Heute stelle ich Ihnen die nächste Einheit meines
spätmittelalterlichen Heeresaufgebotes vor. Die Figuren sollen städtische
Aufgebote repräsentieren. Jede einzelne Abteilung (eine Base) wird deshalb von
einem Ritter/Patrizier angeführt, und bewaffnet sind die Fußknechte mit einer
Helmbarte (Hellebarde).
Nun ist es allerdings so, dass die Verbreitung der
Nutzung einer Helmbarte in den Regionen Deutschlands um das Jahr 1460 herum
unterschiedlich war. Matthias H. Herzer hat in seinem Buch Wehrpflichten und
Heerfolge im Spätmittelalter in einem intensiven Quellenstudium nachgewiesen,
dass die Verbreitung der Helmbarte in Mittel- und Ostdeutschland sehr gering
war. Bei der Untersuchung der thüringischen Harnischregister konnten für 319
Dörfer nur 3 Helmbarten nachgewiesen werden. In Leipzig findet sich die Helmbarte
überhaupt nicht.
In einer Heereszugsordnung des Herzogs Wilhelm von Sachsen, im Zusammenhang mit der Hessen-Paderbornischen Fehde, wird die Helmbarte aber wiederum genannt (S. 235 des oben zitierten Buches).
In dieser Region ist die Verbreitung des Spießes wesentlich stärker, was zum einen natürlich auf Kostengründe, zum anderen aber auch auf entsprechende Taktiken zurückzuführen ist. Der Spieß konnte als Hauptwaffe neben einer Pavese viel besser geführt werden, und diente somit als taktisches Element.
Im Süden und Südwesten des Reiches war die Verwendung der Helmbarte häufiger. Die Literatur geht hier von einem Verhältnis von 4:1, 3:1 aus (Spieß : Helmbarte). Auch in der Arsenalliste der Stadt Nürnberg aus dem Jahr 1462 sind 123 „gute Helmbarten“ und 175 „altfränkische Helmbarten“ aufgelistet. Dazu noch diverse Varianten der Mordäxte, die jetzt zwar keine Helmbarten sind, aber, auch wenn kürzer und mit einem Hammerende an der einen Seite, der Helmbarte eher gleichen als einem Spieß. Insgesamt sind in der Inventarliste 943 Mordäxte unterschiedlichen Typs aufgelistet (S. 150 f). Spieße mit langen Eisen sind zwar nur 22 mal aufgeführt, dafür waren aber 21.000 Spießschäfte im Arsenal, und für „alte Spieße und beschlagene Drieschel (eiserne Flegel)“ wird ein Wort verwendet, um die Anzahl zu beschreiben: „Viele“. Man sieht, dass der Spieß hier als Massenprodukt gesehen wurde, während die Helmbarte schon eine Spezialwaffe darstellte.
In einer Heereszugsordnung des Herzogs Wilhelm von Sachsen, im Zusammenhang mit der Hessen-Paderbornischen Fehde, wird die Helmbarte aber wiederum genannt (S. 235 des oben zitierten Buches).
In dieser Region ist die Verbreitung des Spießes wesentlich stärker, was zum einen natürlich auf Kostengründe, zum anderen aber auch auf entsprechende Taktiken zurückzuführen ist. Der Spieß konnte als Hauptwaffe neben einer Pavese viel besser geführt werden, und diente somit als taktisches Element.
Im Süden und Südwesten des Reiches war die Verwendung der Helmbarte häufiger. Die Literatur geht hier von einem Verhältnis von 4:1, 3:1 aus (Spieß : Helmbarte). Auch in der Arsenalliste der Stadt Nürnberg aus dem Jahr 1462 sind 123 „gute Helmbarten“ und 175 „altfränkische Helmbarten“ aufgelistet. Dazu noch diverse Varianten der Mordäxte, die jetzt zwar keine Helmbarten sind, aber, auch wenn kürzer und mit einem Hammerende an der einen Seite, der Helmbarte eher gleichen als einem Spieß. Insgesamt sind in der Inventarliste 943 Mordäxte unterschiedlichen Typs aufgelistet (S. 150 f). Spieße mit langen Eisen sind zwar nur 22 mal aufgeführt, dafür waren aber 21.000 Spießschäfte im Arsenal, und für „alte Spieße und beschlagene Drieschel (eiserne Flegel)“ wird ein Wort verwendet, um die Anzahl zu beschreiben: „Viele“. Man sieht, dass der Spieß hier als Massenprodukt gesehen wurde, während die Helmbarte schon eine Spezialwaffe darstellte.
Leider gibt es keine genauen Informationen für Mainz. Wie
ich ja in meinen vorherigen Berichten erklärt habe, ist meine Truppe an Mainzer
Einheiten in der Mainzer Stiftsfehde angelehnt.
Hier nochmals die entsprechenden BLOG- Einträge:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Lieblingsmini der Woche - Fahnengruppe Mainzer Stiftsfehde
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter - Matthias H. Herzer
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Rheingauer Gebück - Rheingauer Schützen
Vielleicht würde eine intensive Quellenrecherche hier noch etwas an den Tag bringen, aber generell heißt es, dass die Mainzer Inventarlisten beim Sturm auf Mainz am 28. Oktober 1462 vernichtet wurden. Nach dieser Erstürmung wurden zwar wieder Listen geführt, nur ist es so, dass sich der Charakter der Stadt Mainz geändert hatte. Vor der Eroberung der Stadt war Mainz eine freie Reichsstadt, mit entsprechenden Rechten, Privilegien, aber auch Pflichten. Nach der Eroberung wurden die Rechte der Bürgerschaft eingeschränkt. Der Erzbischof kassierte den Freiheitsbrief ein. Mainz wurde zu einer erzbischöflichen Landstadt herabgestuft. Die Kontrolle über die Stadtbefestigung, die Tore und die dort stationierten schweren Waffen ging direkt an den erzbischöflichen Stadtpräfekten (Vizedom) über. Ein unabhängiges, städtisches Aufgebot existierte schlichtweg nicht mehr. Auch vertrieb Adolf II. rund 400 bis 800 wohlhabende Bürger und Patrizier, was natürlich auch Auswirkungen auf die Wehrhaftigkeit hatte. Ihr gesamtes Eigentum – darunter wertvolle Rüstungen, Pferde, Schwerter und Armbrüste – wurden eingezogen und an treue Gefolgsleute des Erzbischofs verteilt
Bis zu diesem Zeitpunkt war die Heeresfolge über die Zünfte organisiert, die nunmehr in der Stadt verboten waren. Adolf II. löste die Zünfte als politische und militärische Einheiten komplett auf. Er verbot den Bürgern jede eigenständige militärische Organisation. An ihre Stelle traten rein religiös und wirtschaftlich ausgerichtete Bruderschaften, die keinerlei politisches oder wehrhaftes Mitspracherecht mehr besaßen.
Das heißt, wir haben definitiv nach der Mainzer Stiftsfehde eine andere Struktur in der Stadt.
Hier nochmals die entsprechenden BLOG- Einträge:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Lieblingsmini der Woche - Fahnengruppe Mainzer Stiftsfehde
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter - Matthias H. Herzer
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Rheingauer Gebück - Rheingauer Schützen
Vielleicht würde eine intensive Quellenrecherche hier noch etwas an den Tag bringen, aber generell heißt es, dass die Mainzer Inventarlisten beim Sturm auf Mainz am 28. Oktober 1462 vernichtet wurden. Nach dieser Erstürmung wurden zwar wieder Listen geführt, nur ist es so, dass sich der Charakter der Stadt Mainz geändert hatte. Vor der Eroberung der Stadt war Mainz eine freie Reichsstadt, mit entsprechenden Rechten, Privilegien, aber auch Pflichten. Nach der Eroberung wurden die Rechte der Bürgerschaft eingeschränkt. Der Erzbischof kassierte den Freiheitsbrief ein. Mainz wurde zu einer erzbischöflichen Landstadt herabgestuft. Die Kontrolle über die Stadtbefestigung, die Tore und die dort stationierten schweren Waffen ging direkt an den erzbischöflichen Stadtpräfekten (Vizedom) über. Ein unabhängiges, städtisches Aufgebot existierte schlichtweg nicht mehr. Auch vertrieb Adolf II. rund 400 bis 800 wohlhabende Bürger und Patrizier, was natürlich auch Auswirkungen auf die Wehrhaftigkeit hatte. Ihr gesamtes Eigentum – darunter wertvolle Rüstungen, Pferde, Schwerter und Armbrüste – wurden eingezogen und an treue Gefolgsleute des Erzbischofs verteilt
Bis zu diesem Zeitpunkt war die Heeresfolge über die Zünfte organisiert, die nunmehr in der Stadt verboten waren. Adolf II. löste die Zünfte als politische und militärische Einheiten komplett auf. Er verbot den Bürgern jede eigenständige militärische Organisation. An ihre Stelle traten rein religiös und wirtschaftlich ausgerichtete Bruderschaften, die keinerlei politisches oder wehrhaftes Mitspracherecht mehr besaßen.
Das heißt, wir haben definitiv nach der Mainzer Stiftsfehde eine andere Struktur in der Stadt.
Eine historische Quelle beschreibt den Moment der
Neuordnung.
„„Da hieß der edle Fürst, Graf Adolf, alle Bürger, jung und alt, zusammenfordern auf den Dietmarkt. Da sie nun alle kamen mit großer Furcht, ward ihnen verkündet durch den Kanzler, dass sie all ihr Wehr und Waffen, Spieße, Büchsen und Armbrüste ablegen und vor den Fürsten werfen sollten. Wer dem zuwiderhandele, dem solle es an den Hals gehen.
Darnach ward ein großes Buch aufgeschlagen und wurden die Namen der Zunftmeister und Vornehmsten verlesen. Mehr denn vierhundert der besten Bürger, die dem Fürsten widerstanden hatten, wurden sogleich der Stadt verwiesen und mussten beim Eid schwören, nimmermehr ohne Erlaubnis zurückzukehren. Ihr Hab und Gut und alle Harnische wurden den Soldaten zu eigen gegeben.“
Wie hoch jetzt die prozentualen Anteile der einzelnen Waffen am Gesamtbestand waren, lässt sich leider nicht beantworten.
Da es sich bei meiner Wargaming Truppe aber um eine fiktive, und nicht um eine quellenbasierte, Streitmacht handelt, habe ich mich eben für diese Form der Bewaffnung entschieden.
Die Helmbarte musste unbedingt dabei sein, und ich denke der Look gibt dann irgendwie auch meiner Entscheidung recht.
Today I present the next unit of my late medieval army
contingent. The figures are intended to represent urban levies. Each unit (a
base) is therefore led by a knight/patrician, and the foot soldiers are armed
with a halberd.
However, the use of the halberd varied across the regions of Germany around the year 1460. Matthias H. Herzer, in his book *Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter* (Military Obligations and Military Service in the Late Middle Ages), demonstrated through intensive source research that the use of the halberd was very limited in Central and Eastern Germany. An examination of Thuringian armor registers revealed only three halberds among 319 villages. The halberd is not found at all in Leipzig.
However, the halberd is mentioned again in a military order issued by Duke William of Saxony in connection with the Hessian-Paderborn Feud (p. 235 of the aforementioned book).
In this region, the pike was much more prevalent, due in part to cost considerations, but also to specific tactics. The pike, as a primary weapon alongside a pavise, was far more effective in its use and thus served as a tactical element.
In the south and southwest of the empire, the use of the halberd was more common. Literature suggests a ratio of 4:1 to 3:1 (pike to halberd). The Nuremberg city arsenal inventory from 1462 lists 123 "good halberds" and 175 "old Franconian halberds." It also includes various types of poleaxes, which, while not technically halberds, resembled the halberd more than a pike, even though they were shorter and had a hammer end on one side. In total, the inventory lists 943 poleaxes of different types (pp. 150-151). While pikes with long iron shafts are listed only 22 times, the arsenal contained 21,000 pike shafts, and the word "many" is used to describe the quantity of "old pikes and iron flails." This shows that the pike was considered a mass-produced item, whereas the halberd was already a specialized weapon.
Unfortunately, there is no precise information for Mainz. As I explained in my previous reports, my unit is based on Mainz units during the Mainz Diocesan Feud.
Here again are the corresponding blog entries:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Lieblingsmini der Woche - Fahnengruppe Mainzer Stiftsfehde
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter - Matthias H. Herzer
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Rheingauer Gebück - Rheingauer Schützen
Perhaps intensive source research would reveal something more, but generally, it is said that the Mainz inventory lists were destroyed during the storming of Mainz on October 28, 1462. After this storming, lists were indeed kept again, but the character of the city of Mainz had changed. Before the conquest, Mainz was a free imperial city with corresponding rights, privileges, but also obligations. After the conquest, the rights of the citizenry were restricted. The archbishop revoked the charter of liberties. Mainz was downgraded to an archiepiscopal provincial town. Control over the city fortifications, the gates, and the heavy weapons stationed there passed directly to the archbishop's city prefect (vice-dom). An independent, municipal militia simply ceased to exist. Adolf II also expelled approximately 400 to 800 wealthy citizens and patricians, which naturally impacted the city's military strength. All their property—including valuable armor, horses, swords, and crossbows—was confiscated and distributed among the archbishop's loyal followers.
Until this point, military service had been organized through the guilds, which were now banned in the city. Adolf II completely dissolved the guilds as political and military entities. He forbade citizens from forming any independent military organization. In their place arose purely religious and economic brotherhoods, which no longer possessed any political or military say.
This means that we definitely have a different structure in the city after the Mainz Diocesan Feud.
A historical source describes the moment of reorganization.
"Then the noble Prince, Count Adolf, summoned all citizens, young and old, to the Dietmarkt. As they all came with great fear, the chancellor announced to them that they should lay down all their weapons and arms—pikes, rifles, and crossbows—and throw them before the Prince. Anyone who disobeyed would face execution.
Afterward, a large book was opened, and the names of the guild masters and leading citizens were read out. More than four hundred of the best citizens who had resisted the Prince were immediately banished from the city and had to swear an oath never to return without permission. Their possessions and all their armor were confiscated by the soldiers."
Therefore, it is impossible to determine what percentage of the total number of weapons were.
Since my wargaming force is fictional and not based on historical sources, I chose the form of weaponry accordingly.
The halberd was a must-have, and I think the look justifies my decision.
„„Da hieß der edle Fürst, Graf Adolf, alle Bürger, jung und alt, zusammenfordern auf den Dietmarkt. Da sie nun alle kamen mit großer Furcht, ward ihnen verkündet durch den Kanzler, dass sie all ihr Wehr und Waffen, Spieße, Büchsen und Armbrüste ablegen und vor den Fürsten werfen sollten. Wer dem zuwiderhandele, dem solle es an den Hals gehen.
Darnach ward ein großes Buch aufgeschlagen und wurden die Namen der Zunftmeister und Vornehmsten verlesen. Mehr denn vierhundert der besten Bürger, die dem Fürsten widerstanden hatten, wurden sogleich der Stadt verwiesen und mussten beim Eid schwören, nimmermehr ohne Erlaubnis zurückzukehren. Ihr Hab und Gut und alle Harnische wurden den Soldaten zu eigen gegeben.“
Wie hoch jetzt die prozentualen Anteile der einzelnen Waffen am Gesamtbestand waren, lässt sich leider nicht beantworten.
Da es sich bei meiner Wargaming Truppe aber um eine fiktive, und nicht um eine quellenbasierte, Streitmacht handelt, habe ich mich eben für diese Form der Bewaffnung entschieden.
Die Helmbarte musste unbedingt dabei sein, und ich denke der Look gibt dann irgendwie auch meiner Entscheidung recht.
However, the use of the halberd varied across the regions of Germany around the year 1460. Matthias H. Herzer, in his book *Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter* (Military Obligations and Military Service in the Late Middle Ages), demonstrated through intensive source research that the use of the halberd was very limited in Central and Eastern Germany. An examination of Thuringian armor registers revealed only three halberds among 319 villages. The halberd is not found at all in Leipzig.
However, the halberd is mentioned again in a military order issued by Duke William of Saxony in connection with the Hessian-Paderborn Feud (p. 235 of the aforementioned book).
In this region, the pike was much more prevalent, due in part to cost considerations, but also to specific tactics. The pike, as a primary weapon alongside a pavise, was far more effective in its use and thus served as a tactical element.
In the south and southwest of the empire, the use of the halberd was more common. Literature suggests a ratio of 4:1 to 3:1 (pike to halberd). The Nuremberg city arsenal inventory from 1462 lists 123 "good halberds" and 175 "old Franconian halberds." It also includes various types of poleaxes, which, while not technically halberds, resembled the halberd more than a pike, even though they were shorter and had a hammer end on one side. In total, the inventory lists 943 poleaxes of different types (pp. 150-151). While pikes with long iron shafts are listed only 22 times, the arsenal contained 21,000 pike shafts, and the word "many" is used to describe the quantity of "old pikes and iron flails." This shows that the pike was considered a mass-produced item, whereas the halberd was already a specialized weapon.
Unfortunately, there is no precise information for Mainz. As I explained in my previous reports, my unit is based on Mainz units during the Mainz Diocesan Feud.
Here again are the corresponding blog entries:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Lieblingsmini der Woche - Fahnengruppe Mainzer Stiftsfehde
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter - Matthias H. Herzer
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Rheingauer Gebück - Rheingauer Schützen
Perhaps intensive source research would reveal something more, but generally, it is said that the Mainz inventory lists were destroyed during the storming of Mainz on October 28, 1462. After this storming, lists were indeed kept again, but the character of the city of Mainz had changed. Before the conquest, Mainz was a free imperial city with corresponding rights, privileges, but also obligations. After the conquest, the rights of the citizenry were restricted. The archbishop revoked the charter of liberties. Mainz was downgraded to an archiepiscopal provincial town. Control over the city fortifications, the gates, and the heavy weapons stationed there passed directly to the archbishop's city prefect (vice-dom). An independent, municipal militia simply ceased to exist. Adolf II also expelled approximately 400 to 800 wealthy citizens and patricians, which naturally impacted the city's military strength. All their property—including valuable armor, horses, swords, and crossbows—was confiscated and distributed among the archbishop's loyal followers.
Until this point, military service had been organized through the guilds, which were now banned in the city. Adolf II completely dissolved the guilds as political and military entities. He forbade citizens from forming any independent military organization. In their place arose purely religious and economic brotherhoods, which no longer possessed any political or military say.
This means that we definitely have a different structure in the city after the Mainz Diocesan Feud.
A historical source describes the moment of reorganization.
"Then the noble Prince, Count Adolf, summoned all citizens, young and old, to the Dietmarkt. As they all came with great fear, the chancellor announced to them that they should lay down all their weapons and arms—pikes, rifles, and crossbows—and throw them before the Prince. Anyone who disobeyed would face execution.
Afterward, a large book was opened, and the names of the guild masters and leading citizens were read out. More than four hundred of the best citizens who had resisted the Prince were immediately banished from the city and had to swear an oath never to return without permission. Their possessions and all their armor were confiscated by the soldiers."
Therefore, it is impossible to determine what percentage of the total number of weapons were.
Since my wargaming force is fictional and not based on historical sources, I chose the form of weaponry accordingly.
The halberd was a must-have, and I think the look justifies my decision.



















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