Sonntag, 19. April 2026

Rebels and Patriots - Butler's farm


Mitten in einer Ebene durch die sich die Straße nach Ticonderoga zog, lag Butler’s Farm. Hier hatten sich drei amerikanische Provinzialregimenter in einer Rundumstellung verschanzt. Angeführt wurde die Truppe von George Washington in Person. Na und weil George Washington einen eindeutigen Kriegsbericht an seine Vorgesetzten liefern wollte, hatte er einen Schreiber und dessen Gehilfen als Berichterstatter dabei. Diese sollten „Washingtons Post“ dann notieren und im ganzen Staat Virginia veröffentlichen.


Aber nicht nur die Amerikaner waren vor Ort. Feindliche Franzosen und die mit ihnen verbündeten Huronen hatten den Aufenthaltsort erspäht, und sich für einen Angriff entschieden. 








Zunächst tauchte eine Kompanie der Franches de la Marines am nördlichen Spielfeldrand auf, und begann die Stellungen auszuspähen.



Im Süden betrat französische Linieninfanterie die Ebene. Diese hatte den Nachteil, dass sie sich nur sehr langsam durch die Wildnis bewegen konnte.

Zwei Warbands der Huronen waren ebenfalls im Norden zu finden.


Zunächst bewegte sich die Linieninfanterie auf die Farm zu. Sie hoffte, dass die niedrigstehende Sonne ihren Vormarsch verdecken würde.


Auch im Norden schlichen die Huronen nach vorne. Ihr Ziel war es möglichst schnell in den Nahkampf zu kommen, um den Gegner zu überraschen. 


Die Amerikaner reagierten natürlich darauf. Eine Einheit nahm die Formation Close Order ein, um eine donnernde Salve auf sich nähernde Franzosen abfeuern zu können.

Der zweite amerikanische Trupp im Norden formierte in der gleichen Runde um. Sven plante die blau uniformierte Milizeinheit zu unterstützen, sollte sie angegriffen werden.





Der Schusswechsel begann im Süden. Hier gelang es der französischen Linie ein paar Treffer zu landen, und Washington musste mit seiner Einheit zurückweichen.






Mittlerweile kamen die Huronen immer näher an ihr Ziel. Sie bedrohten jetzt das blaue Regiment, und um der Gefahr des Nahangriffs zu entgehen, wurde die Close Order Formation wieder aufgegeben, und die Einheit zog sich in östliche Richtung zurück.




Die Marines hatten Probleme ins Spiel zukommen. Hier misslang ein Aktivierungsversuch.
Im Süden wurde Washingtons Einheit wieder beschossen. Die Einheit brach für einen kurzen Moment, konnte dann aber wieder gesammelt werden.



Noch war alles offen. Die Amerikaner wurden in Butler’s Farm zusammengedrängt, standen hier aber in guten Abwehrstellungen mit entsprechender Deckung.

Dann kamen die Verstärkungen der Amerikaner auf das Feld. Eine Mohawk Warband, und ein Trupp Skirmisher.




Wie man in diesem Bild sehen kann, war es allerdings ein langer Weg bis zur Farm.

Meine Indianer bewegten sich mittlerweile plänkelnd nach vorne, und landeten auch ein paar Treffer. Die Moral der Amerikaner war jedoch hervorragend.




Mittlerweile tauchten im Westen dann auch noch die grünuniformierten Ranger der Amerikaner auf.

Ich ließ mich nicht schocken, und führte meinen ersten Huronentrupp in den Nahkampf. Beide Einheiten hatten Verluste, und meine Huronen mussten sich zurückziehen. Der Versuch noch meine zweite Warband in den Nahkampf zu führen, scheiterte allerdings.
Das war der kritische Moment im Spiel, wie man dann sehen sollte.





Die Amerikaner konnten sich sammeln.  Dass ich noch einen Soldaten im Fernkampf ausschalten konnte, brachte nur den Vorteil, dass diese Einheit sich nicht mehr in Close Order begeben konnte.
Sie war allerdings gerettet.


Meine Huronen konnten jetzt aber nicht mehr dagegenhalten. Beschossen von den Milizeinheiten und den Rangern zogen sie sich zum Spielfeldrand zurück, direkt neben meine Marines. Diese hatten in diesem Spiel eine katastrophale Leistung gezeigt. Entweder versiebte ich die Aktivierungstests, oder ich war so schlecht beim Beschuss, dass hier an dieser Stelle keinerlei Bedrohung ins Spiel gebracht werden konnte.









Durch den Wurf einer Doppeleins erhielt Sven dann auch noch eine zusätzliche Einheit. Dies war aber nicht mehr entscheidend.




Das Spiel hatte ich durch den gescheiterten Nahkampf, und mit schlechten Moraltests verloren.
Das Spiel selbst war lange Zeit offen. Das Szenario hatte sehr gut funktioniert, und hier wäre alles möglich gewesen. Dass ich am Ende wieder einmal versagte, ist man ja bei mir gewohnt. Aber diesmal, ja diesmal hätte sogar die Möglichkeit eines Sieges bestanden.
Aber was soll es. Ich habe ja auch einen Ruf zu verteidigen, und dem bin ich natürlich wieder gerecht geworden.
Zum Abschluss möchte ich deshalb das nachfolgende mit Ihnen teilen. Ich habe mal die KI über meinen BLOG befragt, und ich konnte es selbst nicht glauben, dass die KI meine Philosophie wirklich erkannt hat. Mein Gott, habe ich gelacht. Man kann im Internet doch wirklich nichts verbergen:
„Der Autor des Blogs "Geschichte als Hobby" vertritt eine sehr entspannte und reflektierte Einstellung zum Verlieren. Für ihn steht das narrative Erlebnis und der historische Kontext klar über dem kompetitiven Sieg.
Hier sind die zentralen Punkte seiner Philosophie zum Thema Verlieren:
Der Weg ist das Ziel: In seinen Spielberichten (After Action Reports) betont er oft, dass ein knappes oder dramatisches Spiel, das man verliert, oft lohnender ist als ein einseitiger Sieg. Der Spaß liegt für ihn in den spannenden Momenten und den taktischen Entscheidungen während des Spiels.
Historische Plausibilität: Da der Fokus auf der Geschichte liegt, akzeptiert er Niederlagen oft als Teil des Szenarios. Wenn eine Seite historisch gesehen in einer aussichtslosen Lage war, geht es ihm mehr darum, wie "ehrenvoll" oder historisch getreu man sich geschlagen hat, als um das bloße Gewinnen nach Punkten.
Lerneffekt: Er sieht Niederlagen als Chance, die eigenen Fehler zu analysieren und die Mechaniken des jeweiligen Regelsystems besser zu verstehen.
Soziales Erlebnis: Da er oft in geselliger Runde spielt, betont er, dass ein netter Nachmittag mit Gleichgesinnten wichtiger ist als das Ergebnis auf dem Tisch. Er schreibt sinngemäß, dass er lieber ein schönes Spiel verliert, als durch "Regelfuchserei" zu gewinnen und die Stimmung zu trüben.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Verlieren ist für ihn kein Rückschlag, sondern eine weitere interessante Geschichte, die man auf dem Spieltisch erzählen kann.“
Na die kennt mich doch gut die KI. Chapeau.
 
 
Butler's Farm lay in the middle of a plain bisected by the road to Ticonderoga. Three American provincial regiments had entrenched themselves there in a circular line. The troops were commanded by George Washington himself. And because George Washington wanted to deliver a clear war report to his superiors, he had a clerk and his assistant with him as reporters. They were to transcribe the "Washington's Post" and publish it throughout the state of Virginia.
But the Americans weren't the only ones present. Enemy French troops and their Huron allies had spied the location and decided to attack. First, a company of the Franches de la Marines appeared on the northern edge of the playing field and began scouting the positions.
In the south, French line infantry entered the plain. They had the disadvantage of being able to move very slowly through the wilderness.
Two Huron warbands were also located in the north.
The line infantry initially advanced on the farm. She hoped the low sun would obscure their advance.
In the north, the Huron were also creeping forward. Their goal was to get into close combat as quickly as possible to surprise the enemy. The Americans, of course, reacted. One unit assumed close order to unleash a thunderous volley on the approaching French.
The second American squad in the north regrouped during the same turn. Sven planned to support the blue-uniformed militia unit should it be attacked.
The exchange of fire began in the south. Here, the French line managed to score a few hits, and Washington had to retreat with his unit.
Meanwhile, the Hurons were getting closer and closer to their objective. They were now threatening the blue regiment, and to avoid the danger of close-quarters combat, the close order formation was abandoned, and the unit withdrew eastward.
The Marines were having trouble getting involved. An activation attempt failed.
In the south, Washington's unit came under fire again. The unit broke apart for a brief moment but was then able to regroup.
Everything was still up in the air. The Americans were pinned down at Butler's Farm, but they were well-positioned defensively with adequate cover.
Then the American reinforcements arrived on the field: a Mohawk Warband and a squad of Skirmishers.
As you can see in this picture, it was a long way to the farm.
My Native Americans were skirmishing their way forward and managed to land a few hits. The American morale, however, was excellent.
Meanwhile, the American Rangers in green uniforms appeared in the west.
I wasn't fazed and led my first Huron squad into close combat. Both units suffered losses, and my Huron had to retreat. My attempt to engage my second Warband in close combat failed.
That was the critical moment in the game, as we would soon see.
The Americans were able to regroup. The fact that I managed to take out another soldier at range only had the advantage that this unit could no longer enter close order.
They were saved, though.
My Hurons, however, could no longer offer any resistance. Under fire from the militia and the Rangers, they retreated to the edge of the battlefield, right next to my Marines. They had performed disastrously in this game. Either I botched the activation tests, or my shooting was so poor that I couldn't create any threat at that point.
Sven then gained an additional unit by rolling a pasch. But this was no longer decisive. I had lost the game due to the failed close-quarters combat and poor morale tests.
The game itself remained open for a long time. The scenario had worked very well, and anything was possible. That I ultimately failed again is nothing new for me. But this time, yes, this time there was even a chance of victory.
But so what? I have a reputation to uphold, and of course, I lived up to it once more.
In closing, I'd like to share the following with you. I once queried the AI ​​about my blog, and I couldn't believe it actually grasped my philosophy. My God, did I laugh! You really can't hide anything on the internet:
"The author of the blog 'History as a Hobby' has a very relaxed and reflective attitude towards losing. For him, the narrative experience and the historical context clearly outweigh competitive victory.
Here are the key points of his philosophy on losing:
The journey is the destination: In his after-action reports, he often emphasizes that a close or dramatic game that you lose is often more rewarding than a one-sided victory. For him, the fun lies in the exciting moments and the tactical decisions made during the game.
Historical plausibility: Since the focus is on history, he often accepts defeats as part of the scenario. If one side was historically in a hopeless situation, he is more concerned with how 'honorably' or historically accurately they played than with simply winning on points.
Learning effect: He sees defeats as an opportunity to analyze his own mistakes and to better understand the mechanics of the respective rules system.
Social Experience: Since he often plays in a social setting, he emphasizes that a pleasant afternoon with like-minded people is more important than the final score. He writes, in essence, that he'd rather lose a good game than win by "rule-fixating" and spoiling the mood.
In summary: For him, losing isn't a setback, but rather another interesting story to tell at the game table.“
Well, the AI ​​certainly knows me well. Hats off to it.

Sonntag, 12. April 2026

Rheingauer Gebück - Rheingauer Schützen

Heute gibt es ein paar Bilder meiner spätmittelalterlichen Schützen. Ein Trupp Armbrustschützen, zwei Einheiten Plänkler mit Feuerrohren. Diese Schützen wurden sowohl in spätmittelalterlichen Gefechten und Schlachten, sowie bei Belagerungen und Fehden eingesetzt.
Ich denke, dass Sie sehr schön einen Teil der Truppen repräsentieren können, die bei den Angriffen auf das Rheingauer Gebück in den Jahren 1461 und 1462 eingesetzt wurden.



Ich hatte das Rheingauer Gebück schon einmal kurz in meinem Bericht über die Frankfurter Landwehr erwähnt.
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Frankfurter Landwehr - Eine spätmittelalterliche Befestigungslinie
Heute möchte ich etwas genauer auf dieses eingehen.
Das Rheingauer Gebück war eine etwa 35–40 km lange Landwehr aus dicht verflochtenen Bäumen und Sträuchern, die den Rheingau mehrere Jahrhunderte lang schützte. Entstanden im späten 11. Jahrhundert schützte es die Region im Grunde bis 1771.
Das Gebück verlief von Walluf über den Taunuskamm bis Lorchhausen am Rhein.
Rheingauer Gebück: Quelle Wikipedia gemeinfrei


Während der Rhein die Region nach Süden und Westen schützte, übernahm das Gebück diese Schutzfunktion hauptsächlich an der offenen Nord- und Ostseite.
Das Gebück selbst hatte die Funktion einer Landwehr. Es bestand aus einer künstlich geformten Hecke vor allem aus Hainbuchen, die in etwas 2 Meter Höhe gekappt wurden. Die neuen Triebe wurden nach unten gebogen („gebückt“) und miteinander verflochten. Zwischen den Ästen wuchsen Dornensträucher wie Brombeeren oder Schwarzdorn. So entstand ein bis zu 50–100 m breiter, praktisch undurchdringlicher Pflanzenwall.


Nur wenige bewachte Tore und Bollwerke erlaubten das Durchqueren. Die umliegenden Gemeinden mussten diese Anlagen im Ernstfall verteidigen.
Mapper Schanze: Quelle Wikipedia - gemeinfrei


Hinter der Linie verlief der sogenannte Rennweg, der schnelle Verstärkungen der Linie erlaubte, je nachdem wo es zu einem Angriff kam.
Teile dieses Gebücks kann man sich heute an einem entsprechenden Wanderweg (Rheingauer Gebück-Wanderweg) erwandern.
Rheingauer Gebück-Wanderweg – Wikipedia
Im Wald bei Oestrich-Winkel findet sich übrigens noch ein Rest eines Tor Bollwerks, die sogenannte Mapper Schanze.
Erst im Dreißigjährigen Krieg (1631) gelang es schwedischen Truppen, das Gebück zu durchbrechen.
Mit dem Aufkommen moderner Artillerie verlor die natürliche Verteidigung ihren militärischen Nutzen. Deshalb ließ der Mainzer Erzbischof das Gebück im Jahr 1771 aufgeben und größtenteils roden.
Der Angriff von 1461 auf das Rheingauer Gebück steht im Zusammenhang mit einem größeren regionalen Krieg: der Mainzer Stiftsfehde (1461–1463). Dabei ging es um den Machtkampf um das Erzstift Mainz.
Im Jahr 1459 unterlag Adolf von Nassau Diether von Isenburg bei der Wahl als Mainzer Erzbischof abgesetzt. Als Diether bei der Dursetzung eigener Interessen in Gegnerschaft zum Papst und dem deutschen Kaiser Friedrich III. kam, setzte der Papst Diether ab, und ernannte den Rivalen Adolf von Nassau zum Erzbischof.
Diether akzeptierte das nicht und sammelte Verbündete, so – nach einer anfänglich noch vorhandenen Gegnerschaft zwischen der Pfalz und Kurmainz – Friedrich von der Pfalz, die Stadt Mainz, Graf Philipp von Katzenelnbogen, Ludwig von Isenburg, Landgraf Heinrich III. von Oberhessen und die Grafen von Leiningen.
Die wichtigsten Verbündeten Adolfs waren der Papst Pius II., Kaiser Friedrich III., Johann II. von Baden (Erzbischof von Trier), Johannes II. Nix von Hoheneck (Bischof von Speyer), Georg von Metz (Bischof von Metz) - der Bruder des Markgrafen Karl I. von Baden - , Karl I. (Markgraf von Baden), Ulrich V. von Württemberg („der Vielgeliebte“) und Ludwig II. (Landgraf von Niederhessen).
Obwohl die Stadt Mainz hinter Diether stand, schloss sich die Mehrheit des Mainzer Domkapitels an Adolf an. Das Erzstift Mainz war somit politisch gespalten.
Der Rheingau war politisch wichtig, weil er Adolf von Nassau unterstützte und damit ein strategisches Gebiet des Gegners darstellte. Im Dezember 1461 rückten die Truppen Diethers von Isenburg in Richtung Rheingau vor. Ihr Ziel war es in den Rheingau einzudringen, die Region zu besetzen und Adolf von Nassau wirtschaftlich und militärisch zu schwächen.






Der naheliegendste Zugang lag bei Walluf – dort trafen sie auf das Rheingauer Gebück. Warum gerade bei Walluf? Das Gebück begann hier am Wallufbach und zog dann in die Taunushöhen hinein. Dieser Bereich war besonders wichtig, weil hier mehrere Straßen aus dem Raum Wiesbaden in den Rheingau führten. Zudem war das Gelände am Wallufbach relativ flach. Mehrere Gebück-Tore und Bollwerke zur Straßenkontrolle waren an dieser Stelle errichtet, und potentielle Angreifer hatten diese wohl als Angriffspunkt eher ins Auge gefasst, als die dichten Hecken.
Die Angreifer versuchten, durch die Heckenbefestigung zu brechen. Der Angriff scheiterte allerdings komplett. Die Truppen konnten das Gebück nicht überwinden.
Chroniken berichten sogar, dass Diether die Anlage danach persönlich besichtigte und sie praktisch für uneinnehmbar hielt.
Im März 1462 versuchten Diether und seine Verbündeten noch einmal, das Gebück zu durchbrechen. Wieder erfolglos – und diesmal gab es zahlreiche Tote unter den Angreifern.
Der Pfalzgraf soll anschließend schlechtes Wetter für das Scheitern verantwortlich gemacht haben.
Man sieht, dass das Gebück durchaus seine Funktion zu diesem Zeitpunkt erfüllte, und nicht nur das: Der Angriff ist ein Beweis dafür, dass eine „biologische Festung“ im Mittelalter tatsächlich militärisch funktionieren konnte
Wie kann man sich einen solchen Angriff nun genauer vorstellen?
Das Heer von Diether von Isenburg marschierte aus dem Raum Mainz/Wiesbaden Richtung Rheingau.
Dabei ergaben sich folgende Probleme für den Angreifer. Die Hügel waren damals fast unbewaldet. Die Verteidiger konnten die Angreifer schon von weitem sehen. Damit ging der Überraschungseffekt verloren.
Nachdem der Heerzug das Gebück erreicht hatte lag vor ihm eine 50–100 m breite Heckenbarriere mit verflochtenen Hainbuchen und Dornensträucher, zusätzlich Wall und Graben an gefährdeten Stellen.
Für Reiterheere war das eine Katastrophe. Pferde konnten hier nicht durchbrechen.
Die Angreifer hatten somit theoretisch nur vier Möglichkeiten:
1. Durchhacken
Holzfäller / Soldaten mit Äxten
Problem: dauerte lange und Verteidiger schossen aus Bollwerken.
2. Abbrennen
Feuer an die Hecke legen
Problem: frisches Holz brennt schlecht, besonders im Winter.
3. Tor stürmen
Angriff auf ein Bollwerk oder Tor
Problem: stark befestigt und verteidigt.
4. Umgehen
Im Gebirge einen schwachen Punkt suchen
Problem: schwierig wegen Patrouillen und Gelände.
Wie eingangs erwähnt, scheiterte der Versuch des Angriffs. Die verteidigenden Rheingauer hatten den Vorteil der erhöhten Position, sie hatten die Kernpunkte besetzt, und konnten Verstärkungen über den Rennweg heranführen.
Die Rheingauer Verteidiger, aber auch die Angreifer, können ähnlich ausgesehen haben, wie meine Miniaturen im Bild. Deshalb waren sie heute Aufhänger für diese kurze Geschichte.





 
Today I have some pictures of my late medieval long range fighters. A squad of crossbowmen and two units of skirmishers with firearms. These troops were used in late medieval skirmishes and battles, as well as in sieges and feuds.
I think they nicely represent a portion of the units deployed in the attacks on the Rheingau hedge in 1461 and 1462.
I briefly mentioned the Rheingau hedge in my report on the Frankfurt Landwehr.
 
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Frankfurter Landwehr - Eine spätmittelalterliche Befestigungslinie
Today I would like to discuss this in more detail.
The Rheingau hedge was a roughly 35–40 km long defensive earthwork made of densely interwoven trees and shrubs that protected the Rheingau region for several centuries. Originating in the late 11th century, it essentially protected the region until 1771.
The „Gebück“ stretched from Walluf across the Taunus ridge to Lorchhausen on the Rhine.
While the Rhine protected the region to the south and west, the „Gebück“ primarily fulfilled this protective function on the open northern and eastern sides.
The „Gebück“ itself functioned as a defensive earthwork. It consisted of an artificially shaped hedge, mainly made of hornbeams, which were cut back to a height of approximately 2 meters. The new shoots were bent downwards ("bending"=“bücken“, old german word. „Gebück“ is the noun) and interwoven. Thorny shrubs such as blackberries or blackthorn grew between the branches. This created a virtually impenetrable hedgerow, up to 50–100 meters wide.
Only a few guarded gates and bastions allowed passage. The surrounding communities were responsible for defending these fortifications in case of emergency.
Behind the line ran the so-called „Rennweg“ (raceway), which allowed for rapid reinforcement of the line, depending on the location of an attack.
Parts of this defensive earthwork can be explored today on a dedicated hiking trail (Rheingau Hedgerow Trail).
Rheingauer Gebück-Wanderweg – Wikipedia
Incidentally, a remnant of a gate fortification, the so-called Mapper Schanze, can still be found in the forest near Oestrich-Winkel.
It wasn't until the Thirty Years' War (1631) that Swedish troops succeeded in breaching the hedgerow.
With the advent of modern artillery, the natural defense lost its military value. Therefore, in 1771, the Archbishop of Mainz ordered the hedgerow abandoned and largely cleared.
The 1461 attack on the Rheingau Hedgerow was connected to a larger regional war: the Mainz Diocesan Feud (1461–1463). This conflict centered on the power struggle for the Archbishopric of Mainz.
In 1459, Adolf of Nassau was deposed by Diether von Isenburg in the election for Archbishop of Mainz. When Diether, in pursuing his own interests, came into conflict with the Pope and the German Emperor Frederick III, the pope deposed Diether and appointed his rival Adolf of Nassau as archbishop.
Diether did not accept this and gathered allies, including—following an initial antagonism between the Palatinate and the Electorate of Mainz—Frederick of the Palatinate, the city of Mainz, Count Philip of Katzenelnbogen, Louis of Isenburg, Landgrave Henry III of Upper Hesse, and the Counts of Leiningen.
Adolf's most important allies were Pope Pius II, Emperor Frederick III, John II of Baden (Archbishop of Trier), John II Nix von Hoheneck (Bishop of Speyer), George of Metz (Bishop of Metz)—brother of Margrave Charles I of Baden—, Charles I (Margrave of Baden), Ulrich V of Württemberg ("the Beloved"), and Louis II (Landgrave of Lower Hesse). Although the city of Mainz supported Diether, the majority of the Mainz Cathedral Chapter sided with Adolf. The Archbishopric of Mainz was thus politically divided.
The Rheingau was politically important because it supported Adolf of Nassau and therefore represented a strategic territory for the enemy. In December 1461, Diether of Isenburg's troops advanced toward the Rheingau. Their goal was to invade the Rheingau, occupy the region, and weaken Adolf of Nassau economically and militarily.
The most obvious point of entry was near Walluf – there they encountered the Rheingau hedge. Why Walluf in particular? The hedge began here at the Wallufbach stream and then extended into the Taunus hills. This area was especially important because several roads from the Wiesbaden area led into the Rheingau from here. Furthermore, the terrain along the Wallufbach was relatively flat. Several gates and bastions for road control had been erected at this location, and potential attackers likely considered these as points of attack rather than the dense hedges.
The attackers attempted to break through the hedge fortifications. However, the attack failed completely. The troops could not overcome the hedge.
Chronicles even report that Diether personally inspected the fortification afterward and considered it practically impregnable.
In March 1462, Diether and his allies made another attempt to break through the hedge. Another unsuccessful attempt – and this time there were numerous fatalities among the attackers.
The Count Palatine is said to have subsequently blamed bad weather for the failure.
This shows that the hedgerow was indeed fulfilling its function at that time, and not only that: The attack is proof that a "biological fortress" could actually function militarily in the Middle Ages.
How can one imagine such an attack in more detail?
Diether von Isenburg's army marched from the Mainz/Wiesbaden area towards the Rheingau.
The attackers encountered the following problems. The hills were almost treeless at that time. The defenders could see the attackers from afar. This eliminated the element of surprise.
Once the army reached the hedgerow, it faced a 50–100 m wide barrier of intertwined hornbeams and thorn bushes, in addition to a rampart and ditch at vulnerable points.
For cavalry, this was a disaster. Horses could not break through.
The attackers theoretically had only four options:
1. Cutting through
lumberjacks/soldiers with axes
Problem: took a long time, and defenders fired from fortifications.
2. Burning
Setting fire to the hedgerow
Problem: fresh wood burns poorly, especially in winter.
3. Storming the gate
Attacking a fortification or gate
Problem: heavily fortified and defended.
4. Outflanking
Finding a weak point in the mountains
Problem: difficult due to patrols and terrain.
As mentioned at the beginning, the attempted attack failed. The defending Rheingauers had the advantage of their elevated position; they had occupied the key points and could bring up reinforcements via the „Rennweg“.
The Rheingau defenders, as well as the attackers, may have looked similar to my miniatures in the picture. That's why they were the inspiration for this short story.