were taken out of german speaking prisoners of war. So, in my opinion, the severe desertionrate isn't astonishing. I think, that the main body of the troops remained intact - have a look at the Brunswick engagement at Quatre Bras and Waterloo -, but this main body have had extreme difficulties to integrate the miserable reinforcements. Unfortunately the negative judgement appears all along the english literature about the napoleonic wars, but this isn't strange: Remember the treatment of the dutch and belgian forces at Waterloo in english books.
Now it's time to look at the Brunswick Cavalry in the Peninsular War. A reorganised Hussar regiment with two squadrons appeared in the Peninsula, but on the eastside. Here it took part in the misleaded raid on Tarragona. Then, on 25th August 1813, the Brunswick Hussars with 18 officers and 258 men were part of Bentinck's Brigade on the east coast of Spain. At Villa Franca (13.9.1813) they lost 3 officers and 50 men killed, wounded or missing. In 1814 they took part in the invasion of sicily.
You see, the Brunswickers have had a positive share in the Peninsular war, despite of the apologetic british historians. On 25th  december 1814 the Brunswick infantry returned home, the hussars remained in british service up to summer 1815.

The uniforms in the Peninsular War

It is obvious that the english style was adopted, but the main appearance of the Black Band was retained. The infantry wears the same shako as in 1809. The Litewka gave way to a short, dolmanlike tunic in black, with black cuffs, light blue collar and black lace on the chest. The trousers were black with light blue side piping, worn over short black gaiters. The equipment was british.
So, for conversion, you can use Hät's Avantgarde with the above explained shako. Also you can use the prussian infantry of Revell with the same shako.
The sharpshooters are surely the troops of Hät, but with the infantry shako. Darkgreen single-breasted tunic with light blue collar, cuffs and short turnbacks. Light grey trousers with light blue piping, worn over short black gaiters. Because the sharpshooters carried the baker rifle, you can also use the Rifles of Revell, with the restyled shako.
The hussars looked like 1809. The sash was now light blue and crimson and instead of overalls the men wore black hussar breeches in hussar boots. Also a black pelisse was worn.
An artillery unit wasn't engaged in the Peninsular war.

This is the end of my article. The engagement of the Brunswick Troops at Quatre Bras and Waterloo will be treated at another time.

Literature: Haythornthwaite, Uniforms of the Peninsular War, London 1995; Pivka, Brunswick Troops 1809-1815 (Osprey Men at Arms 167), London 1987; Gill, With Eagles to glory, London 1992; Kortzfleisch, Des Herzogs FriedrichWilhelm von Braunschweigs Zug durch Norddeutschland im Jahre 1809, 1894; Schneidawind, Der Feldzug des Herzogs Friedrich Wilhelm von Braunschweig und seines Schwarzen Korps im Jahre 1809, Darmstadt 1851; Knötel/Sieg, Farbiges Handbuch der Uniformkunde, Band 1, Augsburg 1996.

The miniatures are in 1/72  and you can get them at Schilling Miniatures: