Sonntag, 19. Juli 2026

Spätmittelalterliches Aufgebot - Ritter zu Fuß

Nein meine lieben Leser. Ich werde jetzt nicht seitenweise über Ritter schreiben. Nicht, dass ein Mittelalter ohne Ritter einfach nicht denkbar wäre. Nicht, dass sie die Spitze der Lehnspyramide darstellten. Nicht, dass sie die Schlachtfelder des Hoch- und teilweise noch des Spätmittelalters dominierten. Nicht, dass sich ihre Bewaffnung und ihren Schutz über die Jahre immer mehr verbesserten.
Warum ich das nicht tue?
Weil es einfach eine viel zu große Geschichte wäre. Eine WIRKLICH GROßE und lange Geschichte.
Über Ritter haben viele Historiker und Publizisten geschrieben, und das schon seit Jahrhunderten, na und dann werde ich da jetzt erst einmal nicht ausführlicher in diesem BLOG- Eintrag. Vielleicht irgendwann einmal in einem anderen Bericht. Denn Ritter habe ich genug. Wir werden es sehen.
Ritter sind bereits in der Zeit ihrer Hochphase verklärt worden. Um sie herum wurden Mythen geschaffen, Geschichten, die selbst uns moderne Menschen faszinieren.
Ich hingegen möchte heute nur meine Ritter zeigen, sie Ihnen im Bild vorstellen. Meine abgesessen kämpfenden Ritter. Keine Ritter hoch zu Ross.

Die Ritter, die sie im Bild sehen, sind Ritter des Spätmittelalters, taugen also genau für die Zeit meiner Hintergrundstory, eben der Mainzer Stiftsfehde, die von 1461 bis 1462 hier in meiner Heimatregion wütete.
Nahezu alle Ritter der Region fanden sich damals auf einer Seite der miteinander rivalisierenden Bischöfe von Mainz, Diether von Isenburg und Adolf II. von Nassau.
Der Konflikt sah pfälzische, badische, hessische Ritter, die sich gegeneinander bekriegten.
Diese Ritter sind hier in meiner Armee dargestellt.
In dem von uns verwendeten Regelwerk Lion Rampant sind sie eine Kerneinheit mit dem Namen „Elite Infantry“. 6 Mann, anstatt 12 Mann pro Einheit. Letzteres ist wichtig. Eine 12er Einheit mit den Werten, die die Ritter besitzen, wäre viel zu stark.
Eine 3+ auf zwei Würfeln für den „Courage“ Test, ein „Attack Value“ von 3+, ein „Defence Value“ von 4+ sowie ein „Armour“ Wert von 4 sind dann schon richtig gut.
Hinzu kommt, dass die Einheit die Spezialregel „Flexible“ hat, d.h. Attack/Defence/Armour Werte werden beim Kampf in schwierigem Gelände nicht verschlechtert.




Wem das jetzt alles nicht reicht, der kann den Rittern für zwei Punkte mehr das Attribut „Fearsome“ verpassen. Der Gegner ist dann so verängstigt, dass sein Moralwurf einen Malus von -1 erhält.
Für 3 Punkte mehr kann man sie sogar noch mit der Eigenschaft „Bloodthirsty“ verbessern. Jeder Angriffswürfel, aber kein „Defence“ oder „Shooting“ Würfel, mit einer 6 erzielt anstatt des üblichen einem Treffer, in diesem Fall 2 Treffer.
Das Regelbuch warnt aber den Spieler, dass er bei seiner Begeisterung für Ritter, aber auch daran denken sollte, dass eine mit beiden Merkmalen verbesserte Rittereinheit schon einmal 11 Punkte der Gesamtstreitmacht von 24 verbraucht. Das kann dann schon mal eng werden, wenn die anderen Einheiten nicht richtig performen.
Ich sehe es genauso wie die Regelschreiber. Eine solche Rittergruppe müsste dann schon von einem cineastischen Helden angeführt werden, wie z.B. Harald Hardrada, Ivanhoe oder Uthred von Bebbanburg. Dann würde der Fluff ja auch wieder stimmen.
Aufmerksame Betrachter der Bilder werden jetzt sehen, dass ich auf der Base nur 5 Ritter habe, keine 6. Das macht aber nichts, denn wir markieren die Verluste zunächst mit Markern, bevor wir die Einheit vom Spielfeld entfernen, wenn sie dann bricht.
Bei den Rittern selbst handelt es sich um Plastikritter aus der WotR Box, WR 50 Foot Knights 1450-1500, der Perry Brüder.
WR 50 Foot Knights 1450-1500 - Perry Miniatures




Die passen natürlich ideal für meine Zwecke, und außerdem sind sie natürlich schnell zu bemalen. Kein Wunder, wenn die eigene Rüstung zum großen Teil aus Metall besteht.
Die Modelle selbst sind sehr schön modelliert und bieten unterschiedlichste Optionen für die Bewaffnung, Helme etc.
Da kann man sich so richtig austoben.
Ich habe deshalb meine Ritter auch mit den unterschiedlichsten Waffen Optionen ausgerüstet. Neben den Schwertern finden sich Ahlspieße, Mordäxte, Helmbarten und gekürzte Lanzen.
Ich bin gespannt, wie sie sich verhalten werden, wenn ich sie in die Schlacht führe. Ob undiszipliniert und draufgängerisch ins Verderben stürzend, oder eiskalt, effektiv und berechnend den Sieg erringend.
BEIDES ist bei Rittern möglich. Wir werden sehen was passiert.




No, my dear readers. I'm not going to write pages and pages about knights now. Not that a Middle Ages without knights would be unthinkable. Not that they represented the pinnacle of the feudal pyramid. Not that they dominated the battlefields of the High- and, to some extent, the Late Middle Ages. Not that their weaponry and protection improved steadily over the years.
Why am I not doing that?
Because it would simply be far too big a story. A REALLY BIG and long story.
Many historians and writers have written about knights, and have been for centuries, so I'm not going to go into more detail about it in this blog post. Perhaps sometime in another article. Because I have enough knights. We'll see.
Knights were already glorified during their heyday. Myths were created around them, stories that still fascinate us modern people.
Today, however, I only want to show you my knights, present them to you in pictures. My dismounted knights. Not knights on horseback.
The knights you see in the picture are knights of the Late Middle Ages, so they fit perfectly into the time period of my backstory: the Mainz Diocesan Feud, which raged in my home region from 1461 to 1462.
At that time, almost all the knights of the region found themselves on one side or the other, the rival bishops of Mainz, Diether von Isenburg and Adolf II von Nassau.
The conflict saw Palatine, Baden, and Hessian knights fighting each other.
These knights are depicted here in my army.
In the Lion Rampant rule set we use, they are a core unit called "Elite Infantry." Six men, instead of twelve, per unit. The latter is important. A twelve-man unit with the stats these knights possess would be far too powerful.
A 3+ on two dice for the Courage test, an Attack Value of 3+, a Defense Value of 4+, and an Armour Value of 4 are already quite good.
In addition, the unit has the special rule "Flexible," meaning that Attack/Defence/Armour values ​​are not reduced when fighting in difficult terrain.
If that's still not enough, you can add the "Fearsome" attribute to the knights for two more points. The opponent will then be so frightened that their Morale roll will suffer a -1 penalty.
For three more points, you can even improve them with the "Bloodthirsty" trait. Every attack die, but not a Defense or Shooting die, scores a 6 inflict instead of the usual one hit—in this case, two hits.
The rulebook warns players that while they're enthusiastic about knights, they should also remember that a knight unit enhanced with both traits can consume 11 of the total 24 points. This can get tight if the other units aren't performing well.
I agree with the rule writers. Such a group of knights would really need to be led by a cinematic hero, like Harald Hardrada, Ivanhoe, or Uhtred of Bebbanburg for example. Then the lore would be more in keeping with the character.
Attentive viewers of the pictures will notice that I only have 5 knights on the base, not 6. That's okay, though, because we mark the losses with markers before removing the unit from the board when it breaks.
The knights themselves are plastic knights from the War of the roses box set, WR 50 Foot Knights 1450-1500, by the Perry brothers.
WR 50 Foot Knights 1450-1500 - Perry Miniatures
These are, of course, ideal for my purposes, and they're also quick to paint. No wonder, considering their armor is largely made of metal.
The models themselves are beautifully sculpted and offer a wide variety of options for weapons, helmets, etc.
You can really let your creativity run wild.That's why I've equipped my knights with a diverse range of weapons. Besides swords, there are awls, poleaxes, halberds, and lances.
I'm curious to see how they'll behave when I lead them into battle. Will they be undisciplined and recklessly rushing to their doom, or coldly, efficiently, and calculatingly securing victory?
Both are possible with knights. We'll see what happens.

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