Freitag, 25. Dezember 2020

Zulu

 
Today I'm going to show you a few test minis. I've been experimenting with washes here.
Only with washes.
The basic color is the brown plastic of the original Esci sprue.
Then I painted the colors of the feather headdress etc. with pure black and white. Conquered uniform skirts in red, of course.
Then I shaded the figure with Army Painter's Strong Tone Wash.
That’s all.
I still have 150 figures lying around here, and when I finally know whether I want to depict a diorama or better a wargaming scenario with these minis, I'll paint them too.
If you are interested, please translate the article with the Google translator. It is aimed primarily at the German audience and describes the content of the films Zulu and Zulu Dawn. There is also a short summary of the battles at Isandhlwana and Rorke's Drift.




Wenn ich eine Sache für meine Generation als typisch definieren möchte, dann ist es die Prägung durch die Historienfilme vor allem der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts.
Jeder von uns kennt das Bondartschuk Higlight Waterloo.
Dann natürlich die ganzen Geschichten zum Zweiten Weltkrieg, ob das jetzt die „Brückengeschichten“ sind (Brücke von Arnheim, Remagen, am River Kwai, Die Brücke), ob das Tora, Tora, Tora oder Midway ist, ob das die Agentenfilme sind (Kanonen von Navarone, Spione sterben einsam), ob das irgendwelche „Abenteuerfilme“ sind, wie zum Beispiel Das Dreckige Dutzend oder Stoßtrupp Gold.
Na und es gibt noch viel mehr.
Da sind dann natürlich auch noch die Römerfilme.
Sowohl in Hollywood, als auch in Italien wurden die Sandalen angeschnallt und das Römerreich fantasylastig zum Leben erweckt.
Na und einen Konflikt - möchte ich jetzt einfach mal behaupten - kennen wir im Grunde auch nur über diese Filme.
Den Zulukrieg.
Eine Episode der Kolonialkriege Großbritanniens, der durch die filmische Umsetzung auch einem breiten Publikum in Deutschland geläufig wurde.



Da gab es direkt zwei Verfilmungen, die sich mit der Thematik auseinandersetzten.
Der Film Zulu (1964) und 15 Jahre später Zulu Dawn (Deutsch: „Die letzte Offensive“ 1979).
Der ältere Film, Zulu, ist zeitlich nach den Zweiten zu setzen.



Der zweite Film thematisiert die Schlacht bei Isandhlwana, während der ältere Film die Kämpfe am Rorke’s Drift zeigt, die historisch die Folge der Schlacht bei Isandhlwana sind.


Sollten Sie also beide Filme nicht kennen, durchaus möglich bei jüngeren Generationen, dann beginnen Sie bitte mit Zulu Dawn und wenden sich erst dann Zulu zu.
Zulu, der Film von 1964, ist – obwohl er im Grunde nur eine kurze Episode behandelt – für mich der bessere Film. Er ist halt noch klassisch heroisch gedreht und mit der typischen Kameraführung der  damaligen Zeit.



Der Hauptdarsteller Michael Caine ist überragend.
In Zulu bekam er mit der Rolle des Lt. Gonville Bromhead seine erste Hauptbesetzung in einem Spielfilm. Er spielt diesen jungen englischen Offizier so authentisch, dass er für mich das perfekte Abbild eines englischen Kolonialoffiziers in dieser Zeit darstellt.
Die zweite große Rolle, die des Pionierleutnants John Chard wurde von Stanley Baker gespielt.
Baker und Caine ergänzen sich in der Interpretation ihrer Rollen, die sich an den historischen Vorbildern eng orientieren. Sehr schön die Kompetenzrangeleien am Anfang des Films, wer die Führung der Truppe für sich beanspruchen kann.
Erwähnenswert ist auch noch, dass der Darsteller des Zulukönigs Cetshwayo, 1975 bis 2019 Vorsitzender der Zulu Partei Inkhata Freedom Party (IFP) und von 1994 bis 2004 südafrikanischer Innenminister wurde. Er ist tatsächlich ein Urahn des Zulukönigs, den er hier im Film darstellte.




Was geschah aber bei Rorke’s Drift.
Kurz erzählt, konnten 139 Briten, aktive Soldaten und eingeschränkt kampffähige Verwundete, plus ein paar Zivilisten den Angriff von knapp 4000 Zulukriegern abwehren.
Die Schlacht fand am 22. Januar 1879 statt.
Eingeigelt in den beiden Gebäuden der Station, verschanzt hinter improvisierten Sandsackstellungen, hielten die britischen Verteidiger ein gezieltes Feuer aufrecht. Sie konnten mehrere Angriffswellen zurückschlagen. Insgesamt wurde die Station über 10 Stunden hinweg attackiert.
Schlussendlich gaben die Zulu die Attacke auf und zogen sich zurück.
Bei diesen Angriffen verloren die Zulu 350 Tote und die Briten 17 Mann an Toten und 12 Verwundete.
Elf Männer erhielten das Victoriakreuz für besondere Verdienste. Bis heute ein Rekord. So viele Victoria Kreuze für eine eintägige Schlacht wurden niemals mehr verliehen.
Es sollte allerdings erwähnt werden, dass diese hohe Zahl an Auszeichnungen auch darauf zurückzuführen ist, dass Queen Victoria und die britische Regierung von der katastrophalen Niederlage bei Isandhlwana ablenken wollte.
Die Taktik ging auf.
Isandhlwana geriet in Vergessenheit.
Die Erinnerung daran lebte nur in den Familien der hier Getöteten weiter.
Dieser Propagandaschachzug wirkt ja quasi bis heute nach. Ketzerisch gesagt feierte man noch 1964 den Sieg und verschwieg – bis auf eine kurze Erwähnung am Anfang des Films -, die katastrophale Niederlage. Erst 15 Jahre später, bezeichnender Weise zum 100. Jahrestag des Krieges, konnte man sich auch filmisch der Niederlage stellen.






Die Verteidiger bei Rorke’s Drift waren Männer der B. Kompanie des II. Bataillons des 24th Regiment of Foot (2nd Warwickshire, ab 1881The South Wales Borderers). Hinzu kamen Männer der Royal Engineers, die den Auftrag hatten eine Brücke über den Buffalo River zu errichten.
Die Zulu Krieger wurden vom Habbruder des Zulukönigs Cetshwayo, von Prinz Dabulamanzi kaMpande angeführt. Seine Krieger gehörten zum Angriffsverband der uNdi. Nur wenige Krieger waren mit Beutegewehren der Schlacht bei Isandhlwana bewaffnet. Hinzu kam, dass diese auch komplett ungeübt im Umgang mit dieser Waffe waren, und sie somit auch nicht richtig einsetzen konnten.
Hauptbewaffnung der Zulu war der Isijula genannte Kriegsspeer und der Ishilangu, ein Schild aus Kuhhaut. Die Farbe dieser Kuhhaut gab Aufschluss über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Einheit.
Kommen wir nun zu dem zweiten Film.
Die letzte Offensive, der Film von 1979, erschien in Deutschland erst im Jahr 1984 auf VHS. Ins Kino erschien er gar nicht, und das obwohl man mit Peter O’Toole und Burt Lancaster zwei Hauptdarsteller mit großen Namen verpflichtet hatte.
Im Film wird die Vorgeschichte des Krieges rezipiert, dann der Marsch ins Zulureich und letztendlich die eigentliche Schlacht bei Isandhlwana.
Für uniformkundlich Interessierte ist der Film ein Augenschmaus, denn neben den typischen, zu diesem Zeitpunkt noch rotberockten, britischen Uniformen, wird auch das Natal Native Contingent, die britische Artillerie und auch die Freiwilligen Miliz gut dargestellt.
1800 Briten kämpften gegen 20.000 Zulus. 1300 Briten fielen. Die Zulus verloren bei den Angriffen 1000 Krieger und schätzungsweise das Doppelte an Verwundeten.
Grund der Niederlage waren falsche Entscheidungen des Oberbefehlshabers Chelmsford. Letztendlich hatte dieser in Feindesland die Truppe geteilt, zu wenig Aufklärung betreiben lassen und auch keinen Befehl zur Befestigung des Lagers erteilt.






Im Lager selbst gab es Kompetenzgerangel, weil sich der Anführer des Natal Native Contingent Anthony Durnford und der Kommandeur des Lagers, Brevet Colonel Henry Pulleine, nicht über die Strategie einig wurden. Durnford verfolgte zum Zeitpunkt des Hauptangriffs 2 km vom Lager entfernt kleinere Zulueinheiten, die er fälschlicherweise als Hauptheer identifiziert hatte, während Pulleine, eigentlich ein Verwaltungsoffizier, jetzt eine Schacht führen sollte, in der er völlig überfordert war.
Beide fielen dann auch in der Schlacht und Chelmsford schob die Schuld an dem Desaster auf seine Untergebenen. Diese konnten sich ja nicht wehren.
In der Schlacht selbst konnten die regulären britischen Truppen zunächst eine Schützenlinie bilden und die ersten Angriffe abwehren. Munitionsknappheit führte dazu, dass sie sich immer mehr zum Lager zurückziehen mussten und hier letztendlich im Nahkampf untergingen.
Teile der Hilfstruppen hatten sich schon vorher vom Schlachtfeld entfernt.




Die Niederlage bei Isandhlwana und die Kämpfe bei Rorke’s Drift führten letztendlich dazu, dass der Krieg in der Heimat populärer wurde, und die britische Regierung, die den von Chelmsford lancierten Angriff auf Zululand nicht unterstützt hatte, eine andere Meinung annahm und Truppen nach Südafrika schickte.
Im Grunde müsste jetzt noch irgendjemand einen dritten Film drehen: Ulundi.
In dieser Schlacht am 4. Juli 1879 wurden die Zulus vernichtend geschlagen. Zwar kämpften auch hier 20.000 Zulu unter ihrem König gegen 5317 Mann auf britischer Seite. Zahlenmäßig betrachtet ein Vorteil für die Zulus. Allerdings hatten die Briten als Verteidigung ein riesiges Karree gebildet, aus dem heraus die Zulus bereits nach einer halben Stunde konzentrierten Feuers aus Gewehren und Kanonen aufgeben mussten. Die 17th Lancers nahmen die Verfolgung der Fliehenden auf. 1500 Zulu fielen. Nur 12 Briten.
Das Zulukönigreich wurde als Folge der Schlacht in 13 separate Königtümer aufgeteilt.  Das zentrale Königreich existierte nicht mehr.
Wie Sie sehen können, schon ein interessanter Kolonialkonflikt.
Es gibt auch eine geniale Miniaturenreihe der Perries dazu. Auch Warlord Games lässt sich da nicht lumpen.
Aber…
So richtig verstehe ich nicht, wie da Spaß beim Spiel aufkommen soll.
Im Grunde sind doch alle beschriebenen Schlachten nur ein pausenloses Geballere gnadenlos überlegener britischer Schusswaffen gegen zwar in toller Kampfformation aufmarschierender Zulus, die aber im Grunde keine Chance haben, es sei denn, es sind solche Kommandeurspfeifen am Start, wie bei Isandhlwana.




Nach meiner Meinung ist der Zulukrieg etwa für Dioramenbauer. Ich erinnere nur an das Ulundi Dio von der letzten Dioramica.
Hier im Bild:
 



Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Karree - Dioramica 2018, Teil 3 (thrifles.blogspot.com)


Wofgang Meyer bastelt zurzeit auch an einer Darstellung von Rorke’s Drift. Vielleicht wird ja bald auch noch Isandhlwana nachgeschoben.
Rorke`s Drift 1879 in 1/72 (sweetwater-forum.net)
Ich selbst wollte auch immer irgendwas mit den Zulukriegen machen.
Aber was??
Testminis habe ich bemalt. Die haben Sie jetzt schon hier im Bericht gesehen. Da handelt es sich um 1/72 Minis von Esci.
Eigentlich sind diese Zulus falsch dargestellt. Denn sie tragen alle den Zeremonienhaarschmuck, was bei den Schlachten nicht der Fall war. Auch haben sie unterschiedliche Speere dabei und nicht den typischen Stoßspeer der Zulus.
Dennoch gefallen Sie mir sehr gut.
Außerdem hatte ich da was getestet.




Sie werden es nicht glauben. Diese Minis wurden in einem braunen Plastikton aufgelegt. Hier ein Bild des Plastiks:

http://www.plasticsoldierreview.com/Sprues/ESC213Sprue.jpg




 
Na und ich habe die eigentlich gar nicht bemalt!!!!
Ja.
Das ist das Braun des Gussastes, den ich nur mit dunkler Wash schattiert habe. Dann noch ein paar weiße und schwarze Akzente. Beuteuniformröcke natürlich in Rot. Fertig.



Die Figuren sind ratzfatz fertig. Die einzelnen Striche auf den Schildern sind im Grunde die eigentliche Arbeit.
150 Figuren habe ich hier rumdümpeln.
Irgendwann werde ich sie speedpainten; aber nicht bevor ich weiß, was ich dann mit denen machen soll.
Diorama oder Wargaming.
Ich weiß es echt nicht…

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Waterloo Diorama in 1/72 - Thomas Mischak

Vielleicht haben Sie ja meinen letzten Bericht zum Thema napoleonische Kickstarter gelesen; wenn nicht hier nochmals der Link.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Zwei napoleonische Kickstarter - Gebäude und Figuren (thrifles.blogspot.com)
Es lohnt sich auf jeden Fall die Kickstarter Seiten zu besuchen, denn Sie haben noch ein paar Tage um die Kampagnen zu zeichnen.
Wenn Sie meinen Bericht gelesen haben, dann kennen Sie jetzt schon einmal einen Sammlerkollegen, den ich Ihnen dort kurz im Bild gezeigt habe.
Thomas Mischak heißt er, und Sie sehen ihn vor seinem riesigen Diorama zur Schlacht bei Waterloo.



Thomas hat ähnlich wie ich und viele, viel andere eine gewisse Historie.
Irgendwann wurden wir vom Zauber der napoleonischen Geschichte erfasst; und dieser Zauber kann ziemlich hartnäckig sein.
Bei dem einen führt er dazu, dass er sich Uniformen kauft oder bastelt, sich Schwarzpulverwaffen, Bajonette und Säbel organisiert und auf Feldern rumrennt, um napoleonische Schlachten nachzuspielen.
Das ist quasi die hartnäckigste Form des Zaubers, denn einerseits ist diese Form doch mit einem erheblichen zeitintensivem und auch finanziellem Aufwand verbunden, zieht sich zudem über Jahre hinweg und lässt die meisten Personen, die davon erfasst wurden auch nicht mehr los.
Die Betroffenen nennen sich selbst Reenacter, weil sie wirklich der Meinung sind, die Ereignisse der napoleonischen Zeit nachspielen zu können. Sie lieben es, wenn Sie im Pulverqualm stehen, aber zum Glück unterlassen Sie es ihre Waffen mit Kugeln zu laden.
Das wäre echt übel.
Diese Reenacter fühlen sich in ihren Gruppen extrem wohl, haben aber oftmals das Problem, dass Außenstehende sie irritiert anschauen, wenn sie denen erzählen, dass man tatsächlich in diesem Hobby  „Krieg spielt“. Da Reenacter es aber lieben zu fabulieren, werden sie nicht müde vielen Menschen, auch den Zweiflern, ihre eigene Geschichte zu erzählen; und glauben Sie mir. Die Storys sind echt klasse. Sprechen sie die Reenacter ruhig an. Sie leiden zwar am Napo Zauber, aber sie sind echt harmlos und ausgesprochen nett.
Die andere Gruppe, die vom Napo Zauber erfasst wird, sind Menschen, die sich Bücher kaufen. Aber nicht nur Literatur aus der Jetztzeit.
Neeeeiiiiinnnnnnnnnnnn.
Wo kämen wir denn da hin!!!!!!!!!!
Diese Gruppe sammelt ganze Bibliotheken, sie durchforstet das Internet nach alten Schinken, die mittlerweile dort sogar kostenlos angeboten werden, was den meisten Menschen aus dieser Gruppe tatsächlich Tränen vor Glück in die Augen treibt.
Sie sprechen auch – ähnlich wie die Reeanacter – eine Geheimsprache. Da reden sie vom Zamoyski, oder fragen Dich ob Du jetzt Mollo, Haythornthwaite, die Funckens oder Rousselot bevorzugst. Das sind Testfragen, und wenn Du die letzte Person in dieser Aufzählung nicht kennst, fällst Du sofort aus der Gruppe heraus, gehst nicht über Los und musst direkt ins Gefängnis. Sofort.
Dieser Zauber hält übrigens meistens ein Leben lang an und verläuft in Phasen.
Wenn Sie diese Gruppe mal beeindrucken wollen, pusten sie einfach mal arrogant über ihre Fingerspitzen und lassen ganz beiläufig den Satz fallen: „Also der Jany sieht das anders!“
Wenn Sie das tun, DANN gehören Sie dazu, und bewundernde Blicke werden auf Ihnen ruhen (Jany, Curt, z.B.:  Die Gefechtsausbildung der Preussischen Infanterie von 1806.
Eigentlich Spezialist der „Alten Armee“, heißt, friderizianisches Preußen)
Eine weitere Gruppe, die sehr oft auch zu den beiden oben beschriebenen Gruppen enge Kontakte pflegt, ja manchmal sogar zu diesen gehört, ist die Gruppe der Figurenliebhaber, die sich jetzt wiederum in Dioramen-/ Modellbauer, aber auch in Wargamer teilt.



Beiden Gruppen ist es eigen, dass Unwissende Sie als Knöpfchenzähler diffamieren.
Das ist eigentlich gemein.
Diese Jungs, und ich zähle mich da echt dazu, sind eigentlich die Vorläufer der Nerds.
Wir haben soviel überflüssiges Wissen…; und ja. Wir sind da echt stolz drauf.
Nur mal ein Beispiel.
Welcher normale Mensch glotzt denn so wie ich auf die Knopfreihen der britischen Garde am Buckingham Palast und kann anhand der Anordnung dieser Knöpfe die Regimenter unterschieden.
Brauch keiner, ist aber lustig.
Mädels machst Du damit nicht an, aber die umstehenden Sammler sind beeindruckt.
Das Interessante.
Obwohl Dioramenbauer und Wargamer nicht immer Berührungspunkte haben, sind sie in einer Sache identisch.
Beide Gruppen werden vom Napo Zauber in Form des Knöpfchenzählens befallen.
Machst Du Napo, wirst Du kleinteilig, pienzig, nörgelnd, mosernd.
Von dieser Tendenz können sich nur Wenige befreien.
Häufig führt das Knöpfchenzählen sogar dazu, dass Projekte nicht zu Ende geführt werden.
Die eine Figur wird erstmal sehr, sehr lange betrachtet, ohne dass irgendetwas mit ihr passiert. Dann wird jede einzelne Miniatur so lange bemalt bis sie perfekt ist.
Knöpfchenzähler verlieren sich einfach viel zu oft im Detail.
Das ist ihr großes Manko.
EINER hat sich da aber vehement dagegen gestemmt.
Und dieser eine ist für mich Thomas Mischak.
Deshalb IST ER auch KEIN Knöpfchenzähler.
Leute. Jetzt mal echt.
Malt doch mal 17.000 Miniaturen an.
Besorgt Euch einen atomsicheren, und damit fast staubfreien Ausstellungsraum.
Arbeitet an einem Dio über Jahrzehnte.
Und dann, zu guter Letzt, macht Ihr auch gar keinen großen Aufriss daraus, weil ihr da sehr bescheiden seid.
Würdet IHR das tun?
Thomas ist so; und deshalb bewundere ich seine Arbeit.





Er ist ein Enthusiast und kein Knöpfchenzähler.
Ich hätte da definitiv keinen Geduld für, denn ich würde mich verlieren in dieser Masse.
Thomas nicht.
Seit 1995 arbeitet er alleine an diesem Diorama. 




17.000 Figuren. Die Masse selbst bemalt, aber auch einige bemalt gekauft, was Thomas auch nicht verschweigt. Mit den Lorbeeren anderer schmückt er sich nicht. So hat er  von Dirk Tietten dem Speedpainter aus Berlin, der sich schon vor Jahren dem 28 mm Maßstab verschrieben hat, und seine 1/72 Sammlung damals auflöste, einiges abgenommen und im Diorama weiterverarbeitet.
Das Diorama selbst hat eine Fläche von 24 qm. Es sind Plastik und Zinnfiguren von allen bekannten Anbietern aus dem 20 mm Sektor dabei, wobei der Anteil von Strelets und Airfix nicht sehr hoch ist. Thomas hat da schon sehr früh auf Qualität gesetzt und andere Minis verwendet, die zum DAMALIGEN Zeitpunkt up to date waren.
Heute fluche ja auch ich über Hät Figuren von denen man ziemlich viele auf dem Dio findet. Aber in den 90er Jahren waren die halt marktführend und historisch genauer als Airfix oder Strelets.
Viele Figuren auf dem Diorama sind umgebaut. Auch hat sich Thomas viele Minis modellieren lassen. Das heißt, sie finden sehr viele Unikate.











Die von Thomas verwendete Gebäudeserie sind die Stewalin Häuser von Jens Najewitz, die dieser in den frühen 90er Jahren entwickelt hatte, als die meisten Menschen noch keinen Personalcomputer besaßen. Dass Jens heute, 25 Jahre später, 3D Dateien entwirft und diese an Menschen verkauft, die 3D Printer besitzen, hätte damals noch wie Science Fiction geklungen.
Thomas zeigt in seinem Diorama unterschiedliche Schwerpunkte der Schlacht, die jetzt eigentlich nicht zeitlich zueinander passen.









Auf dem Diorama wirken sie natürlich als Einheit.
Nur die Spezialisten erkennen hier die verschiedenen Phasen.
Was wird dargestellt?
 
Angriff auf Hougoumont
Angriff des Korps d’Erlon und Gegenangriff der britischen Kavallerie
Angriff der französischen Kavallerie auf britische Karrees
Die Preußen kommen – Kampf um Plancenoit und Papelotte
Die Alte Garde marschiert zur letzten Schlacht
 
Damit hat Thomas die Schwerpunkte der Schlacht bei Waterloo in Szene gesetzt.
Die Landschaft ist nicht eins zu eins gestaltet. Das wäre viel zu aufwendig gewesen.
Dies liegt auch daran, dass Thomas gar keine andere Wahl hatte.
Die Aufstellung der Figuren macht da Kompromisse erforderlich.












Dabei hatte Thomas immer das Ziel auch Einheiten darzustellen, die weg vom Mainstream sind. So z.B. die Kielmannsegger oder das Regiment Oranien-Nassau.
Natürlich „beleben“ auch tote und verwundete Figuren und Tiere das Schlachtfeld.
Es ist halt auch eine Schlacht, die er hier darstellen wollte. Kein Parademarsch.
Die Anzahl der Figuren in jeder Einheit orientiert sich nach einem bestimmten Verhältnis.
Maßstab ist hier 1:10. Also eine Figur symbolisiert quasi 10 Soldaten.
Somit wird eine Kompanie mit 16 Figuren dargestellt.
64 Figuren plus Trommler und Offiziere sind ein Bataillon. 2 Bataillone sind ein Regiment. Dieses bekommt dann noch den Adlerträger zusätzlich.
Eine Kavallerieschwadron besteht aus 32 Figuren plus Trompeter und Offizier. 3 Schwadronen bilden ein Regiment:
Selbstredend, dass die alliierten Truppen nach einem ähnlichen Maßstab von Thomas aufgestellt wurden.
Zu erwähnen bleibt, dass das Diorama ja in einer Zeit entstand, als es reine Marschiererpackungen ja noch gar nicht gab. Das heißt Thomas musste da schon ne Menge Packungen kaufen, um das Ergebnis zu erzielen.
Da steht dann schon der Gegenwert eines Kleinwagens herum; na und der Zeitaufwand ist da ja gar nicht gerechnet.
Nebenbei unterstützt Thomas auch immer mal zwei Wargamer aus Hildesheim und Köln mit seinen Figuren, die im Maßstab 1/72 spielen. Deren Figuren tauchen dann auch immer mal in Foren auf, na und zumindest Thomas und ich kennen da die Urheberschaft der Minis.
Wie sie sehen, ist das ganze schon sehr beeindruckend.
Thomas hat mir netterweise die Bilder zur Verfügung gestellt.
Selbst konnte ich das Diorama noch nicht sehen; aber das will ich unbedingt noch nachholen.
Vielleicht gibt es dann einen zweiten Bericht mit noch mehr Bildern als denen, die ich Ihnen jetzt hier schon präsentiert habe.
Wir werden es sehen.
 
 
 
P.S.: Erwähnen möchte ich noch, dass dieser Zauber, der alle Gruppen, die ich Ihnen vorgestellt habe, erfasst hat, nicht schädlich ist. Sollte man vielleicht in Zeiten, wo ein Virus die Menschheit geißelt, erwähnen. Wir Menschen, die dem Napo Zauber erlegen sind,  wirken zwar speziell, aber wir würden ihn nicht missen wollen.
 
 
VIVE L’EMPEREUR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 
 
You may have read my last report on Napoleonic Kickstarters;
if not here again the link.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Zwei napoleonische Kickstarter - Gebäude und Figuren (thrifles.blogspot.com) 
It is definitely worth stopping by, because you still have a few days to get in the Kickstarter.
If you have read the report, you will already know a collector colleague whom I briefly showed you in the picture.
His name is Thomas Mischak, and you can see him in front of his huge diorama about the battle of Waterloo.
He has been working alone on this diorama since 1995. 17,000 figures. Painted the mass himself, bought some painted, especially from Dirk Tietten the Speedpainter from Berlin, who committed himself to the 28 mm scale years ago and then dissolved his 1/72 collection. The diorama has an area of ​​24 square meters. There are plastic and tin figures from all known companies in 20 mm, although the proportion of Strelets and Airfix is ​​not very high. Thomas focused on quality very early on and used other minis that were up to date at that time. Today I also curse about Hat figures, of which you can find quite a few on the Dio. But in the 90s Hat was the market leader and historically more accurate than Airfix or Strelets.
A huge proportion of the figures on the diorama are customized. Some minis are specially modeled for this diorama. That means you will find a lot of unique items.
The series of buildings used by Thomas are the Stewalin Houses by Jens Najewitz, which he developed in the early 90s.
At that time most people did not yet have a personal computer. That Jens now, 25 years later, designs 3D files and sells them to people who own 3D printers would have sounded like science fiction back then.
In his diorama, Thomas shows different focal points of the battle that actually do not fit in time. Of course, on the diorama it fits very well. Only the specialists recognize the different phases here.
What is shown?
 
Attack on Hougoumont
Attack by the Corps d'Erlon and counterattack by the British cavalry
Attack of the French cavalry on British squares
The Prussians are coming - fight for Plancenoit and Papelotte
The Old Guard marches to the final battle
 
So, as you can see, the main stages of the Battle of Waterloo are shown.
The landscape is not designed one to one. That would have been far too time-consuming.
This is also because Thomas had no other choice.
The positioning of the figures makes compromises necessary.
Thomas always had the goal to present units that are away from the mainstream. E.g. the Kielmannsegger or the Orange-Nassau Regiment.
Of course, dead and wounded figures and animals also "animate" the battlefield. It's just a battle that he wanted to portray here. No parade march.
The number of figures is also based on a certain ratio.
The scale here is 1:10. So one figure basically symbolizes 10 soldiers.
Thus, a company with is represented with 16 figures.
64 figures plus drummers and officers make up a battalion. 2 battalions are a regiment. This then gets the eagle bearer in addition.
A cavalry squadron consists of 32 figures plus a trumpeter and an officer. 3 squadrons form a regiment.
It goes without saying that the Allied units were raised by Thomas on a similar scale.
It should be mentioned that the diorama was created at a time when pure marching packs did not even exist. That means Thomas had to buy a lot of sets to get the result.
The equivalent of a car is standing around there; well and the time required is not counted there.
At the same time, Thomas always supports two wargamers from Hildesheim and Cologne with his figures who play on a 1/72 scale. Their miniatures then appear in forums every now and then, well and at least Thomas and I know the original ownership of the Minis.
As you can see, the whole diorama is very impressive.
Thomas kindly made the pictures available to me.
I couldn't see the diorama myself; but I definitely want to catch up on that.
Perhaps there will be a second report with even more pictures than the ones that I have already presented to you here.
We will see.
 
VIVE L'EMPEREUR !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!

You may have read my last report on Napoleonic Kickstarter;

Sie haben vielleicht meinen letzten Bericht über Napoleonic Kickstarter gelesen.

Maybe you have my last report read about Napoleon's Kickstarter;

Vielleicht haben Sie meinen letzten Bericht über Napoleons Kickstarter gelesen;

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It is definitely worth stopping by, because you still have a few days to draw the Kickstarter.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, denn Sie haben noch ein paar Tage Zeit, um den Kickstarter zu zeichnen.

It is worthwhile in any case, since over to look, because there you have a few more days to draw the kickstarter.

Es lohnt sich auf jeden Fall, da vorbei zu schauen, denn dort haben Sie noch ein paar Tage Zeit, um den Kickstarter zu zeichnen.

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If you have read the report, you will already know a collector colleague whom I briefly showed you in the picture.

Wenn Sie den Bericht gelesen haben, kennen Sie bereits einen Sammlerkollegen, den ich Ihnen kurz auf dem Bild gezeigt habe.

If you read the report, you know now already a collector colleague I will have shown there briefly in the image.

Wenn Sie den Bericht lesen, kennen Sie jetzt schon einen Sammlerkollegen, den ich dort kurz im Bild gezeigt habe.

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We humans who have Napo fever are special, but we wouldn't want to be without it.

Wir Menschen mit Napo-Fieber sind etwas Besonderes, aber wir möchten nicht darauf verzichten.

We human beings who have the Napo fever, are of high, but we would not want to miss it.

Wir Menschen, die das Napo-Fieber haben, sind hoch, aber wir würden es nicht missen wollen.

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VIVE L'EMPEREUR !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

VIVE L'EMPEREUR !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!

VIVE L'EMPEREUR !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

VIVE L'EMPEREUR !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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