Mittwoch, 25. April 2018

Kadesch - Neue Figuren in 1/72


Letztes Jahr zog mich mein Weg an einen bestimmten Ort in Karlsruhe. Nicht nur mich, sondern auch knapp 100.000 andere Leute.

Na und wenn ich Ihnen jetzt erzähle, dass es nicht um die Huldigung irgendeines Sportidols, eines Filmstars, oder eines Popgiganten ging, dann glauben Sie mir das sicherlich auch.
Denn dafür ist Karlsruhe jetzt nicht unbedingt bekannt.
Es ging allerdings um einen, den man zu Zeiten seines Lebens so in der Art hätte bezeichnen können, obwohl er das natürlich nicht wahr.
Er war ein bisschen Mensch, aber vor allem war er Gott.
In heutigen Instagram, Facebook und Twitter Zeiten hätte er jede Menge Follower gehabt. ER hätte auch tatsächlich genügend Zeit gehabt diese Follower aufzubauen, denn immerhin war der Mensch mehr als 66 Jahre an der Macht. 66 Jahre. Wer regt sich denn da über Adenauer, Kohl oder Merkel auf? Hallo?
Hinzu kommt, dass sein Beraterstab einer der größten der Antike war. In seiner Zeit sowieso.
Na und wenn Du es dann noch so nebenbei schaffst ca. 45 Söhne und 40 Töchter Dein Eigen zu nennen, na dann hast Du doch schon mal den ersten Grundstock sicher, für Daumen hoch und jede Menge Fans.
Von wem ich rede?

Von einem großen, sicherlich bei bibelfesten Menschen, von dem bekanntesten Pharao Ägyptens.
Ich rede von Ramses II., genannt der Große.
Na und man sollte es nicht glauben. Die im Vergleich zu Berlin, München, Hamburg, Frankfurt oder Köln recht kleine Stadt Karlsruhe, hatte es doch tatsächlich geschafft die erste große Ausstellung zu diesem Herrscher in Deutschland zu organisieren.
Respekt an die Provinz!!!
Das schafft nicht jedes Museum.



Na und ich als gut katholisch erzogener, historisch interessierter und militärgeschichtlich verliebter Mensch musste da natürlich hin.
Heh.
Ramses II.
Also, wenn einer in der ägyptischen Geschichte rockt dann er.
Was verbindet man mit ihm. Ich will da mal paar Schlagworte in den Raum werfen:
Exodus, Moses, die Plagen, Abu Simbel, Pi-Ramesse, seine Mumie, Hethiter, Streitwagen UND Kadesch.
Ein paar Begriffe sollten ihnen bekannt sein.
Wenn nicht. Schämen Sie sich nicht. Nicht jeder muss einen toten König kennen, der von ca. 1303 bis 1213 vor Christus lebte. Aber geben Sie ihm eine Chance. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Um noch mal kurz auf den Popstar zurückzukommen.
Die Mumie Ramses II. wurde tatsächlich gefunden und kann im Museum in Kairo besichtigt werden. Dass das überhaupt noch geht, verdanken wir französischen Wissenschaftlern, die den Leichnam in den 1970er Jahren tatsächlich vor dem finalen Verfall bewahrten.
Im Zusammenhang mit dieser Konservierung ist folgende Geschichte spannend. Ramses landete am 26. September 1976 nachmittags um 17 Uhr auf der französischen Militärbasis du Bourget. O.K.. Das ist jetzt nicht so verwunderlich, denn irgendwo muss man halt landen, wenn man nach Paris will. Das geniale, und ja, ich liebe die Franzosen – VIVE LA FRANCE - , die schickten die damalige Ministerin für Bildung und Forschung, Madame Saunier-Seité  zum Empfang der Mumie, na und der erfolgte tatsächlich mit allen militärischen Ehren, so wie sich das für einen ehemaligen Herrscher gehört.
Also jetzt mal ehrlich.
Ist das cool, oder ist das cool???
Können Sie sich vorstellen, dass Anja Karliczek da mit der Bundeswehr rumsteht??? Na und dann noch wo??? RBB geht ja nicht. Vielleicht Tegel??
Also da wird meine Vorstellungskraft definitiv gesprengt.
Wir würden das einfach so machen. Langweilig, professionell, ganz viele Wissenschaftler, aber Politiker??
O.K. Vielleicht Horst Seehofer. Der ist ja jetzt Innenminister, fände das vielleicht cool, hätte den Drang sich da einmischen zu wollen, und würde sich aufgrund des Alters und der politischen Einstellung wohl am ehesten mit der Mumie verstehen (ich darf das schreiben. Als Mitte 50jähriger darf ich das;-))).
Nun denn.
Zurück zu Ramses.
Diejenigen, die sich oben geoutet haben und meinten, hmmmh sagt mir nichts, kennen den Pharao vielleicht doch. Möglicherweise aus zwei Filmen.
Meine Tochter Vanessa würde jetzt noch rufen. Aus drei Filmen Papa. Aus drei. Ja. Es gab auch noch den Dreamworks Zeichentrickfilm „Der Prinz von Ägypten“ aus dem Jahr 1998, neben einigen weiteren, eher unbekannteren Verfilmungen.

Den Zeichentrickfilm fand sie als Kind klasse. Ich eigentlich auch, obwohl im feinsten Disney Stil immer wieder mal gesungen wurde.
Aber die wohl bekanntesten zwei Filme, sind die, die jetzt folgen.
Da ist zum einen „Die Zehn Gebote“ zu nennen, wo Yul Brynner den Herrscher spielt, und Charlton Heston als sein biblischer Gegenspieler Moses auftritt. 



Auch in der neuen Verfilmung „Exodus: Götter und Könige“ mit Christian Bale als Moses und Joel Edgerton als Ramses kam er natürlich vor.

Na und wenn ich ganz ehrlich bin, hat mich der letzte Film überhaupt zu diesem Pharao zurück geführt. Denn in diesem Film wird doch tatsächlich zu Anfang die Schlacht von Kadesch thematisiert, wenn auch im Ablauf völlig falsch. Aber egal. Streitwagen im Angriff, dazu noch eine Kavallerieattacke, und megacoole CGI und Stuntszenen regen halt die Fantasie an. Auch wenn das Lager von den Truppen der falschen Seite belegt ist, die falschen Truppen angreifen, Kavallerie in der Masse vorkommt, obwohl keine historische Quelle davon schreibt. Etc. etc.
Als ich dann von der Ausstellung in Karlsruhe erfuhr, und davon, dass hier natürlich auch auf die Kriegszüge des Ramses mit neuesten Techniken eingegangen werden sollte, war es ja klar, dass ich da hin muss.
Wieder einmal danke an Ridley Scott, den Regisseur von Exodus, dass er mich da so weitgehend inspiriert hat.
(Ridley Scott ist für mich persönlich der Bernard Cornwell der Filmwelt. Der bekommt mich immer eingefangen).
Leider, leider, leider durfte man – wie so oft in deutschen Museen – in der Sonderausstellung keine Bilder schießen, was ich immer unendlich schade finde. Ich weiß, dass das vor allem mit Verträgen zusammenhängt, die Museen mit den Besitzern der Leihgaben schließen müssen. Aber es ist dennoch in der heutigen medialen Welt blödsinnig. Was soll meine Kamera mit den dort gezeigten Exponaten anrichten, wenn ich den Blitz nicht nutze? Was?
Na und nebenbei bedeutet Fotografie heutzutage halt auch immer wieder Werbung. Wenn die fast 100.000 Besucher, eine wirklich tolle Zahl, noch Bilder ohne Ende auf facebook et alii geteilt hätten, dann wären da noch mehr hingekommen, na und das will doch wiederum jedes Museum.
Folglich muss ich jetzt ein paar Bilder aus dem Netzt verlinken, dass Sie sich eine grobe Vorstellung machen können. Es sei mir verziehn.



Aber kommen wir zu Kadesch.
Die Schlacht wurde tatsächlich multimedial erzählt, und zwar anhand des wohl bekanntesten Bilds, das uns von dieser Schlacht überliefert wurde.
Es handelt sich um diese Darstellung (hier auch als schematisches Bild wiedergegeben, wo die einzelnen Phasen der Schlacht farblich gekennzeichnet sind).

Auf den ersten Blick verwirrend. Das wurde in der Multimediashow aber toll erklärt, weil die einzelnen Bestandteile der Schlacht durch Lichteffekte entsprechend hervorgehoben wurden.


Denn, was man auf den ersten Blick nicht erkennt. ALLE Begebenheiten der Schlacht – natürlich betrachtet aus der Sichtweise der Ägypter – werden hier wiedergegeben. Es ist eine große Propagandatafel eines Sieges, der in der Form wie er hier überliefert wurde, vielleicht gar nicht so stattgefunden hat.
Kadesch liegt an der libanesisch-syrischen Grenze. Man geht heute davon aus, dass an dieser Stelle der hethitische Großkönig Muwatalli den Angriff der Ägypter zurückschlug. Ja zurückschlug. Er verlor nicht.
Die Interessengebiete der beiden antiken Großreiche stießen an dieser Stelle aufeinander.
In der Bilderschrift ist dies natürlich anders dargestellt. Sie sehen die große Figur auf dem Streitwagen??? Klar. Das ist Ramses. Eine so große Person muss ja den Sieg davon getragen haben. Das wussten alle Ägypter, die diesen Comic sahen.
Na und Ramses wusste tatsächlich etwas mit den Begriffen Marketing, Werbung und Propaganda anzufangen, obwohl alle drei Begriffe damals noch gar nicht erfunden waren. Er baute genügend Gebäude und Tempel, und ließ seine Beamte und Priester seinen Sieg verkünden. Es ist nicht verwunderlich, dass die ägyptischen Quellen weitaus ausgiebiger fließen als die hethitischen. Da ist einfach das Gesetz der Großen Zahl. Verkünde etwas so oft wie möglich. Irgendwann glaubt es jeder Depp. Denn es wird die Zeiten überdauern.
Neben der Schlacht bei Megiddo ist Kadesch die zweite große Schlacht, die uns aus dem alten ägyptischen Reich übermittelt ist. Sie wurde im Jahr 1274 v. Chr. geschlagen, im fünften Regierungsjahr Ramses, im Gegensatz zur Darstellung im Film, wo Ramses noch gar nicht der Herrscher ist.
Grund für die Schlacht war, dass Ramses II. den Einfluss Ägyptens in dieser Region wieder verstärken wollte. Unter Echnaton und seinen Nachfolgern hatten sich kleinere Pufferstaaten in dieser Region gebildet, die die Oberherrschaft Ägyptens nicht mehr anerkannten. Bereits dem Vater von Ramses, Sethos I., gelang allerdings ein erneuter Vorstoß in dieses Gebiet.
Man wollte den immer stärker werdenden Hethitern hier Einhalt gebieten.
Dies gelang wohl, denn Forscher gehen heute davon aus, dass die Unternehmungen Sethos I. einen Waffenstillstand zwischen Ägyptern und Hethitern nach sich zogen.
Das Ziel Ramses II. wiederum war, das hethitische Bündnissystem aufzubrechen und den Einfluss der Hethiter in dieser Region des Nahen Ostens zurückzudrängen.
Dieser Anspruch des Pharaos mündete in der Schlacht von Kadesch.
Auf Seiten der Ägypter sollen 20.000 Mann, auf Seiten der Hethiter 35.000 Mann gekämpft haben.
Das beidruckende ist allerdings die – angebliche – Zahl der beteiligten Streitwagen: 2000 der Ägypter gegen 3500 der Hethiter.
Nicht ohne Grund bezeichnen die britischen Militärhistoriker diese Epoche ja mit dem Begriff „Chariot Wars“, was das Ganze dann auch gut trifft.
Schauen sie sich nochmals das Bild an. Dann sehen sie auch hier die Bedeutung der Streitwagen.
Die ägyptische Armee war in vier Divisionen eingeteilt. Ramses marschierte zunächst zur heutigen Scharonebene in Palästina. Von dort schickte er einen Eliteverband, die Ne’arin, über die Küstenstraße nach Norden, während er selbst über die alte Heerstraße bis an den Orontes zog. Das Ziel war die Stadt Kadesch.
Bei diesem Vormarsch scheint es ihm egal gewesen zu sein, dass 3 Divisionen weiter zurückgefallen waren. Er selbst trieb die Amun Division nach vorne, die dann  auch bei Kadesch Lager bezog. Hier muss Ramses erkannt haben, dass irgendwas nicht stimmt. Er hielt einen dementsprechenden Kriegsrat ab.

Die Re Divison war der Amun ja in relativ kurzer Entfernung gefolgt, während die Divisionen Ptah und Seth hinterherhinkten.
Die Hethiter griffen daraufhin von ihrem Lager auf der anderen Seite des Orontes kommend, überraschend die Re Divison an.
Sie rannten die Einheit über den Haufen und wandten sich dann mit überlegenen Kräften gegen den Pharao und seine verbliebene Truppe.
Zu erwähnen bleibt, dass die beiden übrigen Divisionen gerade erst am Orontes angelangt waren.
Ramses befand sich jetzt tatsächlich in der Klemme. Eingeschlossen im Lager bei Kadesch.
Angeblich fuhr er daraufhin – unterstütz von Gott Amun – persönlich im Streitwagen einen Gegenangriff auf die Feinde. Ja. Das waren noch Kerle. Krieger – in Britannien später dann angeblich sogar Kriegerinnen - , die auf Streitwagen in die Schlacht düsen. That’s Rock’n Roll.
Das ist dann auch die Szene, die er in seiner Propaganda immer wieder ausschlachtet.
„Ich fand Amun hilfreicher für mich
als Millionen Fußtruppen und Hunderttausend Streitwagen,
als Zehntausend Brüder und Jünglinge (…)
Er gab mir seine Hand und ich jubelte!
Wie von Angesicht zu Angesicht rief er:
»Vorwärts! Ich bin bei Dir.
Ich bin dein Vater – meine Hand ist bei Dir,
hilfreicher bin ich als Hunderttausende.
Ich bin der Herr des Sieges, der die Tapferkeit liebt.«
Die eben beschriebene Episode ist wohl Fiktion. Das überlieferte Gedicht entspringt der Propaganda.
Entscheidend war etwas anderes.
In buchstäblich letzter Minute erreichte die Truppeneinheit, die Ramses über die Küstenstraße nach Norden beordert hatte, die Ne’arin, das Schlachtfeld und ermöglichte dem Pharao und seinen Einheiten den Rückzug.
Vielleicht war es gegen Ende wirklich ein Patt. Vielleicht hatten die beiden hinterherhinkenden Divisionen sowie das Auftauchen der Ne’arin die Hethiter verwirrt.
Egal wie.
Das Kriegsziel wurde nicht erreicht. Die Hethiter beherrschten letztendlich das Schlachtfeld, siegten nach der klassischen Lehre, dass der Beherrscher des Schlachtfeldes auch der Sieger ist.
Der hethitische König war wohl völlig von seinem eigenen Sieg überrascht, oder seine Truppen waren zu sehr angeschlagen, denn er verfolgte die geschlagenen Ägypter nicht.
Wer jetzt noch genaueres erfahren will. Eine sehr umfangreiche Darstellung der Schlacht findet sich an dieser Stelle:


Kadesch konnte nicht erobert werden, und Ägypten verlor seinen Einfluss in diesem Gebiet.
Aber unserem Propagandisten Ramses war das egal. Er feierte das ganze als Sieg, und stellte sich dann auch in den Mittelpunkt der Propaganda.
Einige Jahre später zog er nochmals in die Region. Die Folge war der erste überlieferte Friedensvertrag der Weltgeschichte:  Der Ägyptisch-Hethitische Friedensvertrag.
Ramses der Große verlegte dann auch seine Interessen. Wie oben dargestellt, scheint dann doch die Familienplanung und seine Begeisterung für die Bautätigkeit andere Hobbys überlagert zu haben.
Ramses wusste, wie man der Nachwelt in Erinnerung bleibt.
Das alles konnte man dann auch zusammengefasst in der Ausstellung in Karlsruhe erfahren. Umgeben von historischen Artefakten aus dieser Epoche.

Das hat schon was.
Zum Abschluss meines Artikels möchte ich dann natürlich auch noch auf eine Miniaturenreihe verweisen, denn vielleicht habe ich Sie ja inspiriert sich mal näher mit Kadesch zu befassen.
Frank Germershaus, Germi, der ja mittlerweile als Modelleur der Tactica Sonderfiguren, und als einer der Modelleure von Black Hussar einem etwas größeren Kreis bekannt ist, hatte sich schon vor Jahren mit der Thematik Kadesch beschäftigt. Ich würde ihn da schon fast als Spezialisten bezeichnen.
Hier mal Bilder aus den Jahren 2008 und 2009, wo Germi seine damals vorhandenen Figuren und das Zubehör des Lagers von Kadesch auf dem Sympi vorstellte.





Mittlerweile sind diese Figuren nebst Zubehör bei Schilling Miniaturen erhältlich, und Germi hat gerade vor ein paar Wochen neue Minis zu seiner Range hinzugesteuert.


Wer also mal Lust hat das Lager von Kadesch nachzubauen, der kann das auch in 1/72 tun. Die Minis sind hervorragend modelliert und natürlich perfekt gegossen.
Überzeugen Sie sich am besten selbst.

Aber auch alle die, die die Schlacht einmal nachspielen wollen, denen möchte ich die obigen Figuren, ergänzt mit der wunderbaren Miniaturenserie von Caesar in 1/72, ans Herz legen.


Caesar hat einige sogenannte „biblische“ Armeen in den letzten Jahren aufgelegt, und man kann somit auch Armeen in 1/72 aufstellen, die preislich durchaus mit 15 mm Figuren vergleichbar sind.






Eine echte Überlegung.
Na und für alle die, die jetzt nicht extrem in der Wargaming Szene stehen, ein wichtiger Hinweis. Sie müssen jetzt keine 2000 oder 3500 Streitwagen kaufen.
Für das Regelsystem DBA reichen da schon 5 Modelle. Na und glauben Sie mir. DBA schafft es so dennoch einen gewissen Grad der Simulation zu erreichen.
Versuchen Sie es einfach mal.



Last year there was a well-attended exhibition in the German city of Karlsruhe about Ramses II, the Great.
You may also know this pharaoh from two films.
On the one hand there is "The Ten Commandments", where Yul Brynner plays the ruler, and Charlton Heston appears as his biblical antagonist Moses.
He also appeared in the new adaptation "Exodus: Gods and Kings" with Christian Bale as Moses and Joel Edgerton as Ramses.
Well, and to be honest, the last movie ever took me back to this Pharaoh. For in this film, the battle of Kadesh is actually thematized in the beginning, albeit in the end completely wrong. But no matter. Chariots in attack, in addition a cavalry charge, and great CGI and stunt scenes stimulate always my imagination.
When I heard about the exhibition in Karlsruhe, and of course rumours, that the war efforts of Ramses were to be dealt with using the latest techniques, it was clear that I had to go there.
Thanks again to Ridley Scott, the director of Exodus, for inspiring me so much.
(Ridley Scott is for me personally the Bernard Cornwell of the movie world, he always gets me).
Unfortunately, unfortunately, unfortunately - as so often in German museums - you were not allowed to shoot pictures in the special exhibition.
So I can show you only a few pictures from the Internet.
But let's get to Kadesh.
In fact, the battle was told in multimedia, based on what is probably the best-known image that has come down to us from this battle.
It is this representation.
Confusing at first glance. This was explained in the multimedia show, because the individual components of the battle were highlighted by lighting effects accordingly.
Nearly ALL events of the battle - of course from the point of view of the Egyptians - are reproduced here. It is a great propaganda tablet of a victory that may not have taken place in the form given here.
Kadesh is located on the Lebanese-Syrian border. It is believed today that at this point the Hittite king Muwatalli repulsed the attack of the Egyptians. He did not lose.
The areas of interest of the two ancient empires collide here in Kadesh.
Of course, this is shown differently in the picture. You see the big person on the chariot ??? That's Ramses. Such a big person must have carried the victory. The Egyptians believed the statement of this comic.
And Ramses actually knew something about marketing, advertising and propaganda, although all three terms were not invented at the time.
He built enough buildings and temples, and his officials and priests praised his victory. It is not surprising that the Egyptian sources flow far more extensively than the Hittite ones.
That’s just the law of the big number. Announce something as often as possible. At some point everyone will take it as a fact. And if you have luck, that will outlast the present.
In addition to the Battle of Megiddo, Kadesh is the second major battle transmitted to us from the ancient Egyptian empire. It took place in 1274 BC. In the fifth year of Ramses's rule, in contrast to the portrayal in the film “Exodus”, where Ramses is not even the ruler.
Reason for the battle was that Ramses II wanted to reinforce the influence of Egypt in this region again. Under Akhenaten and his successors smaller buffer states were formed in this region, which did not recognize the supremacy of Egypt. However, the father of Ramses, Seti I  managed a renewed foray into this area.
The intention was to put a stop to the ever-growing Hittites here.
This was probably successful, because researchers now assume that the undertakings of Seti I attracted a truce between Egyptians and Hittites.
The goal of Ramses II, in turn, was to break the Hittite alliance system and suppress the influence of the Hittites in this region of the Middle East.
This claim of the Pharaoh resulted in the Battle of Kadesh.
On the side of the Egyptians 20,000 men fought the battle, on the part of the Hittites 35,000 men.
However, the most impressive is the - alleged - number of involved chariots: 2000 on the Egyptians side against 3500 on the Hittites side.
It is not without reason that British military historians call this era "era of the chariot wars", which suits the whole thing well.
Look again at the picture. Then you will also see the meaning of the chariot here.
The Egyptian army was divided into four divisions. Ramses first marched to today's Sharon valley in Palestine. From there he sent an elite group, the Ne'arin, across the coastal road to the north, while he himself moved across the old army road to the Orontes.
The destination was the city of Kadesh.
During this advance, he did not seem to care that 3 divisions had fallen further behind. He himself drove the Amun Division forward, which then moved to Kadesch . Here Ramses must have realized that something is wrong. He built a camp and held a corresponding council of war.
The Re Division had followed the Amun in a relatively short distance, while the divisions Ptah and Seth lagged behind.
The Hittites then attacked from their camp on the other side of the Orontes, surprisingly the Re Division.
They overran the unit, then turned with superior force on the Pharaoh and his remaining force.
The other two divisions had just arrived at the Orontes.
Ramses was actually in trouble now. Enclosed in the camp near Kadesh.
Supposedly he drove there - supported by God Amun - personally in the chariot a counterattack on the enemies.
That is also the scene he exploits again and again in his propaganda.
"I found Amun more helpful to me
as millions of foot troops and hundreds of thousands of chariots,
as ten thousand brothers and youths (...)
He gave me his hand and I cheered!
As if face to face, he exclaimed:
"Forward! I'm with you.
I am your father - my hand is with you,
I am more helpful than hundreds of thousands.
I am the Lord of Victory, who loves bravery. "
The episode just described is probably fiction. The surviving poem springs from propaganda.
Decisive was something else.
At literally the last minute, the unit of troops that Ramses had ordered north along the coast road,  the Ne'arin, reached the battlefield, and enabled Pharaoh and his forces to retreat.
Maybe it was a stalemate towards the end. Maybe the two lagging divisions and the emergence of the Ne'arin had confused the Hittites.
No matter how.
The war aim was not reached. The Hittites ultimately dominated the battlefield, winning the classic doctrine that the controller of the battlefield is also the victor.
The Hittite king was probably completely surprised by his own victory, or his troops were too battered, because he did not pursue the beaten Egyptians.
Kadesh could not be conquered, and Egypt lost its influence in this area.
But our propagandist Ramses did not care. He celebrated the whole as a victory, and then also turned into the focus of propaganda.
Some years later he moved to the region again. The result was the first surviving peace treaty in world history: The Egyptian Hittite Peace Treaty.
Ramses the Great then moved his interests. As shown above, family planning and his enthusiasm for construction seems to have overlapped other hobbies.
Ramses knew how to be remembered by posterity.
All this could be summarized in the exhibition in Karlsruhe. Surrounded by historical artifacts from this era.
Of course, at the end of my article I would like to refer to a series of miniatures, because maybe I have inspired you to get acquainted with Kadesh.
Frank Germershaus, Germi, who is now known as a modeler of the Tactica special characters, and as one of the modelers of Black Hussar Miniatures, had already dealt years ago with the subject of Kadesh. I would almost call him a specialist.
Here are pictures from the years 2008 and 2009, where Germi presented his then existing figures of the camp of Kadesh on the Sympi, a collectors meeting here in Germany.
Meanwhile, these figures are available at Schilling Miniatures, and Germi just added new minis to his range just a few weeks ago.
If you want to recreate the Kadesh camp, you can do it in 1/72. The minis are superbly modeled and of course perfectly cast.
Convince yourself best.

But also those who want to refight the battle, can do that. Also here I would like to recommend the above figures, supplemented with the wonderful miniature series of Caesar in 1/72.
Caesar has set up some so-called "biblical" armies in recent years, and so you can also set up armies in 1/72, which are quite comparable in price with 15 mm figures.
A real consideration.
Well and for all those who are not experienced in wargaming, an important note. You do not have to buy 2000 or 3500 chariots now.
For the ruleset DBA you will need already 5 models. Well and believe me. DBA still manages to achieve a certain degree of simulation.
Just try it.

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