Sonntag, 6. Februar 2022

Pikeman's Lament - Rescue mission

Die Italiener nennen das Ganze einen Catenaccio, einen Sperriegel.
Fußballfans wissen von was ich rede.
Für die, denen dieser Begriff nichts sagt, die Beschreibung aus der Wikipedia:
„Beim Catenaccio spielen in der Abwehr ein Libero, zwei Vorstopper und ein linker Außenverteidiger, im Mittelfeld ein defensiver Mittelfeldspieler, zwei zentrale Mittelfeldspieler und ein rechter Flügelmittelfeldspieler und im Sturm eine hängende Spitze und ein Strafraumstürmer. Durch tiefes Stehen in der eigenen Hälfte sollen die Räume zwischen den einzelnen Spielern so eng gemacht werden, dass kein schnelles Offensivspiel des Gegners möglich ist. Andererseits bietet sich durch den Catenaccio die Möglichkeit des schnellen Konterns.“
Ich dachte, dass diese Aufstellung genau die richtige wäre, um bei Pikeman’s lament die Mission Rescue bestehen zu können.
In der Mitte des Spielfeldes befand sich ein Lager.


Hier hatten meine Söldner Gefangene zusammengetrieben. Aufgrund der Wichtigkeit ihrer Position hatte man sie sogar in Eisen gelegt.
Bewacht wurden sie von drei Shot Einheiten, die jeden Angriff abschlagen sollten, bis dann in der zweiten Runde Verstärkung eintreffen sollte.
Die Einheiten standen hinter Deckung und konnten die kürzere innere Linie nutzen, um eventuell zu rochieren.







Leider gehörte die Artillerie nicht zu dieser Truppe. Diese war nur da, um einfach gut auszusehen.


Meine Einheiten fühlten sich im Lager sehr sicher; und ich freute mich schon keinen Aktivierungswurf für eine Move Bewegung machen zu müssen.
Sven hatte jede Menge Reiter aufgeboten.
Hinzu kamen zwei Shot Einheiten und eine  Commanded Shot.







Das Spiel begann mit einem Schussaustausch, der bereits nach 8 Minuten die Flucht einer Shot Einheit von Sven bedingte.
‚Klappt doch der Catenaccio dachte ich. Schön defensiv bleiben und dann den Konter nach Hause fahren.’
Nach 8 Minuten ein 0:1 ist schon nicht schlecht (Auswärtssieg, Auswärtssieg).
Jetzt weiter mauern.




Sven lief in seinem Coaching Bereich rum und fluchte über seine Mannschaft, die offensichtlich zu diesem Zeitpunkt, die von ihm geforderte Taktik noch nicht verinnerlich hatte.
Nachdem er sich dann ausgeflucht hatte, bekam er wieder diesen eiskalten Blick, den ich von Don Jackson, dem Trainer von Red Bull München im Eishockey kenne: Keine Mine verziehen, ruhig bleiben, und sich das Spiel entwickeln lassen.
Er traf dann die Entscheidung, die man immer treffen muss, wenn man gegen den Catenaccio spielt: Nicht durch die Mitte kommen, da nur ein bisschen plänkeln, aber die entscheidenden Punkte über die Flügel machen.
Also setzte er seine Husaren in Bewegung.


Ich konnte jetzt aber meine Verstärkungen aktiv werden lassen. Die kamen logischerweise auch über die Flügel und sollten die gegnerischen Spitzen abfangen.
Links meine Forlorne Hope, die ja schwieriges Gelände in der Bewegung ignoriert, und damit gerade nach vorne laufen konnte.


Rechts meine Pikeneinheit, die ja im Nahkampf gegen Kavallerie gute Chancen hat.



In der Mitte näherte sich jetzt der Libero des Catenaccio – eine weitere Shot Einheit –auf das Lager zu.


Sven zog jetzt die Kavallerie weiter vor.





Im Lager rückten die Männer zusammen und schossen. Leider nicht immer erfolgreich.


Jetzt bereiteten sich die Kavalleristen darauf vor das Lager zu stürmen.
Sowohl auf der linken, als auch auf der rechten Seite.







Sogar die Infanterie in der Mitte wurde wieder mutiger und schloss auf.
So sah das Ganze dann von oben aus.




Sie sehen, dass ich eine Einheit aus dem Lager gezogen hatte, um ein besseres Schussfeld auf die Kavallerie zu bekommen.



Die Husaren hielten übrigens zu den Pikenieren den richtigen Abstand, und caracolierten mit diesen: Vorreiten, schießen, leicht zurückfallen lassen, und Abstand zum Gegner wahren.


Der Feuerkampf im Lager führte auf meiner Seite zu den ersten größeren Verlusten.
Die Reiter waren gedeckt und hatten einen Stamina Wert von 4 bis 5; d.h.
Man benötigt vier bzw. 5 Treffer, um ein Modell auszuschalten.
Das schaffte ich nicht.
Ich zog deshalb wieder eine Shot Einheit ins Lager zurück, und der Libero übernahm außerhalb des Lagers die Deckung.







Dann stürmten Svens Arkebusiere in den Nahkampf.
Hach, welch schöner Anblick als die Pferde über die Hindernisse setzten, die Einheit brach, und die Kavallerie mit einer weiteren freien Bewegung in die zweite Einheit rauschen konnte.






Mist.
Der Catenaccio war jetzt durchbrochen.
Mittlerweile stand es dann auch 1:1.
Meine Shot Einheit, die jetzt von zwei Kavallerietrupps in die Zange genommen wurde, hatte natürlich entsprechende Verluste.
Sie konnte nach dieser Aktion nur noch die Hälfte der Würfel einsetzen, weil eben die Hälfte der Einheit weg war.
Ich versuchte mit Schüssen meiner Forlorn Hope und der Libero Shot Einheit ein weiteres Fiasko zu verhindern.




Aber auch die trafen zu schlecht.
Sven trieb jetzt eine Einheit vor sich her, und die platzte dann auch im weiteren Verlauf beim Rückzug.




2:1 für Sven.
Dann rauschten die Kavalleristen in den Rücken der letzten verbliebenen Einheit im Lager.
Die konnte sich unter Verlusten aber zunächst noch wehren.




Egal wie.
Der Catenaccio war aufgebrochen und Sven begann jetzt damit, die Gefangenen zu befreien.




Das eigentliche Missionsziel.
Während die Reiter mit Gefangenen weggaloppierten, jetzt stand es 4:1, 


vernichtete die andere Kavallerieeinheit die verbliebenen Söldner im Lager.


5:1.
Vorher – ich vergaß es zu erwähnen – waren meine Pikeniere noch einer gewürfelten Doppel Eins zum Opfer gefallen und waren geplatzt.
6:1
Das war dann auch der Endstand des Spiels.
Was ist die Lehre aus dem Spiel?
Der Catenaccio funktioniert nur, wenn die Abwehr steht, der Libero immer am richtigen Platzt steht und die Abseitsfalle geschickt ausgenutzt wird. Ist er einmal durchbrochen, dann kist der Weg frei und es rappelt in der Kiste.
Sven hatte die richtige Methode gefunden diese Abwehrkette zu umgehen und dann am richtigen Platzt durchzustoßen.
Die Kavallerie hatte sich aufgrund ihres hohen Stamina Wertes als absoluter Matchwinner gezeigt.
Auch wenn das Ergebnis für mich ernüchternd war, so hat es doch Spaß gemacht.
Na und meine Kavalleristen sind ja mittlerweile auch angemalt.
Mal schauen, wie ich dann beim nächsten Mal vorgehe.
 
The Italians call the whole thing a catenaccio, a locking bolt.
Football fans know what I'm talking about.
For those who are unfamiliar with this term, the description from Wikipedia:
“ The key innovation of Catenaccio was the introduction of the role of a libero ("free") defender, also called "sweeper", who was positioned behind a line of three defenders. The sweeper's role was to recover loose balls, nullify the opponent's striker and double-mark when necessary. Another important innovation was the counter-attack, mainly based on long passes from the defence”
I figured this lineup would be just right for completing the Rescue mission in Pikeman's lament.
In the center of the field was a camp.
This was where my mercenaries had rounded up prisoners. She had even been put in irons because of the importance of their position.
They were guarded by three Shot units, who were supposed to repel any attack until reinforcements should arrive in the second round.
The units were behind cover and could use the shorter inner line to possibly castle.
Unfortunately, the artillery did not belong to this force. It was just there to look good.
My units felt very safe in the camp; and I was happy not to have to make an activation roll for a Move movement.
Sven had summoned a lot of riders.
There were also two shot units and one commanded shot on his side.
The game started with an exchange of shots, which caused a shot unit from Sven to flee after just 8 minutes.
'I thought the catenaccio would work. Stay defensive and then counterattack home.'
After 8 minutes a 0:1 is not bad.
Now keep calm.
Sven walked around in his coaching area and cursed his team, which obviously hadn't internalized the tactics he was asking for at that point in time.
After he had cursed himself, he got that ice-cold look that I know from Don Jackson, the Red Bull Munich coach in ice hockey: Don't make a face, stay calm, and let the game develop.
He then made the decision that you always have to make when playing against the catenaccio: don't get through the middle because there's only a bit of skirmishing, but take the crucial points down the wings.
So he set his hussars in motion.
But I was now able to activate my reinforcements. Logically, they also came over the wings and should intercept the opposing tips.
On the left my Forlorne Hope, who ignores difficult terrain when moving, and was able to run straight ahead.
On the right my pike unit, which has good chances in close combat against cavalry.
In the middle, the libero of the catenaccio - another shot unit - approached the camp.
Sven now lead the cavalry up to the enemy.
In the camp, the men closed in and shot. Unfortunately not always successful.
Now the cavalrymen prepared to storm the camp.
Both on the left and on the right side.
Even the infantry in the center grew bolder and closed up.
This is what it looked like from above.
You can see I pulled a unit out of camp to get a better field of fire on the cavalry.
Incidentally, the hussars kept the right distance from the pikemen and caracolated with them: advance, shoot, slightly fall back, and keep the right distance from the enemy.
The firefight in the camp led to the first major losses on my side.
The riders were mated and had a stamina value of 4 to 5; i.e.
It takes four or five hits to eliminate a model.
I couldn't.
So I pulled another shot unit back into camp and the libero took over cover outside the camp.
Then Sven's arquebusiers charged into the melee.
Alas, what a beautiful sight when the horses jumped over the obstacles, the unit broke, and the cavalry was able to rush into the second unit with another free movement.
Damn.
The catenaccio was now broken.
In the meantime it was 1:1.
My shot unit, which was now being flanked by two squads of cavalry, naturally suffered corresponding losses.
After this action, the unit could only use half of the dice because half of the unit was gone.
I tried to prevent another fiasco with shots from my Forlorn Hope and the „Libero“ Shot unit.
But they hit badly too.
Sven was now driving a unit in front of him, and it then burst as it retreated.
2:1 for Sven.
Then the cavalrymen rushed into the rear of the last remaining unit in camp.
However, the men were initially able to defend themself with losses.
No matter how.
The catenaccio had started and Sven now began to free the prisoners.
The actual mission goal.
While the horsemen galloped away with prisoners, now the score was 4:1, the other cavalry unit annihilated the remaining mercenaries in camp.
5:1
Before that - I forgot to mention - my pikemen had fallen victim to a double one roll and burst.
6:1
That was the end of the game.
What is the lesson from the game?
The catenaccio only works if the defense is strong, the libero is always in the right place and the offside trap is cleverly exploited. Once it has been broken through, the way is free and you can shoot a goal.
Sven had found the right method to bypass this chain of defense and then break through in the right place.
The cavalry proved to be the absolute match winner due to their high stamina value.
Even if the result was sobering for me, it was still fun.
Well, my cavalrymen are now also painted.
I'll see how I go about it next time.

Sonntag, 30. Januar 2022

Pikeman's Lament - Dreißigjähriger Krieg

Heute geht es erneut in den Dreißigjährigen Krieg, wie bereits in meinem Spielbericht vor ein paar Wochen.
Sie erinnern sich? Wenn nicht anbei der Link:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Pikeman's Lament - Ga Pa (thrifles.blogspot.com)
Nun ist es allerdings so, dass zwischen dem damaligen Bericht und dem heutigen Tag doch einiges passiert ist.
Damals hatte ich ja noch Figuren von Sven in die Schlacht geführt. Heute kann ich Ihnen meine eigene Truppe für Pikeman’s lament vorstellen.
Dabei stellen die Einheiten, die ich Ihnen jetzt zeige, nur einen Teil eines Gesamtprojektes dar.
Mittlerweile konnte ich das Figurenprojekt 30jähriger Krieg für mich persönlich abschließen.
Die gesamte Truppe werde ich Ihnen demnächst genauer vorstellen.
Hier im Bericht sehen sie eine Pikeman’s lament konforme 24 Punkte Einheit, die Truppen der katholischen Seite darstellen soll.




Ich weiß, dass die Auswahl der Figuren eher suboptimal ist.
Ich hatte vor Jahren in einem Sprue Sale von Warlord Games zugeschlagen. Eher aus Spaß, viel weniger, um ein konkretes Thema damit anzugehen.
„Irgendwann bekommen die die Farbe, irgendeines englischen Regiments aus dem ECW (English Civil War) verpasst.“
So mein damaliger Gedanke.
Als aber jetzt in unserem Spielerkreis von Sven die Idee angestoßen wurde, dass wir uns doch einmal mit dem 30jährigen Krieg und perspektivisch auch mit den Father Tilly Regeln beschäftigen sollten, war generell die Bereitschaft da, aber irgendwie wollten wir zunächst, die bei jedem von uns herumliegenden Bestände anmalen, bevor wir uns neuem widmen.
Bei mir wurde die erste Testfigur Anfang Juli erstellt.
Bereits bei diesem Test hatten mich die Warlord Minis genervt. Generell sind sie halt eben für den ECW gedacht. Somit finden sich Kappen und Montero Hüte in dem Set, die man auch in der Konsequenz mit englischen Truppen des ECW verbindet.



Pike Unit (Warlord Games)


Was man allerdings für den Look einer Einheit aus dem 30jährigen Krieg braucht, sind halt große Schlapphüte, die in dem Warlord Set nur spärlich zu finden sind.
Bis vor kurzem war das alles kein Problem, denn Warlord bietet verschiedene Hüte, Kappen, Helme als Zinnsets an, die man bestellen kann.
Dank Brexit macht das aber keinen Spaß mehr.
Ich zahle keine 12 pd + allein an Porto für ein paar Zubehörteile!!
Die Lagerbestände bei deutschen Händlern sind unterirdisch und quasi nicht vorhanden.
Aus Not habe ich auf Bestände von AWI und ACW Hüten aus diversen Perry Sets zurückgegriffen, was in der Masse zum Glück nicht so auffällt.
Top ist das nicht. Aber ich wollte die Minis auch nicht wegwerfen. Auch wenn mich das Ganze schon gestört hat.
Zum Glück hatte ich aber auch noch ein paar Minis von TAG (The Assault Group) und Horcata Miniatures in den Schubladen herumfliegen.


Shot unit 1 (Warlord Games)


Vor allem die Horcata finde ich richtig gut.
Leider, leider, als ich nochmals eine weitere Bestellung aufgeben wollte, musste ich erfahren, dass Horcata diese Miniaturenreihe mittlerweile an Empress Miniatures verkauft hat.
Letzte Woche sind sie online gegangen und können jetzt auch bei Empress bestellt werden.
Aber…
In Tschechien war die Bestellung problemlos, zudem noch mit geringem Porto, aber in UK?????
Ich hatte den Brexit ja eben schon erwähnt.
Das hätte man mir mal 1989 erzählen sollen, dass ich schneller Ware aus Tschechien bekomme, als aus Großbritannien.
Verrückte Welt.


Shot unit 2 (Warlord Games)


Egal wie.
Ich habe mit dem Figuren Kompromiss, wenn auch schweren Herzens und ohne wirkliche Begeisterung, zu leben gelernt, und das Ergebnis sehen Sie jetzt hier.
Im Bild sehen sie zunächst eine Pike Einheit.
Hierbei handelt es sich um Figuren von Warlord Games.
Ebenfalls von Warlord Games kommen zwei Shot Einheiten.
Dann sehen Sie zwei weitere Shot Einheiten.
Hierbei handelt es sich jetzt um die Horcata Miniaturen.



Shot unit 3 (Horcata, now Empress miniatures)


Sie verstehen was ich meine????
Diese Minis sind viel realistischer für die Anfangsphase des Dreißigjährigen Krieges als die Warlord Minis.
Auch wenn Horcata sie als Böhmen verkauft hat, sind diese Figuren doch sehr generisch und können natürlich auch auf Seiten der Gegner eingesetzt werden.



Shot unit 4 (Horcata, now Empress minaitures)


Zum Abschluss noch die Commanded Shot bzw. Forlorne Hope Einheit, die nach den Regeln aus 6 Mann besteht.



Forlorne hope (Horcata, one miiature from Warlord Games)


Ich hatte noch 4 Dragoner und einen Offizier von Horcata über. Aus Warlord Games Resten baute ich noch einen „Unteroffizier“, das ist die Figur hier ganz rechts im Bild.
So entstand diese kleine Spezialtruppe.
Wie Sie sehen können ist die hier vorgestellte Einheit sehr schusslastig, was dem Verhältnis von Pike&Shot in der Frühphase jetzt nicht entspricht.
Aber bevor Sie laut schreien. Mittlerweile sind genügend Pikeniere bemalt. Die müssen nur noch basiert werden.
Heißt perspektivisch werde ich da bei Pikeman’s lament variieren können, denn die über 100 bemalten Figuren, die jetzt fertig sind, bieten da verschiedenste Optionen, die ich auch zu nutzen beabsichtige.
Freuen Sie sich also auf die nächsten Bilder, im nächsten Bericht.
Da wird noch etwas kommen.


(Tercio; More to come)


 
 
Today the Thirty Years' War is going on again, like in my game report a few weeks ago.
You remember? If not here is the link:
Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen: Pikeman's Lament - Ga Pa (thrifles.blogspot.com)
Now, however, a lot has happened between the report at that time and today.
At that time I was still leading figures from Sven into battle.
Today I can introduce you to my own troop for Pikeman’s lament.
The units that I am now showing you represent only part of an overall project.
In the meantime I was able to complete the figure project 30 Years War for myself personally.
I will shortly be introducing the entire troop to you in more detail.
Here in the report you can see a Pikeman’s lament compliant 24 point unit that is supposed to represent troops of the Catholic side.
I know that the choice of miniatures is rather suboptimal.
I struck a Warlord Games sprue sale years ago. More for fun, much less to tackle a specific topic.
"At some point they get the color of some English regiment from the ECW (English Civil War)."
That was my thought at the time.
But when Sven initiated the idea in our circle of players that we should deal with the 30 Years War and, in the future, also with the Father Tilly rules, there was general willingness.
But somehow we all initially wanted to paint our stocks before buying new stuff.
I paint the first test figure in July this year.
The Warlord Minis had already annoyed me during this test. In general, they are just intended for the ECW. Thus, there are caps and Montero hats in the set, which are consequently associated with English soldiers of the ECW.
What you need for the look of a unit from the 30 Years War, however, are large floppy hats, which are only sparsely found in the Warlord Set.
Until recently, none of this was a problem, because Warlord offers various hats, caps, and helmets as pewter sets that can be ordered.
Thanks to Brexit, it's no longer fun for customers living in Europe.
I don't pay 12 pd + postage for a few accessories !!
The stocks at German dealers are practically nonexistent.
Out of necessity I resorted my stocks of AWI and ACW hats from various Perry sets, which fortunately is not so noticeable in the masses.
It's not great.
But I didn't want to throw the minis away either.
Even if the whole thing annoyed me.
Fortunately, I also had a few minis from TAG (The Assault Group) and Horcata Miniatures.
I especially like the Horcata.
Unfortunately, unfortunately, when I wanted to place another order, I had to find out that Horcata had meanwhile sold this series of miniatures to Empress Miniatures. Meanwhile you can order them at Empress.
But….
In the Czech Republic the order was problem-free, and with little postage, but in the UK ?????
I already mentioned Brexit.
I should have been told in 1989 that I’ll get goods from the Czech Republic faster than from Great Britain.
Crazy world.
No matter how.
I have learned to live with the figures of compromise, albeit with a heavy heart and without real enthusiasm, and you can now see the result here.
In the picture you first see a pike unit.
These are figures from Warlord Games.
Two shot units also come from Warlord Games.
Then you will see two more shot units.
These are now the Horcata miniatures.
You understand what I mean ????
These minis are much more realistic for the early stages of the Thirty Years War than the Warlord Minis.
Even if Horcata sold them as Bohemian, these figures are very generic and can of course also be used on the side of the opponent.
Finally you see the Commanded Shot or Forlorne Hope unit, which according to the rules consists of 6 men.
I still had 4 dragoons and an officer from Horcata. From Warlord Games' leftovers I built a "NCO", that's the figure on the far right in the picture.
This is how this small special force came into being.
As you can see, there are many Shot units, which is not true of the Pike & Shot ratio in the early phase of the war.
But before you scream out loud.
There are now enough pikemen painted. They just have to be based.
That means in perspective I will be able to vary Pikeman’s lament, because the more than 100 painted figures that are now finished offer a wide variety of options that I also intend to use.
So look forward to the next pictures in the next report. Something else will come.

Sonntag, 23. Januar 2022

Airfix Roman fort

Airfix Gebäude haben ein charakteristisches Merkmal.
Sie sind zu klein.
Ausgewiesen als 1/72 Modelle, ist es allerdings so, dass sie definitiv nicht diesem Maßstab entsprechen.
Sie passen im Grunde viel besser zu 15 mm, manche sogar zu 12 mm, Modellen.
Eine kleine Ausnahme gibt es; und im Grunde verwundert das einen schon sehr.
Ich spreche von dem kleinen Roman Fort.


Als ich das Fort zum ersten Mal sah, und da war ich noch ein Knirps, hatte ich das Gefühl, dass das nicht zu meinen Römern passt.
Die Römer hatten doch riesige Bauten!!!
Die kannte ich aus verschiedenen Filmen und aus einem Livebesuch, weil ich mit den Eltern mal in Trier war, und völlig begeistert die Porta Nigra angestarrt hatte.
Na und die Porta Nigra war riesig, obwohl sie ja nur das Tor einer Stadt war.
Aufgrund dieses Eindrucks hatte ich das Airfix Fort auch niemals so wirklich auf der Uhr.
Mein Fort Sahara, meine kleine Robin Hood Burg, mein La Haye Sainte, mein Coastal Defense Fort, begeisterten mich da viel mehr.
Ach, wenn ich doch nur richtig recherchiert hätte, denn…
Das Roman Fort ist im Gegensatz zu den jetzt aufgelisteten Modellen eigentlich (abgesehen von den beiden kleinen Ställen, die etwas größer sein müssten) maßstäblich.





Das sollte man gar nicht glauben, wenn man das kleine Gebäude mit einer Grundfläche von 23 cm x 16 cm  so sieht.
„Da passen ja höchstens 30 Minis rein!!“, denkt man, aber diese Anzahl wäre dann auch die Anzahl, die dem historischen Vorbild entspricht.
Völlig verrückt.
Das Fort ist einem Meilenkastell am Hadrianswall nachempfunden; und die sahen tatsächlich so aus. Diese Kastelle hatten eine Grundfläche von 15 x 18m, verfügten – genau wie das Modell – über ein turmähnliches Tor zur Feindseite hin, ein kleineres Tor direkt gegenüber liegend, zwei Barracken rechts und links an den Seitenmauern und beherbergten 20 bis 30 Soldaten als Besatzung.
Die Kastelle erhielten ihren Namen, weil sie in einem Abstand von einer römischen Meile (1500 m) entlang des Hadrianswalls errichtet worden waren. Insgesamt gab es 80 dieser Meilenkastelle.
Zwischen ihnen verlief der 117 km lange Wall, zu seinen Glanzzeiten eine Steinmauer 5 Meter hoch und 2 bis 3 Meter breit.




Im Westen des Landes, der heutigen Grafschaft Cumbria, schloss sich an der Küstenlinie ein ähnliches Verteidigungssystem an.
Dieses bestand aus bis zu 26 Kleinkastellen und deren angeschlossenen Wachtürmen, die in diesem Fall durch eine Holzpalisade miteinander verbunden waren.
Diese Verteidigungslinie steht nach heutigem Kenntnisstand der Forschung in enger Verbindung zum Hadrianswall. Die Linie sollte vor einer amphibischen Landung schützen, die in der Lage gewesen wäre Truppen direkt hinter den Wall zu bringen.
Offensichtlich sahen die Römer hier eine Gefahrenstelle und deshalb wurde an dieser Stelle im Westen der eigentliche Wall in der Flanke verlängert.
Die Meilenkastelle des Hauptwalls, also die historischen Vorbilder unseres Modells, waren ein befestigter Durchgang, denn die Wege nach Norden, also hinter den Wall liefen durch diese hindurch.
In der Spätantike wurden diese Durchgänge teilweise geschlossen, teilweise wurden die Tore auch verkleinert, damit die Kastelle besser verteidigt werden konnten.
Die Konstruktion der Meilenkastelle war so angelegt, dass sie de facto auch die Funktion eines „Zollhauses“ hatten, weil die Waren, Vieh und Menschen eben durch diese Kastelle hindurchgeschleust wurden.
Jeweils rechts und links von diesen Kastellen standen im Abstand von ca. 500 Metern Wachtürme, die dann auch von der Besatzung des Forts bemannt wurden.
Diese waren, genau wie die Nordseiten des Kastells mit ihrem Tor, in den Wall integriert.
Die wissenschaftliche Rekonstruktion dieser Meilenkastelle sieht so aus.
 



Die Airfix Darstellung sehen sie an meinem Modell.


Da hat Airfix tatsächlich einen richtig guten Job gemacht.
Und ja; das Fort passt in diesem Fall auch zu 1/72 Modellen, wobei ich es auch als Modell für 12 bzw. 15 mm Modelle heranziehen würde.
Selbst Details stimmen am Airfix Fort.
Zum Aufbau habe ich ja bereits etwas gesagt. Dieser ist weitgehend historisch.
Auch die beiden Baracken sind dem Original nachempfunden.
Außerdem liegt eine Steintreppe dem Modell bei.
Der einzige Kritikpunkt ist, dass auch bei diesem Modell die Mauern und auch besagte Treppe nicht massiv ausgeführt sind. Das ist aber auch weniger mangelnder Kenntnis als den damaligen Produktionsmethoden im Plastikspritzguss geschuldet.
Zusammenfassend bleibt also zu sagen, dass sich selbst heute noch der Kauf des Modells lohnt.




Alternativ gibt es mittlerweile gedruckte Modelle, die dann auch mit den massiven Mauern dargestellt sind.
Man sollte halt nicht vergessen, dass auch die Mauern des Forts 3 m breit waren.
Das Fort hatte ich damals so gekauft.
Der Vorbesitzer hatte sich schon einmal die Mühe gemacht einzelne Steine verschiedenfarbig zu bemalen.



Ich selbst habe mich entschlossen die vorhandene Grundbemalung mit Washes herauszuarbeiten. Die Gravur der Mauersteine ist nicht tief, und da ich den Look beibehalten wollte, habe ich mich für Washes entschieden, damit möglichst viele Details erhalten bleiben.
Man hätte jetzt natürlich mit Plasticard oder mit Styrodur die Mauern der Innenseite verbreitern können, um einen noch originaleren Look zu bekommen.
In diesem Fall wollte ich da nichts verändern, weil die beiden Baracken die schmalen Mauern auch zum großen Teil verdecken.




Mir persönlich gefällt das Fort sehr gut, und ich bin froh, dass ich noch die Möglichkeit hatte das Modell zu erwerben.
Ein weiteres nostalgisches Highlight in meiner Sammlung.
 
Airfix buildings have a distinctive feature.
They are too small.
Declared as 1/72 models, it is, however, the case that they definitely do not correspond to this scale.
They basically fit 15mm, some even 12mm, models a lot better.
There is one small exception; and basically that amazes me a lot.
I'm talking about the little Roman Fort.
When I saw the fort for the first time, when I was still a boy, I had the feeling that it didn't suit my Romans.
The Romans had huge buildings!
I knew them from various films and from a live visit, because I was in Trier with my parents and stared at the Porta Nigra with great enthusiasm.
Well, the Porta Nigra was huge, even though it was only a gate of the town.
Because of this impression, I never really had the Airfix Fort on my watch list.
My Fort Sahara, my little Robin Hood castle, my La Haye Sainte, my Coastal Defense Fort, inspired me much more.
Oh, if only had done the right research, because ...
In contrast to the models listed above, the Roman Fort is actually true to scale (apart from the two small stables, which should be a bit larger).
You shouldn't believe that when you see the small building with a floor area of ​​23 cm x 16 cm like that.
“A maximum of 30 minis fit in there !!”, one thinks, but this number would then also be the number that corresponds to the historical model.
Totally crazy.
The fort is modeled on a mile fort on Hadrian's Wall; and these mile forts actually looked like that. These forts had a footprint of 15 x 18 m, had - just like the model - a tower-like gate on the enemy side, a smaller gate directly opposite, two barracks on the right and left of the side walls and housed 20 to 30 soldiers as a crew.
The forts got their name because they were built a Roman mile (1500 m) apart along Hadrian's Wall. There were a total of 80 of these miles castles.
Between them ran the 117 km long wall, in its heyday a stone wall 5 meters high and 2 to 3 meters wide.
In the west of the country, today's county of Cumbria, a similar defense system joined the coastline.
This consisted of up to 26 small forts and their connected watchtowers, which in this case were connected to one another by a wooden palisade.
According to current research knowledge, this line of defense is closely connected to Hadrian's Wall. The line was supposed to protect against an amphibious landing that would have been able to bring troops directly behind the wall.
Obviously the Romans saw a danger point here and therefore the actual wall was extended in the flank at this point in the west.
The mile fort of the main wall, i.e. the historical models of our model, were a paved passage, because the paths to the north, i.e. behind the wall, ran through them.
In late antiquity, these passages were partially closed, and the gates were also partially made smaller so that the forts could be better defended.
The construction of the mile fort was designed in such a way that it also had the function of a “customs house”, because goods, cattle and people were smuggled through these forts.
To the right and left of these forts, there were watchtowers at a distance of approx. 500 meters, which were then manned by the fort's crew.
Just like the north side of the fort with its gate, these were integrated into the wall.
The scientific reconstruction of this mile fort looks like this.
You can see the Airfix representation on my model.
Airfix actually did a really good job here.
And yes; In this case the fort also fits 1/72 models, although I would also use it as a model for 12 or 15 mm models.
Even the details are right on the Airfix Fort.
I've already said something about the structure.
It is largely historical.
The two barracks are also modeled on the original.
A stone staircase is also included with the model.
The only point of criticism is that the walls and the said stairs are not made solid in this model either. But this is less due to a lack of knowledge than to the plastic injection molding production methods of that time.
In summary, it remains to be said that the model is still worth buying even today.
Alternatively, there are now printed models that are then also shown with the massive walls.
You shouldn't forget that the walls of the fort were also 3 m wide.
That's how I bought the fort at the time.
The previous owner had already taken the step to paint individual stones in different colors.
I myself decided to work out the existing basic painting with washes. The engraving of the bricks is not deep, and since I wanted to keep the look, I opted for washes so that as many details as possible are preserved.
You could of course have widened the walls on the inside with Plasticard or Styrodur to get an even more original look.
In this case I didn't want to change anything because the two barracks also cover most of the narrow walls.
Personally, I like the fort very much and I am glad that I still had the opportunity to purchase the model.
Another nostalgic highlight in my collection.