Ich kann mich noch an die gute alte Sammlerzeit in 1/72
erinnern, als auf miniatures.de regelmäßig eine Wishlist für das entsprechende
Jahr veröffentlicht wurde. Miniaturensammler konnten hier die Sets nennen, auf
deren Veröffentlichung sie hofften. In Erinnerung an diese Zeit, dachte ich
mir, was hättest Du denn heutzutage gerne? Was würdest Du heute im Jahr 2026 an
die Spitze Deiner – doch sehr umfangreichen, und auch immer wieder in der
Priorität wechselnden – Wishlist setzen?
Es ist ja so, dass mittlerweile wirklich sehr viele Konflikte umfangreich in 28 mm Plastik abgedeckt sind. Da ist in den letzten beiden Jahrzehnten richtig viel passiert.
Ich bin immer noch nicht in das Thema des Siebenjährigen Krieges eingestiegen, weil ich bis heute nicht die Hoffnung aufgegeben habe, dass die Perries vielleicht doch diese Epoche endlich für sich, und somit auch für uns, entdecken, und das Ganze dann als Plastiksets herausbringen werden.
Als große umfangreiche Serie.
Da ich jetzt aber langsam ungeduldig werde, muss ich da einfach etwas dazu schreiben. Denn ja. Aktuell ist dieses Thema auf Platz 1 meiner Wishlist.
Vielleicht lesen die Perries per Zufall diesen Post; oder irgendjemand, der die Perries kennt, liest ihn, thematisiert die Geschichte bei einem Glas Bier, und kann die Beiden vielleicht mit dieser Idee anzünden.
Ich denke, nicht nur ich würde das Erscheinen einer solchen Range feiern.
Es ist ja so, dass mittlerweile wirklich sehr viele Konflikte umfangreich in 28 mm Plastik abgedeckt sind. Da ist in den letzten beiden Jahrzehnten richtig viel passiert.
Ich bin immer noch nicht in das Thema des Siebenjährigen Krieges eingestiegen, weil ich bis heute nicht die Hoffnung aufgegeben habe, dass die Perries vielleicht doch diese Epoche endlich für sich, und somit auch für uns, entdecken, und das Ganze dann als Plastiksets herausbringen werden.
Als große umfangreiche Serie.
Da ich jetzt aber langsam ungeduldig werde, muss ich da einfach etwas dazu schreiben. Denn ja. Aktuell ist dieses Thema auf Platz 1 meiner Wishlist.
Vielleicht lesen die Perries per Zufall diesen Post; oder irgendjemand, der die Perries kennt, liest ihn, thematisiert die Geschichte bei einem Glas Bier, und kann die Beiden vielleicht mit dieser Idee anzünden.
Ich denke, nicht nur ich würde das Erscheinen einer solchen Range feiern.
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| Röchling, Schlacht bei Hohenfriedberg |
Winston Churchill hatte einmal den Siebenjährigen Krieg als den Ersten Weltkrieg bezeichnet; und wenn man sich die Auseinandersetzungen genau anschaut, dann kann man dieser These nur zustimmen.
Nicht nur in Europa wurde gekämpft. Letztendlich begann der Krieg in Nordamerika, und wurde dann dort, in Europa, und auch in Indien ausgetragen.
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| Schlacht bei Quebec |
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| Kapitulation von Montreal |
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| Schlacht bei Minden |
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| Schlacht bei Carillon |
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| Kapitulation von Louisbourg |
Die deutsche Geschichtsschreibung hatte sich dem Konflikt
natürlich über Jahrhunderte immer von der preußischen Perspektive genähert. Da
waren die Schlachten, die Friedrich der Große gegen Frankreich, die
Reichsarmee, gegen Österreich und Russland geschlagen hatte. Da war der Erwerb
Schlesiens durch eine „Vollinvasion“, wie man es heute nennen würde. Da war der
Sieg in letzter Minute.
Der Siebenjährige Krieg führte letztendlich zum sogenannten Dualismus zwischen Preußen und Österreich, um die Vorherrschaft im deutschen Reich, der dann final erst mit den Einigungskriegen, von 1866 und 1870 entschieden wurde. Zugunsten Preußens.
Klaus-Jürgen Bremm, deutscher Militärhistoriker, Publizist, und nebenbei als Oberstleutnant der Reserve, auch noch ein Autor mit einem militärischen Hintergrund, empfiehlt allerdings einen Perspektivwechsel, den ich sehr spannend finde. Nachlesen können Sie das in seinem empfehlenswerten Buch, Preußen bewegt die Welt. Der Siebenjährige Krieg. Hier das Zitat:
Der Siebenjährige Krieg führte letztendlich zum sogenannten Dualismus zwischen Preußen und Österreich, um die Vorherrschaft im deutschen Reich, der dann final erst mit den Einigungskriegen, von 1866 und 1870 entschieden wurde. Zugunsten Preußens.
Klaus-Jürgen Bremm, deutscher Militärhistoriker, Publizist, und nebenbei als Oberstleutnant der Reserve, auch noch ein Autor mit einem militärischen Hintergrund, empfiehlt allerdings einen Perspektivwechsel, den ich sehr spannend finde. Nachlesen können Sie das in seinem empfehlenswerten Buch, Preußen bewegt die Welt. Der Siebenjährige Krieg. Hier das Zitat:
„Sosehr auch die Schlachten Friedrichs des Großen Militärs wie Historikern als Höhepunkt der barocken Kriegskunst erschienen waren, im Kontext dieses ersten globalen Krieges spielten sie sich auf einem Nebenkriegsschauplatz ab. Die Armeen Preußens, Österreichs und Russlands fochten in einem regionalen Krieg, und allein die globalstrategischen Erwägungen der Versailler Minister retteten das preußische Königtum vor dem fast sicheren Untergang….“ (S. 13f)
Bremm führt nämlich weiter aus, dass das strategische Ziel der Franzosen die Besetzung Hannovers war, dass zu diesem Zeitpunkt in Personalunion mit England stand. Hannover war das geplante Faustpfand als Tausch gegen ein erobertes Kanada. „Die Schlachten von Minden und Vellinghausen waren für den Ausgang des Siebenjährigen Krieges weitaus bedeutsamer als die von Rossbach, Leuthen oder Kunersdorf. Allein durch sie verfehlte Frankreich sein zentrales Kriegsziel in Europa und musste, ohne ein strategisches Tauschobjekt in der Hand, ganz Kanada abtreten… Vom Pariser Verzichtsfrieden von 1763 führte ein direkter Weg zum Sturm auf die Bastille…. Die heutige 300 Mio. Nation zwischen Pazifik und Atlantik würde ohne den Sieg Großbritanniens im Siebenjährigen Krieg vermutlich nicht existieren…. Dagegen ist der Staat Friedrichs des Großen ebenso wie das Habsburgische Vielvölkerreich längst Geschichte…Das für ein Vierteljahrhundert umkämpfte Schlesien, zentraler Zankapfel zwischen Friedrich und seiner ärgsten Rivalin Maria Theresia, ist bereits seit 70 Jahren Teil des nach Westen verschobenen polnischen Staates. Nichts in der modernen europäischen Staatenwelt erinnert heute noch an ihre alten Kämpfe.“ (S. 14f)
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| 1,. Bataillon der Garde bei Kolin |
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| Schlacht bei Minden |
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| Schlacht bei Leuthen |
Erweitert man somit die Betrachtungsweise, dann sieht man die Zentralität dieses Konflikts für die damals „relevante“ Welt.
Na und deshalb finde ich es einfach schade, dass dieser Konflikt noch nicht für die Produktion von Plastiksets in 28 mm entdeckt wurde (in anderen Maßstäben und auch in 28 mm Zinn gibt es da ja sehr wohl eine Auswahl).
Nicht nur Preußen und Österreicher. Ähnlich wie in den napoleonischen Kriegen kommen Engländer, Franzosen und Russen dazu.
Die Uniformen erreichen zu diesem Zeitpunkt den Höhepunkt der Dreispitz Ära. Der sprichwörtliche „Krieg in Spitzen“ ist hier noch ausgeprägter, als in dem nachfolgenden Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
Ich fände es großartig, wenn die Perries auch diesen Konflikt für sich entdecken könnten.
Preußen sind zumindest ja als Zinnminiaturen quasi schon modelliert. Immerhin tragen die hessischen Truppen des AWI die gleichen Uniformen wir die Preußen. Aber… in Details unterscheiden sie sich, und es gibt sie halt nicht von den Perries in Plastik. Aber die Grundlage ist da, na und das ist doch dann schon so etwas wie ein idealer Startpunkt.
Was bleibt ist die Hoffnung, dass hier dann doch noch was passiert. Denn die Wahrnehmung als Weltkonflikt, rückt natürlich die französischen und britischen Regimenter wieder in den Vordergrund. Und damit sollte das Thema doch auch für unsere angelsächsischen Wargaming Firmen als Thema mit Absatzmöglichkeiten eingeschätzt werden.
„Nicht an Elbe und Oder fiel die Entscheidung des siebenjährigen Ringens, sondern an der Weser und am Rhein.“ (S. 14)
Man kann also auch gerne mit den Franzosen und Briten starten. Aber nett, aus kontinentaler Perspektive, wären halt auch Sets der Preußen, Österreicher und Russen. Ich denke, dass versteht sich von selbst.
Liebe Perries, vielleicht geht ihr noch einmal in Euch. Eure Fans warten nur darauf.
Na zumindest die, die aus Deutschland und Österreich kommen. 😉
The fact is, so many conflicts are now comprehensively covered in 28mm plastic. A lot has happened in that area over the last two decades.
I still haven't gotten into the Seven Years' War because I haven't given up hope that the Perries might finally discover this era for themselves, and thus for us, and release it as a large, comprehensive plastic set.
As a big, comprehensive series.
But since I'm starting to get impatient, I simply have to write something about it. Yes, this topic is currently number 1 on my wishlist.
Perhaps the Perries will read this post by chance; or someone who knows the Perries will read it, discuss the history over a beer, and maybe even spark their interest with this idea.
I think I'm not the only one who would celebrate the release of such a range.
Winston Churchill once referred to the Seven Years' War as the First World War; and if you look closely at the fighting, you can only agree with that assessment.
Fighting wasn't limited to Europe. Ultimately, the war began in North America and was then fought there, in Europe, and also in India.
For centuries, German historiography had naturally approached the conflict from a Prussian perspective. There were the battles Frederick the Great fought against France, the Imperial Army, Austria, and Russia. There was the acquisition of Silesia through what we would now call a "full invasion." There was the last-minute victory.
The Seven Years' War ultimately led to the so-called dualism between Prussia and Austria for supremacy in the German Empire, a conflict finally resolved only with the Wars of Unification in 1866 and 1870. In Prussia's favor.
Klaus-Jürgen Bremm, a German military historian, publicist, and, incidentally, a lieutenant colonel in the reserves so an author with a military background, recommends a change of perspective, which I find very compelling. You can read more about it in his highly recommended book, „Preußen bewegt die Welt. Der Siebenjährige Krieg.“ Here is the quote:
"However much Frederick the Great's battles appeared to military leaders and historians alike as the pinnacle of Baroque warfare, in the context of this first global war, they took place on a secondary front. The armies of Prussia, Austria, and Russia fought in a regional war, and only the global strategic considerations of the Versailles ministers saved the Prussian monarchy from almost certain ruin…" (pp. 13-14)
Bremm goes on to explain that the strategic goal of the French was the occupation of Hanover, which at that time was in personal union with England. Hanover was the planned pawn in exchange for conquered Canada. "The battles of Minden and Vellinghausen were far more significant for the outcome of the Seven Years' War than those of Rossbach, Leuthen, or Kunersdorf. It was solely through these battles that France failed to achieve its central war aim in Europe and, without a strategic bargaining chip, had to cede all of Canada… From the Treaty of Paris of 1763, there was a direct path to the storming of the Bastille… Today's nation of 300 million people, straddling the Pacific and Atlantic Oceans, would likely not exist without Great Britain's victory in the Seven Years' War. In contrast, the state of Frederick the Great, as well as the Habsburg multi-ethnic empire, is long gone. Silesia, contested for a quarter of a century and a central bone of contention between Frederick and his fiercest rival, Maria Theresa, has been part of the westward-shifted Polish state for 70 years. Nothing in the modern European world of states now recalls their old battles. (pp. 14-15)
Broadening our perspective, we see the centrality of this conflict for the world as it was then considered "relevant."
And that's why I find it a shame that this conflict hasn't yet been explored for the production of 28mm plastic sets (there's certainly a selection available in other scales).
Not only Prussians and Austrians. Similar to the Napoleonic Wars, the English, French, and Russians also joined the fray.
The uniforms reached the height of the tricorn hat era at this time. The proverbial "war of the lace" is even more pronounced here than in the subsequent American Revolutionary War.
I think it would be fantastic if the Perries could also explore this conflict.
Prussians, at least, are practically already modeled as pewter miniatures. After all, the Hessian troops of the AWI wear the same uniforms as the Prussians. But... they differ in details, and the Perries don't offer them in plastic. But the foundation is there, and that's already something of an ideal starting point.
What remains is the hope that something will eventually happen here. Because the perception of it as a global conflict naturally brings the French and British regiments back into focus. And with that, the topic should also be considered a subject with sales potential for our Anglo-Saxon wargaming companies.
"The decision of the seven-year struggle was not made on the Elbe and Oder, but on the Weser and the Rhine." (p. 14)
So, one could certainly start with the French and British. But from a continental perspective, it would be nice to have sets from the Prussians, Austrians, and Russians as well. I think that goes without saying.
Dear Perries, perhaps you could reconsider. Your fans are just waiting for it.
Well, at least those from Germany and Austria. 😉









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