Sonntag, 30. Oktober 2022

Pikeman's Lament - Steak on the hoof

 
Wir spielten die Mission F: Steak on the Hoof des Pikeman's Lament Regelsystems, als zweites Spiel in unserer Minikampagne.


In diesem Szenario muss der Angreifer gestohlenes Vieh in Sicherheit bringen. Um das schwerer zu gestalten, muss er dieses natürlich einen weiten Weg über die gesamte Spielplatte hin wegtreiben.
Dabei trifft er überraschend auf den Teil einer gegnerischen Streitmacht, die in dieser Gegend patrouilliert.
Diese Patrouille wird in der zweiten Runde durch die restlichen Einheiten der eigenen Streitmacht verstärkt.
Natürlich kann der Verteidiger auch versuchen, das Vieh des Angreifers zu stehlen, und selbst in Sicherheit zu bringen.
Erwähnenswert ist noch, dass die Einheit, die das Vieh treibt, sich maximal 6“ bewegen kann.
Sven hatte also seine Einheiten, von mir aus gesehen, an der linken Spielfeldkante massiert.
Von hier sollten sie das Spielfeld betreten.





Meine Patrouille, bestehend aus 2 Einheiten, stand in der Mitte des Spielfeldes in unmittelbarer Nähe eines Bauernhofes und eines umfriedeten Feldes.



Sven gab seinen Einheiten den Marschbefehl, und ich zog eine meiner Einheiten leicht zurück.
Während der Großteil seiner Truppe einfach geradeaus vorrückte, schlug sich auch eine Plänklereinheit durch die Büsche. Deckung ausnutzend; wie es sich gehört.








Dann betraten meine Trotter, die beiden Kavallerieverbände mit angeschlossenem General, das Schlachtfeld.


Keine Sekunde zu früh, denn Sven hatte schon seine Kavallerie nach vorne gebracht.






Auch meine Infanterieverstärkung bewegte sich im Schutz des Waldes nach vorne.


Die Einheiten kamen sich näher; aber noch war es sehr, sehr ruhig.
Hier einmal zwei Überblicksfotos.



Sven plante eine große Umgehung meiner linken Flanke, und tatsächlich kam er meiner Kavallerie in den Rücken.
Diese hatte jetzt die ersten Verluste.






Meinen rechten Flügel hatte ich mit der Infanterie dicht gemacht.
Hier erwarteten meine Schützen den Feind.

Mir gelang es Svens kleine Commanded Shot Einheit fast gänzlich zu vernichten.



In der Mitte versuchte ich eine geschlossene Linie aufzubauen. Verstärkt durch die Kavallerie an der linken Flanke.
Jetzt flammten die Kämpfe immer mehr auf, und beide Seiten mussten Verluste einstecken.




Sven setzte mir nach und fiel meiner Kommandeurseinheit in den Rücken.
Das sah nicht gut aus.







Auch meine zweite Kavallerieeinheit wurde gestellt.






Am linken Flügel wurde es also brenzlig.
Den rechten Flügel konnte ich noch halten.




Jetzt hatte Sven Luft auch seine Einheiten nach vorne zu bringen, die das Vieh über die Spielfeldkante treiben sollten.


Nach Vernichtung bzw. Abdrängen meiner Kavallerie konnte Sven mir jetzt auch in die Flanke meiner Infanterielinie fallen.
Ich musste mich unter Verlusten zurückziehen.





Zwar gelang es auch die Kavallerie des Gegners mit Schaden zu belegen, aber letztendlich wurde meine Infanterie vom kompletten linken Flügel zurückgedrängt.



Das hieß, Sven konnte hier vormarschieren, während er gleichzeitig meine Verteidiger daran hinderte, wieder vorzurücken.
In der Frontmitte standen sich die Einheiten gegenüber und unterhielten ein lebhaftes Feuergefecht.
Die Gefechte dauerten auch noch länger an.



Aber quasi ungehindert von mir, zog Sven seine Einheiten in Richtung des Missionsziels.







Ich ließ zwar eine meiner Einheiten eindrehen, aber es gelang mir nicht mehr, diese Lücke zu schließen.
Kleine Teilerfolge, wie hier gegen die Kavallerie, brachten da auch nichts mehr.




Meine beiden Kerneinheiten hielten zwar tapfer, aber strategisch konnten sie nicht mehr zurückschlagen.





Dann befahl Sven den Generalangriff.




Meine Einheiten waren jetzt komplett zurückgedrängt; und Sven konnte Einheit für Einheit mit dem Vieh über die Platte bringen.





Das war der Sieg.
Das Spiel hatte sich sehr abwechslungsreich gestaltet.
Lange ging es hin und her, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich dann meinen linken Flügel verlor.
Die hier entstehende Lücke konnte ich nicht mehr schließen, was dann zum Erreichen des Missionsziel durch Sven führte.
Dummerweise hatte ich ja auch meinen General verloren.
Bei unserem nächsten Spiel muss ich dann noch auswürfelt, was mit ihm passiert.
Mir schwant schon jetzt nichts Gutes.
 
 
We played the mission F: Steak on the Hoof of the Pikeman's Lament rule system, as the second game in our mini-campaign.
In this scenario, the attacker must rescue stolen livestock. Of course, to make the mission harder, he has to drive it a long way across the board.
In doing so, he surprisingly encounters part of an opposing force that is patrolling the area.
This patrol is reinforced in the second turn by the remaining units of your own force.
Of course, the defender can also try to steal the attacker's cattle and bring it to safety themselves.
It is also worth mentioning that the unit driving the cattle can move a maximum of 6".
From my point of view, Sven had his units massed on the left edge of the field.
From here they should enter the playing field.
My patrol, consisting of 2 units, stood in the middle of the field in the immediate vicinity of a farm and a fenced field.
Sven gave his units marching orders and I slightly withdrew one of my units.
While most of his force simply advanced straight ahead, a skirmisher unit also smashed through the bushes. Exploiting cover; as it should be.
Then my trotters, the two cavalry formations with attached general, entered the battlefield.
Not a second too soon, because Sven had already brought his cavalry forward.
My infantry reinforcements also moved forward under cover of the forest.
The units drew closer; but it was still very, very quiet.
Here are two overview photos.
Sven planned a large evasion of my left flank and in fact he got in the rear of my cavalry.
This now had the first losses.
I had closed my right wing with the infantry.
Here my riflemen awaited the enemy.
I managed to almost completely destroy Sven's small Commanded Shot unit.
In the middle I tried to build a closed line. Reinforced by the cavalry on the left flank.
Now the fighting flared up more and more, and both sides suffered casualties.
Sven followed me and fell in the back of my commander’s unit.
That didn't look good.
My second cavalry unit was also provided.
So the left wing got dicey.
I was able to hold the right wing.
Sven also had to bring his units forward, which should drive the cattle over the edge of the field.
After destroying or pushing away my cavalry, Sven was now able to fall on the flank of my infantry line.
I had to retire with losses.
The enemy's cavalry also had difficulties, but in the end my infantry was pushed back by the entire left wing.
That meant Sven could advance here while also preventing my defenders from advancing again.
In the middle of the front, the units faced each other and engaged in a lively firefight.
The fighting lasted even longer.
But almost unhindered by me, Sven moved his units in the direction of the mission objective.
Although I turned in one of my units, I was no longer able to close this gap.
Small partial successes, such as here against the cavalry, were no longer of any use.
My two core units held up bravely, but strategically they couldn't fight back.
Then Sven ordered the general attack.
My units were now completely pushed back; and Sven was able to bring the cattle across the gametable unit by unit.
So he wins.
The game was very varied.
It went back and forth for a long time until I lost my left wing.
I could no longer close the gap that was created here, which then led to Sven achieving the mission goal.
Unfortunately, I had also lost my general.
At our next game, I'll have to roll the dice to see what happens to him.
Nothing good for me right now.

Sonntag, 23. Oktober 2022

Dust Tactics - Axis Infantry

Wenn es ein Thema in der Wargaming Welt gibt, dass ich immer mit dem Etikett „WAS FÜR EIN BLÖDSINN!!“ behandelt habe, dann ist es Weird World War II bzw. Pulp Trash WW II.
Die Menschheitskatastrophe des Zweiten Weltkrieges ist an sich schon so apokalyptisch, dass ich da nicht noch irgendwelche Nazizombies, Mutanten, verrückte Wissenschaftler oder sonst etwas brauche.
Das habe ich zumindest gedacht.
Oje.
Sie können sich denken, was jetzt kommt.
Ich wurde natürlich beeinflusst.
Da gibt es Computerspiele, wie z.B. das allseits bekannt, in seinen frühen Versionen indizierte Wolfenstein.
Konnte ich fürs Tabletop widerstehen: „WAS FÜR EIN BLÖDSINN!!“
Da gibt es Marvell’s Captain America.
Konnte ich fürs Tabletop widerstehen: „WAS FÜR EIN BLÖDSINN!!“
Da gibt es Hellboy.
Konnte ich fürs Tabletop widerstehen: „WAS FÜR EIN BLÖDSINN!!“
Alles so weit, so gut.
Dreifache Verführung überstanden.


Und was kam dann.
DA KOMMT DIESER DUST TACTICS BLÖDSINN UND BRINGT LÄUFER RAUS!!!!!!!
LÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄUUUUUUUUUUUUUFFFFFFFEEEEEEEEEEEEEERRRRRRRRRRRR!!!!
Also so AT-ST artige Dinger, die über das Schlachtfeld rumpeln und einfach geil aussehen.
Leute ich liebe Star Wars wegen diesen Blecheimern; ich liebe meine Imps aus 40K wegen diesen Dingern.
Ich habe Dawn of War nur deshalb gespielt, weil die Läufer sich in so einem raubtierartigen Dino Move über das Spielfeld bewegt haben.
Das sah richtig, richtig gut aus.
Blechraptoren mit einer großen Wumme dran, die man schön flexibel einsetzen konnte, und die noch zudem eine Scout Option hatten.
Ist das gut???
Das IST gut.
Aber, ich war tapfer und habe mich erstmal dazu entschieden da nicht einzusteigen.
Zum Glück gab es hier in meiner Region keine Mitspieler.
Dann kam aber schon vor ein paar Jahren der Sammlerkollege Thomas Dürrschmidt um die Ecke und zeigte immer wieder auf verschiedenen Veranstaltungen seine großartigen Dioramen, in denen er unter anderem auch just diese Kampfläufer in Szene gesetzt hatte.
Egal.
Ich baue keine Dioramen – auch wenn ich echter Fan der Dios gerade auch von Thomas bin -; also Versuchung widerstanden.
Aber dann, ja dann, verkaufte irgendjemand eine Dust Tactics Einsteigerbox zu einem echten Schnapperpreis.
Ich weiß gar nicht mehr wo.
Im Sweetwater Forum? Bei Ebay? Auf der Tactica?
Keine Ahnung; aber egal wie. Sie wanderte in meinen Besitz.
Na und jetzt bin ich dann doch umgefallen.
Jetzt habe ich so einen Blödsinn in meinem Bestand und habe sogar begonnen ihn anzumalen.
Der einzige Vorteil.
Ich werde da nicht groß einstiegen, denn spielen werde ich das System wohl nicht.
Ich finde den Look nur gut, und irgendwie habe ich da dieses unbestimmte Gefühl, auch da mal was anmalen zu müssen.
Im heutigen Bericht zeige ich die „deutsche Infanterie“, wie sie in diesem Spielsystem dargestellt wird.
Da gibt es zum einen die Sturmgrenadiere. Also die normale Infanterie mit normalen Infanteriewaffen und Panzerfäusten ausgestattet.
In der Grundbox werden sie als Sturmpioniere gespielt.





Dann gibt es die schweren Sturmgrenadiere, die eine Rüstung tragen und schwere Panzerbüchsen schleppen und einsetzen, die natürlich doppelt so schwer sind, wie das Eigengewicht der sie tragenden Männer.




Bevor jetzt gemeckert wird….
Hey; das ist SciFi. Das muss so sein.
Die englische Bezeichnung für diese Truppe ist Heavy Flak Grenadiers, wobei es aber eigentlich keine Luftabwehrkräfte sind. Heavy „Pak“ (AT) Grenadiers wäre da richtiger gewesen.
Dann sind da noch die Schweren Sturmgrenadiere mit Laserwaffen, Heavy Laser Grenadiers.




Spätestens die erinnern mich jetzt an meine Warhammer 40 K Imps mit den schweren Wummen.
Im Grunde ist es ja auch nichts anderes.
Angeführt werden diese Einheiten von einem Kommandomodell.
Feldwebel Lara Walter.



An ihren beiden Schutzschilden sind MG44 Maschinengewehre montiert und sie ist eine der Heldinnen im Dust Universum.
Soviel zur Infanterie.
Die eigentlichen Helden, die Kampfläufer, werde ich ein anderes Mal vorstellen.
 
 
If there's one subject in the wargaming world that I've always treated with the label "WHAT BULLSHIT!!" it's Weird World War II bzw. Pulp Trash WWII.
The human catastrophe of World War II is so apocalyptic in itself that I don't need any Nazi zombies, mutants, mad scientists or anything else.
At least that's what I thought.
Oh dear
You can imagine what's coming next.
Of course I was influenced.
There are computer games, such as the well-known Wolfenstein, indexed in its early versions.
Could I resist for tabletop: "WHAT BULLSHIT!!"
There's Marvell's Captain America.
Could I resist for tabletop: "WHAT BULLSHIT!!"
There's Hellboy.
Could I resist for tabletop: "WHAT BULLSHIT!!"
Everything so far so good.
Survived Triple Seduction;
And then what.
HERE COMES THIS DUST TACTICS BULLSHIT AND HERE THEY ARE!!!!!!!
WAAAAAAAAAAALLLLLKKKKKKKKEEEEEEEEEEEEEEERRRRRRRRRRR!!!!
AT-ST-like machines that rumble across the battlefield and just look awesome.
Men; I love Star Wars because of those tin buckets; I prefer my Imps from 40K because of these Walkers.
I only played Dawn of War because the Walkers moved around the field in some kind of predatory dino move.
That looked really, really good.
Tin raptors with a big gun attached, which was nice and flexible to use, and which also had a scout option.
Is it good??? It's good.
But, I was brave and initially decided not to get into it.
Luckily there were no players in my region.
But then a few years ago, fellow collector Thomas Dürrschmidt came around the corner and repeatedly showed his great dioramas at various events, in which he had also staged these ruffs, among other things.
Doesn't matter.
I don't build dioramas - even if I'm a real fan of the Dios, especially by Thomas -; so resisted temptation.
But then, yes then, someone sold a Dust Tactics starter box for a bargain price.
I don't even remember where.
In the Sweetwater-Forum? At Ebay? On Hamburg Tactica?
No idea; but no matter how. The box came into my possession.
And now I've fallen over after all.
Now I have some nonsense in my inventory and I've even started painting it.
The only benefit.
I won't get into it big because I probably won't play the system.
I just think the look is good, and somehow I have this vague feeling that I have to paint something there too.
In today's report I will show the "German (Axis) infantry" as it is represented in this game system.
On the one hand there are the Sturmgrenadiers. So the normal infantry equipped with normal infantry weapons and rocket-propelled grenades.
In the basic box they are played as Sturmpioniere.
Then there are the heavy Sturmgrenadiers, who wear armor and carry and use heavy anti-tank rifles, which of course weigh twice the weight of the men carrying them.
Hey; this is sci fi. It has to be like this.
The English term for this force is Heavy Flak Grenadiers, although they are not actually anti-aircraft forces. Heavy "Pak" (AT) Grenadiers would have been more correct.
Then there are the Schwere Sturmgrenadiers with laser weapons, Heavy Laser Grenadiers.
At least they remind me of my Warhammer 40 K Imps with their heavy guns.
Basically it's nothing else.
These units are led by a commando model.
Sergeant Lara Walter.
MG44 machine guns are mounted on both sides of her shields and she is one of the heroines in the Dust universe.
So much for infantry.
I'll introduce the real heroes, the walkers, another time.
 
 

Sonntag, 16. Oktober 2022

Royal Marines - Sharpe's Siege

Ich hatte Ihnen schon in ein paar Berichten einen Teil meiner napoleonischen Skirmish Truppen vorgestellt.
Natürlich sind die vielseitig verwendbar.
Die Franzosen und Briten sind ja sozusagen „generisch“ einsatzbar, auch wenn ich den Briten die fiktive Fahne des South Essex Regiments verpasst habe.
Sie erinnern sich?
Wenn nicht. Hier geht es zum Link:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: South Essex (thrifles.blogspot.com)
Aber neben den oben erwähnten Figuren, habe ich auch noch andere Minis, die man im Normalfall nicht unbedingt mit Landoperationen in Verbindung bringt, obwohl sie ja genau zu diesem Zweck aufgestellt wurden.
Ich spreche von den Royal Marines.



Dieser schmucken Truppe der napoleonischen Kriege mit ihren roten Röcken und Zylindern haftet etwas Operettenhaftes an.
Aber lassen Sie sich bitte nicht täuschen. Die Truppe konnte schon was.
In der letzten Zeit habe ich einige Szenarien gesehen, in denen Sie auch im Wargaming prominent auf der Platte zu sehen waren.
Meistens in Kämpfen in Ägypten.
Aber Landungsoperationen gab es auch andernorts.
Ich persönlich habe immer eine Szene im Kopf, wenn ich mir die Figuren betrachte; völlig unhistorisch, aber spannend, da sie von Bernard Cornwell in seinem Roman Sharpe’s Triumph (Sharpe’s Siege) entwickelt wurde.
Es handelt sich um den Angriff auf die fiktive Festung Teste de Buche.




Um was geht es.
Sharpe befindet sich mit dem South-Essex/ Eigene Freiwillige des Prinzen von Wales mittlerweile auf französischem Boden.
Die Briten ziehen bei St. Jean de Luz Chasse-marées, das sind kleine französischen Kutter und Schiffe, zusammen, um mit diesen einen Übergang über die Nive zu schlagen.
Der Roman beginnt mit dem Angriff eines amerikanischen Kaperkapitäns, Captain Cornelius Killick, der seinen Schoner Thuella in den Hafen von St. Jean de Luz manövriert und hier zwei Schiffe versenkt und drei in Brand setzt. Vier weitere verheddern sich ineinander, und von den verbliebenen 10 läuft auch noch die Hälfte auf einer Sandbank auf.
Ziemlich erfolgreich das Ganze, wie Sie sehen.
Als Folge dieses Raids bekommt der zu diesem Zeitpunkt ohne Kommando dastehende Richard Sharpe den Befehl die in der Archachon Bucht gelegene Festung Teste de Buche anzugreifen, um die dort vor Anker liegenden Chasse-marées zu erobern.
Das soll in einem Kommandounternehmen erfolgen, an dem auch Einheiten der Marine unter dem Befehl der beiden Seeoffiziere Captain Horace Bampfylde und Lieutenant Ford erfolgen soll.
Sharpe bekommt in einer Besprechung mit Bampfylde von diesem noch den Nebenauftrag in Richtung Bordeaux aufzuklären, weil Informationen vorliegen, dass die Stadt sich gegen Napoleon erklären will.
Sharpe wird allerdings im Nachgang von Pionieroberst Elphinstone informiert, dass „der Peer“ – Wellington – nur die Chassée-marées will, die in Archachon liegen, da er diese zum Bau der Pontonbrücke über die Nive benötigt.
Sharpe soll sich also mit seiner Truppe zunächst passiv verhalten, und Bordeaux einfach ignorieren.
Er soll sich vielmehr nach einer kurzen „Beobachtungszeit“ zur Festung begeben, die Schiffe kapern und zurücksegeln.
Sharpe bekommt für diese Aufgabe zwei Kompanien des 60th Regimentes unterstellt.
Die eine Kompanie, unter Befehl von Hauptmann Frederickson, die zweite unter Lieutenant Minver. 123 Mann insgesamt.
Zum 60th Regiment habe ich unlängst etwas geschrieben.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Sharpe's Siege - 60th Regiment (thrifles.blogspot.com)
Vor Teste de Buche angekommen, stellt Sharpe fest, dass Captain Bampfylde seine Royal Marines versteckt an Bord hatte.
Insgesamt 3. Kompanien a 50 Mann.
Bampfylde, der dem Leser schon bei der ersten Begegnung mit Sharpe als der sinnbildliche „Stachel im eigenen Fleisch“ auffällt, verfolgt hingegen seine eigenen Ziele.
Er will den Ruhm, die Ehre, eine eventuelle Beförderung für den Angriff auf die Festung.
Im Laufe der Geschichte bekommt Sharpe neben seinen Männern noch eine Kompanie der Royal Marines unter Lieutenant Palmer unterstellt.
Soviel zum Anfang der Geschichte.
Sind Sie nicht auch der Meinung, dass dieses Szenario uns Wargamer schon allein aus dem Grund gefallen muss, weil der Mix an möglichen Figuren großartig ist?
Rifles, Seesoldaten, ein Navy Captain und sein Lieutenant, amerikanische Freibeuter, und natürlich Franzosen, Franzosen, Franzosen.
Vive L’Empereur!!!!!!!
Ich denke, ich muss gar nicht erwähnen, dass natürlich auch Sharpe’s Erzfeind Major Ducos auftaucht, und der natürlich auch ein paar zwielichtige Gestalten um sich herum sammelt.















Braucht man eigentlich mehr?
Wenn Sie Ihre Wargamingplatte der Romanvorlage entsprechend auch noch mit Gebäuden erweitern wollen, hier noch die kurze Beschreibung der Festung Teste de Buche.
Es handelt sich um eine alte Festung. Allerdings schon im Vauban Stil erneuert.
Zangenwerk, Lünette oder Grabenwehr sind nicht vorhanden.
An den Ecken der Bastionen befinden sich kleine Zitadellen, die allerdings kaum größer als kleine Schilderhäuser sind.
6 x 36pd Kanonen stehen in einer halbkreisförmigen Bastion, die auf die Fahrrinne ausgerichtet ist. Bei den anderen Geschützen handelt es sich um 24pd, die auf den Mauern verteilt stehen.
Das Glacis steigt zehn Fuß hoch. Von dort geht es 7 Fuß in den nächsten Graben.
Der wiederum hat eine Breite von 6 Yards und eine Böschung von 3 Yards.
Bis zum nächsten Graben sind es dann 12 Yards.
Dieser Graben ist 12 Fuß tief, steht unter Wasser und die Umwallung ist fast 20 Fuß hoch.
Breite dieses letzten Grabens ca. 5 Yards.
Das Wasser im Graben nicht höher als 2 bis 3 Fuß.
Soweit die Beschreibungen, die ich dem Buch entnommen habe
Klingt das alles nicht nach einem wunderbaren Szenario, dass sich geradezu aufdrängt auf die Spielplatte gebracht zu werden?
Ich denke schon.
Deshalb werde ich auch weiter an Figuren zu diesem Thema herummalen.
Ob es dann am Ende wirklich zu einem Spiel mit gestalteter Platte kommt, wird man sehen.
Aber vielleicht habe ich auch ein paar Leser inspiriert sich mit diesem Roman zu beschäftigen.
Vielleicht fangen SIE jetzt schon einmal mit dem entsprechenden Bauprojekt an.
Ich würde mich über entsprechende Bilder tatsächlich freuen.
 
 
I have already introduced you to some of my Napoleonic skirmish troops in a few reports.
Of course they are versatile.
The French and British can be used "generically", so to speak, even if I gave the British the fictitious flag of the South Essex Regiment.
You remember?
Unless. Here is the link:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: South Essex (thrifles.blogspot.com)
But besides the figures mentioned above, I have other minis that you wouldn't normally associate with land operations, even though they were set up for that very purpose.
I am speaking of the Royal Marines.
There is something operetta-like about this pretty unit from the Napoleonic Wars, with their red coats and top hats.
But please don't be fooled. The guys are tough.
Lately I've seen a few scenarios where they featured prominently in wargaming.
Mostly in battles in Egypt.
But landing operations also took place elsewhere.
Personally, I always have a scene in mind when I look at the miniatures; totally unhistorical but intriguing as it was developed by Bernard Cornwell in his novel Sharpe's Triumph (Sharpe's Siege).
It is about the attack on the fictional fortress Teste de Buch.
What is it about.
Sharpe is now on French soil with the South-Essex/ The Prince of Wales's Own Volunteers.
The British pull together at St. Jean de Luz Chasse-marées, small French cutters and ships, in order to cross the Nive with them.
The novel begins with the attack of an American privateer, Captain Cornelius Killick, who maneuvered his schooner Thuella into the port of St. Jean, sinking two ships and setting fire to three. Four more get tangled up in each other, and of the remaining 10, half run aground on a sandbar.
Pretty successful as you can see.
As a result of this raid, Richard Sharpe, who was without command at the time, was ordered to attack the Teste de Buch fortress in Archachon Bay in order to capture the Chasse-marées anchored there.
This is to be done in a commando operation, which will also include naval units under the command of the two naval officers, Captain Horace Bampfylde and Lieutenant Ford.
In a meeting with Bampfylde, Sharpe gets the side assignment to clarify in the direction of Bordeaux, because information is available that the city wants to declare itself against Napoleon.
However, Sharpe is subsequently informed by Pioneer Colonel Elphinstone that "the Peer" - Wellington - only wants the Chassée-marées that are in Archachon, as he needs them to build the pontoon bridge over the Nive.
So Sharpe should initially behave passively with his troops and simply ignore Bordeaux.
Rather, after a short "observation time" he should go to the fortress, hijack the ships and sail back.
Sharpe is assigned two companies from the 60th Regiment for this task.
One company commanded by Captain Frederickson, the second under Lieutenant Minver. 123 men in total.
(For the 60th Regiment, please klick the link:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Sharpe's Siege - 60th Regiment (thrifles.blogspot.com)  )
Arriving off Teste de Buch, Sharpe finds that Captain Bampfylde had his Royal Marines hidden on board.
A total of 3 companies of 50 men each.
Bampfylde, who strikes the reader as the symbolic “thorn in his own flesh” from the very first encounter with Sharpe, is pursuing his own goals.
He wants the glory, the honor, an eventual promotion for attacking the fortress.
As the story progresses, Sharpe is assigned a company of the Royal Marines under Lieutenant Palmer in addition to his men.
So much for the beginning of the story.
Don't you agree that we wargamers should like this scenario simply because the mix of possible characters is great?
Rifles, marines, a Navy Captain and his lieutenant, American privateers, and of course French, French, French.
Vive L'Empereur!!!!!!!
Needless to say, Sharpe's nemesis Major Ducos also makes an appearance, and of course he also gathers a few shady characters around him.
Do you actually need more?
If you want to add buildings to your Wargaming record based on the novel, here is a brief description of the Teste de Buch fortress.
It is an old fortress. However, it was already built in the Vauban style.
Pincer movement, bezel or trench weir are not available.
At the corners of the bastions are small citadels, but they are hardly larger than small sentinel houses.
6 x 36pd guns stand in a semi-circular bastion facing the fairway. The other guns are 24pd spread out on the walls.
The glacis rises ten feet high. From there it goes 7 feet into the next ditch.
This in turn is 6 yards wide and has a bank of 3 yards.
It's then 12 yards to the next ditch.
This moat is 12 feet deep, submerged, and the rampart is nearly 20 feet high.
Width of this last ditch about 5 yards.
The water in the ditch no higher than 2 to 3 feet.
So much for the descriptions I took from the book
Doesn't this all sound like a wonderful scenario that begs to be brought to the gametable?
I guess so.
That's why I will continue to paint figures on this topic.
It remains to be seen whether it will actually end up being a game with a designed record.
But maybe I have also inspired a few readers to deal with this novel.
Maybe YOU are already starting with the corresponding construction project.
I would really appreciate pictures of that.

 


Sonntag, 9. Oktober 2022

Sauron und die Ringgeister

 

„Ein Schatten im Osten“, bedroht die Welt.
So schreibt dies Tolkien in seinem Monumentalwerk Herr der Ringe.
Die Rede ist hier von Sauron; dem Oberbösen, dem Endgegner in dieser Welt.
Den meisten Filmzuschauern ist er in seiner entmenschlichten Gestalt vertraut.
Ein großes Auge, das über Mordor leuchtet.
Seine Macht reicht aber weit über die Grenzen Mordors hinaus.
Er schafft es durch seine mentale Präsenz andere auf seine Seite zu ziehen.
Die berühmtesten Beispiele sind hier sicherlich der gefallene Zauberer Saruman, der einst dem Weißen Rat angehörte und somit ein Guter war, und Denethor, der Truchsess von Gondor, der sich der Kraft des Bösen auch nicht entziehen konnte, und darüber wahnsinnig wurde.
Im ersten Teil der Herr der Ringe Filmtrilogie sieht man ihn als riesigen dunklen Herrscher im Kampf gegen die Menschenkönige Elendil und Isildur.
Diese Filmszene hatte Games Workshop zum Vorbild genommen und Sauron entsprechend modelliert.
Zum Glück hatte ich mir damals die Miniatur gekauft, denn das Modell ist schon an sich gut gelungen.
Egal, ob man Sauron jetzt in einem Wargame einsetzt oder auch nicht.
Letztendlich würde es sich schon lohnen ihn nur irgendwo als Marker auf die Spielplatte zu setzen, weil die Miniatur an sich schon Größe und Macht ausstrahlt.


Seine treuesten Gehilfen sind die Ringgeister, die Nazgul.
Bei diesen handelt es sich um neun verführte Menschenkönige, die als Geister die treuesten Diener ihres Dunklen Herrschers wurden.
Als Games Workshop entsprechende Modelle herausbrachte, mussten da natürlich 9 Geister in meinen Miniaturenfundus wandern.
Dabei war ich jetzt aber nicht so besessen, mir gleich 9 zu Fuß und 9 beritten zu kaufen.
Aber eine Summe von neun zu haben, war mir dann schon wichtig.
Ich hatte mich vor Jahren dazu entschieden drei Reiter und 6 Kämpfer zu Fuß zu kaufen.
Die habe ich dann auch ziemlich abgerissen bemalt.
Dreckig, angeranzt, sollten sie daherkommen.


Denn immerhin sind es untote Geister, die nicht dafür antreten einen Schönheitspreis zu gewinnen.
Beim Fotografieren ist mir jetzt aber aufgefallen, dass die Modelle mittlerweile schon in die Jahre gekommen sind, und irgendwann wird der Zeitpunkt da sein, an dem ich sie nochmals etwas überarbeiten muss.
Es ist nämlich schon so, dass ich meine Bemalung mittlerweile verbessert habe im Vergleich zu früher; und eigentlich verdienen diese dunklen Helden dann doch irgendwie ein Refresh.



Selbstredend ist es so, dass die verschiedenen Versionen des Herrn der Ringe Tabletop, Regeln für alle diese Modelle auflisten.
Allerdings, ich hatte es schon in einem anderen Bericht geschrieben, spiele ich das klassische HdR System nicht mehr.
Aber auch in Dragons Rampant, dass ich für schnelle Skirmish Spiele auch in der „Herr der Ringe Welt“ bevorzuge, ist es möglich diese Modelle einzusetzen.
Dragons Rampant erlaubt die Aufstellung besonderer Helden, Krieger, Zauberer etc. mit einigen Sonderregeln und mehreren Lebenspunkten.
Es ist also möglich einen Charakter so zu entwickeln, dass er einer Einheit von 6 oder 12 Kriegern gleichzusetzen ist, bzw. eine solche Einheit sogar noch weit übertrifft.
Das System ist da sehr flexibel und mit ein bisschen Fantasie kann man da schon einen Kampfcharakter entwickeln, der dann in seinem Verhalten den Charakteren im Buch bzw. Film doch sehr nahekommt.
Trauen Sie sich einfach einen epischen Kampf in einem Szenario darzustellen.
Führen Sie Sauron allein, oder unterstützt von seinen Ringgeistern in die Schlacht.
Testen Sie am besten einfach ein bisschen rum.
Ich bin der Meinung, dass es sich lohnt.



Na und außerdem: Geht es Ihnen nicht auch so, dass Sie sich immer wieder mal wünschen, auch die alten Figuren wieder einmal einsetzen zu können?
Tun sie es einfach. Mit Dragons Rampant geht das relativ einfach und schnell.
 
"A shadow in the east," threatens the world.
Tolkien writes this in his monumental work Lord of the Rings.
We are talking about Sauron here; the bad guy, the villain in this world.
He is familiar to most film viewers in his dehumanized form.
A great eye that shines over Mordor.
But his power extends far beyond the borders of Mordor.
He manages to draw others to his side through his mental presence.
The most famous examples here are certainly the fallen wizard Saruman, who once belonged to the White Council and was therefore a good man, and Denethor, the steward of Gondor, who could not escape the power of evil either and went mad as a result.
In the first part of the Lord of the Rings film trilogy, Sauron is seen as a giant dark ruler fighting the human kings Elendil and Isildur.
Games Workshop took this scene as a model and modeled Sauron accordingly.
Luckily I had bought the miniature back then, because the model is already a good success.
It doesn't matter whether you use Sauron in a wargame or not.
Ultimately, it would be worth just putting him somewhere on the board as a marker, because the miniature itself exudes greatness and power.
His most loyal companions are the ring wraiths, the Nazgul.
These are nine deceived human kings who, as spirits, became their Dark Lord's most loyal servants.
When Games Workshop brought out corresponding models, of course 9 ghosts had to wander into my miniature fund.
But I wasn't so obsessed with buying 9 on foot and 9 on horseback.
But having a total of nine was important to me.
Years ago I decided to buy 3 riders and 6 fighters on foot.
Then I painted them pretty badly.
Dirty, battered, should they come along.
After all, they are undead spirits who don't compete to win a beauty prize.
But while taking the photos, I noticed that the models are getting on in years, and there will come a time when I will have to rework them a bit.
It's true that I've improved my painting now compared to before; and actually these dark heroes somehow deserve a refresh.
It goes without saying that the various versions of the Lord of the Rings Tabletop list rules for all of these models.
However, as I wrote in another report, I no longer play the classic LotR system.
But also in Dragons Rampant, which I prefer for fast skirmish games in the "Lord of the Rings World", it is possible to use these models.
Dragons Rampant allows the formation of special heroes, warriors, magicians, etc. with some special rules and several life points.
It is therefore possible to develop a character in such a way that it is equivalent to a unit of 6 or 12 warriors, or even far surpasses such a unit.
The system is very flexible and with a bit of imagination you can develop a fighting character whose behavior then comes very close to the characters in the book or film.
Just dare to depict an epic battle in a scenario.
Lead Sauron into battle alone, or assisted by his Ringwraiths.
It's best to test around a bit.
I think it's worth it.
And besides, don't you feel that you always wish you could use the old miniatures again?
Just do it. With Dragons Rampant this is relatively easy and fast.