Sonntag, 16. Oktober 2022

Royal Marines - Sharpe's Siege

Ich hatte Ihnen schon in ein paar Berichten einen Teil meiner napoleonischen Skirmish Truppen vorgestellt.
Natürlich sind die vielseitig verwendbar.
Die Franzosen und Briten sind ja sozusagen „generisch“ einsatzbar, auch wenn ich den Briten die fiktive Fahne des South Essex Regiments verpasst habe.
Sie erinnern sich?
Wenn nicht. Hier geht es zum Link:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: South Essex (thrifles.blogspot.com)
Aber neben den oben erwähnten Figuren, habe ich auch noch andere Minis, die man im Normalfall nicht unbedingt mit Landoperationen in Verbindung bringt, obwohl sie ja genau zu diesem Zweck aufgestellt wurden.
Ich spreche von den Royal Marines.



Dieser schmucken Truppe der napoleonischen Kriege mit ihren roten Röcken und Zylindern haftet etwas Operettenhaftes an.
Aber lassen Sie sich bitte nicht täuschen. Die Truppe konnte schon was.
In der letzten Zeit habe ich einige Szenarien gesehen, in denen Sie auch im Wargaming prominent auf der Platte zu sehen waren.
Meistens in Kämpfen in Ägypten.
Aber Landungsoperationen gab es auch andernorts.
Ich persönlich habe immer eine Szene im Kopf, wenn ich mir die Figuren betrachte; völlig unhistorisch, aber spannend, da sie von Bernard Cornwell in seinem Roman Sharpe’s Triumph (Sharpe’s Siege) entwickelt wurde.
Es handelt sich um den Angriff auf die fiktive Festung Teste de Buche.




Um was geht es.
Sharpe befindet sich mit dem South-Essex/ Eigene Freiwillige des Prinzen von Wales mittlerweile auf französischem Boden.
Die Briten ziehen bei St. Jean de Luz Chasse-marées, das sind kleine französischen Kutter und Schiffe, zusammen, um mit diesen einen Übergang über die Nive zu schlagen.
Der Roman beginnt mit dem Angriff eines amerikanischen Kaperkapitäns, Captain Cornelius Killick, der seinen Schoner Thuella in den Hafen von St. Jean de Luz manövriert und hier zwei Schiffe versenkt und drei in Brand setzt. Vier weitere verheddern sich ineinander, und von den verbliebenen 10 läuft auch noch die Hälfte auf einer Sandbank auf.
Ziemlich erfolgreich das Ganze, wie Sie sehen.
Als Folge dieses Raids bekommt der zu diesem Zeitpunkt ohne Kommando dastehende Richard Sharpe den Befehl die in der Archachon Bucht gelegene Festung Teste de Buche anzugreifen, um die dort vor Anker liegenden Chasse-marées zu erobern.
Das soll in einem Kommandounternehmen erfolgen, an dem auch Einheiten der Marine unter dem Befehl der beiden Seeoffiziere Captain Horace Bampfylde und Lieutenant Ford erfolgen soll.
Sharpe bekommt in einer Besprechung mit Bampfylde von diesem noch den Nebenauftrag in Richtung Bordeaux aufzuklären, weil Informationen vorliegen, dass die Stadt sich gegen Napoleon erklären will.
Sharpe wird allerdings im Nachgang von Pionieroberst Elphinstone informiert, dass „der Peer“ – Wellington – nur die Chassée-marées will, die in Archachon liegen, da er diese zum Bau der Pontonbrücke über die Nive benötigt.
Sharpe soll sich also mit seiner Truppe zunächst passiv verhalten, und Bordeaux einfach ignorieren.
Er soll sich vielmehr nach einer kurzen „Beobachtungszeit“ zur Festung begeben, die Schiffe kapern und zurücksegeln.
Sharpe bekommt für diese Aufgabe zwei Kompanien des 60th Regimentes unterstellt.
Die eine Kompanie, unter Befehl von Hauptmann Frederickson, die zweite unter Lieutenant Minver. 123 Mann insgesamt.
Zum 60th Regiment habe ich unlängst etwas geschrieben.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Sharpe's Siege - 60th Regiment (thrifles.blogspot.com)
Vor Teste de Buche angekommen, stellt Sharpe fest, dass Captain Bampfylde seine Royal Marines versteckt an Bord hatte.
Insgesamt 3. Kompanien a 50 Mann.
Bampfylde, der dem Leser schon bei der ersten Begegnung mit Sharpe als der sinnbildliche „Stachel im eigenen Fleisch“ auffällt, verfolgt hingegen seine eigenen Ziele.
Er will den Ruhm, die Ehre, eine eventuelle Beförderung für den Angriff auf die Festung.
Im Laufe der Geschichte bekommt Sharpe neben seinen Männern noch eine Kompanie der Royal Marines unter Lieutenant Palmer unterstellt.
Soviel zum Anfang der Geschichte.
Sind Sie nicht auch der Meinung, dass dieses Szenario uns Wargamer schon allein aus dem Grund gefallen muss, weil der Mix an möglichen Figuren großartig ist?
Rifles, Seesoldaten, ein Navy Captain und sein Lieutenant, amerikanische Freibeuter, und natürlich Franzosen, Franzosen, Franzosen.
Vive L’Empereur!!!!!!!
Ich denke, ich muss gar nicht erwähnen, dass natürlich auch Sharpe’s Erzfeind Major Ducos auftaucht, und der natürlich auch ein paar zwielichtige Gestalten um sich herum sammelt.















Braucht man eigentlich mehr?
Wenn Sie Ihre Wargamingplatte der Romanvorlage entsprechend auch noch mit Gebäuden erweitern wollen, hier noch die kurze Beschreibung der Festung Teste de Buche.
Es handelt sich um eine alte Festung. Allerdings schon im Vauban Stil erneuert.
Zangenwerk, Lünette oder Grabenwehr sind nicht vorhanden.
An den Ecken der Bastionen befinden sich kleine Zitadellen, die allerdings kaum größer als kleine Schilderhäuser sind.
6 x 36pd Kanonen stehen in einer halbkreisförmigen Bastion, die auf die Fahrrinne ausgerichtet ist. Bei den anderen Geschützen handelt es sich um 24pd, die auf den Mauern verteilt stehen.
Das Glacis steigt zehn Fuß hoch. Von dort geht es 7 Fuß in den nächsten Graben.
Der wiederum hat eine Breite von 6 Yards und eine Böschung von 3 Yards.
Bis zum nächsten Graben sind es dann 12 Yards.
Dieser Graben ist 12 Fuß tief, steht unter Wasser und die Umwallung ist fast 20 Fuß hoch.
Breite dieses letzten Grabens ca. 5 Yards.
Das Wasser im Graben nicht höher als 2 bis 3 Fuß.
Soweit die Beschreibungen, die ich dem Buch entnommen habe
Klingt das alles nicht nach einem wunderbaren Szenario, dass sich geradezu aufdrängt auf die Spielplatte gebracht zu werden?
Ich denke schon.
Deshalb werde ich auch weiter an Figuren zu diesem Thema herummalen.
Ob es dann am Ende wirklich zu einem Spiel mit gestalteter Platte kommt, wird man sehen.
Aber vielleicht habe ich auch ein paar Leser inspiriert sich mit diesem Roman zu beschäftigen.
Vielleicht fangen SIE jetzt schon einmal mit dem entsprechenden Bauprojekt an.
Ich würde mich über entsprechende Bilder tatsächlich freuen.
 
 
I have already introduced you to some of my Napoleonic skirmish troops in a few reports.
Of course they are versatile.
The French and British can be used "generically", so to speak, even if I gave the British the fictitious flag of the South Essex Regiment.
You remember?
Unless. Here is the link:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: South Essex (thrifles.blogspot.com)
But besides the figures mentioned above, I have other minis that you wouldn't normally associate with land operations, even though they were set up for that very purpose.
I am speaking of the Royal Marines.
There is something operetta-like about this pretty unit from the Napoleonic Wars, with their red coats and top hats.
But please don't be fooled. The guys are tough.
Lately I've seen a few scenarios where they featured prominently in wargaming.
Mostly in battles in Egypt.
But landing operations also took place elsewhere.
Personally, I always have a scene in mind when I look at the miniatures; totally unhistorical but intriguing as it was developed by Bernard Cornwell in his novel Sharpe's Triumph (Sharpe's Siege).
It is about the attack on the fictional fortress Teste de Buch.
What is it about.
Sharpe is now on French soil with the South-Essex/ The Prince of Wales's Own Volunteers.
The British pull together at St. Jean de Luz Chasse-marées, small French cutters and ships, in order to cross the Nive with them.
The novel begins with the attack of an American privateer, Captain Cornelius Killick, who maneuvered his schooner Thuella into the port of St. Jean, sinking two ships and setting fire to three. Four more get tangled up in each other, and of the remaining 10, half run aground on a sandbar.
Pretty successful as you can see.
As a result of this raid, Richard Sharpe, who was without command at the time, was ordered to attack the Teste de Buch fortress in Archachon Bay in order to capture the Chasse-marées anchored there.
This is to be done in a commando operation, which will also include naval units under the command of the two naval officers, Captain Horace Bampfylde and Lieutenant Ford.
In a meeting with Bampfylde, Sharpe gets the side assignment to clarify in the direction of Bordeaux, because information is available that the city wants to declare itself against Napoleon.
However, Sharpe is subsequently informed by Pioneer Colonel Elphinstone that "the Peer" - Wellington - only wants the Chassée-marées that are in Archachon, as he needs them to build the pontoon bridge over the Nive.
So Sharpe should initially behave passively with his troops and simply ignore Bordeaux.
Rather, after a short "observation time" he should go to the fortress, hijack the ships and sail back.
Sharpe is assigned two companies from the 60th Regiment for this task.
One company commanded by Captain Frederickson, the second under Lieutenant Minver. 123 men in total.
(For the 60th Regiment, please klick the link:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Sharpe's Siege - 60th Regiment (thrifles.blogspot.com)  )
Arriving off Teste de Buch, Sharpe finds that Captain Bampfylde had his Royal Marines hidden on board.
A total of 3 companies of 50 men each.
Bampfylde, who strikes the reader as the symbolic “thorn in his own flesh” from the very first encounter with Sharpe, is pursuing his own goals.
He wants the glory, the honor, an eventual promotion for attacking the fortress.
As the story progresses, Sharpe is assigned a company of the Royal Marines under Lieutenant Palmer in addition to his men.
So much for the beginning of the story.
Don't you agree that we wargamers should like this scenario simply because the mix of possible characters is great?
Rifles, marines, a Navy Captain and his lieutenant, American privateers, and of course French, French, French.
Vive L'Empereur!!!!!!!
Needless to say, Sharpe's nemesis Major Ducos also makes an appearance, and of course he also gathers a few shady characters around him.
Do you actually need more?
If you want to add buildings to your Wargaming record based on the novel, here is a brief description of the Teste de Buch fortress.
It is an old fortress. However, it was already built in the Vauban style.
Pincer movement, bezel or trench weir are not available.
At the corners of the bastions are small citadels, but they are hardly larger than small sentinel houses.
6 x 36pd guns stand in a semi-circular bastion facing the fairway. The other guns are 24pd spread out on the walls.
The glacis rises ten feet high. From there it goes 7 feet into the next ditch.
This in turn is 6 yards wide and has a bank of 3 yards.
It's then 12 yards to the next ditch.
This moat is 12 feet deep, submerged, and the rampart is nearly 20 feet high.
Width of this last ditch about 5 yards.
The water in the ditch no higher than 2 to 3 feet.
So much for the descriptions I took from the book
Doesn't this all sound like a wonderful scenario that begs to be brought to the gametable?
I guess so.
That's why I will continue to paint figures on this topic.
It remains to be seen whether it will actually end up being a game with a designed record.
But maybe I have also inspired a few readers to deal with this novel.
Maybe YOU are already starting with the corresponding construction project.
I would really appreciate pictures of that.

 


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