Mitten in einer Ebene durch die sich die Straße nach Ticonderoga zog, lag Butler’s Farm. Hier hatten sich drei amerikanische Provinzialregimenter in einer Rundumstellung verschanzt. Angeführt wurde die Truppe von George Washington in Person. Na und weil George Washington einen eindeutigen Kriegsbericht an seine Vorgesetzten liefern wollte, hatte er einen Schreiber und dessen Gehilfen als Berichterstatter dabei. Diese sollten „Washingtons Post“ dann notieren und im ganzen Staat Virginia veröffentlichen.
Aber nicht nur die Amerikaner waren vor Ort. Feindliche Franzosen und die mit ihnen verbündeten Huronen hatten den Aufenthaltsort erspäht, und sich für einen Angriff entschieden.
Zunächst tauchte eine Kompanie
der Franches de la Marines am nördlichen Spielfeldrand auf, und begann die
Stellungen auszuspähen.
Im Süden betrat französische Linieninfanterie die Ebene. Diese hatte den Nachteil, dass sie sich nur sehr langsam durch die Wildnis bewegen konnte.
Zwei Warbands der Huronen waren ebenfalls im Norden zu finden.
Zunächst bewegte sich die Linieninfanterie auf die Farm zu. Sie hoffte, dass die niedrigstehende Sonne ihren Vormarsch verdecken würde.
Auch im Norden schlichen die Huronen nach vorne. Ihr Ziel war es möglichst schnell in den Nahkampf zu kommen, um den Gegner zu überraschen.
Die Amerikaner reagierten natürlich darauf. Eine Einheit nahm die Formation
Close Order ein, um eine donnernde Salve auf sich nähernde Franzosen abfeuern
zu können.
Der zweite amerikanische Trupp im Norden formierte in der
gleichen Runde um. Sven plante die blau uniformierte Milizeinheit zu
unterstützen, sollte sie angegriffen werden.
Der Schusswechsel begann im Süden. Hier gelang es der französischen Linie ein paar Treffer zu landen, und Washington musste mit seiner Einheit zurückweichen.
Mittlerweile kamen die Huronen immer näher an ihr Ziel. Sie bedrohten jetzt das blaue Regiment, und um der Gefahr des Nahangriffs zu entgehen, wurde die Close Order Formation wieder aufgegeben, und die Einheit zog sich in östliche Richtung zurück.
Die Marines hatten Probleme ins Spiel zukommen. Hier misslang ein Aktivierungsversuch.
Im Süden wurde Washingtons Einheit wieder beschossen. Die
Einheit brach für einen kurzen Moment, konnte dann aber wieder gesammelt
werden.
Noch war alles offen. Die Amerikaner wurden in Butler’s Farm
zusammengedrängt, standen hier aber in guten Abwehrstellungen mit
entsprechender Deckung.
Dann kamen die Verstärkungen der Amerikaner auf das Feld. Eine Mohawk Warband, und ein Trupp Skirmisher.
Wie man in diesem Bild sehen kann, war es allerdings ein
langer Weg bis zur Farm.
Meine Indianer bewegten sich mittlerweile plänkelnd nach
vorne, und landeten auch ein paar Treffer. Die Moral der Amerikaner war jedoch
hervorragend.
Mittlerweile tauchten im Westen dann auch noch die grünuniformierten Ranger der Amerikaner auf.
Ich ließ mich nicht schocken, und führte meinen ersten Huronentrupp in den Nahkampf. Beide Einheiten hatten Verluste, und meine Huronen mussten sich zurückziehen. Der Versuch noch meine zweite Warband in den Nahkampf zu führen, scheiterte allerdings.
Das war der kritische Moment im Spiel, wie man dann sehen sollte.
Die Amerikaner konnten sich sammeln. Dass ich noch einen Soldaten im Fernkampf ausschalten konnte, brachte nur den Vorteil, dass diese Einheit sich nicht mehr in Close Order begeben konnte.
Sie war allerdings gerettet.
Meine Huronen konnten jetzt aber nicht mehr dagegenhalten. Beschossen von den Milizeinheiten und den Rangern zogen sie sich zum Spielfeldrand zurück, direkt neben meine Marines. Diese hatten in diesem Spiel eine katastrophale Leistung gezeigt. Entweder versiebte ich die Aktivierungstests, oder ich war so schlecht beim Beschuss, dass hier an dieser Stelle keinerlei Bedrohung ins Spiel gebracht werden konnte.
Durch den Wurf einer Doppeleins erhielt Sven dann auch noch eine zusätzliche Einheit. Dies war aber nicht mehr entscheidend.
Das Spiel hatte ich durch den gescheiterten Nahkampf, und mit schlechten Moraltests verloren.
Das Spiel selbst war lange Zeit offen. Das Szenario hatte sehr gut funktioniert, und hier wäre alles möglich gewesen. Dass ich am Ende wieder einmal versagte, ist man ja bei mir gewohnt. Aber diesmal, ja diesmal hätte sogar die Möglichkeit eines Sieges bestanden.
Aber was soll es. Ich habe ja auch einen Ruf zu verteidigen, und dem bin ich natürlich wieder gerecht geworden.
Zum Abschluss möchte ich deshalb das nachfolgende mit Ihnen teilen. Ich habe mal die KI über meinen BLOG befragt, und ich konnte es selbst nicht glauben, dass die KI meine Philosophie wirklich erkannt hat. Mein Gott, habe ich gelacht. Man kann im Internet doch wirklich nichts verbergen:
„Der Autor des Blogs "Geschichte als Hobby" vertritt eine sehr entspannte und reflektierte Einstellung zum Verlieren. Für ihn steht das narrative Erlebnis und der historische Kontext klar über dem kompetitiven Sieg.
Hier sind die zentralen Punkte seiner Philosophie zum Thema Verlieren:
Der Weg ist das Ziel: In seinen Spielberichten (After Action Reports) betont er oft, dass ein knappes oder dramatisches Spiel, das man verliert, oft lohnender ist als ein einseitiger Sieg. Der Spaß liegt für ihn in den spannenden Momenten und den taktischen Entscheidungen während des Spiels.
Historische Plausibilität: Da der Fokus auf der Geschichte liegt, akzeptiert er Niederlagen oft als Teil des Szenarios. Wenn eine Seite historisch gesehen in einer aussichtslosen Lage war, geht es ihm mehr darum, wie "ehrenvoll" oder historisch getreu man sich geschlagen hat, als um das bloße Gewinnen nach Punkten.
Lerneffekt: Er sieht Niederlagen als Chance, die eigenen Fehler zu analysieren und die Mechaniken des jeweiligen Regelsystems besser zu verstehen.
Soziales Erlebnis: Da er oft in geselliger Runde spielt, betont er, dass ein netter Nachmittag mit Gleichgesinnten wichtiger ist als das Ergebnis auf dem Tisch. Er schreibt sinngemäß, dass er lieber ein schönes Spiel verliert, als durch "Regelfuchserei" zu gewinnen und die Stimmung zu trüben.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Verlieren ist für ihn kein Rückschlag, sondern eine weitere interessante Geschichte, die man auf dem Spieltisch erzählen kann.“
Na die kennt mich doch gut die KI. Chapeau.
But the Americans weren't the only ones present. Enemy French troops and their Huron allies had spied the location and decided to attack. First, a company of the Franches de la Marines appeared on the northern edge of the playing field and began scouting the positions.
In the south, French line infantry entered the plain. They had the disadvantage of being able to move very slowly through the wilderness.
Two Huron warbands were also located in the north.
The line infantry initially advanced on the farm. She hoped the low sun would obscure their advance.
In the north, the Huron were also creeping forward. Their goal was to get into close combat as quickly as possible to surprise the enemy. The Americans, of course, reacted. One unit assumed close order to unleash a thunderous volley on the approaching French.
The second American squad in the north regrouped during the same turn. Sven planned to support the blue-uniformed militia unit should it be attacked.
The exchange of fire began in the south. Here, the French line managed to score a few hits, and Washington had to retreat with his unit.
Meanwhile, the Hurons were getting closer and closer to their objective. They were now threatening the blue regiment, and to avoid the danger of close-quarters combat, the close order formation was abandoned, and the unit withdrew eastward.
The Marines were having trouble getting involved. An activation attempt failed.
In the south, Washington's unit came under fire again. The unit broke apart for a brief moment but was then able to regroup.
Everything was still up in the air. The Americans were pinned down at Butler's Farm, but they were well-positioned defensively with adequate cover.
Then the American reinforcements arrived on the field: a Mohawk Warband and a squad of Skirmishers.
As you can see in this picture, it was a long way to the farm.
My Native Americans were skirmishing their way forward and managed to land a few hits. The American morale, however, was excellent.
Meanwhile, the American Rangers in green uniforms appeared in the west.
I wasn't fazed and led my first Huron squad into close combat. Both units suffered losses, and my Huron had to retreat. My attempt to engage my second Warband in close combat failed.
That was the critical moment in the game, as we would soon see.
The Americans were able to regroup. The fact that I managed to take out another soldier at range only had the advantage that this unit could no longer enter close order.
They were saved, though.
My Hurons, however, could no longer offer any resistance. Under fire from the militia and the Rangers, they retreated to the edge of the battlefield, right next to my Marines. They had performed disastrously in this game. Either I botched the activation tests, or my shooting was so poor that I couldn't create any threat at that point.
Sven then gained an additional unit by rolling a pasch. But this was no longer decisive. I had lost the game due to the failed close-quarters combat and poor morale tests.
The game itself remained open for a long time. The scenario had worked very well, and anything was possible. That I ultimately failed again is nothing new for me. But this time, yes, this time there was even a chance of victory.
But so what? I have a reputation to uphold, and of course, I lived up to it once more.
In closing, I'd like to share the following with you. I once queried the AI about my blog, and I couldn't believe it actually grasped my philosophy. My God, did I laugh! You really can't hide anything on the internet:
"The author of the blog 'History as a Hobby' has a very relaxed and reflective attitude towards losing. For him, the narrative experience and the historical context clearly outweigh competitive victory.
Here are the key points of his philosophy on losing:
The journey is the destination: In his after-action reports, he often emphasizes that a close or dramatic game that you lose is often more rewarding than a one-sided victory. For him, the fun lies in the exciting moments and the tactical decisions made during the game.
Historical plausibility: Since the focus is on history, he often accepts defeats as part of the scenario. If one side was historically in a hopeless situation, he is more concerned with how 'honorably' or historically accurately they played than with simply winning on points.
Learning effect: He sees defeats as an opportunity to analyze his own mistakes and to better understand the mechanics of the respective rules system.
Social Experience: Since he often plays in a social setting, he emphasizes that a pleasant afternoon with like-minded people is more important than the final score. He writes, in essence, that he'd rather lose a good game than win by "rule-fixating" and spoiling the mood.
In summary: For him, losing isn't a setback, but rather another interesting story to tell at the game table.“
Well, the AI certainly knows me well. Hats off to it.



























































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