Sonntag, 17. Mai 2020

Eben Emael - 10. Mai 1940 Teil 2: Die Festung


Das erste, was Sie meine lieben Leser sehen, wenn Sie sich der Festung Eben Emael nähern, ist, …
gar nichts.
Ja. Sie haben richtig gelesen.
Besucher, die es vielleicht von Burgen oder auch noch von Vauban’chen Festungen gewohnt sind, schon bei der Annäherung von Gräben, Türmen, Bastionen, Lunetten, diversen Mauern und Vorwerken empfangen zu werden, könnten sogar enttäuscht sind.
Ja.
Eben Emael ist eine moderne Festung.


Wenn Sie schon einmal in einer Anlage der Maginotlinie waren, ja dann bekommen sie einen Wiedererkennungswert.
Dann denken Sie, war da nicht was?
Auch Eben Emael ist nach dem Ersten Weltkrieg, genauer in den Jahren zwischen 1932 und 1939 entstanden, und galt damals als eine der neuesten und stärksten Festungsanlagen der Welt.
Sie war als direkte Reaktion auf die Kriegsereignisse des Ersten Weltkriegs mit der Verletzung der belgischen Neutralität durch einmarschierende deutsche kaiserliche Truppen entstanden.
Sie ergänzte dann auch in der Tat die Maginotlinie im Grunde nach Norden, und bildete als Fort die nördlichste Anlage im Festungsgürtel Lüttich.
Festungen im Raum Lüttich hatten ein Tradition, die bereits auf das 19. Jahrhundert zurückzuführen war.
Der Deutsch-Französische Krieg hatte die belgische Neutralität im Jahr 1870 noch nicht berührt. Ob dies auch in der Zukunft so bleiben würde, war unsicher.


Darüber waren sich auch die Belgier im Klaren.
Aufgrund dieser Befürchtung entschied sich Belgien in den Jahren 1882 bis 1892 einen Festungsgürtel mit insgesamt 12 Forts um Lüttich herum zu bauen, die die wichtigen Maasübergängen und das Dreiländereck Deutschland-Niederlande-Belgien beherrschen sollten.

Belgien wollte den Durchmarsch einer aus dem Osten, sprich Deutschland, kommenden Armee, hier aufhalten, oder wenn das nicht funktionieren sollte, zumindest verzögern.
Die Forts zogen sich konzentrisch in einem Abstand von jeweils 7 km um den Innenstadtring von Lüttich, und waren auch bereits in Betonbauweise errichtet.
Wie so oft in der Kriegsgeschichte galten diese Forts noch zu Beginn des Ersten Weltkriegs als uneinnehmbar.
Eine Expertise, die so nicht gehalten werden konnte. Im Gegenteil.
Die Aufmarschpläne des Deutschen Kaiserreichs nach 1870/71 sahen dann tatsächlich die Verletzung der belgischen Neutralität vor.
Nicht nur der Schlieffenplan, das jahrzehntelange Credo deutsch-preußischer Generalstabsarbeit, auch der abgewandelte Moltke Plan, sahen einen Einfall in Belgien vor.

Allerdings sollte bei Schlieffen auch die Neutralität der Niederlande ignoriert werden, was deutsche Truppen in die Lage versetzt hätte, den Festungsgürtel in Belgien zu umgehen.
Die Konzentration der deutschen Truppen in Belgien im Rahmen des Moltkeplans, der die niederländische Neutralität aus militärischen und kriegswirtschaftlichen Gründen aber respektierte, machte diese Umgehung nicht möglich und ein Angriff auf die Festung Lüttich war somit zwangsläufig.

Zitadelle und Innenstadt konnten dann auch von deutschen Truppen relativ schnell besetzt werden (Kämpfe zwischen dem 4. und 7. August).
Jedoch hatte man schon hier einen heftigeren Widerstand erfahren, als man dies erwartet hatte.
Die Forts hielten aber alle Stand und mussten somit bekämpft werden (8. bis 16. August).
2 Forts kapitulierten dann schon vor Eintreffen der schweren deutschen Belagerungsartillerie am 12. August.
Als die schweren Kanonen das Feuer eröffneten, kapitulierten bis zum 14. alle Forts zwischen Lies im Norden und Embourg im Süden.
Die Explosion des Forts Loncin, durch einen Volltreffer in der Munitionskammer am 15., führte letztendlich dazu, dass auch die anderen Forts am 16. kapitulierten.
Die Belagerung von  Lüttich begründete auch den legendären Ruf, der hier eingesetzten 42 cm Kanone von Krupp mit dem Spitznamen „Dicke Bertha“
Trotz des eher mäßig zu bewertenden Nutzens der Festungsanlagen waren Planer nach dem Krieg der Meinung, dass der Vormarsch des deutschen Heeres effektiv 10. Tage aufgehalten worden war.
Deutsche Generalstäbler sahen das anders.
Es war sicherlich so, dass die Verluste höher ausfielen als gedacht, aber der Vormarsch wurde de facto nicht wesentlich verzögert. Der Zeitverlust konnte sehr schnell wieder aufgeholt werden.
Dennoch.
Man ging auch nach 1918 aus, dass ein Festungsring gegen Deutschland notwendig war, und baute die 8 nach Norden, Osten und Süden gerichteten Forts wieder auf. Die vier im Westen liegenden wurden aufgegeben.
Dafür entstanden weiter im Osten, jetzt in einem Abstand von 20 km zur Stadt Lüttich, die vier neuen Forts Aubin-Neufchateau, Battice, Tancremont und im Norden Eben Emael. Ein weiteres fünftens, noch projektiertes Fort wurde nicht mehr errichtet.

Zurück nach Eben Emael.
Das erste, was man als Besucher, der aus Richtung Masstricht kommt, als Teil der Festung erkennen kann, ist das Steilufer des Albert Kanal.
Nun ist es so, dass solche Kanäle häufig Steilufer haben, und deshalb muss man schon wissen, dass sich wirklich hinter diesem Steilufer Gänge und Schächte befinden, die unterirdisch die Geschützstellungen, Mannschaftsbunker und Blocks der Anlage miteinander verbinden, die oben auf dem Plateau sind, hier unten dem Besucher aber verborgen bleiben.
Hat man dann die Einfahrt zu Museum gefunden, sieht man zuerst einen schwarzen Betonklotz und eine Öffnung, die jetzt nicht unbedingt einladend wirkt.
Sollte sie ja auch nicht.
Sie war zur Abwehr gedacht.
In Schießscharten schauen einem noch Waffen an. Kanonen und MGs.
Bevor sie sich  aber jetzt von der „schwarzen Höhle“ verschlucken lassen, ignorieren Sie diese bitte.
Wenden Sie sich nach links, gehen sie um den Block 1 herum, denn dann sehen sie schon die Treppe, die nach oben auf das Plateau führt.




Sie sollten es so tun, wie die deutschen Fallschirmjäger 1940.
Fangen sie oben an.
Denn nur dann werden sie beim Besuch des inneren Teils besser verstehen, wie die ganze Anlage miteinander verbunden ist.
Ich habe das nicht getan, und musste deshalb viel mehr abstrahieren.
Bereits in meinem ersten Bericht hatte ich Ihnen Bilder der Außenanlage gezeigt.
Auf ein paar Punkte möchte ich jetzt nochmals eingehen.
Zum Glück leben wir ja in digitalen Zeiten. Vergessen Sie deshalb bitte nicht an einer der Hinweistafeln den Rundweg zu fotografieren, oder laden Sie sich das Bild jetzt von diesem Bericht auf Ihr Handy.


Warum?
Im Grunde gibt es einen logisch angelegten Rundweg, der sie an den Anlagen vorbeiführt, wenn sie sich darauf zielgerichtet bewegen.
Wenn Sie nicht auf den Plan schauen, so wie Sven, Stefan und ich, dann könnten sie etwas vergessen.
Bei uns war das so.
Wir gingen tatsächlich nochmals den ganzen Weg zur Feuerleitkuppel Eben 1 zurück, weil die dann schon etwas abseits liegt, aber diesen fantastischen Blick ins Land hinein ermöglicht.


Wäre ich da oben mit meinen anderen Kumpels rumgelaufen, hätte ich vielleicht Ralf nochmals überreden können, mitzukommen.
Jens und Heiko hätten gemeint, ich glaub es hackt.
Nun gut. Sie wären dann schon früher in dem Pfannkuchenhaus, direkt am Eingang des Geländes, eingekehrt, was ich Ihnen übrigens als Abschluss Ihres Trips auch empfehlen möchte.


(bei den beiden Fotos habe ich einen Filter getestet. In Realität ist es da bunter ;-)))

Also. Ich sage es nochmals. Pläne sind dazu da, dass man auch einmal auf sie draufschaut.
Wenn Sie dann oben auf dem Plateau stehen, fassen Sie dann auch erst einmal die Weite der Anlage. Die Kuppeln und Kasematten scheinen verstreut, ungeordnet zu liegen.
Dem ist aber nicht so.
Das System werden sie später beim Besuch des Museums und der Führung verstehen.
Hier oben erwarten Sie dann folgende Anlagen:
Ziemlich in der Mitte, gefühlt sehen Sie diese von allen Seiten und irgendwie zieht es einen da auch hin, befindet sich Kuppel 120 als drehbare Panzerkuppel mit einer Gesamtmasse von 450 t und zwei Kanonen vom Kaliber 120 mm.

Die beiden Kuppeln Nord und Süd, beide versenkbar, deshalb sehen sie oben nur das abgerundete Dach, waren mit zwei Kanonen vom Kaliber 75 mm bewaffnet.

Dann sehen sie die vier langgezogenen Rechtecke: Die zwei nach Norden wirkenden Kasematten Maastricht 1 und 2 sowie die beiden nach Süden wirkenden Kasematten Vise 1 und 2. Alle diese Kasematten bewaffnet  mit je drei Kanonen vom Kaliber 75 mm.




Schauen sie sich bitte diese Stellungen genauer an. Die Geschützrohre sind verbogen. Die Kuppeln haben Löcher und tragen Explosionsspuren. Das ist nicht dem Zahn der Zeit geschuldet, sondern tatsächlich Spuren der Kämpfe von 1940.


3 Scheinkuppeln, sie sahen so aus, wie die 120er Kuppel, waren aber nur Attrappen, waren auch noch hier oben installiert.
Deren Originalplatz ist im Plan auch eingezeichnet.
Ein Modell steht mittlerweile vor dem Eingang zum Museum.
Sie sind daran vorbeigegangen.


Die schwarzen Blöcke, die wie Zwillinge des Eingangsbereichs aussehen, und an denen sie auch vorbeikommen, dienten zur Nahverteidigung:



Block I als Haupteingang, Block II, Block IV, Block V, Block VI, Kanal Nord, Kanal Süd, Maschinengewehrbunker Mi-Nord, Maschinengewehrbunker Mi-Süd und südlich, der außerhalb des Forts liegende Block 01.
Dass ist der, zu dem ich zurücklaufen musste.
Der letztgenannte Block war durch einen unterirdischen Gang mit dem Fort verbunden.
„Alle diese Blöcke hatten gepanzerte Beobachtungsstände, Scheinwerfer und Kanonen mit Kaliber 60 mm. In dreien der Blöcke waren größere Beobachtungsstände für die Gefechtsleitung eingebaut. Dies waren die Spähkuppeln 'Eben 1' auf Block 01, 'Eben 2' auf Werk 'Mi Nord' und 'Eben 3' auf der Kasematte 'Maastricht 2'.“ (ich zitiere der Einfachheit halber hier wörtlich aus dem Wikipedia Artikel).
Die meisten dieser Blöcke können Sie dann auch selbst von oben in Augenschein nehmen.
Versuchen Sie das System auf sich wirken zu lassen.
Die oben beschriebenen Kanonen sollten die Gegend befeuern.
Diese Blöcke und die vor ihnen liegenden Gräben, sollten einen Feind aufhalten, der sich Ihnen nähert.
Deren generelle Funktionsweise habe ich in meinem Verdun Artikel beschrieben. Denn in Verdun haben sich deutsche Truppen durch die Grabenstreichen kämpfen müssen.
Hier geht es zum Bericht:
Neben diesen Annäherungsgräben, gab es auch Panzergräben, teilweise mit Wasser gefüllt, die das Annähern des Feindes verhindern sollten.


Aber der kam ja aus der Luft.
Wenn Sie den Rundgang auf dem Plateau hinter sich haben, machen sie am besten eine kleine Pause, und lassen Sie nochmals alles auf sich wirken.










Auch Ihnen wird aufgefallen sein, dass das „Dach“ der Festung schon einmal ziemlich groß ist: Ein Dreieck von 950 x 750 m.
Die Gesamtfläche des militärischen Geländes beträgt 75 ha. Eine Fläche von 100 Fußballfeldern.
Die Funktionsweise, das Zusammenwirken der Bunker, ist Ihnen vielleicht noch nicht so klar.
Aber halten wir an dieser Stelle einmal fest, dass da folgende Waffen aufgebaut waren:
2 x 120 mm Kanonen, 16 x 75 mm Kanonen, dazu kommen noch die 60 mm Kanonen der Blöcke. Das sind dann auch noch ungefähr 10 Stück. Dazu kommen ja noch die MGs für die Nahverteidigung.
Da reden wir dann schon von Feuerkraft.
Stellen Sie sich das alles mal als eingegrabene Panzer vor.
Dann können Sie es vielleicht besser fassen.
Nach der kleinen Pause gehen Sie dann zurück zum Eingang in Block I.

Man betritt die Festung und geht über einen Holzboden, der im Verteidigungsfall entfernt werden konnte, und so als Schutzgraben diente. Das ist jetzt einmal etwas, was uns bekannt vorkommt. So was wie die Zugbrücke oder der Torgraben einer Burg.


Immerhin.
Am Ende des Ganges kommt man wieder zu einem MG, das den Besucher heute nicht mehr bedroht, aber dafür vorgesehen war, unerlaubte Besucher in der Vergangenheit zu vernichten.

Schwere Panzertüren verschließen hier den Eingang zur Anlage.


Sind sie für den Besucher geöffnet, dann betritt man ein Labyrinth von Gängen.




Relativ früh sieht man dann schon einmal einen Plan der Ihnen bei der Groborientierung hilft.



Haben sie keine Angst. Verlaufen werden sie sich nicht. Sie werden durch die Anlage geleitet.







Und die Teile der Anlage, in die sich nicht alleine sollen, die betreten sie eh nur in einer Gruppe mit einem Reiseführer.
Sie können hier dann auch immer mal vom Hauptgang abzweigen.

















Sie kommen zur Arrestzelle, in die Maschinenräume, in die rekonstruierten Teile der Anlage.
Letztendlich führt Sie der Weg dann auch in die zugehörige Cafeteria, wo sie dann auch die Eintrittskarte für den Rundgang und die Führung erwerben können.


Eines werden Sie jetzt aber schon festgestellt haben. Die Gänge sind schon ziemlich lang; und während die Anlage oben auf dem Plateau, doch sehr luftig gewirkt hat, so folgt der Teil hier unten einem in sich logischem System, dass Sie dann auch sehr schnell erfassen werden.
























Erkennen werden sie bereits jetzt, dass diese Anlage hier unten schon riesig ist: 5,3 km Gänge sind dann ja schon etwas.
Alles geschützt durch meterdicken Stahlbeton.
Hat es etwas genützt?
Nein.
































Das soll es für heute gewesen sein.
Aber bevor ich es vergesse: Die Führungen in deutscher Sprache finden zu bestimmten Uhrzeiten statt. Die Termine erfahren Sie auf der Webseite.
Wie gesagt. Ich würde an Ihrer Stelle die zweite Führung nehmen, und mich vorher der Außenanlage und den frei begehbaren Teilen der Festung zuwenden.
Planen Sie alleine schon einmal dafür 2 ½ Stunden ein. Die brauchen sie da schon.
In den nächsten Berichten, es werden dann wohl doch zwei, werde ich die Kämpfe nochmals genauer beschreiben, und dabei auch Bilder vom Rundgang aus dem inneren Teil der Kasematten zeigen.
Bilder zum musealen Teil, Uniformsammlung etc., werden dann den Abschluss bilden.





 

Ein Hinweis in eigener Sache:
Die beiden Berichte werden dann aber erst nach einer kleinen Pause im Juni erscheinen.
Vorher gibt es etwas aus dem Wargaming Bereich.
Der BLOG spricht ja unterschiedliche Interessenten an.
Danke Ralf für den Hinweis.
Mein Freund war schon etwas von der Eylau Serie ermüdet, deren Berichte ich ziemlich zielgerichtet hintereinander rausgeklopft hatte. ;-)))
Also die Fans von Eben Emael müssen sich somit etwas gedulden.
(sprechen Sie die Ortschaft übrigens NICHT mit einem „ä“ aus.  Das „e“ ist ein Dehnungsbuchstabe.
Heißt: Es wird Eben E- maaal ausgesprochen)










The first thing you see my dear readers when you approach Eben Emael Fortress is ...
nothing at all.
Yes. You read that right.
Visitors, who are familiar to castles or even Vauban fortresses, and who await fortifications as ditches, towers, bastions, lunettes, various walls and fortified approaches, may even be disappointed.
Yes.
Eben Emael is a modern fortress.
If you have ever been to a Maginot Line facility, then you will get a recognition value.
Then you think. Yes. I suspect something.
Eben Emael was also built after the First World War, more specifically between 1932 and 1939, and was considered one of the newest and most powerful fortifications in the world.
It had arisen as a direct reaction to the war events of the First World War with the violation of Belgian neutrality by invading German imperial troops.
In fact, it actually extended the Maginot Line northwards and, as a fort, formed the northernmost complex in the Liège fortification belt.
Fortresses in the Liège area had a tradition that dates back to the 19th century.
The Franco-Prussian War had not touched Belgian neutrality in 1870. It was uncertain whether this would remain the case in the future.
The Belgians were also clear about this.
Because of this fear, Belgium decided between 1882 and 1892 to build a fortress belt with a total of 12 forts around Liège, which should dominate the important Meuse crossings and the border triangle Germany-Netherlands-Belgium.
Belgium wanted to stop the march of an army coming from the east, i.e. Germany, here, or at least delay it if that didn't work.
The forts were concentric at a distance of 7 km around the inner city ring of Liège, and were already built in concrete.
As so often in the history of the war, these forts were held to be impregnable at the beginning of the First World War.
An expertise that could not be kept like this. On the contrary.
The deployment plans of the German Empire after 1870/71 actually provided for the violation of Belgian neutrality.
Not only the Schlieffen plan, the decades-long creed of German-Prussian general staff work, but also the modified Moltke plan, provided for an idea to invade Belgium.
However, the neutrality of the Netherlands should also be ignored in the Schlieffen plan, which would have enabled German troops to bypass the fortress belt in Belgium.
The concentration of German troops in Belgium as part of the Moltke plan, which respected Dutch neutrality for military and war economy reasons, did not make this circumvention possible and an attack on the Liège fortress was therefore inevitable.
The citadel and city center could then be occupied relatively quickly by German troops (fighting between August 4th and 7th).
However, resistance had already been more violent here than expected.
However, the forts all stood and had to be fought (8 to 16 August).
2 forts surrendered before the heavy German siege artillery arrived on August 12th.
When the heavy cannons opened fire, all forts between Lies in the north and Embourg in the south surrendered until the 14th.
The explosion of Loncin Fort, caused from a direct hit in the ammunition chamber on the 15th, ultimately led to the other forts capitulating on the 16th.
The siege of Liège also established the legendary reputation of the 42 cm Krupp cannon used here, nicknamed "Dicke Bertha".
Despite the rather moderate use of the fortifications, planners after the war believed that the advance of the German army had effectively been held up for 10 days.
German general staff saw it differently.
It was certainly the case that the losses were higher than expected, but the advance was in fact not significantly delayed. The loss of time could be made up very quickly.
Yet.
It was also assumed after 1918 that a fortress ring against Germany was necessary and the 8 forts facing north, east and south were rebuilt. The four westward were abandoned.
To this end, the four new forts Aubin-Neufchateau, Battice, Tancremont and in the north Eben Emael were built further to the east, now 20 km from the city of Liège. Another fifth, still planned fort ,was no longer built.
Back to Eben Emael.
The first thing you can recognize as a visitor from the direction of Masstricht as part of the fortress is the steep bank of the Albert Canal.
Now it is the case that such canals often have steep banks, and therefore you have to know that there are really passages and shafts behind this steep bank that connect the gun emplacements, crew bunkers and solid concrete entrances, called Bloc’s, that are on the top of the plateau but stay hidden from the visitor down here.
Once you have found the entrance to the museum, the first thing you see is a black concrete rock, it is Bloc I, and an opening that is now not necessarily inviting.
Shouldn't be either.
It was designed to ward off.
Guns still look at you in loopholes. Cannons and MGs.
Before you let yourself be swallowed up by the "black cave", please ignore it.
Turn left, go around Bloc I, because then you will see the stairs that lead up to the plateau.
You should do it like the German paratroopers did in 1940.
Start at the top.
Only then will you better understand how the whole system is connected when you visit the inner part of the fortress.
I didn't do that, so I had to abstract a lot more.
In my first report I already showed you pictures of the outdoor area.
I would now like to go into a few points again.
Fortunately, we live in digital times. So please do not forget to take a picture of the circular route on one of the information boards, or download the picture from this report to your mobile phone.
Why?
Basically, there is a logically designed circular route that leads you past the facilities if you move on them in a targeted manner.
If you don't look at the map, like Sven, Stefan and I myself, you could forget something.
That was the case with us.
We actually went all the way back to the fire control dome Eben 1, because it is a little out of the way, but allows this fantastic view of the country.
If I had been walking up there with my other buddies, I might have persuaded Ralf to come along.
Jens and Heiko would have said, “Hey Koppi. Are you crazy?”.
Well. They would have come to the pancake house directly at the entrance of the site earlier, which I would also like to recommend as a conclusion of your trip.
So. I say it again. Plans are there to have a look at them.
When you are standing on top of the plateau, you should first grasp the width of the system.
The domes and casemates seem to be scattered, disorganized.
But this is not the case.
You will understand the system later when visiting the museum and the guided tour.
You can expect the following systems up here:
Pretty much in the middle, you can see it from all sides and somehow it also pulls you there, dome 120 is a rotatable armored dome with a total mass of 450 t and two cannons of caliber 120 mm.
The two domes north and south, both retractable, so you can only see the rounded roof above, were armed with two cannons of 75 mm caliber.
Then you see the four elongated rectangles: the two north-facing casemates Maastricht 1 and 2 and the two south-facing casemates Vise 1 and 2. All of these casemates armed with three cannons each with a caliber of 75 mm.
Please take a closer look at these positions. The gun barrels are bent. The domes have holes and carry traces of explosion. This is not due to the ravages of time, but actually traces of the 1940 struggles.
3 dummy domes, they looked like the 120 domes, but were only dummies, were still installed up here.
Their original location is also shown in the plan.
A model is now standing in front of the entrance to the museum.
You passed it.
The black Blocs, which look like twins in the entrance area and which they pass, were used for close-range defense:
Bloc I as the main entrance, Bloc II, Bloc IV, Bloc V, Bloc VI, Canal North, Canal South, machine gun bunker Mi-North, machine gun bunker Mi-South and South, Bloc 01 outside the fort.
That is the one I had to run back to.
The latter Bloc was connected to the fort by an underground passage.
“All of these Blocs had armored observation stands, headlights and cannons with a 60 mm caliber. In three of the Blocs, larger observation posts for the command and control team were installed. These were the scout domes 'Eben 1' on Bloc 01, 'Eben 2' on the work 'Mi Nord' and 'Eben 3' on the casemate 'Maastricht 2'. ”(For the sake of simplicity I quote literally from the Wikipedia article).
You can then inspect most of these Blocs yourself from above.
Try to let the system work on you.
The cannons described above should fire the area.
These Blocs and the trenches in front of them should stop an enemy approaching you.
I described their general functioning in my Verdun article. Because in Verdun, German troops had to fight their way through the trenches.
Click here for the report:
In addition to these approach trenches, there were also anti tank trenches, partially filled with water, which were intended to prevent the enemy from approaching.
But the enemy came from the air.
When you have finished the tour on the plateau, it is best to take a little break and let everything work its magic again.
You will also have noticed that the “roof” of the fortress is quite large: a triangle of 950 x 750 m.
The total area of ​​the military area is 75 ha. An area of ​​100 football fields.
The mode of operation, the interaction of the bunkers, is perhaps not yet so clear to you.
But let us note at this point that the following weapons were set up:
2 x 120 mm cannons, 16 x 75 mm cannons, plus the 60 mm cannons of the Blocs. In addition there are the MGs for close defense.
We are talking about firepower.
Think of it all as a defense line with dug in tanks.
Then maybe you can grasp it better.
After the short break, go back to the entrance in Bloc I.
You enter the fortress and walk over a wooden floor that could be removed in the event of a defense and thus served as a protective ditch.
Now that's something that we know. Something like the drawbridge or the moat of a castle.
After all.
At the end of the aisle you come back to an MG, which no longer threatens the visitor today, but was intended to destroy unauthorized visitors in the past.
Heavy armored doors close the entrance to the facility.
If they are open to the visitor, you enter a labyrinth of corridors.
You will see a plan relatively early on that will help you with the rough orientation.
Do not be afraid.  You won't get lost. You will be guided through the facility.
You can always branch off from the main course here.
You will come to the arrest cell, to the machine rooms, to different rooms in the reconstructed parts of the facility.
Ultimately, the path then leads you to the associated cafeteria, where you can buy the ticket for the general entrance and the guided tour.
But you will have already noticed one thing.
The hallways are quite long; and while the system at the top of the plateau looked very airy, the part down here follows an inherently logical system that you will then grasp very quickly.
You will already recognize that this facility is already huge down here: 5.3 km of corridors are something.
Everything protected by meter-thick reinforced concrete.
Was it useful?
No.

That should be it for today.
But before I forget: the tours in German, an in other languages, take place at certain times. You can find the dates on the website.
As I said. I would take a later tour and turn to the outside area and the freely accessible parts of the fortress beforehand.
Allow 2 ½ hours for this alone.
In the next reports, there will be two, I will describe the battle in more detail, and also show pictures of the tour from the inner part of the casemates.
Pictures of the museum itself, uniform collection etc. will then form the conclusion.
A note on our own behalf:
However, the two reports will only appear after a short break in June.
Before that I will write some wargaming articles.
The BLOG addresses different interested parties.
So the fans of Eben Emael have to be patient.
(By the way, do NOT pronounce Eben Emael with an "ä". The "e" is an expansion letter.
Means: It is pronounced E-maaal, so for English speaking readers Ey-maaal)

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