Sonntag, 1. Dezember 2019

Battlegroup - Kampf an den Brücken


Die Frage wie man mit andauernden Niederlagen umgeht, ist eine Frage der inneren Einstellung.
Eine eigene Balance zu finden, neue Wege zu suchen, die jenseits der normalen Empfindungen eines Standard Wargamers beheimatet sind, das ist der Ausweg, und nicht zuletzt auch der Weg zum Glück.
Nachdem ich jetzt mehrere Wochen meditiert habe, um aus meinem großen Loch herauszukommen, verkünde ich hiermit, dass Ihr, meine geneigten Leser, auch weiterhin Berichte meiner verlorenen Schlachten lesen könnt, so Ihr wollt.
Meine Mentaltrainerin hat mir geholfen, den neuen Weg zu finden.
Danket ihr!!!!!
Mein persönlicher Wertungsmaßstab, und nur nach diesem Maßstab werde ich zukünftige Schlachten bewerten, ist jetzt ein anderer:
DAS ENTSCHEIDENDE, ist jetzt, WIE LANGE ich gegen den „Schrecklichen Sven“ bestehen werde.
Und ich werde jede Minute feiern. Feiern, als einen mentalen Sieg.
Als Sieg, der mich nach oben trägt, und mir einen Platz im Wargamer Walhalla sichert, denn niemand wird mit so vielen Verlusten, so lange überleben, wie ich.
Der Weg ist das Ziel, nicht das Ziel selbst.
Ja. So werde ich es tun und deshalb freue ich mich Euch von meiner nächsten verlorenen Schlacht zu berichten.
3h43 habe ich mich gegen die Niederlage gestemmt. Habe zusammen mit meinem Spielpartner Dennis den fürchterlichen Schlägen des „Schrecklichen Sven“ getrotzt.
3h43!!!
Jaaa. Das ist ein Sieg, wenn man es so lange aushält. Das ist keine Niederlage.
NEIIINNNNNNNN!!!!
(Entschuldigung. Ich zittere gerade leicht und muss langsam durchatmen. Auch das hat mir meine Mentaltrainerin empfohlen)
So erfreut Euch nun alle an der genialen Schlacht, die mein Partner und ich ÜBER STUNDEN HINWEG unter den unerbittlichen, ja unmenschlichen,  Hieben des „Schrecklichen Sven“  geschlagen haben.

Das Schlachtfeld war fast genau in der Mitte von einem Fluss geteilt. 

Zwei Brücken führten jeweils auf die andere Seite, und es war klar, dass sich der Kampf auf diese Übergänge konzentrieren würde.



Sven begann zuerst; denn clever wie er war, hatte er natürlich Scout Einheiten aufgestellt, die er als erste auf dem Feld platzieren konnte.


Diese setzte er dann auch in Bereitschaft.
Mörser und erste Infanterieeinheiten folgten als nächstes.



Wir hingegen hatten uns auf schweres Gerät konzentriert, und deshalb rumpelten auch zuerst unsere T34 auf die Platte.


Sven konterte und die ersten StuG näherten sich.


Der erste Brückenübergang war somit schon mal unter der Kontrolle der deutschen Truppen.
Auch am zweiten Brückenübergang ging ein StuG in Bereitschaft, während die deutsche Infanterie sich am Spielfeldrand zu sammeln begann.





Dort konterten wir jetzt mit unserer Infanterie, einem weiteren T34 und einem Lend Lease Churchill, der jetzt langsam auf das Spielfeld rollte.


Derweil hatten sich an der unteren Brücke unsere T34 positioniert und schalteten ein StuG aus.



Strike.
Sven ließ sich aber nicht schocken.
Panzerjäger wurden nach vorne gezogen,  ein StuG näher herangeführt und die Infanterie bezog Stellung hinter einer Mauer.




In einer völlig aberwitzigen Situation zog Sven eines seiner StuG über die Brücke und schoss den ersten T34 ab.


Davon ließen wir uns allerdings nicht entmutigen und brachten noch mehr Infanterie und auch die ersten Mörser aufs Schlachtfeld.


Jetzt begann unser Mörserkampf, den wir – wie wir im Nachgang feststellen mussten -, nicht ganz regelkonform, aber mit einem großen Spaßfaktor das ganze Spiel über aufrecht hielten (der Zielmarker sprang immer zwischen den Einheiten hin- und her; wir würfelten zu oft Abweichungen).




Sven schockte das alles nicht so wirklich, und er schoss uns den zweiten T34 ab.
 

Zum Glück blieb uns an diesem Abschnitt noch ein weiterer Panzer und ein Infanterietrupp über, die den Durchbruch abzuriegeln hatten.

Zumindest gelang es uns den 251er Panzerjäger zu pinnen. Schießen konnte er jetzt erst mal nicht mehr.


Die nächsten Treffer pinnten dann noch einen weiteren Panzerjäger und ein Stug.






Treffer in der Nähe der deutschen Infanterie führten zu nichts. Diese lag in guter Deckung.

Das lief ja gut, und wir dachten, komm; dann sichern wir uns jetzt mal mit Hilfe unseres Kommandeurspanzers  die Brücke.


Aber so richtig erreichte der nichts..
Der Churchill kroch weiterhin langsam über das Schlachtfeld. Oh mein Gott. Diese englischen Panzer sind sooooooooooooooooooo lahm.

Während sich unsere Infanterie gegenseitig beschoss, pinnten wir mit unserem Mörserfeuer gegenseitig die Fahrzeuge.





Die, die noch nicht getroffen waren, belauerten sich.



Noch sah alles nach einem Patt aus.






Jetzt zog Sven den Panzerjäger über die Brücke.


Folge war, dass ein weiterer T34 in die Luft flog.


Damit war jetzt die eine Brücke völlig in der Hand der deutschen Streitkräfte.

Das Übersichtbild und die Luftaufklärung zeigt die Situation sehr gut.



Zum Glück hatten die beiden Churchill jetzt endlich ihr Zielgebiet erreicht. Die Infanterie belauerte sich. 
Sven feuerte jetzt mittig in die Panzeransammlung hinein.

Der Kommandeurs T34 war jetzt auch Geschichte.


Zumindest konnten wir uns an einem StuG und einem der Panzerjäger rächen.



Jetzt versuchte Sven komplett durchzubrechen und uns zu umfassen.


Wir nahmen jetzt die Churchills zurück, und richteten sie neu aus.
 

Ein Mörsertreffer schaltete dann den LKW aus, der die Truppen mit neuer Munition versorgen sollte.

Das Übersichtsbild zeigt, wie wir versuchten die Churchill Panzer neu zu positionieren.


Aber das brachte uns nichts mehr ein.


Ein weiterer Treffer von Sven und wir mussten einen Counter ziehen, der dann final unsere Battlerate zum Platzen brachte.

Damit war diese Schlacht entschieden und ….



WIR HATTEN 3h43 DURCHGEHALTEN, WAS TATSÄCHLICH EIN RIESENERFOLG WAR …..



The battlefield was almost exactly divided in the middle by a river. Two bridges led to the other side, and it was clear that the fight would focus on these points.
Sven started first; he had of course set up scout units that he could place first on the field.
He then put these in readiness.
Mortar unit and infantry units followed next.
We, on the other hand, had focused on heavy equipment, and so our T34 came to the field.
Sven countered and the first StuG approached.
The first bridge was thus already under the control of the German troops.
Also at the second bridge a StuG went into readiness, while the German infantry began to gather on the sidelines.
There we countered now with our infantry, another T34 and a Lend Lease Churchill, who now slowly rolled onto the field.
Meanwhile, two T34 tanks had positioned at the lower bridge and turned off a attack by german StuG’s.

Sven wasn’t shocked.
He ordered an AT-halftrack, a StuG and his infantry in position.
In a completely crazy situation, Sven pulled one of his StuG over the bridge and destroyed the first T34.
However, we, Dennis and I myself, brought even more infantry and also the first mortars to the battlefield.
Now we started with a mortar fight. Not quite correct to the rules – what we found out later -  but with a great fun factor.
Sven wasn’t really impressed, and he destroyed our second T34.
Luckily we had another tank and an infantry squad left over at this section to seal the breakthrough.
At least we succeeded in pinning one At-Halftrack. Now he could not shoot anymore.
The next hit pinned then another AT-Halftrack and a Stug.
The German infantry instead was in good cover.
At this point we thought. Come on. Let us secure the second bridge.
The Churchill continued to crawl slowly across the battlefield. Oh my God. These English tanks are sooooooooooooooooooo lame.
While our infantry shelled each other, we pinned our vehicles with mortar fire.
Those who had not yet met were staggering.
Now Sven pulled the AT-Halftrack over the bridge.
The result was that another T34 blew up.
Thus, the one bridge was now completely in the hands of the German forces.
The overview picture and the aerial reconnaissance shows the situation very well.
Fortunately, the two Churchill had finally reached their target area. The infantry watched.
Sven now fired into the center of the tank concentration.
Now the commanding T34 was history too.
At least we could destroy a StuG and one of the tank destroyers.
Now Sven tried completely break through and embrace us.
We now took the Churchills back and reoriented them.
A mortar hit then turned off the truck, which should provide the troops with new ammunition.
The overview picture shows how we tried to reposition the Churchill tanks.
But everything was in vain.
Another hit by Sven and we had to draw a counter, which finally brought our Battlerate to burst.
So this battle was decided and .

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