Montag, 25. September 2017

Inspiration Modellbau 2017


The "Inspiration Modellbau" is a model building fair in Mainz, Germany, which has been carried out for years by the Mainz model building club.
In the last few years the club had tried to integrate wargaming with different presentations at this exhibition. Unfortunately this did not work.
Today the "Inspiration Modellbau" presents itself as a classic model builders club event. It shows really great exhibits. I think the pictures speak for themselves.
This year I was most impressed by the work "Polish army on Parade". The model builder has not only represented the poles in such a width. He holds similar armies for Belgium in the Second World War, England, France, China, Turkmenistan and various African states, as he told me. Really impressive. But also the work of the other clubs are great:
The great dioramas of the "Kurpfälzer Figurenfreunde", of the "Modellbaufreunde Mannheim"of the model-building friends from France (Bordeaux).
The Earth Federation Ground Forces: Impressive models by Joachim Sauer from Maintal, Germany.
Always great: The modeling skills of Frank Ziegler. Frank is working on his late Medieval troops. As greens the archers.
At the end dioramas of the hosts: 1. Modellbauclub Mainz e.V.
The individual works are really convincing, as you can see from the pictures. I have written this little report in order to appreciate these individual works.
If you live close by, you should go there.
If you live fFarther away, the trade fair can perhaps be connected with a visit to the city of Mainz. Maybe you are inspired.



Im Grunde handelt es sich bei der Inspiration Modellbau um eine Traditionsveranstaltung.
Den Modellbauclub Mainz gibt es mittlerweile seit 31. Jahren, na und aus der Clubveranstaltung wurde dann auch irgendwann mal eine Messe.









Zum letzten Mal hatte ich die Veranstaltung vor zwei Jahren besucht. Hier mein damaliger Bericht:
http://thrifles.blogspot.de/2015/09/inspiration-modellbau-mainz-2015.html
Damals fand die Messe noch in einer Ausstellungshalle auf dem Mainzer Messegelände statt.
2015 schien es fast so, als wenn die Messe sich in einem Umbruch, in einer Neudefiniton befände. Natürlich fanden sich sehr viele Modellbauer der verschiedensten Stilrichtungen hier ein, aber auch einige Wargamer waren am Start, präsentierten Platten und Spielsysteme und luden Besucher zu einem Spiel ein.
Gespräche mit befreundeten Wargamern nach der Messe ergaben allerdings, dass diese Einladungen nicht wirklich angenommen wurden, denn klassische Modellbauer spielen nicht mit Figuren, Flugzeugen, Panzern etc.
Nein; sie fassen sie auch nicht an. Nur beim Zusammenbauen.
Das ergab dann schon Irritationen und Berührungsängste, denn der klassische Modellbauer und Modellbaufan präsentiert und fotografiert zwar gerne seine Werke.
Keine Frage.
Aber ihn zu einem Probespiel zu bewegen, ist dann doch schon sehr schwer.
Somit blieben die Wargamer mehr oder weniger unter sich, hatten in den gewohnten Zusammensetzungen aber dennoch ein paar lustige Spielchen, die da durchgeführt wurden.
Gleiches galt für die Modelbauer, die zwar auch bei den Wargamern vorbeischauten, aber  danach wieder alleine an die Bastelstände zurückgingen.
Eine übergreifende Kooperation fand nicht statt. Es bleibt einfach etwas festzuhalten, was außenstehende Beobachter nicht immer verstehen: Obwohl die beiden Hobbies doch sehr ähnlich erscheinen, tatsächlich ja auch die gleichen Materialien genutzt werden, so sind sie dennoch grundverschieden. Sicherlich gibt es viele Berührungspunkte, aber Modellbau und Wargaming gleichzusetzen wäre falsch. Das beweisen die Protagonisten immer wieder.
Toll für mich, und auch für viele andere, war die Zahl der Händler, die 2015 vor Ort waren.
PB Toys, La Figurine Plastique etc., die schon mal genug dabei hatten, dass ich wieder der 1/72 Sucht verfallen konnte.
http://www.lafigurineplastique.com/
Hinzu kamen noch zahlreiche Privatanbieter, und diverse Händler für 1/35 Modelle, Zubehör, Papierbogen Modellbau etc. etc.

Lego, Buddelschiffe, Papiermodellbau, Eisenbahnhobby










Man konnte also arm werden, wie man landläufig so gerne sagt, und viele tolle neue Sachen, dem Zinn und Plastikberg zu Hause hinzufügen.
Das ist nun gänzlich anders.
Heute, zurückgekehrt aus Nieder-Olm, muss ich sagen, dass die Veranstaltung wieder da angekommen ist, wo sie einmal war. Sie ist ein Clubtreffen. Veranstaltet von einem Club, den dann wiederum ähnlich ausgerichtete Clubs der Nachbarschaft besuchen.
Eine MESSE, die verschiedene Zielgruppen anspricht, das ist die Inspiration Modellbau nicht mehr.
Wargaming ... Fehlanzeige, was ich – ohne allerdings Hintergründe zu kennen, warum dies so ist – recht merkwürdig finde, denn in diversen Foren tummeln sich ja auch Wargamer aus Mainz und Umgebung, die mir auch teilweise recht aktiv vorkommen und die sich teilweise auch sehr aktiv geben. Die Inspiration Modellbau scheint aber auch für diese kein Anlaufpunkt mehr zu sein, na und das, obwohl sie ja quasi am Heimatort stattfindet.
Schade eigentlich.
Denn die Ironie an der ganzen Geschichte ist folgendes. In der Messehalle wirkte das Wargaming immer eher deplatziert. Die Spieltische schienen verloren, weil das alles viel zu weitläufig war. Hier in Nieder-Olm mit der kleineren Halle würde das Event viel besser auffallen. Interessenten könnten besser angesprochen und für Spiele interessiert werden.
Eine Chance für die nächsten Jahre?? Ich hoffe es.
Keine Frage: Auf der Veranstaltung werden weiterhin wirklich erstklassige Werke ausgestellt. Werden tolle Arbeiten diverser Modellbauer und diverser Clubs gezeigt. Es macht auch Spaß da mal rumzuschlendern, denn irgendwie kennt man sich ja in der Szene, und dann hat man schon mal hier und da zu quatschen. Aber mir fehlt halt einfach der Charakter der attraktiven Verkaufsmesse, den ich vorher immer angetroffen hatte. Einmal im Jahr überflüssiges 1/72 Zeug zu kaufen. Back to the roots zu gehen.
Das war für mich immer die INSPIRATION dieser MODELLBAUmesse.
Aber jetzt ...
Nur mal als Beispiel. Ich hatte mir im Vorfeld eine Einkaufsliste gemacht.
Wollte Pegasus und Italeripanzer kaufen, aus deren Fast Assembly Reihen.
Nichts da.
Dann Tamiya Dunkelgelb Sprühgrundierung mit entsprechenden Tarnfarben.
Nichts da.
Sowjetische Decals für 1/72 Panzer.
Nichts da.
Gucken, ob es noch irgendwo Pegasus und Italeri Häuser gibt, die man im Normalfall immer auf solchen Messe findet.
Nichts da.
Natürlich war Germania Figuren vor Ort. Natürlich auch Hagen Miniatures mit ihren tollen Sachen. Darum geht es jetzt nicht.
Aber das mainstreamige 1/72 Zeug, das ich da oben beschrieben habe. Fehlanzeige.
Bei Stefan Weil hätte ich natürlich klassische Bausätze, wie auch an anderen Ständen bekommen können, aber die nützen mir leider nichts.
Mir hat halt DER EINE klassische Händler gefehlt, der Allrounder, a la Fuhrmann Figuren auf der Tactica, bei dem ich immer etwas entdecke.
2015 waren das eben noch PB Toys – der allerdings mittlerweile nicht mehr tätig ist – und La Figurine Plastique. Um diese beiden größeren Händler tummelten sich vor zwei Jahren halt auch noch diverse andere.
Da musste man ja etwas finden.
Ich persönlich bedaure es halt, dass ich jetzt weder alles im Internet bestellen werde. Ich wollte da jetzt einfach mal auf der Messe Mainstream Zeug kaufen (o.k. Einen kleinen Bausatz habe ich ja bei Hagen dann schon gekauft. Aber der stand nicht auf der Liste).
Vielleicht ist das Geschilderte aber auch ein Einzelschicksal. Ich komme halt aus der 1/72 und der Wargaming Ecke. Fans von 1/35 Modellen kamen ja vielleicht auf Ihre Kosten. Aber da bin ich halt nicht so im Thema.
Ich schildere deshalb auch persönliche Eindrücke, stelle dabei aber schon fest, und ich habe mit ein paar Leuten auf der Messe genau darüber gesprochen, dass die Veranstaltung schon anders, und – jedenfalls für mich – unattraktiver ist, als im Jahr 2015.
Nachfolgend zeige ich Euch die Bilder der Veranstaltung. Teilweise richtig schöne Arbeiten.
Auch nochmals die Dioramen und Figuren der Kurpfälzer Figurenfreunde, von Michel Vogt, Dirk Risser und dem leider viel zu früh verstorbenen Sven Schmelzer.
Klar hatte Michel zu mir gesagt, „Koppi, die hast Du doch schon alle fotografiert?!?“. Aber egal. Meine Kameras sind mittlerweile auch besser. Deshalb möchte ich auch diese Werke hier noch einmal ausführlich zeigen, weil ich sie als Einzelarbeiten immer noch genial finde.


























































Richtig toll fand ich die zur Parade angetretene polnische Armee des Zweiten Weltkriegs. So etwas sieht man nicht immer. Mit dem Modellbauer hatte ich auch ein nettes Gespräch, denn er spezialisiert sich im Grunde darauf eher „exotische“ Armeen in Parade darzustellen. In ähnlicher Art, und ähnlich umfangreich, hat er auch die Belgier des Zweiten Weltkriegs, diverse moderne afrikanische Saaten, die Armee Turkmenistans, aber auch China, England und Frankreich gebaut zu Hause.
„Nicht, dass Sie sich wundern“, meinte er. „Die Artillerie und die Flak der Polen habe ich natürlich auch gebaut. Die hab ich nur nicht dabei.“
Er weiß mittlerweile selbst nicht mehr, „wohin mit dem Zeug“, wie er mir gestand.
Respekt vor dieser Leistung.
Wer schon immer einmal wissen wollte, welche Fahrzeuge die polnische Armee hatte ... Ich präsentiere den Typenkatalog des Modellbauers Herr Eckrich. Alle Daumen hoch!!!!
























































Arbeiten der Modellbaufreunde Mannheim














Arbeiten der Modellbaufreunde aus Frankreich (Bordeaux)








Die Earth Federation Ground Forces: Beindruckende Arbeiten von Joachim Sauer aus Maintal.










Immer wieder klasse: Die Modellierkünste von Frank Ziegler. Frank arbeitet an seinen Spätmittelalter Truppen weiter. Als Greens die Bogenschützen.



Zum Abschluss noch Arbeiten der Gastgeber: 1. Modellbauclub Mainz e.V.  

















Vermisst habe ich aber die begnadeten 1/35 Panzerbauer, die eigentlich immer auf der Messe vertreten waren. Da gab es jetzt leider gar nichts zu sehen. Jungs. Wo seid Ihr?

Was soll ich sagen. Da Mainz halt bei mir um die Ecke ist, werde ich einmal im Jahr weiter hinfahren. So lange jedenfalls, so lange die drei mir bekannten Menschen, da auch noch ausstellen.
Vielleicht auch noch danach. Einfach nur um die Modelle anzuschauen.
Denn jeder Modellbauer hat es verdient, und er freut sich dann auch, wenn seine Arbeiten gewürdigt werden. Na und das macht man am besten, wenn man seine Werke anschaut, sie würdigt und auch mal hier und da einen Plausch hält.
Die Einzelarbeiten überzeugen nun ja wirklich, wie sie das den Bildern entnehmen können.
Um diese Einzelarbeiten zu würdigen, habe ich diesen kleinen Bericht geschrieben.
Wer in der Nähe wohnt, der sollte auch mal hinfahren. Nicht, dass diese Veranstaltung, dann auch bald wegen Mangels an Besuchern eingestellt wird.
Weiter weg Wohnende können die Messe ja vielleicht mit einem Besuch der Stadt Mainz verbinden. Vielleicht sind Sie ja nach den Bildern MODELLBAU INSPIRIERT.

Kommentare:

  1. A impressive selection, thanks for all the pictures

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  2. Koppi,
    vielen Dank für deinen tollen Bericht !

    Mit diesen ausführlichen Zeilen triffst du genau ins Schwarze und sprichst uns aus der Seele.
    Ich denke, die meisten würden gerne wieder den Charakter der vorherigen großen Ausstellung haben wollen, aber leider sieht es zukünftig danach nicht aus.
    Vielen Dank auch für die tollen Bilder, besonders auch von unseren Dioramen und Vignetten !
    Viele Grüße
    Dirk

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  3. Ein sehr schöner Bericht den ich in vollen Zügen genossen haben. Dadurch bekomme ich Lust mich selber mal bei so einem Modellbau Club beizutreten .
    Aber kann deine Aussage nicht ganz zustimmen, denn ich selber habe vorher Modellbau betrieben , bis ich mich eines Tages für die Tabletopvarianten entschieden habe und dadurch auch zum spielen gekommen bin.
    Das dies natürlich nicht für jeden zutrifft das stimmt schon.

    https://dieblubberecke.blogspot.de/

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  4. Hi Will, yes really outstanding works.
    Dirk. Vielen Dank. Immer wieder gerne. Finde Eure Sachen halt auch toll.
    Jens. Ja. Vielleicht sind wir beide Exoten. Bin ja auch über den Modellbau zum Hobby gekommen. Klar. Aber es gibt oftmals Berührungsängste. Dss höre ich oft von Präsentatoren und Moderatoren, hsbe es selbst live erlebt. Schön, wenn es Gegenbeispiele gibt.
    So Jungs. Dritteloause vorbei. Muss zurück in den Adler Block.

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  5. Stunning pictures, thanks for sharing these masterpieces!

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  6. Yes Phil. Wish to build models in that masterpiece style. But that's only a dream.

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  7. Und Sie können etwas spezifischer auf den Materialien lernen, ich habe verstanden: Styropor, Filz und sogar Lesezeichen. Schmutz und Pfützen auf dem Boden machen mit dem üblichen Lack und Staub. Figuren von Soldaten und Repliken von Maschinen - aus Kunststoff und Teilen, die in Sets zur Modellierung historischer Ereignisse verkauft werden. Es ist sehr schön, es ist eine gute Idee für die Kinder der Schule, Geschichte leichter zu lernen, nur um einige Momente mit solchen Figuren zu zeigen.

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  8. Hallo Oliver,
    einer meiner Freunde hat tatsächlich mit Schülern während einer Projektwoche ein Herr der Ringe Szenario gebastelt: Spielplatte, Figuren geklebt, bemalt, basiert. Kam auch gut an.
    Historische Themen werden da kritischer betrachtet. Ein Aspekt aus der Antike oder dem Mittelalter wäre da vielleicht denkbar.

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