Sonntag, 6. Oktober 2019

Der Deutsche Krieg 1866 - Northstar Figuren


In the 90s, my friend Jens Najewitz published a miniatures magazine here in Germany for which I wrote some articles.

At that time, I translated some of the articles into English and showed them on wargame and model building sites abroad, which no longer exist.
That's why I want to bring these reports back for me - and maybe for you too.
I will publish it here now; with the exact wording of those days. I do not change anything. Although I'm certainly more into detail in some things today.
The conversion tips of that time referred to 1/72 miniatures, and read today sometimes very funny and nostalgic. At the end of 1999 and early 2000, many of the model figures that you can find on PSR were not published. 28 mm figurines did not exist in the variety like today either.
So please do not be surprised about my conversion tips.

Today it is soooooooo easy. Just go to the Northstar side and order the fabulous range:

(Pictures in this article are miniatures from Northstar)



Vorbemerkung



Ende der 90er Jahre hatte mein Freund Jens Najewitz einen seiner vielen genialen Pläne. Er wollte sein nebenberufliches Händlerdasein im Miniaturenbereich aufgeben, und eine Modellzeitschrift herausbringen.
Die legte er dann auch auf. Sie hieß "Modellfiguren" und der Plan, der hinter den Veröffentlichungen stand, war dem Sammler von 1/72 Miniaturen endlich das Magazin in die Hand zu geben, das er schon immer wollte und auch lautstark gefordert hatte.
Ein Magazin mit Berichten über Figuren, mit Artikeln über verschiedene kriegsgeschichtliche Ereignisse, mit Besprechungen von Neuerscheinungen, einfach ein Magazin, das sich nur den Wünschen der 1/72 Szene widmen sollte.
Trotz vollmundiger Unterstützungsbekundungen erreichten wir leider nicht die nötige Zahl von Abonnenten. In einer Welt mit viel schlechteren Kommunikationsmöglichkeiten als heute, und mit horrenden Preisen für Layout und Druck - oh Gott ist das heute einfach - war das Unterfangen ohne Sponsoren einfach zu teuer.
Obwohl Jens einiges privates Geld reinbutterte und da auch richtig drauflegte, musste er die MoFi nach 1 1/2 Jahren einstellen.
Sehr zum Bedauern von mir, der für diese Zeitschrift und deren Vorgänger, der "Infopost", einige Artikel geschrieben hatte.
Einige der Artikel übersetzte ich damals ins Englische und packte sie auf Wargamer- bzw. Modellbauseiten im Ausland, die es mittlerweile nicht mehr gibt.
Deshalb möchte ich diese Berichte für mich - und vielleicht auch für Sie -  zurückholen.
Ich werde sie jetzt hier veröffentlichen; und zwar mit dem genauen Wortlaut von damals. Ich ändere da nichts. Obwohl ich sicherlich bei einigen Sachen heute viel stärker im Detail bin.
Die Umbautipps von damals bezogen sich auf 1/72 Miniaturen, und lesen sich heute teilweise sehr lustig und auch nostalgisch. Ende 1999 und Anfang 2000 gab es viele der Modellfiguren, die heute auf der Plasticsoldierseite gezeigt werden noch gar nicht. 28 mm Figuren gab es in der Vielfalt wie heute ebenfalls nicht.
Also sind Sie bitte nicht verwundert.
Heute ist es gerade für diesen Konflikt so einfach. Gehen Sie auf die Seite von North Star Miniatures und bestellen Sie einfach die Figuren der sehr schönen Range:




Vorgeschichte des Krieges


Nach der kurzen Einigung der deutschen Staaten in Ihrem Kampf gegen Napoleon und das revolutionäre Frankreich begannen im neu gestalteten Deutschen Bund alsbald die Differenzen zwischen Österreich und Preußen Form anzunehmen. Österreich war unbestritten in der Mitte des 19. Jahrhunderts die führende Großmacht Deutschlands. Das glaubten zumindest die Österreicher und alle anderen europäischen Staaten. Fast unbemerkt hatte aber Preußen seine Position ausgebaut. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung von 9 auf 18 Millionen. Österreich besaß zwar die doppelte Landmasse, war allerdings ein Vielvölkerstaat, der seine ureigensten Probleme mit sich brachte.  Preußen hatte mit der Gründung des deutschen Zollvereins im Jahre 1834 einer erste Einigung der deutschen Staaten erzielt. Österreich stand vor verschlossener Tür. Die Entwicklung war klar. Preußen entwickelte sich nach Deutschland hinein, während Österreich zwar immer noch die Präsidialmacht im Deutschen Bund war sich aber zunehmend von Deutschland weg entwickelte.


Im Jahr 1860 schien diese Entwicklung allerdings aufgehalten zu werden. In Preußen kam es wegen der geplanten Armeereform zu einer Parlamentskrise. Der König antwortete im Jahr 1862 mit der Berufung Ottos von Bismarck auf den Stuhl des Ministerpräsidenten. Bismarck  würde man im heutigen Sprachgebrauch als Hardliner bezeichnen. Seinem König treu ergeben, mit guten Verbindungen zum Kriegsminister Roon, setzte er gegen die Widerstände des Parlaments die Armeereform durch. Sein Ziel bestand in der Festigung der Monarchie zur Stärkung Preußens und in der preußischen Führung im Deutschen Bund, mit oder gegen Österreich.
Es traf sich glücklich für Bismarck, daß die schleswig-hosteinische Frage die Beziehungen zwischen den beiden großen deutschen Staaten verschärfte. Im Jahre 1864 sah man Preußen und Österreich als Vertreter des Deutschen Bundes in einem Krieg gegen Dänemark. Die Herzogtümer wurden nach dem Sieg über Dänemark unter eine gemeinsame Verwaltung gestellt. Reibereien waren also vorprogrammiert. Bismarck ging in der Folgezeit sehr methodisch vor. Bereits 1863 hatte man mit der Militärkonvention in Alvensleben das russische Vorgehen gegen den polnischen Aufstand gedeckt. Hier hatte man also noch etwas gut. Mit Italien schloß man ein Bündnis, so daß bei einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Österreich, Truppen im Süden gebunden waren. Ja und der kleine Neffe des großen Kaisers in Frankreich hatte sich zur Neutralität verpflichtet.
Im Juni 1866 entzündete sich die schleswig-holsteinische Frage, oder besser gesagt sie wurde entzündet.  Preußen besetzte das ganze Gebiet und trat gleichzeitig aus dem Deutschen Bund aus, der nunmehr gegen Preußen mobilisierte.
Die Würfel waren also gefallen. Die Frage war nun die ob das "kleine" Preußen wirlich eine Chance gegen das große Österreich haben konnte. Die Österreichische Armee wurde für die stärkste nach Rußland gehalten.  


Zehn Jahrgänge von Wehrpflichtigen a 83.000 Mann ergaben rein rechnerisch eine Armee von nahezu 830.000 Mann. Fast niemand beachtete die unzulängliche Mobilisierungszeit dieser Armee, denn bei Ausbruch der Feindseligkeiten sollte Österreich erst 320.000 Mann unter Waffen haben, während Preußen, dessen Mobilmachung erst einen Monat später begonnen hatte, 350.000 Mann gegen die Verbündeten werfen konnte. Auch die preußische Kommandostruktur sollte sich als besser erweisen. Am 2.Juni, also unmittelbar mit dem Ausbruch des Krieges, wurde dem Generalstabschef Helmuth von Moltke die Befehlsgewalt über die Fronteinheiten gegeben. Der österreichische Oberbefehlshaber Benedek, im übrigen der populärste Sodat nach Radetzky in der Donaumonarchie, war eindeutig der schlechtere Stratege und hatte außerdem noch das Problem das am entscheidenden Tag der Schlacht nicht weniger als drei Chefs des Stabes in seiner näheren Umgebung standen.


Der entscheidende Vorteil des preußischen Heeres bestand allerdings in seiner Ausrüstung.  Die gesamte Infanterie war mit einem Hinterlader ausgerüstet - dem Dreyse Zündnadelgewehr. Das Zündnadelgewehr konnte im Vergleich zum österreichischen Lorenz-Vorderladergewehr nicht nur eine größere Feuerdichte herstellen, es setzte auch die Infanterie in die Lage neue Formationen einzunehmen, die bislang nur Schützenregimentern vorbehalten waren. Bataillone gingen in parallelen Kompaniekolonnen vor, wobei die vordersten Kompanien in Züge auffächerten und die Plänklerlinie in der Vorhut unterstützten. Es handelte sich also um eine offene, flexible Ordnung, die sowohl in der Verteidung als auch im Angriff ihre Stärke hatte.  Die Österreicher hingegen bauten weiterhin auf der Schocktaktik auf.  Die Bataillone wurden bis zum Zeitpunkt des Einsatzes eng aufgeschlossen gehalten und vertrauten nachfolgend auf den Bajonettangriff.
Mit Beginn des Krieges überstürzten sich die Siegesmeldungen. Sachsen und Kurhessen wurden von den Preußen im Durchmarsch besetzt und am 29. Juni kapitulierte die hannoversche Armee bei Langensalza. In Böhmen, gegen Österreicher und Sachsen, siegte am 27. Juni Kronprinz Friedrich Wilhelm bei Soor, am 28. Juni General Steinmetz bei Skalitz, am selben Tag Prinz Friedrich Karl bei Münchengrätz.


Am 29. Juni griff die preußische Erste Armee die sächsische Armee bei Gitschin an und zwang sie, sich auf die Hauptmacht zurückzuziehen, die an den Fußhügeln nordwestlich von Königgrätz stand. Zwei Tage lang gruppierte Benedek seine Streitkräfte entlang einem kleinen Nebenfluß der Elbe, der Bistritz, neu.

Die Schlacht bei Königgrätz

Das bedeutende an der Schlacht bei Königgrätz vom strategischen Blickpunkt gesehen, bildet die preußische Aufmarschtaktik. Die Preußen verzichteten bewußt auf den Vorteil der inneren Linie. Vielmehr marschierten die Armeen getrennt. "Getrennt marschieren, vereint schlagen" hieß es im preußischen Generalstab.
Benedeks Aufstellung seiner Streitkräfte verrät, daß er zwar von der Nähe der zweiten preußischen Armee wußte, daß er aber annahm, daß sich die Armeen im Westen vereinigen würden. Es war keine Vorsorge für den Fall getroffen, daß die preußische zweite Armee am Südufer der Elbe, von Norden kommend, vorrücken könnte.
Am 2. Juli erhielt Moltke Meldungen, nach denen mindestens vier österreichische Korps hinter der Bistritz lagen. Er gab dem Kronprinzen sofort den Befehl, mit allen Kräften gegen die österreichische rechte Flanke vorzustoßen.
Am 3. Juli um 8 Uhr griff die Erste Preußische Armee mit der Elbarmee in der gesamten Front an. Der Schwerpunkt der Angriffe traf die Mitte der österreichischen Front.  Gleichzeitig begann im Süden der Angriff der Elbarmee um Nechanitz.
Um 10 Uhr waren die Dörfer Mokrowous, Dohalitzka, Unter Dohalizu und Sadowa feindfrei. Im Süden zeigte allerdings der Oberbefehlshabe der Elbarmee Bittenfeld keine Eile die Truppen bei Nechanitz über den Fluß zu bringen, und die 14. Division tat dies erst um 11.15 Uhr. Auf Friedrich Karls Nordflanke ging die 7. Division im Swiepwald vor, einem Wäldchen bei Maslowed. Eine Reihe von österreichischen Gegenangriffen war erfolglos, brachte aber entsetzliche Verluste. Die Heftigkeit dieser Schlacht zeigt sich darin, daß eine einzige Division, nämlich die VII. nicht weniger als zwei österreichische Korps beschäftigte.  Um 11.30 Uhr erreichten die Spitzen der 1.Gardedivision der Zweiten Armee das nördliche Schlachtfeld, aber der Rest der Armee brauchte noch sehr lange, bis er auf dem Schlachtfeld erschien.
Kurz nach 13 Uhr befand sich die Gardedivision im Vormarsch auf Chlum weit hinter dem österreichischen II. und IV. Korps. Die österreichische Front sollte eingekreist werden. Ungefähr um 15 Uhr nahmen die Preußen Chlum und Rosberitz. Das VI. Korps der Österreicher griff in voller Stärke an und es entwickelte sich eine wilde Schlacht, in der Rosberitz mehrfach den Besitzer wechselte.  Immer wieder wurde die österreichische Infanterie, die in dicht aufgeschlossenen Kolonnen heranrückte, durch das Feuer der Zündnadelgewehre dezimiert. Die preußische Garde hielt Chlum und Benedek befahl seiner letzten Reserve, dem I. Korps, den Angriff.
Um 16.30 Uhr näherte sich Bonins erstes preußisches Korps Chlum, während das VI. Korps der Preußen gegen den Trotina Fluß vorging, und damit die Rückzugslinien der Österreicher bedrohte. Die Lage der Österreicher war jetzt hoffnungslos, aber als Benedeks Truppen von den Hügeln zurückströmten, griff die österreichische Kavallerie die herannahenden Preußen mit voller Wucht an. Dies gewann Zeit für die Artillerie, die eine Geschützfront zum Schutz der abrückenden Armee bilden konnte.
In der Schlacht bei Königgrätz hatten sich 221.000 Preußen und 215.000 Österreicher gegenübergestanden. Der Sieg kostete die Preußen an Verwundeten, Toten und Vermißten 359 Offiziere und 8794 Mann (99 Offiziere und 1830 Mann waren gefallen), die Niederlage die Österreicher -einschließlich der zahlreichen Gefangenen - 1313 Offiziere und 41.499 Mann (330 Offiziere und 5228 Mann waren gefallen). Die Verluste des sächsischen Korps betrugen 55 Offiziere und 1446 Mann, davon waren 15 Offiziere und 120 Mann gefallen.
Preußen hatte nicht nur eine Schlacht, sondern den Krieg gewonnen, und damit natürlich auch die Vormachtstellung in Deutschland. Vor dieser Schlacht wurde Preußen als schwächste der Großmächte betrachtet, nunmehr rückte es ohne Zweifel in die vorderste Reihe. Der Dualismus zwischen Preußen und Österreich in Deutschland war beendet. Österreich stimmte einer Auflösung des Deutschen Bundes zu. Es wurde ein norddeutscher Bund geschlossen. Sachsen stand nunmehr unter preußischer Vormundschaft, Schleswig-Holstein, Hannover und Hessen wurden von Preußen annektiert. Innenpolitisch hatte Bismarck auf die normative Kraft des Faktischen gebaut und Recht behalten. Die Handlungen der Jahre zwischen 1862 und 1866 wurden nachträglich legalisiert.


Die Truppen

So das war der geschichtliche Hintergrund und ich höre schon das unverständige Rumoren in deutschen Sammlerstuben, so nach dem Motto, weiß da der Schreiber mehr als wir. Gibt es etwa Neuerscheinungen? Die Antwort hier ist ein klares Nein. Allerdings bin ich der Meinung, daß das Bastlerherz in uns allen angesprochen wird. Irgendwie ist es natürlich, daß die Zeit der deutschen Einigungskriege nicht von Herstellerfirmen angegangen wird. Die Verkaufserfolge sind hier wirklich schwierig zu kalkulieren. Aber hat uns das jemals gestört? Gibt es nicht geniale Umbauten zur napoleonischen oder anderen Zeiten? Richtig, höre ich das Echo und ich habe gute Ohren.
Also machen wir uns doch einmal ans Werk.

Preußen

Da sind sie also unsere Ur- oder Ur- Urgroßväter die mit großem Schingderassabumm ihrem Kaiser mit dem Bart folgten. Sie bauten unzählige Denkmäler, alle schön germanisch groß, die ihre Siege verkündeten und überall ist sie vertreten: Die Pickelhaube.
Die Form der Pickelhaube unterlag mehreren Änderungen. Das Originalmodell blieb von 1842-1857 unverändert. Nach einigen kleineren Änderungen wurde 1860 die birnenförmige Helmglocke verkleinert. Dadurch bekam der Helm nun allgemein das Aussehen, das er bis 1914 behalten sollte. Interessant bleibt allerdings die Tatsache, daß auf vielen historischen Gemälden, noch die birnenförmige Glocke zu erkennen ist.
Was heißt das also für uns. 3 Figurentypen müssen als Rohlinge herhalten. Da wären zum einen die Esci Packungen britische Infanterie Zulu Krieg und Kyber Pass, ja und natürlich die erste Weltkriegspackungen von Hät und Airfix. Wie Maik Rohde in der Infopost 10/97 erläutert hat, können die Esci Kolonialhelme mit eingesetzter Spitze, als Pickelhauben älteren Typus eingesetzt werden. Na und die ersten Weltkriegsfiguren, bzw. die Köpfe dieser Figuren, können natürlich ohne Umbau verwendet werden.
Damit hätten wir also schon einmal zwei unterschiedliche Infanterietypen. Als Rumpf können natürlich alle Infanterietruppen des ACW genommen werden. Von einer kompletten Umbemalung des Ersten Weltkriegs Satzes der Deutschen rate ich ab. Die Uniform wirkt m.E. zu modern.
Weiterhin sollte man berücksichtigen, daß die Figuren des ACW ausgespart bleiben, die ihre Vorderlader neu laden. Wie oben dargestellt basierte ja der preußische Sieg auf seinen Dreyse-Zündnadelgewehren.
Der "Waffenrock" der im Jahre 1843 gleichzeitig mit der Pickelhaube in der preußischen Armee eingeführt wurde, wurde einreihig mit acht Knöpfen geschlossen.. Die Farbe der Schulterklappen bestimmte die Zugehörigkeit zum Armeekorps. Farbe des Waffenrocks war dunkelblau. Die Hose war in einem Schwarzton gehalten, kam allerdings manchmal in einem Dunkelblaugrau vor. Die Aufschlagspatten des brandenburgischen Typs, waren am häufigsten rot, bei 14 Regimentern allerdings weiß, bei zwei Regimentern hellblau. Manchmal wurde eine gelbe, weiße oder hellblaue Paspel verwendet.  Der Kragen bekam ab 1858 größere Patten, die je ein Drittel des blauen Kragens decken sollten. Zeitgenössische Abbildungen zeigen allerdings bereits dem komplett roten Kragen. Der Mantel war in einem kräftigen Grau gehalten und wurde quer über der Brust getragen. Anzumerken bleibt noch, daß sich mit dem Krieg von 1864 die Sitte eingebürgert hatte, die Hosen im Stiefel zu tragen. Dies sollte bei der Umbemalung der ACW Figuren berücksichtigt werden.
Als Kavallerietruppen können die napoleonischen Kürrassiere bzw. Carabiniers herangezogen werden, natürlich mit neuen Köpfen. Pickelhaube versteht sich.  Die Uniformen waren weiß, mit hohen schwarzen Stulpenstiefeln und roten bzw. orangen Abzeichenfarben. Der Küraß und der Helm waren silberfarben.
Wer richtig schön basteln möchte kann sich auch Ulanen auf sein Schlachtfeld stellen. 


Man nehme französische Lanciers der napoleonischen Kriege feile die Tschapka in ihrem Mittelstück etwas schmaler und man erreicht mit einigen Abstrichen eine neue Uniform. Grundfarbe des Rocks war hier wieder dunkelblau, die Hose schwarz. Kragen, Aufschläge und Brustteil waren bei den meisten Einheiten rot. Der Tschapkabesatz und der Epaulettengrund differierten gewaltig (Vorschlag: 2. Garderegiment und 6. Regiment alles in rot).


Als Husaren kann man bei entsprechender Bemalung die britischen Light Dragoons der napoleonischen Kriege verwenden. Rote Grundfarbe des Dolman mit Tressen in silber, graue bzw. blaue Hosen. Der Kolpak bräunlich-schwarz mit rotem Flügel.



Na und als Dragoner nimmt man die preußischen Dragoner von Hät und ersetzt den Kopf durch,... na was wohl, die Pickelhaube.  Die Farbe des Uniformrockes ist hier mittelblau. Die Hose schwarz.


Als Artillerie kann man die ACW Figuren heranziehen. Was man hier ändern muß, sage ich jetzt nicht mehr, müßte eigentlich klar sein. Die Uniformfarben entsprechen übrigens der Infanterie.


Österreich

Die Truppen waren bekannt unter dem Namen  die "weiße Infanterie", und das sagt schon alles. Als Rumpf dienen auch hier die Figuren des ACW bzw. die englischen Kolonialtruppen. Der von den Österreichern getragene Tschako entspricht am ehesten demjenigen der British Rifles von Revell.
Der Uniformrock war weiß, die Abzeichenfarbe regimentsabhängig. Die Hose war hellblau.
Einen weiteren möglichen Umbau bietet die Verwendung der Airfix und Esci Figuren französische Fremdenlegion. Durch Austausch der Köpfe (Tschako) erhält man hier Truppen im Mantel. Farbe des Mantels war tiefgrau.


Eine weitere schöne Einheit und damit eine Nachstellung des Kampfes um den Swiepwald erhält man, bei Hinzuziehung der Brunswick Avant Garde von Hät. Hier muß man den korsischen Hut in Höhe des Hutdeckels abschneiden  und schon erhält man den Hut der österreichischen Jäger. Die Uniformfarben entsprechen außerdem derjenigen der Braunschweiger. Was will man mehr. Natürlich kann man auch hier soweit gehen und die Köpfe auf die französischen Fremdenlegionäre verpflanzen. Man sieht einer Truppenvielfalt steht nichts im Wege.


Die österreichischen Ulanen sind nach dem Modell der Preußen zu gestalten. Hier mit einem grünen Waffenrock, rotem Brustbesatz und Aufschlägen. 
Die Kürassiere trugen einen weißen Waffenrock, eine blaue Hose und einen Helm, der dem österreichischen Infanteriehelm von 1806 zum Verwechseln ähnlich sieht. Esci läßt grüßen.
Bildunterschrift hinzufügen

Die Dragoner hatten den gleichen Helm. Die Uniformfarbe war grün, die Abzeichenfarbe rot.


Als Husaren kann man die französischen Husaren von Italeri verwenden. Grüner Dolman mit gelben Besätzen, rote Hose und schwarzer bzw. roter Tschako.


Als Artillerie kann man wieder die ACW Truppen heranziehen mit dem Rifle Tschako. Die Uniformfarbe des Waffenrocks war braun, dazu wurde eine blaugraue Hose getragen. Der graue Mantel wurde über der Brust getragen.




Sachsen

Die Uniformierung der Sachsen entsprach weitgehend der der Österreicher. Sie trugen eine mittelblaue Uniform. In gleicher Farbe waren die Hosen. Quellen berichten, daß die Infanterie 1866 in Tellermützen mit Schirmen ausrückte, deren Grundfarbe hellblau war. So kann man also, wenn man will, die russische Infanterie des Krimkrieges (Esci) oder die britische Infanterie des ersten Weltkrieges (Airfix, Hät) heranziehen.

Wenn Sie alle meine Ratschläge in die Tat umsetzen werden, bin ich mir sicher, daß ihre Wohnung bald wie das Schlachtfeld von Königgrätz aussehen wird. Zumindest was die zerstückelten Figuren angeht. Aber dennoch.
Viel Spaß beim Basteln.


The  German War 1866


After the short union of the german states in their war against Napoleon and revolutionary france the differences between Prussia and Austria in the newly built "Deutscher Bund"  (i.e. german federation) became obvious. Austria was in the middle of the 19th century the leading power in germany. This was believed by Austria and the other european states. But unnoticed Prussia strengthened his position in these years. In the first part of 19th century the population rised from 9 to 18 million. Austria instead had his problems with the different nations living on his ground. In 1834 Prussia takes the first step to unify the german states by establishing the socalled "Deutscher Zollverein", a unity to  advance the german trade. Austria wasn't here involved.  The development was clear. Prussia made his way in Germany, Austria stood aside.
In 1860 there was a crisis in Prussia. The parliament stopped the plans of King Wilhelm I. to reform the army. The kings answer was the appointment of Otto von Bismarck as primeminister.
Bismarck, in modern terms a hardliner, reformed the army in the following years in spite of the opposition of the parliament. His aim was to strengthen the prussian monarchy and the leadership in the "Deutscher Bund", with or against Austria.
In 1866 the conflict between Prussia and Austria was inflamed in Schleswig-Holstein, a german state that was occupied by the two states after the war in 1864 against denmark. Bismarck, who inforced the conflict, hoping to clear the german question, knew that Russia, France and Italy would stood aside. But would the small prussian state have a chance against Austria.
The austrian army seemed to be the strongest army in europe, except of Russia. But her maximum strength of 850.000 soldiers couldn't be mobilized in the following weeks. At the beginning of war Austria had 320.000 man at his disposal, Prussia 350.000. Also the prussian general staff was better organised than the austrian.
But the most remarkable factor was the well trained and equiped prussian soldier. The whole infantry had breech-loader rifles so that their battaillons could handle in a way, which was formerly only allowed to skirmishers and snipers. The austrian soldier instead has his old muzzle-loader , marched in closed ranks and relied on the old bayonet assault.
In the first days of war one prussian victory followed the other.Saxe and Hesse was captured by the way and on 29th of June the hannoverian army capitulated at Langensalza. In Boheme Crown Prince Friedrich Wilhelm won on 27th of June at Soor, on 28th of June General Steinmetz at Skalitz, and on the same day Prince Friedrich Karl at Münchengrätz.
On 29th June the first prussian army attacked the saxonian army at Gitschin and forced their withdrawl to Königgrätz/Sadowa. Here Fiedmarshall Benedek, the austrian commander in chief, regrouped his army.

The Battle of Sadowa

Benedeks grouping of his army shows that he wasn't informed about the second prussian army, which was advancing in the north of the battlefield.
At 2nd of July General Motke, the prussian chief of the general staff, was informed, that the austrian army stood behind the Bistritz, a small affluent of the river Elbe. Directly he gave his order to the Crown Prince, the commander of the second prussian army, to strengthen his efforts.
At the 3rd of July at eight o clock the first prussian army and the socalled Elbarmee (i.e. army of the Elbe) started the attack all over the front. The main assault was in the middle of the austrian front. The Elbarmee was attacking in the south.
At 10 o clock the villages of Mokrowous, Dohalitzka, Unter-Dohalizu and Sadowa were in prussian hands. In the south the commander of the Elbarmee Bittenfeld  captured Nachanitz but his troops crossed the river not before 11.15. In the north Friedrich Karls 7th division approached to the Swiepwald. A series of austrian counterattacks were in vain. The 7th division holds his position against the assaults of two austrian corps. At 11.30 the 1st Guard Division of the second prussian army reached the northern battlefield.
At 1 p.m. the 1st Guard Division marched to the village of Chlum in the rear of the austrian front. The 6th corps of the austrian army attacked the guard, and the village of Rosberitz  often changed hands. The austrian infantry which attacks the prussian troops in closed ranks was decimated by the rapid fire of the prussian Zündnadelgewehr (a formidable breech-loader). The prussian guard hold their stand in Chlum and Benedek ordered his last reserve the 1st corps into focus.
At 4.30 p.m. Bonins 1st prussian corps arrived at Chlum and the 6th prussian corps arrived at the river Trotina. The austrian line of retreat was in danger. The situation of the austrian army was hopeless and Benedek ordered the retreat after attacking the prussians with his cavalry.
In the battle of Sadowa/Königgrätz6 221.000 Prussians and 215.000 Austrians were engaged.
Prussia lost 359 officers and 8794 troopers (death, wounded, captured or missing in action), Austria 1313 officers and 41.499 troopers,  Saxony 55 officers and 1446 troopers.
Prussia had not only won the battle but also the war. Prussia was now the leader in germany.


The Troops - Possible conversions

So far the historical background and I hear the rumor. Will there be future releases of figures relating to this war by any company. No, I think? In my opinion this is an entire german aspect, but we all know the famous conversions relating to napoleonic times. So why don't we built a diorama with existing figures.

Prussia

The prussian infantrymen wore the Pickelhaube (i think there is no expression for this helmet in the english language). So we can take the figures of Esci British Infantry Zulu war and Kyber pass. You give them a top and you will see the older modell of the german Pickelhaube. Also you can take the heads of the Hät soldiers Germans WWI. Here you find the original helmet which was intruduced in prussia in 1860. As body you can take the ACW figures of all companies, also the above mentioned Esci soldiers.
Take care that you don't use the figures with muzzle-loaders for the prussian troops.
The colour of the prussian uniform was darkblue, the trousers black. The distinguishing mark of the uniform was predominantly red. The coat was darkgrey, nearly black, and was worn round the left shoulder and around the breast.
As cavalry troops you can use the napoleonic cuirassiers and carabiniers, with the Hät heads of the germans WWI. The uniforms were white, with red bages. The cavalrymen wore black top-boots. The cuirass and the helmet were silver.
You can also built lancers. Using the napoleonic lancers you have to smallen the Tschapka in the middle, because the helmet in 1866 was a little bit smaller. The uniform was darkblue, the cuffs and the breast red.
As hussards you can use the british Light Dragoons of Esci.  The dolman was red with silver laces. The breeches were darkgrey respective blue.The busby brown with a red wing.
The dragoons are the Hät Prussian dragoons with the heads of WWI (Pickelhaube, you know).
The colour of the uniform was middleblue. The breeches black.
The artillery can be taken from the ACW artillery units, with, I think you know it, a Pickelhaube (Hät WWI Germans). The colour of the uniform was similiar to the infantry.

Austria

The troops were known as the "white infantry". This says it all. As body you can take the ACW figures and the above mentioned british colonial troops. The Austrians wore a shako like the Revell British Rifles at Waterloo. The Uniform was white, the distinguishing colour red. The trousers were light-blue.
Another possible conversion you can get by using the bodys of the french foreign legion of Airfix and Esci. Take the Revell shakos and you have infantry wearing coats.
A beautifull troop, and a diorama relating to the struggle in the Swiepwald, you can get by using the Brunswick Avant Garde of Hät. Here you have to cut the corsian hat at the top and you get the hat of the austrian rifleman. What do you want more. Here you can also place the head of the Brunswick Avant Garde on the body of the Esci Foreign Legion. A further troop in coats on your diorama.
The austrian lancers can be built like the prussians. They wore a green uniform, red breast and cuffs.
The cuirassiers wore a white uniform, blue trousers, and a helmet which looked alike the austrian infantry helmet of 1806. So you can use here the heads of the Esci figures.
The dragoons wore the same helmet. The uniforms and trousers in green, the cuffs red.
As hussards you can take the Hät Prussian Dragoons and the french hussards of Italeri. Green dolman with yellow laces, red breeches and a black respective red shako.
The artillery is here also the ACW artillery, but with the Revell Rifle shako. The uniform was brown, the trousers bluegrey. The grey coat was worne in the usual style.

Saxony

The uniform of the saxe troops was similiar to the austrian. Here uniform and trousers were middleblue. They wore the same shakos. Source material shows the saxons also with caps. The caps are the caps of Häts English Infantry WWI and Escis Russians of the Crimean War. So you can get two different infantry units, one wearing shakos, one wearing caps.


My very best wishes for your conversion.




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