Sonntag, 16. Mai 2021

Ingo Gohlke - Deutsch-Französischer Krieg in 28 mm

Die Corona Pandemie hat den meisten von uns für viele geplante Aktivitäten einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Eigentlich hatte ich mir für 2020/21 einiges an historischen Touren vorgenommen.
Unter anderem sollte es mehrfach ein paar Kurztrips nach Frankreich geben.
Ich wohne ja in Rheinland-Pfalz, und die damit verbundene regionale Nähe zu unserem Nachbarn hätte es mir in normalen Zeiten ermöglicht ein Jubiläum besonders zu begehen.
Immerhin sind es jetzt 150 Jahre her, dass sich im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 Frankreich und Deutschland feindlich gegenüberstanden.
Der Konflikt ist mittlerweile in der Erinnerungskultur in Deutschland fast völlig vergessen, zu stark und prägend sind die Ereignisse der beiden Weltkriege.
Dabei sind die Wurzeln der kriegerischen Ereignisse des frühen 20. Jahrhunderts unter anderem auch in diesem Konflikt zu suchen.
Ich möchte hier nur die Streitfrage um Elsaß-Lothringen nennen.


Vieles hatte ich vor.
Ich wollte auf die Spicherer Höhen, zum Schlachtfeld von Woerth, nochmals Gravelotte besuchen, dann einen Abstecher zur Burg Sedan machen, und natürlich auch das neu gestaltete Musée Guerre et Paix en Ardennes in der Gemeinde Novion-Porcien erkunden.
Das ich dann am 5. Mai, zum Todestag Napoleon Bonapartes, in Paris gewesen wäre, ist ja selbstverständlich. Da hätte man sich dann auch nochmals die Ausstellung im Armeemuseum angeschaut.
Was bleibt von diesen Plänen?
Ein Aufschub.
Auch ein Aufschub für ein kollektives Gedenken.


Es ist geradezu verrückt, dass der „vergessene Konflikt“, nun noch mehr vergessen ist.
Auch die Beschränkungen in Deutschland machten es geradezu unmöglich, dass hier Museen entsprechende Ausstellungen anbieten konnten, um den Interessenten fachkundig zu führen.
Auch Überlegungen meiner Hobbyfreunde vielleicht auf einer Convention eine Episode des Krieges mit Miniaturen darzustellen, wurden spätestens in dem Moment aufgegeben, als klar war, dass nach der Hamburger Tactica 2020 keine weiteren Conventions in Deutschland, ja sogar europaweit, stattfinden werden.
Ja; auch im Hobby kann der „vergessene Konflikt“ zu Zeit nicht wiederbelebt werden.
Es sei denn, man bereitet etwas für die Zukunft vor, oder man will ein Diorama bauen.


Es ist nämlich nicht nur so, dass die Perry Brüder im 28 mm Maßstab eine neue Plastikbox angekündigt haben, die die preußischen Truppen des 70/71 Krieges darstellen.
Auch Ingo Gohlke zeigt auf seinem Blog die ersten Minis zu diesem Konflikt.


Diese können dann später bei Schilling Miniaturen bestellt werden.
https://ingos-figuren.jimdofree.com/
Ingo Gohlke hat sich dabei einiges vorgenommen.
https://ingos-figuren.jimdofree.com/figuren-1-56-28-mm/1870-71/
Er zeigt auf seinem Blog schon einige Bilder, und da sieht man, dass er neben den Preußen, auch Franzosen und Bayern in der Pipeline hat.






Das ist schon mal klasse.
Hinzu kommt aber noch, dass Ingo Gohlke nicht nur das übliche Kommandoset + Infanteristen anbietet.




Nein.
Auch Artilleristen und Kavalleristen sind dort zu finden.


Französische und preußische Kürassiere sowie preußische Ulanen sind bereits modelliert.





Auch der kleine französische Ambulanzwagen weiß zu gefallen.


Für einen Kleinserienhersteller, der das Ganze jetzt nebenberuflich macht, ist das jetzt schon eine beeindruckende Anzahl an Miniaturen.
Vielleicht machen Sie es jetzt wie ich.
Abonnieren oder bookmarken Sie sich am besten den BLOG, um auf dem Laufenden gehalten zu werden.
Ich denke die Minis werden für alle Sammler, die sich für die Epoche interessieren, eine Bereicherung darstellen.
Egal, ob Sie jetzt doch planen den Konflikt in einem Wargame populärer zu machen, oder ob Sie ein Diorama bauen, das einen Einzelaspekt des 70/71er Krieges darstellen will.
Die Minis taugen für beides.
 
 
The corona pandemic has thwarted most of us for many planned activities.
Actually, I had planned quite a few historical tours for 2020/21.
Among other things, there should be several short trips to France.
I live in Rhineland-Palatinate, and the associated regional proximity to our neighbor would have made it possible for me to celebrate a special anniversary in normal times.
After all, it is now 150 years since France and Germany were hostile to each other in the Franco-Prussian War of 1870/71.
The conflict is now almost completely forgotten in the culture of remembrance in Germany, the events of the two world wars are too strong and formative.
But, the roots of the wars of the early 20th century can also be found in this conflict, among other things.
I would just like to mention the issue of Alsace-Lorraine.
I had a lot planned.
I wanted to go to the Spicherer Heights, to the battlefield of Woerth, visit Gravelotte again, then make a detour to Sedan Castle, and of course also explore the newly designed Musée Guerre et Paix en Ardennes in the municipality of Novion-Porcien.
It goes without saying that I would have been in Paris on May 5th, the bicentenary of Napoleon Bonaparte's death. Here, I would have visited the exhibition in the Army Museum again.
What remains of these plans?
A delay.
Also a delay for collective remembrance.
It is downright crazy that the "forgotten conflict" is now even more forgotten.
The Corona restrictions in Germany also made it virtually impossible for museums to offer appropriate exhibitions in order to guide interested parties in an expert manner.
My hobby friends' considerations to depict an episode of the war with miniatures at a convention were given up at the latest when it became clear that after the Hamburg Tactica in 2020 there would be no further conventions in Germany, even across Europe.
Yes; Even in the hobby, the “forgotten conflict” cannot be revived at times.
Unless you are preparing something for the future, or you want to build a diorama.
It's not just that the Perry brothers have announced a new 28 mm plastic box that depicts the Prussian troops of the 70/71 war.
Also Ingo Gohlke, who is mainly known in the 1/72 fan base, shows the first minis on this conflict on his blog.
These can then be ordered later from Schilling Miniatures.

Sonntag, 9. Mai 2021

Lasst uns das "fantastische " Mittelalter feiern...

Was ich an Mittelaltersettings so klasse finde, ist die Möglichkeit abzuschweifen, einfach künstlerische Freiheiten in Anspruch zu nehmen, und mehrere Epochen zu einer zu verbinden. Selbst auf die Gefahr hin, dass es historisch gesehen eigentlich nicht passt.
Wenn man sich auf Mittelaltermärkten bewegt, ist einem der Anblick ja bekannt. Hier herrscht ein Sammelsurium unterschiedlicher Kleidungsstile, dass es eine wahre Freude, für andere, der wahre Horror ist.
Da bist Du auf einer Veranstaltung mit dem Schwerpunkt Spätmittelalter, na und dennoch treiben sich ja genügend Personen rum, die in Hochmittelalterklamotten erscheinen, als pseudo Piraten des 16. Jahrhunderts, oder einfach in so einem Fantasy-/ LARP Klamottenmix daherkommen.
Was ist das Schöne daran? Niemanden stört es so wirklich.
Man ist ja gewandet.


Sicherlich gibt es auch hier entsprechende Knöpfchenzähler, aber der neutrale Besucher bekommt da relativ wenig von mit. Für diesen ist der Mittelaltermarkt als solches dann einfach ein Bild, das sich richtig anfühlt.
Nur der wirklich Interessierte, Spezialisierte, dem fallen Details auf. Nur dem.
Ein mir persönlich bekannter Modelleur, der sich auf die Zeit des Spätmittelalters spezialisiert hat, der, ja der, kann verschiedene Rüstungen den jeweiligen Ländern zuordnen, und diese Rüstungen dann auch nach Stil und Jahreszahl klassifizieren. Mit einem Blick. Das ist in meinen Augen einfach mega beeindruckend.
Frank Z.
I SALUTE YOU!!!
Wenn ICH Rüstungen mit Vollplatte betrachte, wirken die erst einmal ähnlich, ja nahezu gleich. 
Ja sicherlich. Da sind unterschiedliche Platten, die irgendwie speziell arrangiert sind.
Aber mehr …? Keine Ahnung.


Auf den ersten Blick ist das alles identisch. „Ritterrüstungen“ eben.
Das sind unterschiedliche Betrachtungswinkel.
Im einen Fall, der des Spezialisten, im anderen Fall der des Laien.
Was auf dem Mittelaltermarkt geht, ist aber auf dem Figurenmarkt oftmals verpönt.
„Das kann man doch nicht mischen. Das sind doch völlig unterschiedliche Epochen.“
Was ist die Lösung,  wenn man jetzt verschiedene Modelle in eine Einheit, eine Armee packen will?
Ja richtig.
Wir wenden uns Fantasy Settings zu.
Tanderadei (Schräge Mittelaltermusik, Kopf in den Nacken werfen und wahnsinnig herumtänzeln. Tröööt, tröt, tröt …)
 „Höret, höret, höret.“




Ich habe ja nicht umsonst schon ein paar wunderschöne Gebäude des Herstellers Italeri angemalt, die einfach herrlich in ein Italienszenario passen. Oder?





Ich habe ja nicht nur Figuren aus unterschiedlichen Epochen. 
Aus dem Hochmittelalter, aus dem Spätmittelalter, ja und meine heißgeliebten bretonischen Fußknechte.
Nein … ich habe auch Ideen, dies alles zu verknüpfen, so dass ein Bild entsteht, welches wiederum nur Besucher von Mittelaltermärkten oder Menschen mit ein wenig Phantasie als richtig empfinden können.
Es wäre doch einfach schade, diese ganzen Minis nicht gemeinsam auf die Queste zu schicken.
„Sollen sie doch auch auf den Schlachtfeldern von Tilea ruhmreiche Taten vollbringen und Miragliano vor Skaven und anderem Gewürm bewahren.
(Tröööt, tröt, tröt …)
Skavenblight muss abgeriegelt werden. Die Zombiesümpfe dürfen nicht größer werden. Die Grenzmark muss halten.“
Jetzt habe ich Sie, meine verehrten Leser, aber dennoch in zwei Fraktionen gespalten.
Etwas, was man ja nie tun sollte.
In die, die jetzt schon ansatzweise erahnen, was ich vorhabe, na und in die, die jetzt nur noch Fragezeichen auf der Stirn haben.
Was schreibt der da?
Die letzteren muss ich jetzt an dieser Stelle ins Boot nehmen.
Wenn ich ja eine Sache cool finde, ist es die Hintergrundstory der Warhammer Fantasy Welt.
Hier vor allem die Geschichte des Imperiums, Bretonias und Tileas.
Für die, die bisher noch keine Berührung damit hatten, hier mal eine Karte dieser Welt.



Wie man sehen kann, liegt Tilea südlich des Imperiums und südöstlich von Bretonia.








Wer daran an das Heilige Römische Reich, Frankreich und Italien erinnert wird …, pah, der hat diese Fantasywelt nicht kapiert.
Oder doch?
Warum sollte man denn eine Fantasygeschichte schreiben, wenn man auch die mittelalterliche Geschichte Europas schreiben könnte?
Tanderadei (Schräge Mittelaltermusik, Kopf in den Nacken werfen und wahnsinnig herumtänzeln. Tröööt, tröt, tröt …)
Klar. Ihr wisst die Antwort.  Tief in Eurem Innern kennt Ihr sie.
In der realen Welt gibt es einfach keine Rattenvölker, Zombies oder Tiermenschen. Auch Elfen finden sich keine, wenn man auch sicherlich einige Frauen in dieser Zeit als solche bezeichnen könnte …
Hach.
(Seichte Lautenklänge und ein helles, gläsernes Lachen erfüllt den Raum. Seufz)
Sicherlich; man könnte einfach auch Mittelaltergeschichte bespielen.
Aber die schränkt dann doch irgendwie ein.
Fantasy bringt da halt ein paar Charaktere mehr ins Spiel.
Allein die ganzen Zauberer.
Weltklasse.
Na und das ist dann auch der Grund, warum meine Figuren an unterschiedlichen Plätzen zu kämpfen in der Lage wären.
Sie könnten sich auf den mittelalterlichen Schlachtfeldern des Hoch- und Spätmittelalters finden, sie könnten aber auch zusammengewürfelt werden und in die Fantasywelt ziehen.


Der Vorteil an der Warhammer Fantasy Welt:
Man kann halt einfach Bretonen und Imperiumsritter gemeinsam auf die Reise schicken, oder sie sich auch untereinander verprügeln lassen. Je nach Gusto. Das sieht dieses Setting halt vor.
Denn die Welt von Bretonia orientiert sich bei Warhammer Fantasy am Hochmittelalter, das Imperium am Spätmittelalter bzw. der Renaissance.
Genau wie auf dem Mittelaltermarkt.
HAUPTSACHE GEWANDET.
Tanderadei (Schräge Mittelaltermusik, Kopf in den Nacken werfen und wahnsinnig herumtänzeln. Tröööt, tröt, tröt …)
Ist das nicht herrlich.



Man muss auf nichts achten. Muss sich nicht durch tausende Uniformbücher wälzen auf der Suche nach der richtigen Litze.
EEEEEEGGGGGGGGGGGGAAAAAAAAAAALLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL.
Man malt einfach Mittelalterjungs an und sagt;
„Das sind die edlen Herren aus dem Herzogtum bla bla bla …“
(Tröööt, tröt, tröt …)
Heraldik. Mir doch wumpe.
Da erfinden wir einfach eine.
Hauptsache Ketten- oder Plattenrüstung, Hauptsache Mittelalter. Epoche im Grunde … nebensächlich.
Ja meine Herren. Das ist das Schöne an Fantasy.
Man kann in einer Zeit schwelgen. Kreativ darin rumlaufen und sich einfach freuen.
Last uns jetzt alle gemeinsam schunkeln und lustige Lieder singen.
„Wo ist der Met, im Kelch und Pokal. Was bringt er uns; die größte Labsal…“
(Tröööt, tröt, tröt …)
Na klar kommen jetzt auch hier die Obernerds mit erhobenem Zeigefinger um die Ecke:
Na, na, na.
Es gibt doch klar definierte Herrscherhäuser in Bretonia.
Es gibt doch Wappen.
Ein JEDER kennt doch Couronne, L’Anguille, Lyonesse, Artois, Gisoreux, Mousillon, Bordeleaux, Bastonne, Montfort, Parravon, Quenelles, Aquitaine, Brionne und Carcassone, alles Fürstentümer in Bretonia.
NATÜRLICH!
Na und die Leopardengarde und die Musketiere von Miragliano müssen doch genauso aussehen, wie die GW Figuren, die die damals in den 90er Jahren herausgebracht haben.
NATÜRLICH!
Na und bitte, Entschuldigung. Imperiumsritter müssen doch ganz klar Vollplatte tragen und irgendwie dem Sigmarkult anhängen.
NATÜRLICH!
Nein, meine Herren!!!
Müssen sie nicht.
Denn dafür ist diese Welt zu vielfältig.
Sowohl die reale, als auch erst recht die Fantasywelt.
Entwickelt Fantasie, habt Spaß, malt einfach Mittelalterfiguren an.
Werft sie zusammen, rührt den fantastischen Brei und auf geht’s.
Ist es nicht schön.
Kommt!!!
Springt über Eure Schatten, traut Euch. Wo kann man denn so kreativ werden.
Schmeißt alles zusammen zu einem herrlichen Mittelaltermix und nennt es …
 
DIE GESCHICHTE VON MIRAGLIANO UND DER ANGRENZENDEN FÜRSTENTÜMER IN TILEA
 
Tanderadei (Schräge Mittelaltermusik, Kopf in den Nacken werfen und wahnsinnig herumtänzeln. Tröööt, tröt, tröt …
An dieser Stelle ist es sogar erlaubt aufgrund der großen Freude ENDLICH zu wissen, was man mit seinen diversen Mittelalterfiguren tun soll, zu sabbern. Einfach vor Glück zu sabbern.
Tröööt, tröt, tröt …)





P.S.: Sie müssen natürlich nicht Warhammer Fantasy spielen. Nutzen sie die Welt und testen Sie anderes. Wie Lion Rampant oder Dragon Rampant oder auch andere Skirmish Systeme. Sie haben da die Wahl.
 
 
Yes, I like Middle Age and Renaissance time. There are so many different settings. Such a variety of armour, helmets, weapons, heraldry.
As a wargamer you can combine different styles, different epoches. If you like to do so.
If you are ALLOWED to do so.
Just do it like your fellows on medieval fairs. Here you see a mix of nearly 600 years. And all visitors are happy!!
The visitors, seeing the different styles,  think:
Yes. That’s middle age.
That’s false. But … it doesn’t really matters.
It’s something like an optical illusion. A perfect simulation.
And all are happy, and they have fun.
But in wargaming rounds there are so many nitpickers. Self-appointed specialists.
„Oh no. You can’t do that … You can’t mix them…That’s heretic …. Burn him …“
You know the calls?? You know the hate, you will face??
But, what can you do, if you want to see your nice soldiers of the Barons Wars side by side with your heroes of Crecy, Agincourt and your Tudor troops.
The solution is a …
FANTASY SETTING.
TaTaTaTa (Sound of a trumpet; everywhere is the sound of laughing. You are dancing in circles, singing foolish medieval songs).“ … Tándaradéi,  Sweetly sang the nightingale …“
„Now listen to the story, I want to tell ya. Listen, Listen, Listen.“
Oh yes. I have painted so many Italeri buildings, which come in an toscanian style.
There are my Late Medieval Knights. But there are also serjeants and warriors of the 13th century.
Oh yes. And I have ideas to combine them, to mix them in a unit.
I want to create the picture of a medieval fair. A mix of styles. Different plates, and helmets and weapons. All together on the fictional battlefield.
Yes I need your fantasy, I need your applause …
and than, yes, than, I want to sent them to solve the quest, to find the virgin, to search for the holy grail …
in TILEA, in Miragliano, south of Scavenblight and the Zombie marshes.
You know, what I’m thinking about? You know Bretonnia and the Empire? You know the fantastic world of Warhammer Fantasy?
The OLD world of Warhammer Fantasy, with knights, elves, orks, zombies, beasts, humans and so on. Not the modern stuff. The Age of Sigmar rubbish.
TaTaTaTa (Sound of a trumpet; everyhere is the sound of laughing. You are dancing in circles, singing foolish medieval songs).“ … Tándaradéi,  See how red my mouth's become.…“
Yes. Really. When there is a cool stuff, than it is the world of Warhammer Fantasy: The Empire, Bretonnia, Tilea.
You look, and you think, it looks like, it looks like … ehhm … „Holy Roman Empire“, France and Italy ???
Is it real fantasy??? Or is it history of the Middle Age???
Indeed. It’s a little bit history, but with dragons, and whitches, and sorcerers.
The Bretons living in the high midle age, the imperialst troops living in the late middle age.
That’s cool.
So, for you, as a wargamer, you can mix your medieval folk. Forget timelines, forget periods of the middle age.
Just paint medieval stuff, invent your own heraldry, say „that’s the duke of …, bla, bla, bla, …. that’s the Count of ….bla, bla, bla …“, and … have fun.
Have fungames, with funny miniatures, wearing funny clothes, doing funny things.
TaTaTaTa (Sound of a trumpet; everyhere is the sound of laughing. You are dancing in circles, singing foolish medieval songs).“ … Tándaradéi,  Mark the spot my head once lay…“
Forget the nerds, forget the nitpickers.
The musketeers of Miragliano are correct, if YOU say they are correct.
The Dukes of Couronne, L’Anguille, Lyonesse, Artois, Gisoreux, Mousillon, Bordeleaux, Bastonne, Montfort, Parravon, Quenelles, Aquitaine, Brionne, Carcassone in Bretonnia are correct, if YOU say they are correct.
Breganza’s besiegers are correct, if YOU say they are correct.
Leopold’s Leopard Company is correct, if YOU …
So come on.
Paint your miniatures, build houses, work on terrain and other cool stuff. Mix it in a pot and say …
 
THAT IS THE STORY OF MIRAGLIANO AND THE OTHER COUNTRIES OF TILEA
 
It‘s your fantasy. Live your dreams.
 
TaTaTaTa (Sound of a trumpet; everyhere is the sound of laughing. You are dancing in circles, singing foolish medieval songs).“ … Tándaradéi,  Who will, I think, not say a word.…“
 
Source:
Tánderadéi – „Unter der Linden“ Poem of Walther von der Vogelweide (1170-1230)
http://www.planck.com/rhymedtranslations/vogelweidelinden.htm
Warhammer Fantasy – Just have a look at the Lexicanum
http://whfb.lexicanum.com/wiki/Main_Page

P.S.: You don't have to play Warhammer Fantasy. You can also use skirmish systems like Dragon Rampant or Lion Rampant. No problem.

Mittwoch, 5. Mai 2021

Vive L'Empereur

Today, 200 years after the death of the Emperor, I visited the Napoleon's Column here in Bad Kreuznach, Germany. It is a remembrance column erected by veterans in the 1840ies.  
With me some silly things and a miniature book.  Here i stay for a while reading some chapters in the book and with a loud VIVE L'EMPEREUR I left the place.
If you like, you can translate the text with Google translator.
VIVE L'EMPEREUR 


Heute vor zweihundert Jahren starb Napoleon Bonaparte, Kaiser der Franzosen, einsam an seinem Verbannungsort St. Helena, einer Insel im Südatlantik. Einen Menschen der Jetztzeit, dem man den gleichen Bedrohungswert zumessen würde, müsste man schon auf den Mond verbannen, um einen gleichen Effekt zu erzielen.
Schuld daran, dass er auf diesem Eiland sein Leben beendete, war er letztendlich selbst. 1814, nachdem Napoleon zur Abdankung gezwungen worden war, hatten die Sieger ihm noch ein bequemeres Quartier zugestanden. Er durfte als Fürst auf der Insel Elba, in Sichtweite der Toskana leben, und hier einen Hausstand führen, der einem heutigen Staatsrentner sicherlich gefallen würde. Es war ihm sogar erlaubt sich mit einem „Wachbataillon“ von 600 Mann zu umgeben.
Für einen Feldherrn, der sich selbst immer als ersten Soldaten verstand, ein nettes Zugeständnis.
Aber Napoleon war dies nicht genug.
Die ihm zugedachte Position war mit seinem unruhigen Geist, seiner ewigen Suche nach Anerkennung und Triumph nicht zu vereinbaren.
„Eure Herrscher, geboren auf dem Throne, können sich zwanzigmal schlagen lassen, und doch immer wieder in Ihre Residenzen zurückkehren; das kann ich nicht, ich, der Sohn des Glückes. Meine Herrschaft überdauert den Tag nicht, an dem ich aufgehört habe, stark und folglich gefürchtet zu sein.“
(Napoleon am 25. Juni 1813 zu Metternich, dem österreichischen Diplomaten. Zitiert, bei Adam Zamoyski: 1815. Napoleons Sturz und der Wiener Kongress, München 2016, S. 101)



Am 1. März 1815 kehrte er nach Frankreich zurück, und setzte das Land wieder in den direkten Kriegszustand. Noch einmal, nur noch einmal, wollte er gegen die Alliierten ausziehen, Frankreichs Grenzen sichern, die Armeen der Gegner einzeln schlagen.
Noch am 16. Juni 1815 schien es, dass der Plan gelingen könnte.


Er besiegte die preußische Armee bei Ligny. Aber zwei Tage später war sein Schicksal besiegelt.
Die Schlacht, deren Entscheidung lange Zeit hin und her schwankte, wurde durch ihren Ausgang sprichwörtlich. Napoleon erlebte bei Waterloo, sein eigenes Waterloo.
Die höchste anzunehmende Niederlage, die nicht nur zum Verlust seines Kaiserreichs, sondern, was noch viel schlimmer  wiegt, zum Verlust seiner kompletten sozialen Kontakte führte.
Der unruhige Geist wurde mit wenigen Getreuen, deren Namen selbst den meisten Zeitgenossen unbekannt gewesen sein dürften, auf dem Eiland St. Helena im tiefsten Südatlantik eingesperrt.
Die weitverzweigte Familie Bonaparte konnte, bzw. wollte, keinen Kontakt mehr mit dem berühmten Ehemann, Vater, Bruder, Schwager oder Onkel aufnehmen.
Viele der getreuen Marschälle waren gefallen.
Andere hatten sich mit dem Bourbonenkönig Ludwig XVIII. arrangiert.
Murat und Ney waren von den Siegern füsiliert worden.
Beaufsichtigt und bewacht wurde der berühmte Gefangene von englischen Soldaten unter Führung von Sir Hudson Lowe, dessen Reputation durch die Tätigkeit auf St. Helena nachhaltig zerstört wurde.
Bewacher und Bewachter verstanden sich nicht.
Ihr letztes Treffen auf dieser Insel fand am 20. August 1816 statt. Danach verlief der Kontakt nur noch über Dritte.
Dabei war die Auswahl Hudson Lowes nicht schlecht gewesen.
Er kannte die korsische Mentalität, war er doch Jahre hindurch Kommandeur einer Einheit, die aus korsischen Freiwilligen bestand (Corsican Rangers).
Auch war er gebildet. Sprach perfekt italienisch und französisch. Seine Arbeit als Verbindungsoffizier hatte ihm auch ein gewisses diplomatisches Geschick verliehen, eine Tatsache, die die beiden preußischen Generale Blücher und Gneisenau auch bestätigten. Also alles Voraussetzungen, die auf den ersten Blick, geeignet waren, zu einer friedlichen Koexistenz mit dem verbannten Kaiser zu führen.
Nichts dergleichen geschah.
Napoleon bewertete ihn wie folgt:
„Wir sind nicht von derselben Art, wir können einander nicht verstehen; unsere Gefühle sprechen nicht dieselbe Sprache.“ (Las Cases, Mémorial de Sainte-Hélène…, Bd. 2, S. 237)



Der Engländer verhielt sich stur und stocksteif, immer darauf bedacht seine Befehle zu befolgen, denn das Gespenst einer erneuten Flucht des Kaisers stand immer an seiner Seite, während der Franzose innerlich kochte, wütend war, sich zu Tode langweilte und seinen Bewacher, die Insel, die bösen Alliierten, ja die ganze Welt, die ihn so ungerecht behandelte, einfach hasste.
Dieser Gemütszustand des Kaisers, der unter chronischer Gastritis litt, hat höchstwahrscheinlich noch die gesundheitlichen Probleme des Kaisers verstärkt, und so starb Napoleon verbittert am 5.5.1821 an einer Magenblutung, hervorgerufen durch ein Krebsgeschwür.
Es entstanden auch sofort Gerüchte, dass der Kaiser vergiftet worden sei. Eine These, die nicht zu einhundert Prozent widerlegt werden kann, und deshalb in der Literatur auch immer wieder einmal aufgegriffen wird.
Tatsache ist, dass Napoleon schon länger an gesundheitlichen Problemen litt, und damit der Tod als natürliche Folge seines zerrütteten Gesundheitszustandes eher wahrscheinlich ist.
Vergessen blieb er nicht.
Seine Rückkehr nach Frankreich, diesmal in einem Sarg, im Jahr 1840 war triumphal.
Heinrich Heine, Augenzeuge der Ereignisse, der Überführung des Leichnams in den Invalidendom, hat sie uns in schönen Worten beschrieben (Heinrich Heine, Deutschland ein Wintermärchen, Caput VIII):





 
„Hab selber sein Leichenbegängnis gesehn,
Ich sah den goldenen Wagen
Und die goldenen Siegesgöttinnen drauf,
Die den goldenen Sarg getragen.
 
Den Elysäischen Feldern entlang,
Durch des Triumphes Bogen,
Wohl durch den Nebel, wohl über den Schnee
Kam langsam der Zug gezogen.
 
Mißtönend schauerlich war die Musik.
Die Musikanten starrten
Vor Kälte. Wehmütig grüßten mich
Die Adler der Standarten.
 
Die Menschen schauten so geisterhaft
In alter Erinnrung verloren -
Der imperiale Märchentraum
War wieder heraufbeschworen.
 
Ich weinte an jenem Tag. Mir sind
Die Tränen ins Auge gekommen,
Als ich den verschollenen Liebesruf,
Das »Vive l’Empereur!«, vernommen.“
 
19 Jahre nach seinem Tod kehrte der Kaiser also triumphal nach Frankreich zurück, noch unter der Regierung des Bürgerkönigs Louis-Philippe.
Ironischerweise war einige Monate zuvor der bereist zweite Putschversuch zur Übernahme der Macht in Frankreich und Restauration des bonapartistischen Herrscherhauses gescheitert.
Der Neffe des Kaisers, Charles-Louis-Napoléon Bonaparte, fühlte sich dazu berufen in die Fußstapfen seines Onkels zu treten. Aber 1840 wurde er zunächst verhaftet und befand sich bis 1846 in Festungshaft in der nordfranzösischen Gemeinde Ham.
Seine Stunde sollte erst im Jahr 1848 kommen, als er zunächst zum Präsidenten der zweiten französischen Republik gewählt wurde, um sich dann im Jahr 1852 zum Kaiser der Franzosen ausrufen zu lassen.
Aber wie soll jetzt jemand wie ich, der es nicht müde wird, sein Vive L’Empereur in seinen Berichten erschallen zu lassen, den Gedenktag des Kaisers feiern.
Ich habe mich für mehrere Ansätze entschieden.
Der Besuch in Paris am Grab des Kaisers bleibt mir aufgrund der Corona Pandemie verwehrt. Zum Glück habe ich Paris noch im Jahr 2019 besuchen können, also sind die Bilder aus diesem Bericht noch relativ aktuell.






Also musste ich mir etwas anderes überlegen.
Ich habe mir von Heiko S. ein paar Franzosen anmalen lassen.
Lettow. Ich danke Dir.
Vive L’Empereur.
Die bekommen einen Ehrenplatz in meiner geplanten französischen Armee, die ich dieses Jahr anfangen werde zu bemalen (Sie sehen. Da ist noch viel Platz in der neu gekauften Vitrine).

Dann habe ich im Museumsshop des St. Helena Heritage mir diese wunderschöne Anstecknadel bestellt. 
Leider wurde die aus Frankreich und nicht direkt aus St. Helena verschickt. Letzteres wäre das Highlight gewesen.



Den Ehrenkranz, den man in diesem Museumsshop noch bestellen kann, um ihn auf das ursprüngliche Grab des Kaisers legen zu können, werde ich auch noch ordern, nur ist der zurzeit leider ausverkauft.
Warum wohl?
Vive L’Empereur.



dieses kleine Büchlein, das mir meine Partnerin zum Geburtstag geschenkt hat, mitnehmen,
natürlich auch den Gardisten, ebenfalls ein Geschenk, zum gleichen Anlass, aber aus einem anderen, aber auch schönen und langen Lebensabschnitt,


und dann werde ich meine Wohnung verlassen, über die Straße gehen und am Zentralfriedhof Bad Kreuznach direkt vor der Veteranensäule ein paar Kapitel des Büchleins lesen, am Ende Vive L’Empereur rufen, und vielleicht, vielleicht, vielleicht, auch eine kleine Träne verdrücken.



Denn ich kann mich der Faszination dieses Mannes nicht entziehen, der quasi aus dem Nichts aufstieg, als genialer Feldherr und Macher, vor allem in Deutschland die alten Zöpfe abschnitt und nicht nur Tod und Verderben brachte, sondern auch den Code Civil, die Judenemanzipation, die Aufhebung des Zunftzwangs, einen vernünftigen Verwaltungsaufbau, eine Vereinheitlichung des staatlichen Aufbaus, und vieles, vieles mehr.
Napoleon war ein Revolutionär, und er hat die französische Revolution letztendlich vollendet. Dass er besser war, als das Narrativ der Geschichtsschreibung im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, ist heute allgemein anerkannt.
Und damit möchte ich diesen Artikel auch heute beschließen, denn wenn Sie mir beim Lesen jetzt bis hierhin gefolgt sind, dann habe ich mein Ziel erreicht:

Auch Sie haben jetzt den Todestag des Kaisers wahrgenommen.
 
Vive L’Empereur

Update: 18:42














Gesagt! Getan! Vive L'Empereur


 
 
P.S.: Wenn Sie sich ein eigenes Urteil über Napoleon bilden wollen, dann lesen sie bitte ALLES von Adam Zamoyski. Sein Buch über den Rußlandfeldzug, seine Biographie über Napoleon, sein Buch 1815, das sich mit den diplomatischen Entwicklungen ab 1813 und vor allem auf dem Wiener Kongress beschäftigt, und nicht zuletzt sein Werk  Phantome des Terrors: Die Angst vor der Revolution und die Unterdrückung der Freiheit, 1789-1848, das sich mit dem Zeitalter der Restauration beschäftigt.
Zamyoski ist für mich der aktuell beste Autor, der sich mit der napoleonischen Geschichte auseinandersetzt; und es gelingt ihm auch trockene Themen einfach unterhaltsam zu schildern.
 
Vive L’Empereur Herr Zamoyski.






 
P.P.S.: Zum Abschluss noch folgendes. Wenn Sie der Meinung sind, dass der gestrige Sturm, der über Deutschlands Westen fegte, und der fälschlicherweise den Namen eines österreichischen Feldherrn trug, Eugen, ein Wetterphänomen war, dann wird das auch so sein. Was auch sonst, denn wir sind aufgeklärte, der Wissenschaft verschriebene, gebildete Menschen, und glauben nicht an Verschwörungstheorien, oder Fake News (na zumindest ein großer Prozentsatz von uns).
Aber vielleicht, und ich musste kurz darüber nachdenken, war es auch der Kaiser, der mit den Windbräuten und der Siegesgöttin Nike über den Himmel galoppierte, um nochmals sein altes Kaiserreich bis hin zu den Fluten des Rheins zu inspizieren.
Ich jedenfalls habe ihm um 0:00 Uhr unter Zeugen zugeprostet. Sicher ist sicher.
 
Vive L’Empereur