Sonntag, 11. April 2021

Border Reivers - Thistle & Rose

Heute möchte ich Ihnen Figuren aus einem Konflikt vorstellen, der vielen von Ihnen gar nicht bekannt sein dürfte.
Die Miniaturen, die sie hier im Bild sehen, stammen zu 90% von der Firma Vendel, die mittlerweile von Thistle&Rose übernommen wurde. Über deren Facebook Account können die Minis auch wieder bestellt werden.
Die restlichen 10% kommen von Foundry aus deren Seadogs & Swashbucklers Reihe.






Gekauft hatte ich sie aus zwei Gründen.
Zum einen wegen der Epoche.
Sie sehen, die Minis sind irgendwann in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts angesiedelt, liegen somit kleidungstechnisch zwischen der Epoche der Landsknechte und dem Dreißigjährigen Krieg. Für diesen Zeitraum hatte ich noch nichts auf dem Maltisch, was mich dann auch noch zusätzlich reizte, weil ich diesen Modestil auch noch in meinem Epochenmix angemalter Miniaturen repräsentiert sehen wollte.
Zum anderen liebe ich den Morionhelm.







Er ist für mich in seiner Form einer der schönsten Helme der Kriegsgeschichte. Diese Prägung habe ich sicherlich durch meine Liebe zu den Comics des „Roten Korsaren“ erhalten, denn in diesen Comics tragen die Spanier den Morionhelm, was im Grunde für die Storyline nicht mehr stimmt, denn die Geschichten der Comics spielen am Ende des 17., nicht des 16. Jahrhunderts.
Wenn sie jetzt diese beiden Gründe gelesen haben, wird es sie vielleicht wundern, dass ich den Konflikt hier gar nicht als Grund erwähnt habe.
Erschlagen Sie mich bitte nicht, aber im Grunde finde ich diesen jetzt auch nicht so wirklich spannend, bzw. um es fair auszudrücken, ist der Konflikt halt austauschbar mit allen anderen Räubergeschichten der Historie.
Die Miniaturen wurden unter dem Label „Border reivers“ vertrieben.









Mit dieser Begrifflichkeit des „Grenzräubers“ werden die Scharmützel, Diebstähle, Plünderungen an der schottisch-englischen Grenze zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert bezeichnet. Die Miniaturen bilden dabei den typischen „Reiver“ des 16. Jahrhunderts ab, also der Elisabethanischen respektive Stuart Epoche, je nachdem aus welchem Blickwinkel man das betrachtet.
Für das Wargaming sind diese Grenzkonflikte auf jeden Fall  unterhaltsam.
Man kann, genau nach dem historischen Vorbild, kleine Trupps zusammenstellen, diese Banden einer entsprechenden Familie zuordnen, gleichzeitig den March Warden (sowas wie der „Sheriff von Nottingham“) mit seiner Haustruppe als verlängerten Arm des Gesetzes ausschicken, und Ruck Zuck ist der unterhaltsame Spieleabend gesichert.
Dabei ist es hier tatsächlich relativ einfach die Anzahl der beteiligten Personen 1:1 darzustellen.
Selbst die Szenarios werden historisch sein. Vieh stehlen, Ernte vernichten oder plündern, ganze Dörfer und Ansiedlungen in Rauch aufgehen lassen. Das war eben der Hauptjob des Reiver.
Um das Spielfeld noch aufzuhübschen, dem empfehle ich noch den Kauf oder Bau eines Bastle Houses oder eines Peel Towers zur Abrundung des Wargaming Geländes.







Eine sehr schöne Präsentation hatten die Kurpfalz Feldherren vor ein paar Jahren auf der Tactica gezeigt. Hier wurden aber ein Reivers Szenario Anfang des 17. Jahrhunderts gezeigt. 
Bastle House und Peel Tower wurden von Jürgen, Sorandir, übrigens selbst gebastelt. Beeindruckend.
Hier können Sie nochmals die Bilder finden:




https://thrifles.blogspot.com/2018/03/tactica-2018_3.html
 
Für alle die, die jetzt aber meinen, na ja, dieses schottisch-englische Grenzlandgekloppe, haut mich jetzt nicht vom Sockel, habe ich aber auch gute Nachrichten.
Man kann diese Miniaturen natürlich auch noch in andere Regionen schicken, denn sie sind da sehr generisch gehalten.
Es gab genügend regionale Konflikte quer in Europa in dieser Epoche. Dort können Sie diese Miniaturen natürlich auch einsetzen.
Aber Sie können sich auch noch in entferntere Gefilde begeben. Begleiten Sie doch einfach den großen Francis Drake in die Karibik, oder führen sie eine Expedition nach Südamerika und finden Sie einen Weg nach El Dorado.
All dies ist möglich, denn die Minis sind für alle historischen Abenteuer der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts einsetzbar.
Wie sie sehen können, passen die Vendel Figuren perfekt zu den Foundry Minis, die diesen Zeitraum abbilden.
Das heißt, sie können beide Modellreihen perfekt mischen.
Ich selbst habe auch etwas sehr spezielles mit Ihnen vor.
Ich werde sie als Sklavenjäger nach Afrika schicken.
Eins meiner nächsten Malprojekte werden Afrikaner von Copplestone und Foundry werden.
Warum also nicht einmal, vielleicht mit Congo Regeln, den Versuch afrikanischer Stämme sich der Versklavung zu entziehen, nachzustellen.
Sie sehen.
Die Minis können weltweit eingesetzt werden, denn um 1550, war Amerika bereits entdeckt und die Landnahme in vollem Gang.
Vielleicht geben auch Sie den Figuren eine Chance.
Ich persönlich finde sie klasse.





 
Today I would like to introduce you to miniatures from a conflict that many of you are unlikely to be familiar with.
90% of the miniatures you see in the picture come from the Vendel company, which has now been taken over by Thistle & Rose. The minis can also be ordered again via their Facebook account.
The remaining 10% comes from Foundry from their Seadogs & Swashbucklers range.
I bought it for two reasons.
On the one hand because of the era.
As you can see, the Minis are settled sometime in the second half of the 16th century, so in terms of clothing they are between the Landsknecht era and the Thirty Years War. For this period I didn't have anything on the painting table, which also appealed to me because I wanted to see this fashion style also represented in my mix of epochs of painted miniatures.
On the other hand, I love the Morion helmet.
For me it is one of the most beautiful helmets in war history. I certainly got this impression through my love for the comics of the "Red Corsair", because in these comics the Spaniards wear the Morion helmet, which is basically no longer true for the storyline, because the stories of the comics take place at the end of the 17th, not the 16th century.
If you have now read these two reasons, you may be surprised that I did not mention the conflict as a reason here.
Please don't kill me, but basically I don't find this really exciting either, or to put it fairly, the conflict is interchangeable with all other robber stories in history.
The miniatures were sold under the label "Border reivers".
This term is used to describe the skirmishes, thefts and looting on the Scottish-English border between the 13th and 17th centuries. The miniatures depict the typical “Reiver” of the 16th century, i.e. the Elizabethan or Stuart epoch, depending on the perspective from which you look at it.
For wargaming, these border conflicts are definitely entertaining.
You can, exactly according to the historical model, put together small troops, assign these gangs to an appropriate family, at the same time send out the March Warden (something like the "Sheriff of Nottingham") with his household troops as the extended arm of the law, and so a great wargame evening is secured.
It is actually relatively easy to show the number of people involved 1: 1.
Even the scenarios will be historical. Stealing cattle, destroying or looting crops, and making entire villages and settlements go up in smoke. That was Reiver's main job.
To spruce up the playing field, I recommend buying or building a bastle house or a peel tower to round off the wargaming area.
The “Kurpfalz Feldherren” had a very nice presentation a few years ago at the Hamburg Tactica. But there it was a Reiver scenario setting from the early 18th century.
Here you can find the pictures again:
https://thrifles.blogspot.com/2018/03/tactica-2018_3.html
Bastel House and Peel tower are handcrafted from my collector buddy Jürgen, Sorandir.
For all those who now think, well, these Scottish-English border conflicts, don't knock me off my pedestal, but I also have good news.
You can of course also send these miniatures to other regions, because they are kept very generic there.
There were enough regional conflicts across Europe at this time. You can of course also use these miniatures there.
But you can also venture further afield. Just join the great Francis Drake in the Caribbean, or lead an expedition to South America and find a way to El Dorado.
All of this is possible because the minis can be used for all historical adventures of the second half of the 16th century.
As you can see, the Vendel figures are a perfect match for the Foundry Minis, which depict this period.
That means you can mix both model ranges perfectly.
What is my plan?
I will send them to Africa as slave hunters.
One of my next painting projects will be Africans from Copplestone and Foundry.
So why not imitate the attempt of African tribes to evade enslavement, perhaps with Congo rules.
You see; the Minis can be used worldwide, because by 1550, America had already been discovered and the land grabbing was in full swing.
Maybe you will give the miniatures a chance too.
I personally think they are great.

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